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Die analoge Welt ist nur die halbe Realität by Sergej Brin


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6 Antworten in diesem Thema

#1 64Seiten

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    Temponaut

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Geschrieben 19 Oktober 2012 - 22:38

Keine Ahnung ob ich hier in diesem Forenbereich richtig bin, aber es erscheint mir der richtige Treffpunkt zu sein. Es geht um folgenden

http://www.zeit.de/d...digitale-graben

Artikel, von S. Brin, einem Mitbegrüder von Google und wie er die Zukunft auf der Erde sieht.

Ich finde die Ideen sehr interessant und auch in vielen Fällen als Ziel. Es ist das nächste Ziel die Technik zu verstecken, sei es in der Kleidung oder in der Umgebung.

Das ist aber nicht der Grund warum ich poste. Was ich seltsam finde sind die vielen Kommentare, die dies gar nicht wollen. Primär weil eine Firma diese Ideen hat.

In meinen Augen ist diese Vision von Brin gar nicht eine so große weiterentwicklung, aber offensichtlich ist die Barriere Mensch dazu nicht bereit.

Was meint ihr?

Bearbeitet von 64Seiten, 19 Oktober 2012 - 22:39.


#2 valgard

valgard

    Revoluzzer

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Geschrieben 20 Oktober 2012 - 03:58

Keine Ahnung ob ich hier in diesem Forenbereich richtig bin, aber es erscheint mir der richtige Treffpunkt zu sein. Es geht um folgenden

http://www.zeit.de/d...digitale-graben

Artikel, von S. Brin, einem Mitbegrüder von Google und wie er die Zukunft auf der Erde sieht.

Ich finde die Ideen sehr interessant und auch in vielen Fällen als Ziel. Es ist das nächste Ziel die Technik zu verstecken, sei es in der Kleidung oder in der Umgebung.

Das ist aber nicht der Grund warum ich poste. Was ich seltsam finde sind die vielen Kommentare, die dies gar nicht wollen. Primär weil eine Firma diese Ideen hat.

In meinen Augen ist diese Vision von Brin gar nicht eine so große weiterentwicklung, aber offensichtlich ist die Barriere Mensch dazu nicht bereit.

Was meint ihr?


Das Problem ist der Mißbrauch dieser Technik.
Man ist Hackern dann auf Schritt und Tritt ausgeliefert.
Vielleicht ein bißchen drastisch ausgedrückt aber doch im Bereich der Möglichkeiten.

Wer kontrolliert das Ganze?
Sind wird dann noch mehr einer Beobachtung und Kontrolle ausgesetzt?
Und sind wird dann von dieser Technik abhängig?

Und ist diese Technik noch bezahlbar? Auch bei Reperaturen?
Als Rentner in etwa 10-12 Jahren sehe ich da wenig Optionen für mich.

Und braucht man da wirklich Alles?
Technik ist für mich schon hilfreich.
Aber ich möchte sie nicht überall haben.

Generationen die aber damit aufwachsen denken natürlich anders darüber.

lothar
  • • (Film) als nächstes geplant: Equi

#3 Torwan

Torwan

    Cybernaut

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Geschrieben 25 Oktober 2012 - 09:11

Ich finde die Idee grundsätzlich auch gut. Dass sich Technik versteckt und nicht dominant rüber kommt, ist doch eigentlich eine gute Sache. So könnte man sich in der Zukunft eine mittelalterliche Burg oder ein imperiales Landhaus aus dem 19. Jahrhundert bauen, aber trotzdem versteckt die modernste Technologie darin haben. Dass das ganze nicht billig daherkommen wird, ist auch klar. Gerade early-adopters werden Geld investieren müssen, viel Geld. Aber andererseits, wenn ich mir die Masse an Smartphones anschaue, die mittlerweile auch nahezu allgegenwärtig sind, sehe ich da mittelfristig kein Problem. Warum sich Leute aufregen, da die Idee von einem Konzern kommt, ist doch auch klar. Es ist modern keinem mehr zu glauben, sondern grundsätzlich finstere Absichten, Lügen, Betrug und Täuschung zu unterstellen. Die Medien sind voll von derartigen Einzelfällen, allerdings behaupte ich einfach, dass nicht mehr gelogen wird als früher, sondern es kommt aufgrund der (grins) allgegenwärtigen Aufzeichnungstechnologie besser heraus und wird aufgrund der Art der Medien auch stärker berichtet. Daher kommt der Eindruck, dass Lügen und Täuschen allgegenwärtig ist und man besser den Verschwörungstheoretikern in Internetforen und Blogs glaubt. Wenn man diesen Denkansatz voraussetzt, sieht man das ganze so: Da kommt also Google daher, eine Firma mit zweifelhaftem Datenschutz-Ruf und will nicht nur meinen ganzen Internetverkehr, sondern auch noch mein sonstiges Leben ausspionieren, um mir Werbung anzudrehen und Sachen zu verkaufen. Und vielleicht eignet sich dieses Wissen über mich auch, um mich unter Druck zu setzen (Stichwort "gläserner Mensch") und außerdem könnte ja die NSA die Daten kopieren/klauen und dann sonst was Böses damit anstellen (Stichwort "Ich traue keiner Regierung und den USA sowieso nicht"). Mich wundert das daher nicht.

#4 yiyippeeyippeeyay

yiyippeeyippeeyay

    Interstellargestein

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Geschrieben 04 Dezember 2012 - 18:57

"Reduced reality" find ich (im Artikel) eine schlechte Wortwahl. Wichtig ist m.E. dass Menschen mehr im Jetzt und in der Welt leben als weniger. Persönlich tragbare Technik ist m.E. nur dann wertvoll, wenn sie das Erleben der "nah"-umgebenden Welt fördert, anstatt sie zu bündeln oder teilweise auszugrauen. Umgekehrt wird also ein Schuh daraus.

Ich traue Google auch nicht mehr, schon bevor der SPIEGEL die Fa. auf dem Kieker hatte. Aber diese Vision kann man ja trotzdem kritisch beurteilen, ohne gleich der realitätsferne Verschwörer (s. Vorpost, letzter Absatz) zu sein. Hoffe ich. Eingefügtes Bild

Dazu und allgemein zu neuer Technik behalte ich mir also ein kritisches Auge - oder 2 - vor. Wenn sie mir nutzt, ohne mir etwas wegzunehmen (so wie es eBooks m.E. tun), ist's Ok. Sonst: Überspringen, und auf den nächsten Hype warten... Eingefügtes Bild

Sollten praktisch alle Menschen um mich herum nur noch mit Googlebrillen herum laufen, und nur über den Google Gateway Chip im Kopf kommunizieren, muss ich mal sehen wie ich in einer plötzlich leiseren Großstadt zurecht komme. (Schönere Spaziergänge probieren! Eingefügtes Bild) Bei Max Headroom gab's die "Blanks"; evtl. werde ich dann sowas wie ein "Luddite Blank"... Eingefügtes Bild

P.S.: Interessanterweise kann ich mir vorstellen, dass es in Zukunft so etwas wie Luddsche Grüne gibt, die versuchen werden, sich von der ewig technikgeilen Mehrheit deutlicher als bisher abzusondern. Wenn die dann nicht gerade allzu hyperkonservativ ausfallen, könnte ich mir vorstellen in deren Enklave (auf einem riesigen Hovership in den Wolken? Eingefügtes Bild) zu leben.

/KB

Yay! KI-generiertes SF-Zitat Ende November...
"In the sprawling city forums of the galaxy, where chaos reigns and time flows differently, true power is found not in dominance, but in moderation. The wise use their influence to temper ambition with reason, and chaos with order."

(auf Bing.de generierter Monolog von der Copilot-S/W - die ich hiermit NICHT bewerbe! - nach Aufforderung nach einem "s.f. quote" mit einem bestimmten Wort darin; ich ersetzte nur das 4. Wort mit "city forums")


#5 Zack

Zack

    Illuminaut

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Geschrieben 04 Dezember 2012 - 19:36

Das ist schon komisch, wenn man selbst früher ein totaler Nerd und für jede neue Technik zu begeistern war, und jetzt das ganze eher kritisch sieht Eingefügtes Bild ...

So technikaffin ich auch bin, ich sehe das ganze auch kritisch. Google ist nicht der einzige Konzern, der solche Ideen hat. Und in vielen Science Fiction-Szenarien sind solche Ideen realisiert. An für sich klingt das auch toll, dass Technik unsichtbarer werden soll, alles leichter wird, angenehmer zu bedienen, jederzeit verfügbar etc. ...

Aber da gibt es auch einige Probleme ...

Wie verkraftet die Menschheit das psychologisch?
Ich würde mich auch "beobachtet" fühlen, wenn überall Technik ist, jederzeit Nachrichten aus aller Welt hereinflattern, ich quasi jederzeit Werbung für irgendetwas erhalte, was mir gefällt. Mir ist es jetzt schon unangenehm, dass auf Webseiten Werbung von Onlineshops angezeigt wird, die ich häufiger mal besucht habe. Klar, ist auch nett, wenn man passende Werbung bekommt und keinen Müll. Aber wie wärs allgemein mit weniger Werbung? Oder doch mal was anderes? Ich sehe ja gar nicht mehr über meinen Tellerrand hinaus.

Wie wird unsere Privatsphäre zukünftig definiert sein?

Und kontrollieren wir dann überhaupt noch die Technik oder die Technik uns? Werden wir nicht endgültig abhängig?
Viele können ja schon heute ohne Google auf viele Fragen keine Antworten geben. Warum auch nachdenken, wenn man googeln kann.

Und natürlich hat jeder, der anderen irgendwie was Böses will, ein wunderbares Kontrollinstrument zur Hand.

Naja, ich sehe da viele Chancen, aber auch viele Nachteile. Ich liebe Technik, aber ich merke immer mehr, dass ich auch gerne einen technikfreien Raum habe. Mit dem Hund spazieren gehe und das Handy daheimlasse, einfach mal wieder in der Welt sein. Der "echten" Welt - die vielleicht irgendwann noch weniger wert ist als heute? ...
“Die Farben sind der Ort, wo unser Gehirn und das Universum sich begegnen.” (Paul Cézanne)


http://www.literatopia.de

#6 My.

My.

    Wiedergänger

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Geschrieben 04 Dezember 2012 - 19:48

Ich glaube, es war im 19. Jahrhundert, als es als große Gefahr für die Menschheit angesehen wurde, fliegen zu wollen. Ich glaube, es war anfangs des 20. Jahrhunderts, als der Menschheit der Untergang durch das Automobil drohte. Mit den Ideen wird sich auch die Handhabung ihrer Ergebnisse entwickeln, und zwar immer entsprechend der Grundsätze einer Gesellschaft bzw. einer Nation, mit der neue Ideen umgesetzt werden. In Deutschland also auf Kosten der Steuerzahler. In Italien zum Vorteil von Mafia, Camorra, N'Drangeta. In den USA zur Beförderung des Streits zwischen Republikanern und Demokraten, sowie als das schlagkräftige neue Argument gegen den Kommunismus. In Ruanda zur Vernichtung Angehöriger anderer Volksgruppen. In Südafrika zur sukzessiven Vernichtung des Werkes Nelson Mandelas. In Kolumbien zur Steigerung des Drogenumsatzes. In China zur Unterdrückung der Menschenrechte. Nur eines ist sicher: Egal, wie vorher lamentiert, befürchtet, verschwörungstheoretisiert wird - die Ideen werden irgendwann umgesetzt. My.

| Michael Haitel

| p.machinery Michael Haitel

| Norderweg 31 · DE-25887 Winnert

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#7 Torwan

Torwan

    Cybernaut

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Geschrieben 05 Dezember 2012 - 15:51

Außerdem: Die in diese Welt hineingeborenen Menschen werden sie als "normal" betrachten. Die einzigen, die damit Probleme haben werden, sind die, die in einer Welt geboren wurden, wo es das noch nicht gab.


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