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	<title>PetraHartmann</title>
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	<description>PetraHartmann Syndication</description>
	<pubDate>Sun, 19 Apr 2026 16:45:57 +0000</pubDate>
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		<title>Reimer Boy Eilers: Mit Magellan 3: Die Meerenge</title>
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		<description><![CDATA[<p>Ein Helgoländer umsegelt die Welt. In seinem Opus Magnum "Mit Magellan" schildert Reimer Boy Eilers die Geschicke des Fischers Pay Edel, der durch ein Missgeschick und auf verschlungenen Wegen an Bord der Magellan-Flotte gelangt und nur auf dem Umweg um den gesamten Globus zum roten Felsen zurückfinden kann. Der dritte Band trägt den Titel "Die Meerenge" und beschreibt die Fahrt von der Bahia Rio de Janeiro zur Magellanstraße.<br />Der Reisebericht, in dem Pay als Ich-Erzähler seine Erlebnisse schildert, kommt weiterhin daher als ein extralanger Brief an seine daheimgebliebene Verlobte, die Jungfer Peerke. Ob der Brief die Braut auf Helgoland jemals auf dem Postweg erreicht? Wenn man sich die ungeheure Stärke der vorliegenden Bände anschaut, wird einem zumindest um die Portokosten bange. Das Werk ist angelegt auf fünf Teile, von denen Teil vier gerade erschienen ist. Insgesamt dürfte es sich um 2000 bis 2500 Seiten handeln. Da passt es ganz gut, dass Pay an einigen Stellen, die er tagebuchartig und gewissermaßen vorläufig notiert, anmerkt, dass er bestimmte Stellen in der Version für Jungfer Peerke auslassen wird. So seine alles andere als platonische Beziehung zu einer jungen Eingeborenen in Brasilien, von der bereits <a href='https://scifinet.org/scifinetboard/index.php/blog/70/entry-11147-reimer-boy-eilers-mit-magellan-ii-das-paradies/' class='bbc_url' title=''>im zweiten Band</a> zu lesen war. Wobei noch einzurechnen ist, dass Pay das Lesen und Schreiben erst jetzt auf seiner Weltreise von einem arabischen Kartografen in Diensten Magellans lernt - und dass seine Helgoländer Braut Peerke voraussichtlich auch weiterhin Analphabetin bleibt. Sie wird sich seine Reisebeschreibung daheim vorlesen lassen müssen, höchstwahrscheinlich vom örtlichen Pastor.</p><p>&nbsp;</p><p><strong class='bbc'>Keine Heldengeschichte</strong></p><p>&nbsp;</p><p>Eilers erzählt definitiv keine strahlende Heldengeschichte. Waren schon im zweiten Band, der immerhin auch "Das Paradies" beschreibt, schon die Härten und Grausamkeiten des Seefahrerlebens zu Tage getreten, so werden die unschöneren Aspekte jenseits der Abenteuer-Klischees nun noch deutlicher. Magellan hat sich einer Meuterei zu erwehren, was ihm in fast aussichtsloser Lage auch gelingt. Immer wieder gibt es Intrigen und handgreifliche Auseinandersetzungen. Auch Missbrauch von Kindern beziehungsweise Jugendlichen geschieht an Bord, das tragische Schicksal des Schiffsjungen dürfte zu jenen Zeiten kein Einzelfall gewesen sein.<br />Magellans Justiz ist hart, aber in ihrer Konsequenz in dieser Situation unausweichlich. So erlebt Pay, und mit ihm der Leser, wie Meuterer und andere Delinquenten bestraft werden. Zumal in der Ausnahmesituation eines Expeditionsleiters, der sich jenseits aller spanischen Autorität in Respekt setzen muss. Darunter auch die furchtbare Hinrichtungsart des Aufs-Rad-Flechtens. In jener Zeit durchaus gebräuchliche Praxis.<br />Auch Pay selbst wird vorübergehend in einen Block geschlossen. Eine unbedachte kritische Äußerung, die von den falschen Ohren gehört wird, trägt ihm die Strafe ein. Eine Strafzeit, die er immerhin nutzen kann, um von seinem Freund Al Gharb das Schreiben zu lernen und Buchstaben in den Sand zu malen. Und noch eine weitere unterwegs erworbene Fähigkeit kann er schließlich zeigen: Er hat das Schwimmen gelernt und ist daher der einzige, der von unten ein Leck im Schiffsrumpf aufspüren kann. Aufgrund dieser hilfreichen Aktion wird er schließlich von Magellan begnadigt und wieder in die Reihen der guten Schiffskinder aufgenommen.</p><p>&nbsp;</p><p><strong class='bbc'>Menschen als Souvenirs</strong></p><p>&nbsp;</p><p>Doch nicht nur die Mitglieder der Expedition erfahren Härte und Grausamkeit. Auch die Bewohner der neu entdeckten Küsten machen mit den Fremden aus dem Osten denkbar schlechte Erfahrungen. Gewalt, Menschenraub und Mord sind die Begleiter dieser Entdecker, die mit typisch europäischer Arroganz auch menschliche Souvenirs mit nach Hause bringen wollen. Mit der "Personalgewinnung" für diese Fahrt hatten ja auch Pay und sein Eskimo-Freund Qivitoq bereits <a href='https://scifinet.org/scifinetboard/index.php/blog/70/entry-10853-reimer-boy-eilers-mit-magellan-i-die-ausfahrt/' class='bbc_url' title=''>im ersten Band</a> ihre Erfahrungen gemacht. Wie es den zurückgelassenen Sexualpartnerinnen in den nächsten neun Monaten mit den Abschiedsgeschenken der Spanier gehen wird, interessiert die Seefahrer gleichermaßen nicht.<br />Sehr unterschiedlich werden die Völker und Stämme geschildert, denen die Teilnehmer der Weltumsegelung begegnen. Da sind die freundlichen, offenen Naturkinder des gesegneten Landstrichs "Presil", an dem die Flotte überwintert, eine Welt des Friedens, der Sorglosigkeit, der Offenheit. Ein wenig zurückhaltender treten die Menschen auf, denen die Seefahrer weiter im Süden, in Feuerland und beim Erforschen der Straßen und Ströme zwischen Atlantik und Pazifik begegnen. Besonders eindrucksvoll ist das Aufeinandertreffen mit dem Volk der Alakalufes, Jäger wie Pays Freund Qivitoq, deren Nachkommen der Autor des Buchs noch kennen lernte und deren Schicksal er im Nachwort beklagt.</p><p>&nbsp;</p><p><strong class='bbc'>Die Grenzen der Erzählfigur</strong></p><p>&nbsp;</p><p>Pay Edel ist als Erzählfigur - als einfacher, wenig gebildeter Fischer aus dem Norden, der in der spanischen Flotte als ebenso einfaches Besatzungsmitglied dient - großen Einschränkungen unterworfen. Er ist nicht dabei, wenn Magellan und die Kapitäne den Kurs und die Belange der Expedition besprechen. Er bekommt Strategien und Gedanken der jeweiligen Parteien gewöhnlich erst zu spüren, wenn sie konkrete Auswirkungen auf seine Bordroutine haben. Und erst recht ist er nicht involviert in astronomische und kartografische Belange, die für die Expedition von entscheidender Bedeutung sind.<br />Hochinteressant ist es daher, den Autor dabei zu beobachten, wie er die Ergebnisse seiner offenbar sehr intensiven Recherchen transportiert und Pay Dinge erfahren lässt, die jenseits seiner Sphären liegen. Oft ist es der Araber Al Gharb, der dem Helgoländer (und damit dem Leser) Hintergründe erläutert. Aber auch der Ritter Pigafetta und sogar der Eskimo Qivitoq sind Auskunftgeber und erklären Pay Dinge, die er nicht wissen kann.<br />Einmal unterbricht der Autor die brieflichen Schilderungen Pays und lässt die Leser im Kapitel "Nächtlicher Monolog" teilhaben an einem Blick direkt in die Gedankenwelt Magellans. Ein Fremdkörper, ein irritierender, aber zweifellos erhellender Perspektivbruch. Im Prolog ergreift ein Nachfahr Pays das Wort und tritt als eine Art Herausgeber oder Bewahrer des Textkonvoluts auf. Und im Nachwort ergreift der Autor selbst das Wort.</p><p>&nbsp;</p><p><strong class='bbc'>Prophetischer Traum</strong></p><p>&nbsp;</p><p>Doch Pay hat durchaus noch andere Informationsquellen. So erleben die Leser mit, wie der Fischer in einem Traum die Zukunft der Alakalufes sieht:<br />"Gottlob träume ich selten, und solch ein übles Gesicht möchte ich nicht ein weiteres Mal an meinem inneren Menschen vorbeiziehen lassen. Ich sah, wie die nackten Alakalufes von gepanzerten Landsknechten aus dem Abendland, die vom Branntwein berauscht waren, mit Schwertern, Arkebusen und Hellebarden gejagt wurden. Den Toten - Männern, Frauen und Kindern - schnitten die Furien des Krieges die Ohren ab, um sie für guten Lohn als Trophäen an ihre Obersten und Kriegsherren zu verkaufen, zum Beweis, dass sie eine Art wilder Tiere erlegt hätten."</p><p>&nbsp;</p><p><strong class='bbc'>Verschlungen und mit starkem Ich</strong></p><p>&nbsp;</p><p>Dass Pay gelegentlich zu Umständlichkeiten und etwas verschlungenen Schilderungen neigt, wurde bereits bei den beiden Vorgängerbänden angemerkt. Detailreich, manchmal etwas ausschweifend und oft mit persönlichen Betrachtungen gespickt, erinnert er oft eher an einen Berichterstatter des 19. als des 16. Jahrhunderts und wirkt wie ein Kind einer Zeit, in der das Papier preisgünstiger war und das Ich des Berichterstatters mehr in den Vordergrund rückte. Derart viel Raum für eigene Befindlichkeiten hätte sich selbst ein von seinem eigene Ego überzeugter Flottenkommandant nicht gegönnt, um wie viel weniger ein schlichter Seemann, der an Bord seinen Dienst verrichtet. Sei's. Auf jeden Fall ist dieser Pay eine ausgesprochen interessante Persönlichkeit und durchaus in der Lage, einen historischen Roman zu tragen. Und durch die ständige Rückbindung an das Heilige Eiland gewinnt das Werk eine zusätzliche, sehr persönliche Ebene - etwa, wenn Magellan ein Kap nach der Heiligen Ursula und ihren 11.000 Jungfrauen benennt, die ja auch die Insel Helgoland besucht haben sollen, oder wenn Pay über den Seeräuber Störtebecker sinniert. Hier begegnen sich Landschaften und Geschichten, die bislang noch nie zusammen gedacht wurden. Sehr spannend. Und ein Konstrukt, das auch nach Beginn der zweiten Halbzeit dieser literarischen Weltumseglung trägt.</p><p>&nbsp;</p><p><strong class='bbc'>Fazit: </strong>Historische Entdeckungsreise zwischen Helgoland und Feuerland. Akribisch recherchiert, voller historischer Details und spannender Begegnungen. Lesenswert, macht Lust auf mehr.</p><p>&nbsp;</p><p><strong class='bbc'>Reimer Boy Eilers: Mit Magellan. Band 3: Die Meerenge. </strong>Von der Bahia Rio den Janeiro zur Magellanstraße. Ochsenfurt: Kulturmaschinen Verlag, 2024. 427 S., Euro 20.</p><p>&nbsp;</p><p>Mehr von Reimer Boy Eilers<br /><a href='http://www.scifinet.org/scifinetboard/index.php/blog/70/entry-9382-reimer-boy-eilers-das-helgoland-der-h%C3%B6llensturz/' class='bbc_url' title=''>Das Helgoland, der Höllensturz</a><br /><a href='http://www.scifinet.org/scifinetboard/index.php/blog/70/entry-9688-reimer-boy-eilers-die-schiffbr%C3%BCchigen-von-tumbatu/' class='bbc_url' title=''>Die Schiffbrüchigen von Tumbatu</a><br /><a href='https://scifinet.org/scifinetboard/index.php/blog/70/entry-10853-reimer-boy-eilers-mit-magellan-i-die-ausfahrt/' class='bbc_url' title=''>Mit Magellan I: Die Ausfahrt</a><br /><a href='https://scifinet.org/scifinetboard/index.php/blog/70/entry-11147-reimer-boy-eilers-mit-magellan-2-das-paradies/' class='bbc_url' title=''>Mit Magellan II: Das Paradies</a></p><p>&nbsp;</p><p>© Petra Hartmann</p>]]></description>
		<pubDate>Sun, 19 Apr 2026 16:00:00 +0000</pubDate>
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		<title><![CDATA[&#34;König Surbolds Grab&#34; als Podcast bei &#34;Klausgesprochen&#34;]]></title>
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		<category></category>
		<description><![CDATA[<p>Meine Fantasy-Kurzgeschichte "König Surbolds Grab" könnt ihr jetzt als Podcast Nummer 116 auf der Seite <a href='http://www.Klausgesprochen.de' class='bbc_url' title='Externer Link' rel='nofollow external'>Klausgesprochen.de</a> anhören. Klaus Neubauer (Sprecher, Saxophonist, Fotograf, Buchhalter) hat die Geschichte in märchenhaftem Tonfall eingesprochen, und passend zum Fantasy-Ambiente gibt es dazu die Komposition <a href='https://creatorchords.com/music/db880273-ed48-4f82-a74b-cc08084e2ee5/' class='bbc_url' title='Externer Link' rel='nofollow external'>"Fairy of the Forest“</a> von <a href='https://www.creatorchords.com/' class='bbc_url' title='Externer Link' rel='nofollow external'>Alexander Nakarada</a> zu hören. Entstanden sind 29:29 Minuten Hörvergnügen, die ihr euch nicht entgehen lassen solltet.</p><p>&nbsp;</p><p>
"König Surbolds Grab" ist gewissermaßen die Keimzelle meines Fantasy-Landes Movenna. Die Geschichte errang 1999 den dritten Platz der Storyolympiade. Weitere Movenna-Storys folgten im Laufe der Jahre, und als ich im Jahr 2004 mein erstes literarisches Buch, die "Geschichten aus Movenna" veröffentlichte, eröffnete ich den Band mit dem alten König Surbold.</p><p>&nbsp;</p><p>
Worum geht es? Hoch oben im Norden des Landes Movenna, im "Tal der Tanzenden Schatten" liegt das Grab des mythischen Urkönigs Surbold. Eine riesige, schwere Steinplatte bedeckt das Grab, so groß und schwer, dass noch nie ein Mensch sie heben konnte. Die Inschrift lautet: "Wunner äwer Wunner - wat leit wohl dar unner?" "Wunder über Wunder - was liegt wohl darunter?" Perlen? Gold? Sagenhafte Schätze? Es ist der ungeliebte Usurpatorenkönig Harvart, der schließlich eine Expedition ausrüstet, um den sagenhaften Felsen zu heben ...</p><p>&nbsp;</p><p>
<a href='https://klausgesprochen.de/koenig-surbolds-grab/' class='bbc_url' title='Externer Link' rel='nofollow external'>Den Podcast mit "König Surbolds Grab" findet ihr hier.</a></p><p>&nbsp;</p><p>
Viel Spaß beim Zuhören!</p>]]></description>
		<pubDate>Fri, 10 Apr 2026 15:19:00 +0000</pubDate>
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		<title>Flaschenpost von Petra: Erster Newsletter ist raus</title>
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		<description><![CDATA[<p>So, mein erster Facebook-Ersatz-Newsletter ist raus. Ich habe mich aus traditionellen Gründen für den Titel "Flaschenpost von Petra" entschieden. Auf meiner Homepage werkeln zurzeit noch ein paar Leute, die mehr davon verstehen als ich, an einem professionellen Newslettersystem, aber ich wollte unbedingt schon mal etwas raushauen.</p><p>&nbsp;</p><p>
Die Nullnummer ging an 89 Abonnenten. Ich verrate darin ein furchtbares Geheimnis über "Das Serum des Doctor Nikola", über das ich 13 Jahre verbissen geschwiegen habe, und erzähle, wie ich den Stempel "jugendgefährdend" wieder losgeworden bin. Außerdem gibt es einen kurzen Bericht zur Leipziger Buchmesse und eine Terminvorschau. Im Mai dann mehr. ;-)</p><p>&nbsp;</p><p>
Falls ihr noch mitlesen wollt: Eine kurze Mail an hartmann.holle@web.de genügt.</p><p>&nbsp;</p><p>
<a href='https://www.imagebam.com/view/ME1BWR6A' class='bbc_url' title='Externer Link' rel='nofollow external'><img class='bbc_img' src='https://thumbs4.imagebam.com/35/e7/1b/ME1BWR6A_t.png' alt='Eingefügtes Bild'  /></a></p><p>&nbsp;</p><p>
<span  style='color: rgb(0,0,0)'><span  style='font-family: mastodon-font-sans-serif'><span  style='font-size: 14px'>Warum ich bei Facebook weggehe, hatte ich ja schon <a href='https://scifinet.org/scifinetboard/index.php/blog/70/entry-13046-warum-ich-von-facebook-weggehen-muss/' class='bbc_url' title=''>hier im Blog</a> erzählt. Inzwischen sind meine vier Seiten (Autorenträume, Falkin, Nestis und Petra Hartmann) gelöscht. Mein Profil folgt in den nächsten Tagen, ich bin aktuell damit beschäftigt, Fotos und Glossen zu kopieren. Immerhin: Das Profil gibt es seit 2009, da steckt viel von meiner Lebensgeschichte drin ...</span></span></span></p>]]></description>
		<pubDate>Tue, 07 Apr 2026 10:31:00 +0000</pubDate>
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		<title>Mein Messewochenende in Leipzig</title>
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		<category></category>
		<description><![CDATA[<p>Füße kaputt, Autorin pleite. Wenn's nicht so schön wäre, müsste man mir die Leipziger Buchmesse eigentlich verbieten. Ich habe mich zwei Tage lang zwischen den Ständen ausgetobt und habe mich gefühlt wie ein Junkie, der die Tür zum Lagerraum des Drogendezernats offen gefunden hat. Okay, ihr ahnt es schon, das Wochenende war teuer, ungesund und einfach unverzichtbar. Eine Premiere war, dass ich am Sonntag als "Aufsichtsperson" für eine Zwölfjährige fungierte: Die Tochter der besten Messegastgeberin und Pancake-Bäckerin der Welt (Danke, Kata), brauchte halt einen Vorzeige-Erwachsenen am Eingang. Ich habe also versucht, vorzeigbar zu wirken.<br />Mein Haupt-Interesse lag natürlich, wie gewohnt, auf der Halle 3, dem Zuhause der Phantasten. Allerdings habe ich mich diesmal auch ziemlich viel in den Hallen 4 und 5 herumgetrieben. Was auch damit zu tun hatte, dass ich am Samstagmorgen nicht mehr auf den Presseparkplatz unterkam (alles voll), sondern von den freundlichen Mitarbeitern auf die andere Seite zum Ausstellerparkplatz auf der Nordseite gelotst wurde, also von der anderen Seite aus hereinkam.</p><p>&nbsp;</p><p><strong class='bbc'>Sehr viele Musik-Titel</strong></p><p>&nbsp;</p><p>Ich lief gleich dem Reclam-Verlag in die Arme, der mich um rund ein Viertel meiner Barschaft erleichterte. Ich nahm drei Bände aus der "100 Seiten"-Reihe mit: den Band über Beethoven (er hat ja 2027 schon wieder ein Jubiläumsjahr), den über Oper und den über Taylor Swift (Mitbringsel für meine Nichte). Außerdem erstand ich das Buch "Komponistinnen. Frauen, Töne & Meisterwerke" von Aliette de Laleu. Ziemlich viel Musik auf einmal. Aber schaden kann es nicht. Außerdem nahm ich die "Polulangrischen Lieder" von James Krüss mit. Ein sehr interessanter Gedichtband von Helgolands berühmtesten Sohn.<br />Helgolands zweitberühmtester Sohn, Reimer Boy Eilers, hatte es zur Buchmesse zwar diesmal nicht geschafft, er hatte mir aber seine Neuerscheinung, den vierten Band seiner Magellan-Pentalogie bereits im Vorfeld zukommen lassen. Gleichwohl schaute ich beim Kulturmaschinen-Verlag vorbei, guckte mir auch schon mal sein neues Buch über das "Witte Kliff" an, und hatte ein sehr angeregtes Gespräch mit seinem Kollegen Peter Reuter, dessen Haiku-Band "Nur geschrieben" schließlich in meinen Leinenbeutel wanderte. Unfassbar, was für eine ordentliche Handschrift der Mann hat.</p><p>&nbsp;</p><p><a href='https://www.imagebam.com/view/ME1BKEB4' class='bbc_url' title='Externer Link' rel='nofollow external'><img class='bbc_img' src='https://thumbs4.imagebam.com/9e/5a/98/ME1BKEB4_t.JPG' alt='Eingefügtes Bild'  /></a></p><p>&nbsp;</p><p><strong class='bbc'>Tannenbaum-Frau trifft Stein-Frau</strong></p><p>&nbsp;</p><p>Letztes nicht-phantastisches Buch, das ich mitnahm: "Lilien über weißen Wegen" aus dem Traumfänger-Verlag, ein historischer Roman über die Eroberung Kanadas, über die Franzosen, Huronen und Irokesen. Autorin Kerstin Groeper signierte mir das Buch mit ihrem irokesischen Namen Aska nukiw, was der Autorin zufolge soviel bedeutet wie Starke Tannenbaum-Frau. Ich übersetze ihr als Ausgleich meinen griechischen Namen Petra ins Lakota: Inyan win. Wir beide haben ja den gleichen Lakota-Lehrer gehabt.<br />Wie es dem Verlag geht? Nach der jüngsten Empörung über alles, was das Wort "Indianer" enthält, laufe es bei dem Verlag eigentlich relativ gut, was die historischen Romane angeht, erzählte sie. Die Bücher, die von Indigenen, also amerikanischen Ureinwohnern, verfasst wurden und bei ihr in deutscher Übersetzung erschienen, habe sie aber inzwischen aus dem Programm nehmen müssen, sie habe sie nicht mehr verkaufen können. Traurig für einen Indianistik-Verlag, der sich in seinem Bereich ja einen gewissen Ruf erarbeitet hat. Da haben ein paar Möchtegern-Gutmenschen den indigenen Autoren einen Bärendienst erwiesen.</p><p>&nbsp;</p><p><strong class='bbc'>Ein Bestiarium aus Grönland </strong></p><p>&nbsp;</p><p>Apropos Indigene: Meine große Entdeckung war der Inuit-Verlag: Der noch sehr junge, erst im vergangenen Jahr gegründete Verlag mit Grönland-Schwerpunkt hat bisher nur zwei Bücher herausgebracht: ein "Bestiarium Groenlandicum" über die mystischen Wesen Grönlands und "Sila – Eine grönländische Fabel über die Liebe und das Schmelzen des Eises". Zwei weitere Bücher sind geplant. Und am Stand konnte man eine rotweiße Tasche erwerben mit dem Umriss Grönlands und der Botschaft "Greenland is not for sale".</p><p>&nbsp;</p><p><a href='https://www.imagebam.com/view/ME1BKE6M' class='bbc_url' title='Externer Link' rel='nofollow external'><img class='bbc_img' src='https://thumbs4.imagebam.com/c7/be/ea/ME1BKE6M_t.JPG' alt='Eingefügtes Bild'  /></a><br />Verlegerin Laali Lyberth konnte leider - oder wie mein Portemonnaie sagen würde: Gott sei Dank - kein Bargeld annehmen, und ich habe es ja nicht so mit Kartenzahlung, darum muss ich mir das Bestiarium etwas später bestellen. Oder ich setze es auf meine Geburtstagswunschliste. Immerhin bin ich ja selbst eine Bestiariums-Autorin.</p><p>&nbsp;</p><p><a href='https://www.imagebam.com/view/ME1BKE77' class='bbc_url' title='Externer Link' rel='nofollow external'><img class='bbc_img' src='https://thumbs4.imagebam.com/e9/84/c2/ME1BKE77_t.JPG' alt='Eingefügtes Bild'  /></a></p><p>&nbsp;</p><p><strong class='bbc'>Besucher-Rekord ohne Ölsardinen-Atmosphäre</strong></p><p>&nbsp;</p><p>Jetzt aber zur Phantastik und ab in die Halle 3: Ausnahmslos alle Verleger, die ich fragte, waren offenbar sehr zufrieden mit den Besucher- und Käuferzahlen. Immerhin: Felix Wisotzki, der Pressesprecher der Leipziger Buchmesse konnte am Sonntagabend verkünden, es seien 313.000 Besucher und Besucherinnen gewesen. Zum Vergleich: Im Jahr 2025 waren es "nur" 296.000. Dabei kam es mir eigentlich relativ entspannt vor, man hatte in den Gängen durchaus Platz und konnte auch zügig geradeaus gehen. Da habe ich schon sardinenhaftere Wochenenden in Leipzig erlebt.</p><p>&nbsp;</p><p><strong class='bbc'>Grünblaue Wunderbücher</strong></p><p>&nbsp;</p><p>Was ich ganz ganz ganz ganz schlimm finde: Ich habe mal wieder meine Überzeugung verraten, dass es nicht auf das Cover und die Aufmachung ankommt, sondern nur auf die Qualität der Geschichte. Aber dieses Schildkröten-Cover in Grün und Blau, der Farbschnitt ... Ich musste "Kumara" von Ann-Kathrin Karschnick einfach anfassen und in die Hand nehmen. Und als mich ihre Kollegen am Stand dann auch noch mit Lesezeichen, Charakterkarten, Postkarten und weiterem Merch überschütteten und Markus Heitkamp meinetwegen noch ein blaues Wattebällchen ins Abstimmungsglas für das "Team Schildkröte" warf, da konnte ich nicht anders und hab das Buch halt mitgenommen, OBWOHL es so schön aussah. Naja, Ann-Kathrin wird da wohl nichts Schlechtes geschrieben haben. Die Schildkröten-Fans waren, wie ich hörte, bei der Abstimmung am ersten Messetag ganz vor, am zweiten hatten die "Geister" die Nase vor. Fragt mich nicht, wie das Rennen ausging.</p><p>&nbsp;</p><p><a href='https://www.imagebam.com/view/ME1BKEAI' class='bbc_url' title='Externer Link' rel='nofollow external'><img class='bbc_img' src='https://thumbs4.imagebam.com/19/4e/6d/ME1BKEAI_t.JPG' alt='Eingefügtes Bild'  /></a><br />Noch ein Fall von Zugreif-Cover: An "Aqua obscura", einer Anthologie aus dem Carpathia-Verlag, konnte ich einfach nicht vorbeigehen. Kurzgeschichten über die Dunkelheit, die in der Tiefe lauert. Es gibt bereits eine zweite Anthologie, die sich dem Thema "Feuer" widmet. Erde und Luft sollen folgen.<br />Und noch ein aquatisches Mitbringsel: "Rán" von G.A. Winter. Der erste Band der Trilogie heißt "Erwachen" und passt farblich genau in mein Beuteschema. Und das mythologische Thema natürlich auch, ich habe es ja ein wenig mit der alten Meergöttin und ihren neun Töchtern ...</p><p>&nbsp;</p><p><strong class='bbc'>Düsteres in Schwarzrot</strong></p><p>&nbsp;</p><p>Aber zurück zu meinen Prinzipien: Nicht wegen des Covers gekauft habe ich mir jedenfalls das 45. Büchlein aus dem Kabinett der Phantasten. Die Werke des jmb-Verlags sehen nämlich alle gleich aus, haben einen unaufdringlich-stilvollen schwarzroten Umschlag, bieten jeweils einen klassischen düster-phantastischen Text und ein erläuterndes Nachwort, also so eine Art Reclam-Hefte der dunklen Phantastik. Diesmal erbeutete ich "Das Brandmal des Tiers" von Rudyard Kipling. Ich bin gespannt.</p><p>&nbsp;</p><p><a href='https://www.imagebam.com/view/ME1BKE8Q' class='bbc_url' title='Externer Link' rel='nofollow external'><img class='bbc_img' src='https://thumbs4.imagebam.com/c5/c0/64/ME1BKE8Q_t.JPG' alt='Eingefügtes Bild'  /></a><br />Farblich wieder fast in mein Beuteschema passte die Novelle "Der Fluch des Voodoopriesters" von Sabine D. Jacob, erschienen bei Shadodex - Verlag der Schatten. Eigentlich wollte ich ja Shadodex ja erst beim Marburg-Con im April plündern, aber das kleine Büchlein konnte ich mir dann doch gerade noch leisten. Und gibt es mal wieder eine Anthologie aus dem Verlag? Verlegerin Bettina Ickelsheimer-Förster ist noch nicht ganz sicher, könnte sich das aber vielleicht unter Umständen vorstellen. Die Idee und die Energie dazu komme ihr gewöhnlich beim Comicsalon in Erlangen. Abwarten also.</p><p>&nbsp;</p><p><strong class='bbc'>Warten auf die Herbstlande</strong></p><p>&nbsp;</p><p>Meinen Einkauf beim Verlag Torsten Low verschob ich aber definitiv auf das Marburger Treffen. Dann werde ich mir den neuen Band von Fabienne Siegmund "Geschichten aus der Dämmerung" anschaffen. Vermutlich noch nicht fertig sein wird dann der neue Kurzgeschichtenband aus der Herbstlande-Reihe, den der Verlag in der Pipeline hat. Und zum BuCon? Das sei sehr "sportlich" meinte der Verleger.</p><p>&nbsp;</p><p><a href='https://www.imagebam.com/view/ME1BKE80' class='bbc_url' title='Externer Link' rel='nofollow external'><img class='bbc_img' src='https://thumbs4.imagebam.com/2c/17/83/ME1BKE80_t.JPG' alt='Eingefügtes Bild'  /></a><br />Da ich die Brandts in Marburg nicht sehen werde, habe ich Wolfgang seinen "Fantômas" schon in Leipzig am Romantruhe-Stand abgenommen. Das Buch wollte ich ja letztes Jahr schon anschaffen. Jetzt habe ich ein signiertes Exemplar mit Prägestempel. Mit Anke plauderte ich etwas länger, unter anderem über Anthologie-Pläne und darüber, dass Familienfeste manchmal sehr ungünstig fallen.</p><p>&nbsp;</p><p><a href='https://www.imagebam.com/view/ME1BKE6L' class='bbc_url' title='Externer Link' rel='nofollow external'><img class='bbc_img' src='https://thumbs4.imagebam.com/47/a1/15/ME1BKE6L_t.JPG' alt='Eingefügtes Bild'  /></a><br />Von Sarah Drews brachte ich den Auftrag mit nach Leipzig, ich sollte doch mal am Elysion-Stand nachschaun, ob ihr neues Buch "Zwischen Herzklopfen und Verrat" am Stand schon zu sehen ist. Verlegerin Jenni Schreiner hatte eine Last-Minute-Aktion geplant, und das Buch war tatsächlich pünktlich zum ersten Messetag erschienen. Handy-Beweisfoto mit Grüßen an die Autorin ging raus, Sarah kann sich zurücklehnen.</p><p>&nbsp;</p><p><a href='https://www.imagebam.com/view/ME1BKE7H' class='bbc_url' title='Externer Link' rel='nofollow external'><img class='bbc_img' src='https://thumbs4.imagebam.com/88/2b/5b/ME1BKE7H_t.JPG' alt='Eingefügtes Bild'  /></a></p><p>&nbsp;</p><p><strong class='bbc'>Kaffee, Kekse, Kaiju-Hamster</strong></p><p>&nbsp;</p><p>Einen Luxuskaffee mit extra vorgewärmter Milch und Keks dazu bekam ich bei Tanja Kummer und Marc Hamacher vom Leseratten-Verlag. Der Verlag hat inzwischen sein "German Kaiju"- Sortiment noch weiter ausgebaut. Knuffig-gefährliche Neuerscheinung ist "Goldizilla", ein Comic über einen riesenhaften, monströsen Goldhamster. Schräge Idee. Das muss ich mir zulegen. Ich schreibe es mal auf meine Liste für Marburg. Und ich bin schon gespannt auf die weihnachtliche "Santagarn"-Anthologie.</p><p>&nbsp;</p><p><a href='https://www.imagebam.com/view/ME1BKE83' class='bbc_url' title='Externer Link' rel='nofollow external'><img class='bbc_img' src='https://thumbs4.imagebam.com/dc/71/82/ME1BKE83_t.JPG' alt='Eingefügtes Bild'  /></a></p><p>&nbsp;</p><p><strong class='bbc'>Dritter Start für die Kondorkinder</strong></p><p>&nbsp;</p><p>Mehr zufällig stolperte ich in die Lesung von Sabrina Železný hinein. Sie las aus "Kondorkinder". Die Geschichte hatte ich damals in der Ausgabe des Mondwolf-Verlags gelesen und <a href='https://scifinet.org/scifinetboard/index.php/blog/70/entry-6628-sabrina-%C5%BEelezn%C3%BD-kondorkinder-die-suche-nach-den-verlorenen-geschichten/' class='bbc_url' title=''>Die Suche nach den verlorenen Geschichten</a> und <a href='https://scifinet.org/scifinetboard/index.php/blog/70/entry-6637-sabrina-%C5%BEelezn%C3%BD-kondorkinder-der-fluch-des-spiegelbuchs/' class='bbc_url' title=''>Der Fluch des Spiegelbuchs</a> bereits hier im Blog vorgestellt. Ich hatte Sabrina ohne Hut und Lama zuerst gar nicht erkannt, aber die Handlung und das Setting kamen mir irgendwie bekannt vor, so setzte ich mich neugierig dazu.<br />Sabrina las die Geschichte eines Jungen aus den Anden vor, der die Chance hat, Lesen zu lernen. Und sie erzählte auch, was das zu der Zeit bedeutete. Man wurde sichtbar, konnte sich mit Mächtigen in Verbindung setzen, Missstände aufzeigen. Sie berichtete auch von einem Fundstück während ihrer Recherchen: Ein Indigener schaffte es, einen Brief an den spanischen König zu schreiben und dem Herrscher das Papier auch zu überreichen. Er musste sich dafür allerdings verkleiden und in eine Jagdgesellschaft einschleichen. In Sabrinas Roman stößt der Junge allerdings nicht auf große Begeisterung bei seiner Mutter. Im Gegenteil: Sie zerstört das Buch. Kein guter Gedanke, wenn es sich um ein Werk handelt, das auf einen leicht erzürnbaren Berggott zurückgeht.</p><p>&nbsp;</p><p><a href='https://www.imagebam.com/view/ME1BKE7T' class='bbc_url' title='Externer Link' rel='nofollow external'><img class='bbc_img' src='https://thumbs4.imagebam.com/0a/11/71/ME1BKE7T_t.JPG' alt='Eingefügtes Bild'  /></a><br />Einiges hat sich seit der ersten Mondwolf-Fassung und auch seit der zweiten Artscript-Fassung verändert. Jetzt also neu bei Calderan. Unter anderem hatte die Autorin ursprünglich beschrieben, wie die Leute mit dem "armen" Jesuitenpater Mitleid hatten. Aber inzwischen habe sie erfahren, dass die Jesuiten einer der reichsten Orden überhaupt waren, erzählte sie mir. Also, ganz so bedauernswert wird der Pater nicht gewesen sein.<br />Einer der wichtigsten Unterschiede zur Erstausgabe: Der Mondwolf-Verlag teilte die Geschichte in eine historische und eine Gegenwartsgeschichte auf und brachte sie als Zweiteiler heraus. Die Autorin hatte aber ursprünglich nur einen einzigen Roman geschrieben, der auf zwei Zeitebenen spielte und zwischen historischer und Gegenwartsgeschichte hin und her wechselte. Jetzt also ist der ursprünglich gewollte Zustand wieder hergestellt. Nun, ich bin gespannt, wie sich die Geschichte der Kondorkinder seit 2013 entwickelt hat. Denn natürlich musste ich mir die Neufassung mitnehmen. Mal sehen, wie es sich in der neuen Form lesen lässt.</p><p>&nbsp;</p><p><strong class='bbc'>Die Abrafaxe als Musical</strong></p><p>&nbsp;</p><p>Ebenfalls zufällig stieß ich auf eine musikalische Lesung, die "Die Abrafaxe und die schwarze Mühle" vorstellte. Jeder Figur war eine eigene kurze Melodie auf den Leib geschrieben. Ich kam gerade dazu, als nichts mehr funktionierte: Vincent Strehlow wollte die Musik abspielen, aber nichts tat sich. Der Albtraum jedes Referenten. Aber schließlich klappte es doch noch, nachdem der Techniker alles Mögliche ausprobiert hatte. Das Fagott für den gemütlichen Califax, das Englischhorn für Brabax, die Klarinette für Abrax, die drei haben sich irgendwo im nebligen Moor in der Lausitz verirrt. Sehr spannend, allerdings fand ich die Ouvertüre zu lang.</p><p>&nbsp;</p><p><strong class='bbc'>Romantasy-Verlegerinnen plaudern aus dem Nähkästchen</strong></p><p>&nbsp;</p><p>Die dritte Lesung, die ich miterlebte, war eigentlich keine Lesung, sondern eher eine freundliche und informative Aus-dem-Nähkästchen-Plauderei zweier Verlegerinnen: Jenny-Mai Nuyen und Katharina Stegen stellten den Von-Morgen-Verlag vor. Von Morgen bringt Romantasy heraus und entstand, wie Jenny erzählte, aus ihrer Verzweiflung während der Corona-Pandemie heraus. Bis dahin hatte sie als freie Schriftstellerin gelebt und regelmäßig Bücher veröffentlicht, doch dann sagte ihr ihre Agentur, sie könne für die nächsten sechs Monate kein Manuskript verkaufen. Jenny kam zuerst auf die Idee, ihre Romane ins Englische zu übersetzen und einen Verlag dafür zu gründen. Doch ein Autorenkollege riet ihr, lieber die deutschsprachigen Rechte für bereits gut laufende englische Selfpublisher-Titel zu erwerben und die Romane dann selbst zu übersetzen.</p><p>&nbsp;</p><p><a href='https://www.imagebam.com/view/ME1BKE6A' class='bbc_url' title='Externer Link' rel='nofollow external'><img class='bbc_img' src='https://thumbs4.imagebam.com/13/b8/95/ME1BKE6A_t.JPG' alt='Eingefügtes Bild'  /></a><br />Das funktionierte für den jungen Verlag dann wohl ganz gut, allerdings stellte die Abrechnung die Verlegerin vor einige Probleme. Da kam Excel-Expertin Kathy ins Spiel ... Sehr liebeswert, wie diese die Geschichte ihres ersten Kontakts erzählte. Sie hatte einige kritische Anmerkungen zu einem Roman von Jenny gemacht, die darüber wohl "not amused" war. Ich selbst schreibe ja keine Romantasy, aber die beiden haben mir sehr gefallen. Vor allem wegen Jennys Aussage, ein gut geschriebenes Manuskript sei ihr wichtiger als die Menge der Instagram-Follower eines Autors.</p><p>&nbsp;</p><p><a href='https://www.imagebam.com/view/ME1BKE5W' class='bbc_url' title='Externer Link' rel='nofollow external'><img class='bbc_img' src='https://thumbs4.imagebam.com/a6/1b/f4/ME1BKE5W_t.JPG' alt='Eingefügtes Bild'  /></a><br />Der Rest ... durchgelaufene Füße, ein furchtbarer Muskelkater, ein auf grausamste Weise malträtierter Geldbeutel, überteuertes Essen und meine Weigerung, ein Restaurant mit dem bedrohlichen Namen "Alte Waage" zu besuchen, dazu viele bezaubernde Gewandete, nette Gespräche und ein Polizist, der mich wohl für einen absoluten Ignoranten hielt, weil ich ihn wegen seines DD-Autokennzeichens fragte, ob er aus Düsseldorf komme. Er wirkte ziemlich gekränkt. Das Kürzel stand natürlich für DresDen, da kann doch keiner drauf kommen. Ja, sorry, ich bin Wessi. Habe jedenfalls viel gelernt und entdeckt in Leipzig. Das Wochenende hat sich gelohnt. Nächstes Jahr wieder.</p><p>&nbsp;</p><p><a href='https://www.imagebam.com/view/ME1BKE5N' class='bbc_url' title='Externer Link' rel='nofollow external'><img class='bbc_img' src='https://thumbs4.imagebam.com/8f/d6/e3/ME1BKE5N_t.JPG' alt='Eingefügtes Bild'  /></a></p><p>&nbsp;</p><p>&copy; Petra Hartmann</p>]]></description>
		<pubDate>Tue, 24 Mar 2026 16:34:00 +0000</pubDate>
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		<title>Das Serum des Doctor Nicola ist wieder da</title>
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		<category></category>
		<description><![CDATA[<p>Mein Roman "Das Serum des Doctor Nikola" ist ab sofort wieder als eBook erhältlich. Der Roman, der erstmals im Jahr 2013 erschienen ist, handelt von den Folgen des "Schwarzen Freitags" der Berliner Börse, von einem bankrotten Bankierssohn, einem Superschurken, faulen Aktien und einer Katze, die es faustdick hinter den Ohren hat.<br />Entstanden ist das Buch damals auf Anregung des Verlegers Ernst Wurdack, der seinerzeit die "Doctor Nikola"-Romane des australischen Schriftstellers Guy Newell Boothby neu herausgebracht hatte und die Serie gern fortsetzen wollte. Ihr braucht aber keine Vorkenntnisse, wenn ihr mein Buch lesen wollt.<br />Ernst Wurdack hat auch das ausdrucksstarke Cover geschaffen, das er mir nun auch für die Neuauflage dankenswerterweise zur Verfügung stellte.</p><p>&nbsp;</p><p>Ich habe den Roman noch einmal sorgfältig Korrektur gelesen, aber keine größeren sprachlichen oder orthografischen Macken darin gefunden. Aber ich habe die Chance der Neuauflage genutzt, einen ganz schlimmen Kardinalbolzen zu entfernen, über den ich mich 13 Jahre lang geärgert habe. Witzigerweise hat mich nie jemand darauf angesprochen, und auch die Rezensenten haben anscheinend überhaupt nichts davon gemerkt. Also, jetzt ist mein Nikola-Roman endlich bolzenfrei. ;-)</p><p>&nbsp;</p><p>Der Klappentext:<br />Berlin, 1927. Arbeitslos, pleite und mit der Miete im Rückstand: Bankierssohn Felix Pechstein ist nach dem "Schwarzen Freitag" der Berliner Börse ganz unten angekommen. Da erscheint das Angebot, in die Dienste eines fremden Geschäftsmannes zu treten, eigentlich als Geschenk des Himmels. Doch dieser Doctor Nikola ist ihm mehr als unheimlich. Vor allem, als Felix den Auftrag erhält, Nikola zu bestehlen ...</p><p>&nbsp;</p><p>Buch-Infos:<br />Petra Hartmann: Das Serum des Doctor Nikola. Ebook. Neobooks, 2026. Euro 2,99.<br />Erhältlich überall, wo es eBooks gibt, zum Beispiel bei<br /><a href='https://www.amazon.de/dp/B0GSS5NZTB' class='bbc_url' title='Externer Link' rel='nofollow external'>Amazon</a><br /><a href='https://www.thalia.de/shop/home/artikeldetails/A1078678263' class='bbc_url' title='Externer Link' rel='nofollow external'>Thalia</a><br /><a href='https://www.ebook.de/de/product/52788343/petra_hartmann_das_serum_des_doctor_nikola.html' class='bbc_url' title='Externer Link' rel='nofollow external'>Ebook.de</a><br /><a href='https://www.hugendubel.de/de/ebook_epub/petra_hartmann-das_serum_des_doctor_nikola-52788343-produkt-details.html' class='bbc_url' title='Externer Link' rel='nofollow external'>Hugendubel</a></p>]]></description>
		<pubDate>Wed, 18 Mar 2026 21:05:00 +0000</pubDate>
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		<title>Amanda Gorman: The Hill We Climb</title>
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		<category></category>
		<description><![CDATA[<p>Ein Gedicht, das seinerzeit gefeiert wurde. Seinerzeit, das war vor fünf Jahren. Ein Poem, das von Heilung und Hoffnung handelte, einen Neuaufbruch versprach: "The Hill We Climb" von Amanda Gorman war das Inaugurationsgedicht zur Amtseinführung des US-Präsidenten Joe Biden. Eine gereimte Regierungserklärung zum Teil. Heute, im Jahr 2026, wissen wir: Die Hoffnung und Heilung war nur befristet. Ein Moment des Aufatmens und der Leichtigkeit, die Feier einer künftigen Zeit, die nicht von von Dauer war.<br />Amanda Gorman, Jahrgang 1998, die jüngste Inaugurations-Poetin, mit der jemals ein US-Präsident sein Amt angetreten hat, Nachfahrin von Sklaven, 2017 erste National Youth Poet Laureate der USA, beschreibt sich selbst als "skinny Black girl" (Groß- und Kleinschreibung von der Poetin), als kleines, dürres schwarzes Mädchen, das in diesem Land doch eine Hoffnung darauf hat, die Präsidentschaft zu erringen. Sie tritt ans Rednerpult noch unter dem Eindruck der Bilder vom Sturm auf das Kapitol, bewusst, in einem zerrissenen Staat zu leben, dessen Bürger zutiefst verunsichert sind, in dem Angehörige verschiedener Parteien einander unversöhnlich gegenüberstehen. Ein Amerika, in dem ein neuer Tag anbricht - doch was wird er bringen? Sie schreibt:</p><p>&nbsp;</p><p>"Ein neuer Tag, und wir fragen uns,<br />wo wir Licht finden sollen<br />im nicht enden wollenden Schatten.<br />Unsere Verluste fassen, ein Meer durchmessen.<br />Wir haben tief in den Abgrund geblickt.<br />Wir haben gesehen, dass Ruhe nicht immer gleich Friede ist,<br />unsere Anschauung und Auslegung dessen,<br />was scheinbar recht ist, nicht immer gerecht."</p><p>&nbsp;</p><p>Die letzte Zeile dieses Zitats enthält eine der interessantesten Formulierungen des Gedichts, ein Satz, der sich in der deutschen Übersetzung nur schwer fassen lässt: " And the norms and notions of what 'just ist' isn't always justice." Heute, im zweiten Regierungsjahr Donald Trumps, wurde das Wortspiel "justice - just ICE" geläufiger.<br />Gorman spricht von einer Nation, die durch die finsterste Nacht gegangen ist, einer "Nation, die nicht zerbrochen ist, / nur unvollendet", die gelitten hat, doch nun wieder das Licht erblickt: "Unversehens gehört uns der Morgen", sagt die Dichterin. Sie beschwört das amerikanische Erbe, die gemeinsame Geschichte, die Gemeinsamkeiten überhaupt. So ruft sie zu einer (neuen) großen Einheit auf:</p><p>&nbsp;</p><p>"Ein Land für Menschen aller Art,<br />jeder Kultur und Lage, jeden Schlags.<br />Und so lenken wir den Blick nicht auf das,<br />was zwischen uns steht,<br />sondern auf das, was vor uns liegt.<br />Wir schließen die Gräben,<br />weil wir begreifen:<br />Soll an erster Stelle die Zukunft stehen,<br />müssen wir erst<br />von unseren Differenzen absehen."</p><p>&nbsp;</p><p>Es sind nationale Mythen, aber vor allem auch biblische Motive, die Gorman herbeizitiert, Bilder aus der Heiligen Schrift, die den religiösen Amerikanern vermutlich präsenter sind als den Deutschen. Sie spricht vom Weinstock und vom Feigenbaum, spielt an die Gefangenschaft und Verzweiflung des Propheten Jona im Bauch des Walfischs an, schon der Titel ihres Gedichts, das Ersteigen des Hügels, hat biblische Anklänge. Die amerikanischen Zuhörer werden auch die Zitate und Anspielungen auf Reden von Martin Luther King oder Barack Obama wiedererkannt haben.<br />Auferstehung aus Tod und Nacht, eine Metaphorik, die stark mit der Gegenüberstellung von Licht und Schatten arbeitet, und immer wieder der Aufruf zur Einheit auf dem gemeinsamen Weg in die Zukunft, das alles macht den Zauber und die Kraft dieser Rede aus, deren Wirkung auf die zeitgenössischen Zuhörer eine ungeheuerliche war. Was daraus wurde, ist Geschichte. Die beschworene lichte Zukunft dauerte lediglich eine einzige präsidiale Amtsperiode.</p><p>&nbsp;</p><p>Und ist das Gedicht nun gut? Die Beantwortung dieser Frage erfordert einigen Mut. Es bedarf dazu der Tapferkeit vor dem Freund. Denn die Antwort darauf lautet: Nein.<br />Das Gedicht bezieht seine Wirkung aus seiner unbestreitbaren historischen Bedeutung. Handwerklich hingegen ist es nicht unbedingt herausragend. Manches reimt sich, manches nicht. Manche Reime sind rein, manche nur Assonanzen. Manches hat ein traditionelles Metrum, manchmal sind es unrhythmische Prosazeilen, getrennt durch Absätze. Eine einheitliche Zeilenlänge scheint gar nicht erst angestrebt worden zu sein. Ein paar schöne Wortspiele und Metaphern, aber manches mutet gar nicht an wie ein Gedicht, sondern wie ein Schüleraufsatz.<br />In seiner Aufmachung kommt das Ganze durchaus ein wenig überbewertet daher. Der Klappentext preist das Poem an als "das berühmteste Gedicht der Welt". Klingt, als ob die Leute beim Verlag Hoffmann und Campe noch nie etwas von Typen namens Homer oder Goethe gehört haben. Ersthaft - braucht es drei Übersetzer für diese rund 100 Verse? Es ist nicht die Septuaginta. 100 Zeilen, verteilt auf 20 Buchseiten, wobei auf einer Seite oft nur drei bis vier Verse stehen, das ist mehr als großzügig layoutet, böse Zungen würden von Zeilenschinderei sprechen. Aber man muss ja das Buch vollkriegen. Mit 20 Seiten englischem und 20 Seiten deutschem Text, Vorwort von Oprah Winfrey, also einem echten Schwergewicht, mit einem Kommentarteil und Biografien der Dichterin sowie der drei Übersetzerinnen kam der Verlag auf 63 Seiten, für die der Leser 12 Euro hinblättern darf. Man soll bei Lyrik ja nicht auf den Pfennig schauen, aber das ist schon ein interessantes Preis-Leistungs-Verhältnis.<br />Die Übertragung ins Deutsche ist größtenteils redlich. Sie gibt, wenn auch nicht die Schönheit, so doch den Inhalt des Gedichts wieder. Aber hinter die Übersetzung "Bürger*innen Amerikas" für das englische "Americans" kann man durchaus ein Fragezeichen setzen. Und wenn die Dichterin über ein kleines, dünnes Schwarzes Mädchen" spricht, das "Descended vom slaves" ist, muss man (also in diesem Fall: frau) das unbedingt übersetzen mit "Nachfahrin von Sklavinnen"? Es ist vermutlich müßig, über das Gendern in Gedichten zu sprechen. Aber schön hört sich das nicht an. Und im Original steht auch nicht, dass nur ihre weiblichen Vorfahren unfrei waren. Das ist keine Übersetzung, sondern die Übersetzerinnen legen der Autorin hier Dinge in den Mund, die sie nicht gesagt hat.<br />Immerhin: Original und Übersetzung sind für den Leser gut vergleichbar, und durch das übersichtliche Layout gibt es auch keine Probleme, die Zeilen einander zuzuordnen und selbst zu beurteilen, wie gut oder wie schlecht eine Formulierung getroffen ist. Übersetzen heißt auch, Entscheidungen zu treffen.<br />Sehr gut gelungen und hilfreich ist auf jeden Fall der Kommentarteil, gerade für kryptische Zitate und Anspielungen, die dem deutschen Leser nicht so geläufig sind.<br />Ansonsten kann man auf jeden Fall Oprah Winfrey Recht geben, die im Vorwort von den raren Momenten besonderer Strahlkraft spricht, von den "Kadenzen der Klugheit", dem "Inbild sanfter Anmut" und von Worten, die "Balsam für unsere Seelen" waren. Nicht unbedingt ein literarisches Meisterwerk für die Ewigkeit. Aber ein historisches Zeugnis und gute Worte für einen Moment, in dem Amerika sich wiederfand und sich bereit machte für den Weg zurück ins Licht. Ein Licht, das sich leider inzwischen wieder verfinstert hat.</p><p>&nbsp;</p><p><strong class='bbc'>Fazit: </strong>Ein bedeutendes, ein wichtiges Gedicht. Handwerklich und literarisch nicht unbedingt großartig, aber ein berührendes Zeugnis eines historischen Moments, eines Augenblicks der Hoffnung, die leider nicht zur dauerhaften Zukunft führte. Ein Gedicht, das sich fünf Jahre nach dem ersten Vortrag in ein sehr trauriges Denkmal einer nicht erfolgten Heilung verwandelt hat. Nachdenkenswert.</p><p>&nbsp;</p><p><strong class='bbc'>Amanda Gorman: The Hill We Climb. Den Hügel hinauf. </strong>An inaugural Poem for the Country. Ein Inaugurationsgedicht für das Land. Zweisprachige Ausgabe. Mit einem Vorwort von Oprah Winfrey. Aus dem amerikanischen Englisch übersetzt und kommentiert von Uda Strätling, Hadija Haruna-Oelker und Kübra Gümüsay. Hamburg: Hoffmann und Campe, 2021. 63 S., Euro 12.</p><p>&nbsp;</p><p>&copy; Petra Hartmann</p>]]></description>
		<pubDate>Tue, 03 Mar 2026 22:23:00 +0000</pubDate>
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		<title><![CDATA[Abenteuer &#38; Wissen: Kleopatra - Königin von Ägypten]]></title>
		<link>https://scifinet.org/scifinetboard/index.php/blog/70/entry-13115-abenteuer-wissen-kleopatra-königin-von-ägypten/</link>
		<category></category>
		<description><![CDATA[<p>Kleopatra: legendäre Herrscherin, sagenhafte Schönheit, hochgebildete Frau und kluge Staatenlenkerin - oder doch nur perfides Flittchen, das sich an den jeweils mächtigsten Mann heranschmiss und ihn verführte, um ihre eigene Macht zu festigen? Berit Hempel zeichnet in ihrem neuen Hörspiel aus der Reihe "Abenteuer & Wissen" den Weg der berühmten letzten Pharaonin Ägyptens nach. Pardon: Nicht Pharaonin, der Titel lautete einfach Pharao, wie wir erfahren. Kleopatra, letzter Pharao von Ägypten also.<br />Das Hörspiel setzt ein mit einer berühmt gewordenen Aktion der Protagonistin: Kleopatra steigt in einen Sack und lässt sich wie eine Ladung Obst von ihrem Diener in den Palast der Feldherrn Gaius Julius Caesar tragen, des mächtigsten Mannes der Römer - und damit der ganzen Welt. Das Husarenstück der von ihrem Bruder ausgebooteten und kaltgestellten Herrscherin, die sich auf diese Weise eine Audienz - und auch einen Platz in seinem Bett - verschafft, ist ebenso legendär wie erfolgreich: Kleopatra wird ihren Bruder los, wird unangefochtene Nummer zwei in Ägypten nach dem römischen Kriegsherrn und hat ihr Land und ihre Herrschaft vor der römischen Annexion gerettet. Vorerst.</p><p>&nbsp;</p><p><strong class='bbc'>Wissen und Wissenslücken</strong></p><p>&nbsp;</p><p>War es so? Oder hat sich Kleopatra in einen Teppich eingerollt zu Cäsar tragen lassen, wie eine andere Version der Geschichte behauptet? Viele Details über Kleopatra und ihr Leben kennt man heute nicht mehr, wie Autorin Berit Hempel deutlich macht. Und das wenige, was über sie überliefert wurde, stammt aus den Schriften römischer Autoren, die kein gutes Haar an ihr ließen und sie nur allzugern als verruchte Verführerin, als "femme fatale" darstellten. Die Römer haben sie, von Cäsar und Marc Antonius ausgenommen, offenbar nicht geliebt. Hempel erzählt, was sich nachweisen lässt, und bietet Möglichkeiten an, wo Daten und Fakten unbekannt sind. Wobei sie die Wissenslücken deutlich als solche benennt.</p><p>&nbsp;</p><p><strong class='bbc'>Familienverhältnisse und der Kampf um die Macht</strong></p><p>&nbsp;</p><p>Der Zuhörer erfährt etwas zur Dynastie der Ptolemäer, der Kleopatra entstammte, über ihren Vater Ptolemäus XII. und seine romfreundliche Politik, die zwar die Selbstständigkeit des Landes erhielt, aber auch zu höherer Steuerlast für die Ägypter führte, was den Pharao beinahe den Thron gekostet hätte. Hempel zeigt aber auch, wie geschickt Pharao Kleopatra mit dem Gesetz umging, das bestimmte, dass eine weibliche Herrscherin einen männlichen Mit-Regenten haben musste. Mit dem ihr zur Seite gestellten jüngeren Bruder Ptolemaios XIII. konnte sie dank Cäsars fertig werden. Nach dem Tod des ersten Bruders setzte sie den noch wesentlich jüngeren Bruder Ptolemaios XIV. als Mitregenten ein, schließlich, als auch dieser beseitigt werden musste, war ihr und Cäsars Sohn Ptolemaios XV. Kaisar, auch bekannt als Cäsarion, der Vorzeige-Mann auf dem Thron, ein Kleinkind, das der Mutter wohl kaum Widerstand entgegen gesetzt hat.<br />Für heutige Zuhörer mag es bestürzend klingen, mit welcher Selbstverständlichkeit Kleopatra, ihr Vater und ihre Geschwister die Familienmitglieder über die Klinge springen lassen. Die älteste Schwester Berenike etwa, die während der Abwesenheit ihres Vaters die Macht über Ägypten an sich reißen will und nach seiner Rückkehr dafür hingerichtet wird. Die beiden Brüder namens Ptolemaios, erst Mitregenten, dann Konkurrenten und schließlich Todesopfer. Die Schwester Arsinoe, die sich gegen Kleopatra auflehnt und schließlich auf Befehl von Marcus Antonius hingerichtet wird. Das Familienleben war völlig anders damals, ist aus dem Hörspiel zu erfahren. Aufgezogen von einer Amme, oft fernab der Eltern, aufgewachsen in dem Bewusstsein, dass Geschwister nicht Freunde und Vertraute sind, sondern Konkurrenten im blutigen Kampf um die Macht ... Andere haben zu der Zeit auch so gehandelt und ihre Familienmitglieder beseitigt, versucht Historiker Lars Börner, der in diesem Hörspiel als Experte und Gesprächspartner zur Verfügung steht, Kleopatras Handeln einzuordnen. Wer ihr diese Hinrichtungen vorwirft, der müsse mit anderen (männlichen) Herrschern dieser Zeit genau so ins Gericht gehen. Nett war es freilich trotzdem nicht.</p><p>&nbsp;</p><p><strong class='bbc'>Die Liebe zu Marcus Antonius</strong></p><p>&nbsp;</p><p>Sehr nett und liebenswürdig dagegen wird die Beziehung geschildert, die Kleopatra nach Cäsars Tod mit dem deutlich älteren Marcus Antonius eingeht. Klar, auch hier stand zunächst der Zweck im Vordergrund, wie auch in den Gesprächen der Ägypterin mit ihren beiden Beraterinnen deutlich wird. Und doch scheint es tatsächlich auch so etwas wie Liebe gewesen sein, das Pharao Kleopatra und den (vermeintlich) mächtigsten Mann Roms zusammenband. Schön die Anekdote, die beide beim gemeinsamen Angeln zeigt, wobei Humor und gegenseitige Neckerei das Herrscherpaar ausgesprochen menschlich und in freundschaftlicher Verbundenheit zeigt. Und sehr beeindruckend die Analyse eines Doppelbildnisses, das Marcus Antonius und Pharao Kleopatra auf den beiden Seiten einer ägyptischen Münze zeigt: Den Römer als starken, muskulösen Mann - die Ägypterin als kraftvollen Zwilling des Römers, allenfalls durch die Kleidung von ihm unterschieden. Ein Doppelporträt, das Einigkeit und Zusammengehörigkeit signalisieren sollte - und statt der sprichwörtlichen Schönheit der Herrscherin Macht und physische Kraft ausstrahlte. Eine beeindruckende Aussage für den, der Münzen zu lesen versteht.</p><p>&nbsp;</p><p><strong class='bbc'>Aufs falsche Pferd gesetzt</strong></p><p>&nbsp;</p><p>Allerdings: Kleopatra hatte aufs falsche Pferd gesetzt. Hätte sie den "Milchbubi" Octavian nicht unterschätzt und sich ihm rechtzeitig an den Hals geworfen, die Geschichte wäre womöglich anders verlaufen. Als die Heere des Cäsar-Erben beinahe schon vor den Palasttoren stehen und der unterlegene Marcus Antonius kurz davor steht, sich in sein Schwert zu stürzen, versucht Kleopatra eine letzte 180-Grad-Wende und dient sich dem neuen Stern am Himmel Roms an. Vergebens. So bleibt ihr am Ende nur noch der Selbstmord, wenn sie nicht in Ketten nach Rom gebracht und im Triumphzug durch die Stadt geführt werden will.<br />Berit Hempel ist mit "Kleopatra. Königin von Ägypten" ein spannendes und sehr lebendiges Hörspiel gelungen. In Dialogen und Spielszenen, aber auch im Gespräch mit dem Experten Lars Börner zeigt die Autorin eingängig und ohne langweiliges Dozieren, was man heute noch weiß über Kleopatra - aber auch, wo die Lücken in ihrer Biografie liegen und was im Dunkel der Geschichte verloren ging. Dabei schafft sie es, obwohl die geschilderten Ereignisse über 2000 Jahre zurückliegen, ein sehr persönliches Bild von der Herrscherin und Frau zu zeichnen und sie auch heutigen Menschen nahe zu bringen. Abenteuer, Wissen und sehr viel Leben, verpackt in 74 ausgesprochen anschauliche Minuten, mehr kann man von einem Hörspiel doch gar nicht erwarten.</p><p>&nbsp;</p><p><strong class='bbc'>Fazit:</strong> Gut gemachte Hörspielfolge einer ohnehin empfehlenswerten Reihe. Spannend, lebendig, anschaulich und lehrreich. Hörenswert.</p><p>&nbsp;</p><p><strong class='bbc'>Berit Hempel: Abenteuer & Wissen: Kleopatra. Königin von Ägypten. </strong>Hörspiel. München: Headroom, 2026. 74 Minuten.</p><p>&nbsp;</p><p><span  style='color: rgb(40,40,40)'><span  style='font-family: helvetica'>Weitere Hörbücher aus der Reihe "Abenteuer & Wissen"</span></span><br /><a href='https://scifinet.org/scifinetboard/index.php/blog/70/entry-10803-abenteuer-wissen-johann-wolfgang-von-goethe/' class='bbc_url' title=''>Daniela Wakonnig: Johann Wolfgang von Goethe</a><br /><a href='https://www.scifinet.org/scifinetboard/index.php/blog/70/entry-10038-sandra-pfitzner-sophie-scholl-der-widerstand-der-wei%C3%9Fen-rose/' class='bbc_url' title=''>Sandra Pfitzner: Sophie Scholl</a><br /><a href='https://www.scifinet.org/scifinetboard/index.php/blog/70/entry-9960-sandra-pfitzner-maria-sibylla-merian-expedition-zu-den-schmetterlingen/' class='bbc_url' title=''>Sandra Pfitzner: Maria Sibylla Merian</a><br /><a href='https://www.scifinet.org/scifinetboard/index.php/blog/70/entry-3886-maja-nielsen-titanic-untergang-als-h%C3%B6rabenteuer/' class='bbc_url' title=''>Maja Nielsen: Titanic</a></p><p>&nbsp;</p><p><span  style='color: rgb(40,40,40)'><span  style='font-family: helvetica'>© Petra Hartmann</span></span></p>]]></description>
		<pubDate>Fri, 27 Feb 2026 19:55:00 +0000</pubDate>
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	</item>
	<item>
		<title>Jacqueline Montemurri: Der Herrscher der Tiefe</title>
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		<category></category>
		<description><![CDATA[<p>Karl May und Magie? Geht das? In der Reihe "Karl Mays magischer Orient" ist das jedenfalls möglich und gewollt. Und im siebten Band, "Der Herrscher der Tiefe" macht die Autorin Jacqueline Montemurri noch ein ganz anderes Zusammentreffen möglich: Karl May und Jules Verne beziehungsweise Kara Ben Nemsi und Kapitän Nemo in einem Abenteuer vereinigt. Eine Kombination, die Zündstoff birgt und auf jeden Fall ein spannendes Abenteuer verspricht.<br />Das Abenteuer beginnt in Kyrenia, Nordzypern, als die Reisegruppe um Kara Ben Nemsi von einem jugendlichen Dieb bestohlen wird. Die Reisegruppe, das sind außer dem Ich-Erzähler der treue Diener Hadschi Halef Omar, seine Frau Hanneh und deren Mutter Amscha, Halefs Schwägerin Djamila und der Magier Scheik Haschim. Außerdem ist der reiselustige Lord Sir David Lindsay zunächst mit dabei, der aber kurz darauf Abschied nimmt, um ein Abenteuer auf Kreta zu bestehen beziehungsweise um dort archäologische Forschungen zu unterstützen. Wenig später verschwindet Sir David beim Versuch, ein kretisches Höhlensystem zu erkunden. Britische Soldaten schaffen Kara Ben Nemsi und Teile seines Teams - Hanneh und Amscha werden heimgeschickt - nach Kreta. Das Ganze kommt eher einer Entführung als einer Bitte um Hilfe gleich. Aber als die Freunde erfahren, dass es um eine Rettungsaktion für ihren verschollenen Freund handelt, sind sie natürlich bereit, in das Labyrinth einzudringen.<br />Insgesamt ist es ein spannender und gut geschriebener Roman, allenfalls der Einstieg mutet etwas ungeschickt und umständlich an. Da wird Halef bestohlen, und Djamila hastet hinter dem jungen Dieb hinterher, eine schnelle, actionreiche Verfolgungsjagd beginnt, aber die Autorin hat nichts Besseres zu tun, als bereits im zweiten Satz eine lange, betuliche Rückblende zu beginnen. Ganz nach dem Motto: "Wir werden ausgeraubt. Jetzt lehne ich mich erstmal zurück und erzähle lang und breit, wie wir vor zig Jahren schon mal ausgeraubt wurden und wie wir uns überhaupt alle kennengelernt haben ..." Etwas unbefriedigend, dass man als Leser dieses Gelaber erdulden muss, während Djamila sich abmüht und hinter dem Dieb herspurtet.<br />Auch die langen Referate, mit denen Kara Ben Nemsi Halef über diverse Sagen, etwa über Jason und das Goldene Vlies oder Minos, Dädalos und den Minotaurus aufklärt, hätten gern knackiger und bewegter rübergebracht werden können. So wirkt das Ganze wie ein Frontalvortrag in der Schule ...</p><p>&nbsp;</p><p><strong class='bbc'>Begegnung mit Kapitän Nemo</strong></p><p>&nbsp;</p><p>Sehr interessant ist das Zusammentreffen zwischen Kara Ben Nemsi und dem Kapitän der Nautilus. Schon allein deshalb, weil der Ich-Erzähler May/Ben Nemsi die Erzählungen seines Kollegen Jules Verne im Vorfeld als Spinnereien und Lügengespinste abtut, während die eigenen Orient- und Wild-West-Abenteuer natürlich die reine Wahrheit sind ... Er wird im Laufe der Geschichte sein Urteil über Verne und dessen Bücher gründlich revidieren. Schön auch das kleine Denkmal, das die Autorin dem Verne-Kenner Wolfgang Thadewald gesetzt hat, den Kara Ben Nemsi in der gewaltigen Bibliothek des U-Boots kennen lernt.<br />Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Konfrontation der beiden außerordentlich unterschiedlichen Charaktere Kapitän Nemo und Kara Ben Nemsi. Zwei Männer, die durch ihre Liebe zur Wissenschaft durchaus eine Gemeinsamkeit haben. Der Ich-Erzähler ist fasziniert von den technischen Möglichen und Zukunftstechnologie der Nautilus. Aber dass Nemo sein Schiff nutzt, um britische Schiffe zu versenken, und dadurch bereits Hunderte, wenn nicht Tausende Menschenleben auf dem Gewissen hat, macht es Kara unmöglich, sich als "Partner" des Kapitäns einkaufen zu lassen. Zumal dies ewige Gefangenschaft an Bord bedeutet hätte. Eine Konfrontation, ein Kampf auf Leben und Tod ist unausweichlich.</p><p>&nbsp;</p><p><strong class='bbc'>Magie trifft Technik</strong></p><p>&nbsp;</p><p>Spannend ist auf jeden Fall das Zusammentreffen von Magie und Technik. Scheik Haschim als Magier hat der Nautilus-Technologie durchaus etwas entgegen zu setzen. Aber jeder Unsichtbarkeitszauber versagt, wenn der Gegner die Körperwärme seiner Feinde sichtbar machen kann ... Bemerkenswert auch, dass Kara Ben Nemsi nicht wie bei May gewohnt, der unbesiegbare Superheld mit dem alles und jeden überwältigenden Jagdhieb ist. Mehr als einmal bleibt er "zweiter Sieger" in Auseinandersetzungen, wird außer Gefecht gesetzt, muss zusehen, während seine Freunde kämpfen, oder muss auf die Fähigkeiten und Expertise etwa des Scheiks setzen. Eine sehr ungewöhnliche Lage für Mays Helden.<br />Und geht das nun - Karl May und Magie? "Karl May würde heute Fantasy schreiben", so lautet der Slogan, mit dem die Reihe "Karl Mays magischer Orient" angetreten ist. Aber wieso "würde"? Karl May <em class='bbc'>hat </em>Fantasy geschrieben; "Ardistan" und "Der Mir von Dschinnistan" sind die Urgroßmütter aller deutschen Fantasy-Romane.<br />Wenn es gut motiviert ist, hat Zauber in jedem Roman Platz. Der Leser muss sich ein bisschen einlassen auf die Rahmenbedingungen, die für die Roman-Reihe gesetzt sind, das geht schon. Auch wenn Puristen lieber "richtige" Orient-Abenteuer lesen würden. Sollen sie doch, Karl Mays Kosmos ist groß genug für alle. Schön ist aber auch, wenn sich die "Magie" des von Halef fast das ganze Buch über beschworenen "Goldenen Vlies" dann doch auf sehr physikalisch korrekte, mechanische Weise zeigt.</p><p>&nbsp;</p><p><strong class='bbc'>Fazit:</strong> Ein spannendes Aufeinandertreffen zweier starker Charaktere der Weltliteratur, ein Kampf zwischen Technik und Magie und ein Abenteuer, in dem der Held Kara Ben Nemsi ein Stück weit vom Sockel geholt wird. Lesensewert.</p><p>&nbsp;</p><p><strong class='bbc'>Jacqueline Montemurri: Der Herrscher der Tiefe.</strong> (Band 7 der Reihe: Karl Mays magischer Orient.) Bamberg: Karl-May-Verlag, 2019. 477 S., Euro 20.</p><p>&nbsp;</p><p><span  style='color: rgb(40,40,40)'><span  style='font-family: helvetica'><span  style='font-family: helvetica'>Weitere Karl-May-Fortsetzungen:<br /><a href='https://scifinet.org/scifinetboard/index.php/blog/70/entry-10726-thomas-ostwald-aufbruch-ins-ungewisse/' class='bbc_url' title=''>Thomas Ostwald: Aufbruch ins Ungewisse</a></span><br /><span  style='font-family: helvetica'><a href='https://scifinet.org/scifinetboard/index.php/blog/70/entry-10802-thomas-ostwald-auf-der-spur/' class='bbc_url' title=''>Thomas Ostwald: Auf der Spur</a> </span></span></span><br /><span  style='color: rgb(40,40,40)'><span  style='font-family: helvetica'><span  style='font-family: helvetica'><a href='https://scifinet.org/scifinetboard/index.php/blog/70/entry-10829-thomas-ostwald-der-schwarze-josh/' class='bbc_url' title=''>Thomas Ostwald: Der schwarze Josh</a><br /><a href='https://scifinet.org/scifinetboard/index.php/blog/70/entry-10749-axel-halbach-blutige-schluchten/' class='bbc_url' title=''>Axel Halbach: Blutige Schluchten</a><br /><a href='https://scifinet.org/scifinetboard/index.php/blog/70/entry-5586-sherlock-holmes-und-old-shatterhand/' class='bbc_url' title=''>Klaus-Peter Walter: Sherlock Holmes und Old Shatterhand</a></span><br /><a href='https://scifinet.org/scifinetboard/index.php/blog/70/entry-10836-wolfgang-berger-wei%C3%9Fer-vater/' class='bbc_url' title=''>Wolfgang Berger: Weißer Vater</a> </span></span><br /><a href='https://scifinet.org/scifinetboard/index.php/blog/70/entry-10863-lennardt-m-arndt-an-den-ufern-des-nebraska/' class='bbc_url' title=''><span  style='color: rgb(40,40,40)'><span  style='font-family: helvetica'>Lennardt M. Arndt: An den Ufern des Nebraska</span></span></a><br /><a href='https://scifinet.org/scifinetboard/index.php/blog/70/entry-12015-lennardt-m-arndt-die-buschklepper/' class='bbc_url' title=''><span  style='color: rgb(40,40,40)'><span  style='font-family: helvetica'>Lennardt M. Arndt: Die Buschklepper</span></span></a><br /><a href='https://scifinet.org/scifinetboard/index.php/blog/70/entry-11715-bettina-schneider-die-opfer-des-apachen/' class='bbc_url' title=''><span  style='color: rgb(40,40,40)'><span  style='font-family: helvetica'>Bettina Schneider: Die Opfer des Apachen</span></span></a><span  style='color: rgb(40,40,40)'><span  style='font-family: helvetica'> </span></span></p><p>&nbsp;</p><p><span  style='color: rgb(40,40,40)'><span  style='font-family: helvetica'><span  style='font-family: helvetica'>© Petra Hartmann</span></span></span></p>]]></description>
		<pubDate>Tue, 24 Feb 2026 14:50:00 +0000</pubDate>
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		<title>Bestiarium: Beim Lesen Bernhard Grzimeks Stimme im Kopf</title>
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		<description><![CDATA[<p>Manuela Hahn hat in ihrem Rezensionsblog "Neues aus dem Bücherhaus" unser "Intergalaktisches Bestiarium" besprochen. Was mich besonders freut: Sie schreibt, dass sie tatsächlich die Stimme von Bernhard Grzimek im Kopf hatte, als sie die Geschichten unseres namenlosen, xenobiologischen Ich-Erzählers und Tierschützers las. Message angekommen.</p><p>&nbsp;</p><p>Sie lobt die skurrilen, intergalaktischen Kreaturen des Zeichners Thomas Hofmann - "gruselige, verspielte Wesen, die nicht niedlich, sondern eindringlich und einzigartig wirken von Sternendrachen bis zu Regenbogenkatzen" - und merkt über meine Geschichten an:<br />"Ihre pointierten Texte passen hervorragend zu Thomas Hofmanns Illustrationen. Diese Kombination machen das gesamte Werk zu einem besonderen Lesevergnügen. Die einzelnen Geschichten sind manchmal nachdenklich und sogar etwas traurig aber es gibt auch sehr humorvolle Momente."<br />Besonders mag sie "Das Tier der Unordnung" und "Der Savannenplanet" wegen ihres Humors und den "Erkunder" als eher nachdenklichen Text.</p><p>&nbsp;</p><p>Ihr Fazit:<br />"Jede der einzelnen Geschichten hat ihren eigenen Charme und durch die interessanten Illustrationen hatte ich immer wieder Bilder im Kopf, diese aber in Farbe, die Zeichnungen sind alle in schwarz-weiß gehalten, das macht sie zu etwas besonderem, denn so kann sich jeder Leser und jede Leserin die Farben vorstellen die er mag. Die Geschichten zeigen Empathie für das Fremde und betonen, dass Leben in welcher Gestalt auch immer schützenswert ist."</p><p>&nbsp;</p><p><a href='https://lesenswertesausdembuecherhaus.blogspot.com/2026/02/thomas-hofmann-petra-hartmann-das.html?fbclid=IwY2xjawQD7JFleHRuA2FlbQIxMABzcnRjBmFwcF9pZBAyMjIwMzkxNzg4MjAwODkyAAEeAc7QZFD2M-6XuL-27XCv2lH5f7R22QKQipGnnojHUmw8BnE1qyWTdS_BuqQ_aem_oFSK2eGXvWRb9n65n5oKjg' class='bbc_url' title='Externer Link' rel='nofollow external'>Die vollständige Rezension findet ihr hier.</a></p>]]></description>
		<pubDate>Thu, 19 Feb 2026 17:00:00 +0000</pubDate>
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		<title>Warum ich von Facebook weggehen muss ...</title>
		<link>https://scifinet.org/scifinetboard/index.php/blog/70/entry-13046-warum-ich-von-facebook-weggehen-muss/</link>
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		<description><![CDATA[<p>Hallo zusammen!<br />Es sieht so aus, als ob ich meinen Facebook-Account doch schneller kündigen muss als geplant ...<br />Das Problem ist nicht neu: Seit Jahren behauptet Facebook je-den A-bend, ich hätte mich von einem Ort aus angemeldet, von dem ich mich noch niemals angemeldet hätte. Ich lebe seit 55 Jahren unverändert in Sillium, danke der Nachfrage. Etwas Ähnliches hatte ich ja schon <a href='https://scifinet.org/scifinetboard/index.php/blog/70/entry-9951-tsch%C3%BCs-twitter-ich-bin-dann-mal-weg/' class='bbc_url' title=''>vor einigen Jahren bei Twitter erlebt</a>.<br />Herr Sucker verlangte bisher immer, dass ich einen Sicherheitscode eingebe, den ich per Email bekomme. So weit, so gut.<br />Seit ca. einem Monat muss ich je-den A-bend bestätigen, dass ich kein Roboter bin, und Hydranten, Fahrräder oder Fußgängerüberwege identifizieren.<br />Und seit Samstag komme ich von zu Hause gar nicht mehr rein. Facebook verlangt, dass ich eine Mitteilung bestätige, die ich auf "ein anderes Gerät" bekomme. Damit meint Herr Sucker meinen Dienstrechner, mit dem ich dummerweise mal eingeloggt war.<br />Nein, ich habe keine Lust, am Wochenende anderthalb Stunden Auto zu fahren und mich von meinem Dienstrechner aus einzuloggen, nur um einem Ami-Spitzel-Unternehmen meine Daten darbringen zu dürfen. Das ist es mir nicht wert.<br />Also, wenn ich künftig von zu Hause nicht mehr reinkomme, dann ist es mir lieber, alles zu löschen, als einen unbeaufsichtigten Geister-Account herumliegen zu lassen. Falls ihr mich also bald auf Facebook nicht mehr seht, speichert euch bitte meine Mailadresse ab: hartmann.holle@web.de. Ihr findet mich auch auf meiner Homepage <a href='http://www.petrahartmann.de' class='bbc_url' title='Externer Link' rel='nofollow external'>www.petrahartmann.de</a>, oder schaut gern hier im Blog oder auf Mastodon vorbei: <a href='https://literatur.social/@PetraHartmann' class='bbc_url' title='Externer Link' rel='nofollow external'>https://literatur.social/@PetraHartmann</a>.<br />Wir sehen uns hoffentlich. Macht's gut.</p><p>&nbsp;</p><p>Nachtrag, 2. März 2026</p><p>&nbsp;</p><p>Gestern war ich drin in Facebook. Von meinem heimatlichen Rechner, den das System zuvor konsequent blockiert hat. Ich musste zwar bestätigen, dass ich kein Roboter bin, und danach Hydranten, PKWs, Motorräder und Ampeln identifizieren, aber danach haben sie mich reingelassen. Heute morgen dann wieder das gleiche Spiel:</p><p>&nbsp;</p><p>"Melde dich auf einem anderen Gerät an, um fortzufahren<br />Wenn wir uns nicht sicher sind, dass eine Person, die versucht, sich bei einem Konto anzumelden, auch wirklich der Inhaber dieses Kontos ist, fügen wir beim Login eine zusätzliche Sicherheitsmaßnahme hinzu. Du musst dich auf einem Gerät einloggen, von dem du dich schon einmal angemeldet hast, und diesen Login genehmigen."<br />Darunter der ausdrückliche Hinweis: "Wenn du kein Gerät mehr hast, auf dem du dich früher bei diesem Konto angemeldet hast, können wir dich aus Sicherheitsgründen nicht anmelden."</p><p>&nbsp;</p><p>Tja, das wars dann wohl. Der Plan ist, dass ich an den Iden des März meine Seiten lösche und zum Anfang April den Account tilge. Schade, aber wenn's nicht mehr geht, dann geht's eben nicht mehr.</p>]]></description>
		<pubDate>Mon, 16 Feb 2026 12:00:00 +0000</pubDate>
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