
Wir kriegen an SF was wir verdienen ...
#1
Geschrieben 10 Mai 2005 - 07:06
Thomas Sebesta/Neunkirchen/Austria
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#2 Gast_Guest_*
Geschrieben 10 Mai 2005 - 09:40
Es gibt Leute, die behaupten würden, dass die Zunahme von MilSF keinesfalls notwendigerweise zu der Annahme führen muss, die Leute hätten keinen Zukunftsgeist mehr... außer natürlich, man definiert "Zukunftsgeist" über ganz bestimmte ideologische Vorstellungen, die nicht diskutierbar wären.Ich habe heute den ersten Beitrag von Hartmut Kasper, "Es war einmal in fernen Zukunft", aus dem Heyne Jahrbuch 2005 gelesen. Dort wir die Science Fiction als Spiegel der Gesellschaft beschrieben. Was ja nicht so ohne weiteres von der Hand zu weisen ist. Daher stellt sich ja nicht die in einem anderen Thread abgehandelte Frage: ...was muss sich in der SF ändern?" sondern wirft sich die Frage auf "Bekommen wir jene SF welche wir verdienen?". Ist die Häufung der militaristischen SF Ausdruck der gegenwärtigen Weltlage? Ist das nichtaufgreifen von Themen der Social Fiction Ausdruck der Ratlosigkeit? Fehlen Perspektiven für die Zukunft? Ist der Zukunftsgeist der Menschen zum erliegen gekommen? Jedenfalls ein anderer Ansatz Gruß Thomas
#3
Geschrieben 10 Mai 2005 - 09:41
"Alles, was es wert ist, getan zu werden, ist es auch wert, für Geld getan zu werden."
(13. Erwerbsregel)
"Anyone who doesn't fight for his own self-interest has volunteered to fight for someone else's."
(The Cynic's book of wisdom)
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#4
Geschrieben 10 Mai 2005 - 10:16
Das eine schließt das andere ja nicht aus. Sicher kriegt man "die SF, die man verdient" - und wer was "Besseres" verdient, der kann es m.E. nach im reichhaltigen Angebot immer noch finden. Aber das bedeutet nicht unbedingt, dass man sich resigniert zurücklehnen muss, wenn man mit der Gesamtrichtung des Marktes nicht zufrieden ist. Man kann immer versuchen, etwas daran zu tun - indem man selbst seine Bücher auswählt und damit die Nachfrageseite des Marktes mitgestaltet. Indem man Werbung macht für die Art Bücher, von denen man gerne mehr hätte. Indem man als Macher in den Verlagen gestaltet und nicht nur reagiert; und indem man als Autor nicht nur dem Trend hinterherläuft, sondern sich bemüht, vor der Woge zu bleiben und vielleicht sogar seinen Beitrag dazu leistet, die Fließrichtung ein wenig zu ändern. Denn wenn man die SF kriegt, die man verdient, heißt das ja auch, dass man etwas ändern kann - wenn man genug Leute findet, die auf allen Stufen dieses gesellschaftlichen Wechselspieles mitziehen. Wenn nicht, hat man halt Pech gehabt und muss in der Minderheit verbleiben. Aber wer nur in jämmerlichem Tonfall sagt: "die verdienen es nicht anders", der hat es wohl auch verdient, wenn er nur Literatur bekommt, die er als jämmerlich empfindet.Daher stellt sich ja nicht die in einem anderen Thread abgehandelte Frage: ...was muss sich in der SF ändern?" sondern wirft sich die Frage auf "Bekommen wir jene SF welche wir verdienen?".
#5
Geschrieben 10 Mai 2005 - 18:32
Kauft meine Bücher!Ist die Häufung der militaristischen SF Ausdruck der gegenwärtigen Weltlage?
Ist das nichtaufgreifen von Themen der Social Fiction Ausdruck der Ratlosigkeit?
Fehlen Perspektiven für die Zukunft?
Ist der Zukunftsgeist der Menschen zum erliegen gekommen?
Völker der Sonne hat
- Zukunftsgeist
- KEINE Military
- Social Fiction
- Perspektiven
darüber hinaus noch Action, Sex and Crime

Die Fortsetzung ist schon beim Korrekturlesen, es wird aber wohl nicht beim Titel
In ferner Zukunft
bleiben.
Pardon, aber die Eigenwerbung konnte ich mir dann doch nicht verkneifen. Andere Autorinnen, deren Werke den geforderten Kriterien entsprechen, sollten hier ebenfalls antworten.
Bearbeitet von Beverly, 10 Mai 2005 - 18:35.
#6
Geschrieben 10 Mai 2005 - 18:49
Ich finde, ich habe es nicht verdient, 3 oder 4 Bücher wg. Mittelmäßigkeit angelesen im Regal zu haben. Ich muss zudem sagen, dass ich in meinen Augen gute SF - von Simmons, Marrak, Banks und ein Eschbach war auch darunter - dadurch gefördert habe, dass ich sie gekauft habe. Ich glaube, die gängige SF ist zum Teil so schlecht, weil sie wie eine Massenware produziert wird. Die AutorInnen halten sich an einen leicht verkäuflichen kleinsten gemeinsamen Nenner - das ist nunmal Military und Space Opera - und das wird dann in hoher Stückzahl zu niedrigen Konsten produziert. Dann ist das Buch für 8 oder 9 Euro aber nicht selten eben jene schwer leserliche Enttäuschung, wie sie bei mir im Buchregal Staub ansetzt. Die Verlage können widerum damit argumentieren, dass sich anspruchsvolle Sachen nur schlecht verkaufen, also der dumme oder arme oder dumme und arme Leser schuld ist. Wer hat den Leser dumm und arm gemacht - Politik und Wirtschaft ... und so wären wir vom Hölzchen aufs Stöckchen und von Stöckchen auf die Arche Noah gekommen ...Daher stellt sich ja nicht die in einem anderen Thread abgehandelte Frage: ...was muss sich in der SF ändern?" sondern wirft sich die Frage auf "Bekommen wir jene SF welche wir verdienen?".
#7
Geschrieben 11 Mai 2005 - 06:52
Endlich hat mal jemand die Schuldigen benannt! Das war schon lange fällig. Dirk, der aus dem Kopfschütteln angesichts dieser Sozialarbeiterdiskussion nicht mehr heraus kommtWer hat den Leser dumm und arm gemacht - Politik und Wirtschaft
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#8
Geschrieben 11 Mai 2005 - 08:00
Nimm mir das bitte nicht übel, Dirk, aber ich finde solche polemischen Kommentare fördern nicht umbedingt die Diskussion. Grüße HolgerEndlich hat mal jemand die Schuldigen benannt! Das war schon lange fällig. Dirk, der aus dem Kopfschütteln angesichts dieser Sozialarbeiterdiskussion nicht mehr heraus kommt
(Georg Christoph Lichtenberg)
#9
Geschrieben 11 Mai 2005 - 08:19
Warum sagt dann niemand etwas gegen polemisch-dümmliche Äußerungen wie die von mir zitierte? Sorry, aber da wird dann wohl mit zweierlei Maß gemessen...Nimm mir das bitte nicht übel, Dirk, aber ich finde solche polemischen Kommentare fördern nicht umbedingt die Diskussion. Grüße HolgerEndlich hat mal jemand die Schuldigen benannt! Das war schon lange fällig. Dirk, der aus dem Kopfschütteln angesichts dieser Sozialarbeiterdiskussion nicht mehr heraus kommt
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#10
Geschrieben 11 Mai 2005 - 08:29
Ich finde, da wird ein bisschen schlechtgeredet. Auch bei den großen Verlagen erscheinen viele Romane, die sich kritisch mit sozialen Entwicklungen auseinandersetzen. Spontan fallen mir ein: China Mieville, Kim Stanley Robinson, DAn Simmons (obwohl der mir die Sache etwas zu esoterisch angeht), Justina Robson, Matt Ruff, Richard Morgan (obwohl ich den nicht besinders schätze) und (wenn wir die Science Fiction etwas verlassen) Terry Pratchett. Und das sind nur welche, die in deutscher Übersetzung erscheinen, das angloamerikanische Angebot ist noch weit größer.Ist das nichtaufgreifen von Themen der Social Fiction Ausdruck der Ratlosigkeit?
R. Scott Bakker
"We have failed to uphold Brannigan's Law. However I did make it with a hot alien babe. And in the end, is that not what man has dreamt of since first he looked up at the stars?" - Zapp Brannigan in Futurama
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• (Buch) Neuerwerbung: Julie Phillips, James Tiptree Jr. (Biographie)
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#11
Geschrieben 11 Mai 2005 - 08:43
So keine anderen Erklärungen kommen, könnte ich das noch fortführenEndlich hat mal jemand die Schuldigen benannt! Das war schon lange fällig. Dirk, der aus dem Kopfschütteln angesichts dieser Sozialarbeiterdiskussion nicht mehr heraus kommtWer hat den Leser dumm und arm gemacht - Politik und Wirtschaft


Bearbeitet von Beverly, 11 Mai 2005 - 08:54.
#12
Geschrieben 11 Mai 2005 - 10:12
Darum geht es mir nicht. Die gibt es nicht. Nur die Platitüde "Politik und Wirtschaft" - das sind so diese "kapitalistischen Heuschreckenschwärme" einer Dumpfbacke wie Herr Müntefering - ist zu einfach, um auch nur annäherungsweise als Erklärungsmuster herhalten zu können. Damit erntet man Kopfnicken auf dem PDS-Stammtisch, dafür wäre mir dieser Thread aber dann doch zu schade.Und ich lasse mich gern davon überzeugen, dass es Heerscharen gebildeter, kaufwilliger und -fähiger LeserInnen gibt, die nur endlich die richtige SF bekommen müssen, um ihr ihre Herzen und Geldbörsen zu öffnen.
Bearbeitet von Diboo, 11 Mai 2005 - 10:13.
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#13
Geschrieben 11 Mai 2005 - 10:30
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#14
Geschrieben 11 Mai 2005 - 10:58
Damit kann ich jetzt schon eher was anfangen. Dass ökonomische Krisensituationen sich auch auf das Konsumverhalten niederschlagen, ist nachvollziehbar, aber ein "truism", den man jetzt in Bezug auf den SF-Markt mal operationalisieren müsste. Dazu müsste man genauere Angaben über den sozialen Status "der SF-Leser" haben. Sind diese tatsächlich die Gruppe, die aufgrund der derzeitigen Situation besonders "gefährdet" sind bzw. eine solche Gefährdung antizipieren? Und damit haben wir die Diskussion darüber, was die Ursachen für solche Krisenphänomene sind, noch nicht einmal begonnen. Es gibt Social Fiction - die aus der libertären Ecke -, die exakt jene Übel, die Müntebeverly und Müntekonrad bemängeln, für die Lösung der benannten Probleme halten. Utopien können doch sehr unterschiedlich aussehen, weil die Rezeption der Probleme sehr unterschiedlich verläuft. Ungeachtet dessen, ist es doch völlig legitim, zu sagen: Ich habe in der realen Welt umfassende Auseinandersetzung mit realen sozialen, politischen und ökonomischen Krisensituationen. Ich muss mich möglicherweise sogar beruflich in irgendeiner Form damit auseinander setzen. Da will ich von dem ganzen Krempel nichts mehr hören, wenn ich in meiner Freizeit abschalten - oder "fliehen" - möchte, und dieses Bedürfnis wird durch den Markt mehr bedient, weil mehr Leute dieser Ansicht sind. Der Umkehrschluss, dass die dafür geeignete Form von Literatur automatisch nur jene anziehe, deren intellektuelles Mittelmaß eine abstraktere Auseinandersetzung mit Zukunftsthemen nicht zuließe, und dass dafür Müntebeverlys "Politik und Wirtschaft" als böse, finstere Mächte verantwortlich wären, halte ich dann wiederum für gewagt und außerdem empirisch nicht belegbar.Wäre es nicht zulässig zu sagen: Die Wirtschaftslage ist besch...en. Die Politik bringt nichts weiter. Die Politikverdrossenheit steigt. Die Arbeitsplatzsicherheit sinkt. Die Moralität der Wissenschaft ist anfechtbar. Probleme genug - daher wird SF-Literatur, die sich nicht mit diesen Dingen auseinandersetzt, sog. Fluchtliteratur (siehe anderen Thread), in der die Welt soweit weg ist oder ein Hurraszenarion ausbreitet, zwecks Realitätsfluch besser verkauft. Zu deutsch: ich habe genug Probleme, wozu sich noch beim Lesen damit auseinandersetzen? Und insoferne kriegen wir was wir fordern - seichte Unterhaltungsliteratur abseits aktuelle oder drängender Probleme. Gruß Thomas
Bearbeitet von Diboo, 11 Mai 2005 - 11:19.
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#15 Gast_Gast_Kane_*
Geschrieben 11 Mai 2005 - 11:52


#16
Geschrieben 11 Mai 2005 - 12:27

Werner Heisenberg,Atomphysiker
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#17
Geschrieben 11 Mai 2005 - 12:33
Fluchtliteratur ist nichts verwerfliches (und wer ein wunderbar politisches Buch darüber lesen will, warum das so ist, dem möchte ich Michael Chabon wunderschönen Roman The Amazing Adventures of Kavalier and Clay ans Herz legen). Sie bringt oft wünsche und Phantasien auf den Punkt, die Menschen in unserer Gesellschaft haben und taugt deshalb auch dazu, über diese Wünsche und Phantasien nachzudenken - sei es nun in kritischer und zustimmender Absicht. Eine sozialkritische Intention der Autoren ist dafür nicht nötig (im Gegenteil: oft führt sie dazu, dass wir als Leser mit unerträglichen Platitüden a la Müntefering und pädagogischem Moralismus zugekleistert werden.)
Und ich sag's nochmal: wie kommt man eigentlich zu der Annahme, es gäbe derzeit keine oder zu wenig gesellschafskritisch interessierte SF? Ich zumindest komme derzeit mit dem Lesen nicht nach ... und da werden alle Ebenen bedient, vom PDS-Michael-Moore-Stammtischeln eines Richard Morgan bis zu den politisch verwickelten Szenarios Cina Mievilles, wo ganz und gar nicht mehr sicher ist, wer hier die Guten, die Bösen und die Schuldigen sind. Was will man mehr? Irgendwie scheint mir in der SF-Szene immer wieder so ein Kulturpessimismus im Schwange zu sein, den ich beim besten Willen nicht nachvollziehen kann.
R. Scott Bakker
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#18
Geschrieben 11 Mai 2005 - 12:36
Bearbeitet von Diboo, 11 Mai 2005 - 12:36.
"Alles, was es wert ist, getan zu werden, ist es auch wert, für Geld getan zu werden."
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#19
Geschrieben 11 Mai 2005 - 12:39
Hui-jui-jui-jui. Was'n Thema. Find ich viel zu spannend, um es lediglich auf Müntes wahlkampfpolitisches Gedöns zu beziehen.
Zum Beispiel Religion/Mythen:
Meiner bescheidenen Meinung nach krankt Deutschland an einer Allergie gegenüber der Moderne. Leider habe ich keine Zahlen zur Demographie in Sachen »Religion« finden können (sic), aber in meinem Hirn-Hinterstübchen liegt die Info, daß hierzulande die Abwendung von den traditionellen, vormodernen Groß-Mythen stetig anhält (Kirchenaustritte); daß es sehr schwer fällt, ein plurales Nebeneinander von vormodernen Groß-Mythen (Christentum, Islam, Buddismus, *Sekten* ect), frühmodernen Groß-Mythen (Nationalismus, Kommunismus/Sozialismus, Scienzismus, Aufklärung) zu akzeptieren; daß moderne Neo-Mythen (Fanship, Neuheidentum, Lifestyle-Baukäsen) weiterhin aus dem Feld der offiziell anerkannten Groß-Mythen ausgeschlossen bleiben.
So steht in meinem Ausweis weiterhin »ohne Bekenntnis«, obwohl das nicht meiner Selbstauffassung entspricht.
Was das mit dem Thema zu tun hat?
Nun. Wir finanzieren z.B. alle über die unsere Steuern weiterhin die Priesterausbildung, entrichten unseren Obolus für verurteile Ketzer von vor einigen Jahrhunderten; Theologie bosselt munter weiterhin als universitäre Disziplin neben den sie eigentlich obsolet machenden Disziplinen wie Kultur-(Literatur)-wissenschaft, Philosophie und den sich zur Verschmelzung aufmachenden Disziplinen der Ethnologie, Anthropologie, Psychologie, Verhaltensforschung usw.
Weiterhin sitzten in allen möglichen politisch- vor allem kulturellen Gremien Pfaffen und Bischhöfe. So wird beispielswiese das Gesundheitssystem und Pflegewesen (bis hin zu christlichen Kindergärten) - auch die Entwicklungs- sprich: Missionierungspolitik - entgegen dem (angeblich übersekularisierten) Bekenntnissen der Bevölkerung zu großen Teilen weiterhin von diesen *überholten* Herrschafts-Ideologen dominiert, zu deren effektivsten Instrumenten die Verkündung der Botschaften »fürchtet dem Tod mit panischer Inbrunst« und »füchtet die Sexualität und bläht die Scham ins Monströse« gehört. Das ergänzt sich wunderbar mit dem *Gegenpol* einer hyper-sportiven Übermenschen-Ideologie, die bestens mit dem Film »Naqoyqatsi« (Leben ist Krieg) portraitiert wurde.
Paternalistischer Patriachismus, der in seinen katholischen Formen offen daherkommt, sich aber auch als ideolgischer Kern vieler sozialistisch-nationalistischer Strömungen wiederfindet. Ich sag nur: die Idee des immerwährenden Fortschritts aus dem Geiste des heilsgeschichtlichen Aufstiegsglaubens.
Dabei ist die Überwindung solcher moralischen Steinzeit-Manichäismen mit der Erfindung des Fegefeuers bereits ein alter Hut (siehe Dante), die aber verwässert und wiederum instrumentalisiert wurde. Ich beobachte das bei den Bestrebungen, alles und jeden zu medizinalisieren. Normal gibts nicht, nur noch verschieden dringliche Stufen der Therapienotwendigkeit.
Okey. Ich finde die Ablösung der Queste durch die Therapie jetzt nicht rundum verdammungswürdig, aber wer über Form und Zweck der Therapie entscheidet, ist in meinen Augen doch noch stark verbesserungswürdig (siehe z.B. Viginia Woolfs Figur in dem Film »The Hours«).
Netter Link einer aktuellen Suchbewegung zu diesem Thema (mit prominenter Erwähnung von »Star Trek« im dort angebotenen PDF auf Seite 3):
Mythen, Religion und Zukunftsbilder. Wie stark ist ihre Prägekraft für die Gesellschaft von morgen?
Soviel als Abschweifung zum Thema von einem bekennenden Phantasten und Amœnokraten.
†¢†¢†¢
Zur Frage selbst:
Wir bekommen nicht die SF die wir verdienen. Wir bekommen die SF, von der die hiesigen Produzenten glauben, daß sie damit was verdienen können. Wer nur nach der Divise »Gib dem Affen Zucker« verfährt, braucht sich nicht wundern, wenn das Publikum wegen allgemeiner Fettsucht den Weg zum Buchladen nicht mehr gewillt ist anzutreten (die Konkurrenz Fernsehen und Computer bedienen solche Kautschkartoffel-Existenzen wesentlich effektiver).
Und das jetzt bitte nicht als Kapitalismuskritik verstehen. Mir ist unser heutiger Kapitalismus lieber als jede naiv-bejubelte archaische, vormoderne Gesellschaftsordnung. Nur weil *der Westen* oder *die Erste Welt* 400 Jahre lang als Aggressor von der Gloabilisierung profitiert hat, sind wir da, wo's uns jetzt verwöhnterweise so knackig geht. Immerhin schaffen wir es trotz isalamischen Terrorismus, die echt grauseligen Echtwelt-Kriege mit echten Toten weiterhin ins exotische Ausland zu exportieren. Jetzt, wo die von uns bisher gebeuelten Antipoden seit wenigen Generationen selbst Akademiker, Wissenschaftler und gewiefte Kaufleute hervorbringen und vor allem, seit mobile Massen auf der Suche nach einem angenehmeren Leben zu uns drängen, schwillt die kleinliche Angst der Geizigen und Status-Fixierten. Es muß noch viel mehr vermischt - sozusagen VerQuecksilbert - werden.
Die bellezistisch-heldengläubige SF ist mir da - wie auch anderen SF-Fans - ein Dorn im Auge. Aber wie hier ja bereits aufgezählt wurde, gibt es auch gut aufgelegte, (im guten Sinne) kritische und spannende SF, die nicht bei imperialen Herrschafts-Mumbojumbo stehen geblieben ist.
Man sollte die Dinge halt öfter beim Namen nennen und sich mehr streiten, ohne gleich feststoffliche Konflikte betreiben zu wollen.
Grüße
Alex / molosovsky
EDIT: Folgen von Kaffee-gedopter Chaos-Tastenklapperei gemerzt.
Bearbeitet von molosovsky, 11 Mai 2005 - 13:02.
MOLOSOVSKY IST DERZEIT IN DIESEM FORUM NICHT AKTIV: STAND 13. JANUAR 2013.
Ich weiß es im Moment schlicht nicht besser.
#20
Geschrieben 11 Mai 2005 - 12:42
Ich noch nicht, aber ich hab's schon zu Hause stehen - deine Meinung dazu? Gruß Thomas@Diboo eine Off-Topic Frage an Dich! Hast Du Jeremy Rifkins Buch " Das Ende der Arbeit und Ihre Zukunft " gelesen??
Greetz
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#21
Geschrieben 11 Mai 2005 - 12:56
Was sich aber ausmendelt. Wenn ein Produzent merkt, dass er seine Sozialpädagogen-SF nicht verkauft bekommt, geht er entweder ein, weil er am Leid der Welt zerbricht, oder schmeißt halt einen knackigen Knaller auf den Markt, um seinen Schnitt zu machen. Und wenn der sich verkauft, wird er sich beim nächsten Buch dreimal überlegen, ob er den neusten Innersocialspace-Langweiler oder noch so einen Knaller auflegt. Man kann natürlich auch beides verbinden. Heftiges Gemetzel, das einem guten MilSF-Buch in nichts nachsteht, verbunden mit zumindest politischer Spekulation. Ken McLeod ist so einer, der kann das hervorragend verbinden, und heftig blutig wird es dabei auch.Wir bekommen nicht die SF die wirverdienen. Wir bekommen die SF, von der die hiesigen Produzenten glauben, daß sie damit was verdienen können.
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#22
Geschrieben 11 Mai 2005 - 13:22
Ich habe die Aussage, was ICH mag und nicht so mag absichtlich nicht direkt in einen Zusammenhang gesetzt, mit dem was ich glaube, was für SF die Verlage auf den Markt bringen. Vielleicht ist das in meinem obigen Gesabbel aber dennoch nicht klar genug auseinanderzuhalten.
Ob kriegerischer Militarismus oder naive Sozialpädagogen-SF †¦ beides ist doch für entsprechende Kreise der Zucker, von dem ich schreibe.
Danke aber für den Ken McLeod-Hinweis. Ich guck mir den bei meinem nächsten Rumflätzen beim Hugidubi an. Brachialgewalt UND intelligente politisch-ideologische Spekulation ist eine Mischung, zu der ich gerne greife.
Äktschn mit Tiefgang ist ja die knappste Umschreibung für die Literatur, die ich mag. Auch ich kann China Miéville anführen, als mich sehr begeisternde Phantastik.
Grüße
Alex / molosovksy
MOLOSOVSKY IST DERZEIT IN DIESEM FORUM NICHT AKTIV: STAND 13. JANUAR 2013.
Ich weiß es im Moment schlicht nicht besser.
#23
Geschrieben 11 Mai 2005 - 16:05
Jetzt würde mich natürlich brennend interessieren welche konkreten Beispiele der "libertären Social Fiction" Herr Thatcherdiboo aufführen kann, die das artistische Kunststück schaffen, eine *Problembeschreibung* (wie die "Dominanz der Fluchtliteratur in der SF") in eine *Lösung* von wasauchimmer umzudeuten. Ich möchte mich auch gleich für das "wasauchimmer" entschuldigen, denn leider habe ich es in meiner intellektuellen Beschränktheit nicht verstanden, worum es ihm in dem Betrag geht, außer seinen Frust darüber abzulassen, daß es ein paar Leute gibt, die die von ihm gutierte Fluchtliteratur vielleicht nicht so gut finden, wie er. Aber es ist ja so schön einfach, ein paar griffige Etiketten auszupacken und Diskussionsgegner in eine Ecke zu drängen, denn dann braucht man sich ja nicht mit den Aussagen dieser Leute weiter zu befassen. <flame off> Ich würde es begrüßen, wenn wir zu einem Diskussionsstil zurückkehren könnten, in dem zumindest dem Namen eines Diskussionsteilnehmer der Respekt entgegengebracht wird, der ihm als Repräsentant der Person zusteht.Es gibt Social Fiction - die aus der libertären Ecke -, die exakt jene Übel, die Müntebeverly und Müntekonrad bemängeln, für die Lösung der benannten Probleme halten.
#24
Geschrieben 11 Mai 2005 - 16:26
Darauf wollte ich eigentlich hinaus: wer prägt wie die potenziellen Leser von SF? Ich kann es allerdings nicht verstehen, dass einige auf ein paar Zeilen Kritik an Politik und Wirtschaft so beleidigt reagierten, als hätte ich den Papst gesteinigt und dabei immer tiefer in OT-Abgründe geraten. Es hat mich by the way eher in meiner Kritik und Ablehnung bestärkt. Ich finde es zudem komisch, wenn mir als von mir nicht kontrollierbaren Mächten beherrschter Person erzählt wird, ich wollte doch diese Mächte und habe sie selbst gerufen ... Was Fluchtliteratur betrifft, so ist für SF kein Makel, Fluchtliteratur zu sein und es ist kein Makel, sich Fluchtliteratur zu Gemüte zu führen. Kann man nicht auch Wagner-Opern als "Flucht aus der Wirklichkeit" interpretieren. Oder Shakespeares Dramen? Um 1600 setzten sich vielleicht die Menschen ins Theater und sahen sich die Königsdramen an, um für einpaar Stunden Kot auf den Straßen, Plackerei oder heute unvorstellbaren Beschwerlichkeiten zu entkommen. Nur Kochbücher, Stadtpläne oder Telefonbücher sind aufgrund ihrer gnadenlosen Gebrauchsorientierung vom Vorwurf befreit, keine Fluchtliteratur zu sein. Aber will man Literatur darauf reduzieren? Und Unterhaltung sollte man nicht kritisieren, weil sie Unterhaltung ist sondern wenn sie "seicht" ist.??? Zur Frage selbst: Wir bekommen nicht die SF die wir verdienen. Wir bekommen die SF, von der die hiesigen Produzenten glauben, daß sie damit was verdienen können. Wer nur nach der Divise »Gib dem Affen Zucker« verfährt, braucht sich nicht wundern, wenn das Publikum wegen allgemeiner Fettsucht den Weg zum Buchladen nicht mehr gewillt ist anzutreten (die Konkurrenz Fernsehen und Computer bedienen solche Kautschkartoffel-Existenzen wesentlich effektiver).
#25
Geschrieben 11 Mai 2005 - 16:38
Wer? Da stellt sich gleich die Frage, ob das das richtige Fragewort ist. Ich möchte es mal vorsichtig ablehnen, weil es so nach Fremdbestimmung klingt. Vielleicht leide ich ja unter einer großen Illusion (muss ich da die blaue oder rote Pille nehmen?!), aber ich hoffe doch, dass die SF-Konsumenten noch eigenverantwortliche Entscheidungen treffen können.Darauf wollte ich eigentlich hinaus: wer prägt wie die potenziellen Leser von SF?
Ansonsten möchte ich die Frage so beantworten, dass wohl qualitätsbewusste Lektoren mit gutem Geschmack (was das auch immer ist), mittel- und langfristig wohl durchaus eine prägende Wirkung entfalten können. Da fällt mir zuerst der Name Jeschke ein, ich denke schon, dass sein Wirken uns alle irgendwie geprägt hat, den einen mehr, den anderen weniger.
@Dirk/Konrad: Tja, so gehts, wenn hier Politik ins Spiel kommt. Ich halte mich mal raus, wer da angefangen hat, möchte mich aber insofern Dirk anschließen, dass ich auch nicht so begeistert bin, wenn mir allzu offensichtlich über den Umweg der SF politische Weltanschauungen beigebogen werden sollen.
@molosovsky (OT): Ich beziehe den Satz in Deiner Sig, "Bin mit dem »Barock-Zyklus« von Großmeister Neal Stephenson durch (puh). Die 3000 Seiten lohnen sich fett, gerade für SF-Geeks.", mal durchaus auf mich und nehme das als Leseempfehlung. Sobald ich demnächst mal den Mut aufbringe, werde ich mir diesen Kraftakt auch geben. Sicher wird es anstregend, sicher wird es sich aber lohnen, das weiß ich schon jetzt.
- • (Buch) gerade am lesen:"Tales of the Shadowmen 1", J.-M. Lofficier (ed.)
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• (Buch) Neuerwerbung: Sherlock Holmes - Aus den Geheimakten des Weltdetektivs (Sammelband, 1973, mit 15 Heftromanen (1907/1908))
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• (Film) als nächstes geplant: "Jurassic World: Dominion" (Dinos!!!!!)
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• (Film) Neuerwerbung: "Judex" (Louis Feuillade)
#26
Geschrieben 11 Mai 2005 - 16:47
Sehe ich nicht so. Ich denke, jeder Unterhaltungsliteratur, aus der ein Leser Erkenntnisse für seine Wirklichkeit übertragen kann, sollte man nicht Fluchtliteratur nennen. Die undifferenzierte Benutzung dieses Worts als allgemeines Synonym für Unterhaltungsliteratur, halte ich für falsch. Insofern ist für mich Fluchtliteratur immer mit dem Attribut "seicht" verbunden, da dies genau den Umstand beschreibt, nach dem Ende der Lektüre für den Leser keinen Wert mehr zu haben.Kann man nicht auch Wagner-Opern als "Flucht aus der Wirklichkeit" interpretieren. Oder Shakespeares Dramen?
#27
Geschrieben 11 Mai 2005 - 16:54
Oliver, ich wüßte nicht, in welchen Beitrag ich Diboo eine politische Weltanschauung unterstellt hätte. Das war ja gerade der Grund des "flammenden" Beitrags, daß ich nicht mit Münte... in einen Topf geschmissen werden möchte.Ich halte mich mal raus, wer da angefangen hat, möchte mich aber insofern Dirk anschließen, dass ich auch nicht so begeistert bin, wenn mir allzu offensichtlich über den Umweg der SF politische Weltanschauungen beigebogen werden sollen.
#28
Geschrieben 11 Mai 2005 - 17:54
Der Antwort entnehme ich, dass sich die Macher von SF ihre Leser selbst heranziehen können, sogern sie gute Inhalte haben und es verstehen, diese bekannt zu machen. Und als ich nach Band 1000 "Perry Rhodam" überdrüssig war, hat mich auch Heyne SF und damit Wolfgang Jeschke geprägt, ich kann mich noch an die Punkte auf dem Buchrücken erinnern.Wer? Da stellt sich gleich die Frage, ob das das richtige Fragewort ist. Ich möchte es mal vorsichtig ablehnen, weil es so nach Fremdbestimmung klingt. Vielleicht leide ich ja unter einer großen Illusion (muss ich da die blaue oder rote Pille nehmen?!), aber ich hoffe doch, dass die SF-Konsumenten noch eigenverantwortliche Entscheidungen treffen können. Ansonsten möchte ich die Frage so beantworten, dass wohl qualitätsbewusste Lektoren mit gutem Geschmack (was das auch immer ist), mittel- und langfristig wohl durchaus eine prägende Wirkung entfalten können. Da fällt mir zuerst der Name Jeschke ein, ich denke schon, dass sein Wirken uns alle irgendwie geprägt hat, den einen mehr, den anderen weniger.Darauf wollte ich eigentlich hinaus: wer prägt wie die potenziellen Leser von SF?
#29
Geschrieben 11 Mai 2005 - 18:01
ich habe nur das Gefühl, Dirk gab hier seine politische Weltanschauung ganz massiv zum besten ... und über den "Umweg der SF" werden einen oft politische Weltanschauungen resp. Sichtweisen von Politik serviert. Das schlägt sich in den Gesellschaftsentwürfen und Geschichtsverläufen nur zu oft nieder, egal ob in der "Föderation" oder den "Borg" bei Star Trek, dem Universum von DUNE oder der "Polesotechnischen Liga" etc. etc.@Dirk/Konrad: Tja, so gehts, wenn hier Politik ins Spiel kommt. Ich halte mich mal raus, wer da angefangen hat, möchte mich aber insofern Dirk anschließen, dass ich auch nicht so begeistert bin, wenn mir allzu offensichtlich über den Umweg der SF politische Weltanschauungen beigebogen werden sollen.
#30
Geschrieben 11 Mai 2005 - 18:04
ebenso ist es bei mir, "Münte" hat in der Diskussion nicht zu suchenDas war ja gerade der Grund des "flammenden" Beitrags, daß ich nicht mit Münte... in einen Topf geschmissen werden möchte.
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