
Johnston, Keith M.: Science Fiction Film. A Critical Introduction.
Berg, Oxford/New York 2011, 192 Seiten.
ISBN-13: 978-1847884770, €23,99 (Softcover).
Kurzbeschreibung
Science Fiction Film develops a historical and cultural approach to the genre that moves beyond close readings of iconography and formal conventions. It explores how this increasingly influential genre has been constructed from disparate elements into a hybrid genre. Science Fiction Film goes beyond a textual exploration of these films to place them within a larger network of influences that includes studio politics and promotional discourses. The book also challenges the perceived limits of the genre - it includes a wide range of films, from canonical SF, such as Le voyage dans la lune, Star Wars and Blade Runner, to films that stretch and reshape the definition of the genre. This expansion of generic focus offers an innovative approach for students and fans of science fiction alike.
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Ich habe das Buch für die Zeitschrift für Fantastikforschung besprochen; sobald die Ausgabe erschienen ist, verlinke ich den Artikel hier.
Johnstons Buch ist ein bisschen zwiespältig: Er ist ausdrücklich darum bemüht, der Forschung neue Perspektiven zu erschliessen. So versteht er Genres nicht als abstrakte Einheiten, sondern als lebendige Gebilde und richtet sein Augenmerk auf Fragen wie Vermarktung und den Umgang der Fans mit Genres. Auch wirft er manche lieb gewonnene Gewissheit über Bord, etwa die Behauptung, dass es vor 1950 im Grunde keine SF-Filme gab oder dass die 1950er SF-Filme alle im Zeichen des Kalten Kriegs stehen. Viele seiner Einwände gegen etablierte Positionen sind berechtigt; ich habe schon lange kein Buch zum SF-Film mehr gelesen, in dem ich so viel Neues erfahren habe. Zugleich schiesst Johnston aber oft übers Ziel hinaus und spielt bisweilen auch was vor (im Kapitel zum frühen Film etwa schreibt er über diverse Beispiele, die er gar nicht gesehen haben kann, macht dies aber nie deutlich).
Für Leute, die sich wissenschaftlich mit dem SF-Film beschäftigen (wollen) sicher eine gute Ergänzung zu bereits bestehenden Werken.





