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Foto: Die beiden Hefte, auf dem Balkon, in der Sonne... Grafiken links von Lea Patricia Dubuar, rechts von Kiss Del
Pünktlich zum Feiertag in Frankreich kommt bei uns in Halle/Saale das Doppelheft zur französischen Phantastik – SF vornehmlich – raus. Wenn alles gut geht, werden alle Leserinnen und Leser des Rundbriefs die beiden Hefte am 14.Juli in den Händen halten.
So war zumindest der Plan, den wir – die Leute vom Andromeda SF Club – vor mehr als einem Jahr hatten. Im Zuge des Erscheinens des Doppelheftes zur Polnischen SF hatten wir diese Idee und begannen auch gleich mit der Sammlung von Beiträgen.
Der lange Vorlauf machte sich gut, das Ganze verlief sehr entspannt. Ich hatte auch Gelegenheit, 3 Gastbeiträge zu erhalten (also drei Gäste, die etwas beisteuerten und die was mit Frankreich zu tun haben), worüber ich mich natürlich sehr freute. Das Ergebnis lässt sich sehen, glaube ich, oder?
… und dann haben wir so viel zusammengetragen, dass eigentlich 2 Hefte nicht ausreichen für das ganze Material! Aber auch das ist kein Beinbruch, verloren geht jedenfalls nichts.
Hier also die beiden Hefte, jeweils 60 Seiten, plus die farbigen Umschläge.
Ein Doppelstern für Frankreich ( … ist nicht genug*)
Inhalt 124 (Frankreich 1)
Chers lecteurs - von Thomas Hofmann - S. 1
STORY Peter Schünemann: Napoleon besucht den Dom zu Naumburg - S. 3
Fantaisie et Science Fiction à la française – ein Blick ins Nachbarland, von Lea Patricia Dubuart - S. 13
Die alte, neue Phantastik – Was ich vermisse und warum ich es nun schreibe, von Lea Patricia Dubuart - S. 19
REZI Cyrano de Bergerac: Mondstaaten und Sonnenreiche, von Bernd Wiese - S. 22
Französische SF – demaskiert, Beitrag von Thomas Hofmann zu "Der Planet mit den sieben Masken" - S. 25
REZI Das geheime Schreiben des Roger Blondel, Beitrag von Thomas Hofmann - S. 29
REZI René Barjavel: Das große Geheimnis, von Peter Schünemann - S. 41
REZI Raymond Queneau: Die blauen Blumen, von Volker Adam - S. 43
REZI Pierre Pelot: Der Flug zur vierten Galaxis, von Volker Adam - S. 47
REZI Gaston Leroux: Die Braut der Sonne, von Bernd Wiese - S. 51
EINSCHUB: Peter berichtet vom richtig tollen und gut besuchten ASFC-Himmelfahrtsausflug 2026 - S. 55
REZI Claude Farrère: Das Geheimnis der Lebenden, von Bernd Wiese - S. 58
COMIC-REZI Andrevon & Khaled: Die Chroniken von CENTRUM, von Thomas Hofmann - S. 60
Inhalt 125 (Frankreich 2)
Chers lecteurs - von Thomas Hofmann - S. 1
STORY Christa Blenk: Rote Algenberge in einer Dezembernacht - S. 2
REZI 2 x über Erckmann–Chatrian - von Bernd Wiese - S. 9
FILM AB! von Thomas Hofmann - S. 13
Der letzte Kampf - Gandahar - The Last Journey - Visitor from the Future - Das Imperium
REZI Dominique Douay: Traumsegler, von Volker Adam - S. 24
REZI Alpträume, Endzeiten, Eros bei Alain Dorémieux, von Peter Schünemann - S. 28
REZI Die „Madame Atomos“-Erzählungen von André Caroff, von Volker Adam - S. 36
REZI Gaston Leroux: Die blutbefleckte Puppe, von Bernd Wiese - S. 40
REZI Max Popp: Jules Verne und sein Werk, von Peter Schünemann - S. 45
REZI Jules Verne: Hektor Servadacs Weltraumreise, von Bernd Wiese - S. 49
REZI Jules Verne: Die Erfindung des Verderbens, von Bernd Wiese - S. 51
Malevil und kein Ende. Gedanken zu einem alten Lieblingsbuch, von Peter Schünemann - S. 53
REZI Robert Merle: Madrapour, von Volker Adam - S. 57
*) … muss fortgesetzt werden.
2 x 60 Seiten, und nicht genug. Frankreich ist ein großes SF-Land, wie es ausschaut...
Die Juli-Flaschenpost ist raus. Diesmal wird es eiskalt in meinem Newsletter: Es geht um ein furchtbares Ungeheuer, das hoch im Norden meines Fantasy-Landes Movenna sein Unwesen treibt und über das ich inzwischen zwei Erzählungen verfasst habe - der beste Ausgleich zur Sommerhitze.
Außerdem enthält der neue Newsletter zwei Nachrufe: einen auf einen namenlosen intergalaktischen Xenobiologen und einen für Spica Black Monday, die acht Jahre und 183.000 Kilometer lang meine Partnerin war. Ich hoffe, ihr habt trotz der Nachrufe viel Vergnügen beim Lesen!
Falls ihr meine Flaschenpost noch nicht bekommt, könnt ihr den Newsletter hier abonnieren.
Wie jedes Jahr war ich gespannt auf die aktuell stattfindenden ZKFT. Kulturelle Höhepunkte laden zum Verweilen ein, Lesungen, Workshops, Krimicomedy und vieles mehr.
Besonders freute ich mich über die Möglichkeit, neben der Personalausstellung von Gerlach Bente, wieder mit vielen anderen Künstlern im Museum Bilder zeigen zu können.
Mir gefällt das Ambiente. Voller Ehrfurcht bewunderte ich, wie beim letzten Mal, die herrlich alten Kreuzgänge des ehemaligen Franziskanerklosters.
Die Werke wurden von der Kuratorin angenommen und passend präsentiert.
Natürlich war die Vernissage gut besucht. Reden wurden gehalten, bemerkenswerte Gesangseinlagen mit musikalischer Begleitung gehörten dazu.
Beim Schlendern durch die Gänge fand ich die Bilder einer Künstlerin aus Jever. Ihre Arbeiten fielen mir schon mehrmals auf. Ich hatte das Glück, die Malerin Monika Reuss selbst in dem alten Gemäuer zu treffen und konnte ein wenig mit ihr plaudern. Das war eine wichtige und schöne Erfahrung für mich.
Die ZKFT geht bis zum 15. März 2026.
Ein Hinweis: In der Zerbster Stadthalle findet am 18.3.2026 um 19.00 Uhr eine Bonus-Veranstaltung statt. Arno Strobel liest aus seinem neuen Buch Ungelöst - Die erste Zeugin. Das würde mich auch interessieren.
Jeder 6. Mensch in Deutschland liest keine Bücher.
Das geht aus einer Umfrage (2024) hervor (DACH-Länder, Frankreich,Italien; 5000 Befragte) , die im Auftrag des Onlinebuchhändlers Galaxus in Auftrag erstellt und Anfang diesen Jahres veröffentlicht wurde .
Demnach kommen hierzulande 1/3 der Befragten auf 1-3 Bücher im Jahr. Nur die Hälfte will künftig mehr lesen – was den niedrigsten Wert darstellt. Ähnlich Lesefaul zeigt sich höchstens noch Frankreich.
Deutsche benutzen vergleichsweise häufiger ebooks (19%) - und Hörbücher (11%). Zur Lesefaulheit der Deutschen passt letzteres wiederum, dass sie im europäischen Vergleich die meisten Hörbücher konsumieren – jede zehnte Person in der Bundesrepublik lässt sich Bücher vorlesen.
Das Lieblingsgenre was Spekulative Fiction anbelangt ist bei Deutschen die Fantasy – Franzosen stehen eher auf Science-Fiction (s. 2. Grafik).
Frauen lesen dagegen häufiger Romane: in Deutschland beispielsweise 3 von 5 Frauen und nur 2 von 5 Männern.
Quelle:
https://www.galaxus....e-buecher-36136
bitte auf Grafiken klicken zum vergrössern:
Nur was endet, hat bekanntlich einen Sinn: Also ist es Zeit, dass auch dieser Vlog zu Ende geht – alles hat ein Ende, ergo auch das Ende. See you in a better place... ¯\_(ツ)_/¯
Die Leiden des jungen Verlegers
...
Ich bin mal wieder spät dran*, und tausche außerdem für diesen & den nächsten Eintrag die Neu-/Alt-Reihenfolge. Es handelt sich hier platzhaltend um ein Buch aus der Dr.-Seuss-Reihe, die in den 60ern die Vorgehensweise beim Lesen-Erlernen für Kinder revolutionierte. Außerdem hält sich das Buch an die Nonsens-Tradition von anderen Kinderbüchern seit Alice in Wonderland, was Kindern (& mir, übrigens) sicher so gut wie immer gefällt. (Und: Eine brandneue audiovisuelle Umsetzung erscheint heuer auf Netflix!)
Im Buch erscheint ein frecher Kleinling namens Sam-I-Am, auf einem hund-ähnlichen Wesen vorbei-reitend, der einen älteren, größeren Pelzherren mit hohem schwarzen Hut auf die Nerven geht. Dieser sagt öfter "I do not like", anfangs in Richtung Sam, aber kurz danach auch dem Gericht das ihm Sam unter die Nase hält - Schinken mit grünen Spiegeleiern! Als aber der Schwarzhütige dies das erste Mal nicht mag, schaltet der Rothütige schlauerweise auf die Logikschiene - mag der Ältere das Gericht vielleicht an einem anderen Ort? Denn schließlich isst das Hirn ja mit, und vielleicht fühlt der Andere sich anderswo wohl(gesinnt)er?
Lässt sich der junge bzw. sich nicht alt fühlende Leser darauf ein, ist klar womit das restliche Buch gefüllt wird - den absurdesten Orten & Vehikeln, wo Schinken mit solchen Spiegeleiern vielleicht doch schmecken könnte... Irgendwann gibt der inzwischen durchnässte Schwarzhütler auf - und dann geschieht noch ein kleines Wunder!
Seuss hat wohl damals die altmodischen "anspruchsvolleren" Kinderbücher - wie ev. auch Alice? - in die Ecke gepfeffert und mit jemandem eine Wette ausgemacht, dass er ein besseres erstes Lesebuch mit einem Vokabular von nur 50 Wörtern erstellen könnte. Ein Buch wie dieses locker gereimte war das Ergebnis. (Das hier ist neben dem früheren Cat in the Hat das bekannteste aus seiner langen Serie.
Es gibt endlose Marketingumsetzungen davon! Ich behaupte, dass auch Hip-Hopper Will-I-Am sich daraus hat inspirieren lassen.)
Was ich an den Seuss-Büchern so toll finde, ist dass nicht nur die Texte schnell ins Absurde kippen, sondern die Illustrationen das praktisch von Anfang an tun, mit wilderen Aufstellungen mit jeder Seite. Die Protagonisten sind meist Tiere, oft eher unidentifizierbar - aber definitiv "furry" - und die tanzen/schweben/schwimmen in der Weltgeschichte herum, meist irgendwas unmöglich balancierend, umgeben von staunenden - oder selbst irgendwelche Stunts ganz lässig durchführenden - Zuschauern. Seuss stellt seine Welten subversiv gaga dar. (Oder angemessen der Zeitperiode: Dada! Apropos: Ich finde lustig, wie dieses 1. Buch die klassisch-amerikanisch-kapitalistische Rolle des ewigen nie-aufgebenden Verkäufers parsifliert!)
Diese Idee des einfacheren Anfangslernen wurde kurz danach dann auch von Sesame Street im TV fortgesetzt, und von vielen anderen Einrichtungen im Westen angewandt. Die US-TV-Serie wird übrigens im November ein halbes Jahrhundert alt! ![]()
Fazit: Am besten VORM Schauen bei Netflix sich mindestens ein Buch aus der Reihe mal reinziehen! Nachher kann man es einer Lieblingsenkelin oder so schenken; wird bestimmt mit großem Dank entgegen genommen.
(* offiziell ist das hier der Juli-Beitrag!!)
Regenbogen-Leseprobe.pdf (162,72K)
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