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PetraHartmann



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Buchmesse-Convent 2022 - Endlich wieder!

Geschrieben von Petra , in Unterwegs 30 October 2022 · 142 Aufrufe
Unterwegs, BuCon, Dreieich

Endlich wieder BuCon! Mein Gott, ich hatte schon gar nicht mehr daran geglaubt, dass es das jemals wieder geben würde. Zwei Jahre Pause für das fantastische Familientreffen am Buchmessesamstag, aber diesmal hatten die Götter der Pandemieregeln ein Einsehen und ließen es geschehen.
Corona hatte deutlich zugeschlagen. Einige Büchertische blieben leer, die dazugehörigen Autoren und Verlage hatten zum Teil noch am Con-Morgen absagen müssen, weil es sie doch noch erwischt hatte. Gute Besserung von hier aus an alle Daheimgebliebenen. Das Con-Team musste gegen Mittag erstmal von Tisch zu Tisch gehen und eine Bestandsaufnahme machen, wer denn überhaupt da war.
Der Raum war auch nicht ganz so voll. 650 Teilnehmer und Akteure sollen insgesamt im Sprendlinger Bürgerhaus gewesen sein, habe ich inzwischen gehört. Es war jedenfalls kein Gedränge. Manche fehlten, aber das Widersehen mit den heil angekommenen war schön. Und Ich hoffe mal, dass meine ViertImpfung mich schützt.

 

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Die Anfahrt: gewohnt grausam. Baustellen, Geschwindigkeitsberschränkungen und eine ziemlich müde Fahrerin am Steuer. Nächstes Jahr nehme ich mir ein Hotelzimmer, ich schwöre. Ich fuhr gegen 5 Uhr in Sillium los und schaffte es, eine Viertelstunde vor Einlass meine Tischdecke und den Lesestoff über den Tisch zu drapieren. Und dann ging es auch schon los, und die Zeit verflog nur so. Viele bekannte Gesichter. Und, ja, ich habe auch einige liebe Menschen umarmt. Das musste einfach sein. Wie geht's, alles gesund? Was schreibst du gerade? Gibt es neue Veröffentlichungen? Liest du heute?

 

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Nadine Muriel und Amandara M. Schulzke von der Met-Magie-Anthologie waren da, jetzt habe ich Amandara endlich auch mal live getroffen. Vielleicht mache ich mit Nadine nächstes Jahr mal eine Wanderlesung. Erstmals beim BuCon habe ich Kim Rylee getroffen, sie hatte ich in Neumünster beim RSH-Kindertag bei einem Büchestand kennen gelernt. Dieses Jahr hat unser Treffen in Neumünster nicht geklappt, aber dafür gibt es ja Dreieich.

 

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Erik Schreiber schaute kurz auf meinen Tisch und murmelte bei jedem Buch: "Kenne ich schon, kenne ich schon, kenne ich schon ..." Dafür habe ich später bei Susanne zwei Mitbringsel aus dem Verlag Saphir im Stahl gefunden, die ich noch nicht kannte. Ich nahm "Buchstabenblut" von Eva von Kaim und "Das Anubis-Projekt" aus der Reihe "Mystische Schriften" mit.
Ein kleines Büchlein, das ich kaufte, weil es so gut in der Hand lag, ist "Farbentanz der Magie" von Vico Siebensiegel. Den Autor kenne ich noch nicht, das Buch ist selbst verlegt, ein bisschen eine Wundertüte. Ich bin gespannt darauf. Keine Wundertüte, sondern eine Autorin von der ich aus Erfahrung Gutes erwarte, ist Ju Honisch, deren "Schwingen aus Stein" ich nun mein eigen nenne. Und am Tisch des MarburgCons erwarb ich "Monster wider Willen!", die Anthologie mit den Geschichten zum Marburg-Award 2021. Den 22er Band habe ich schon, aber der 21er ist mir durchgerutscht, weil der Con ja coronabedingt ein virtueller war ...Ich freue mich auf die Lektüre.
Kulinarische Bestandsaufnahme: Die Currywurst war nicht so toll. Und die Idee, statt belegter Brötchen belegte Laugenstangen anzubieten, war nicht unbedingt die intelligenteste. Die schmalen Dinger waren kaum geeignet, Belag und Dekomaterial zu halten, man beißt auf der einen Seite rein, und unten, rechts und links fliegt schon alles raus. Egal, die Cola war gut.
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Meine Lesung um 18 Uhr, mit fünf zeitgleichen weiteren Angeboten, war nicht unbedingt überfüllt, aber ich habe mich gefreut. Ich las den Anfang von "Falkenblut", dann eine Szene aus dem zweiten Viertel, als Valkrys über dem letzten Schlachtfeld schwebt und nach tapferen Heldenseelen sucht, und schließlich noch etwas aus dem dritten Viertel, in dem sich meine Heldin an Bord des furchtbaren Totenschiffs Naglfari begibt.

 

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Anschließend gab es noch eine Diskussion über die Edda und wie ich mit den alten Texten und der Mythologie umgegangen bin. Klar, ich bin vollkommen eddakonform. Oder ich kann zumindest gut begründen, warum ich von der Vorlage abgewichen bin. Valkrys' Falkenhemd etwa ist dem bekannten Falkenhemd der Göttin Freya nachempfunden, die ja auch oberste der Walküren war. Gewöhnlich tragen Walküren ja Schwanenhemden, aber dann wäre mir Valkrys ein bisschen wie eine dumme Gans vorgekommen. ;-) Und Riesen hatten gewöhnlich Adlerhemden, das wird jedenfalls in der Edda über zwei Riesen berichtet. Die sind ja auch größer und brauchen demnach auch größere Vögel als dier schmalen Falken.

 

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Der Con klang danach langsam aus. Gegen 19 Uhr waren schon ein paar Stände abgebaut, ich selbst bin wohl gegen 20.30 Uhr aufgebrochen. Die Autobahn - A 5 und A 7 - war relativ wenig befahren, ein paar Baustellen und Geschwindigkeitsbegrenzungen gab es, aber ich kam gut durch. Ich kam gegen 00.30 Uhr in Sillium an, likte schon mal die ersten Facebook-Posts der Conbesucher und plumpste dann ins Bett.
Machts gut für diesmal. War schön euch wiederzusehen. Und denen, die zu Hause bleiben mussten, wünsche ich gute Besserung. Hoffentlicht kriegt ihr diese Mistseuche gut in den Griff.

 

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Ein Besuch in der Schreibwerkstatt der Goslarer Wortwerkerin

Geschrieben von Petra , in Unterwegs 19 October 2022 · 491 Aufrufe
Unterwegs, Goslar

Marie-Luise Eberhardt ist Goslars erste "Wortwerkerin", wie die Stadtschreiberin hier genannt wird. Als Lokalredakteurin der Goslarschen Zeitung habe ich nun einmal in ihre Schreibwerkstatt hineingespickt und, da ich schon mal da war, dann auch gleich mitgeschrieben. Die Wortwerkerin hatte drei Tassen mit Zetteln vorbereitet. Jeder durfte drei Glückslose ziehen, auf denen eine Person, ein Ort und ein Thema vermerkt waren, und musste dann innerhalb einer halben Stunde eine Geschichte darüber verbrechen. Hier also mein Versuch über "Ada, Abiturientin", "Garage" und "Der Satz des Pythagoras"

 

Vier Wände, annähernd rechtwinklig angeordnet. Eins, zwei, drei, vier. Unten die graue Bodenplatte aus Gussbeton. Fast quadratisch. Oben drüber die Decke. Holz und Teerpappe. Spinnweben. Das Regal mit den Schrauben. Papas Bohrmaschine. Die Winterreifen. Und in der Mitte: ER.
Schwarz ist er und glänzt. Vollgetankt. Am Scheibenwischer die breite altrosafarbene Schleife mit dem Zündschlüssel und dem Kärtchen. "Für Ada." Verdammt.
Sie steht da und ballt die Fäuste. Der kleine schwarze Flitzer. Ihr Herzensauto. Papa hat ihn tatsächlich gekauft. Verdammt. Steht einfach da, und sie hätte alles über ihn herunterbeten können, selbst wenn man sie um drei Uhr nachts aus dem Schlaf gerissen hätte. PS, Zylinderzahl, Spitzengeschwindigkeit, Hubraum, Verbrauch, CW-Wert.
Energie = mc2. Einsteins Formel schien wie gemacht für sie und den kleinen Schwarzen. Verdammt. Für die Relativitätstheorie interessierte sich leider keiner. Nix mit Lichtgeschwindigkeit.
Vier Wände, annähernd rechtwinklig angeordnet. Geometrie war nie ihr Ding gewesen. Verdammt. Hätte, hätte, Fahrradkette. Wie war dieser Scheiß-Satz von dem blöden Griechen noch? Das Quadrat über der ... ach, fickt euch doch. Tränen fließen ihr die Wangen hinab. Aquadrat plus Bequadat. Wozu sollte sie das später im Leben mal brauchen? Wen zum Teufel interessierte schon diese bescheuerte Hypotescheiße? Hypotenuse, verbessert sie sich. Die Abiturprüfungskommission hatte es interessiert. A2 + B2 = C2. Nix mit e = mc2.
Noch einmal streichen ihre Finge rüber das kleine Kärtchen. Sie zieht die Schleife auf und nimmt den Schlüssel an sich. Mit einem lauten "Rumms" lässt sie das Garagentor nach unten rauschen.
"Herzlichen Glückwunsch zum bestandenen Abitur", liest sie auf der Rückseite des Kärtchens. Dann startet sie den Motor und atmet die Abgase tief ein.

 

Naja, immer wenn's schnell gehen muss, werde ich halt melodramatisch.

 

© Petra Hartmann




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Valerie Salberg: Das Skelett im Kurpark

Geschrieben von Petra , in Krimi/Thriller 04 October 2022 · 212 Aufrufe
Krimi/Thriller

"Das Skelett im Kurpark" nennt Valerie Salberg ihren Kur-Krimi, der offenbar Auftakt einer Serie sein soll. "Therme, Morde, Sahnetorte" lautet der Reihentitel. Das Hörbuch wurde eingelesen von Frauke Poolman, Sarah Liu und Kordula Leiße. Der Roman ist auch als eBook erhältlich.
Die ermittelnden Heldinnen sind drei recht unterschiedliche, vorübergehend gehandicapte Damen, die zwecks Reha in den Kurort Bad Hasendorf gelangen. Allerdings: Mit dem erholsamen Kuraufenthalt ist es nicht weit her. Das Chaos beginnt schon, als Kurgästin Esme bei ihrer Ankunft feststellt, dass es mit der Zimmerbuchung nicht geklappt hat. Doch da die gleichfalls frisch angekommene Doro ein Doppelzimmer erhalten hat, kann sie dort mit einziehen. Die neue Freundin kann ihr dann auch gleich noch mit Teilen ihrer Garderobe aushelfen, da ihr Koffer versehentlich in eine andere Stadt verschickt wurde. Das Kurzentrum erweist sich als Baustelle, mehrere Räume Therapieräume sind nicht nutzbar, Anwendungen finden in einer benachbarten Klinik statt, nichts funktioniert, und die Patienten sind mit Krücken und im Bademantel rund um die Uhr auf kilometerweiten Umwegen anzutreffen. Sie kommen zu spät zu ihren Terminen und Anwendungen und schaffen es immer wieder, die Essenszeiten im Speisesaal zu verpassen.

 

Ein skelettierter Fuß ragt aus der Baugrube

 

Aber so stolpert Dorothee auch mitten in einen Kriminalfall hinein, als sie plötzlich im Morgengrauen auf einer Baustelle im Kurpark einen skelettierten Fuß aus einer Baugrube ragen sieht - und rennt in ihrer Panik auch gleich noch der dritten Heldin vor's Auto: Manuela, die hier ebenfalls Anwendungen bekommt und nebenbei leidenschaftliche Hobby-Detektivin auf einem Online-Portal ist.
Der Krimi lässt sich recht gemütlich, beinahe behäbig an. Im Mittelpunkt stehen hier nicht irgendwelche Action- und Thriller-Elemente, es geht eher um das Miteinander der drei Damen, die zwischenmenschlichen Beziehungen und die unterschiedlichen Charaktere, die hier aufeinandertreffen. Und auch um die eigenen Schwächen und Fehler, denen sich jede von ihnen stellen muss. Etwa Doro, die seit ihrer Ausbildung zur Sprechstundenhilfe durch das fiese Mobbing einer älteren Kollegin ein handfestes Trauma mit sich herumträgt und in Panik gerät, wenn sie Knochen oder gar ein ganzes Skelett sieht.

 

Mordfall: Der gepökelte Mann

 

Dass alle drei Ermittlerinnen nicht besonders gut zu Fuß sind, sich mit Knie und Hüftgelenk herumärgern und irgendwie mit ihren Krücken durchkommen müssen, macht sie natürlich zu unverdächtigen Gesprächspartnern, und so erfahren sie dann doch mehr von den Leuten aus dem Ort, als es die Polizei herausfinden könnte. Und was gab es schon für kuriose Morde in diesem Kurort! Man denke nur an den Fall des "gepökelten Mannes", der vor rund 20 Jahren ertrunken und mit einer extrem hohen Salzkonzentration im Magen gefunden wurde. Die Vorstellung ist fast zu viel für die zarte Esme, die sich in der Kur vor allem um ihr Modegeschäft und die exquisite Brautschuh-Collection daheim Sorgen macht.
Der Krimi ist so recht die passende Begleitung für einen gemütliche und gepflegten Kuraufenthalt. Er ist reich an humorvollen und skurrilen Wendungen und kommt ohne sinnlose Gemetzel und psychopathische Serienkiller aus. Und: Die Autorin nimmt sich Zeit, auch Dinge wie den Kuralltag und die Zustände in einer Kur-Baustelle zu beschreiben. Etwas gemein ist allerdings die ausgiebige Schilderung der zahlreichen Gaststätten- und Konditorei-Besuche der drei Heldinnen. Wer das Hörbuch auf einer längeren Autobahnfahrt hört und nicht genug zum Essen eingepackt hat, erlebt qualvolle Stunden ganz eigener Art bei den schwelgerischen Beschreibungen der Sahnetorten.

 

Fazit. Liebenswürdiger, humorvoller Kur-Krimi, beinahe gewaltfrei und mit drei einzigartigen Ermittlerinnen. Sehr nett.

 

Valerie Salberg: Therme, Morde, Sahnetorte - Teil 1: Das Skelett im Kurpark. Hörbuch. Gesprochen von Frauke Poolman, Sarah Liu und Kordula Leiße. Lübbe Audio, 2022. 8 Stunden und 2 Minuten.

 

© Petra Hartmann




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Braucht das Reich Gottes Gott?

Geschrieben von Petra , in Aus Petras Werkstatt 28 September 2022 · 181 Aufrufe
Aus Petras Werkstatt

Wie halten Sie es eigentlich mit Gott, Frau Hartmann? Ähm ... ich weiß nicht so recht. Aber wenn mich die Autorenkollegin Regina Nagel unbedingt dazu befragen möchte, dann laufe ich nicht weg. Das Ergebnis könnt ihr jetzt in "Das Magazin" nachlesen, der Mitgliederzeitschrift des Bundesverbandes der GemeindereferentInnen.
Das druckfrisch erschienene Heft trägt den Titel: "Braucht das Reich Gottes Gott?" und widmet sich schwerpunktmäßig der Christentumskritik. Chefredakteurin Regina Nagel wollte von mir wissen, ob und wie man sich mit dem christlichen Glauben auseinandersetzen solle, welche Themen ich gern fachübergreifend diskutieren würde, wie man mit Kritik am Christentum umgehen solle und ob das Reich Gottes diesen Gott wirklich brauche ... Ich bin der einzige Nicht-Theologe unter den Befragten. Und vielleicht klingen meine Antworte ein bisschen nach Fantasy-Autorin. Aber ich alter Heide habe jedenfalls versucht, mich in die Sache hineinzudenken.
Weitere Themen des Heftes sind: Gewalt in der Bibel, Gott und Gewalt in Bibel und Koran, die Neue Grundordnung, die Bibelwoche, die Macht der Kirche und ein Zwischenruf mit der Überschrift: "Tu dir was Gutes!"
"Das Magazin", 3. Quartal 2022, hat 40 Seiten, trägt die ISSN 2191-6942 und ist zu beziehen über den Bundesverband der GemeindereferentInnen. Eine Leseprobe aus dem aktuellen Heft gibt es hier:
https://www.gemeinde...QXD00fbxvKxFeTw




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Marlene Wieland (1932 - 2022)

Geschrieben von Petra , in Hildesheimliche Autoren 25 September 2022 · 186 Aufrufe
Hildesheimliche Autoren und 1 weitere...

Die Hildesheimlichen Autoren trauern um ihre Mitbegründerin Marlene Wieland (1932-2022). Ich erhielt die Nachricht einen Tag nach unserer Mitgliederversammlung, auf der wir über die Zukunft des Vereins sprachen. Nein, Marlene könne nicht mehr kommen, sie sei krank, hieß es. Am Morgen darauf kam die Mail unseres Vorsitzenden, dass Marlene eingeschlafen sei.
Ich bin sehr traurig. Wie gut erinnere ich mich noch an unsere gemeinsamen Autofahrten zu Lesungen, an ihre freundliche, zugewandte Art, ihre Souveränität, mit der sie unsere Veranstaltungen moderierte. Und auch ihre Geschichten, ihr Stil, nicht nur beim Schreiben.

 

Geboren in Magdeburg, musste sie mit ihrer Familie nach dem Krieg fliehen, lebte einige Jahre in der Schweiz, bevor sie nach Hildesheim übersiedelte.
Über ihre früheste Jugend schrieb sie einmal:

 

flimmernde Hitze,
pieksende Strohhalme,
Frösche in Kuhstapfen,
Störche auf den Koppeln,
Libellen, die sich im Haar verfangen,
eiternde Mückenstiche –-

 

Die Luft riecht nach Chlor,
Ammoniak quillt aus dem Pferdestall,
trächtige Hündinnen,
Eier im Gelege,
Streußel auf dem Kuchen,
stiebitzen in der Speisekammer---

 

Der Zug fährt 7.02
vier Fahrschüler,
geflochtenes Handarbeitskörbchen,
Feldblumensträuße für Oma,
Angst vorm Puter, der angreift,
Pferde, die durchgehen----

 

Volksempfänger und
verbotene Sender,
Ratten in der Futterkammer
Dreschflegel, die hämmern
Schlossgeister,
Spukgeschichten-----

 

Eine Kindheit in Schlesien,
das war meine Heimat,
sie existiert nicht mehr.

 

In ihrer autobiographischen Erzählung "Schlüsselerlebnis", die sie mir damals für die Hildesheimer Weihnachts-Anthologie "Blitzeis und Gänsebraten" zur Verfügung stellte, erzählte sie ein wenig aus ihrer Jugend und ihrer Ankunftszeit in der Domstadt. Der Vater war 1950 aus der Kriegsgefangenschaft entlassen worden, fand Arbeit bei der Firma "Schmidt und Sohn" in der Arnekenstraße, und so kam Marlene mit Mutter und Bruder am 1. Mai 1950 hier an. Sie fand eine Stelle bei der Firma Düvel. "Dort galt ich als zuverlässig und korrekt", schrieb sie, sodass sie schließlich von Herrn Peemöller den verantwortungsvollen Auftrag bekam, am Heiligen Abend alle Lichter in dem Geschäftskomplex auszumachen. "Diese Beleuchtung war das High-Light Hildesheims", schrieb sie in ihrer Rückerinnerung. Man kann sich heute wahrscheinlich gar nicht vorstellen, was in den dunklen Jahren nach dem Krieg eine solche Beleuchtung bedeutete. Und wie sich ein gerade 18 Jahre altes Mädchen fühlt, wenn es nach dem Weihnachtsgottesdienst in St. Michaelis in die Manteltasche greift, und der Schlüssel zum Geschäft ist verschwunden ...

 

Kennen gelernt habe ich sie erst im Jahr 2012. Da hatte die 80-Jährige gerade mit einigen Gleichgesinnten den Verein der Hildesheimlichen Autoren aus der Taufe gehoben. Die Zeit dazwischen, darüber gibt es berufenere Berichterstatter. Geliebt habe ich ihre Mailadresse, die ganz schlicht lautete: "Dieliberale".
Marlene war bis ins hohe Alter beeindruckend aktiv und schien über ein unerschöpfliches Reservoir an Energie und Mut zu verfügen. Mit 76 Jahren veröffentlichte sie ihr erstes Buch. Als Pseudonym wählte sie "Mila Nabel", zusammengestellt aus den Namen ihrer beiden Großmütter. "Milas kleine Geschichten" und "Ein Hund ist kein Lama" hießen ihre Bücher. Und sie trug regelmäßig zu unseren Anthologien und Lesungen kurze Geschichten bei. Sehr gelacht haben wir damals über den Namen ihrer Protagonistin Elvira Flöter.

 

Sie war Mitte 80, als sie uns mit der Neuigkeit überraschte, dass sie ein neues Hobby hatte: Imkerei. Ja, sie und ihr Lebensgefährte hätten überlegt, was man in dem Alter noch tun könnte, viele Dinge schieden ja aufgrund der körperlichen Voraussetzungen aus, also hätten sie sich für die Imkerei entschieden. Ich konnte sie mir lebhaft vorstellen, wie sie mit ihrer ruhigen, souveränen Art, mit der sie sonst unsere Lesungen moderierte, nun ihre Bienenvölker leitete. Und das Glas Honig, das sie mir zu Weihnachten schenkte, hat wunderbar geschmeckt.

 

Leb wohl, Marlene. Wir werden dich nicht vergessen.

 

Unser Vorsitzender Jens Volling hat ein kleines Gedenkvideo über sie erstellt. Ihr findet es auf dem Kanal der Hildesheimlichen Autoren:

 

https://external-ham...&_nc_sid=426d62

 

 

 

© Petra Hartmann




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Die Fälle von Emmeline & Miranda Finch: Der kopflose Reiter

Geschrieben von Petra , in Comics 24 September 2022 · 198 Aufrufe
Comics, Malcolm Max und 1 weitere...

Emmeline und Miranda Finch sind den Fans der Comic-Serie "Malcolm Max" bekannt, als zwei Mädchen mit losem Mundwerk und blitzgescheitem Verstand, die ihr detektivisches Handwerk bei ihrem berühmten Nachbarn in der Londoner Baker Street gelernt haben. Mit "Der kopflose Reiter und andere kuriose Geschichten" erhalten die beiden Sherlock-Holmes-Schülerinnen und Malcolm-Max-Sidekicks nun ihr erstes eigenes Album.
Der Band bietet insgesamt vier Geschichten. Getextet hat sie, wie gewohnt, Peter Mennigen. Optisch in Szene gesetzt wurden die Abenteuer von vier Künstlern mit sehr unterschiedlichem, aber immer gleichzeitig düsterem und skurrilem Federstrich. Außer Stammzeichner Ingo Römling sind Simone Grünewald, Regina Haselhorst und Roberta Ingranata mit dabei.
Ja, es sind düstere Geschichten. In den Straßen des alten London, besonders in den ärmeren Stadtvierteln, regieren Schmutz, Krankheit, Gewalt und eben auch das Verbrechen. Interessanterweise begegnen die beiden pfiffigen Mädchen zwar durchaus gruseligen Wesen, doch anders als ihr Mentor Malcolm Max haben sie es nie mit "echten" übersinnlichen Gestalten zu tun. Für jeden Spuk und jedes Verbrechen gibt es eine rationale, logische Erklärung, und manche Geistererscheinung entpuppt sich einfach nur als Betrug oder aber auch als Inszenierung, die dem Guten zum Sieg verhilft. Für Emmeline und Miranda ist es so selbstverständlich, dass es keine Geister gibt, dass man sich fragen muss, ob sie denn von Malcolm Max überhaupt etwas gelernt haben.
So geht es in der Titelgeschichte "Der kopflose Reiter" um eine Scharlatanin, die angeblich auf ihrer Schreibmaschine Botschaften aus der Geisterwelt empfangen kann und nun ihre Dienste der nur allzu gläubigen Polizei anbietet. Die beiden Mädchen kommen einem frauenmordenden Heiratsschwindler auf die Schliche, bestehen einen Kampf mit einem Vampir und werden sogar selbst Opfer einer Entführung. Dabei bleibt aber immer noch Zeit für kleine Nebenaufträge wie die Suche nach einem verschwundenen Meerschweinchen.
Während die beiden Mädchen in der Hauptserie ein bisschen den Eindruck des Zufälligen, nicht unbedingt dort hinein Gehörenden machten, zeigt dieses Album sie genau in der Welt, in die sie gehören. Und hier können sie auch endlich ihr volles Potenzial entfalten. Also: Gut angekommen in London, Emmeline und Miranda.
Die Sammlung ist optisch ein Genuss und macht viel Spaß durch witzige Einfälle wie das eigenwillige Gefährt, mit dem die Schwestern dem kopflosen Reiter zu entkommen suchen. Gewohnt schräg und herrlich verschroben ist die Ausdrucksweise der Heldinnen, die jeden Shakespeare-Monolog locker toppen können. Diese beiden brauchen wirklich keinen Malcolm Max an ihrer Seite, um Spukgestalten und Bösewichte zur Strecke zu bringen.

 

Fazit: Düster-skurrile Comicabenteuer in den finstereren Straßen Londons mit herrlich verschrobenen Dialogen und zwei rotznäsigen Ermittlerinnen. Diese beiden Sidekicks haben es glänzend verstanden, sich von ihrer "Hauptfigur" zu emanzipieren. Hut ab.

 

Die Fälle von Emmeline & Miranda Finch: Der kopflose Reiter und weitere kuriose Geschichten. Text: Peter Mennigen. Zeichnungen: Simone Grünewald, Regina Haselhorst, Roberta Ingranata und Ingo Römling. Splitter Verlag, 2019. 70 S., 17 Euro.

 

Mehr von Malcolm Max
Comic: Blutrausch
Hörspiel: Venedig sehen und sterben
Hörspiel: Tod in Paris

 

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Martin Krueger, Robert Götzenberger: Indigene Sprachen Nordamerikas

Geschrieben von Petra , in Indianer 21 September 2022 · 995 Aufrufe
Indianer

Das Buch "Indigene Sprachen Nordamerikas" hat vor allem eine Botschaft: Die Sprache "Indianisch" gibt es nicht. Martin Krueger und Robert Götzenberger stellen auf einem kleinen Streifzug durch Nordamerika, respektive durch die USA und Kanada, die unterschiedlichen Sprachfamilien der amerikanischen Ureinwohner vor und gehen auf einige Einzelsprachen mal mehr, mal weniger ausführlich ein.
Der Leser erfährt etwas zur Geschichte beziehungsweise zur konsequenten Vernichtung der Indianersprachen durch die weißen Eroberer und über die zwangsweise Beschulung der Kinder in Internaten, fernab von ihren Familien, in denen ihnen die Muttersprache konsequent ausgetrieben wurde. Die Bestandsaufnahme der Zahlen heute noch lebender Muttersprachler ist traurig. Die meisten Sprachen müssen bereits als ausgestorben gelten. Bei denen, die heute noch gesprochen werden, ist das Alter der noch lebenden Muttersprachler meist sehr hoch, auch hier ist das Aussterben der Sprachen oft nur noch eine Frage der Zeit. Nur für einige wenige indigene Sprachen kann eine günstige Prognose gestellt werden.
Auch der Gebärdensprache der Prärie-Indianer und den Code-Talkers im Ersten und Zweiten Weltkrieg wird jeweils ein Kapitel gewidmet, und die Autoren berichten auch über Linguisten, die sich mit indianischen Sprachen befasst haben. Im Anhang ist zu lesen, wie der Satz "Ich liebe dich" in verschiedenen indigenen Sprachen lautet. Anwendung Glückssache.
Jeweils mit eigenen Kapiteln dargestellt werden die Sprachfamilien der Algonkin-Sprachen, der Athabasken, der Irokesen, der Muskogee, der siouanischen Sprachen und der uto-aztekischen Sprachen. Einzeln abgehandelt werden die Sprachen der Blackfoot, Cheyenne, Cree, Delawaren, Menominee, Ojibwa, Apachen, Navaho, Mohawk, Cherokee, Muskogee, Seminolen, Lakota, Crow, Comanche, Shoshone und Kiowa. Jede Vorstellung einer bestimmten Sprache beginnt mit einem kurzen Dialog, in der zwei Sprecher sich einander vorstellen und meist etwas zu ihrer Herkunft sagen.
Die Botschaft "Indianisch gibt es nicht" kommt auf jeden Fall an. Die Verfasser können sehr deutlich zeigen, wie unterschiedlich die einzelnen Sprachen Nordamerikas sind und wie stark sie sich auch innerhalb der Sprachfamilien unterscheiden.
Negativ ist anzumerken, dass das Buch sehr unstrukturiert daherkommt, beziehungsweise dass die einzelnen Kapitel in ihrem Gehalt und ihrer Schwerpunktsetzung sehr stark voneinander abweichen. So wird bei einigen Sprachen eher der Schwerpunkt auf ihre grammatischen Besonderheiten gelegt, bei anderen mehr auf die Verbreitung und die Zahl der Native Speakers oder auf Versuche zur Wiederbelebung. Bei einigen Sprachen wird eher die Geschichte des betreffenden Volks erzählt, als dass die Verfasser konkret etwas zur Sprache sagen. Wie die jeweils drei bis fünf Seiten der einzelnen Kapitel gefüllt werden, scheint mehr oder weniger dem Zufall geschuldet zu sein, je nachdem, woher sich eher etwas Material zusammenklauben ließ. Der "Streifzug durch kleinere Indianersprachen", auch dies ein Hinweis auf die Unsortiertheit dieses Buches, befasst sich ausschließlich mit der Sprache der Kiowas.
Auch die Dialoge am Kapitelbeginn sind sehr unterschiedlich. Manche beginnen mit einer Begrüßung wie "Hallo", manche mit der Frage "Wie heißt du?", in manchen kann man lernen, wie man fragt: "Wie geht es dir?" Manchen Gesprächspartnern kann man nach diesem Kurz-Kursus erklären, dass man aus Deutschland kommt, manchen aber auch nicht. Sehr unschön ist auch, dass die Dialoge optisch nicht einheitlich gestaltet wurden. Mal steht der deutsche Satz oben und der "indianische" darunter, mal ist es anders herum. Mal sind die Sprecherwechsel wie im Drama durch einen vorangestellten Namen und Doppelpunkt gekennzeichnet, mal nicht. Mal findet sich in kursiver Schrift eine lautsprachliche Wiederholung des indigenen Satzes, mal fehlt sie. Und beim Crow-Dialog wurden bei den letzten beiden Sätzen - "Ich komme aus Deutschland" und "Woher kommst du?" - die Crow-Übersetzungen einfach vergessen. Ein penibles Lektorat und ein zweiter oder dritter Korrekturdurchgang wären diesem Buch zu wünschen gewesen.

 

Fazit: Eine interessante Überblicksdarstellung, die allerdings nicht mehr als den ersten Zipfel jeder einzelnen Sprache bieten kann. Nach der Lektüre wird sich kein Leser mit einem indigenen Amerikaner in dessen Sprache unterhalten können. Aber das können auch andere Bücher nicht leisten. Wer über eine gewisse Unsortiertheit hinwegsehen kann, findet hier eine ansprechende Einstiegslektüre in das Gebiet der "Indianersprachen".

 

Martin Krueger, Robert Götzenberger: Indigene Sprachen Nordamerikas. Ein kleiner Sprachführer durch die wichtigsten Indianersprachen in den USA und Kanada. Hohenthann: TraumFänger Verlag, 2022. 145 S., Euro 16,90.

 

© Petra Hartmann




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Die Schlagzeile - Wie alles begann ...

Geschrieben von Petra , in Schlagzeile 19 September 2022 · 180 Aufrufe
Schlagzeile

Gefunden beim Aufräumen meiner Festplatte: Über die Initialzündung für meinen Roman "Die Schlagzeile" habe ich vor elf Jahren einen Eintrag für das Verlagsblog von PersonalNovel geschrieben. Da das Blog inzwischen längst im Daten-Nirvana verschwunden ist, stelle ich den Text hier mal für euch ein. Wer wissen will, wie eine Fantasy-Autorin ins Genre des Kriminalromans geriet, erfährt hier die ganze Wahrheit ...

 

Meine Lektorin ist schuld

 

Meine Lektorin ist schuld. Ehrlich. Ich wollte eigentlich einen Fantasy-Roman schreiben. Aber wie das so ist – man will ja zeigen, was man so alles kann, wenn man sich als Autor anbietet.
Ich erinnere mich, dass ich als meine Spezialkompetenzen Antike, Literatur des 19. Jahrhunderts und meine Segel-Erfahrung angab. Als launigen Abschluss meiner Liste fügte ich hinzu: „... und eine Geschichte über eine gestresste Lokalredakteurin zwischen Kaninchenzüchtern, Kirchenkonzerten und Kommunalpolitikern kriege ich sicher auch hin.“
Wenig später fand ich in der Mailbox die Antwort: Ob ich mir vorstellen könnte, die „gestresste Lokalredakteurin“ in einen Kriminalfall zu verwickeln, fragte meine Lektorin an. Es müsse ja kein Thriller sein, vielleicht nur ein kleiner Diebstahl, der sich am Ende als humorvolles Missverständnis entpuppt.
Ach du liebe Zeit! Ein Krimi? Ich? Eine Person, die sich nicht einmal traut schwarz zu fahren, soll über eine kriminelle Handlung schreiben? Und wie geht das überhaupt – Morden oder Klauen? Andererseits: Die Redaktion, für die meine Heldin ihre Artikel schrieb, stand bereits deutlich vor meinem inneren Auge. Ein verschlafenes Kleinstädtchen, ein paar Dörfer drumherum, Ortsbürgermeister, Pastoren, Polizisten, Schützenvereine, die freiwilligen Feuerwehrleute, dazu das drückende Sommerloch und die Jagd nach der besten Schlagzeile für die Lokalzeitung, das musste sich doch wie von selbst schreiben. Immerhin habe ich selbst schon ein knappes Dutzend Zeitungsredaktionen kennengelernt. Und es sollte ja gar kein „richtiger“ Krimi werden...
Trotzdem dauerte es noch fast ein Dreivierteljahr, bis ich mein Manuskript abliefern konnte. Und noch einen Monat Überarbeitung, bis die Lektorin, die das Projekt betreute, zufrieden war und den Text akzeptierte. Jetzt bin ich gespannt, wie das Buch bei den Lesern ankommt.
„Komme ich auch drin vor?“, hat mich kürzlich eine besorgte Ex-Kollegin gefragt.
„Klar“, habe ich geantwortet. „Du kannst sogar die Heldin sein.“ Vielleicht bestellt sie ja das Buch und setzt sich selbst als ermittelnde Schlagzeilenjägerin ein.“

 

© Petra Hartmann




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"Blaubeerbrücke" als "modernes Märchen voller Esprit und Witz"

Geschrieben von Petra , in Movenna 10 September 2022 · 175 Aufrufe
Movenna, Met-Magie

Das ist ja mal eine tolle Rezension! Eva Bergschneider hat unsere Anthologie "Met-Magie" gelesen. In ihrer Besprechung im Portal "Phantastisch lesen" geht sie detailliert auf die einzelnen Geschichten ein. Meine Story, "Die Blaubeerbrücke", hat sie als eine von zwei Favoriten auserkoren und schreibt dazu:

 

"„Die Blaubeerbrücke“ von Petra Hartmann ist eine humorvolle Erzählung, die mit dem Auftritt des forschen Recken Ardua beginnt, jedoch nachfolgend eine alte Dame als Heldin präsentiert. Die Frau mit dem Blaubeerkorb schickt ihn in eine Traumwelt, in der er scheitert und aus der er geläutert zurückkommt. „Die Blaubeerbrücke“ erzählt ein modernes Märchen voller Esprit und Witz, in dem das Atlantis-Motiv mitschwingt und verzaubert."

 

Ein dickes Lob ging an die beiden Herausgeberinnen Nadine Muriel und Amandara M. Schulzke:
"Einmal mehr stelle ich fest, dass es den Herausgeberinnen wie schon in „Wir sind die Bunten“ und „Das geheime Sanatorium“ gelungen ist, Geschichten von gleichbleibend überzeugender Qualität zu präsentieren", schreibt sie. Zwei der Geschichten hätten sie "nicht ganz abgeholt", aber: "Alle anderen Geschichten sind gut geschrieben, voller kreativer, berührender, spannender und durchgeknallter Ideen und einfach ein kurzweiliger Lesespaß."

 

Dankeschön! Das freut mich sehr. Und die beiden haben es auch verdient.

 

Die komplette Rezension findet ihr auf "Phantastisch lesen":
https://phantastisch...q_9f_TSpJe8dU7w




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Jutta Ehmke: Twilight-Zoo

Geschrieben von Petra , in Bücher - phantastisch 28 August 2022 · 260 Aufrufe
Bücher - phantastisch und 1 weitere...

Einen "Zeitreise-Krimi" nennt Autorin Jutta Ehmke ihren Roman "Twilight Zoo". Sie kombiniert darin zwei Genres, die eigentlich wenig miteinander gemein haben, erfüllt damit aber sicher den Herzenswunsch manches Ermittlers: Einfach in der Zeit zurückreisen und mit dem Wissen von heute Dinge beobachten, die die Polizisten damals nicht wahrgenommen hatten.
Peggy Sue ist Detektivin. Smart, hart, professionell, ziemlich abgebrüht. In ihrem Job macht ihr niemand etwas vor. Aber die toughe Frau aus dem Jahr 2007 wäre nie geworden, was sie ist, würde sie nicht ein schweres Trauma aus ihrer Jugend mit sich herumtragen: Damals im Jahr 1989 fand sie ihre große Liebe tot auf dem Wohnzimmerfußboden. Frank lag in einer riesigen Blutlache, getroffen von drei Schüssen. Mehr als genug, um eine junge Frau in Schockzustand zu versetzen. Aber was, wenn die Leiche beim Eintreffen der Polizei verschwunden ist? Wenn sich obendrein herausstellt, dass es Frank nie gegeben hat, jedenfalls nicht in den Registern irgendwelcher Behörden? Kein Wunder, dass Peggy Sue durchdreht und lange in Behandlung ist, psychologische Unterstützung benötigt, schließlich ins Ausland geht und viel Zeit braucht, sich selbst wiederzufinden.
Doch nun sie zurück, eine der besten Detektivinnen der Gegend, und als ihre "Tante" Toni ihr offenbart, dass sie für ein streng geheimes Zeitreise-Institut arbeitet, ergreift sie die Gelegenheit. Peggy Sue reist zurück ins Jahr 1989, um den Mord an Frank aufzuklären.

 

Detailreiche Vorbereitung auf 1989

 

Sehr detailreich beschreibt Jutta Ehmke, wie die angehenden Zeitreisenden sich auf ihre Missionen vorbereiten. Es soll niemand denken, dass jemand, der in den 80ern aufgewachsen ist, sich so ohne Weiteres zurechtfindet in der eigenen Vergangenheit. Ein kleines Stadtviertel, ähnlich einem Museumsdorf, ist Übungskulisse für Peggy Sue und ihre Mitschüler. Welche Filme liefen im Kino, welche Bands waren in den Charts, was trug man, wenn man mit Freunden ausging? Um alles in der Welt nicht einen Hit summen, der erst 1990 oder später herauskam. Sich nicht verplappern mit Wissen aus dem Jahr 2007. Auf "danke" antwortet man mit "bitte" - und nicht mit "gern" - so sehr hat sich die Sprache schon verändert. So betrachtet musste die Autorin für den relativ kurzen Zeitsprung beinahe recherchieren wie für einen historischen Roman.

 

Zurück im 18 Jahre jüngeren Körper

 

Als Peggy Sue dann wieder ihren alten - beziehungsweise 18 Jahre jüngeren - Körper übernimmt und mit dem analytischen Blick der erfahrenen Detektivin das betrachtet, was ihr schockiertes, verwirrtes damaliges Ich nicht verkraften konnte, bleibt ihr selbst fast die Luft weg. Nichts ist so, wie es scheint, und Franks Blutlache entpuppt sich als ein See aus Schweineblut ... Was hatte ihr Freund zu verbergen?

 

Die eingängige Sprache Jutta Ehmkes

 

Das Besondere an dem Roman ist die eingängige Sprache der Autorin Jutta Ehmke. Schnörkellos und unaufgeregt, dabei flüssig und mit einem leichten Zauber in der Stimme zieht sie den Leser in die Handlung hinein und lässt ihn nicht wieder los, bis der Fall gelöst ist. Da ist kein Bombast an Worten oder irgendeine formulierungstechnische Manieriertheit zu spüren, und doch ist die Erzählweise Ehmkes einfach etwas Eigenes, das dieses Buch zu einer kleinen Kostbarkeit macht. Das Blut und der Mordfall, die thrillerhaften Elemente könnten gut auch fehlen, wenn man so eine schöne Erzählstimme im Ohr hat.

 

Fazit: Zeitreise-Krimi mit viel Details über das Jahr 1989 und der Erkenntnis, dass diese so nahe Zeit doch schon "historisch" geworden ist. Liebenswerte Heldin und gut gemachte Kriminalgeschichte, vor allem aber sprachlich einfach etwas Besonderes. Sehr schön.

 

 

Jutta Ehmke: Twilight Zoo. Ein Zeitreise-Krimi. Bickendorf: Saphir im Stahl, 1917. 178 S., Euro 12,95.

 

Weiteres Buch von Jutta Ehmke:
Eulenland

 

© Petra Hartmann




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Met-Magie: eine "süffige Anthologie"

Geschrieben von Petra , in Movenna 15 August 2022 · 199 Aufrufe
Movenna, Met

Christel Scheja hat unsere Anthologie "Met-Magie" für die Phantastik-News besprochen. In ihrer Rezension hebt sie hervor, dass die Sammlung einen "besonderen Zauber" hat, und schreibt, in dem Buch gehe es

 

"zumeist fantasyhaft zu, auch wenn einige der Geschichte fest auf der Erde und der Vergangenheit verortet sind. So wie etwas die „Tränen des Ra“, die einem Geschwisterpaar das Leben retten oder gar der „Hexenmet“, der einem Bürgermeister vor Augen führt, was er getan hat. Da sind die Barden, die ein lebensrettendes Heilmittel kennen, aber auch ihrem Herzen auf eine ganz besondere Queste folgen, um das Geheimnis eines Prinzen zu ergründen. Nicht zuletzt beschreiben die Autoren wie ihre Helden die Blaubeerbrücke beschreiten, sich mit nervigen Kobolden herumschlagen oder letztendlich auch bösem Verrat."

 

In ihrer Rezension stellt sie fest: "Die meisten Geschichten sind mit einem Augenzwinkern geschrieben, locken mit frechen Dialogen und Pointen, nur zwei fallen durch ihre eher gruslige und kühle Atmosphäre heraus. Einige andere wieder bieten einen dann doch eher bösen Twist, der den Humor ins Gegenteil verkehrt, aber auch in sich stimmig ist. Interessant sind bei den historischen Geschichten die Anmerkungen am Ende, man merkt deutlich, dass die Autoren hier bewusst recherchiert haben, um auch das Ambiente der Zeit einzufangen und einen Bogen zu schlagen."

 

Sie lobt, dass die Autoren inhaltlich ohne Abschweifungen auf den Punkt kommen. Außerdem findet sie die Qualität der Geschichten überwiegend sehr gut: "Es gibt eigentlich keine Ausreißer nach unten, die Erzählungen sind auf einem hohen Niveau, wissen für den Moment zu unterhalten und machen teilweise sogar Lust darauf, selbst die entsprechende Met-Sorte zu probieren."

 

Ihr Fazit: "Das macht 'Met-Magie' zu einer süffigen Anthologie, die zu goutieren mit einem entsprechenden Gläschen noch schmackhafter ist. Die Erzählungen wissen jedenfalls den Zauber des Gesöffs in all ihren Varianten einzufangen."

 

Die vollständige Rezension findet ihr hier:
https://www.phantast...-met-magie-buch




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Walhalla: Die gesammelte Saga 5

Geschrieben von Petra , in Comics 24 July 2022 · 426 Aufrufe
Comics, Walhalla und 3 weitere...

So also sieht das Ende der germanischen Götter aus: Der fünfte und letzte Sammelband der dänischen Comicserie "Walhalla" erzählt die Geschichte von Ragnarök, dem Götterverhängnis, und dem Weg dorthin. Der erneut hervorragend ausgestattete Band enthält drei erstmals in deutscher Sprache veröffentlichte Abenteuer und reichlich Hintergrundmaterial zur Entstehungsgeschichte und den Mythen, die den Comic-Erzählungen zugrunde liegen.
Dem Thema entsprechend, handelt es sich diesmal um sehr düstere Geschichten, immerhin geht es um Mord und Tod und den Untergang der Götterwelt. Trotzdem - ein leichtes Augenzwinkern, Wortwitz und humorvolle zeichnerische Seitenhiebe zeichnen auch diese drei Abenteuer aus, und der Leser wird auch die letzte Geschichte, den Untergang der Götter, mit einem Lächeln auf den Lippen lesen.

 

Eine Ballade über Balder leitet Ragnarök ein

 

"Balders Ballade" heißt das erste der drei hier vereinigten Comicalben. Es geht um die Geschichte von Balders Tod, die in der Edda bereits auf das Götterverhängnis hindeutet. Dort als das unschuldige Hinscheiden des reinsten und lichtesten aller Asengötter beschrieben und zuvor in dunklen Träumen angekündigt, wird die alte Sage hier einer überraschenden Interpretation unterzogen, beziehungsweise vollkommen gegen den Strich gebürstet.
Es ist Loki, den in dieser Version düstere, verstörende Träume plagen. Immer wieder träumt er von Hel, der Göttin des Totenreichs, seiner Tochter. Sie ist einsam in ihrer lebensfernen Welt, immer drängender werden ihre Forderungen, Loki solle ihr Balder verschaffen, damit sie dort nicht so einsam ist. Loki bekommt es wahrhaft mit der Angst zu tun. Immerhin wäre er, wenn Balder etwas zustößt, der erste, weil "übliche" Verdächtige.
Aber dann kocht die lange gewachsene brüderliche Rivalität zwischen Balder und seinem blinden Bruder Höder hoch. Zu recht, wie der Leser einsehen wird. Denn der in der Edda ach so edle, reine Balder ist als Bruder doch ein ziemliches Ekel. Ständig um seinen blinden Bruder besorgt, neigt er nicht nur zur Überbetreuung und zur übermäßigen Selbstpräsentation als Guter und Retter, sondern er sorgt auch, teils unabsichtlich, dafür, dass Höder immer mal wieder strauchelt, gegen Balken läuft oder blöd dasteht. Vor allem, als Höder sich in die wunderschöne Walküre Nanna verliebt und Balder ständig als "Pfleger" in ihre Gespräche hineinplatzt.

 

Überraschung: "Gesta Danorum" als Vorlage

 

Die "Ballade von Balder" verblüfft aber vor allem dadurch, dass sie nicht der aus der "Edda" bekannten Geschichte folgt, sondern einer Erzählung aus den "Gesta Danorum", in der Gott Balder dem Prinzen Hother seine Geliebte, die Prinzessin Nanna, ausspannen möchte. Doch Hother erlangt ein Trollschwert, dessen Zauberklinge so scharf ist, dass sie im Kampf mit den Göttern sogar den Griff von Thors Hammer abtrennen kann, und schließlich erliegt auch Balder.
Peter Madsen schafft es, die eigentlich urtragische Erzählung vom Tod Balders zu einem leicht-fröhlichen Sommermärchen zu machen, das durch Lokis Panik und seine hilflosen Versuche, Höders Anschläge auf den Bruder zu vereiteln, beinahe slapstick-hafte Züge gewinnt. Hel zu einem naiven kleinen Mädchen zu machen und ihre Wutausbrüche Einfluss auf die Landschaft des Totenreichs nehmen zu lassen, ist ebenfalls ein sehr hübscher Einfall.
Eine halben Minuspunkt gibt es dafür, dass Autor und/oder Übersetzer die in Walhall ankommenden gefallenen Krieger durchgehend als "Berserker" bezeichnen. Gemeint sind natürlich "Einherier".

 

Eine Mauer rund um Asgard

 

Das zweite Abenteuer in diesem Band ist "Die Mauer", das etwas verwirrend daherkommt, da hier zwei Sagen verknüpft werden, die eigentlich nichts miteinander zu tun haben: die Geschichte vom riesenhaften Baumeister, der vor Urzeiten die Mauer um Asgard baute, und die Geschichte von Skirnirs Brautwerbe-Fahrt zu Gerda, um sie für Freyer zu gewinnen.
Zunächst einmal ist es nicht Skirnir, der sich im Auftrag des Gottes Freyer nach Utgard aufmacht, sondern überraschenderweise Tjalfi. Thors menschliche Diener waren ja im vergangenen Abenteuer aus dem Blickfeld gerückt, nun soll der inzwischen zum Jugendlichen herangewachsene Tjalfi eine Art Mannbarkeitsritual durchstehen und dazu einen göttlichen Auftrag erfüllen. Freyer, der in Abwesenheit Odins auf dem Göttersitz Lidskialf thront und von dort aus die schöne, üppige Riesentochter Gerda erspäht, verbindet das Angenehme mit dem nützlichen: Er schickt Tjalfi unter dem Decknamen "Skirnir, der Schuhputzer" auf geheime Mission, nämlich auf Werbefahrt.

 

Odin, Thor und Loki als Coaches

 

Odin, Thor und Loki haben derweil ganz andere Sorgen: Ragnarök, das Götterverhängnis, droht, und die Riesen rücken näher an Asgard heran. Trotzdem - oder gerade deswegen - nehmen sich die drei Götter seltsamerweise die Zeit, Tjalfi inkognito bei seiner Mannbarkeitsprüfung zu begleiten und unerkannt zu coachen. So trifft Tjalfi kurz vor seinem Eindringen in den Riesenhof, in dem Gerdas Vater seinen Augenstern von einen hohen Mauer umhegt vor allen Übeln der Götterwelt beschützen will, auf den maskierten Odin. Als Lagerfeuererzählung berichtet der vermeintliche Hirte über jene andere Mauer, die einst der Riesen-Baumeister um Asgard bauen wollte, und über den schlechten Vertrag, den Loki damals ausgehandelt hatte.

 

Eine Mauer als verbindendes Element

 

Das verbindende Element zwischen beiden Geschichten ist das Motiv der Mauer. In beidem Fällen stellt sich heraus, dass sie die von ihr umgebenen Personen eben nicht nur schützt, sondern auch einsperrt und ihr Leben arm und unglücklich macht. Dass der Name "Gerda" verwandt mit "Gard" ist und "die Umhegte", oder "die Eingezäunte" bedeutet, passte sehr gut zu dieser Interpretation des Gerda-Mythos.

 

Swadilfari, Loki und Sleipnir

 

Sehr schön sind in diesem Abenteuer die Pferdemotive geraten. Vom urwüchsigen Hengst Swadilfari und seinem Herrn, der einen Pferdeschädel als Helm trägt, über Loki als lasziv-verführerische Stute und seinem Werben um Swadilfari bis hin zu dem achtbeinigen Hengst Sleipnir, der aus dieser skurrilen Verbindung erwuchs - einfach großartig. Wie Swadilfari unverzichtbar war für den Bau der Mauer um Asgard, so ist es nun Sleipnir, der mit seinem kraftvollen achtbeinigen Eppelein-Sprung seinen Reiter über die unüberwindliche Mauer katapultiert und Gerda, die Tochter des Baumeisters, aus ihrem Gefängnis befreit. Optisch einfach nur großartig, wenn man auch an der Zusammenstellung der beiden Geschichten etwas knabbern muss. Und dass die Lagerfeuer-Geschichte als Erzählsituation etwas unglücklich ist, hatten wir ja schon im Abenteuer "Die Gaben der Götter" angemerkt.
Immerhin, die Aufwertung dieses Liebesbotendienstes zu einem Schachzug, der Ragnarök ein letztes Mal verhindert, ist eine nette Idee. Wenn ich auch weiterhin für unrealistisch halte, dass sich die höchsten Götter Asgards damit befassen, ein Mannbarkeitsritual für einen menschlichen Dienstboten zu inszenieren und zu begleiten.

 

"Völvas Visionen", gesehen von Röskva

 

Der Abschlussband schließlich, betitelt "Völvas Visionen", widmet sich tatsächlich Ragnarök. Die Götterwelt sollte "wirklich" untergehen, hatten sich die Walhalla-Macher vorgenommen. Kein Fake, kein Aufwachen aus einem Traum, sondern es soll um den Tod der Götter gehen und um ein bombastisches zeichnerisches Finale, in dem noch einmal alle Register gezogen werden.
Hauptfigur ist diesmal Röskva, die, nachdem ihr Bruder im Vorgänger-Album noch sein "Mannbarkeitsritual" erlebt hatte, nun auf ganz eigene Weise in den Mittelpunkt gerückt wird.
Sie hat seltsame Visionen, die sie, analog zum Abenteuer Tjalfis, als ihr "Fraubarkeitsritual" interpretiert. Scheußlich sind diese Visionen. Sie erlebt, wie ihr alter Freund aus dem allerersten Walhalla-Abenteuer, der Fenriswolf, die Sonne verschlingt. Sie sieht, wie Thor von der Midgardschlange verschlungen wird. Und sie erlebt mit, was passiert, als der Wolf selbst Odin verschlingt.

 

Die riesigen Pfotenabdrücke des Fenriswolfs

 

In der realen Welt ist Fenrir - im Album wird er "Fenris" genannt - tatsächlich zu einer Gefahr für die Asen herangewachsen. Er ist von der Insel, auf der ihn die Götter angekettet hatten, verschwunden, und die Geschwister entdecken seine riesigen Pfotenabdrücke. Dass sich Röskva in Lokis Schneeeulenanzug mit hineinschmuggelt, um bei der Suche dabei zu sein, trägt dem Mädchen eine furchtbare Begegnung ein: Sie sieht ihren alten Freund Fenrir wieder - als Gefangenen der Riesen unter Führung Surturs. Der Feuerriese hat den ehemals noch tollpatschigen und trotz seiner Gefährlichkeit noch niedlichen Wolfswelpen durch Quälereien zur rasenden Bestie gemacht. Nun will Surtur mit seinem Heer und dem wilden Wolf auf dem widerlichen Nagelschiff Naglfar gen Asgard segeln und die Götter vernichten.

 

Die Götter müssen sterben

 

Ja, die Götter müssen fallen, so sieht es die Sage vor. Aber die Sage berichtet auch von Auferstehung und einer neuen Welt. So wird es ein neues Asgard geben. Und Röskva und Tjalfi kehren als Beinahe-Erwachsene, um einiges gewachsen und gereift, auf den elterlichen Hof zurück.
Der Band ist optisch auf jeden Fall gelungen, und die Art, wie die verschlungene Freya am Ende durch Odins Speer wieder neue Energie erhält und zu neuem Leben erwacht, steht in einer interessanten Symboltradition, die eine gewisse Logik besitzt.
Tjalfis eigene Fylgja, ein Kätzchen aus Folkwang, sorgt für den nötigen Niedlichkeitseffekt in der blutig-tragischen Geschichte vom Götterverhängnis, und die Leute, denen Röskva und Tjalfi nach dem Ende der Götter begegnen, setzen eine nette Schlusspointe, die die Saga ordentlich und folgerichtig abschließen.
Der letzte Band war nicht unbedingt der beste der Walhalla-Bände, aber ein ganz ordentlicher Abschluss und ein Album, in dem eine schwere Aufgabe erzählerisch gemeistert wurde.
Wie die Vorgängerbände ist auch der fünfte Teil der Walhalla-Gesamtausgabe mit zahlreichen Beigaben ausgestattet, die das Ganze zu einem rundum zufriedenstellenden Gesamtpaket machen. Es gibt ausführliche Darstellungen der Entstehungsgeschichte, Skizzen, Hintergrundinformationen und Äußerungen der Autoren zu ihren Plänen und Schwierigkeiten. Zu jedem Abenteuer sind erneut die Quellen zu den einzelnen Sagen mit abgedruckt, sodass die Geschichte nach dem letzten Panel noch lange nicht zu Ende ist.
Es ist sehr schade, dass die Saga mit diesem fünften Teil der Gesamtausgabe nun abgeschlossen ist. Man soll ja aufhören, wenn es am schönsten ist, heißt es. Und zumindest die wirklich großen Mythen sind alle erzählt. Aber wenn ich mir etwas wünschen dürfte: Es gab doch noch eine Comicserie über die Abenteuer des kleinen Riesen Quark ...

 

Fazit: Auch der letzte Walhalla-Band überzeugt und macht Freude. Man merkt, wie tief die Macher in die Mythenwelt eingetaucht sind und selbst weniger bekannte Versionen der Sagen befragt haben. Ein würdiger Abschlussband der Saga.

 

Walhalla. Die gesammelte Saga 5. Illustriert und erzählt von Peter Madsen. Nach Geschichten von Henning Kure. Meschede: Edition Roter Drache, 2022. 215 S., Euro 40.

 

Weitere Walhalla-Bände
Walhalla. Die gesammelte Saga 1
Walhalla. Die gesammelte Saga 2
Walhalla. Die gesammelte Saga 3
Walhalla: Die gesammelte Saga 4

 

© Petra Hartmann




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Darthula - immerhin besser als das Original

Geschrieben von Petra , in Darthula 17 July 2022 · 327 Aufrufe
Darthula, Ossian

"Das letzte Lied der Harfe" nennt Frank W. seine Rezension meiner Novelle "Darthula". Er ist nicht der "Ossian-Begeisterung" des 18. Jahrhunderts verfallen und demzufolge wenig begeistert von dem literarischen Stoff, den ich in dem Buch verarbeitet habe. Aber immerhin, er findet meine Fassung besser als das Original, das ist ja schon mal was.

 

In seiner Rezension heißt es:
"Die Geschichte konnte mich nicht wirklich überzeugen, was auch mit daran lie­gen dürfte, dass sie (Vor­sicht Spoi­ler!) kein Happy End zu bie­ten hat. Vom schrift­steller­ischen Niveau steht sie aller­dings weit über dem im An­hang zitier­tem Origi­nal, des­sen Wert­schätzung ich nicht ein­mal an­nähernd nach­empfin­den kann."

 

So vergibt er drei ehrliche Sterne und zieht das Fazit:

 

"Diese moderne Umsetzung einer Idee des 18. Jahrhunderts ist zwar deut­lich bes­ser als das Origi­nal, aber trotz­dem nicht über­zeu­gend."

 

Die vollständige Rezension findet ihr auf Amazon unter
https://www.amazon.d...R1HQ5UYL3HJ1QO/




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Schlaflos in Neudietendorf - Wie ich mit dem Neun-Euro-Ticket von Hildesheim nach Nürnberg fuhr und fast wieder zurückkam

Geschrieben von Petra , in Unterwegs 08 July 2022 · 562 Aufrufe
Unterwegs und 1 weitere...

Ich habe es getan. Ja, ich habe die mörderische Tour tatsächlich auf mich genommen und bin mit dem Neun-Euro-Ticket nach Nürnberg gefahren. An einem der heißesten Wochenenden des Jahres, zumindest bis dahin. Und wer mich jetzt ernsthaft fragt, ob ich verrückt bin, erhält von mir den Ehrentitel "Oberblitzmerker" verliehen.
Also, von Hildesheim nach Nürnberg - geht das an einem Tag? Theoretisch schon, praktisch nein. Aber, immerhin, es war ein Abenteuer, es war supergünstig, ich habe Orte gesehen, von denen ich bisher nicht einmal geahnt hatte, dass sie existieren, und ich habe eine alte Schuld beglichen. Alles in allem genug Gründe, die Kamikazetour als Erfolg zu werten. Aber, anstrengend war es schon, und ich empfehle es hiermit ausdrücklich nicht zur Nachahmung.

 

Hildesheim Hauptbahnhof, kurz vor 6.34 Uhr:
Eine alte, leicht verkaterte Frau steht auf Bahnsteig 4 im Hildesheimer Hauptbahnhof. Gepäck: Ein Rucksack mit drei 1,25-Liter-Flaschen Extaler Mineralwasser, drei Hähnchenschnitzel, fünf Buletten, zwei Päckchen Salami-Sticks, eine Stange Mamba und ein Ebook-Reader, Schreibzeug, Papiere, ein paar Mund-Nasen-Masken und das Neun-Euro-Ticket. In meiner Hosentasche brennt wie Feuer der Schlüssel der Nürnberger "Galerie im Weinlager", den ich im Herbst bei meiner Lesung aus "Falkenblut" versehentlich mitgenommen hatte. Mann, war mir das peinlich. Aber Kathleen, die gute Seele, meinte auf meine gestammelte Entschuldigung, spätnachts am Telefon, als ich es bemerkt hatte, ich solle mir keinen Kopf machen und ihr den Schlüssel einfach an Himmelfahrt mitbringen, wenn ich zum Nürnberger Autorentreffen komme. Mit der Post schicken, das sei eher nicht so gut. Tja, und dann kam Himmelfahrt, aber das Treffen fiel aus, und Petra saß immer noch da mit dem Schlüssel, während die Spritpreise explodierten. Aber dann kam eben auch dieses Ticket.
Also: Start 6.34 in Hildesheim. Das bedeutet für eine alte Frau aus Sillium, die ihre Zeit im Bad braucht und von ihrem Dorf aus eine lange Anfahrt hat, dass der Wecker um 4.30 Uhr klingelt. Genauer gesagt: drei Wecker.
Als alter Sicherheitsfanatiker hatte ich für die Fahrt auf der B6 und eine mögliche Parkplatzsuche reichlich Pufferzeit eingeplant. So blieb ich noch relativ gelassen, als ich feststellte, dass die Bundesstraße ab der Abzweigeng Wöhle/Heersum voll gesperrt ist. Hatte ich nicht mitgekriegt. Die Umleitung über Groß Düngen funktionierte halbwegs, ich wurde dann in Wendhausen auf die A7 gelotst, kam auch richtig bis zur Abfahrt Hildesheim - und stand plötzlich schon wieder vor einer Vollsperrung. Eigentlich sollte ich die Gegend ja kennen, aber ich war so verdattert, dass ich an der nächsten Tankstelle nach dem Weg fragen musste. Für den Mitarbeiter war es vermutlich die schrägste Begegnung des Tages, immerhin hätte ich einfach nur wenden und 500 Meter geradeaus fahren müssen, dann hätte ich meinen Kreisel schon erkannt. Okay, wenn die Behörden einem das Autofahren verleiden wollen, dann tun sie es halt gründlich und sperren alle Straßen. Ich fand am Bahnhof gerade noch so eine Parklücke, marschierte stracks zum Gleis 4, und da sitze ich nun also in der Regionalbahn 77 nach Elze. Ein Ruck. Der Zug fährt an. Geschafft.

 

Eingefügtes Bild

 

6.50 Uhr, Ankunft in Elze
Ein Katzensprung von Hildesheim nach Elze. Fast lohnt sich das Einsteigen nicht. Ich bin hellwach, immerhin habe ich nur fünf Minuten Zeit für den Zugwechsel. Bisher ist alles entspannt, es gibt genug Sitzplätze, alles im grünen Bereich. Ich esse das erste Mini-Salami-Päckchen. Und ich erreiche tatsächlich den Zug. Ankunft auf Gleis 1, Abfahrt auf Gleis 2, es gibt Schlimmeres.

 

Eingefügtes Bild

 

6.55 Uhr, Abfahrt von Elze nach Göttingen
Der Zug ist gut gefüllt, aber ich habe problemlos einen Sitzplatz bekommen. Mir stehen 51 Minuten Fahrt bevor. Das reicht für ein Schläfchen. Ich stelle mir den Handywecker auf 10 Minuten vor Ankunft und bin sofort tief eingeschlafen. In Göttingen habe ich 22 Minuten Zeit zum Zugwechsel, bisher läuft alles entspannt. Das Klo ist nicht mehr ganz sauber, aber benutzbar. Ich schwitze unter der Maske, aber ich werde es überleben.

 

8.08 Uhr, Göttingen
Ich erreiche die Regionalbahn RE 1, finde einen Fensterplatz, der Zug ist voll, aber nicht übervoll. Meine erste Wasserflasche ist bereits zur Hälfte geleert. Ich muss erst in Neudietendorf aussteigen, planmäßige Ankunft 9.38 Uhr. Das reicht für ein weiteres Schläfchen, es war ja eine kurze Nacht.

 

Ab 8.31 Uhr, Heilbad Heiligenstadt
Fuck! Verdammt, verdammt, verdammt! So eine gequirlte und aufgeschäumte Pferdescheiße! Die Typen soll doch der Blitz beim Kacken treffen!
Der Zug steht auf dem Gleis in Heilbad Heiligenstadt. Er steht und steht und steht. "Sehr geehrte Fahrgäste, unsere Weiterfahrt verzögert sich auf unbestimmte Zeit. Grund sind Personen im Gleis", verrät die Durchsage. Es dürften rund 20 Minuten gewesen sein. Das klappt nicht mehr in Neudietendorf. Mist. Ich bin wach, schwitze und studiere die ausgedruckten Fahrpläne und Notpläne, die ich mir wohlweislich in den Rucksack gepackt habe.
Als sie die Idioten von den Gleisen geholt haben, geht es weiter, aber wir erreichen Neudietendorf tatsächlich erst lange nach Abfahrt des 9.49er Zuges nach Saalfeld. Seufz. Aber es gibt ja weitere Züge.

 

Bis 10.48 Uhr, Neudietendorf
Gestrandet in Neudietendorf. Bin ich in Bayern oder in Thüringen? "Neudietendorf, meine ferne Liebe", brumme ich, während ich den Bahnhof erkunde. Es gibt keinen Getränke- und keinen Schokoriegel-Automaten. Klar, ist ja nur eine kleine Station. Dafür eine Schlachterei, ein sehr sauberes Klo, für das mir eine freundliche Passantin einen Euro in zwei Fünfziger wechselt, und einen ebenso freundlichen Aufenthaltsraum mit Stühlen und Tischen. Sehr nett und besser ausgestattet als mein Heimatbahnhof Derneburg auf jeden Fall.
Ich zücke meinen eBook-Reader und finde einen kurzen Krimi, den ich mir vor Urzeiten mal heruntergeladen und immer noch nicht gelesen hatte: "Soko Mermaid" von Jojo Vieira. An der Lorelei wird eine Frauenleiche gefunden. Doch was die Polizisten zuerst für ein Meerjungfrauenkostüm halten, ist echt: Der Unterleib der Leiche besteht aus einem "Fischschwanz", jedenfalls soll das Knochenmaterial mit Walknochen verwandt sein. Um Himmelswillen, wenn davon die Presse Wind bekommt! Es stellt sich heraus, dass die Unbekannte mit Steinfischgift getötet wurde. Das bringt die Ermittler auf die Spur eines Mitarbeiters des Aquariums, der kürzlich einen Steinfisch mit nach Hause nahm ...
Ein sehr spannendes Setting, das zwei Genres kombiniert, die einander eigentlich widersprechen, die phantastische Welt der Meerjungfrauen und die rationale, analytische Welt der Ermittler. Wuchs hier etwas zusammen, das, wie bei einer Meerjungfrau, gar nicht zusammen gehörte?
Ein bisschen schade fand ich, dass der phantastische Aspekt dann doch gar nicht weiter ausgestaltet wurde. Nachdem die Beamten sich gehörig gewundert haben, laufen die Ermittlungen routiniert wie im samstäglichen Tatort-Krimi ab, man verhört Verdächtige, überprüft Alibis und so weiter. Einen Zusatzpunkt vergebe ich für die adelsstolze Mutter des Tatverdächtigen, die Frau war in ihrer verstaubten Blasiertheit einfach toll. Einen Punkt Abzug gibt es für die plötzliche und überraschend frühe Aufklärung des Verbrechens, die nicht gerade dem polizeilichen Scharfsinn geschuldet war. Ansonsten ist die Geschichte sehr kurz und kurzweilig, gerade recht, um sich einen unfreiwilligen Aufenthalt in Neudietendorf zu verkürzen.
Also: Ich hatte eine nette Zeit in Neudietendorf. Den Bahnhof merke ich mir und freue mich darauf, hier auf dem Rückweg wieder Station zu machen.

 

10.48 Uhr, Neudietendorf
Ich sitze im Zug nach Saalfeld (Saale). Es ist heiß und schwül. Meine Maske ist nass. Aber ich behalte sie auf (abgesehen von der Zeit, in der ich meine Mamba-Stange esse). Ich will mir hier keine Viren holen, außerdem will ich mich nicht gemein machen mit den Chaoten im vorderen Zugteil: Laute, zerhackte Musik, gegrölte Gesänge und ein nahezu nackter Mann. Ich habe ihn nur von hinten gesehen, da trug er nichts als ein paar String-Hosenträger, die aus seiner Pofalte zu seinen Schultern hinaufliefen. Ich hatte nicht das Bedürfnis, seine Vorderseite in Augenschein zu nehmen, aber eine Maske gehörte jedenfalls nicht zur Ausstattung. Getränke flossen in Strömen. Es scheint sich um einen Junggesellenabschied gehandelt zu haben. Wenn der junge Mann sich unterwegs noch irgendwelche Viren eingefangen haben sollte, könnte es auch ein Abschied für immer werden.
Der Schaffner kommt, kontrolliert mein Neun-Euro-Ticket, kontrolliert auch die Tickets der maskenlosen Party-Jungs und sagt weiter nichts. Sie bleiben maskenlos. Und ich trage meine feuchte Maske nur mit noch größerer Verbissenheit. Um 11.42 Uhr kommen wir pünktlich in Saalfeld an.

 

11.52 Uhr, Saalfeld (Saale)
Die Hölle auf Rädern. Ab jetzt heißt es: Stehen und schwitzen. Zweieinhalb Stunden in einer rollenden Sardinendose, eingekeilt zwischen schwitzenden Menschen, den nassen Lappen vor Mund und Nase. An jedem Bahnhof steigen noch mehr Leute ein. Obwohl das physikalisch unmöglich scheint. Ich stehe im Türbereich. Achte jedes Mal besorgt auf die Ansagen: "Ausstieg in Fahrtrichtung links" oder "Ausstieg in Fahrtrichtung rechts". Ich muss dann irgendwie Platz machen, aber ohne den Zug zu verlassen, sonst komme ich nie wieder rein, jedenfalls nicht an den Eckplatz mit der Haltestange. Aber wozu bracht man eine Haltestange, wenn man sowieso keine Chance hat umzufallen?
Ich bin unschlüssig, ob ich die Art zweier meiner bayerischen (?) Mit-Fahrgäste, für Ordnung zu sorgen, nun feiern oder verurteilen soll. Der eine sagte zu einem einsteigenden jungen Mann sehr nachdrücklich: "Mach die Mucke aus." Und als der diskutieren wollte, forderte er ihn erneut auf, Ruhe zu halten. Bis der Jugendliche dann mit einem "Ja, ja, in Ordnung, ich mach's leise" weiterzog und nur noch mit Kopfhörern weiterhörte. Es war auch wirklich ein unerträglicher Krach. Aber war der Mann nun mein Lebensretter oder ein verdammter selbsternannter Blockwart?
Ein anderer Mann forderte einen offenbar nur Farsi oder arabisch sprechenden dunklen Typen, der die Maske unterm Kinn trug, dazu auf, sie gefälligst ordentlich über Mund und Nase zu ziehen. Als der ihm zu verstehen gab, dass er kein Deutsch sprach, meinte der Bayer (?) ruhig aber unbeeindruckt: "I versteh di scho. Aber du verstahst mi auch, gelt?" Woraufhin der Mann tatsächlich seine Maske aufsetzte.
Allerdings ging der Bayer (?) bald zu Boden. Er trat unruhig von einem Fuß auf den anderen, lehnte den Kopf gegen die Glaswand, setzte sich schließlich auf den nicht eben sauberen Boden und massierte sein Bein. Rechts war eine Narbe zu sehen, vermutlich von einer Knie-OP. Ich bot ihm von meinem Wasser an, aber er hatte selbst etwas zum Trinken dabei. Irgendwann stand er wieder auf, stand wieder sehr unruhig. Ich konnte das kaum mit ansehen. Einmal stand eine Frau auf und stieg aus. Ich machte ihn darauf aufmerksam, dass da ein Platz frei geworden war. Doch dann setzte sich ein Schwarzer vor ihm drauf, der etwas näher dran gewesen war. "Da hat sich der Schwarze draufgesetzt", meinte er empört zu seiner Frau, als er zurückkam. Sie meinte darauf nur lakonisch: "Der hätte sich da auch hingesetzt, wenn er grün oder blau gewesen wäre."
Inzwischen trugen fast ein Viertel der Männer um mich herum ihre Masken unterm Kinn, wenn überhaupt.
Kurz vor Bamberg stiegen der Mann mit der Knie-OP und seine Frau aus.
In Bamberg selbst verschwanden sogar ziemlich viele Fahrgäste aus dem Zug. Ich konnte tatsächlich einen Sitzplatz ergattern. Allerdings war er nur knapp eine Minute lang meiner. Dann schob sich eine Hand mit einer Plastikkarte in mein Sichtfeld. Der Mann sprach nicht, vielleicht konnte er es nicht. Es war ein Schwerbehindertenausweis, ich saß auf einem Schwerbehindertenplatz. Also wieder aufstehen.
Gesessen habe ich dann aber doch noch auf der allerletzten Etappe. Da war kurz hinter mir ein junger Mann aufgestanden und hatte mich darauf aufmerksam gemacht, dass da etwas frei war. Jedenfalls erreichte ich Nürnberg sitzend - und schwitzend.

 

14.19 Uhr, Nürnberg
Was echte Hitze ist, lernte ich erst, als ich den Nürnberger Hauptbahnhof verließ. Offenbar waren die Züge wohl doch klimatisiert gewesen, auch wenn ich das bis dahin nicht gemerkt hatte. Der Fußweg, etwa 15 Minuten, zur Galerie im Weinlager war ziemlich heftig. Vor allem, da ich den Fehler gemacht hatte, die Cola-Verkäuferin am Bahnhof um eine 2eiskalte" Cola zu bitten. Sie war der deutschen Sprache nur bedingt mächtig, und meine pantomimische Darstellung des Wortes "eiskalt" bewirkte leider das Gegenteil von dem, was ich erreichen wollte. Offenbar verstand sie, mir sei eiskalt, und ich würde daher die normalen eisgekühlten Getränke aus dem Kühlschrank nicht vertragen. Sie ging in den hinteren Bereich und überreichte mir dann mit einem freundlichen, besorgten Lächeln eine Cola, die verdammt nahe am Siedepunkt war. Aber ich hatte auch keine Energie mehr zum Nachverhandeln und zog mit der Glühwein-Coke ab ...
Ich wanderte eine Viertelstunde durch Lava, bis ich die Galerie im Weinlager erreichte. Geschafft. Kathleen Binneberg war da, welche Freude, und sie hatte eine eisgekühlte Flasche Zitronenlimo für mich. Meine Idee, ihr eine Schachtel Pralinen mitzubringen, war allerdings eine Schnapsidee, auch wenn es alkoholfreie Schoko-Pralinen waren. Naja, sie schob das gut gemeinte Präsent erstmal in den Kühlschrank samt dem ebenfalls mitgebrachten Buch. Hoffentlich waren beide nach der Prozedur genießbar. Jedenfalls habe ich ihr den Schlüssel ordnungsgemäß übergeben. Mission erfüllt.
Walter Mattischeck kam kurz danach rein, hatte hitzebedingt kein Hemd an, und so konnte ich das halb fertige Riesentattoo auf seinem Rücken ausgiebig bewundern. Ein Traum aus Totenkopf und Flügeln, und natürlich stellte ich automatisch die blöde Frage: "Hat das wehgetan?" Wehtun gehört wohl dazu. Aber ich werde nie verstehen, warum sich jemand Tattoos an Stellen anbringen lässt, die er selbst gar nicht sehen kann. Naja, vielleicht bin ich einfach zu egozentrisch.
Verantwortlich für das Kunstwerk ist jedenfalls ein Tätowierer, dem Walter für seine Arbeit manchmal sein Studio über der Galerie zur Verfügung stellt. Zwei Kundinnen, Mutter und Tochter, die sich gerade ein Mutter-Tochter-Tattoo stechen lassen, waren gerade für den Tag fertig geworden. Ich selbst überlege noch. Auf der Herfahrt hatte ich ziemlich viele gute und schlechte Tätowierungen gesehen. Soll ich mir irgendwann "Liebe, Glaube Hoffnung" oder das Green-Lantern-Symbol stechen lassen? Es tut halt weh.
Die Bilder für die Ausstellung, die am Abend eröffnet werden sollte, hingen schon alle. Die Fotokünstlerin Ute Häffner stellt dort aus. Ein eindrucksvoller Adlerkopf, ein putziges, hellwaches Eichhörnchen, Tisch und Stühle am Strand, ein vorbeifahrender Kutter und Myriaden von Seevögeln. War schon interessant. Besonders fasziniert hat mich eine Montage mi Fotos eines Baumes mit immer wechselnden Objektiven, Belichtungszeiten, Filtern. War schon ein Gesamtbild, vor dem man länger stehen bleiben konnte. Allerdings: Die Vernissage (mit Spritprobe) begann um 20 Uhr. Und mein Zug sollte um 16.40 Uhr fahren. Sollte. So verabschiedete ich mich, und Walter und Kathleen machten sich schick für die Veranstaltung. Und damit nahm das Unheil seinen Lauf ...

 

16.40 Uhr, Nürnberg
Ich stehe auf Gleis 4 und warte auf die Regionalbahn RE 14. Aber die kommt und kommt nicht. Durchsagen und das Textband an der Anzeigetafel steigern sich immer weiter, bis von einer 35-minütigen Verspätung die Rede ist. Ich stehe mir die Beine in den Bauch, trete von einem Fuß auf den anderen und studiere meine Zettel mit den Zugverbindungen. Der Anschlusszug in Saalfeld dürfte weg sein, wenn ich ankomme. Aber diese Regionalbahnen fahren ja stundenweise. Glaube ich. Das wird schon. Endlich rollt der Zug in den Bahnhof. Ich bekomme einen Sitzplatz, darf also die zweieinhalb Stunden Fahrt wenigstens sitzend schwitzen. Ich trinke viel und esse meine Hähnchenschnitzel, den Rest des Weges habe ich den schweißnassen Lappen vor dem Gesicht. Es ist heiß und schwül. Der Zug füllt sich. Und es ist absolut sinnlos, auf die Uhr zu schauen. Zweieinhalb Stunden in einem tropischen Gewächshaus.

 

Saalfelde (Saale), bis 21.12 Uhr
In Saalfeld studiere ich den ausgehängten Fahrplan. Ja, der 19.12-Uhr-Zug ist weg, aber der 20.12-Uhr-Zug ist dort angeschrieben. Dann komme ich eben eine Stunde später nach Hause. Egal. Ich gehe runter in die Bahnhofshalle, besuche das Klo, ich habe ja viel Zeit.
Als ich wieder zurückkehre, ist die große Anzeigetafel etwas verändert. Der 20.12er ist auf der Tafel. Allerdings mit dem Vermerk: "Zug fällt aus." Ersatzlos gestrichen, ich fasse es nicht. Mich beschleicht ein mulmiges Gefühl. Immerhin, es gibt noch einen weiteren Zug nach Neudietendorf. Der fährt um 21.12 Uhr. Den werden sie doch nicht auch noch streichen, oder ...?

 

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22.06Uhr, Neudietendorf
Da stehe ich nun auf dem Bahnhof von Neudietendorf. Das wars für heute. Endstation Sehnsucht. Im Zug hatte ich noch den Schaffner ausgefragt, ob es nicht doch noch eine Möglichkeit gäbe, heute noch nach Göttingen zu kommen. Und ob es vielleicht sinnvoller sei, weiterzufahren bis nach Erfurt. Er befragt sein Smartphone, telefoniert auch nochmal, aber dann schüttelt er den Kopf. Es ist definitiv. Heute Nacht werde ich in Neudietendorf bleiben. Der nächste Zug nach Göttingen fährt erst um 4.35 Uhr. Egal, die Nacht ist warm, es ist Sommer, es regnet nicht, und ich bin ja nicht aus Zucker. Und selbst wenn ich es wäre, mir bliebe ja doch keine andere Wahl.
Der Bahnhof hat noch immer keinen Süßigkeiten-und-Cola-Automaten. Das Klo und der nette Aufenthaltsraum sind abgeschlossen. Die Fleischerei dito. Nun gut. Ich habe noch eine Flasche Extaler mit Kohlendsäure im Rucksack und fünf Bouletten, das bringt mich wohl durch die Nacht.
Ich schlendere durch die spätsommerlichen Straßen Neudietendorfs. Es ist warm, langsam beginnt es zu dunkeln. Nahe dem Bahnhof ist ein kleiner Park, oder eine Art Spielplatz. In der Mitte ein großes Klettergerät aus dicken roten Seilen, da wäre ich vor zehn Jahren noch hochgeklettert, aber jetzt nicht mehr. Dort ist auch eine ziemlich interessant aussehende Schaukel mit einer Art Schaukelkäfig aus Stricken, Sieht bequem aus, vielleicht kann ich mich darin in den Schlaf schaukeln.
Aber da sich im Augenblick überall Jugendliche angesiedelt haben, nehme ich dann doch erstmal omamäßig auf einer der Parkbänke platz. Alle anderen sind schon besetzt, aber ich habe eine Bank für mich allein. Auf der anderen Seite des großen Klettergerüsts treffen sich rund 30 junge Männer und Frauen. Sie haben Bierkästen und eine Musikanlage mit dabei. Rapmusik dröhnt herüber, aber es ist okay, hat eher Zimmerlautstärke und verteilt sich gut in der warmen Nacht. Ich verstehe irgendetwas von "Ficken", "Fotze" und "I'm a Badboy", aber die jungen Leute sind echt in Ordnung, einfach nur gut drauf, einer von ihnen schein Geburtstag zu haben und reinzufeiern. Hoffentlich werde ich sie später mit meinem Schnarchen nicht stören.
Die Jugendlichen feiern, ich esse meine Buletten und lasse das lauwarme Extaler-Wasser durch meine Kehle rinnen. Der Himmel ist wolkenlos. Über mir öffnet sich das Blätterdach der großen alten Parkbäume, und wenn ich nach oben blicke, schaue ich genau in den Großen Wagen hinein. Am liebsten würde ich mich jetzt schon hinlegen, aber ich schaue erstmal zu und warte, ob die jungen Leute nicht irgendwann weggehen. Ich müsste ja auch nochmal hinter das Gebüsch. Gegen Mitternacht steuert die Party ihrem Höhepunkt entgegen. Ich müsste mal hinter das Gebüsch. Vielleicht eine Dreiviertelstunde später brechen gut 15 von ihnen mit den Fahrrädern auf. Sie kommen zu mir herübergefahren, stoppen, und einer fragt mich: "Ist alles in Ordnung mit Ihnen?" "Ja, alles klar", sage ich, "ich bin bloß mit dem Neun-Euro-Ticket gestrandet." Ich erkläre ihnen, dass ich auf den 4.35er Zug warten muss und schildere meine bisherige Fahrt. "Das ist echt nicht in Ordnung", schimpft der junge Mann, der mich angesprochen hat. "Naja, für neun Euro ist es schon in Ordnung", meine ich versöhnlich. Die Jugendlichen radeln zögernd weiter. Vielleicht haben sie ein ungutes Gefühl dabei, die wunderliche alte Frau allein da hocken zu lassen. Liebe Kinder.
Die restliche Festgesellschaft trinkt und feiert weiter. Armleuchter. Ich muss mal ganz dringend ins Gebüsch. Gegen ein Uhr bricht wieder ein Pärchen auf, zehn Minuten später drei weitere Jugendliche. Gegen 2.20 Uhr haut endlich auch der harte Kern ab. Ich husche hinters Gebüsch und setze beinahe ganz Neudietendorf unter Wasser. Dann strecke ich mich auf meiner Parkbank aus, lege den Kopf auf meinen Rucksack , decke mich mit meiner Seglerjacke zu und träume mich langsam in den Großen Wagen hinein. So ist das also, auf einer Parkbank zu übernachten ...

 

Neudietendorf, 3.35 Uhr
Ich wache auf, noch bevor mein Handywecker sich regt. Meine sämtlichen Rückenwirbel haben sich ineinander verhakt, ich bin steif wie ein Brett und überlege geschlagene fünf Minuten, welche Knochen ich in welcher Reihenfolge bewegen soll. Ich weiß nur eines: Es tut weh, verdammt weh, sich zu bewegen. Schließlich lasse ich das rechte Bein über den Rand der Parkbank nach unten gleiten. Aua. Langsam kommt der Oberkörper in die aufrechte Position. Dass so viel wehtun kann an einem einzigen Körper. Nach den ersten ungelenken Schritten daddele ich mich langsam ein. Trotzdem, wer mich so loswanken sieht, glaubt bestimmt, dass ich die ganze Nacht durchgesoffen habe. Ich komme an den Bänken vorbei, auf denen die Jugendlichen gesessen und gefeiert haben. Überall leere Flaschen, der Park sieht aus wie ein Schlachtfeld. Aber ich habe nur Wasser getrunken heute Nacht, ich schwöre. Und ich hoffe, dass das Geburtstagskind und seine Freunde später kommen und aufräumen. Ich wanke zum Bahnhof. Es ist inzwischen Viertel vor vier. Aber ich gehe jetzt nicht wieder weg. Wohin auch. Langsam wandere ich den Bahnsteig auf und ab, deklamiere in Gedanken die ersten fünf Capita von Heinrich Heines Wintermärchen, sehe dem Halbmond zu, der hinter einer Straßenlaterne emporsteigt. Beobachte eine rote Katze, die gemächlich über die Gleise streicht. Und wundere mich. Dieses ständige Glockengeläut. Hohe, langsame Schläge. Immer wieder. Nein, garantiert keine Kirchturmglocken, die die Zeit anzeigen. Die Glocke meldet sich in unregelmäßigen Intervallen zu Wort. Manchmal alle fünf Minuten. Einmal zähle ich siebzehn Schläge. Dann wieder weniger. Wer schlägt den nachts zwischen drei und vier die Glocken? Ein perverses Bußkloster, das die Insassen richtig quälen will? Ich weiß es nicht. Aber wenn ich an Neudietendorf denke, werde ich noch lange zuerst an die Parkbank und dann an das unregelmäßige und ständige Glockenläuten denken.

 

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4.35 Uhr, Abfahrt in Neudietendorf.
Der Zug ist pünktlich, das Klo sauber, ich finde einen Sitzplatz und hole den Schlaf der kurzen Nacht nach. Ich schlafe tief, aber nicht allzu lange, bis mich jemand an der Schulter packt und grob schüttelt, als sei ich ein Penner, den er in seiner Einfahrt gefunden hat. Der Schaffner steht vor mir. Er sagt nichts. Ich greife in meine Tasche, frickele mein Portemonnaie heraus und reiche dem Mann mein Neun-Euro-Ticket. "Bitte", sage ich. Er antwortet nicht, dreht sich weg und geht weiter. Armleuchter. Auf ein Bitte gehört ein Danke, was ist das nur für ein ungehobelter Kerl? Nun ja, heute bin ich eben nicht Frau Dr. Hartmann mit Bahncard, ICE-Fahrkarte und Platzreservierung, ich bin einfach nur ein Ärgernis, das sich auf Neun-Euro-Ticket durch den ÖPNV hindurchschmarotzt. Und: Ich habe mehr als 24 Stunden nicht geduscht und auf einer Parkbank genächtigt. Vor solchen Kunden verliert man als Schaffner offenbar den Respekt.
Ich döse weiter. Der Zug ist pünktlich, um 6.25 bin ich in Göttingen.

 

7.04 Uhr, Göttingen
Ich muss ziemlich lange warten, bis der Zug nach Elze fährt. Viel Sinnvolles habe ich nicht gedacht. Ich stehe auf dem Bahnsteig, stiere abwechselnd auf die Zuganzeige und auf mein Handy, die Minuten verstreichen. Irgendwie. Endlich rollt der Zug nach Elze ein. Mir steht knapp eine Stunde Fahrt bevor. Die Schaffnerin war ebenfalls ziemlich unfreundlich, aber ich kann um diese Uhrzeit auch nicht gut lächeln. Ich döse vor mich hin und hake in Gedanken die einzelnen Orte ab, in denen der Zug hält. Um 7.55 Uhr erreichen wir Elze.

 

8.02 Uhr, Elze
Die Zeit zum Zugwechsel war knapp, aber um diese Zeit gibt es noch keine Verspätungen. Der letzte Streckenabschnitt ist ein Katzensprung, in 18 Minuten erreichen wir Hildesheim.

 

8.20 Uhr, Hildesheim Hauptbahnhof
Geschafft. Ich taumele aus dem Zug, hole mir noch ein belegtes Brötchen mit Kochschinken und eines mit Tomate-Mozzarella, dann marschiere ich Am Marienfriedhof entlang zu meinem Auto. Habe ich wirklich so weit weg geparkt? Ach ja, gestern morgen war ja alles voll mit Idioten, die für neun Euro um die Welt reisen wollten. Da ist er ja, mein kleiner schwarzer Schuhkarton. Ich fahre los, futtere gegen das Einschlafen meine beiden Brötchen weg, finde die Route zurück über B6 und A7 trotz der Sperrungen wieder. Gegen 9 Uhr komme ich in Sillium an, kippe ins Bett und falle in einen tiefen Schlaf.

 

Fazit: Hat es sich nun gelohnt, das Neun-Euro-Ticket? Ich meine: Ja. Okay, die Fahrt war nicht gerade luxuriös, aber dafür eben billig. Und was will man für neun Euro schon erwarten? Ich bin so günstig wie noch nie nach Nürnberg gekommen. Zugausfälle und Unbequemlichkeiten muss man eben in Kauf nehmen. Meckern werde ich nicht. Und wer eine solche Fernreise vorhat, sollte sich immer klarmachen, dass es eine Zweckentfremdung ist. Es heißt nicht umsonst "Öffentlicher PersonenNAHverkehr. Für eine Reise von Sillium nach Nürnberg und zurück sind Enno und Erixx gar nicht gemacht. Wer eine solche Strecke unternimmt, dem rate ich unbedingt dazu, viel zu trinken mitzunehmen. Ich habe drei 1,25-Liter-Flaschen Wasser weggezischt, dazu kamen eine warme Cola und eine eiskalte Zitronenlimo in Nürnberg. Packt euch auch genug Verpflegung ein. Ihr könnt nicht damit rechnen, dass ihr auf den kleinen Bahnhöfen etwas bekommt. Und plant eure Fahrtzeit lieber großzügig. Zumindest ist es meine Erfahrung, dass verpasste oder ausgefallenen Anschlusszüge gar nicht so selten sind.
Wer physisch robust ist, frei von Platzangst und auf Luxus verzichten kann, hat hier die Möglichkeit, für kleines Geld eine interessante Tour zum machen und Orte kennen zu lernen, von denen er noch nie etwas gehört hat. Zu wichtigen Terminen wie Lesungen, Vorstellungsgesprächen, Fortbildungen und so weiter solltet ihr aber weiterhin den ICE nehmen. Ihr kommt entspannter an und seid nach der Fahrt weniger zerknautscht und ausgelaugt. Gute Fahrt!

 

© Petra Hartmann




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Met-Magie: "Traumhaftes Land mit starker Aussage"

Geschrieben von Petra , in Movenna 12 June 2022 · 305 Aufrufe
Movenna, Met

Eine sehr umfangreiche Rezension zu "Met-Magie" hat Rainer Wüst verfasst. Das Schöne: Er geht auf jede einzelne der Geschichten ein. Über meine "Blaubeerbrücke" schreibt er Folgendes:
"Die Autorin Petra Hartmann erzählt eine märchenhafte, blaubeerige Geschichte von Gier und Menschlichkeit. Ihre kritische Geschichte verzaubert sowohl inhaltlich als auch sprachlich und hat mich in ein fernes traumhaftes Land mitgenommen. Hier gefällt mir ebenfalls die starke Aussage am Schluss."
Dankeschön!

 

Über die gesamte Sammlung heißt es:
"Met-Magie ist eine gelungene Komposition von guten Autoren mit sehr unterschiedlichen Texten."

 

Er vergibt fünf Sterne und zieht folgendes Fazit:
"Dieses Buch ist unglaublich nuancenreich und übertrifft meine Erwartungen. Normalerweise gibt es in einer Anthologie unterschiedliche Qualitäten an Texten. Bei Met-Magie ist das anders. Der hohe Standard wird durchgehend gehalten und die Vielfalt der Texte ist außergewöhnlich. Ein lebhaftes und kurzweiliges Buch."

 

Die vollständige Rezension findet ihr hier:
https://www.amazon.d...ASIN=3862828336




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Met-Magie: "abwechslungsreich, einfach verständlich, hintergründig"

Geschrieben von Petra , in Movenna 06 June 2022 · 356 Aufrufe
Movenna, Met-Magie
Rezensentin Sonja hat unsere Anthologie "Met-Magie" gelesen und auf Amazon besprochen. Sie vergibt vier Sterne und schreibt unter der Überschrift "Da ist für jeden etwas dabei", das Buch habe ihr sehr gut gefallen: "Der Schreibstil ist genauso unterschiedlich wie die Autoren. Auch die Handlungen decken eine große Bandbreit ab."

Gut gefällt ihr auch die Textlänge. Die kurzen Geschichten eigneten sich hervorragend zum Lesen, wenn man nur wenig Zeit hat.

Der Gesamteindruck: "Es ist abwechslungsreich, einfach, verständlich, aber auch hintergründig und regt zum Nachdenken an. Auch die aufgezählten Metsorten passen sehr gut zusammen. Da bekommt man gleich Lust, den einen oder anderen auch auszuprobieren."

Die vollständige Besprechung findet ihr hier:
https://www.amazon.d...ASIN=3862828336


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Märchenhafte Met-Magie

Geschrieben von Petra , in Movenna 01 June 2022 · 299 Aufrufe
Movenna
Die erste Rezension zu unserer Anthologie "Met-Magie" ist da. SanneL findet das Buch "Märchenhaft", wie es in der Überschrift heißt, vergibt vier Sterne auf Lovelybooks und schreibt über die Geschichten: "bunt und kreativ sind sie alle." Die Texte machten "Lust aufs Ausprobieren".
Das Fazit: "Unterhaltsam und abwechslungsreich zu lesen, teils leicht verständlich in einfacher Sprache erzählt, auch anspruchsvoll verwirbelt, interessant allemal."

Die vollständige Rezension ist hier zu finden:

https://www.lovelybo...ion/5560355474/


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Leserunde zu "Met-Magie": Zehn Bücher zu gewinnen

Geschrieben von Petra , in Movenna 14 May 2022 · 321 Aufrufe
Movenna, Leserunde Met-Magie
Zu unserer Anthologie "Met-Magie" gibt es jetzt eine Leserunde auf Lovelybooks. Falls ihr Lust habt, das Buch zu lesen, mit uns über die Geschichten zu diskutieren, Rezensionen zu schreiben und mit etwas Glück eines der zehn Freiexemplare zu gewinnen, folgt einfach dem Link und steigt mit ein. Wir freuen uns auf euch!

https://www.lovelybo...9326319/#thread

Hier der Klappentext des Buchs:

"Met-Magie - Der Trunk der Götter, Barden und Bauern

Heilmittel und Zaubertrank: Schon vor 20.000 Jahren sollen sich Mensch und Tier an der exquisiten Köstlichkeit Met berauscht haben. Ob in Ritualen, als Bardentrunk, mystische Opfergabe und Teil festlicher Zeremonien: Met ist unverzichtbar.
Die namhaften Autorinnen und Autoren dieser Sammlung ließen, wie einst die nordischen Skalden, ihre Phantasie durch Met beflügeln. In fünfzehn Erzählungen preisen sie den fruchtigen, süßen oder herben Göttertrunk in all seinen Varianten. Folgt ihnen über die Blaubeerbrücke, über den großen Teich und durch die Zeiten. Seid dabei, wenn Met heilt, Menschen rettet oder heiß umkämpft wird, und findet mit ihm die Liebe und die Magie des Augenblicks.
Mit Texten von Tommy Krappweis, Sandra Melli alias Iny Lorentz, Ju Honisch, Mira Valentin, Sam Feuerbach und vielen anderen."


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Marburg-Con 2022

Geschrieben von Petra , in Unterwegs 12 May 2022 · 597 Aufrufe
Unterwegs, Marburgcon
Marburg - endlich wieder. Zwei Jahre Con-Abstinenz, aber nun hat das Team des MarburgCons wieder ein Treffen im Bürgerhaus Niederweimar möglich gemacht. Masken und Selbsttests gehörten noch dazu, aber in Zeiten von Corona ist das ohnehin eine längst eingeübte Routine. Und es tat gut, einmal wieder phantastische Menschen zu sehen.
Ich landete noch mit etwas verkleisterten Augen gegen 8.15 Uhr am Bürgerhaus an und fand schnell meinen Tisch. Als Neuigkeit hatte ich diesmal meinen Walkürenroman "Falkenblut" mitgebracht, außerdem hatte ich ein paar druckfrische Exemplare der Anthologie "Met-Magie" im Gepäck, die ein paar Tage zuvor bei mir angekommen waren. Zur Anthologie konnte ich von Herausgeberin Nadine Muriel, die zusammen mit Rainer Wüst schräg gegenüber ihren Büchertisch aufgebaut hatte, gleich noch ein paar Lesezeichen bekommen. Und da ich schon mal da war, erstand ich auch noch ein Exemplar von "Das geheime Sanatorium", das ich schon seit einiger Zeit auf dem Kieker hatte.

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Ich war mit meinem Tisch im Fensterbereich zwischen Ulf Fildebrandt und dem Geisterspiegel untergebracht und nutzte die Gelegenheit, mich bei Anke Brandt für eine Spontanlesung anzumelden. Ich bekam für 12 Uhr einen Platz auf der Kegelbahn reserviert. Dirk van den Boom, die bezauberndste Thekenschlampe aller Con-Tresen, hatte außer einer dringenden Nachfrage, wann denn mein SF-Roman "Der Weltraumplanet" endlich fertig sei, eine kühle Cola und ordentliches Chili für mich. Das "Linsen-Dal" dagegen - ist es der oder das Dal? - war nicht so ganz mein Fall. Dafür war die Pizza-Collection am Abend einfach gut. Ansonsten wimmelte der Con mal wieder von Thomassen, Thomas Backus half mir sogar eine Zeitlang, den Raum hinter meinem Tisch zu füllen.

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Die Lesung aus "Falkenblut" genau auf diesem Con war mir ein besonderes Anliegen. Auf diesem Con hatte ich vor zehn Jahren zusammen mit Bernd Rothe und Roselinde Dombach eine gemeinsame Lesung zur Vorstellung des Falkenblut-Projekts. Wir hatten vor, den Roman in der "Welt der Geschichten" herauszubringen. Roselinde hatte Illustrationen dazu gezeichnet. Und wir hatten schon eine Broschüre mit Leseprobe zum Verteilen mitgebracht. Dann kam die Mail von Bernd, dass bei ihm jetzt die Chemotherapie beginnen würde. Im Jahr darauf war von unserem Trio nur noch ich da ... Wir sehen uns wieder in Walhall.

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Die Lesung auf der Kegelbahn war klein aber fein. Ich hoffe, ihr hattet Spaß daran. Auch wenn es ein paar heftige Metzel-Szenen gab. Für mich war es jedenfalls schön, mal wieder etwas vorlesen zu dürfen. Die Corona-Pause war einfach ziemlich trist.

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Für einen kleinen Bücherkaufrausch hat es dann auch noch gelangt. Ich erstand am TES-Stand bei Gerd-Michael Rose zwei Hefte aus seiner Reihe BunTES Abenteuer: "Die Blitze" von Rolf Krohn und "Der dreieckige Sarg" von Ingo Scharnewski. Bei Saphir im Stahl habe ich von Erik Schreiber "Twilight Zoo" der Autorin Jutta Ehmke mitgenommen, außerdem den ersten Teil der neuen SF-Serie des Verlags "Sternenlicht": "Insel im Nichts" von Horst Hoffmann. Das Format der Serie gefällt mir schon mal, passt gut in die Hosentasche. Und ich bekam auch ein Poster zur Serie. Bei Torsten Low musste ich unbedingt "Kontakt mit Übermorgen" mitnehmen, einen zweiten Band mit Bulgarischer Science Fiction. Teil eins hatte ich vor einigen Jahren auf der Leipziger Buchmesse gekauft, wenn ich mich recht erinnere. Außerdem - wow! - der erste Roman von Markus K. Korb: "Die Saat des Hasses". Darauf bin ich natürlich ganz besonders gespannt. Beim Leserattenverlag schnappte ich mir "Feuersturm". Die Crew kennen viele schon aus diversen Anthologien des Verlags, eine gute Visitenkarte für das Buch.
Außerdem musste ich natürlich noch das Buch zum Marburg-Award haben: "Verlockung des Bösen" lautete das Thema diesmal. Ich habe es mal wieder nicht geschafft, etwas beizusteuern, aber die Jury hatte auch so reichlich zu tun, immerhin gab es 136 Einsendungen zum Wettbewerb.

Die Preisträger des Marburg-Awards 2022 und ihre Geschichten:
Platz 1: „Ater Sol“ von David Schmeer
Platz 2: „Finstagram“ von Lisa Schmidt
Platz 3: „Der lange Weg nach Ghanzi“ von Lyakon

Außerdem wurde am Abend der Vincent-Preis verliehen. Hier gab es folgende Preisträger und Platzierte:

Bester Roman national
1. Vincent Voss: Im Eis (Torsten Low)
2. Markus K. Korb: Die Saat des Hasses (Torsten Low)
3. Alexander Blumtritt: Die verschwiegene Schlucht (Independent Publishing)
4. Ina Elbracht: Klub Tropikal (KOVD)
5. Tobias Bachmann: Despina Jones und die Fälle der okkulten Bibliothek (Acabus)

Bestes internationales Literaturwerk

1. Stephen King: Blutige Nachrichten / If It Bleeds (Heyne)
2. T.S. Joshi: H.P. Lovecraft - Leben und Werk 2 / The Life and Times of H. P. Lovecraft (Golkonda Verlag)
3. Susanne Clake: Piranesi (Karl Blessing)
4. Adam Nevill: Niemand kommt hier lebend raus / No One Gets Out Alive (Buchheim Verlag)
5. Christian Heck, Rémy Cordonnier - Bestiarium. Das Tier in mittelalterlichen Handschriften (wbg Edition 2020) / The Grand Medieval Bestiary

Beste Kurzgeschichte

1. Günther Kienle: Der Fall Ernesto Tortuga - Maitre und Kosmonaut (Das geheime Sanatorium)
2. Vincent Voss: Lupus in Digitalis (Wolfsbrut)
3. Silke Brandt: Julbocken - Hygge Horror (Cthulhu Libria Neo 3 - Dunkle Weihnacht)
4. Vanessa Kaiser & Thomas Lohwasser: Erneuerung (Geschichten aus dem Keller)
5. Nicole Rensmann: Acht Minuten Leben (Pandemie)

Beste Anthologie
1. Michael Schmidt, Achim Hildebrand(Hrsg): Zwielicht 16 (Zwielicht)
2. Werner Graf, Jacqueline Mayrhofer, Melanie Vogltanz (Hrsg): Geschichten aus dem Keller (ohneohren)
3. Nadine Muriel und Rainer Wüst (Hrsg.): Das geheime Sanatorium (Lindwurm Verlag)
3. Felix Woitkowski (Hrsg): Wenn die Welt klein wird und bedrohlich (Blitz)
5. Florian Jung (Hrsg): Phantastikum (Phantastikum)

Beste Storysammlung
1.Tobias Jakubetz: Das Gift der Angst(Edition Solar X)
2. Heike Schrapper: 7 Leben 13 Tode (Edition Roter Drache)
3. Erik R. Andara: Hotel Kummer (Whitetrain)
4. Michael Marrak: Das Haus Lazarus (Memoranda)
5. Torsten Sträter: Gutenachtgeschichten (Ullstein)

Beste Horror-Grafik
1. Björn Ian Craig: Zwielicht 15 (Zwielicht)
2. Daniel Bechthold: Pentimenti (Wurdack)
3. Timo Kümmel: Der Teufelspakt (Atlantis)
3. Jens Maria Weber: Wenn die Welt klein wird und bedrohlich (Blitz Verlag)
5. Markus Weber: Das geheime Sanatorium (Lindwurm Verlag)
6. Azrael ap Cwanderay: 13 Brains of Zombies (Hammerboox)
7. Jana Heidersdorf: Der Speichermann (Splitter)
8. Mario Heyer: Schattenschwarz (Blitz)

Bester Heftroman
1. Adrian Doyle: Professor Zamorra 1205-1208 (Bastei)
1205 Ein Flüstern aus der Tiefe (1.Teil)
1206 Ritter der Nacht (2.Teil)
1207 Orden der Nacht (3.Teil)
1208 Festung der der Nacht (4.Teil)
2. Michael Blihall: Die Belagerung (Gespenster-Krimi 83)
3. Oliver Müller: Die toten Mönche von Llamphong (Professor Zamorra 1209)
4. Thomas Williams: Im Bann der Hexe (John Sinclair 2218)
5. Rafael Marques: Gespenster Krimi 39-40
39 Dunkle Seelen (1.Teil)
40 Paladin (2.Teil)

Sonderpreis
1. Anke und Wolfgang Brandt für den Geisterspiegel sowie die Anthologie Reihe Dark.
2. Professor Zamorra als die älteste noch regelmäßig und durchgehend erscheinende deutsche Horrorserie.
3. Tobias Reckermann für die Förderung junger Phantastik-AutorInnen mit seiner Verlagsplattform White Train und Pflege des kaum präsenten Genres Weird Fiction im Deutschsprachigen Raum
4. Joachim Körber und Edition Phantasia für viele Jahre besondere Bücher der Phantastischen Literatur
5. Florian Jung und sein Youtube Kanal creepy creatures review für sehenswerte Buchbesprechungen.

Den Gewinnern einen ganz herzlichen Glückwunsch!

Die Pizza und der gemütliche Ausklang waren sehr schön, die Rückfahrt eine echte Herausforderung. Seit ich zum MarburgCon fahre, ist die A7 südlich von Sillium eine Baustelle, aber diesmal war es echt eine besonders harte Tour. Ich kam gegen 1.30 in der Früh nach Hause und fiel ins Bett. Aber die Fahrt hat sich auf jeden Fall gelohnt. Es war schön, euch alle wiederzusehen.

Trüber Nachklapp: Trotz Sicherheitskonzept und Hygienemaßnahmen haben sich offenbar einige Teilnehmer mit der Seuche infiziert. Mist. Aber wir waren wirklich diszipliniert, und die Masken haben wir im Saal höchstens mal zu einem Schluck Cola abgesetzt. Ich drücke den Betroffenen alle Daumen und wünsch gute Besserung. Ich selbst bin offenbar wieder einmal davongekommen. Wenn man mal von einer gewissen Müdigkeit in der Woche danach absieht ...


© Petra Hartmann


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Helgoländer Lesefestival 2022

Geschrieben von Petra , in Unterwegs 22 April 2022 · 390 Aufrufe
Unterwegs, Helgoland, Nestis
Das dritte Helgoländer Lesefestival - ich hatte schon fast nicht mehr daran geglaubt, dass es noch einmal klappen würde. Zwei Jahre lang musste die Organisatorin Kim Scheider uns immer wieder ausladen mit dem Hinweis auf die aktuelle Corona-Situation und die neuen behördlichen Anordnungen. Jetzt also, im dritten Jahr nach dem zweiten Lesefestival, folgte Nummer drei.
Angesetzt war ein einwöchiges volles Programm aus Kinderbuch-, Krimi- und autobiografischen Lesungen, Helgoländer Autoren und Insel-Liebhaber trugen ihre Texte vor und genossen dabei Sonne satt, Seeluft und verdammt gutes Essen. Was will man mehr?

Ostereier und Bücher

Als ich am Ostermontag mit der MS Helgoland von Cuxhaven aus die Insel erreichte, traf ich Kim bereits an ihrem Stand vor dem Helgoländer Rathaus, wo sie damit beschäftigt war, die Preise für die Osterei-Suchaktion an die glücklichen Finder auszuteilen. Wer eines der gelben Plastik-Ü-Eier mit Gutschein-Inhalt gefunden hatte, konnte sich bei ihr einen Buchpreis abholen.

Krimi-Lesung zum Auftakt

Abends gab es zum Auftakt eine kriminelle Lesung mit Thomas Breuer und Michael Stoffers, wobei Thomas mit seiner Kurzgeschichte "All die Namenlosen" diesmal den Part der "Vorgruppe" für Michael übernahm und mit seiner mörderischen Story den Grusel des Friedhofs der Namenlosen heraufbeschwor. Eine Abschiedsfeier dreier junger Helgoländer, die zwecks Ausbildung oder Gymnasiumsbesuch die Insel verlassen müssen, nimmt ihren schlimmstmöglichen Lauf, und die Robben, die auf Touristen immer so putzig wirken, sind auch beileibe keine Unschuldslämmer.

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Michael hatte extra zum Festival eine knapp 100-seitige Krimi-Novelle aufgelegt, die nur dort und nicht im Buchhandel erhältlich war und sein soll. "Taschenkrebse mögen keine Milch", lautet der Titel. Der Satz, den ein potentieller Terrorist während eines Helgoland-Aufenthalts zu seiner Begleiterin sagt, treibt die beiden ihn observierenden Kriminalbeamten beinahe in den Wahnsinn, und die Experten in der Dechiffrierabteilung kommen zu dem Schluss, dass der Mann ein Attentat mit Haftminen plant. Wer die Lesung verpassst hat und nun keines der Büchlein abbekommen hat, sei getröstet mit dem Hinweis, dass die Taschenkrebs-Geschichte zusammen mit zwei weiteren Krimis in einem Sammelband erscheinen soll, den Michael demnächst herausgeben will.

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Wir verbrachten einen netten geselligen Abend im "Knieper", ich bekam einen meiner geliebten Eiergrogs, und als ich abends in meinem Hotelbett im "Hamburger" lag, schlief ich in dem Bewusstsein ein, am schönsten Ort der Welt zu sein, und freute mich auf meine Dienstags-Lesung.

Corona und Möwenkacke

Wir hatten ja vor, einen Vormittag mit dem Thema "Möwen" zu gestalten. Ich hatte dazu meine Nestis-Geschichte "Die kleine Möwe Kackvorbei" mitgebracht. Außerdem war Andreas Strutz von der Helgoland-Verwaltung mit im Boot, der eine Möwen-Geschichte seines Onkels James Krüss vortragen wollte, ferner Michael Stoffers mit seinem Möwenbuch "Waldemar hat einen Traum" und Florian Tiedgen, der beim Schreibwettbewerb zum Festival die Geschichte "Möwenjunge" beigesteuert hatte. Ja, Pustekuchen.
Angefangen hatte es damit, dass Kim mir am Montag über den ersten Lese-Partner Bescheid sagte: "Der fällt aus, den hat das böse C erwischt." Da war sie aber noch davon ausgegangen, dass sie den James-Krüss-Text vorlesen würde. Am Dienstagmorgen, eine halbe Stunde vor der Lesung, ich kam gerade mit einem Bücherkarton aus dem Hotel, kam sie mir entgegen: Zwei weitere Mitglieder unserer geselligen Abendrunde im Knieper, darunter ein Vorleser, waren positiv. Damit war die Möwenlesung am Ende. Mein Schnelltest ergab immerhin ein negatives Ergebnis, aber so schnell kann man das ja auch nicht sagen. (Hinweis: Bis heute bin ich gesund.)

Spaziergang auf dem roten Felsen

Jedenfalls gewann ich so einen sonnigen, wenn auch etwas nachdenklichen freien Tag, den ich zum Spazierengehen und Lesen nutzte. Ich las Michaels "Taschenkrebse" und die Hälfte des Buches "Die Inselpastorin" von Pamela Hansen, der auf Helgoland. Außerdem habe ich eine Menge Zeit mit den Basstölpeln verbracht. Das Breithorn, der Lummenfelsen und die Lange Anna sind inzwischen voll von den lautstarken Brutgästen. Und es ist jedes Mal aufs Neue faszinierend, wie gut die Vögel ihre Rechte kennen. Sie brüten in dichten Schaaren genau vor der Drahtabsperrung, die den Menschen verbietet, weiter zu gehen. Brüter und Fotografen trennt kaum eine Handlänge. Aber die Vögel beachten die Gaffer gar nicht. Sie wissen ja, dass wir den Draht nicht übersteigen dürfen. Auf jeden Fall ein beeindruckendes Naturschauspiel. Wenn auch kein besonders wohltönendes. Denn die Schreie der Basstölpel sind so ziemlich das lauteste und unmelodischste Geschnarre und Gekreische, das man sich vorstellen kann.

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Der Lummenfelsen sah übrigens ziemlich verändert aus. Hier hatten die Helgoländer die elenden Plastiknetze weggeschafft, die von den Basstölpeln immer wieder zum Nestbau verwandt werden. Nun ist die Oberfläche des Skitenhörns nackt wie abgeschält, und die Absperrung ist viel weiter nach innen gezogen, der Platz für die Menschen also wesentlich kleiner. Das habe aber nichts damit zu tun, dass der Lummenfelsen möglicherweise einsturzgefährdet sein, wurde mir versichert. Jedenfalls war es witzig zu sehen, dass die Basstölpel der neuen Freifläche offenbar noch nicht trauen. So bleibt ein riesig breiter nackter Felsplatz zwischen dem Zaun und dem Beginn der Brutzone.

Dritte Nestis-Lesung auf Helgoland

Die Nestis-Lesung am Mittwochmorgen ging dann reibungslos über die Bühne. Ein paar Kinder waren da, Eltern, ein paar Autorenkollegen. Es hätten mehr sein können, aber es hat Spaß gemacht, nach so langer Zeit mal wieder richtig loszulesen. Witzig war, dass ich meine Nestis-Bücher auf Helgoland sozusagen in umgekehrter Reihenfolge präsentierte. Beim ersten Helgoländer Lesefestival im Jahr 2017 war "Nestis und die verbotene Welle" druckfrisch erschienen, darum las ich natürlich aus dem dritten Teil der Serie. Beim zweiten Helgoländer Lesefestival 2019 hatte ich mich für eine Lesung aus "Nestis und die Hafenpiraten" entschieden, und jetzt, beim dritten Festival, las ich endlich aus dem ersten Nestis-Band vor. Aber warum auch nicht? Die Kinder hielten vier Kapitel widerspruchslos durch, was ich mir schon als kleines Verdienst anrechne. Übrigens war darunter ein Mädchen, das am Ostermontag bei der Ostereiersuche ganz besonders erfolgreich gewesen war, wie mir die Mutter stolz erzählte.
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Der Nachmittag gehörte Reimer Boy Eilers, der seinen Helgoland-Roman "Das Helgoland, der Höllensturz" vorstellte. Das Buch habe ich euch ja hier im Blog schon besprochen. Es vorgelesen zu bekommen, hat allerdings noch eine ganz andere Qualität, zumal Reimer als alter Helgoländer auch viel zu erzählen wusste, was nicht im Buch stand. Dass sich der traditionelle helgoländische Name seines Helden Pay Edel wie "Poy" ausspricht, war mir zum Beispiel damals bei der Lektüre nicht klar. Und auch dass das "Mikken" des mit Pay befreundeten "Esquimaux" in der Sprache der Inuit dadurch entsteht, dass sie an Fremdwörter jeweils die Silbe "mik" anhängen, hat Reimer noch einmal erklärt.


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Am Abend stellte dann Thomas Breuer seinen neuen Leander-Krimi vor: "Leander und der Blanke Hans" hat tatsächlich eine sehr beeindruckende Verbindung zu dem Helgoländer Roman "Leander und der Lummensprung", aus dem er beim ersten Helgoland-Festival vorlas. Der Brief, der im Roman den verschwundenen Krimiautor Groothues auf die Spur eines großartigen Skandals bringt, hat ein reales Vorbild, das Thomas nach seinem Helgoland-Roman von einem Fan erhielt. Unfassbar. Und genau so unfassbar die kriminelle Energie und der abgründige Humor, mit dem Thomas seine neue Leander-Geschichte vorantreibt. Bah! Diese Geschichte mit dem Fuß am Strand - einfach teuflisch gut. Klar, dass ich mir den Roman zulegen musste.
Leider war das auch schon der letzte Tag des Festivals, den ich miterleben durfte. Da ich für Samstag, 12.30 Uhr, eine Lesung auf dem Conventus Leonis zugesagt hatte, nahm ich am späten Donnerstag-Nachmittag die MS Helgoland zurück nach Cuxhaven. Ich hatte eine friedliche Überfahrt, wenn man mal von meiner Krimi-Lektüre an Bord absieht, war dann noch ein paar Stunden auf A27 und A7 unterwegs und kam gegen 22 Uhr wieder zurück nach Sillium. Es war ein schöner, wenn auch viel zu kurzer Inselaufenthalt. Demnächst mehr. Und nun mal sehen, was die Löwenstadt zu bieten hat.

Nachtrag: Wer sich die Helgoland-Geschichte "Die kleine Möwe Kackvorbei", die ich coronabedingt auf der Insel nicht vorlesen konnte, einmal anhören möchte, kann sich die Radio-Lesung aus der Sendung "High Noon" auf Youtube anhören:




Zweites Helgoländer Lesefestival 2019
Erstes Helgoländer Lesefestival 2017

© Petra Hartmann






Falkenblut, 2020

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Blut und Tod, so weit die Falkenaugen reichen: So hatte sich Valkrys ihren ersten Flug als Walküre nicht vorgestellt. Ragnarök, die Endzeit-Schlacht, ist geschlagen. Die Götter tot, die Welt ein Flammenmeer, das Götterreich Asgard droht, in die Tiefe zu stürzen. Einzig Widar, den Sohn und Erben Odins, kann die Walküre retten. Doch der neue Götterkönig schweigt sich über seine Ziele aus ...

Es ist eine schaurige Welt, in der sich die junge Walküre behaupten muss. Doch Valkrys wäre keine echte Falkin, wenn sie einem Kampf aus dem Weg gehen würde. Todesmutig und mit einer gehörigen Portion schwarzem Humor stürzt sie sich in die Begegnungen mit Jöten, Thursen, Reifriesen, Seelenräuberinnen, Werwölfen, Berserkern, Hexen, Meerungeheuern und dem furchtbaren Totenschiff Naglfari.

 

 

Petra Hartmann: Falkenblut.

Sibbesse: Hottenstein, 2020.

Broschiert, 247 S., Euro 11.

ISBN 978-3935928991

 

Bestellen im Hottenstein-Verlags-Shop

 

Bestellbar unter anderem bei Amazon

Hörbuch: Drachen! Drachen! 2020

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Fatal wäre es, Drachen zu unterschätzen! Wer glaubt, genug über sie zu wissen, hat schon verloren. Diese 23 meisterlichen Geschichten aus verschiedenen literarischen Genres belegen, dass das Thema aktuell, überraschend und packend ist - und gelegentlich fies!

Die Autoren: Rainer Schorm, Achim Mehnert, Andrea Tillmanns, Malte S. Sembten, Frank G. Gerigk, Christel Scheja, Fiona Caspari, Hendrik Loy, Christiane Gref, Linda Budinger, Miriam Pharo, Carsten Steenbergen, Rebecca Hohlbein, Frank W. Haubold, Melanie Brosowski, Astrid Ann Jabusch, Thomas R. P. Mielke, Karsten Kruschel, Marc A. Herren, Petra Hartmann, Monika Niehaus, Uwe Post.

 

Herausgeber: Petra Hartmann, Frank G. Gerigk

Sprecher: Tim Schmidt

Blitz-Verlag

Ungekürzte Lesung

mp3-Download

611 Minuten, 495.91 MB

9783991093435

 

Zu bestellen unter anderem bei Thalia oder bei Amazon.

Nestis und die verbotene Welle, 2017

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Meerprinzessin Nestis und ihre Freunde sind sauer: Lehrer Seestern meint, dass laute Haifischmusik nichts für Kinder ist. Und der Kronrat stimmt ihm zu. Deshalb bekommt die Band »Ã˜lpæst« Auftrittsverbot in der gesamten Nordsee. Doch plötzlich ist deren Musik überall zu hören: Ein Piratensender strahlt die Hits der Knorpelfischgang lautstark aus.

Als eine hochexplosive Kugelmine über dem blauen Glaspalast im Meer dümpelt und ein führungsloser Öltanker in die Nordsee einfährt, droht eine wirkliche Ölpest. Gelingt es den Meerkindern, ein Unglück zu verhindern?

 

Petra Hartmann: Nestis und die verbotene Welle. Mit Illustrationen von Olena Otto-Fradina. Hildesheim: Verlag Monika Fuchs. Voraussichtlich ab Juni 2017 erhältlich.

Buch-Infos: ca. 152 Seiten, 14,2 x 20,6 cm, Hardcover, zahlreiche s/w-Illustrationen, mit Fadenheftung, Euro 14,90, ISBN 978-3-977066-00-1

 

Leseprobe

 

Bestellen beim Verlag Monika Fuchs.

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Demantin, 2016

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Demantin, der junge König von Antrium, liebt die griechische Königstochter Sirgamot. Doch ihr Vater ist strikt gegen die Hochzeit. Immerhin ist Sirgamot erst zwölf Jahre alt. So zieht Demantin in die Welt, um Ruhm zu erwerben, den Namen seiner Geliebten durch seine Taten zu verherrlichen und sich dem griechischen König als Schwiegersohn zu empfehlen. Er besteht heldenhafte Kämpfe, erwirbt sich die Freundschaft der Königin und des Königs von England und besiegt ein schauriges Meerweib. Letzteres allerdings erweist sich als verhängnisvoll. Denn die sterbende Unholdin verflucht Demantin und prophezeit, dass seine Geliebte mit dem üblen König Contriok verlobt werden soll. Kann Demantin noch rechtzeitig zurückkehren, um die Hochzeit zu verhindern?

 

Berthold von Holle / Petra Hartmann: Demantin. Ein Ritter-Epos
128 Seiten | 12 x 17 cm | Softcover | Klebebindung |
Verlag Monika Fuchs | Hildesheim 2016
ISBN 9-78-3-940078-34-6
8,95 EUR

 

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Leseprobe

 

Crane, 2016

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Gayol, der Sohn des ungarischen Königs, hat in jugendlichem Übermut den alten Hofmarschall seines Vaters zum Wettkampf herausgefordert und eine peinliche Niederlage erlitten. Aus Scham flüchtet er und gerät ins Reich des deutschen Kaisers, wo er unerkannt unter dem Namen Crane (Kranich) eine Stellung als Kämmerer annimmt und bald sehr beliebt ist. Doch als der Fremde und die Kaiserstochter einander näher kommen und Hofbeamten Unzucht und eine unstandesgemäße Liebschaft wittern, beginnt eine schwere Zeit für Königssohn und Kaiserstochter. Kann Gayol sich auf die Treue Acheloydes verlassen? Und kann die lebensbedrohliche Krankheit der Prinzessin noch geheilt werden?

 

Berthold von Holle / Petra Hartmann: Crane. Ein Ritter-Epos
84 Seiten | 12 x 17 cm | Softcover | Klebebindung |
Verlag Monika Fuchs | Hildesheim 2016
ISBN 978-3-940078-48-3
6,95 EUR

 

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Leseprobe

Hut ab, Hödeken! 2015

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Ein rasender Bischof auf dem Rennstieg.
Wegweiser, die sich wie von Geisterhand drehen.
Jäger in Todesangst.
Bierkutscher mit unheimlicher Fracht.
Ein stammelnder Mönch,
der plötzlich zum brillanten Redner wird.
Sollte da Hödeken seine Hand im Spiel haben?
Sagen um einen eigenwilligen Geist
aus dem Hildesheimer Land,
frisch und frech nacherzählt
von Petra Hartmann.

 

Petra Hartmann: Hut ab, Hödeken!

Hildesheim: Verlag Monika Fuchs.

101 S., Euro 7,95.

ISBN 978-3-940078-37-7

 

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Leseprobe

Freiheitsschwingen, 2015

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Deutschland in den 1830er-Jahren: Für Handarbeit, arrangierte Ehe und Kinderkriegen hat die junge Bürgermeistertochter wenig übrig. Stattdessen interessiert sie sich für Politik und Literatur und greift sehr zum Leidwesen ihres Vaters selbst zur Feder, um flammende Texte für die Gleichberechtigung der Frau und die Abschaffung der Monarchie zu verfassen. Angestachelt von der revolutionären Stimmung des Hambacher Festes versucht sie, aus ihrem kleinbürgerlichen Dasein auszubrechen und sich als Journalistin zu behaupten. Gemeinsam mit ihrer großen Liebe verschreibt sie sich dem Kampf für ein freies, geeintes Deutschland und schlägt den Zensurbehörden ein Schnippchen. Die Geheimpolizei ist ihnen jedoch dicht auf den Fersen, und die junge Journalistin begeht den verhängnisvollen Fehler, ihre Gegner zu unterschätzen

 

Petra Hartmann: Freiheitsschwingen

Personalisierter Roman

München: Verlag Personalnovel, 2015

ca. 198 Seiten. Ab Euro 24,95.

(Einband, Schriftart und -größe, Covergestaltung etc. nach Wahl.)

 

Bestellen unter:

www.tinyurl.com/Freiheitsschwingen

 

Timur, 2015

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Wer ist der bleiche Jüngling im Verlies unter der Klippenfestung? Prinzessin Thia will ihn retten. Doch wer Timurs Ketten bricht, ruft Tod und Verderben aus der Tiefe hervor. Als der Blutmond sich über den Horizont erhebt, fällt die Entscheidung ...

 

Beigaben:

Nachwort zur Entstehung

Original-Erzählung von Karoline von Günderrode

Autorinnenbiografien

Bibliografie

 

Petra Hartmann: Timur

Coverillustration: Miguel Worms

Bickenbach: Saphir im Stahl, 2015.

ISBN: 978-3-943948-54-7

Taschenbuch, 136 S.

Euro 9,95

 

 

Ulf, 2015

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Ein Roman-Experiment mit ungewissem Ausgang: Ulf (Magisterstudent unbekannter Fachrichtung), stammt aus einem Dorf, das mehrmals jährlich überschwemmt wird. Zusammen mit Pastor Dörmann (Geistlicher unbekannter Konfession) und Petra (Biografin ohne Auftrag) überlegt er, was man dagegen tun kann. Als ein vegetarisches Klavier die Tulpen des Gemeindedirektors frisst und das Jugendamt ein dunkeläugiges Flusskind abholen will, spitzt sich die Situation zu. Nein, Blutrache an Gartenzwergen und wütende Mistgabelattacken sind vermutlich nicht die richtigen Mittel im Kampf für einen Deich ...
Mal tiefgründig, mal sinnlos, etwas absurd, manchmal komisch, teilweise autobiografisch und oft völlig an den Haaren herbeigezogen. Ein Bildungs- und Schelmenroman aus einer Zeit, als der Euro noch DM und die Bahn noch Bundesbahn hieß und hannöversche Magister-Studenten mit dem Wort "Bologna" nur eine Spaghettisauce verbanden.

 

Petra Hartmann:

Ulf. Ein Roman-Experiment in zwölf Kapiteln.

eBook

Neobooks 2015

Euro 2,99

Erhältlich unter anderem bei Amazon

Vom Feuervogel, 2015

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Ein Tempel in der Wüste. Heilige Männer, die sich dem Dienst des Feuervogels geweiht haben. Ein Hirtenjunge, der seinem Traum folgt. Aber wird der alte und kranke Phönix wirklich zu neuem Leben wiederauferstehen, wenn der Holzstoß niedergebrannt ist? Eine Novelle von Idealen und einer Enttäuschung, die so tief ist, dass kein Sonnenstrahl je wieder Hoffnung bringen kann.

 

Petra Hartmann:

Vom Feuervogel. Novelle.

Erfurt: TES, 2015.

BunTES Abenteuer, Heft 30.

40 Seiten, Euro 2,50 (plus Porto).

Bestellen unter:

www.tes-erfurt.jimdo.com

 

eBook:

Neobooks, 2015.

Euro 1,99.

Unter anderem bei Amazon

Nestis und die Hafenpiraten, 2014

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Endlich Sommerferien! Nestis und ihre Freunde freuen sich auf sechs Wochen Freiheit und Abenteuer. Doch ausgerechnet jetzt verhängt der Kronrat ein striktes Ausgehverbot für alle Meerkinder. Denn in der Nordsee treibt plötzlich ein furchtbares “Phantom† sein Unwesen. Möwen, Lummen und Tordalke werden von einem unheimlichen Schatten unter Wasser gezerrt und verschwinden spurlos.

Nestis beschließt, den Entführer auf eigene Faust zu jagen. Als ein Dackel am Strand von Achterndiek verschwindet, scheint der Fall klar: Die gefürchteten “Hafenpiraten† müssen dahinter stecken. Zusammen mit ihrem Menschenfreund Tom wollen die Meerkinder der Bande das Handwerk legen †¦

Petra Hartmann: Nestis und die Hafenpiraten
Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2014
ISBN 978-3-940078-84-1
14,90 EUR

 

 

Leseprobe unter

 

www.tinyurl.com/nestis2

Blitzeis und Gänsebraten, 2014

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Weihnachten im Potte †¦

†¦ ist so vielfältig wie die Menschen, die dort leben. Und deshalb findet sich auf diesem Bunten Teller mit 24 Hildesheimer Weihnachtsgeschichten für jeden etwas: romantische Erzählungen und freche Gedichte, Erinnerungen an die Nachkriegszeit, Geschichten von neugierigen Engeln, eifrigen Wichteln und geplagten Weihnachtsmännern. Der Huckup und die »Hildesheimer Weisen« fehlen auch nicht. Was es aber mit dem Weihnachtswunder an der B6 auf sich hat, erfahren Sie auf Seite 117. - Greifen Sie zu!

 

 

Petra Hartmann & Monika Fuchs (Hrsg.): Blitzeis und Gänsebraten. Hildesheimer Weihnachtsgeschichten.

Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2014.

144 Seiten | 12 x 17 cm | Paperback |

ISBN 978-3-9400787-57-5
8,90 EUR

 

Leseprobe

Beim Vorderhuf meines Pferdes, 2014

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Das Messer zuckte vor. Fauchend wich die riesige Katze zurück. Doch nur, um sofort wieder anzugreifen. Das Mädchen, das auf dem Leichnam seiner Stute kauerte, schien verloren.
Acht Jahre ist Steppenprinzessin Ziris alt, als sie bei einem Sandkatzenangriff ihr Lieblingspferd verliert. Ist es wirklich wahr, was ihr Vater sagt? "Alle Pferde kommen in den Himmel ..."
Drei Erzählungen aus der Welt der Nearith über edle Steppenrenner, struppige Waldponys und die alte graue Stute aus Kindertagen.

Petra Hartmann: Beim Vorderhuf meines Pferdes. Neue Geschichten aus Movenna. eBook, ca. 30 Seiten. Nittendorf: Wurdack-Verlag, 2014. Euro 0,99.

Erhältlich unter anderem bei Amazon.

Darthula, 2014

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Darthula ist die Tochter eines irischen Kleinkönigs, der über das nebelreiche Land Selama herrscht. Als schönste Prinzessin Irlands lebt sie allerdings nicht ungefährlich. Als sie den mächtigen König Cairbar abweist und ihm nicht als seine Braut folgen will, nimmt das Unheil seinen Lauf. Cairbar überzieht das kleine Selama mit Krieg und Vernichtung und rottet Darthulas Familie aus. Mit ihrem Geliebten Nathos wagt die junge Frau die Flucht über die stürmische See. Aber Wind und Wellen sind unzuverlässige Verbündete ...

Beigaben zur Neuausgabe:
Vorwort der Autorin mit Infos zur Entstehungsgeschichte
Übersetzung des "ossianischen Originals"
Autorinnenbiographie und Veröffentlichungsliste

Buch-Informationen:
Petra Hartmann: Darthula, Tochter der Nebel.
Bickenbach: Verlag Saphir im Stahl, 2014.
Taschenbuch. 126 S., Euro 9,95.
ISBN 978-3-943948-25-7

Bestellen bei Saphir im Stahl

Pressearbeit für Autoren, 2014

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Petra Hartmann, Autorin und langjährige Lokalredakteurin, gibt Tipps für die Pressearbeit vor Ort. Sie erklärt die Wichtigkeit der „Ortsmarke“ für eine Zeitung, gibt Tipps zum Schreiben von Artikeln, zum guten Pressefoto und zum Umgang mit Journalisten. Anschaulich, verständlich, praxisorientiert und für Autoren jedes Genres anwendbar.

Petra Hartmann: Pressearbeit für Autoren. So kommt euer Buch in die Lokalzeitung.
eBook. Neobooks, 2014. Ca. 30 Seiten.
Euro 1,99
Diverse Formate, für alle gängigen eBook-Reader.
Erhältlich z.B. bei Amazon, eBook.de, Thalia, Hugendubel, Weltbild u.a.

Nestis und der Weihnachtssand, 2013

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Als kleine Weihnachtsüberraschung gibt es für Fans des "großen" Nestis-Buchs "Nestis und die verschwundene Seepocke" jetzt ein kleines bisschen Weihnachtssand: Der Verlag Monika Fuchs hat aus der "Ur-Nestis", einem Helgoland-Märchen aus dem Jahr 2007, jetzt ein eBook gemacht. Mit einem wunderschönen Cover von Olena Otto-Fradina und mit ein paar exklusiven Einblicken in Nestis' Nordseewelt.

Klappentext:
"November 2007: Orkantief Tilo tobt über die Nordsee und reißt große Teile der Helgoländer Düne ins Meer. Wer soll nun die Robbenküste reparieren? Meerjungfrau Nestis wünscht sich einfach mal vom Weihnachtsmann 500.000 Kubikmeter Sand ..."

Bonus-Material:
Die Autorin im Interview mit Wella Wellhorn von der Meereszeitung "Die Gezeiten"
XXL-Leseprobe aus "Nestis und de verschwundene Seepocke"

Petra Hartmann: Nestis und der Weihnachtssand. Ein Helgoland-Märchen. Mit Illustrationen von Olena Otto-Fradina. Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2013. 99 Cent.

Erhältlich für den Amazon-Kindle

Nestis und die verschwundene Seepocke, 2013

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Eine ausführliche Leseprobe findet ihr hier:
www.tinyurl.com/nestis


Wütend stampft Meerjungfrau Nestis mit der Schwanzflosse auf. Ihre Schwester Undine ist von den Menschen gefangen worden – und weder Meerkönig noch Kronrat wagen, die Kleine zu retten. Aber Nestis fürchtet sich nicht einmal vor den furchtbarsten Monstern des Meeres. Zusammen mit ihren Freunden bricht sie auf zur Rettungsaktion, und es zeigt sich, dass tollpatschige Riesenkraken und bruchrechnende Zitteraale großartige Verbündete sind.
Petra Hartmann entführt ihre Leser in eine etwas andere Unterwasserwelt mit viel Humor und Liebe zum Detail. Trotz des phantastischen Meermädchen-Themas findet der Leser auch sehr viel naturnahe Beobachtungen aus Nord- und Ostsee, lernt die Meerbewohner und ihre Probleme kennen. Dabei werden unter anderem auch die Meeresverschmutzung, Fischerei und die wenig artgerechte Haltung von Haien in Aquarien behandelt.
Zauberhaft dazu die Zeichnungen von Olena Otto-Fradina.

Text: Petra Hartmann
Bilder: Olena Otto-Fradina
| Hardcover | 14,8 x 21 cm
Verlag Monika Fuchs | Hildesheim 2013
151 S., Euro 14,90
ISBN 978-3-940078-64-3


eBook:
Amazon-Kindle, 2154 KB
Euro 6,99
http://amzn.to/JJqB0b

Autorenträume, 2013

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Autorinnen und Autoren schicken ihre Leser in vergangene Zeiten, ferne Länder, phantastische Welten, spannende Abenteuer und bringen sie zum Träumen.
Wovon aber träumen Autoren? Vom Nobelpreis? Vom Bestseller? Vom Reich-und-berühmt-werden? Oder einfach nur davon, eines Tages vom Schreiben leben zu können? Vom Lächeln auf dem Gesicht eines Kindes, wenn das neue Märchen vorgelesen wird? Oder sind es schreckliche Albträume, die der angebliche Traumberuf mit sich bringt? Werden Schriftsteller nachts im Schlaf gar von Verlegern, Lektoren, Rezensenten oder Finanzbeamten bedroht?
Monika Fuchs und Petra Hartmann starteten eine »literarische Umfrage«, wählten aus den über 300 Antworten 57 phantasievolle Beiträge aus und stellten sie zu diesem Lesebuch zusammen. Werfen Sie einen Blick hinter die Kulissen des Autorenalltags und träumen Sie mit!
Von jedem verkauften Buch wird 1 Euro an das Hilfswerk Brot & Bücher e.V. der Autorin Tanja Kinkel gespendet, die auch das Geleitwort zum Buch schrieb.

Petra Hartmann und Monika Fuchs (Hrsg.):
Autorenträume. Ein Lesebuch.
ISBN 978-3-940078-53-7
333 S., Euro 16,90

Bestellen beim Verlag Monika Fuchs

Mit Klinge und Feder, 2013

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Phantasie statt Völkerschlachten - das war das Motto, unter dem die Phantastik Girls zur Schreibfeder griffen. Mit Humor, Gewitztheit und ungewöhnlichen Einfällen erzählen sieben Autorinnen ihre Geschichten jenseits des Mainstreams der Fantasy. Kriegerinnen und gut bewaffnete Zwerge gehören dabei genau so zum Personal wie sprechende Straßenlaternen, Betonfresser oder skurrile alte Damen, die im Bus Anspruch auf einen Behindertensitzplatz erheben. Dass es dennoch nicht ohne Blutvergießen abgeht, ist garantiert: Immerhin stecken in jeder der Storys sechs Liter Herzblut. Mindestens.

Mit Klinge und Feder. Hrsg. v. Petra Hartmann und Andrea Tillmanns.
Mit Geschichten von Linda Budinger, Charlotte Engmann, Petra Hartmann, Stefanie Pappon, Christel Scheja, Andrea Tillmanns und Petra Vennekohl.
Homburg/Saar: UlrichBurger Verlag, 2013. 978-3943378078
247 S., Euro 9.
Bestellen bei Amazon

eBook:
396 KB, Euro 5,49.
Format: Kindle
Bestellen bei Amazon

Das Serum des Doctor Nikola, 2013

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Berlin, 1927. Arbeitslos, pleite und mit der Miete im Rückstand: Bankierssohn Felix Pechstein ist nach dem "Schwarzen Freitag" der Berliner Börse ganz unten angekommen. Da erscheint das Angebot, in die Dienste eines fremden Geschäftsmannes zu treten, eigentlich als Geschenk des Himmels. Doch dieser Doctor Nikola ist ihm mehr als unheimlich. Vor allem, als Felix den Auftrag erhält, Nikola zu bestehlen ...

Petra Hartmann: Das Serum des Doctor Nikola
Historischer Abenteuerroman.
ISBN 978-3-938065-92-1
190 S., 12,95 Euro.
Bestellen beim Wurdack-Verlag

Leseprobe

Hörbuch: Der Fels der schwarzen Götter, 2012

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Bei einer Mutprobe begeht der junge Ask einen folgenschweren Fehler: Er schlägt einem der schwarzen Götter die Nase ab. Der unscheinbare Dreiecksstein wird Auslöser eines der blutigsten Kriege, die das Land jemals erlebt hat.
Bald wissen die Völker des Berglandes nicht mehr, wen sie mehr fürchten sollen: die schwarzen Götter, die weißen Dämonen oder die sonnenverbrannten Reiter aus den fernen Steppen ...

Der Fels der schwarzen Götter.
Hörbuch. 8 Stunden, 57 Minuten.
Sprecherin: Resi Heitwerth.
Musik: Florian Schober.
Action-Verlag, 2012.
CD/DVD: 16,95 Euro
mp3-Download: 11,95 Euro

Hörbuchfassung des 2010 im Wurdackverlag erschienenen Buchs "Der Fels der schwarzen Götter".

Drachen! Drachen! 2012

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Frank G. Gerigk & Petra Hartmann (Hrsg.)
DRACHEN! DRACHEN!
Band 01, Drachen-Anthologie
ISBN: 978-3-89840-339-9
Seiten: 384 Taschenbuch
Grafiker: Mark Freier
Innengrafiker: Mark Freier
Preis: 14,95 €
Bestellen beim Blitz-Verlag

Fatal wäre es, Drachen zu unterschätzen! Wer glaubt, genug über sie zu wissen, hat schon verloren.
Diese 23 meisterlichen Geschichten aus verschiedenen literarischen Genres belegen, dass das Thema aktuell, überraschend und packend ist - und gelegentlich fies!

Die Autoren:
Rainer Schorm, Achim Mehnert, Andrea Tillmanns, Malte S. Sembten, Frank G. Gerigk, Christel Scheja, Fiona Caspari, Hendrik Loy, Christiane Gref, Linda Budinger, Miriam Pharo, Carsten Steenbergen, Rebecca Hohlbein, Frank W. Haubold, Melanie Brosowski, Astrid Ann Jabusch, Thomas R. P. Mielke, Karsten Kruschel, Marc A. Herren, Petra Hartmann, Monika Niehaus, Uwe Post.
Originalveröffentlichung!

Links

Meine Heimseite:

www.petrahartmann.de

 

Facebook-Autorenseite:

www.facebook.com/AutorinPetraHartmann/

 

Seite der Nestis-Serie:

www.nestis.net

 

Nestis auf Facebook:

www.facebook.com/nestis.net/

 

Nestis auf Twitter:

https://twitter.com/NestisLogbuch

 

Die Falkin auf Facebook:

https://www.facebook.com/FalkinValkrys

 

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Biografie

Petra Hartmann, Jahrgang 1970, wurde in Hildesheim geboren und wohnt in Sillium. Sie studierte Germanistik, Philosophie und Politikwissenschaft in Hannover. Auf den Magisterabschluss folgten die Promotion mit einer Doktorarbeit über den jungdeutschen Schriftsteller Theodor Mundt und ein zweijähriges Volontariat bei der Neuen Deister-Zeitung in Springe. Anschließend war sie dort fünf Jahre Lokalredakteurin. Ferner arbeitete sie für die Leine-Zeitung in Neustadt am Rübenberge, die Nordsee-Zeitung in Bremerhaven, die Neue Presse in Hannover und die Volksstimme in Gardelegen. Derzeit ist sie bei der Goslarschen Zeitung beschäftigt.
Als Schriftstellerin liebt sie vor allem das fantastische Genre. Sie verfasst hauptsächlich Fantasy und Märchen. Bekannt wurde sie mit ihren Fantasy-Romanen aus der Welt Movenna. Mit den Abenteuern der Nordsee-Nixe Nestis legte sie ihre erste Kinderserie vor. Sie errang mit ihren Geschichten dreimal den dritten Platz bei der Storyolympiade und wurde 2008 mit dem Deutschen Phantastik-Preis ausgezeichnet.

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Leserunden zum Nachlesen

Leserunde zu "Darthula, Tochter der Nebel" auf Lovelybooks. Mit Autorin Petra Hartmann und Cover-Künstler Miguel Worms: http://www.lovelyboo...nde/1201913120/

 

Leserunde auf Lovelybooks zu "Nestis und die verschwundene Seepocke": Mit Autorin Petra Hartmann und Verlegerin Monika Fuchs:

http://www.lovelyboo...nde/1166725813/

 

Leserunde auf Lovelybooks zu "Mit Klinge und Feder": Mit den Autorinnen Linda Budinger, Petra Hartmann, Stefanie Pappon, Christel Scheja, Andrea Tillmanns und Petra Vennekohl: http://www.lovelyboo...nde/1156671163/

 

Leserunde zu "Falkenblut" auf Lovelybooks: https://www.lovelybo...263/2687604262/

Geschichten über Nestis

Bücher
"Nestis und die verschwundene Seepocke. Ein Meermädchen-Roman." Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2013.
"Nestis und die Hafenpiraten. Ein Meermädchen-Roman." Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2014.

"Nestis und die verbotene Welle. Ein Meermädchen-Roman." Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2017.

 

Mini-Buch

"Nestis und der Weihnachtssand. Ein Helgoland-Märchen." Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2017.

eBooks
"Nestis und der Weihnachtssand. Ein Helgoland-Märchen." Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2013.
"Nestis und die verschwundene Seepocke. Ein Meermädchen-Roman." Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2013.

"Nestis und die Hafenpiraten. Ein Meermädchen-Roman." Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2014.

Hörbuch
"Eine Hand voll Weihnachtssand." In: Petra Hartmann: "Weihnachten im Schneeland". Gelesen von Karin Sünder. Mit Musik von Simon Daum. Essen: Action-Verlag, 2010. (mp3-Download und CD-ROM)

Beiträge zu Anthologien
"Weihnachtssand für Helgoland." In: "Wenn die Biiken brennen. Phantastische Geschichten aus Schleswig-Holstein." Hrsg. v. Bartholomäus Figatowski. Plön: Verlag 71, 2009. S. 163-174.

Hödeken-Lesestoff

Buch

Petra Hartmann: Hut ab, Hödeken! Sagen aus dem Hildesheimer Land. Hildesheim: Verlag Monika Fuchs. 101 S., Euro 7,95. ISBN 978-3-940078-37-7. Unter anderem erhältlich bei Amazon.

 

Hörbuch

Petra Hartmann: Hut ab, Hödeken! Sagen aus dem Hildesheimer Land. 2 CD. Hildesheim: Verlag Monika Fuchs. Euro 14,95. ISBN: 978-3940078414. Unter anderen erhältlich bei Amazon.

 

eBook

Petra Hartmann: Hut ab, Hödeken! Sagen aus dem Hildesheimer Land. Hildesheim: Verlag Monika Fuchs.

 

Geschichten

Das Wagenrennen auf dem Rennstieg. In: Hildesheimliche Autoren e.V.: Hildesheimer Geschichte(n). Ein Beitrag zum 1200-jährigen Stadtjubiläum. Norderstedt: Book on Demand. 196 S., Euro 9,99. ISBN 978-3734752698. Unter anderem erhältlich bei Amazon.

Die glücklose Hasenjagd. In: MVP-M. Magazin des Marburger Vereins für Phantastik. Marburg-Con-Ausgabe. Nr. 19b. S. 36-40.

 

Lesung

Das Wagenrennen auf dem Rennstieg, Radio Tonkuhle, Sendung vom April 2015.

 

Movenna-Kompass

Übersicht über die Romane und Erzählungen aus Movenna


Bücher

Geschichten aus Movenna. Fantasy. Nittendorf: Wurdack-Verlag, 2004. 164 S.
Ein Prinz für Movenna. Nittendorf: Wurdack-Verlag, 2007. 188 S.
Der Fels der schwarzen Götter. Nittendorf: Wurdack-Verlag, 2010. 240 S.

 

eBooks

 

Geschichten aus Movenna. Fantasy. Nittendorf: Wurdack-Verlag, 2014.
Ein Prinz für Movenna. Nittendorf: Wurdack-Verlag, 2014.
Der Fels der schwarzen Götter. Nittendorf: Wurdack-Verlag, 2014.

Beim Vorderhuf meines Pferdes. Nittendorf: Wurdack-Verlag, 2014.

Hörbuch

Der Fels der schwarzen Götter. Action-Verlag, 2012.


Movennische Geschichten in Anthologien und Zeitschriften

Die Krone Eirikirs. In: Traumpfade (Anthologie zur Story-Olympiade 2000). Hrsg. v. Stefanie Pappon und Ernst Wurdack. Dresden, 2001. S. 18-25.
Flarics Hexen. In: Geschöpfe der Dunkelheit (Anthologie zur Story-Olympiade 2001). Hrsg. v. Stefanie Pappon und Ernst Wurdack. Dresden, 2002. S. 22-28.
Raubwürger. In: Kurzgeschichten, September 2004, S. 20f.
Furunkula Warzenkraish. Elfenschrift, dritter Jahrgang, Heft 2, Juni 2006. S. 10-14.
Der Leuchtturm am Rande der Welt. In: Elfenschrift, vierter Jahrgang, Heft März 2007, S. 18-21.
Gewitternacht. In: Im Bann des Nachtwaldes. Hrsg. v. Felix Woitkowski. Lerato-Verlag, 2007. S. 57-60.
Pfefferkuchen. In: Das ist unser Ernst! Hrsg. v. Martin Witzgall. München: WortKuss Verlag, 2010. S. 77-79.
Winter-Sonnenwende. In: Mit Klinge und Feder. Hrsg. v. Petra Hartmann und Andrea Tillmanns. Homburg/Saar: UlrichBurger Verlag, 2013. S. 51-59.
Der Reiter auf dem schwarzen Pferd. Ebd. S. 60-68.

Die Blaubeerbrücke. In: Met-Magie. Hrsg. v. Amandara M. Schulzke und Nadine Muriel. Hamburg: Acabus Verlag, 2022. S. 163-174.

 

 

Movennische Geschichten in Fanzines

Föj lächelt. In: Alraunenwurz. Legendensänger-Edition Band 118. November 2004. Hrsg. v. Christel Scheja. S. 23.
Raubwürger. In: Drachenelfen. Legendensänger-Edition Band 130. Januar 2006. Hrsg. v. Christel Scheja. S. 3-5.
Goldauge. In Phantastische Geschichten mit den Phantastik Girls. (Broschüre der Phantastik Girls zum MarburgCon 2007)


Aufsätze

Wie kann man nur Varelian heißen? Über das Unbehagen an der Namensgebung in der Fantasy. In: Elfenschrift, 5. Jahrgang, März 2008. S. 16f.


Movennische Texte online

Aus "Geschichten aus Movenna":
König Surbolds Grab
Das letzte Glied der Kette
Brief des Dichters Gulltong
Der Kranich
Die Rückkehr des Kranichs

Aus "Ein Prinz für Movenna":
Der Leuchtturm am Rand der Welt
Furunkula Warzenkraish
Gewitternacht

Aus "Der Fels der schwarzen Götter":
Der Waldalte
Hölzerne Pranken
Im Bann der Eisdämonen

Die Bibliothek der Falkin

Übersicht über die Romane und Novellen über die Walküre Valkrys, genannt "die Falkin"

Bücher

Die letzte Falkin. Heftroman. Dortmund: Arcanum Fantasy Verlag, 2010.
Falkenblut. Sibbesse: Hottenstein-Verlag, Sommer 2020.

eBooks

Falkenblut. Vier Fantasy-Romane. eBook-Ausgabe. Chichili und Satzweiss.com, 2012. (vergriffen)

Falkenfrühling. Novelle. eBook. Dortmund: Arcanum Fantasy Verlag, 2011. (vergriffen)

Falkenfrühling. Novelle. In: Best of electronic publishing. Anthologie zum 1. Deutschen eBook-Preis 2011. eBook. Chichili und Satzweiss.com, 2011. (unter anderem erhältlich bei Thalia und Amazon)


Aufsatz

Aegirs Flotte - ein Nachruf. In: Fandom Observer, Dezember 2011. S. 16-18. Online-Magazin und Blogversion

Die Schlagzeile, 2011/2012

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Petra Hartmann: Die Schlagzeile.
Personalisierbarer Roman.
PersonalNovel Verlag, 2011.
eBook: PersonalNovel, 2012.
Personalisieren und bestellen

Verschlafen und idyllisch liegen sie da, die Orte Barkhenburg, Kleinweltwinkel und Reubenhausen. Doch dann stört der Diebstahl einer Heiligenfigur die Ruhe: Ein jahrhundertealter Hass bricht wieder aus und ein hitziger Streit entflammt, der aus Freunden Feinde und aus friedlichen Nachbarn sich prügelnde Gegner macht. Mittendrin: Eine Journalistin, die bereit ist, für eine Schlagzeile im Sommerloch alles zu geben. Mit viel Einsatz und einer Prise Humor versucht sie, das Geheimnis um die verschwundene Hubertus-Statue aufzuklären, und muss sich dabei mit erregten Politikern, aufgebrachten Dorfbewohnern und einem nervösen Chefredakteur herumschlagen. Aber die Journalistin lässt sich nicht unterkriegen - bis ihr ein Anruf fünf Minuten vor Redaktionsschluss die Schlagzeile zunichtemacht...

Falkenblut, 2012

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Petra Hartmann: Falkenblut.
Vier Romane in einem Band.
E-Book
Satzweiss.com - chichili agency, 2012.
3,99 Euro

 

Nicht mehr lieferbar!

Neuausgabe in Vorbereitung.


Die Abenteuer der jungen Walküre Valkrys beginnen an ihrem ersten Arbeitstag und ausgerechnet dort, wo die germanischen Götter- und Heldensagen enden: Ragnarök, die Endzeitschlacht, ist geschlagen, Götter und Riesen haben sich gegenseitig aufgerieben, die wenigen Überlebenden irren ziellos durch die Trümmer des zerbrochenen Midgard. An der Seite des neuen Götterkönigs Widar muss sich Valkrys nun behaupten. Dabei trifft sie auf Jöten, Thursen, Reifriesen, Seelenräuberinnen, Werwölfe, Berserker, Hexen, riesenhafte Meerungeheuer und das furchtbare Totenschiff Naglfari. Leseempfehlung ab 12 Jahren.

Meine Bücher 1998 - 2011

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Petra Hartmann
Falkenfrühling
eBook
Arcanum Fantasy Verlag
ISBN: 978-3-939139-59-1

Wegen Verkauf des Arcanum-Verlags ist die Ausgabe nicht mehr erhältlich, aber die Zweitveröffentlichung in der eBook-Anthologie "Best of electronic publishing" gibt es noch als epub oder Kindle-Ausgabe.

Valkrys träumt davon, eine echte Walküre zu sein. Sie springt, noch Kind, vom Dach des Langhauses.
Alle Ermahnungen ihrer Eltern sind vergeblich, sie macht sich an den Aufstieg zum Gipfel der nahen Klippe, besessen vom "Traum vom Fliegen" ...

Fünfter Platz beim Deutschen eBook-Preis 2011.

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Petra Hartmann
Die letzte Falkin
Roman.
Arcanum Fantasy Verlag
ISBN 978-3-939139-62-1
Bestellen beim Arcanum-Verlag

Blut und Tod, so weit die Falkenaugen reichen: So hatte sich Valkrys ihren ersten Flug als Walküre nicht vorgestellt. Ragnarök, die Endzeit-Schlacht, ist geschlagen. Die Götter tot, die Welt ein Flammenmeer, das Götterreich Asgard droht, in die Tiefe zu stürzen. Einzig Vidar, den Sohn und Erben Odins, kann die Walküre retten. Doch der neue Götterkönig schweigt sich über seine Ziele aus †¦


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Petra Hartmann
Der Fels der schwarzen Götter
Roman
Wurdack Verlag
ISBN 978-3-938065-64-8
Bestellen beim Wurdack-Verlag


Hochaufragende Felswände, darin eingemeißelt weit über tausend furchteinflößende Fratzen, die drohend nach Norden blicken: Einer Legende zufolge sind die schwarzen Klippen das letzte Bollwerk Movennas gegen die Eisdämonen aus dem Gletscherreich.
Doch dann begeht der junge Ask bei einer Mutprobe einen folgenschweren Fehler: Er schlägt einem der schwarzen Götter die Nase ab. Der unscheinbare Dreiecksstein wird Auslöser eines der blutigsten Kriege, die das Land jemals erlebt hat. Und die Völker des Berglandes wissen bald nicht mehr, wen sie mehr fürchten sollen: die schwarzen Götter, die weißen Dämonen oder die sonnenverbrannten Reiter aus den fernen Steppen ...


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Petra Hartmann
Darthula
Heftroman
Arcanum Fantasy Verlag
ISBN 978-3-939139-32-4
Bestellen beim Arcanum-Verlag


Darthula, die schönste Prinzessin der Nebellande, beschwört Krieg, Tod und Vernichtung über ihr heimatliches Selama herauf, als sie den Heiratsantrag des mächtigen Königs Cairbar ausschlägt. Zusammen mit ihrem Geliebten flüchtet sie in einem kleinen Segelboot übers Meer. Doch Wind und Wellen sind unzuverlässige Verbündete ...


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Petra Hartmann
Weihnachten im Schneeland
Hörbuch
Action-Verlag
Download bei Audible
CD bestellen beim Action-Verlag

WEIHNACHTEN IM SCHNEELAND von Petra Hartmann vereint vier wundervolle Kurzgeschichten für Kinder ab 6 Jahren. Schon die Titel regen die Phantasie der Kleinen an und verleiten zum Schmunzeln und Staunen:
- "Der Reserve-Weihnachtsmann"
- "Die Weihnachts-Eisenbahn"
- "Eine Handvoll Weihnachtssand"
- "Paulchen mit den blauen Augen"



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Petra Hartmann
Ein Prinz für Movenna
Paperback
Wurdack Verlag
ISBN 3-938065-24-9
Bestellen

Mit dem Schild oder auf dem Schild
- als Sieger sollst du heimkehren oder tot.
So verlangt es der Ehrenkodex des heldenhaften Orh Jonoth. Doch der letzte Befehl seines sterbenden Königs bricht mit aller Kriegerehre und Tradition: "Flieh vor den Fremden, rette den Prinzen und bring ihn auf die Kiesinsel." Während das Land Movenna hinter Orh Jonoth in Schlachtenlärm und Chaos versinkt, muss er den Gefahren des Westmeers ins Auge blicken: Seestürmen, Riesenkraken, Piraten, stinkenden Babywindeln und der mörderischen Seekrankheit ....


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Petra Hartmann
Geschichten aus Movenna
Paperback
Wurdack Verlag
ISBN 3-938065-00-1
Bestellen


Verwünschte Hexen!
Warum zum Henker muß König Jurtak auch ausgerechnet seinen Sinn für Traditionen entdecken?
Seit Jahrhunderten wird der Kronprinz des Landes Movenna zu einem der alten Kräuterweiber in die Lehre gegeben, und der Eroberer Jurtak legt zum Leidwesen seines Sohnes großen Wert auf die alten Sitten und Gebräuche. Für den jungen Ardua beginnt eine harte Lehrzeit, denn die eigenwillige Lournu ist in ihren Lektionen alles andere als zimperlich ...


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Wovon träumt der Mond?
Hrsg. v. Petra Hartmann & Judith Ott
Wurdack Verlag
ISBN 978-3-938065-37-2
Bestellen

Der Mond - König der Nacht und gleichsam Verbündeter von Gut und Böse ... Seit jeher ranken sich Legenden voller Glauben und Aberglauben um sein Licht, das von den einen als romantisch verehrt und von den anderen als unheimlich gefürchtet wird. Seine Phasen stehen für das Werden und Vergehen allen Lebens, er wacht über die Liebenden, empfängt die Botschaften der Suchenden, Einsamen und Verzweifelten und erhellt so einiges, was lieber im Dunkeln geblieben wäre. 39 Autorinnen und Autoren im Alter von 12 bis 87 Jahren sind unserem nächtlichen Begleiter auf der Spur gewesen. In 42 erfrischend komischen, zutiefst nachdenklichen und manchmal zu Tränen rührenden Geschichten erzählen sie die Abenteuer von Göttin Luna und Onkel Mond, von erfüllten und verlorenen Träumen, lassen Perlmuttschmetterlinge fliegen und Mondkälber aufmarschieren. Und wer denkt, dass nur der Mann im Mond zuweilen die Erde besucht, irrt sich! Auch umgekehrt erhält er gelegentlich unverhofften Besuch dort oben.


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Drachenstarker Feenzauber
Herausgegeben von Petra Hartmann
Wurdack Verlag
ISBN 978-3-938065-28-0
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Öko-Feen, Büro-Feen, Todes-Feen und Bahn-Feen, geschäftstüchtige Drachen, goldzahnige Trolle, Sockenmonster, verzauberte Kühlschränke, Bierhexen, Zwirrrrrle, Familienschutzengel, Lügenschmiede, ehrliche Anwälte, verarmte Zahnärzte und andere Märchenwesen geben sich in diesem Buch ein Stelldichein.
51 Märchenerzähler im Alter von zwölf bis 76 Jahren haben die Federn gespitzt und schufen klassische und moderne Märchen, lustige, melancholische, weise und bitterböse Erzählungen, so bunt wie das Leben und so unvergesslich wie das Passwort eines verhexten Buchhalters.


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Zwischen Barrikade, Burgtheater und Beamtenpension.
Die jungdeutschen Autoren nach 1835.
ibidem-Verlag
ISBN 978-3-89821-958-7
Bestellen beim Ibidem-Verlag


"Das Junge Deutschland“ - dieser Begriff ist untrennbar verbunden mit dem Bundestagsbeschluss vom 10. Dezember 1835, durch den die Werke der fünf Schriftsteller Heinrich Heine, Theodor Mundt, Karl Gutzkow, Ludolf Wienbarg und Heinrich Laube verboten wurden. Das Verbot markierte Höhe- und gleichzeitig Schlusspunkt einer literarischen Bewegung, die erst wenige Jahre davor begonnen hatte. Die Wege der Autoren trennten sich. Und doch gab es auch danach immer wieder Begegnungen und Berührungspunkte.
Petra Hartmann zeichnet die Wege der Verbotenen und ihrer Verbündeten nach und arbeitet Schnittstellen in den Werken der alt gewordenen Jungdeutschen heraus. Sie schildert insbesondere die Erfahrungen der Autoren auf der Insel Helgoland, ihre Rolle in der Revolution von 1848, aber auch die Versuche der ehemaligen Prosa-Schriftsteller, sich als Dramatiker zu etablieren. Irgendwo zwischen Anpassung und fortwährender Rebellion mussten die Autoren ihr neues Auskommen suchen, endeten als gescheiterte Existenzen im Irrenhaus oder als etablierte Literaten, die doch körperlich und seelisch den Schock von 1835 nie ganz verwunden hatten, sie leiteten angesehene Theater oder passten sich an und gerieten nach Jahren unter strenger Sonderzensur beim Publikum in Vergessenheit. Die vorliegende Untersuchung zeigt, was aus den Idealen von 1835 wurde, wie vollkommen neue Ideen - etwa die Debatte um Armut und Bildung - in den Werken der Jungdeutschen auftauchten und wie die Autoren bis zum Ende versuchten, ihr „Markenzeichen“ - ihren Stil - zu bewahren.


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Von Zukunft trunken und keiner Gegenwart voll
Theodor Mundts literarische Entwicklung vom Buch der Bewegung zum historischen Roman
Aisthesis-Verlag
ISBN: 3-89528-390-8
Bestellen beim Aisthesis-Verlag

Theodor Mundt - Schriftsteller, Zeitschriftenherausgeber, Literaturwissenschaftler und Historiker - verdankt seinen Platz in der Literaturgeschichte vor allem dem Umstand, daß seine Veröffentlichungen am 10. Dezember 1835 verboten wurden. Das vom deutschen Bundestag ausgesprochene Verbot, das sich gegen die vermeintlichen Wortführer des "Jungen Deutschland", Heine, Gutzkow, Laube, Wienbarg und eben Theodor Mundt richtete, war vermutlich die entscheidende Zäsur in den literarischen Karrieren aller Betroffenen. Daß sie mit dem schon berühmten Heinrich Heine in einem Atemzug genannt und verboten wurden, machte die noch jungen Autoren Gutzkow, Laube, Mundt und Wienbarg für ein größeres Publikum interessant. Doch während Gutzkow und auch Laube im literarischen Bewußtsein präsent blieben, brach das Interesse an Mundt und seinen Werken schon bald nach dem Verbot fast gänzlich ab. Seine weitere Entwicklung bis zu seinem Tod im Jahr 1861 wurde von der Literaturwissenschaft bislang so gut wie vollständig ignoriert. Diese Lücke wird durch die vorliegende Studie geschlossen. Nachgezeichnet wird der Weg von den frühen Zeitromanen des jungen Mundt bis hin zu den historischen Romanen seines Spätwerks.


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Faust und Don Juan. Ein Verschmelzungsprozeß,
dargestellt anhand der Autoren Wolfgang Amadeus Mozart, Johann Wolfgang von Goethe, Nikolaus Lenau, Christian Dietrich Grabbe, Gustav Kühne und Theodor Mundt
ibidem-Verlag
ISBN 3-932602-29-3
Bestellen beim Ibidem-Verlag


"Faust und Don Juan sind die Gipfel der modernen christlich-poetischen Mythologie", schrieb Franz Horn bereits 1805 und stellte erstmalig beide Figuren, speziell den Faust Goethes und den Don Giovanni Mozarts, einander gegenüber. In den Jahren darauf immer wieder als polar entgegengesetzte Gestalten aufgefaßt, treten Faust und Don Juan in den unterschiedlichsten Werken der Literaturgeschichte auf.

Bei Lenau sind sie Helden zweier parallel aufgebauter Versepen, bei Grabbe begegnen sie sich auf der Bühne und gehen gemeinsam zugrunde. Theodor Mundt stellt als Lebensmaxime auf, man solle beides, Faust und Don Juan, in einer Person sein und beide in sich versöhnen.

Anhand der Werke von Wolfgang Amadeus Mozart, Johann Wolfgang von Goethe, Nikolaus Lenau, Christian Dietrich Grabbe, Gustav Kühne und Theodor Mundt zeichnet Petra Hartmann die Biographien Fausts und Don Juans in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts nach, einer Zeit, die beide Helden stark prägte und auch für heutige Bearbeitungen beider Stoffe grundlegend ist."

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