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	<title>PetraHartmann</title>
	<link>https://scifinet.org/scifinetboard/index.php/blog/70-petrahartmann/</link>
	<description>PetraHartmann Syndication</description>
	<pubDate>Sat, 24 Oct 2026 04:34:21 +0000</pubDate>
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		<title><![CDATA[&#34;Messerscharfe Tannenspitzen&#34; ist erschienen]]></title>
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		<description><![CDATA[<p>Die Weihnachtskrimi-Anthologie "Messerscharfe Tannenspitzen" ist ab sofort beim Verlag Kulturmaschinen erhältlich. Ich habe zu der verbrecherischen Sammlung die Geschichte "Der große Goldraub zu Betlehem" beigesteuert und freue mich schon darauf, das Buch zu lesen.</p><p>&nbsp;</p><p>Der Klappentext lautet:<br />"In 20 Kurzgeschichten zeigt sich das Weihnachtsfest von seiner düsteren, nachdenklichen, aber auch humorvollen Seite. Ein literarischer Festschmaus. Auf dem abendlichen Weihnachtsmarkt lauern tödliche Gefahren und in einem Pfarrhaus findet im Sommer ein Weihnachtsgottesdienst statt. In der Stillen Nacht tauchen Tote auf und im hohen Norden kann in letzter Sekunde ein Weihnachtsputsch verhindert werden. Der letzte Engel von Hamburg wacht über die Stadt, während in Kabul auch Maschinengewehre in der Christmette gesegnet werden und in Bethlehem ein großer Goldraub stattfindet."</p><p>&nbsp;</p><p>In meiner Geschichte geht es um Dismas den Schächer, den gefürchtsten Räuber von ganz Betlehem, der drei vornehme Sterngucker um ihr Gold erleichtern will. Allerdings gibt es jemanden, der ein noch gerissenerer Goldgreifer ist als Dismas. Das kann der Schächer natürlich nicht auf sich sitzen lassen ...</p><p>&nbsp;</p><p>Messerscharfe Tannenspitzen, herausgegeben von Reimer Boy Eilers und Sven J. Olson, gibt es als kartonnierte Ausgabe für 17 Euro und als gebundenes Buch zum Preis von 27 Euro, jeweils in den Maßen 21 mal 13,5 Zentimeter. Bestellen könnt ihr es direkt beim <a href='https://kulturmaschinen.com/produkt/messerscharfe-tannenspitzen/' class='bbc_url' title='Externer Link' rel='nofollow external'>Kulturmaschinen-Verlag</a> oder beim Buchhändler eures Vertrauens.</p>]]></description>
		<pubDate>Fri, 23 Oct 2026 22:51:11 +0000</pubDate>
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		<title><![CDATA[&#34;Zurück&#34;: Radiolesung jetzt auf Youtube]]></title>
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		<category></category>
		<description><![CDATA[<p>Wer meine "Zurück"-Lesung auf Radio Tonkuhle verpasst hat, kann die Sendung jetzt online nachhören. Die Oktober-Folge von High Noon, in der ich meine Geschichte "Der blutrote Möwenschild" aus unserer neuen Anthologie vorstelle, ist jetzt auf Youtube zu finden. Lediglich die Musik mussten wir aus rechtlichen Gründen entfernen, aber die Lesung pur ist ja auch ganz nett. Der Beitrag dauert 49.11 Minuten. Ihr findet ihn hier: </p><p>&nbsp;</p><p>
<iframe id="ytplayer" class="EmbeddedVideo" type="text/html" width="640" height="390" src="https://youtube.com/embed/AuQWk1EAMoY?html5=1&fs=1" frameborder="0" allowfullscreen webkitallowfullscreen /></iframe></p>]]></description>
		<pubDate>Sun, 18 Oct 2026 08:59:00 +0000</pubDate>
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		<title><![CDATA[Letzter Blick auf &#34;Kleider machen Leute&#34;]]></title>
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		<category></category>
		<description><![CDATA[<p>Heute habe ich von meiner Herausgeberin die Korrekturdatei zu meiner Kurzgeschichte "Kleider machen Leute" erhalten. Es ist eine Gruselstory, ziemlich düster für meine Verhältnisse, aber eine kleine Pointe und ein augenzwinkernder Schluss mussten dann doch sein.<br />
Worum geht es? Mein Held Hannes ist vollkommen pleite, trägt abgerissene Klamotten, und nun weigert sich auch noch der Wirt des Dorfkrugs, ihm das Bier anzuschreiben. Höhnisch meint einer der Totengräber, er solle sich doch den Goldzahn vom alten Heiner holen, den der Geizkragen mit ins Grab genommen hat. Ernst gemeint kann er den Vorschlag kaum gemeint haben, denn niemand würde sich um diese Zeit noch auf den Friedhof wagen. Doch Hannes greift zum Spaten und macht sich auf den Weg ...<br />
Ich habe den Text noch zweimal sehr kritisch Korrektur gelesen und auch meine Lieblingsschwester nochmal zum Draufschaun verdonnert. Aber wir haben absolut nichts gefunden. Die Druckfreigabe ist erteilt. Und jetzt freue ich mich auf das sehr düstere Buch, das in ein paar Monaten erscheinen wird.</p>]]></description>
		<pubDate>Fri, 16 Oct 2026 19:54:00 +0000</pubDate>
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		<title>Oktober-Flaschenpost ist raus</title>
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		<category></category>
		<description><![CDATA[<p>Die Oktober-Flaschenpost ist raus. Diesmal dreht sich fast alles um unsere neue Anthologie "Zurück". Ich erzähle euch etwas über die Radiosendung, die am Samstag ausgestrahlt wird, über meine Fahrt zum BuCon, über das E-Book und über die erste Reaktion auf das Buch. Und einen kleinen Weihnachtsvorgucker gibt es auch. Viel Spaß beim Lesen!<br />Falls ihr meinen Newsletter noch nicht bekommt, könnt ihr ihn gern <a href='https://www.petrahartmann.de/newsletter_anmelden.php' class='bbc_url' title='Externer Link' rel='nofollow external'>hier abonnieren</a>. </p><p>&nbsp;</p><p><a href='https://postimg.cc/PPwsW74X' class='bbc_url' title='Externer Link' rel='nofollow external'><img class='bbc_img' src='https://i.postimg.cc/Qx683GKT/Flaschenpost-Titel.jpg' alt='Eingefügtes Bild'  /></a></p>]]></description>
		<pubDate>Thu, 15 Oct 2026 21:41:00 +0000</pubDate>
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	</item>
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		<title><![CDATA[BuCon 2026: Mit Speedy und &#34;Zurück&#34; nach Dreieich]]></title>
		<link>https://scifinet.org/scifinetboard/index.php/blog/70/entry-14363-bucon-2026-mit-speedy-und-zurück-nach-dreieich/</link>
		<category></category>
		<description><![CDATA[<p>Der phantastische Höhepunkt des Jahres, das ist ganz klar für die Freunde von Fantasy, Science-Fiction, Horror und allem, was Phantasie beinhaltet, der BuchmesseCon in Dreieich. Diesmal feierte er seinen 40. Geburtstag. Ganz schön alt und ehrwürdig. Klar, dass es mich wieder am Buchmessesamstag nach Hessen zog, wo ich meine neuen Werke vorstellte und mich mit jeder Menge Lese-Nachschub eindeckte.<br />Etwas nervös war ich ja angesichts der Sorge, ob und wie mein neuer elektronischer Partner Speedy die Kasseler Berge mit dem Gewicht der vielen Bücherkisten bewältigen würde, aber der kleine Micra hielt ganz anständig durch, wenn er mich auch durch seine Navi-Prognose ziemlich irritierte. Doch dazu später.</p><p>&nbsp;</p><p><strong class='bbc'>Ankunft kurz vor Con-Beginn</strong></p><p>&nbsp;</p><p>Ich hatte mich kurz nach 5 Uhr auf den Weg gemacht. Die Strecke kenne ich inzwischen im Schlaf. Was um diese Uhrzeit gar nicht so schlecht ist. Der Verbrauch war deutlich höher als auf meiner gewohnten Strecke Sillium-Goslar-Sillium, doch ich kam immer noch wesentlich günstiger nach Dreieich und zurück als mit einem Verbrenner. Die Ladezeit bei Kassel hat allerdings die Fahrtzeit doch um einiges verlängert, sodass ich erst um 9.45 Uhr, eine Viertelstunde vor Öffnung des Bürgerhauses für Besucher anlangte. Aber man ist ja Routinier, um 10 Uhr waren alle Bücher auf der roten Tischdecke verteilt, die Andrea Tillmanns schon ausgebreitet hatte, und harrten auf die Literaturfans.<br />Andrea und ihr Mann Guido hatten mir ein dickes Bücherpaket mit meinen Exemplaren von "Zurück" mitgebracht. Wobei die Aufschrift "20 * 'Zurück' -&gt; Petra Hartmann" bei mir einiges Grübeln verursachte. Wieso denn zurück an Petra? Ich hatte die doch vorher noch gar nicht ...? Wenn man morgens beim BuCon seine eigenen Buchtitel nicht mehr versteht, ist das vermutlich auf Koffeinmangel zurückzuführen.</p><p>&nbsp;</p><p><a href='https://postimg.cc/8fgyMRSB' class='bbc_url' title='Externer Link' rel='nofollow external'><img class='bbc_img' src='https://i.postimg.cc/7hfpv9tc/DSCF0713.jpg' alt='Eingefügtes Bild'  /></a></p><p>&nbsp;</p><p>Gleich zu Beginn hatte ich am Tisch eine angeregte Diskussion mit ein paar Kollegen aus dem Blitz-Umfeld über den Verlag, Cover, Hörbücher, KI und darüber, dass wir unsere Romane nächstes Jahr für den Marburg-Con zu Hause lassen können. Okay, das ist eben so, der MVP organisiert den Con und hat alles Recht der Welt, die Spielregeln zu bestimmen. Ja, auch mein "Donnervogel" hat ein Cover, das mit Unterstützung durch KI entstanden ist. Wobei der Künstler echt gearbeitet hat an dem Bild, da steckt nicht nur ein seelenloser Prompt darin. Und dass mein Text 100 Prozent menschengeschrieben ist, merkt ihr hoffentlich beim Lesen. ;-) Naja, den neuen Roman von Michael Buttler werde ich mir vielleicht anderswo holen, er hat jedenfalls sehr spannend davon erzählt.<br />Es gab viele Wiedersehen mit netten Menschen, alten und neuen Freunden, ein paar Geschichtenweber waren da, ein paar Leute aus meiner Mastodon-Bubble, ein paar ehemalige Facebook-Freunde. Aber ein paar Gesichter fehlten auch.<br />Mein erster Gang führte mich hinüber zum Stand des Verlags Torsten Low. Ach Mensch ... Torsten fehlt. Ich erstand dort "Der Weg der Maga" von Arndt Waßmann, ein Buch, das ich mir schon lange anschaffen wollte. Später kam Tina kurz an unseren Tisch rüber. "Wie geht's dir?", fragte ich. Was für eine blöde Frage.</p><p>&nbsp;</p><p><strong class='bbc'>Storyolympiade ehrt ihre Sieger</strong></p><p>&nbsp;</p><p>Ein besonderer Termin auf dem Con war die Siegerehrung der Storyolympiade. Die Gewinner des Wettbewerbs zum Thema "Reinkarnation" sind Elke Messer Schillinger, die die Goldmedaille für ihre Geschichte „Dinge mit Charakter“ erhielt, Silbermedaillengewinner Bernd Meisengeier mit „Zwischen Hades und Hoffnung“ und Bronzemedaillengewinner Holger Göttmann mit „Meisterin der Manipulation“. Darüber schreibe ich hier im Blog nochmal etwas ausführlicher.<br />Das Gute, wenn man einen eigenen Tisch hat: Man kann sitzen. Das Schlechte: Man kann nicht so gut weg. Eric Hantsch schaute kurz vorbei, dem ich gleich erzählen konnte, wie mir <a href='https://scifinet.org/scifinetboard/index.php/blog/70/entry-14244-michael-siefener-cor-magis/' class='bbc_url' title=''>"Cor Magis"</a> gefallen hat, das er in der Edition Dunkelgestirn herausgebracht hatte. Gerd-Michael Rose von der Edition TES kam zu Besuch. Ja, wir wollten ja auch nochmal etwas zusammen machen. Und natürlich gab es wieder etwas Gemecker von Dirk van den Boom, weil ich meinen Roman "Der Weltraumplanet" immer noch nicht geschrieben habe. Irgendwann mache ich es wirklich.</p><p>&nbsp;</p><p><strong class='bbc'>Teure Abstecher und schöne Bücher</strong></p><p>&nbsp;</p><p>Ein paarmal habe ich mich dann doch zu einigen teuren Abstechern zu den Kollegen aufgemacht. Beim Leseratten-Verlag, der mich letztens durch den <a href='https://scifinet.org/scifinetboard/index.php/blog/70/entry-14266-tanja-kummer-und-detlef-klewer-goldizilla/' class='bbc_url' title=''>Goldizilla-Comic</a> so begeistert hatte, schnappte ich mir die Sammlung "Santagarn". Auch weil Thomas Heidemann mir ankündigte, es sei wieder eine Feuersturm-Geschichte dabei. Tanja Kummer legte mir noch einen netten Weihnachtsanhänger mit der Aufschrift "Nur ächt mit falsch" dazu. Hat sie etwa einen Druckveler in einem meiner Bücher gefunden?<br />Eingekauft habe ich vor allem sehr viel "kleine" Sachen. Beim Machandel-Verlag war es "Das goldene Herz des Seepferdchens" von Rita Janaczek, das unbedingt meins werden musste. Am Stand von Shadodex - Verlag der Schatten nahm ich "Der Hauch der alten Birken" von Sabine Riedel mit. Und die Novelle "Der fliegende Köter" von Tina Ariam hatte ich schon vor ein paar Tagen auf meine Einkaufsliste gesetzt, als ich die Ankündigung auf Mastodon las. Als ich oben auf der Bühne am JMB-Stand die schwarzroten Büchlein aus dem Kabinett der Phantasten sah, musste ich ebenfalls zugreifen. Ludwig Bechsteins "Selinde" und Joseph von Eichendorffs "Zauberei im Herbste" sind jetzt auch mein. Ferner erstand ich "Neues aus Neuschwabenland" von Alex Jahnke, auch das Buch stand schon seit einiger Zeit auf meiner Wunschliste. Schließlich noch ein Blick in die Kisten der "Aktion Bücherrettung". Mit fiel die Trilogie "Talavans Erben" von Ralf Winter in die Hände, da konnte ich sie nicht gut zurücklassen.</p><p>&nbsp;</p><p><a href='https://postimg.cc/5Yhrpcwr' class='bbc_url' title='Externer Link' rel='nofollow external'><img class='bbc_img' src='https://i.postimg.cc/2yyfkr3C/DSCF0722.jpg' alt='Eingefügtes Bild'  /></a></p><p>&nbsp;</p><p>Kim Rylee erzählte mir etwas über ihren neuen Roman "Spectra Spook - Die Geister-Agentur". Hm, klingt interessant, aber ich glaube, ich würde doch lieber keinen Geist adoptieren. Ein paar Stände weiter fand ich Katharina Gerlach, eine Fast-Nachbarin aus der Nähe von Sillium. Beneidenswert, dass sie ihre Sachen auch auf Englisch herausbringen kann. Ich selbst bin der Sprache gegenüber immer noch etwas gehemmt. Vielleicht sollte ich mal ...</p><p>&nbsp;</p><p><strong class='bbc'>Antragslyrik und Flippercoaching</strong></p><p>&nbsp;</p><p>Meine "Zurück"-Partnerin Andrea Tillmanns jedenfalls hat gar keine Berührungsängste mit der englischen Sprache und reicht inzwischen regelmäßig ihre Kurzgeschichten in Übersetzung bei diversen Ausschreibungen ein. Was sie aktuell schreibt? "Förderanträge", sagt die Physikdozentin mit Schwerpunkt intelligente Textilien ... Wobei Antragslyrik ja auch eine spezielle Kunstform ist. Wie wäre es mal mit einer Sammlung dazu?<br />Einen neuen Beruf habe ich auch kennen gelernt auf diesem Con: Guido Ehrmann, Andreas Mann, erzählte mir von seinem Nebenjob als Flipper-Coach. Kein Wunder, dass ich an diesen Geräten nie eine ordentliche Punktzahl erreicht habe, wenn ich da einfach nur ungecoacht an den Hebel herumkreckelte. Guido steht an Position 50 der bundesdeutschen Rangliste der Flipperspieler, und Andrea hat es immerhin schon zur Nummer 249 gebracht. Nicht schlecht. Vielleicht mal ein Thema für eine Kurzgeschichte?</p><p>&nbsp;</p><p><strong class='bbc'>Neue Anthologie geplant</strong></p><p>&nbsp;</p><p>Jedenfalls: Wenn Andrea und ich am gleichen Tisch sitzen, dann ist man vor neuen Ideen nicht gefeit. Spontan beschlossen wir, dass wir unserer eben erst erschienenen Anthologie "Zurück" eine zweite folgen lassen wollen. Ein Cover haben wir schon. Einen Titel auch. Dann kann ja nichts mehr schiefgehen.<br />Der Tag verging natürlich mal wieder viel zu schnell. Und als ich zusammenräumte, wurde mir klar, mit wie vielen Leuten ich nicht gesprochen habe. Spätestens als ich beim Bücherkisten-Raustragen noch meinen Lieblingsmarburgern vom MVP über den Weg lief. Und: Amandara, das war viel zu kurz im Vorbeigehen, wir müssen mal wieder quatschen. Überhaupt: Wen von euch sehe ich in Leipzig oder Marburg?</p><p>&nbsp;</p><p><strong class='bbc'>Irrsinnige Navi-Prognosen</strong></p><p>&nbsp;</p><p>Der Rückweg war diesmal ungewöhnlich lang, bedingt durch zwei Ladestopps, an denen sich mein Micra Speedy ordentlich sattschlürfen konnte. Der erste war gleich in Dreieich an einem Rewe-Markt, bei dem ich mich noch mit Süßkram und Wiener Würstchen für unterwegs versorgte. Der zweite bescherte mir eine extreme Irritation. Stellt euch vor, euer Navi spuckt euch die Info aus, dass ihr in zwei Stunden euer Ziel erreicht. Und dann wird die Zeit kürzer und kürzer, und kurz vor Kassel sagt euch die Kiste: In 9 Minuten seid ihr da. In 9 Minuten von Kassel nach Sillium? Was immer das Ding auch für eine Abkürzung gefunden haben mag, irgendwo gelten immer noch die Gesetze der Physik. Es ist absolut unmöglich. Und ich wurde langsam nervös. Das Rätsel löste sich erst, als mich das Gerät auf Höhe von Kassel zum Verlassen der Autobahn aufforderte. Da war meine Batterie nur noch zu 20 Prozent geladen, und der Rechner hatte entschieden, dass hier mein Tankstopp sein würde. Sehr vorausschauend. Aber wichtig wäre es mir schon gewesen, wenn er mir von Anfang an eine Ankunftszeit für mein wirkliches Ziel genannt hätte. Jetzt weiß ich auch, warum er mir am Morgen, als ich losfuhr, etwas von zwei Stunden vorgelogen hatte. Nein, diesem Gerät, das sich seine eigenen Gedanken macht, ist einfach nicht zu trauen. Kein Wunder, dass mir auf der Hinfahrt plötzlich eine Stunde verloren gegangen war. Also, Memo an mich: Ab Tag vor der Abfahrt im Netz sicherheitshalber den Routenplaner befragen, das eigene Navi ist leider nicht vertrauenswürdig. Statt um 23.28 Uhr, wie in Dreieich noch prognostiziert, kam ich dann um 1.48 Uhr in Sillium an. Nun gut, ich hatte ohnehin nichts mehr vor an diesem Tag. Also: Gute Nacht, liebe fantastische Welt.</p><p>&nbsp;</p><p>&copy; Petra Hartmann</p>]]></description>
		<pubDate>Wed, 14 Oct 2026 18:07:00 +0000</pubDate>
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		<title>Bettina Schneider: Mit Wolf und Adler</title>
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		<category></category>
		<description><![CDATA[<p><span  style='color: rgb(40,40,40)'>Winnetou und Old Shatterhand - das ist die Geschichte einer großen Freundschaft. Doch im Karl-May-Kosmos ist Platz für noch mehr Freunde und Freundschaften. In "Mit Wolf und Adler" erzählt die Autorin Bettina Schneider von zwei jungen Kriegern, die eigentlich Todfeinde der Blutsbrüder sein müssten. Doch aus der von ihren Vätern ererbten Feindschaft wird schnell das Gegenteil: eine verschworene Gemeinschaft von Freunden, die sich untereinander jederzeit ihr Leben anvertrauen können.</span><br /><span  style='color: rgb(40,40,40)'>Bettina Schneider, die im Blitz-Verlag bereits 2025 den Episodenroman <a href='https://scifinet.org/scifinetboard/index.php/blog/70/entry-11715-bettina-schneider-die-opfer-des-apachen/' class='bbc_url' title=''>"Die Opfer des Apachen"</a> vorgelegt hat, bleibt ihrem Grundthema treu: Es geht um die Versöhnung von Todfeinden, um Frieden zwischen den Stämmen und darum, dass sich Auseinandersetzungen besser lösen lassen, wenn das Kriegsbeil begraben bleibt. Wobei in diesem Buch der Schwerpunkt auf der jungen Generation liegt: Es sind die Söhne des unversöhnlichen Kiowa-Häuptlings Tangua und des Utah-Häuptlings Ovuts-avath, die hier die Hauptrolle spielen, und es gibt auch ein Wiedersehen mit dem jungen von den Oglala adoptierten Mandan Wokadeh. </span><br /><span  style='color: rgb(40,40,40)'>Eine kurze Rahmenhandlung zeigt Old Shatterhand in der Zeit nach den in "Winnetous Erben" geschilderten Ereignissen: Der gealterte Westmann sitzt in Winnetous Arbeitszimmer im Schloss Tatellah-Satahs und liest im Testament des Apachen, der auf sein Leben und gemeinsame Abenteuer zurückblickt. Dabei schweifen die Gedanken Old Shatterhands ebenfalls zurück, und er erinnert sich an seine Erlebnisse mit dem Kleeblatt, dem langen Davy und dem dicken Jemmy - und eben mit Wolf und Adler.</span></p><p>&nbsp;</p><p><strong class='bbc'><span  style='color: rgb(40,40,40)'>Old Shatterhand schließt Freundschaft mit Pidas Bruder</span></strong></p><p>&nbsp;</p><p>Unterwegs mit Old Shatterhand - das ist vermutlich der Traum eines jeden jungen Apachen. Bei den Kiowas dürften eher wenige diesen Traum teilen. Doch als Old Shatterhand und seine Begleiter ihren Freund Wokadeh aus der Gefangenschaft der Kiowas retten wollen, bitten sie ausgerechnet einen Sohn Tanguas um Hilfe. Nein, nicht Pida, der als Unterhäuptling mit seinen Loyalitätspflichten dem Stamm und seinem Vater gegenüber schon zu stark in das politische System der Kiowas eingebunden ist, sondern dessen jüngerer Bruder A'Pih, Fisch, ist Helfer Old Shatterhands beim Befreiungswerk.<br />Der Fisch, der später den Kriegsnamen Guipago, Allein unter Wölfen, erwirbt, wird zum Freund Old Shatterhands und Winnetous und erweist sich auch später als tüchtiger Begleiter - sowohl durch seine kriegerischen Fähigkeiten als auch durch seinen scharfen Verstand und seine klugen Pläne. Vor allem aber fällt dieser junge Wolf auf durch seinen Humor und seine Frotzeleien, mit denen er regelmäßig die "schwächlichen Apachen" Til-Lata und Yato-Ka aufzieht, die nicht gut genug auf ihren weißen Häuptling aufpassen können. Warum ist Karl May selbst eigentlich solch ein Held nicht eingefallen?</p><p>&nbsp;</p><p><strong class='bbc'>Ein Schwarzer Adler auf Entzug</strong></p><p>&nbsp;</p><p>Sein vollkommenes Gegenbild ist Wichuini Pawao, Schwarzer Adler, der Sohn des Utah-Häuptlings Ovuts-avath, dessen Verrat und Tod Karl May im Roman "Der Schatz im Silbersee" geschildert hatte. Entehrt und aus dem Stamm ausgestoßen, weil er sich dem "Feuerwasser" ergeben hat, zieht der Schwarze Adler nun mit einer Bande Gleichaltriger, ebenfalls Verstoßener durch die Prärie. Als er Old Shatterhand fangen kann, glaubt er, sich durch dessen Ermordung einer ehrenvollen Wiederaufnahme in den Stamm würdig zu zeigen. Doch der Alkohol ist ein harter Gegner, fast noch härter als die Gefährten Old Shatterhands. Gar nicht so einfach, aus diesem gefallenen Utah einen Freund zu machen. Schwarzer Adler ist ein Held, der einiges zu tragen hat. Der Verlust des Vaters und der eigenen Ehre, aber auch die Entzugserscheinungen, denen er sich stellen muss, formten diesen Adler schließlich zu einen stillen, nachdenklichen Charakter, der wie ein düsterer Schatten neben dem hellen, leichtfüßigen, stets zu einem kessen Spruch bereiten Kiowa steht. Doch am Ende sind Wolf und Adler beinahe unzertrennlich und verlässliche, tapfere Mitstreiter im Kampf für Frieden zwischen den Stämmen und mit den Bleichgesichtern.</p><p>&nbsp;</p><p><strong class='bbc'>Der "Wilde Westen" einer neuen Generation</strong></p><p>&nbsp;</p><p>Bettina Schneider zeigt ihren Lesern den "Westen" einer neuen Generation. Es sind nicht mehr die großen Kriege und Stammesfehden oder Kämpfe gegen die Bleichgesichter, die den Indianern Tod und Verderben bringen. Stattdessen treffen Alkohol und eine Masernepidemie die Stämme schwer. Nicht mehr Goldsucher sind die Gegner, sondern das "Schwarze Gold" kann Ursache werden, dass den Schoschonen ihr Land genommen wird. Und auch die Kämpfe mir der US-Armee sind weitgehend vorbei.<br />Es ist noch nicht ganz die Friedens- und Versöhnungs-Utopie, die aus Karl Mays letztem Roman "Winnetous Erben" spricht, aber schon hier deutet sich die Zukunft an, getragen von jungen Indianern, die durchaus noch die alten Tugenden der Krieger und Jäger zeigen, aber vor allem klug und einsichtsvoll handeln, ihre Streitigkeiten durch Reden und Argumente lösen und bereit sind, über Stammesgrenzen hinweg zu sehen. Wokadeh, Schwarzer Adler und der "Kiowa-Wolf", die beiden Mescaleros Til-Lata und Yato-Ka, aber auch die jungen Schoschonen-Häuptlinge Wagare-tey und Teeh sind die Träger dieses neuen Gedankens. Und auch bei den Weißen scheint ein Umdenken stattgefunden zu haben. Der junge Major Robert Merril, der neue Kommandant des Forts Richardson, erweist sich als vorurteilsfreier, gerechter Mann, auf dessen Hilfe die Schoschonen zählen können.</p><p>&nbsp;</p><p><strong class='bbc'>Traditionelle Motive und neue Charaktere</strong></p><p>&nbsp;</p><p>Bettina Schneider ist ein spannender Roman gelungen, der klassische Themen der Karl-May-Welt - Gefangenschaft, Anschleichen, Zweikampf auf Leben und Tod, Kampf gegen einen Grizzlybären - mit der Friedensethik des Spätwerks verbindet. Ihr lockerer, flüssiger Erzählstil und vor allem die frechen Bemerkungen des Kiowa-Wolfs machen das Buch zu einer wunderbaren Reise in die Welt des Maysters, die gleichzeitig dem Geist der Originale folgt und doch etwas durchaus Eigenes darstellt. Eine spannende, gut erzählte Geschichte und lebendige, individuelle Charaktere, was will man mehr von einem Buch? Eigentlich lässt "Mit Wolf und Adler" nur einen Wunsch offen: den nach einer Fortsetzung.</p><p>&nbsp;</p><p><strong class='bbc'>Fazit:</strong> Ein gelungener Roman im Geiste Karl Mays, und doch vollkommen eigen. Daumen nach oben für diese neuen Helden. Vor allem den Kiowa-Wolf möchte man unbedingt in neuen Abenteuern erleben.</p><p>&nbsp;</p><p><span  style='color: rgb(40,40,40)'><strong class='bbc'>Bettina Schneider: Mit Wolf und Adler.</strong> Blitz-Verlag, 2026. 343 S., Euro 16,95.</span></p><p>&nbsp;</p><p><span  style='color: rgb(40,40,40)'><span  style='font-family: helvetica'><span  style='font-family: helvetica'>Weitere Karl-May-Fortsetzungen:<br /><a href='https://scifinet.org/scifinetboard/index.php/blog/70/entry-10726-thomas-ostwald-aufbruch-ins-ungewisse/' class='bbc_url' title=''>Thomas Ostwald: Aufbruch ins Ungewisse</a></span><br /><span  style='font-family: helvetica'><a href='https://scifinet.org/scifinetboard/index.php/blog/70/entry-10802-thomas-ostwald-auf-der-spur/' class='bbc_url' title=''>Thomas Ostwald: Auf der Spur</a> </span></span></span><br /><span  style='color: rgb(40,40,40)'><span  style='font-family: helvetica'><span  style='font-family: helvetica'><a href='https://scifinet.org/scifinetboard/index.php/blog/70/entry-10829-thomas-ostwald-der-schwarze-josh/' class='bbc_url' title=''>Thomas Ostwald: Der schwarze Josh</a><br /><a href='https://scifinet.org/scifinetboard/index.php/blog/70/entry-10749-axel-halbach-blutige-schluchten/' class='bbc_url' title=''>Axel Halbach: Blutige Schluchten</a><br /><a href='https://scifinet.org/scifinetboard/index.php/blog/70/entry-5586-sherlock-holmes-und-old-shatterhand/' class='bbc_url' title=''>Klaus-Peter Walter: Sherlock Holmes und Old Shatterhand</a></span><br /><a href='https://scifinet.org/scifinetboard/index.php/blog/70/entry-10836-wolfgang-berger-wei%C3%9Fer-vater/' class='bbc_url' title=''>Wolfgang Berger: Weißer Vater</a> </span></span><br /><a href='https://scifinet.org/scifinetboard/index.php/blog/70/entry-11715-bettina-schneider-die-opfer-des-apachen/' class='bbc_url' title=''><span  style='color: rgb(40,40,40)'><span  style='font-family: helvetica'>Bettina Schneider: Die Opfer des Apachen</span></span></a><br /><a href='https://scifinet.org/scifinetboard/index.php/blog/70/entry-10863-lennardt-m-arndt-an-den-ufern-des-nebraska/' class='bbc_url' title=''><span  style='color: rgb(40,40,40)'><span  style='font-family: helvetica'>Lennardt M. Arndt: An den Ufern des Nebraska</span></span></a><br /><a href='https://scifinet.org/scifinetboard/index.php/blog/70/entry-12015-lennardt-m-arndt-die-buschklepper/' class='bbc_url' title=''><span  style='color: rgb(40,40,40)'><span  style='font-family: helvetica'>Lennardt M. Arndt: Die Buschklepper</span></span></a><br /><a href='https://scifinet.org/scifinetboard/index.php/blog/70/entry-13039-jacqueline-montemurri-der-herrscher-der-tiefe/' class='bbc_url' title=''><span  style='color: rgb(40,40,40)'><span  style='font-family: helvetica'>Jacqueline Montemurri: Der Herrscher der Tiefe</span></span></a></p><p>&nbsp;</p><p><span  style='color: rgb(40,40,40)'><span  style='font-family: helvetica'><span  style='font-family: helvetica'>© Petra Hartmann</span></span></span></p>]]></description>
		<pubDate>Sun, 04 Oct 2026 20:09:00 +0000</pubDate>
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		<title><![CDATA[Letzter Blick auf &#34;Der große Goldraub zu Betlehem&#34;]]></title>
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		<description><![CDATA[<p>Heute habe ich die Druckfahne für die Weihnachtsanthologie "Messerscharfe Tannenspitzen" erhalten und meine Geschichte "Der große Goldraub zu Betlehem" Korrektur gelesen. Nur noch einen Apostroph-Fehler gefunden und ausgemerzt. Damit ist von meiner Seite aus alles klar.<br />
Mein weihnachtlicher Held ist Dismas der Schächer, der gefürchtetste Räuber Betlehems. Als aufgrund eines ziemlich bescheuerten Steuergesetzes der Römer haufenweise ortsunkundige Leute aus dem ganzen Land in seiner Stadt auftauchen, brechen für Dismas paradiesische Zustände an. So viele Reisende zum Ausrauben! Fasziniert beobachtet er drei inkognito reisende Herrscher, die sich als Weise ausgeben und ständig in die Sterne schauen. Besonders zieht ihn ein Ebenholz-Kästchen voller Gold an, das die drei einem Neugeborenen schenken wollen. Aber dann taucht ein noch viel üblerer Räuber auf, der sich das Gold unter den Nagel reißen will. Dismas nimmt die Herausforderung an.</p><p>&nbsp;</p><p>
Das Buch wird herausgegeben von Reimer Boy Eilers und Sven J. Olson und soll im November im Ochsenfurter Kulturmaschinen-Verlag erscheinen. Es enthält auf knapp 300 Seiten insgesamt 20 weihnachtliche Krimis. Die Sammlung mit den "schmucken Weihnachtskrimis", so der Untertitel, ist als Hardcover (27 Euro) und als kartonierte Ausgabe (17 Euro) erhältlich.</p>]]></description>
		<pubDate>Fri, 02 Oct 2026 10:34:00 +0000</pubDate>
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		<title>Zurück: Das Ebook ist da</title>
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		<description><![CDATA[<p>Unsere Anthologie "Zurück. Phantastische Geschichten" ist ab jetzt auch als Ebook erhältlich. Für 3,99 Euro bekommt ihr zwölf Kurzgeschichten und längere Erzählungen von acht Autorinnen, die euch etwas über Comebacks, den Weg nach Hause, den Druck auf den Resetknopf oder eine Reise zurück in die gute alte Zeit erzählen. Die Elektroausgabe entspricht der Buchfassung von 268 Print-Seiten. Ihr erhaltet sie als Epub- oder Kindle-Ausgabe - überall, wo es Ebooks gibt.</p><p>&nbsp;</p><p>Zum Beispiel bei<br /><a href='https://www.amazon.de/dp/B0HKNFKN6Y' class='bbc_url' title='Externer Link' rel='nofollow external'>Amazon</a><br /><a href='https://www.thalia.de/shop/home/artikeldetails/A1081879235' class='bbc_url' title='Externer Link' rel='nofollow external'>Thalia</a><br /><a href='https://www.ebook.de/de/product/54801527/zurueck.html' class='bbc_url' title='Externer Link' rel='nofollow external'>Ebook.de</a></p><p>&nbsp;</p><p>Holt sie euch!</p>]]></description>
		<pubDate>Thu, 01 Oct 2026 19:06:00 +0000</pubDate>
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		<title>Tanja Kummer und Detlef Klewer: Goldizilla</title>
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		<description><![CDATA[<p>Was immer auch die Leute vom Leseratten-Verlag geraucht haben mögen - ich will was davon abhaben! "Goldizilla" heißt das jüngste und knuffigste Mitglied der "German Kaiju"-Buchreihe. Die Monster-Echse Godzilla hat einen plüschigen Nachfolger gefunden: Ein riesenhafter Goldhamster treibt in dieser Folge sein Unwesen. Seine Mission: Zerstören - Fressen - Erobern.<br />Texterin Tanja Kummer und Zeichner Detlef Klewer lassen in diesem Comic einen mutierten Nager auf die Stadt Stuttgart los. Ein Riesenvieh, das sich plötzlich aus der Erde emporgräbt und im Stau an der Baustelle Stuttgart 21 für Panik sorgt. Wenig später beweist der monströse Ex-Kleinsäuger, dass sich ein Riesenrad hervorragend als Hamsterrad eignet, und macht ein Sondereinsatzkommando platt. Zum Glück gibt es auch noch echte Spezialisten: Das ist ein Fall für DAMN, das Deutsche Anti Monster Netzwerk.</p><p>&nbsp;</p><p><strong class='bbc'>Alles, war ein Monster-Blockbuster braucht</strong></p><p>&nbsp;</p><p>Die Geschichte bietet alles, was ein Monster-Blockbuster braucht: heiße Maschinen, irre Stunts, Hubschrauber und Motorräder, dramatische Posen, Explosionen, eine Heldin mit bitterer Vorgeschichte, einen Helden mit dem beziehungsreichen Namen Daniel C. Raig, liebgewonnene Filmklischees, viel Parodiefreude - und eben einen ungewöhnlichen Gegner. Das alles in bester Fun-Tastik-Tradition erfunden von Tanja Kummer und herrlich schräg und dynamisch in Szene gesetzt von Zeichner Detlef Klewer in einem Schwarzweiß-Comic, bei dem jede Seite ein Hingucker ist. Wer Monster mag und seinen Humor nicht verloren hat, wird dieses Ungeheuer, das zu den eindrucksvollen Nagezähnen auch zwei spitze Eckzähne trägt, auf jeden Fall lieben.</p><p>&nbsp;</p><p><strong class='bbc'>Fazit:</strong> Schräg, scharf und mit einem furchteinflößend niedlichen Monster - was will man mehr? Außer vielleicht einen zweiten Teil von Goldizilla.</p><p>&nbsp;</p><p><strong class='bbc'>Tanja Kummer und Detlef Klewer: Goldizilla.</strong> Almersbach im Tal: Leseratten-Verlag, 2026. 58 S., Euro 18.</p><p>&nbsp;</p><p>&copy; Petra Hartmann</p>]]></description>
		<pubDate>Sun, 27 Sep 2026 18:17:00 +0000</pubDate>
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		<title>Michael Siefener: Cor Magis</title>
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		<category></category>
		<description><![CDATA[<p>Ein Herzinfarkt. Der Tod. Die Rückkehr ins Leben. Aber ist das ein Leben ...?<br />"Cor Magis" von Michael Siefener schildert diese Nahtod-Erfahrung und das Danach. Ein Danach, das vielleicht noch viel schauriger ist als das Aussetzen des eigenen Herzens.<br />"Cor Magis", erschienen in der Edition Dunkelgestirn, ist nicht gerade die Geschichte einer Heilung und einer glücklichen Rückkehr ins Leben. Vielmehr geht es um ein Manuskript eines Schriftstellers, der seine eigene Herzinfarkt-Erfahrung verarbeiten will, und weil dies ihm als direkte Betrachtung des eigenen Lebens zu schwer fällt, erfindet er einen Stellvertreter: Amon Ruf, so der Name seines Helden, durchlebt und durchleidet auf dem Papier all das, was seinem Autor widerfuhr.</p><p>&nbsp;</p><p><strong class='bbc'>Kunstfigur erwacht zu eigenem Leben</strong></p><p>&nbsp;</p><p>Doch die psychologische Camouflage taugt offenbar nicht zur Seelenhygiene und Selbstheilung. Im Gegenteil: Die Erlebnisse des Amon Ruf entwickeln ein unheimliches, beklemmendes Eigenleben, die Fiktion greift mehr und mehr auf die Realität über, und nach und nach verschwimmen die Grenzen zwischen der Welt des Ich-Erzählers und Autors und den in der personalen Perspektive geschilderten Erlebnissen seines Geschöpfs. Beklemmend real, albtraumhaft und ekelerregend wächst die Welt Rufs heran, und immer wieder nimmt der Ich-Erzähler in seiner Umgebung Dinge wahr, die eigentlich zu den vollkommen unglaubwürdigen. zusammenphantasierten Erfahrungen Rufs gehören.<br />Wer hat diese Albtraumwelt erlebt, Ruf oder sein Autor? Eine kafkaeske Reha-Einrichtung voller undurchschaubarer Gänge, von denen kein einziger nach draußen führt. Skurrile, nicht ganz zurechnungsfähige Mit-Patienten, die sterben und dann doch wieder auftauchen. Die Wiederbegegnung mit einer Jugendliebe. Schimmel und Schädlinge in den Wänden. Und eine bedrängende Ekligkeit, vor der es kein Entrinnen gibt.</p><p>&nbsp;</p><p><strong class='bbc'>Keine "schöne" Geschichte</strong></p><p>&nbsp;</p><p>Nein, es ist sicher keine "schöne" Geschichte, die der Autor und sein Geschöpf hier durchleben, und für den Leser ist es ganz sicher keine nette Cosy-Strandlektüre, sondern ein Gang durch Ängste und Seelenbedrängnisse, denen vielleicht sogar ein Tod durch Herzinfarkt vorzuziehen gewesen wäre ... Stilsicher und ausgesprochen dicht entfaltet Michael Siefener sein Panorama der Welt nach dem Nahtod, lässt sie enger und enger werden und nimmt den Leser mit auf die albtraumhafte Reise in die Welt Amon Rufs. Eine Geschichte, die den Leser nicht wieder loslässt und ihn mitnimmt auf einen Höllentrip.</p><p>&nbsp;</p><p><strong class='bbc'>Schwarzweiß-Zeichnungen werden zu Ölgemälden</strong></p><p>&nbsp;</p><p>Das Ganze präsentiert sich in der gewohnt aufwändigen Gestaltung der Edition Dunkelgestirn, die die beklemmende Situation des Helden oder der beiden Helden doppelt erfahrbar macht. Sehr interessant und atmosphärisch fügen sich die Illustrationen von Jörg Kleudgen in die Handlung ein. Wobei die in düsteren Höllenrot-Tönen im Stile alter Ölgemälde gehaltenen Innenillustrationen sehr eindrucksvoll sind. Allerdings wirft die Lektüre des vom Illustrator verfassten Nachworts doch einige Fragen auf beziehungsweise wird Stoff für Diskussionen liefern. Kleudgen erzählt, dass ihm aufgrund einer ausgeprägten Rot-Grün-Schwäche der Weg zum Malen in Öl verwehrt gewesen sei. Nun aber seien aus seinen Zeichnungen durch die Unterstützung einer KI diese dämonisch roten Illustrationen in Ölgemälde-Anmutung entstanden. Ja, diese Bilder "haben durchaus was". Es gibt keinen Grund, sie zu bekritteln, nur weil hier ein neueres Werkzeug verwandt wurde. Die kreative Eigenleistung ist hoch. Wobei die im Anhang beigefügten Originalzeichnungen Kleudgens fast noch beeindruckender sind als die farbigen Versionen. Kleudgen kann eine Menge, und er gehört nicht zu den Illustratoren, die mit der Maschine arbeiten, weil sie sonst unfähig sind. Ein bisschen schade ist es allenfalls, dass er selbst die eindrucksvollen Farben seiner Werke gar nicht adäquat wahrnehmen kann.</p><p>&nbsp;</p><p><strong class='bbc'>Fazit:</strong> Beklemmend, düster und nichts für schwache Gemüter - aber ein ungeheuer starkes Leseerlebnis.</p><p>&nbsp;</p><p><strong class='bbc'>Michael Siefener: Cor Magis. Die Geschichte vom Sterben und Leben des Amon Ruf. </strong>Illustriert von Jörg Kleudgen. Neustadt in Sachsen: Edition Dunkelgestirn, 2026. 207 S. plus unpaginierter Anhang mit Zeichnungen und Biografien. Euro 28.</p><p>&nbsp;</p><p>&copy; Petra Hartmann</p>]]></description>
		<pubDate>Sat, 26 Sep 2026 20:30:00 +0000</pubDate>
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