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Einführung in die türkische Science-Fiction-Literatur


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7 Antworten in diesem Thema

#1 Sierra

Sierra

    Giganaut

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Geschrieben 17 März 2009 - 15:09

Einführung in die türkische Science-Fiction-Literatur

Inanc Atilgan


Von der osmanischen Zeit bis 2000

110 Seiten, englische Broschur

EUR 18,80 / sfr 33,30

Wieser Verlag, Klagenfurt

http://www.wieser-ve...om/?q=node/1149


Die erste Monografie, die türkische Science-Fiction im deutschsprachigen Raum präsentiert. Die grosse Aussagefähigkeit der Science-Fiction-Literatur in Bezug auf (inter)kulturelle Phanomene in der türkischen Bevolkerung ist nicht zu unterschätzen. Diese Art der Literatur, die vielfach abwertend als ≫trivial≪ und als pure ≫Unterhaltungsliteratur≪ bezeichnet wird, ist oft ein besserer ≫Spiegel≪ für kulturelle Verschiebungen innerhalb einer Gesellschaft, als dies in der (klassischen) ≫Hochliteratur≪ vielleicht zum Ausdruck kommt. Diverse Phänomene, die in dieser Literaturgattung angerissen werden, wie z. B. die interkulturellen Protagonisten und Antagonisten, verdienen es jedoch, in weiteren Studien noch genauer betrachtet zu werden. Es zeigt sich, dass es in der Türkei eine eigenstandige Science-Fiction-Literatur gibt, die sich seit den 1970er Jahren entwickelt hat. Sie ist zwar ein kleiner, aber mit ihrer Besonderheiten ein wichtiger Teil der internationalen, vom angloamerikanischen Raum dominierten Science-Fiction-Szene.

Inanc Atılgan: Studium der Orientalistik und Geschichte an der Universitat Wien, Mag. phil., Dr. phil., 1996-2001 Mitarbeit an der Erstellung des etymologischen Wörterbuches des ≫Türkeitürkischen≪ unter der Leitung von Univ.-Prof. Dr. Andreas Tietze, 2002-2005 Tätigkeit in der Abteilung fur Internationale Forschungskooperation des österreichischen Bundesministeriums für Wissenschaft. 2005-2007 Ass.-Prof. Dr. an der Universitat der Union der Türkischen Kammern und Börsen (TOBB-ETU). 2007-2008 Ass.-Prof. Dr. an der Universitat Bilkent. Seit 2008 in der Türkisch-Historischen Gesellschaft. Atılgan ist mit seinem originellen Beitrag zum ≫Türkeibezug≪ Freuds Träger des Wissenschaftlerpreises des Freudjahres 2007 in der Türkei. Von Atılgan sind bei Wieser schon drei Bücher erschienen: Österreichs Dilemma 1915, Türken oder Armenier?, Österreichisch-Türkische Wirtschaftsbeziehungen und A Missed Opportunity. Archival Sources of The Viennese Armenian-Turkish Platform.


Eingefügtes Bild

Bearbeitet von Sierra29, 17 März 2009 - 15:14.


#2 Nessuno

Nessuno

    Giganaut

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Geschrieben 18 März 2009 - 16:37

Danke für den Hinweis!Ich kenne folgende hübsche Uralt-Utopie aus dem Jahre 1910 (von einer türkischen Frau verfasst, damals eine echte Seltenheit!):Hanum, Halideh ElibDAS NEUE TURAN. Ein türkisches Frauenschicksal.(? / 1910)Ü:. Friedrich Schrader; Einleitung des ÜbersetzersWeimar: Gustav Kiepenheuer, 1916, XI, 94 S. Deutsch Orient-Bücherei; Bd. 6Weisst du, ob das Werk in der "Einführung" behandelt wird?Nessuno

#3 Sierra

Sierra

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Geschrieben 18 März 2009 - 17:12

Danke für den Hinweis! Ich kenne folgende hübsche Uralt-Utopie aus dem Jahre 1910 (von einer türkischen Frau verfasst, damals eine echte Seltenheit!): Hanum, Halideh Elib DAS NEUE TURAN. Ein türkisches Frauenschicksal. (? / 1910) Ü:. Friedrich Schrader; Einleitung des Übersetzers Weimar: Gustav Kiepenheuer, 1916, XI, 94 S. Deutsch Orient-Bücherei; Bd. 6 Weisst du, ob das Werk in der "Einführung" behandelt wird? Nessuno

Kann ich Dir leider nicht sagen, weil ich das Buch nicht habe. Ich werde es aber wohl unserer Bib. zur Anschaffung vorschlagen und kanns dann nachgucken (falls sie es kaufen)... Der Autor hat übrigens u.a. zur SF ein Interview auf der letztjährigen Frankfurter Buchmesse gegeben: http://archiv.litera...hp?id=766pr1100

Bearbeitet von Sierra29, 18 März 2009 - 17:13.


#4 Robin

Robin

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Geschrieben 19 März 2009 - 00:26

Ich werde mir das sicherlich auch mal in der Bib anschauen. Klingt spannend.
Mein Blog: http://www.haseler.de/blog/

Liest gerade | für die Magisterarbeit viele, viele Dinge
Lernt gerade| Geschichte
Schreibt gerade | Blogbeiträge... usw. usf.

#5 Sierra

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Geschrieben 17 April 2012 - 13:25

Auf der Seite des Verlags findet sich eine ausführliche Rezension von Hermann Urbanek.

http://www.wieser-ve...ction-literatur

#6 Gast_Michael Iwoleit_*

Gast_Michael Iwoleit_*
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Geschrieben 25 April 2012 - 00:36

Danke für den Hinweis, Sierra. Die Science Fiction wird doch immer internationaler. Ich erinnere mich, daß ich 2005 für InterNova nach türkischen SF-Autoren recherchiert habe, aber nur auf den Namen eines Autors gestoßen hin, der über keine Internet-Präsenz verfügte. Seitdem habe ich nur eine türkische SF-Story in der Anthologie "Alles Blaue, alles Grüne dieser Welt" gelesen, die aus Anlaß des türkischen Buchmesse-Auftritts bei dtv erschienen ist. Die Autorin der Story, Nazli Eray, ist in der Türkei wohl ziemlich populär. Es gibt immer noch viele weiße Flecken auf der SF-Weltkarte. Kürzlich habe ich mit einigen Kollegen im Iran Kontakt geknüpft, die mir Material für InterNova schicken wollen. Auch dort gibt es eine zwar kleine, aber aktive Szene. Überhaupt entwickelt sich Asien immer mehr zum Zukunftskontinent der SF. Als ich kürzlich eine Story von David Hontiveros publizert habe, sind die Zugriffszahlen auf InterNova dramatisch in die Höhe geschnellt. Wir haben nun jede Menge neue Leser auf den Philippinen. Gruß MKI

#7 Martin Stricker

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Geschrieben 25 April 2012 - 07:27

Zum Thema internationale SF: Es gab ja vor einer Weile eine Anthologie indischer SF, im Projekte-Verlag, wenn mein Gedächtnis mich nicht trügt. Nun war ich vor kurzem dienstlich in Indien und hatte gehofft, in einer Buchhandlung etwas von indischen Autoren zu finden, doch die Situation ist ähnlich wie in Deutschland: Jede Menge US-Autoren, aber nichts einheimisches, und die Buchhändler kannten nicht mal einheimische Autoren, die ich dann hätte bestellen können. :(

#8 Sierra

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Geschrieben 26 April 2012 - 20:37


Die Science Fiction wird doch immer internationaler. Ich erinnere mich, daß ich 2005 für InterNova nach
türkischen SF-Autoren recherchiert habe, aber nur auf den Namen eines Autors gestoßen hin, der über
keine Internet-Präsenz verfügte. Seitdem habe ich nur eine türkische SF-Story in der Anthologie "Alles
Blaue, alles Grüne dieser Welt" gelesen, die aus Anlaß des türkischen Buchmesse-Auftritts bei dtv
erschienen ist. Die Autorin der Story, Nazli Eray, ist in der Türkei wohl ziemlich populär.




Die von Dir erwähnte Anthologie klingt ebenfalls interessant, ich hab sie mir eben bestellt.

Bei einer Kurzrecherche im Netz bin ich noch auch die Anthologie "Liebe, Lügen und Gespenster" , hrsg. von Börte Sagaster, gestoßen. Im Nachwort heißt es

Krimi, Thriller, Science-Fiction, historische Erzählung, erotische Literatur: Populärliterarische Genres sind heute auch in der Türkei zu einem von der etablierten Literaturkritik wahrgenommenen Bestandteil des literarischen Lebens geworden. Zwei Beispiele für die immer beliebter werdende Science-Fiction sind die Texte von Izzet Yasar und Gürsel Korat in diesem Band: Yasar, der zu Anfang der Achtzigerjahre als Autor von satirischen Kurzgeschichten bekannt wurde, in denen Intertextualität als Stilmittel eine wichtige Rolle spielt, persifliert in der hier vorgestellten Science-Fiction-Geschichte »Astra« einen der ganz großen Autoren der türkischen Literatur, Yasar Kemal: Eine kleine grüne Marsfrau, die mit ihrem Raumschiff in der von dem aus Kemals Roman »Memet mein Falke« bekannten Cukurova landet, verliebt sich in einen anatolischen Bauern und siedelt sich als »fremde Braut« in einem anatolischen Dorf an. Auch die Science-Fiction-Erzählung »Metamorphose« von Gürsel Korat, einem für seine in seldschukischer Zeit spielenden historischen Romane bekannten Autor, nimmt Bezug auf die literarische Tradition Kleinasiens: Aphrodite ist die Heldin seiner Erzählung, die im letzten Jahr des dritten Jahrtausends nach Christus in der Ägäisstadt Assos spielt.

Quelle: http://www.unionsver...80&link_id=6858


Zum Thema internationale SF: Es gab ja vor einer Weile eine Anthologie indischer SF, im Projekte-Verlag, wenn mein Gedächtnis mich nicht trügt. Nun war ich vor kurzem dienstlich in Indien und hatte gehofft, in einer Buchhandlung etwas von indischen Autoren zu finden, doch die Situation ist ähnlich wie in Deutschland: Jede Menge US-Autoren, aber nichts einheimisches, und die Buchhändler kannten nicht mal einheimische Autoren, die ich dann hätte bestellen können. Eingefügtes Bild



An die indische Anthologie erinnere ich mich auch noch: http://www.scifinet....geschah-morgen/

Bearbeitet von Sierra, 26 April 2012 - 20:51.



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