{\rtf1\ansi\ansicpg1252\uc1 \deff0\deflang1033\deflangfe1031{\fonttbl{\f0\froman\fcharset0\fprq2{\*\panose 02020603050405020304}Times New Roman;}{\f1\fswiss\fcharset0\fprq2{\*\panose 020b0604020202020204}Arial;}
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{\pntxtb (}{\pntxta )}}\pard\plain \s21\qc\nowidctlpar\adjustright \fs36 {\lang1031 Eine Welt steht Kopf
\par }\pard\plain \qj\nowidctlpar\adjustright \fs20 {\lang1031 
\par }\pard\plain \s22\qc\nowidctlpar\adjustright \i {\lang1031 Kapitel 1 \endash  Teil 2
\par }\pard\plain \qj\fi170\nowidctlpar\adjustright \fs20 {\lang1031 
\par Die Dame an der Gegenseite der Visiphonverbindung wirkte verlegen. Da\'df sie ihrem Gespr\'e4chspartner keine bessere Auskunft geben konnte, machte sie sichtlich nerv\'f6s. Besonders dann, wenn dieser Rhodan hie\'df und der Gro\'df
administrator des Solaren Imperiums war.}{
\par  \rdblquote }{\lang1031 Atlan? \endash  Leider nicht hier, Sir, tut mir leid!\'94}{
\par }{\lang1031 Ihr h\'fcbsches ovales Gesicht f\'fcllte die ganze Bildscheibe, die gr\'fcnen Augen und die hohen Wangenknochen gaben ihr einen aparten Ausdruck. Rhodan wu\'dfte, da\'df
 Atlan bei der Auswahl seiner Vorzimmerordonanzen immer eine guten Geschmack bewiesen hatte. Unwillk\'fcrlich mu\'dfte er grinsen.}{
\par \rdblquote }{\lang1031 Sir? \endash \'94}{
\par }{\lang1031 Die junge Frau legte den Kopf schief und blickte Rhodan fragend an, als sie die Ver\'e4nderung in seinem Gesicht bemerkte. Perry entschuldigte sich schnell.}{
\par \rdblquote }{\lang1031 Ich war nur in Gedanken\'94, erkl\'e4rte er und blickte wieder \'fcber seine Unterlagen.}{
\par \rdblquote }{\lang1031 Hat er denn nicht gesagt, wo man ihn erreichen kann?\'94 hakte er nach. Die Frau sch\'fcttelte langsam den Kopf, w\'e4hrend sie die Aufzeichnungen in Atlans Terminkalender abrief und Seite f\'fcr Seite durchging.}{
\par }{\lang1031 Sie legte den Zeigerfinger auf bestimmte Stellen des Schirms, der zu ihrer Rechten leuchtete.}{
\par \rdblquote }{\lang1031 Das letzte Mal hatte ich mit ihm kurz vor Beginn der Jubil\'e4umsfeierlichkeiten gesprochen. Danach nicht mehr.\'94}{
\par }{\lang1031 Sie blickte Rhodan offen an und Anzeichen von aufkommender Unruhe standen in ihrem Gesicht. }{
\par }{\lang1031 Wenn Rhodan nicht wu\'dfte, wo Atlan war\'85}{
\par \rdblquote }{\lang1031 Ich verstehe es selbst nicht\'94, gestand sie. \rdblquote Nach den Feierlichkeiten hatte er in den vergangenen Tagen noch etliche Termine, die er nicht wahrgenommen hat. Ich habe versucht, ihn \'fc
ber seine Geheimfrequenz zu erreichen und Nachrichten bei seinem Hausrobot hinterlassen, aber er hat auf nichts reagiert.\'94}{
\par }{\lang1031 Pl\'f6tzlich schien ihr eine f\'fcrchterlicher Gedanke zu kommen. Sie legte die Hand entsetzt vor den Mund.}{
\par \rdblquote }{\lang1031 Es wird ihm doch nichts passiert sein\'85?\'94}{
\par }{\lang1031 Rhodan schwieg eine Zeitlang und ging seinen Gedanken nach. Sein Gegen\'fcber an der anderen Seite der Sprechverbindung hatte er offenbar ganz vergessen. }{
\par }{\lang1031 Es war in der Tat ungew\'f6hnlich, da\'df Atlan dem USO-Geb\'e4ude fernblieb, ohne einen Hinweis auf seinen Verbleib zu geben. Unter normalen Umst\'e4nden w\'e4re es stets m\'f6glich gewesen, ihn \'fc
ber seinen Handkommunikator zu erreichen. Unter normalen Umst\'e4nden. Aber offenbar hatte der Arkonide das Ger\'e4t ausgeschaltet oder ignorierte es bewu\'dft. }{
\par }{\lang1031 Ein dezentes R\'e4uspern holte Rhodan aus seinen \'dcberlegungen zur\'fcck und machte ihn auf seine Unh\'f6flichkeit aufmerksam. Er murmelte eine Entschuldigung und sagte: }{
\par \rdblquote }{\lang1031 Wird sich schon aufkl\'e4ren, machen Sie sich da mal keine Sorgen, ich k\'fcmmere mich darum.\'94}{
\par }{\lang1031 Er bedankte sich l\'e4chelnd bei der Ordonanz und unterbrach die Verbindung. Atlan ging gelegentlich eigene Wege, unkonventionell war sein Verhalten schon immer gewesen. Selbst achtundvierzig Stunden waren kein Ze
itraum, bei dem man sich schon ernsthaft Gedanken machen mu\'dfte. Auch das lag durchaus noch im Bereich des Normalen.. }{
\par }{\lang1031 Nur hatte Rhodan diesmal allen Grund, etwas Au\'dfergew\'f6hnliches zu vermuten.}{
\par  \rdblquote }{\lang1031 Habe ich es dir nicht gesagt?\'94}{
\par }{\lang1031 Die hohe Stimme geh\'f6rte dem Mausbiber, der auf einem der Sessel in Rhodans Arbeitszimmer sa\'df. Genau genommen war das nat\'fcrliche eine Untertreibung, denn wer Gucky kannte, wu\'dfte auch, da\'df er die Bequemlichkeit \'fc
ber alles liebte. Platz nehmen hie\'df bei ihm in der Regel: hinstrecken und herumr\'e4keln.}{
\par \rdblquote }{\lang1031 Seit zwei Tagen versuche ich Atlan zu finden\'94, erkl\'e4rte er. \rdblquote \'dcberall war ich schon, sogar an den verr\'fccktesten Orten, wo er sich aufhalten k\'f6nnte. Aber nichts \endash 
 nicht ein Hauch von Spur! Als ob es ihn nie gegeben h\'e4tte.\'94}{
\par }{\lang1031 Rhodan nickte zustimmend. Das \'dcberall-war-ich-schon durfte bei Gucky nat\'fcrlich nicht w\'f6rtlich genommen werden. Bei ihm bedeutete es lediglich, da\'df er gedanklich in den K\'f6
pfen einiger Leute herumspioniert hatte. Wenn nicht besondere Umst\'e4nde eingetreten w\'e4ren, Perry h\'e4tte nie nach so kurzer Zeit bereits nach dem Verbleib seines Freundes forschen lassen. Nur zu gern h\'e4tte er alle verf\'fc
gbaren Leute auf den Fall angesetzt, aber seine Verantwortung verbot es ihm, auf einen vagen Verdacht hin den gesamten Apparat der Solaren Abwehr in Bewegung zu setzen. Das war nicht \'fcbertrieben, denn Atlans Wichtigkeit w\'fcrde einen Schritt dieser Gr
\'f6\'dfenordnung erforderlich machen. Genau genommen \'fcberschritt er jetzt bereits seine Kompetenzen, denn f\'fcr Angeh\'f6rige der USO war immer noch in erster Linie zun\'e4chst die USO zust\'e4ndig.}{
\par \rdblquote }{\lang1031 Meine Erkundigungen bei Nathan haben bislang zu keinem Ergebnis gef\'fchrt\'94, sagte er mit sorgenvollem Unterton. \rdblquote Der letzte Aufenthaltsort war die Feier zum 500-j\'e4
hrigen Bestehen der USO. Wir haben eindeutige Bildaufzeichungen, die das belegen. Aber f\'fcr die Zeit danach fehlt uns jede Spur. Ich habe Nathan angewiesen, das Material zu analysieren und herauszufinden, wer Atlans Gespr\'e4
chspartner waren und wann er die Runde verlassen hatte. Ich erwarte jeden Augenblick Resultate.\'94}{
\par }{\lang1031 Rhodan unterbrach seine Ausf\'fchrungen. Er bedachte den Mausbiber mit einem fast z\'e4rtlichen Blick. Die \'c4hnlichkeit des Ilts mit einem bekannten terranischen Tier verf\'fchrte manchen zu einer falschen Einsch\'e4
tzung. Gucky jedoch war kein Tier, sondern ein hochintelligentes Lebewesen vom Planeten Tramp, das vor vielen Jahrhunderten mit den Terranern zusammengetroffen und zu deren bestem Freund und Verb\'fcndeten geworden war.}{
\par }{\lang1031 Gucky wu\'dfte genau, da\'df Rhodans Blick nicht von der \'fcblichen Sorte war. Dazu kannte er ihn schon zu lange. Deshalb verzichtete er auch auf eine passende Reaktion. Begriffe wie \lquote pussierlich\rquote  und \lquote kuschelig\rquote 
  verf\'fchrten Gucky h\'e4ufig dazu, jemanden zur Strafe telekinetisch irgendwohin zu bef\'f6rdern und dort f\'fcr den Rest des Tages verweilen zu lassen. Nat\'fc
rlich siegte dann immer sein Mitleid, und sein Zorn war bereits nach ein paar Minuten wieder verfolgen. Aber die abschreckende Wirkung verfehlte eine solche Demonstration sein Unmutes  nie.}{
\par \rdblquote }{\lang1031 Du machst dir Sorgen, nicht wahr?\'94 fragte er leise. Er hatte zwar nicht in Rhodans Gedanken gelesen, aber dessen Gesicht sprach B\'e4nde.}{
\par }{\lang1031 Rhodan nickte schwer.}{
\par \rdblquote }{\lang1031 Ich h\'e4tte nie gedacht, mir einmal so viele Sorgen um den alten Haudegen machen zu m\'fcssen\'94, beantwortete Rhodan die Frage des Ilts. \rdblquote Aber ich habe diesmal ein verdammt ungutes Gef\'fchl\'94, fuhr er fort. 
\rdblquote Und meine Gef\'fchle haben mich nur sehr selten getrogen\'94.}{
\par }{\lang1031 Rhodan durchsuchte seine Erinnerung nach verd\'e4chtigen Beobachtungen. Nat\'fcrlich war auch er bei dem Bankett anwesend gewesen, hatte mit sehr vielen Leuten gespro
chen und Atlan zeitweise aus den Augen verloren. So ganz genau vermochte er nicht mehr zu sagen, was der Arkonide wann und wo getan hatte und wer sich in seiner N\'e4he aufgehalten hatte.  Es hatte einfach zu viele Ablenkungen gegeben.}{
\par }{\lang1031 Rhodan bedauerte, da\'df bei dem Festakt keine Mutanten teilnehmen durften. Denn die meisten geladenen G\'e4ste hatten darauf bestanden \endash  oder h\'e4
tten andernfalls ihre Teilnahme verweigert. Aber das war nicht der einzige Grund. gewesen. Atlan wollte mit diesem Schritt einen Beweis f\'fcr die guten Beziehungen mit allen galaktischen V\'f6lkern liefern.}{
\par }{\lang1031 Gl\'fccklicherweise jedoch wurden Veranstaltungen dieser Gr\'f6\'dfenordnung aus Sicherheitsgr\'fcnden immer mit Kameras observiert. Dagegen gab es auch keine Einw\'e4nde. Die robotisch gesteuerten Sonden waren klein und unauff\'e4
llig und bewegten sich mit eigenen Antigravfeldern. Sie konnten keine Gedanken aussp\'e4hen oder G\'e4ste psionisch beeinflu\'dfen, was in der Regel der Haupteinwand gegen Rhodans Mutanten als Teilnehmer war. }{
\par }{\lang1031 Das gesamte Geb\'e4ude war \'fcber ein antipsionisches Abschirmfeld gesichert. Von au\'dfen hatte ein Mutant nicht die geringste Chance, es zu durchdringen. Hinzu kamen Schirmfelder konventioneller Art. Alles nat\'fcrlich in Ma\'df
en, um den feierlichen Charakter der Veranstaltung nicht zu st\'f6ren. Das von 
den Mikrosonden aufgenommene Bildmaterial wurde gespeichert, um bei unvorhergesehenen Ereignissen, wie beispielsweise Attentaten, den Ermittlungen zu dienen. Und hierauf ruhte nun  Rhodans gr\'f6\'dfte Hoffnung..}{
\par }{\lang1031 W\'e4hrend Rhodan still seinen \'dcberlegungen nachging, war Gucky von der Couch aufgestanden und lief nun unruhig im Zimmer herum. Auch ihn sorgte nat\'fcrlich das pl\'f6
tzliche Verschwinden des Arkoniden. Er kannte Atlan genauso lange wie Rhodan, und er hatte immer einen riesigen Respekt vor dem alten, ehemaligen Arkonidenadmiral und jetzigen USO-Chef. Atlan war sein Freund, genau wie Perry es war, und er w\'fc
rde alles geben, um ihm zu helfen . Notfalls sogar sein Leben.}{
\par }{\lang1031 Ein pl\'f6tzliches Klopfen lie\'df den Ilt abrupt innehalten. Sein Blick ging zu Rhodan und er sah, was die Ursache war.}{
\par }{\lang1031 Wenn der Gro\'dfadministrator begann, nerv\'f6s mit den Fingern auf dem Schreibtisch zu trommeln, dann war das ein Anzeichen h\'f6chster Unruhe und Sorge. }{
\par }{\lang1031 Perry bemerkte nicht den Blick des Ilts, sondern stand auf und trat ans Fenster. Gedankenverloren schaute er hinaus. Vor ihm zu F\'fc\'dfen lag die Metropole Terrania City. M\'e4chtige Wolkenkratzer ragten dicht gedr\'e4ngt aus dem Boden. Fr
\'fcher einmal war hier nichts \endash  nur lebensfeindliche W\'fcste. Kurz nach Ausrufung der }{\i\lang1031 Dritten Macht}{\lang1031  entstanden, bedeckte die Stadt im Jahr 2300 bereits einen Gro\'dfteil der W\'fcste Gobi und war eines der gr\'f6\'df
ten Machtzentren der Galaxis geworden. }{
\par }{\lang1031 Unz\'e4hlige Jahre waren seitdem vergangen, und Rhodan hatte sich oft gewundert, da\'df ein Mensch diese Zeiten geistig unbeschadet \'fcberstehen konnte. Dank seines Zellaktivators war er unsterblich geworden. Ein Ger\'e4
t unbekannter Technologie, vom Geistwesen ES an wenige auserw\'e4hlte Personen verliehen. Auch der Arkonide Atlan trug ein solches. Aber es sch\'fctzte nur vor Krankheit und Giften und beschleunigte den Heilungsprozess von Verletzungen \endash  gegen t
\'f6dliche Wunden war es machtlos.}{
\par }{\lang1031 Diese Gedanken gingen Rhodan durch den Kopf, und er versp\'fcrte ein beklemmendes Gef\'fchl in der Brust, als er wieder an Atlan dachte.}{
\par }{\lang1031 Wenn doch endlich Nathan mit seiner Analyse fertig w\'e4re!}{
\par }{\lang1031 Pl\'f6tzlich summte das Visiphon und k\'fcndigte damit einen Anruf an. Perry war unwillk\'fcrlich zusammengezuckt, seine Hand scho\'df vor, um die Aktivierung zu bet\'e4tigen. Aber ein kurzer Blick auf den Schirm verriet ihm, da\'df
 der Anruf nicht von Nathan kam. }{
\par \rdblquote }{\lang1031 Wir haben noch keine Spur, Dicker!\'94 sagte er, noch bevor die Bildfl\'e4che seinen Gespr\'e4chspartner angezeigt hatte. Der Ident-Kode auf dem Schirm hatte Bully als Anrufer ausgewiesen. }{
\par }{\lang1031 Der Dicke, wie Bully auch liebevoll von seinen engsten Freunden genannt wurde, war einen Moment lang \'fcberrascht, dann jedoch l\'e4chelte er verstehend. Er kannte Perrys Eigenarten zur Gen\'fcge.}{
\par \rdblquote }{\lang1031 Das ist auch nicht das, was ich wissen wollte\'94, erwiderte Bully mit einem Anflug von Belustigung. \rdblquote Nat\'fcrlich interessiert es m
ich, aber ich habe neue Erkenntnisse, die vielleicht etwas mehr Licht in das Dunkel der Angelegenheit bringen k\'f6nnten.\'94}{
\par }{\lang1031 Rhodan war hellh\'f6rig geworden und betrachtete Bullys Abbild aufmerksam. Auch Gucky kam herbeigelaufen, um einen freien Blick auf die Bil
dscheibe zu haben. Vor lauter Aufregung hatte er sogar vergessen zu teleportieren, wie es sonst seine Angewohnheit selbst bei den kleinsten Entfernungen war. Erwartungsvoll stand er neben Rhodan und bleckte seinen Nagezahn.}{
\par }{\lang1031 Bully blickte auf eine Folie, die er in H\'e4nden hielt. Rhodans Schweigen deutete er als Zustimmung. Ohne Umschweife kam er zur Sache.}{
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