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	<title>PetraHartmann</title>
	<link>https://scifinet.org/scifinetboard/index.php/blog/70-petrahartmann/</link>
	<description>PetraHartmann Syndication</description>
	<pubDate>Mon, 20 Jul 2026 06:37:15 +0000</pubDate>
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		<title>Thorgal 43: Die Rache der Göttin Skædhi</title>
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		<description><![CDATA[<p>Im neuen Thorgal-Album "Die Rache der Göttin Skaedhi" geht es um den Gesteinsbrocken, den Thorgal im Band <a href='https://scifinet.org/scifinetboard/index.php/blog/70/entry-10839-thorgal-41-tausend-augen/' class='bbc_url' title=''>"Tausend Augen"</a> ans Tageslicht gefördert hat. Aniel, der Sohn von Thorgal und Kriss de Valnor will dem Rätsel der seltsamen "Augen" auf die Spur kommen, die als Einsprengsel im Fels zu finden sind.<br />Außer um naturwissenschaftliche und alchimistische Forschungen geht es in diesem Band jedoch vor allem um das Aufeinandertreffen einer großen Zahl von Frauen, die mit mehr oder weniger lauteren Mitteln ihre Ziele erreichen wollen. Außer der skrupellosen Kriss de Valnor tritt die Chemikerin und Giftmischerin Dame Pallas auf, und auch Jolans neue außerirdische Partnerin Borealis mischt kräftig mit, wobei wir an dem bisher ziemlich hilflosen blauäugigen Blondchen einige interessante neue Fähigkeiten entdecken. Schließlich meldet sich noch eine alte, längst totgeglaubte Bekannte zu Wort.</p><p>&nbsp;</p><p><strong class='bbc'>Atlantidin auf der Flucht</strong></p><p>&nbsp;</p><p>Der neue Band setzt da ein, wo <a href='https://scifinet.org/scifinetboard/index.php/blog/70/entry-11782-thorgal-42-%C3%B6zurr-der-war%C3%A4ger/' class='bbc_url' title=''>"Özurr der Waräger"</a> endete: Borealis ist aus Thorgals Haus davongelaufen, weil sie mit den Familienmitgliedern nicht klarkam. Die in einer außerirdischen, technisch überlegenen Hochzivilisation aufgewachsene junge Frau ist zu ungeschickt für die einfachsten Verrichtungen im Haushalt und lässt als Retourkutsche ihre naturwissenschaftliche Bildung heraushängen. Es kommt zum Knall, und Borealis läuft weg, irrt allein durch die Wildnis.<br />Als sie von Wölfen bedroht wird und in eine Fallgrube stürzt, wird sie von Jägern gerettet. Wobei "gerettet" bei dem schwanzgesteuerten Pack nicht unbedingt das richtige Wort ist. Der Anführer der Bande will sie vergewaltigen, doch hat er die Rechnung ohne die (bisher nicht erwähnte) kampfsportliche Ausbildung der jungen Atlantidin gemacht, die ihn kurzerhand tötet. Unterstützt von Thorgal, der sich inzwischen auf die Suche nach der Geflüchteten gemacht hat, kann sie der Bande eine Zeitlang Paroli bieten, dann aber werden beide überwältigt und zur Festung des Herrschers gebracht. Zu Aniels Festung, wie sich herausstellt. Thorgals Hoffnung, als Vater Aniels bald freigelassen zu werden, erfüllt sich jedoch nicht. Im Gegenteil: Aniels Statthalter Rolf hat großes Interesse daran, sowohl Thorgal als auch Aniel zu ermorden und selbst die Herrschaft an sich zu reißen.</p><p>&nbsp;</p><p><strong class='bbc'>Orientalische Gelehrte erforschen Skaedhis Augen</strong></p><p>&nbsp;</p><p>Aniel ist derweil mit seinen Gedanken anderswo. Er hat eine Schar der größten Gelehrten seiner Zeit um sich versammelt, um dem Geheimnis der "Augen" im Skaedhi-Felsbocken auf die Spur zu kommen. Allerdings bislang erfolglos. Vielleicht könnte ihm die Dame Pallas dabei helfen. Aber die bornierten alten orientalischen Männer wollen keine Frau in ihre Runde einlassen. Pallas, die Aniel im Band "Tausend Augen" ja den Felsen überhaupt erst verschafft hat, arbeitet derweil mit allen Tricks. Dazu gehört auch, dass sie Aniel mit einem aphrodisierenden Trank feuchte Träume beschert. Am Ende ist es allerdings nicht Pallas, die den Felsen zu einer sehr überraschenden Reaktion bewegt.<br />Optisch ist das Album durch den sehr groben Zeichenstil nicht unbedingt herausragend. Immerhin setzt die Spielerei mit dem "Augen"-Thema einige Akzente. Aniels rote Iriden, die in Bedrohungssituationen hellblau leuchtenden Augen der Außerirdischen Borealis, schließlich die geweiteten Pupillen des unter Drogen stehenden Rolf, das sind in Zusammenhang mit dem seltsamen Gestein und seiner Dynamik nette Details. Auch die Idee, Aaricia als Mordopfer auszuerkiesen, hat etwas. Weniger gelungen ist die Art, wie die Autoren den guten alten Thorgal erneut im Conan-Stil toben, schreien und gegen die Tür seiner Zelle bollern lassen. Schon im <a href='https://scifinet.org/scifinetboard/index.php/blog/70/entry-10666-thorgal-39-neokora/' class='bbc_url' title=''>Neokora</a>-Album hatte er sich auf diese Höhlenmenschen-Art aufgeführt, die seinem Charakter eigentlich vollkommen fremd war. Durchaus interessant dagegen das allerletzte Bild des Albums. Sehr vielversprechend. Vor allem in Kombination mit der Dame Pallas, von der man gern mehr hören möchte.</p><p>&nbsp;</p><p><strong class='bbc'>Fazit: </strong>Ein Abenteuer mit überraschend viel Frauenpower und sehr unterschiedlichen Heroinen. Die Geschichte selbst ist ganz okay, der Zeichenstil etwas grob. Ein interessantes Ende, das für das nächste Album einiges verspricht. Kann man lesen.</p><p>&nbsp;</p><p></p><p>&nbsp;</p><p><strong class='bbc'>Thorgal 43: Die Rache der Göttin Skædhi.</strong> Text: Yann. Zeichnungen: Fred Vignaux. Bielefeld: Splitter, 2026. 48 S., Euro 18.</p><p>&nbsp;</p><p><strong class='bbc'>Weitere Thorgal-Abenteuer</strong><br /><a href='https://scifinet.org/scifinetboard/index.php/blog/70/entry-4232-thorgal-31-der-schild-des-thor/' class='bbc_url' title=''>Thorgal 31: Der Schild des Thor</a><br /><a href='https://scifinet.org/scifinetboard/index.php/blog/70/entry-5200-thorgal-32-die-schlacht-von-asgard/' class='bbc_url' title=''>Thorgal 32: Die Schlacht von Asgard</a><br /><a href='http://www.scifinet.org/scifinetboard/index.php/blog/70/entry-5713-thorgal-33-schwertboot/' class='bbc_url' title=''>Thorgal 33: Schwertboot</a><br /><a href='http://www.scifinet.org/scifinetboard/index.php/blog/70/entry-7301-thorgal-kah-aniel/' class='bbc_url' title=''>Thorgal 34: Kah-Aniel</a><br /><a href='http://www.scifinet.org/scifinetboard/index.php/blog/70/entry-8890-thorgal-35-scharlachrot/' class='bbc_url' title=''>Thorgal 35: Scharlachrot</a><br /><a href='http://www.scifinet.org/scifinetboard/index.php/blog/70/entry-9309-thorgal-36-aniel/' class='bbc_url' title=''>Thorgal 36: Aniel</a><br /><a href='http://www.scifinet.org/scifinetboard/index.php/blog/70/entry-9389-thorgal-37-der-eremit-von-skellingar/' class='bbc_url' title=''>Thorgal 37: Der Eremit von Skellingar</a><br /><a href='https://www.scifinet.org/scifinetboard/index.php/blog/70/entry-9886-thorgal-38-die-selkie/' class='bbc_url' title=''>Thorgal 38: Die Selkie</a><br /><a href='https://scifinet.org/scifinetboard/index.php/blog/70/entry-10666-thorgal-39-neokora/' class='bbc_url' title=''>Thorgal 39: Neokora</a><br /><a href='https://scifinet.org/scifinetboard/index.php/blog/70/entry-10729-thorgal-40-tupilak/' class='bbc_url' title=''>Thorgal 40: Tupilak</a><br /><a href='https://scifinet.org/scifinetboard/index.php/blog/70/entry-10839-thorgal-41-tausend-augen/' class='bbc_url' title=''>Thorgal 41: Tausend Augen</a><br /><a href='https://scifinet.org/scifinetboard/index.php/blog/70/entry-11782-thorgal-42-%C3%B6zurr-der-war%C3%A4ger/' class='bbc_url' title=''>Thorgal 42: Özurr, der Waräger</a></p><p>&nbsp;</p><p><a href='https://scifinet.org/scifinetboard/index.php/blog/70/entry-5174-kriss-de-valnor-i-ich-vergesse-nichts/' class='bbc_url' title=''>Kriss de Valnor 1: Ich vergesse nichts!</a><br /><a href='http://www.scifinet.org/scifinetboard/index.php/blog/70/entry-6016-kriss-de-valnor-ii-das-urteil-der-walkuren/' class='bbc_url' title=''>Kriss de Valnor 2: Das Urteil der Walküren</a><br /><a href='http://www.scifinet.org/scifinetboard/index.php/blog/70/entry-6330-die-welten-von-thorgal-kriss-de-valnor-iii-einer-konigin-wurdig/' class='bbc_url' title=''>Kriss de Valnor 3: Einer Königin würdig</a><br /><a href='http://www.scifinet.org/scifinetboard/index.php/blog/70/entry-7015-die-welten-von-thorgal-kriss-de-valnor-iv-bundnisse/' class='bbc_url' title=''>Kriss de Valnor 4: Bündnisse</a><br /><a href='http://www.scifinet.org/scifinetboard/index.php/blog/70/entry-8052-die-welten-von-thorgal-kriss-des-valnor-5-rot-wie-der-raheborg/' class='bbc_url' title=''>Kriss de Valnor 5: Rot wie der Raheborg</a><br /><a href='http://www.scifinet.org/scifinetboard/index.php/blog/70/entry-8366-die-welten-von-thorgal-kriss-de-valnor-6-die-insel-der-verlorenen-kinder/' class='bbc_url' title=''>Kriss de Valnor 6: Die Insel der verlorenen Kinder</a><br /><a href='http://www.scifinet.org/scifinetboard/index.php/blog/70/entry-9145-die-welten-von-thorgal-kriss-de-valnor-7-der-berg-der-zeit/' class='bbc_url' title=''>Kriss de Valnor 7: Der Berg der Zeit</a><br /><a href='http://www.scifinet.org/scifinetboard/index.php/blog/70/entry-9316-die-welten-von-thorgal-kriss-de-valnor-8-der-herr-der-gerechtigkeit/' class='bbc_url' title=''>Kriss de Valnor 8: Der Herr der Gerechtigkeit</a></p><p>&nbsp;</p><p><a href='https://scifinet.org/scifinetboard/index.php/blog/70/entry-5925-die-welten-von-thorgal-lupine-i-ra%C3%AFssa/' class='bbc_url' title=''>Lupine 1: Raïssa</a><br /><a href='http://www.scifinet.org/scifinetboard/index.php/blog/70/entry-6331-die-welten-von-thorgal-lupine-ii-die-abgeschnittene-hand-des-gottes-tyr/' class='bbc_url' title=''>Lupine 2: Die abgeschnittene Hand des Gottes Tyr</a><br /><a href='http://www.scifinet.org/scifinetboard/index.php/blog/70/entry-6610-die-welten-von-thorgal-lupine-3-das-reich-des-chaos/' class='bbc_url' title=''>Lupine 3: Das Reich des Chaos</a><br /><a href='http://www.scifinet.org/scifinetboard/index.php/blog/70/entry-7586-jahresr%C3%BCckblick-iv-oktober-bis-dezember-2014/' class='bbc_url' title=''>Lupine 4: Crow</a><br /><a href='http://www.scifinet.org/scifinetboard/index.php/blog/70/entry-8057-die-welten-von-thorgal-lupine-5-skald/' class='bbc_url' title=''>Lupine 5: Skald</a><br /><a href='http://www.scifinet.org/scifinetboard/index.php/blog/70/entry-8917-die-welten-von-thorgal-lupine-6-die-k%C3%B6nigin-der-schwarzelfen/' class='bbc_url' title=''>Lupine 6: Die Königin der Schwarzelfen</a><br /><a href='http://www.scifinet.org/scifinetboard/index.php/blog/70/entry-8996-die-welten-von-thorgal-lupine-7-nidh%C3%B6ggr/' class='bbc_url' title=''>Lupine 7: Nidhöggr</a></p><p>&nbsp;</p><p><a href='http://www.scifinet.org/scifinetboard/index.php/blog/70/entry-6506-die-welten-von-thorgal-thorgals-jugend-i-die-drei-schwestern/' class='bbc_url' title=''>Thorgals Jugend 1: Die drei Schwestern</a><br /><a href='http://www.scifinet.org/scifinetboard/index.php/blog/70/entry-7320-die-welten-von-thorgal-thorgals-jugend-ii-das-auge-odins/' class='bbc_url' title=''>Thorgals Jugend 2: Das Auge Odins</a><br /><a href='http://www.scifinet.org/scifinetboard/index.php/blog/70/entry-8364-die-welten-von-thorgal-thorgals-jugend-3-runa/' class='bbc_url' title=''>Thorgals Jugend 3: Runa</a><br /><a href='http://www.scifinet.org/scifinetboard/index.php/blog/70/entry-8718-die-welten-von-thorgal-thorgals-jugend-4-berserker/' class='bbc_url' title=''>Thorgals Jugend 4: Berserker</a><br /><a href='http://www.scifinet.org/scifinetboard/index.php/blog/70/entry-9264-thorgals-jugend-5-slive/' class='bbc_url' title=''>Thorgals Jugend 5: Slive</a><br /><a href='http://www.scifinet.org/scifinetboard/index.php/blog/70/entry-9267-thorgals-jugend-6-der-drakkar-aus-dem-eis/' class='bbc_url' title=''>Thorgals Jugend 6: Der Drakkar aus dem Eis</a><br /><a href='http://www.scifinet.org/scifinetboard/index.php/blog/70/entry-9340-thorgals-jugend-7-blauzahn/' class='bbc_url' title=''>Thorgals Jugend 7: Blauzahn</a><br /><a href='https://www.scifinet.org/scifinetboard/index.php/blog/70/entry-9729-thorgals-jugend-8-die-zwei-bastarde/' class='bbc_url' title=''>Thorgals Jugend 8: Die zwei Bastarde</a><br /><a href='https://scifinet.org/scifinetboard/index.php/blog/70/entry-10174-thorgals-jugend-9-die-tr%C3%A4nen-der-hel/' class='bbc_url' title=''>Thorgals Jugend 9: Die Tränen der Hel</a><br /><a href='https://scifinet.org/scifinetboard/index.php/blog/70/entry-10748-thorgals-jugend-syd%C3%B6nia/' class='bbc_url' title=''>Thorgals Jugend 10: Sydönia</a><br /><a href='https://scifinet.org/scifinetboard/index.php/blog/70/entry-10825-thorgals-jugend-11-grym/' class='bbc_url' title=''>Thorgals Jugend 11: Grym</a></p><p>&nbsp;</p><p><a href='https://scifinet.org/scifinetboard/index.php/blog/70/entry-10794-thorgal-saga-adieu-aaricia/' class='bbc_url' title=''>Thorgal Saga: Adieu, Aaricia</a><br /><a href='https://scifinet.org/scifinetboard/index.php/blog/70/entry-10854-thorgal-saga-wendigo/' class='bbc_url' title=''>Thorgal Saga: Wendigo</a><br /><a href='https://scifinet.org/scifinetboard/index.php/blog/70/entry-11978-thorgal-saga-shaigan/' class='bbc_url' title=''>Thorgal Saga: Shaigan</a><br /><a href='https://scifinet.org/scifinetboard/index.php/blog/70/entry-13038-thorgal-saga-frost-und-feuer/' class='bbc_url' title=''>Thorgal Saga: Frost und Feuer</a></p><p>&nbsp;</p><p>© Petra Hartmann</p>]]></description>
		<pubDate>Sun, 19 Jul 2026 20:10:00 +0000</pubDate>
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		<title>Flaschenpost von Petra: Juli-Newsletter ist raus</title>
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		<category></category>
		<description><![CDATA[<p><span  style='color: rgb(0,0,0)'><span  style='font-family: verdana'><span  style='font-size: 12px'>Die Juli-Flaschenpost ist raus. Diesmal wird es eiskalt in meinem Newsletter: Es geht um ein furchtbares Ungeheuer, das hoch im Norden meines Fantasy-Landes Movenna sein Unwesen treibt und über das ich inzwischen zwei Erzählungen verfasst habe - der beste Ausgleich zur Sommerhitze.</span></span></span><br /><span  style='color: rgb(0,0,0)'><span  style='font-family: verdana'><span  style='font-size: 12px'>Außerdem enthält der neue Newsletter zwei Nachrufe: einen auf einen namenlosen intergalaktischen Xenobiologen und einen für Spica Black Monday, die acht Jahre und 183.000 Kilometer lang meine Partnerin war. Ich hoffe, ihr habt trotz der Nachrufe viel Vergnügen beim Lesen!</span></span></span></p><p>&nbsp;</p><p>Falls ihr meine Flaschenpost noch nicht bekommt, könnt ihr den <a href='https://www.petrahartmann.de/newsletter_anmelden.php' class='bbc_url' title='Externer Link' rel='nofollow external'>Newsletter hier abonnieren</a>.</p><p>&nbsp;</p><p><a href='https://www.imagebam.com/view/ME1ECNGF' class='bbc_url' title='Externer Link' rel='nofollow external'><img class='bbc_img' src='https://thumbs4.imagebam.com/e7/2a/c8/ME1ECNGF_t.jpg' alt='Eingefügtes Bild'  /></a></p>]]></description>
		<pubDate>Mon, 06 Jul 2026 21:40:00 +0000</pubDate>
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		<title>Sabine D. Jacob: Der Fluch des Voodoopriesters</title>
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		<category></category>
		<description><![CDATA[<p>Mit "Der Fluch des Voodoopriesters" legt Sabine D. Jacob eine düstere Novelle vor, in der das Schicksal mit der Unerbittlichkeit einer griechischen Tragödie seinen Lauf nimmt. Was als Flucht vor der Corona-Epidemie in Deutschland und abenteuerliche Afrikareise beginnt, endet erst, als die Geschichte ihre schlimmstmögliche Wendung genommen hat. Der Leser sieht es kommen, die Heldin ahnt es nicht, bis sie sich unentrinnbar in das Netz aus Hass und dunklem Zauber verstrickt hat und vor den Scherben ihrer Existenz steht.<br />"Es ist jetzt ein halbes Jahr her, und bis heute verstehe ich nicht, welcher Teufel mich geritten hat." So beginnt die Ich-Erzählerin Sybill ihre Geschichte, die zunächst relativ harmlos anläuft. Es ist 2021, ganz Deutschland befindet sich im Griff der Corona-Pandemie, und der jungen Frau fällt zu Hause einfach die Decke auf den Kopf. Sie muss ausbrechen und bucht eine Safari-Tour in Uganda. Ihr Mann Jorve ist begreiflicherweise nicht begeistert, es kommt zu einem handfesten Ehekrach. Aber Sibyll setzt ihren Kopf durch, lässt Mann und Sohn in Deutschland zurück und macht sich auf nach Afrika. Von da ab herrscht Funkstille zwischen den Ehepartnern.<br />Die Safari ist spannend, Sybill amüsiert sich köstlich, bis ein Unfall geschieht. Sie hat Glück im Unglück: Eingeborene finden sie bewusstlos im Fluss treibend, bringen sie in ihr Dorf und pflegen sie gesund. Der Priester und Heiler des Dorfes merkt auch, dass mit Sybille etwas nicht stimmt, und bietet ihr an, einen Liebeszauber zu wirken. Damit könnte sie das Herz Jorves wieder zurückgewinnen. Doch alles hat seinen Preis, einen ziemlich hohen oft - was Sybill aber ziemlich egal ist.<br />Ja, Jorves Liebe erwacht von Neuem, wird stärker als zuvor. Als Sybill ein neues Handy bekommt und nach langer Zeit endlich wieder ihre Nachrichten abrufen kann, überschlägt er sich beinahe vor Liebesbekundungen. Aber da sind noch andere Nachrichten. Sybills beste Freundin hat Schockierendes zu berichten. Sybill ist fassungslos ...<br />Es ist eine bitterböse Geschichte, die Sabine D. Jacob hier erzählt, tragisch und unausweichlich, nachdem die erste Entscheidung getroffen wurde. Der Autorin gelingt es, auf rund 100 Seiten afrikanische Exotik, eine klassische deutsche Familienzwistigkeit und rebenschwarze, böse Magie zu vereinen. Der Corona-Ausbruch, der Unfall, das Ritual - das ist alles ist sehr dicht und in eingängiger Sprache dargestellt und nimmt derart an Fahrt auf, dass der Leser das Büchlein nicht mehr aus der Hand legen kann, bis ... Nun, es wird jedenfalls kein Happy End. Aber gut, sehr gut geschrieben.</p><p>&nbsp;</p><p><strong class='bbc'>Fazit: </strong>Spannend, böse, unausweichlich - eine temporeiche Tragödie, die den Leser nicht wieder loslässt. Sehr gelungen.</p><p>&nbsp;</p><p><strong class='bbc'>Sabine D. Jacob: Der Fluch des Voodoopriesters.</strong> Kreßberg-Mariäkappel: Shadodex - Verlag der Schatten, 2026. 110 S., Euro 10.</p><p>&nbsp;</p><p>&copy; Petra Hartmann</p>]]></description>
		<pubDate>Sat, 27 Jun 2026 08:55:00 +0000</pubDate>
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	</item>
	<item>
		<title><![CDATA[Jürgen Fiege &#38; Peter Reuter: Nur geschrieben ... über das Notieren]]></title>
		<link>https://scifinet.org/scifinetboard/index.php/blog/70/entry-13738-jürgen-fiege-peter-reuter-nur-geschrieben-über-das-notieren/</link>
		<category></category>
		<description><![CDATA[<p>Ein Haiku-Band, dessen Autoren viel Wert auf die optische Gestaltung gelegt haben, ist "Nur geschrieben" mit Versen von Peter Reuter und "Tuschespuren" des Künstlers Jürgen Fiege. Jedes Gedicht ist sozusagen dreimal in diesem Buch Gestalt geworden: als gedruckter Dreizeiler, als handschriftlicher, kalligrafisch gestalteter Text und in Form einer leichten, mit wenigen Pinselstrichen hingeworfenen Illustration, bei deren Betrachtung man dem Haiku noch einmal langsam nach-atmen kann, bevor man die Seite umschlägt.<br />"Haiku" schrieb ich vor allem der Bequemlichkeit halber. Tatsächlich wäre für die meisten der hier vorgestellten Dreizeiler die Bezeichnung Senryu passender. Beide folgen dem klassischen Silbenschema 5-7-5, doch hat das Haiku gewöhnlich Natureindrücke zum Thema, während es im Senryu eher um persönliche Befindlichkeiten und philosophische Gedanken geht. Letzteres hat in diesem Gedichtband eindeutig den Löwenanteil, auch wenn Reuter in seinen Gedichten durchaus auch von seinen Naturerlebnissen spricht.<br />Es ist ein Band, der nicht einem einzigen Thema unterworfen ist. "Über das Notieren", lautet der Untertitel, und es geht tatsächlich viel um Notizen unterwegs, Beobachtungen am Wegesrand, Gedanken über Menschheit und Gesellschaft. "Eine Sortierung nach Themen oder Kapiteln gibt es nicht im Buch", merkt der Autor an:<br />"Der Grund ist sehr einfach. Stets trage ich Federhalter und Notizbuch mit mir. Täglich ergeben sich mannigfache Gründe zur Notiz. Manchmal ist es ein Gedanke oder Gelesenes, oft auch Wörter und Sätze, welche den Weg zu mir finden. Sie wollen bemerkt, beachtet und notiert werden Und das tue ich oft und gerne."<br />Es sind zum Teil sehr persönliche, den eigenen Nahraum, die Familie und Freundschaften warm und liebevoll zeichnende Verse. So schreibt Reuter unter der Überschrift "Von mir" (jedes Gedicht hat eine eigene Überschrift, bei Dreizeilern nicht selbstverständlich):</p><p>&nbsp;</p><p>"Ich habe immer<br />geliebt und wurde es auch.<br />Rückblick? Vermächtnis?"</p><p>&nbsp;</p><p>Naturschilderungen, etwa der Blick auf einen Bach oder den Apfelbaum, dem zwei Äste entfernt werden müssen, sind gewöhnlich verbunden mit einer Innenschau, einer Schilderung der eigenen Gedanken und Gefühle. Und häufig begegnet man auch Betrachtungen darüber, wie man mit Menschen umgehen sollte - und es heutzutage doch nicht tut. Über das "Menschenleben" schreibt Reuter: "es / ist für Folter und Ängste / nicht geeignet." Sehr bitter kommt das Gedicht "Satirische Lesung" daher:</p><p>&nbsp;</p><p>"Las die Charta der<br />Menschenrechte. Ginge auch<br />als Satire durch."</p><p>&nbsp;</p><p>Ja, leider hat der Autor recht, das ist schon kein Sarkasmus mehr, sondern kann als Realismus gewertet werden.<br />Auffallend, nicht nur beim obigen Gedicht, ist die Mittelzäsur, die Reuter häufig in der zweiten Zeile setzt. Sehr viele seiner Dreizeiler sind auf diese Weise in zwei Hälften geteilt, mal durch Punkte, mal durch Kommas oder Gedankenstriche. In den klassischen japanischen Dichtungen ist ein solcher Bruch nicht vorgesehen, hier bei Reuter scheint es aber durchaus Programm zu sein, sodass man oft nicht drei "Atemzeiten" hat wie beim klassischen Haiku oder Senryu, sondern, je nach Lesart, zwei lange oder vier kurze Einheiten. Eigenwillig, aber warum nicht.<br />Insgesamt ist es eine schöne Sammlung, sowohl inhaltlich als auch durch die optische Gestaltung, und jede Doppelseite ist es wert, dass man einige Minuten auf ihr verweilt und nicht hastig weiterblättert, wenn man die drei Zeilen überflogen hat. Beim Lesen empfiehlt es sich, sich Zeit zu nehmen und den Band nach dem Genuss eines oder zweier Gedichte erst einmal wieder zuzuschlagen.</p><p>&nbsp;</p><p><strong class='bbc'>Fazit:</strong> Ansprechend gestalteter Gedichtband mit Illustrationen und kalligrafischen Texten. Nicht thematisch sortiert, aber doch auch ein Ganzes ergebend. Lesenswert.</p><p>&nbsp;</p><p><strong class='bbc'>Jürgen Fiege & Peter Reuter: Nur geschrieben ... über das Notieren.</strong> Ochsenfurth: Kulturmaschinen Verlag, 2026. 135 S., Euro 18.</p><p>&nbsp;</p><p>&copy; Petra Hartmann</p>]]></description>
		<pubDate>Fri, 26 Jun 2026 08:32:00 +0000</pubDate>
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	</item>
	<item>
		<title>Es war einmal ... das intergalaktische Bestiarium</title>
		<link>https://scifinet.org/scifinetboard/index.php/blog/70/entry-13751-es-war-einmal-das-intergalaktische-bestiarium/</link>
		<category></category>
		<description><![CDATA[<p>Tja, das war es also. "Das intergalaktische Bestiarium", ein spaciges Kunstprojekt mit Geschichten von mir zu Zeichnungen von Thomas Hofmann, ist nicht mehr. Eben teilte uns der Verleger Eric Hantsch per Mail mit:</p><p>&nbsp;</p><p>
"Nun ist es geschehen: DAS INTERGALAKTISCHE BESTIARIUM ist vergriffen. Ich habe heute das letzte Exemplar an den Mann gebracht. Tja, wann kommt was Neues von Euch. :-)) "</p><p>&nbsp;</p><p>
Ach ja, irgendwie bin ich traurig. Aber andererseits tröste ich mich damit, dass die Bücher jetzt alle in liebevolle Hände gekommen sind, bei Menschen, die ein schönes Buch zu schätzen wissen. Und: Es war eine tolle Zeit und eine spannende Expedition in die unendlichen Weiten des Universums, die Thomas und ich zusammen unternommen haben. Ich habe viele schöne Erinnerungen an unsere intergalaktischen Jahre. Und vielleicht gibt es ja wirklich noch eine neue Forschungsreise, irgendwann ...?</p>]]></description>
		<pubDate>Mon, 22 Jun 2026 17:46:00 +0000</pubDate>
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		<title>Hannah Steenbock: Finderlohn</title>
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		<category></category>
		<description><![CDATA[<p>Ein Detektiv der besonderen Art ist der Held des Romans "Finderlohn" von Hannah Steenbock. Konrad Zarezky ist in der Lage, dank einer übersinnlichen Begabung verschwundene Gegenstände zu finden. Theoretisch könnte er mit seiner Gabe auch Menschen suchen. Aber das ist nicht nur mit extremen Kopfschmerzen verbunden, sondern auch mit furchtbaren Erfahrungen. Noch immer denkt es mit Grauen zurück an einen Suchauftrag, bei dem er eine Leiche entdeckte. Und nun kommt wieder so ein Anruf einer verzweifelten Mutter ...<br />Konrad weiß schon, warum er das Suchen nach Menschen ablehnt. Es ist so viel angenehmer, einfach mal die Augen zu schließen und sofort den vermissten Ehering hinter der Spüle oder die auf dem Dachboden eingeschlossene Katze zu sehen. Auch als er sich von Lauras Mutter zur Suche nach der verschollenen Tochter engagieren lässt, hat er ein ungutes Gefühl. Die Frau verschweigt ihm etwas. Und dann ist da dieser eigenartige Nebel, der sich immer wieder vor das Bild der Gesuchten schiebt. Als sich herausstellt, dass Laura von einer Art Dämon, einem Rasnog, begleitet wird, ist es für Konrad bereits zu spät zum Aussteigen. Und als Konrad entdeckt, dass ganze Heerscharen von Rasnogski durch ein Portal in unsere Welt einfallen wollen, ist aufgeben und weglaufen erst recht keine Option mehr, immerhin steht das Schicksal der Menschheit auf dem Spiel.<br />Der Roman spielt in Göttingen und im Harz und verbindet das phantastische Element einer Auseinandersetzung mit Dämonen aus einer anderen Welt mit einer sehr konkreten Verortung im Hier und Jetzt. Wer sich in Göttingen, Geismar und Weende auskennt, wer Konrad auf seinen Expeditionen zum Kehr und auf das Kerstlingeröder Feld begleitet oder wer schon einmal den Kyffhäuser besucht hat, wird sicher einiges wiedererkennen.</p><p>&nbsp;</p><p><strong class='bbc'>Vertrauen über alle Grenzen hinweg</strong></p><p>&nbsp;</p><p>"Finderlohn" lebt vor allem durch die Dialoge und das Zusammenspiel der drei sehr unterschiedlichen Helden, die sich in einer extrem bedrohlichen Situation zusammenraufen, Vertrauen zu einander fassen und beweisen, dass Wesen unterschiedlicher Herkunft nicht notgedrungen Todfeinde sein müssen. Ein ausgesprochen liebenswerter und sehr lebendig gezeichneter Charakter ist der Rasnog Ksirl, eine Art Dämon und für gewöhnliche Menschen unsichtbares Geisterwesen, das aufgrund seiner ungewöhnlichen Geschichte und Biografie zum Beschützer der jungen Laura wurde - zum Beschützer auch und gerade gegen "böse" Ragnoski, die das Mädchen töten wollen. Aus anfänglicher, todgefährlicher Feindschaft (Ksirl glaubt zunächst, Konrad will Laura angreifen) wird eine starke Partnerschaft, die sich bald bewährt. Zwischen Konrad und Ksirl wächst über alle Rassen- oder Speziesgrenzen hinweg eine Freundschaft, in der jeder dem anderen bedingungslos sein Leben anvertrauen kann.<br />Eine Freundschaft über Grenzen hinweg, die beinahe unüberwindlich scheinen: Denn Menschen haben Rasnogski in der anderen Welt jenseits des Portals offenbar Jahrhunderte lang als Sklaven gehalten und gequält. Und zu seiner großen Bestürzung muss Konrad sogar erfahren, dass auch seine Mutter durchaus weiß, was diese seltsamen Geister sind, und ihm erklärt, als Diener seien sie "ganz nützlich".</p><p>&nbsp;</p><p><strong class='bbc'>Partnerschaft auf Augenhöhe</strong></p><p>&nbsp;</p><p>Aber wer diesen liebenswerten, oft frotzelnden und manchmal auch etwas naiven Geist an seiner Seite tatsächlich als Partner annimmt, wird schnell. merken, dass Ksirl ein denkendes, fühlendes und humorvolles Wesen ist, ein vollwertiger Gesprächspartner, dem man eigentlich nicht anders als auf Augenhöhe begegnen kann.<br />Dass Laura in den Auseinandersetzungen um ihre Person alles andere als ein klassisches minderjähriges "Opfer-Kindfrauchen" ist, gehört gleichfalls zu den Pluspunkten des Buchs. Die 15-Jährige kann durchaus einen zudringlichen Mistkerl mit ein paar Karatetricks umnieten oder eine Mauer aufbrechen, hinter der sich Hinweise auf ihre verschwundene Mutter verbergen könnten.</p><p>&nbsp;</p><p><strong class='bbc'>Spannend, flüssig und mitreißend</strong></p><p>&nbsp;</p><p>Hannah Steenbock ist ein spannender, flüssig geschriebener Roman in eingängiger, mitreißender Sprache gelungen, den man nicht wieder aus der Hand legen kann, bis die Geschichte um Laura und ihren Begleiter zum (Spoiler: relativ guten, wenn auch etwas nachdenklichen) Ende gekommen ist. Ihr Heldentrio (beziehungsweise -quartett, wenn man Konrads klugen Kater Nebel mit einrechnet) erweist sich als lebendige Vereinigung sehr starker Charaktere, mit denen man mitfiebert und denen man durchaus gönnt, heil aus der Sache herauszukommen. Und auch Kvorl, ein ursprünglich menschenhassender "böser" Rasnog, lässt sich von diesen Helden zum Nachdenken anregen. Was, wenn ein Frieden zwischen beiden Spezies möglich wäre?</p><p>&nbsp;</p><p><strong class='bbc'>Fazit:</strong> Spannender Roman über Freundschaft, die stärker ist als Hass und Rassenvorurteile, phantastisch, lokal und humorvoll. Lesenswert.</p><p>&nbsp;</p><p></p><p>&nbsp;</p><p><strong class='bbc'>Hannah Steenbock: Finderlohn. </strong>Ein Konrad-Zarezky-Roman. Kiel: Bühsteppe-Verlag, 2017. 305 S., Euro 14,89.</p><p>&nbsp;</p><p>&copy; Petra Hartmann</p>]]></description>
		<pubDate>Sun, 14 Jun 2026 13:00:00 +0000</pubDate>
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		<title><![CDATA[&#34;Die Föderative&#34; berichtet über Movennas neuen Ehrenbürger]]></title>
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		<category></category>
		<description><![CDATA[<p>Heute fand ich in meiner Mailbox die neue Ausgabe des Rundschreibens "Die Föderative". Es handelt sich um ein Informationsmedium der Mikronation Vereinigte Föderation Bayern und Sachsen, deren Präsidenten Joel Eisenreich ich kürzlich zum <a href='https://scifinet.org/scifinetboard/index.php/blog/70/entry-13436-movenna-hat-einen-neuen-ehrenb%C3%BCrger/' class='bbc_url' title=''>Ehrenbürger Movennas</a> erhoben habe. Unter der Überschrift "Diplomatisches Treffen in Nürnberg mit Petra Hartmann" berichtet die "Föderative" in ihrer Mai-Ausgabe Folgendes:</p><p>&nbsp;</p><p>
<span  style='font-family: courier new'>"Auch in der Frankenmetropole Nürnberg gab es ein weiteres diplomatisches Treffen, mit Petra Hartmann, Redakteurin der Goslarschen Zeitung, Autorin oder besser gesagt der Gottkönigin von Movenna. Dies hat den Präsidenten selbst überrascht, denn das Treffen war dazu da, Frau Hartmann für ihren in der Goslarschen Zeitung erschienen Artikel über den Micro-Euro-Summit 2025 in Romkerhall mit der Verdienstmedallie 2ter Klasse der VFBS und der Medaille des Goldenen Drachen von Obscurium auszuzeichnen. Doch es kam anders: Frau Hartmann erklärte ihm, sie sei Gottkönigin, also Königin über alle Könige von Movenna, Bemland, PluKKula, Mogàl, Ssuria und Anthula etc. etc., also auch eine Art Mikronation, aber nur etwas umweltlicher, er erhielt eine Urkunde, indem steht: 'Königliche Beamte sind angewiesen, dem also Bezeichneten mit größter Hochachtung und allzeitiger Dienstfertigkeit zu begegnen. In allen Schenken des Reiches ist er jederzeit auf Kosten der Krone zu verköstigen und zu beherbergen.' Mit den zusätzlichen Worten: 'Die Anreise erfolgt auf eigene Kasse'. Der Präsident nahm diese Ehre an. Er hofft das dieses Treffen eines Tages wieder stattfinden kann."</span></p><p>&nbsp;</p><p>
Wie die Chancen stehen, dass sich Präsident Eisenreich und die anderen Staatsoberhäupter einmal wieder zu einer Micro-Euro-Summit" im Verbreitungsgebiet der Goslarschen Zeitung treffen, kann ich natürlich nicht sagen. Aber, sofern ich in der Zeit im Dienst bin, ist ein Wiedersehen gar nicht so unwahrscheinlich. Ob Movenna allerdings tatsächlich als "Mikronation" durchgeht, scheint mir fraglich. Immerhin, meine Welt umfasst vier Kontinente ... Aber sie passt auch locker zwischen zwei Buchdeckel. ;-)</p><p>&nbsp;</p><p>
<a href='https://www.imagebam.com/view/ME1DTB8Y' class='bbc_url' title='Externer Link' rel='nofollow external'><img class='bbc_img' src='https://thumbs4.imagebam.com/a5/d6/10/ME1DTB8Y_t.jpg' alt='Eingefügtes Bild'  /></a></p>]]></description>
		<pubDate>Sat, 13 Jun 2026 11:25:00 +0000</pubDate>
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		<title>Flaschenpost von Petra: Juni-Newsletter ist raus</title>
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		<category></category>
		<description><![CDATA[<p>Die Flaschenpost ist raus. Ich erzähle euch in meinem Juni-Newsletter unter anderem von meiner vierten Million und davon, wie mir ein Achtklässler einen Beinahe-Heiratsantrag gemacht hat. Außerdem gibt es einen kleinen Abgesang auf Facebook. Insgesamt geht es im dritten Newsletter sehr viel um die Zahl Vier.</p><p>&nbsp;</p><p>
Falls ihr meine Flaschenpost noch nicht bekommt, könnt ihr den <a href='https://www.petrahartmann.de/newsletter_anmelden.php' class='bbc_url' title='Externer Link' rel='nofollow external'>Newsletter hier abonnieren</a>.</p><p>&nbsp;</p><p>
<a href='https://www.imagebam.com/view/ME1DQA8C' class='bbc_url' title='Externer Link' rel='nofollow external'><img class='bbc_img' src='https://thumbs4.imagebam.com/03/65/32/ME1DQA8C_t.jpg' alt='Eingefügtes Bild'  /></a></p>]]></description>
		<pubDate>Tue, 09 Jun 2026 17:37:00 +0000</pubDate>
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		<title>Meine beiden Vorlese-Tage an der Schulrat-Habermalz-Schule</title>
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		<category></category>
		<description><![CDATA[<p>Im Mai hatte ich Gelegenheit, vier Lesungen an der <a href='http://shs-alfeld.de/' class='bbc_url' title='Externer Link' rel='nofollow external'>Schulrat-Habermalz-Schule</a> in Alfeld zu halten. Die Aktion lief über die Gewerkschaft GEW, eingeladen hatte mich die Schulleiterin <a href='https://scifinet.org/scifinetboard/index.php/blog/70/entry-7686-lesungspartner-xv-sabine-hartmann/' class='bbc_url' title=''>Sabine Hartmann.</a> Nein, ich bin nicht verwandt oder verschwägert mit ihr, allenfalls durch unsere Autorentätigkeit ein wenig wahlverwandt, denn sie schreibt Krimis, meist mit Lokalbezug.<br />Die Schule ist dreizügig. Geplant waren insgesamt vier Lesungen, und zwar für die Klassen 5, 6, 7 und 8, wobei die „Kleinen“ aus den 5. und 6. Klassen jeweils eine 45-minütige Lesung inklusive Diskussion bekommen sollten, für die „Großen“ aus den 7. und 8. Klassen war eine Doppelstunde mit 90 Minuten vorgesehen. Da ich mir vier Lesungen an einem Tag stimmlich dann doch nicht recht zutraute, verteilten wir das Ganze auf zwei Tage, und ich „belas“ an jedem Tag einmal Kleine und einmal Große.</p><p>&nbsp;</p><p><strong class='bbc'>Was passt zu welcher Klasse?</strong></p><p>&nbsp;</p><p>Bei der Auswahl habe ich lange vor meinem Bücherregal gestanden und überlegt, welches von meinen Werken denn nun eigentlich für welche Altersgruppe geeignet ist. Ich entschied mich schließlich für<br />- „Nestis und die verschwundene Seepocke“ für die Fünftklässler<br />- mein Sagenbuch „Hut ab, Hödeken“, das teilweise in Alfeld spielt, für die Sechstklässler<br />- „Das Herz des Donnervogels“ für die siebten und<br />- mein Journalisten-Roman „Die Schlagzeile“ für die achten Klassen.<br />Letzteres vor allem, weil mir die Lehrerin, die mich betreute, verraten hatte, dass die Schüler gerade im Unterricht ein Projekt mit der Alfelder Zeitung machen.<br />Ich glaube, dass die Schüler viel Spaß hatten. Wobei der zweite Tag (mit Nestis und der Schlagzeile) mir am besten gefallen hat. Die Fünftklässler gingen bei Nestis richtig mit, die Achtklässler stellten die interessantesten Fragen.</p><p>&nbsp;</p><p><strong class='bbc'>Was Schüler wirklich wissen wollen</strong></p><p>&nbsp;</p><p>Gewundert habe ich mich aber mal wieder, dass die Kinder und Jugendlichen gar keine Fragen zum Buch gestellt haben. Ich hatte ja bei "Das Herz des Donnervogels" kritische Töne zur Verwendung des Wortes "Indianer" erwartet und war mit einem kurzen Info-Statement dazu gestartet, aber die Erregung darüber blieb aus. Auch als ich nach der Lesung aus "Die Schlagzeile" ein paarmal versuchte, die Schüler auf ihr Zeitungsprojekt anzusprechen, waren die Reaktionen verhalten.<br />Meist war ich als Schriftsteller viel interessanter als meine Texte. „Wie alt sind Sie?“, „Haben Sie Kinder?“ und ganz wichtig: „Was verdient man als Schriftsteller?“ oder konkret: "Was bekommen Sie für diese Lesung?" Nein, ich habe keine Summen genannt. Aber als ich sagte, das wären schon zwei bis drei Raten für mein neues E-Auto, erklärte mir ein Achtklässler: "E-Auto ist nicht gut." "Doch", sagte ich, "das ist sehr gut." Eine weitere Diskussion zu dem Thema gab es dann nicht mehr.<br />Die Schüler wollten aber auch wissen: „Warum haben Sie sich so einen uncoolen Beruf ausgesucht?“ Ich erzählte, dass Journalismus superspannend sei. Aber sie meinten gar nicht die Zeitungsarbeit, sondern das Bücherschreiben. Naja, Coolsein war nie mein Anspruch. Ich bin hot.<br />Ein Siebtklässler fragte durchaus anerkennend, wie ich das überhaupt schaffen könne, einen so langen Text vorzulesen.<br />Ein Achtklässler erzählte, ihm habe jemand gesagt, er schreibe so schlecht, das mit dem Geschichtenschreiben solle er sich aus dem Kopf schlagen. Da wurde ich etwas sauer: „Das lass dir niemals einreden!“, sagte ich und hielt ein flammendes Plädoyer fürs Dranbleiben und dafür, dass man sich seine Träume nicht von missgünstigen Leuten madig machen lassen soll. Er hat sich am Schluss der Lesung nochmal bedankt bei mir.</p><p>&nbsp;</p><p><strong class='bbc'>Hand aufs Herz</strong></p><p>&nbsp;</p><p>Eine Frage eines Achtklässlers: "Hand aufs Herz - wie halten Sie es mit KI?" Puh, tja, zum Schreiben taugt sie nicht, sie produziert allenfalls Mainstream. Und sie redet ziemlich viel dummes Zeug, man kann ihr nicht trauen. Als Korrekturleser war sie mal ziemlich gut, aber seit etwa einem Dreivierteljahr findet sie die einfachsten Tippfehler nicht mehr. Der Schüler riet mir schließlich, von Chatgpt auf Gemini umzusteigen, das sei besser. Nun ja.<br />Etwas albrig wurden die Sechstklässler, als sie anfingen, Fragen nach dem Muster „Worum ging es in Ihrem achten Buch? Worum ging es in Ihrem zwölften Buch?“ zu stellen. Einfach immer neue Zahlen einsetzen, und die Autorin ist beschäftigt. Naja, ich erzählte halt ein bisschen.<br />Und dann war da noch der Achtklässler, der sich vorsichtig heranpirschte: „Ich sehe gar keinen Ring … Ähm, schreibt Ihr Freund auch?“ Ich: „Oh, dein Antrag ehrt mich natürlich. Aber dafür würde ich dich schon noch vorher noch ein bisschen kennenlernen.“ (Allgemeines Gelächter.)</p><p>&nbsp;</p><p><strong class='bbc'>Kleine Enttäuschung für die Fünftklässler</strong></p><p>&nbsp;</p><p>Eine kleine Enttäuschung musste ich den Fünftklässlern leider bereiten. Ach, Mensch, da habe ich doch das Nestis-Kapitel „Schwestern sind eine Pest“ vorgelesen und dabei ausdrücklich erklärt, dass ich mich dafür natürlich bei meiner kleinen Schwester entschuldigt habe. Ich liebe meine kleine Schwester, ehrlich, aber manchmal sind kleine Geschwister eben auch etwas nervig. Das schienen alle zu verstehen, alle fanden es lustig. Aber aus einem ganz anderen Grund, wie ich später erfuhr. Schließlich ging in der Diskussion eine kleine Hand hoch. „Wie heißt Ihre kleine Schwester?“ Tja, wieder ein Mythos zerstört. Die Schulleiterin Sabine Hartmann ist nicht meine kleine Schwester.</p><p>&nbsp;</p><p>&copy; Petra Hartmann</p>]]></description>
		<pubDate>Wed, 03 Jun 2026 19:50:00 +0000</pubDate>
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	<item>
		<title>James Krüss: Polulangrische Lieder</title>
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		<category></category>
		<description><![CDATA[<p>Die Polulangrische Halbinsel, ein Landstrich, in dem zahllose Sprachen und Gesangskulturen aufeinandertreffen, steht im Mittelpunkt dieser herrlichen Liedersammlung von James Krüss. Wiegenlieder und Arbeitslieder, Hymnen, Totengesänge - das alles hat der Autor gesammelt und - nein, nicht übersetzt - mit Kommentaren und Zeichnungen versehen. Der Verlag Reclam hat die Sammlung nun neu aufgelegt und in einem geschmackvollen Hardcoverbändchen präsentiert.<br />Polulangrien, wo liegt diese Halbinsel? Wohl irgendwo in der Nähe der Fabelinsel, zwischen Helgoland und den glücklichen Inseln hinter dem Wind. Der Name, den Krüss dieser Gegend gegeben hat, deutet es bereits an, dass hier eine vielfältige Sprachenlandschaft beheimatet ist, und der Autor präsentiert mit viel Liebe zum Detail ihre liebenswürdigen Besonderheiten. Unsinnspoesie in höchstem Tiefsinn und viel Freude an Wissenschaftsparodie sind in diesem Bändchen vereinigt, und obwohl der geneigte Leser kein einziges Wort dieser gesammelten Gesänge verstehen kann, wird er am Ende doch mit einigem Bedauern feststellen, dass er das viel zu dünne Büchlein viel zu schnell durchgelesen hat.</p><p>&nbsp;</p><p><strong class='bbc'>Das älteste Wiegenlied</strong></p><p>&nbsp;</p><p>Welches Kind würde sich nicht gern in den Schlaf wiegen lassen mit den Versen des "nachweislich ältesten Lied(es) der polulangrischen Halbinsel", das dem Forscher zufolge "von sämtlichen Sprachgruppen als Wiegenlied gesungen" wird?</p><p>&nbsp;</p><p>Use duse molemu<br />Unke punke balge<br />Ole mole wolewu<br />Anse banse walge</p><p>&nbsp;</p><p>Liru laru lobedil<br />Ani tani tunde<br />Garbo larbo asewil<br />Windu wandu wunde</p><p>&nbsp;</p><p>Völliger Unsinn? Krüss schafft mit frei erfundenen Worten Traumwelten, malt mit Klängen und vergreift sich trotz der anscheinend regellosen Sprachen nie im Ton. Wer seine "normalen" Gedichte kennt, weiß, dass dieser Autor nie im Metrum schlampt und trotzdem lebendige, geschmeidige Verse zu Papier bringt. Und auch dieses "Use duse molemu" trifft den Ton eines Wiegenliedes genau und ist so recht geeignet, einen greinende Säugling einzulullen.<br />Sehr gelungen und für den sprachwissenschaftlich geschulten Leser doppelt genussreich sind die zahlreichen pseudolinguistischen und para-kulturhistorischen Betrachtungen, die Krüss seinen "gesammelten" Liedern beigibt. So wird anlässlich des Wiegenlieds darauf hingewiesen, dass Hoffmann von Fallersleben dieses dem "ele mele muh" verwandten Silbenspiel "für den gesamten indogermanischen Sprachbereich nachgewiesen (habe), ohne aber nachweisen zu können, ob den Silben eine sinnvolle Aussage zugrunde gelegen hat". Der Autor stellt Ähnlichkeiten und Unterschiede zum gleichfalls abgedruckten "Mumbrischen Wiegenlied" dar. Und er vermerkt sogar zum Wort "Garbo" als Kuriosum, dass ein amerikanischer Philologe zufällig anwesend war, als eine schwedische Schauspielerin einen Künstlernamen suchte, und dieses Wort aus einer polulangrischen Untersuchung des Professors Pfauk-Tschocke vorschlug: "So ist aus den beiden wahrscheinlich sinnlosen Silben ein Name entstanden, den die Welt heute noch kennt, obwohl die Schauspielerin längst zu filmen aufgehört hat."</p><p>&nbsp;</p><p><strong class='bbc'>Fotografieren verboten</strong></p><p>&nbsp;</p><p>Krüss beschreibt seine Sprachreise durch die Länder der Halbinsel als schwierig, unter anderem ist das Fotografieren in einigen Ländern verboten, sodass er sich mit Zeichnungen behelfen muss - eine Kunst, die der Autor durchaus beherrscht. Er stellt sich in die Tradition von Herder, Pückler, Fallersleben und Rückert, die allesamt vor ihm die Halbinsel bereist hätten, und lobt Pfauk-Tschokkes "Polulangrisches Universalwörterbuch" und dessen "Kurzlehrgang der funkziadischen Sprache", die ihm auf seiner Reise gute Dienste geleistet hätten.<br />In der Tradition großer Volksliedsammler hält er die "Sombusische Sonnenode" und ein "Rumbrisches Brunnenlied" fest, zeichnet den "Totengesang der Wunglotten" auf und das "Mailied der Wolzbaken" und überliefert sogar Gesänge wie das "Blungwirische Schneckenlied" oder das "Lied der Krebsfresser von den bachkrontischen Inseln". Liebeslieder, Tanzlieder, Weinlieder, Gesänge der Handwerksburschen und Kameltreiber, Hymnen - es gibt kaum einen Anlass für Gesänge, den Krüss und die Polulangrier nicht bedacht haben.</p><p>&nbsp;</p><p><strong class='bbc'>Knirschende Krebspanzer</strong></p><p>&nbsp;</p><p>Der Gegensatz zum sanften Wiegenlied "Use duse molemu" kann nicht größer sein, wenn Krüss die in kulinarischen Freuden schwelgenden Krebsesser von den bachkrontischen Inseln belauscht. Man hört die Krebspanzer unter ihren Zähnen deutlich knirschen, wenn die Gourmets singen:</p><p>&nbsp;</p><p>Krps rps wrps<br />Irkari rankulai trbs<br />Rankulai irkari<br />Hankulai kirkari<br />Schnrps krps drps</p><p>&nbsp;</p><p>Chrks rks wrks<br />Schnabuli schmakulan trks<br />Schmakulan schnabulik<br />Bläkibap babulik<br />Schnrks krks drks</p><p>&nbsp;</p><p>Der Liedersammler merkt an: "Es ist dies eines der heitersten Lieder der Halbinsel, das den leichtherzigen und manchmal gefährlich arglosen Charakter der Bachkronten auf exemplarische Weise spiegelt." Auch erfährt man, dass der sagenhafte erste König der Bachkronten als "bläkibab babulik" bezeichnet wurde, was soviel heißt wie: Der "mit Vergnügen schmatzende". Da möchte man doch sofort mit schnabulieren und schmackofatzen.</p><p>&nbsp;</p><p><strong class='bbc'>Jeder Übersetzungsversuch muss scheitern</strong></p><p>&nbsp;</p><p>Allerdings: "Der Versuch, die Lieder ins Hochdeutsche zu übertragen, den ich - zuletzt in der sombusische Hauptstadt Solangor - immer wieder unternahm, missglückte, weil er grundsätzlich immer wieder missglücken muss", schreibt der Autor. "Man kann in einer modernen Hochsprache keine Vorstellung von der Klangwelt dieser alten Elementarsprachen geben." So bleibt es beim Original: Ein herrlicher Spaß, der keine Übersetzung benötigt. Diese Lieder sind lautmalerische Kleinkunstwerke, die Beigaben eine wunderbare Wissenschaftsparodie, was braucht es mehr für ein paar vergnügliche Stunden?<br />Etwas schade ist es freilich, dass der Reclam-Verlag aus diesem Kleinod nicht "mehr" gemacht hat. Ja, das stilvolle Hardcover mit der Landkarte Polulangriens und den hellblauen Zwischenblättern macht optisch einiges her. Aber dass der Verlag im Anschluss einfach nur lieblos eine Zeittafel zum Leben des Autors hineingepappt hat, ist unwürdig. Ein kleines Nachwort zu Entstehung, Hintergründen und Rezeption dieses besonderen Lyrikbandes wäre doch nicht zu viel verlangt. So muss der unbedarfte Leser sogar rätseln, ob es ein Nachdruck ist oder ein Manuskript aus dem Nachlass Autors. Nicht einmal das Impressum gibt Auskunft über die Erstveröffentlichung (laut Wikipedia 1968). Schade. Da ist man Reclam eigentlich höhere Standards gewohnt.</p><p>&nbsp;</p><p><strong class='bbc'>Fazit:</strong> Lautmalerische Gedichte von höchster Kunst, serviert mit freundlich-humorvoller Wissenschaftsparodie. Ein großartiger lyrischer Spaß. Unbedingt empfehlenswert. Schade, dass der Verlag kein Nachwort dazu spendierte.</p><p>&nbsp;</p><p><strong class='bbc'>James Krüss: Polulangrische Lieder.</strong> Gesammelt, herausgegeben und mit einer Vorbemerkung, Anmerkungen, Fußnoten, Zeichnungen und einem Literaturverzeichnis versehen. Stuttgart: Reclam, 2026. 92 Seiten, Euro 16.</p><p>&nbsp;</p><p>&copy; Petra Hartmann</p>]]></description>
		<pubDate>Sat, 16 May 2026 11:36:00 +0000</pubDate>
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