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PetraHartmann



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Judith und Christian Vogt: Ich, Hannibal

Geschrieben von Petra , in Bücher - phantastisch 23 Dezember 2025 · 334 Aufrufe
Bücher - phantastisch und 5 weitere...

Hannibal - eine Frau? Von dieser Prämisse geht das Autorenduo Judith und Christian Vogt aus und erzählt den zweiten Punischen Krieg auf seine ganz eigene, ungewöhnliche Weise. "Ich, Hannibal", nennen die beiden ihren Roman, der außer der Hauptfigur noch ganz andere phantastische Wesen zu bieten hat, wie zum Beispiel zyklopenäugige Elefanten, die Stammesbiester diverser gallischer Stämme, den Leviathan und eine geflügelte Sphinx. Das Heer, das sich da über die Alpen nach Italien wälzt, ist auf jeden Fall geeignet, das auszulösen, was der Untertitel verspricht: "Rom wird vor ihr erzittern."
Es ist Himilke, Hannibals Witwe, die den riesenhaften Elefanten besteigt, als Hannibal stirbt. Als der Roman beginnt, ist der Feldherr bereits tot. Doch das weiße Elefantenmonster mit dem Zyklopenauge und der funkenden Sonne auf der Stirn bietet Himilke sein Bein zum Aufsteigen an und gehorcht ihr als Reittier. Ein Zeichen des Gottes Melkart, wie es deutlicher nicht sein könnte. Und so ist es Himilke, die, verborgen unter einer goldenen Maske und unter dem Namen ihres getöteten Mannes, die punischen Heere nach Rom führt.

 

Zwischen Fantasy, Feminismus und Historie

 

Ein phantastischer feministischer Roman über einen historischen Krieg? Was ändert sich, wenn Hannibal eine Frau ist? Vor allem ändert sich die Stimmung im Generalstab, und Hannibal schlägt mehr Widerspruch entgegen, als ein männlicher Heerführer erhalten würde. Ganz klar tritt Himilke dagegen ein, dass Frauen der unterlegenen Parteien vergewaltigt werden, was sonst allgemein üblich ist und von den Soldaten auch als ihr gutes Recht betrachtet wird. Einmal versucht Hannibal, ihre weiblichen Reize einzusetzen, um die Loyalität eines Anführers eines verbündeten Stammes zu gewinnen. Doch dieser aufrechte und verheiratete Krieger macht ihr klar, dass er von ihr andere Argumente sehen will als zwei wohlgeformte Brüste.
Tatsächlich ist Hannibal nur eine von drei weiblichen Hauptfiguren - und verglichen mit den beiden anderen sogar die schwächste und blasseste. Im Mittelpunkt des Interesses steht vielmehr die Monsterjägerin Tamenzut, die auf einer beeindruckenden Sphinx das Heer begleitet und mit ihrem Speer bereits zahlreiche Monster besiegt und auf sich geprägt hat. Sie ist es, die Hannibal immer wieder mit neuen Bestien unterstützt und die Schlagkraft der Armee verstärkt. Zusammen mit ihrem Schüler unterwirft sie die Hydra, sie stellt Hannibal mächtige Flussgötter in Stiergestalt zur Verfügung und ist auf ihrer Sphinx auch für die Luftaufklärung zuständig. Tamenzut ist eine physisch starke, kampferprobte Frau mit dem Zynismus eines langjährigen Söldners, eine beeindruckende Kämpferin und Jägerin, die sich aber sehr klar bewusst ist, dass ihr Leben endlich ist. Mit einem hölzernen Penis hält sie die Männer in respektvollem Abstand, eine Geste, die im Roman funktioniert und bei Männern geradezu Angst auslöst, in der Jetztzeit aber wohl eher albern wirken würde. In Hannibals Heer ist Tamenzut auf jeden Fall eine gefürchtete Größe. Und doch: Es kommt zu einer Begegnung, die selbst die abgebrühte Monsterjägerin Demut lehrt. Als sie den urzeitlichen Leviathan einfangen und unterwerfen will, lernt Tamenzut, dass es Mächte gibt, die unfassbar viel größer sind als sie und ihr kleiner Speer. Eine Begegnung mit der Ewigkeit, die Tamenzut sehr verändert.

 

Eine römische Witwe als Spionin

 

Die dritte Heldin schließlich ist die Römerin Fulvia. Als ihr Mann stirbt, steht die Witwe nahezu mittellos da und muss seine drei Kinder irgendwie versorgen. Das große Vermögen des Patriziers riss sich Publius Cornelius Scipio unter den Nagel, selbst um das Pflichtteil muss die Familie einen Prozess führen. Fulvia versucht alles, um ihre, respektive die Kinder ihres Mannes zu ernähren. Sie wäre sogar bereit gewesen, sich zu prostituieren, wenn die Puffbetreiberin nicht sofort gespürt hätte, dass "das nichts für sie ist". Doch als Patrizierin mit immer noch funktionierenden Verbindungen wird sie schließlich zur wertvollen Spionin und versorgt Karthago mit Nachrichten über die Zustände in Rom und Informationen über das Militär. Vor allem an Wissen über die römischen Bestien sind die heranrückenden Punier extrem interessiert. Der Fulvia-Erzählstrang ist sehr interessant und macht das Schicksal römischer Frauen deutlich, die ohne ihren Mann nahezu rechtlos sind. Im Gegensatz zu Hannibal und Tamenzut ist es für Fulvia ausgesprochen schwer, sich zu behaupten. Und es ist sehr schade, dass dieser Erzählstrang nicht besser an die Haupthandlung angebunden wurde und erst im Finale mit den Fäden der beiden anderen Heldinnen zusammenfindet.

 

Auf Cannae folgt kein Zama

 

Die Vögte schreiben einen phantastischen Roman, in dem Monster und Bestien kriegsentscheidend sind. Doch abgesehen davon halten sie sich recht genau an die historischen Abläufe. Als wichtigste Quelle geben sie das - ausgesprochen lesenswerte Buch "Schwarze Tage - Roms Kriege gegen Karthago" von Michael Sommer an. So ist es wohl auch Sommers Darstellung zu verdanken, dass im Roman sehr klar wird, wie Hannibals Plan, Roms Verbündete zum Abfall zu bewegen, immer wieder scheitert. Hannibal will sich als Befreier der unterdrückten Völker auf einem Siegeszug von Spanien über Gallien und durch ganz Italien feiern lassen. Doch die Völker haben sich eingerichtet. Teils aus Angst, teils aus Bequemlichkeit, teils auch, weil das Bündnis mit Rom ihnen klare Vorteile bringt, wollen Roms Bundesgenossen nicht zu Hannibal überwechseln. Schade irgendwie. Und doch: Die Sympathien der Autoren liegen ganz klar auf Seiten der Karthager. Und so gönnen sie ihrer Feldherrin und ihren Monstern den Sturm auf Rom und ein episches Finale. Und: Auf die großartige Schlacht bei Cannae, die das historische Rom das fürchten lehrt, folgt kein Zama.
Judith und Christian Vogt haben einen spannenden historischen Fantasy-Roman geschrieben, der trotz der phantastischen Elemente die Realität und Grausamkeit des Krieges nicht unter rosa Einhornzuckerguss verschwinden lässt. Ein Romanexperiment, das mit dem Thema Geschlechterrollen spielt - aber es ist ein sehr ernstes Spiel. Spannend, bewegend und zugleich zum Nachdenken anregend. Und vor allem von Tamenzut möchte man unbedingt mehr, vielleicht einen eigenen Roman lesen.

 

Fazit: Feministische Fantasy im historischen Ambiente und ein gewagtes Geschlechter-Experiment, das auf jeden Fall zu einem gelungenen Roman geführt hat. Lesenswert.

 

Judith und Christian Vogt: Ich, Hannibal. Rom wird vor ihr erzittern. München, Piper, 2024. 430 S., Euro 17.

 

© Petra Hartmann




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Juliane Seidel: Herz aus Kristall

Geschrieben von Petra , in Bücher - phantastisch 22 Dezember 2025 · 325 Aufrufe
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Ein Kelpie auf dem Grund des Stechlin? In Juliane Seidels Jugend-Fantasy-Roman "Herz aus Kristall" spielt das pferdeähnliche Wesen aus der keltischen Mythologie eine zentrale Rolle. Allerdings wird dem Ungetüm eindeutig die Schau gestohlen durch einen quirligen, hochintelligenten Seeotter, der nicht ganz das ist, was er zu sein scheint.
Lynn, die jugendliche Heldin des Romans, wird von zweierlei Träumen und Visionen heimgesucht. Da ist zunächst einmal ein Junge, dem zwei Finger fehlen und der sie eindringlich davor warnt, sich dem See zu nähern. In dem anderen Traum sind es mehrere Kinder, die zu ihr sprechen und sie um Hilfe anflehen. Sie werden gefangen gehalten, und nur Lynn kann sie retten. Allerdings werden sie offenbar in der Tiefe des Sees gefangen gehalten, vor dem der Junge gewarnt hatte. Aber was soll Lynn tun, wenn ausgerechnet ihre besten Freundinnen entführt und unter Wasser gezogen werden?

 

Sommerferien am See - mitt Otter und Wasserleiche

 

Die Geschichte beginnt eigentlich, abgesehen von Lynns Alpträumen, sehr harmlos und friedlich, fast mit einer Heile-Welt-Atmosphäre. Die Heldin und ihre Freunde leben am Brandenburger See Stechlin, die Sommerferien haben begonnen, wundervolle freie Wochen mit Beachpartys, Jungs, Sonnenbaden und Schwimmspaß am und im See könnten es werden, und die Autorin widersteht sogar der Versuchung, die Schüler mit Fontane-Lektüre zu quälen. Hinzu kommt, dass Lynn auch noch ein besonderes Haustier hat, um das man sie wahrhaft beneiden kann: Die zahme Otterdame Su ist stets an ihrer Seite und ist nicht nur eine liebevolle Freundin, sondern auch eine besonders kluge Begleiterin.
Doch dann bricht das Verhängnis über die kleine heile Welt herein. Keiner sieht, was Lynn sieht: Ein Seeungeheuer nähert sich den Badenden. Und Lynn entdeckt ein ertrunkenes Mädchen, das allerdings trotz einer ausgedehnten Suchaktion der Polizei nicht wieder aufgefunden werden kann. Und leider hält Lynn trotz aller Warnungen nicht den nötigen Abstand zum Wasser, als das Kelpie herannaht. Bald Pferdemonster, bald wunderschöne aber böse Frau, immer aber voll Hass auf Lynn und niemals vertrauenswürdig, nimmt das Wesen Lynn gefangen und verschleppt sie in ihr Reich unter dem See, wo das Mädchen eine schier unlösbare Aufgabe erfüllen soll ...

 

Zauberhafter Jugendroman

 

Juliane Seidel ist mit "Herz aus Kristall" ein zauberhafter Jugendroman gelungen, in dem die alte keltische Sagenwelt mit der gleichfalls bezaubernden Atmosphäre des Stechlin zu einem spannenden und magischen Abenteuerraum verschmelzen. Warme Sommertage am See, kühles Wasser und ein mythisches Wesen, dem nicht zu trauen ist, das aber gleichfalls im Gefüge der elfischen Welt nicht nur seine Daseinsberechtigung, sondern auch seine wichtige Aufgabe hat. Dazu der Charme der Otterdame Su, die, wie sich schließlich herausstellt, wesentlich mehri st als ein gewöhnlicher, hochintelligenter Wassermarder. Dass schließlich Lynn unerwartet ihre Liebe zu einem Wesen aus der anderen Welt entdeckt, setzt einen besonderen Lichtpunkt in der Welt des Kristallherzen.

 

Otter sind keine Haustiere

 

Die Autorin hat einen schönen Sprachfluss und einen frischen, beinahe aquatisch anmutenden Schreibstil, in den man gut eintauchen kann. Sie erzählt spannend und schafft es, den Leser über 400 Seiten lang gefangen zu nehmen und die Abenteuer Lynns zu verfolgen. Ein dramatisches Finale und ein überraschendes positives Ende lassen nach der Lektüre ein ausgesprochen positives Gefühl zurück. Wobei die Autorin, die auch im realen Leben eine große Otterfreundin ist, im Nachwort nachdrücklich klarstellt, dass Otter keine Haustiere sind und nicht in einen Privathaushalt gehören. Lynn und Su sind ein Traum, ein Märchen, und das sollen sie auch bleiben.
Unbedingt hervorgehoben muss auch die optische Gestaltung des Buchs. Das von Marie Graßhoff in magischen Blautönen gehaltene Cover zeigt einen weißen Otter, der in die Welt des Kelpie abtaucht, im Inneren gibt es zauberhafte Zeichnungen der Hauptfiguren von Tanja Meurer, außerdem finden sich an den Kapitelanfängen und als Abschnittstrenner kleine schwarze Otter in unterschiedlichen Haltungen. Ein wunderschönes Buch, das man auch nach dem ersten Durchlesen immer wieder gern zur Hand nimmt und aufschlägt.

 

Fazit: Keltisch-magische Jugend-Fantasy am Ufer des Stechlin. Spannend, zauberhaft und mit Ottercharme. Lesenswert.

 

Juliane Seidel: Herz aus Kristall. Bielefeld: Tagträumer-Verlag, 2020. 440 S., Euro 16,90.

 

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E.S. Schmidt: Die Rückkehr der Elynn

Geschrieben von Petra , in Bücher - phantastisch 21 Dezember 2025 · 515 Aufrufe
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Die Abenteuer von Daric und Aroanída gehen weiter - und das, obwohl ihre Liebe buchstäblich stärker zu sein hat als der Tod. "Die Rückkehr der Elynn" nennt Esther S. Schmidt den zweiten Teil ihrer "Chroniken der Wälder", der Saga um einen ehemaligen Schwertsklaven und eine Angehörige des elbenartigen Volks der Elynn.
Im Vorgänger-Band, "Das Erwachen der Hüterin", hatte die Autorin tatsächlich alles getan, um ihre beiden Helden für immer voneinander zu trennen. Das Thaléth, jenes geheimnisvolle Band zwischen Liebenden, das eine Elynn nur einmal im Leben vergeben kann, hatte die Liebe Aroanídas zu Daric besiegelt. Eine Seelenverbindung, die nur der Tod auflösen kann. Ja, Daric war tot. Er hatte sich von der Familie seiner Geliebten überzeugen lassen, dass sie ohne ihn glücklicher sei. Daric brachte das Opfer, ließ sich töten und, so sein Pakt mit den Elynn, sofort wieder zum Leben erwecken. Doch selbst die Elynn müssen am Ende einsehen, dass Aroanída ohne Daric nur noch ein Schatten ihrer selbst ist, dem Tode näher als dem Leben. Doch dann keimt neuer Lebensmut in der Elynn auf. Sollte Daric doch noch am Leben sein? Die Wiedervereinigung der Liebenden ist möglich. Aber sie hat einen hohen Preis.

 

Zusammen, und doch nicht vereint

 

Ja, Daric und Aroanída finden wieder zusammen. Aber danach müssen sie auch wieder zusammenfinden. Kann ein Thaléth heilen? Es stellt sich heraus, dass es gar nicht Aroanídas Elynn-Verwandtschaft ist, die dem am meisten entgegensteht. Vielmehr ist es Daric selbst, der blockiert, wenn er sein Leben, sein Denken und seine Erlebnisse mit seiner Frau teilen soll. Die Welt des Krieges, des Blutes und Gemetzels würde er am liebsten vor ihr verbergen. Nur sehr langsam lernt der verhärtete Krieger, sich wirklich zu öffnen.
Der zweite Band der "Chroniken der Wälder" erzählt von Krieg und Schlachten. Daric tut das, was er am besten kann: Er ist Soldat und kehrte zu seiner Einheit zurück. Doch aufgrund seiner Fähigkeiten wurde er zum Leutnant befördert, erringt sogar ein eigenes Lehen. Durch die Unterstützung seiner Frau kann er sich in höchster Not sogar in einen "Berserker" verwandeln und scheinbar aussichtlose Schlachten doch noch gewinnen.

 

Ein neuer Offizier setzt sich durch

 

Doch trotz des kriegerischen Hintergrunds und der Gemetzel im Bürgerkrieg liegt der Schwerpunkt weniger auf Brutalität und Action-Szenen. E.S. Schmidt schildert vielmehr mit feinem psychologischen Gespür die Entwicklung der Charaktere und die zwischenmenschlichen Dynamiken nicht nur innerhalb der Paarbeziehung. Sie zeigt, wie Daric, der als Emporkömmling und Offizier ohne Adelsfamilie sowohl bei seinen Soldaten als auch bei seinen Offizierskollegen auf Misstrauen und Verachtung stößt, sich das Vertrauen und den Respekt seiner Männer erringt. Daric, den seine Leute zunächst gnadenlos auflaufen lassen, zeigt, dass er der neuen Position nicht nur gewachsen ist, sondern sogar einer der besten Führer seiner drei Rotten ist, die diese jemals gehabt haben. Inspiriert von Gedanken zur Führungskultur, wie sie unter anderem in dem Buch "Gute Chefs essen zuletzt" dargelegt werden, zeichnet die Autorin hier einen Führungsstil nach, der auch in modernen Unternehmen wünschenswet wäre.

 

Daric lernt, um Hilfe zu rufen

 

Daric hat Erfolg damit. Schließlich wandelt sich der Tonfall ganz außerordentlich, und seine Männer nennen ihn nicht mehr einfach nur "Der Leutnant", sondern inniger "Unser Leutnant". Und Daric lernt es auch, um Hilfe zu rufen und Hilfe anzunehmen. Als er in Not gerät, sind sowohl Aroanída als auch seine Männer zur Stelle. Auch wenn das bedeutet, dass sie eine Todesstrafe riskieren.
Auch der zweite Band der "Chroniken der Wälder" ist, wie bereits der Vorgänger, ein herausragendes High-Fantasy-Abenteuer, das sowohl durch die handelnden Personen als durch die erschaffene Welt punkten kann. Die gepflegte, eingängige Sprache Esther S. Schmidts und die mitreißende Handlung machen dieses Buch zu einem Erlebnis, das leider viel zu schnell vorüber ist. Bisher eine der besten Fantasy-Trilogien, die überhaupt zu haben sind. Weiter so.

 

Fazit: High-Fantasy-Abenteuer, das in Sprache, Psychologie und Handlungsführung einfach top ist. Diese Chroniken haben echte Magie und einen hohen Suchtfaktor. Lesebefehl!

 

E.S. Schmidt: Die Rückkehr der Elynn. (Die Chroniken der Wälder, Teil 2). epubli, 2024. 379 S., Euro 13,99.

 

Weitere Bücher von Esther S. Schmidt:
Der Trollring
Die zweite Finsternis
Das Erwachen der Hüterin

 

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Melanie Vogltanz: Rabensohn

Geschrieben von Petra , in Bücher - phantastisch 20 Dezember 2025 · 264 Aufrufe
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Um eine besonders schaurige Mordserie im viktorianischen London geht es in "Rabensohn" von Melanie Vogltanz. Die Autorin schuf eine düstere Novelle von unausweichlicher Tragik und erzählt von einem Verbrecher, dessen Schicksal unter die Haut geht.
Die Heldin der Erzählung ist die junge Shannon, eine Halbwaise, die von ihrer Stiefmutter schikaniert wird. Als sie - vierzehnjährig - auch noch mit einem steinalten Witwer verheiratet werden soll, flieht sie aus dem Elternhaus, hinein in die dunklen und kalten Gassen Londons. Das Überleben allein als obdachlose junge Frau ist härter, als sie es sich vorgestellt hat, doch schließlich kann sie sich mit selbst gebasteltem Glasschmuck ein kleines Einkommen verschaffen und findet eine Unterkunft bei einer freundlichen älteren Dame.

 

Rabe ermordet Katze

 

Shannon wird gezeigt als eine herzliche, hilfsbereite junge Frau. Schon in der Eingangsszene ist der Leser mit dabei, wenn sie sich nachts aus dem Haus schleicht, um der Straßenkatze Mittens etwas zu Essen zu bringen. Eine Tat, die ihr bei der Stiefmutter eine empfindliche Strafe einträgt. Auch später, als sie das Haus verlassen hat, ist Mittens an ihrer Seite - bis das Tier eines Tages Opfer des grausamen Rabenmörders wird.
Doch Shannon hilft auch einem auf der Straße lebenden, offenbar geistig behinderten Jungen. Sie verschafft ihm etwas zu essen und lockt ihn mit ihrem glitzernden Glasschmuck zu sich. Nach und nach gewinnt der Junge Vertrauen zu ihr und nimmt das Essen an ...

 

Auf der Jagd nach dem Mörder

 

Shannon kann, trotz ihrer geringen Mittel, ein wenig Wärme und Freundschaft in diese Welt bringen. Umso härter und grausamer brechen die schrecklichen Rabenmorde in ihr Leben ein. Plötzlich findet sie ihre Katze ermordet und auf grausame Art verstümmelt. Der Mörder hat ihr die Augen herausgerissen. Und auch die liebevolle Wirtin Shannons wird ein Opfer des "Raben" und eines Tages ermordet und ohne Augen aufgefunden.
Doch Shannon hat etwas beobachtet. Entschlossen macht sich die junge Frau auf die Suche nach dem Mörder. Eine gefährliche Aufgabe, eine Jagd auf einen Täter, der vielleicht selbst gar nicht versteht, was er getan hat, naiv und mitleidslos zugleich und dabei getrieben von Angst. Und selbst als der "Rabe" gefasst und die Mordserie beendet ist, bleibt ein bitterer Nachgeschmack zurück. Ist das Urteil gerecht? Nach bundesrepublikanischer Rechtsauffassung jedenfalls nicht.

 

Klassische düstere Novelle

 

Melanie Vogltanz hat eine klassische Novelle voller düsterer Spannung geschaffen. Atmosphärisch dicht und in eingängiger Sprache, klar strukturiert und zielstrebig führt sie den Leser durch eine rabenschwarze Welt, bis die Geschichte ihr böses, schwarzes Ende gefunden hat. Tragisch, düster und doch voller Zauber. Eine ganz große Erzählerin.

 

Fazit: Düstere Geschichte über einen Serienmörder mit einem besonders schrecklichen Modus Operandi. Vielleicht nichts für schwache Nerven, aber es geht nicht um sinnloses Herumgesplattere. Jedes ausgestochene Auge hat einen Sinn. Großartige Novelle, unbedingt empfehlenswert.

 

Melanie Vogltanz: Rabensohn. Eine dunkle Novelle. 2024. 73 S., Euro 6.

 

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Armando Sinister: Verführerisches Aztekengold

Geschrieben von Petra , in Bücher - phantastisch 11 Oktober 2025 · 673 Aufrufe
Azteken, Horror und 1 weitere...

Habgier, Raub, Rausch, Entführung und die alten Götter der Azteken: Darum geht es in Armando Sinisters Kurzgeschichte "Verführerisches Aztekengold", einer Gruselstory, die der Autor als Book on Demand erscheinen ließ. Das schmale Bändchen ist der Auftakt einer Reihe, dem inzwischen bereits mehrere weitere düstere Büchlein im Hosentaschenfomat folgten.
Die Geschichte spielt im Jahr 1520 auf der Insel Tortuga und nimmt ihren bösen Auftakt in einer Spelunke, in der ein Indio sich offenbar hemmungslos betrinkt. Da der Mann im vermeintlichen Rausch mehr oder weniger deutliche Hinweise auf ein geheimes Goldversteck der Azteken von sich gibt und seine Zeche mit echtem Gold bezahlen will, wird der Piratenkapitän Alejando auf ihn aufmerksam. Alejandro, der in dieser Geschichte als Ich-Erzähler fungiert, gibt dem Indio Ometo einen Krug Met nach dem anderen aus.
Alejandros Spendierfreude wird belohnt. Sturzbetrunken lallt der Indio schließlich etwas von einer geheimen Insel, auf die sich die Azteken zuckzogen. Unvorstellbare Goldschätze sollen dort lagern. Eine gefährliche Schiffsexpedition beginnt, an deren Ende die Piraten etwas völlig anderes finden, als sie erwartet haben. Und: Nein, nur weil Alejandro aus der Ich-Perspektive erzählt, bedeutetet das nicht, dass sein Überleben gesichert ist.

 

Ein metmagisches Aenteuer?

 

Armando Sinister ist ein offenes Pseudonym, hinter dem sich der Autor Rainer Wüst verbirgt. Die bedeutende Rolle, die das Getränk Met in dieser Geschichte spielt, und der Umstand, dass der Autor den Text seiner Lebensgefährtin Nadine Muriel gewidmet hat, legt den Schluss nahe, dass die Story ursprünglich einmal für die von Muriel herausgegebene Anthologie "Met-Magie" oder deren zweiten Teil bestimmt gewesen war.
Eine solche Anthologie wäre auch auf jeden Fall ein sehr guter Platz für die vorliegende Kurzgeschichte gewesen. Als Einzelveröffentlichung, obwohl sicher nicht schlecht geschrieben, wirkt die Geschichte dagegen etwas "dünn". Mit netto 17,5 Seiten für 4,99 Euro hat der Leser ziemlich wenig in der Hand. Vielleicht wäre der Autor besser beraten, seine Gruselkurzgeschichten nicht in Einzelbänden, sondern in einem etwas dickeren Sammelband zu veröffentlichen.
Die Geschichte ist gut und spannend geschrieben, der Autor fängt die düstere, klebrige Atmosphäre einer Hafenkaschemme oder einer Piratenexpedition auf eine vermeintliche Schatzinsel geschickt ein und spinnt seinen Faden gekonnt ab, bis die Ereignisse die schlimmste aller möglichen Wendungen genommnen haben. Insofern: Ganz klar, Daumen hoch. Aber etwas dicker hätte das Buch schon sein dürfen.

 

Fazit: Kurzgeschichte, gut erzählt, aber ziemlich dünn für eine Einzelveröffentlichung. Als Teil einer Geschichtensammlung wäre der Text besser aufgehoben gewesen.

 

Armando Sinister: Verführerisches Aztekengold. Sinisters Dark World 1. Gruselkurzgeschichte. Norderstedt: Books on Demand, 2025. 22 S., Euro 4,99.

 

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Martin Bolik: Der Junge, der die Zeit besiegte

Geschrieben von Petra , in Bücher - phantastisch 25 September 2025 · 631 Aufrufe
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Luke Wild trifft auf das Zeitschiff Unicorn: In seinem neuen Buch „Der Junge, der die Zeit besiegte“ führt der Wiedelaher Autor und Hörspielmacher Martin Bolik zwei Erzählprojekte zusammen, die ihn schon seit Längerem beschäftigen. Der junge Kire aus der Zeitschiff- und Zauberkoch-Serie trifft auf Luke Wild, den Anführer der Brockenbande. Erschienen ist das Buch im Verlag EPV, der eigentlich bekannt ist für seine Harzkrimis. Eine Ausnahme, aber der Harz-Bezug ist auf jeden Fall eindeutig gegeben.
Es geht um Erik Slowik, genannt Birdy, der aus den Brockenbande-Abenteuern bereits bekannt ist. In den Harzer Sagenerzählungen aus Lukes Hörspiel-Kosmos wurde er gesprochen von Heinz Hoenig. Diesmal wird aber nicht mit dem Großvater, sondern über ihn geredet. Ein ehemaliger Harzer Schmuggler, Ballonpilot und bei allen Familienbanden doch ein etwas zugeknöpfter, geheimnisvoller Charakter. Luke hätte keine Chance, etwas über die Jugend seines Opas zu erfahren, wenn auch dessen Rabe, Pjotr, den Schnabel halten würde.

 

Eine lange Nacht im Sender

 

Doch Pjotr, der Erik seit dessen Jugend begleitet hat, bestellt Luke eines Abends in die Radiostation von Onkel Paul, in dem der Autor sich selbst verewigt hat. Es wird eine lange Nacht, in der Pjotr, Luke und Paul sich die Geschichte Birdys erarbeiten. Ein Dialog zu dritt, wobei die jeweiligen Sprecher im Buch durch verschiedene Schriftarten gekennzeichnet sind.
Eriks Abenteuer beginnt in einer Situation, in der Abenteuer eigentlich gar nicht möglich sind: Ein Junge ohne Gedächtnis taucht im Jahr 1945 im Harz auf und wird in ein Kinderheim gebracht, wo er jahrelang im Wachkoma liegt. Aber es ist offenbar kein gewöhnlicher Junge, denn in seinem Notizbuch findet sich eine Skizze, die eine Sternscheibe mit einem fliegenden Schiff darstellt. Ein Schatz, den die Heimleiterin unbedingt finden will. Ihre Versuche, Erik zum Sprechen zu bringen, scheitern jedoch. Nur einer Schwester, die bald entlassen wird, gelingt es, mithilfe einer Spieluhr, Eriks Sinne zu wecken. Das Lied „La Paloma“ und das Rauschen eines Radios sind die wichtigsten Reize für Erik in dem abgedunkelten Zimmer. Jahrelang liegt Erik so in dem Heim. Bis die Zeit für seinen „Ausgang“ reif ist. Die Heimleiterin schickt ihn auf eine Reise in die Zwischenwelt und zurück in die Vergangenheit. Seine Aufgabe: Einen Meistererzähler aus den Pommerellen finden – und die verschollene Sternenscheibe aufspüren.

 

Heimkehr in die Pomerellen

 

Die Pommerellen sind Altfans des Bolik-Universums bekannt: Aus diesem Landstrich im heutigen Polen stammt Kire, der bereits als Kapitän des Zeitschiffs Unicorn fungierte, ein Junge auf der Flucht vor Kriegsereignissen und den furchtbaren „Traumlosen“.
Erik und Kire. Wer das Buch liest, in dem an manchen Stellen rückwärts geschriebene Texte und Wörter als Geheimcode verwandt werden, wird vermutlich eher als Erik selbst auf die Idee kommen, dass der Junge ohne Gedächtnis eigentlich auf der Suche nach sich selbst ist. Ein 13-jähriger Junge aus den Pommerellen, dessen Familie durch Krieg und Flucht auseinandergerissen wird und der an Bord eines Schiffs geht, das sinken wird.

 

Liebeserklärung an das Erzählen

 

„Der Junge, der die Zeit besiegte“ ist eine Liebeserklärung an das Erzählen und die Fantasie und zugleich eine Auseinandersetzung mit der Kriegs- und Nachkriegsgeschichte. Auch einige autobiografische Züge des Verfassers und die eigene Familiengeschichte haben in das Buch Eingang gefunden. Interessant ist, wie Bolik mehrere Zeitebenen miteinander verwoben hat: Rabe Pjotr erzählt vom Waisenhaus und den Jahren nach 1945. Von dort aus taucht Erik zurück in die Welt des 15-jährigen und in einer zweiten Zeitreise in die Welt des 13-jährigen Kire. Das Besondere ist, dass Luke Wild, der die Begabung des „dritten Auges“ hat, die Erzählung des Raben nicht einfach nur passiv aufnimmt, sondern in besonderen Momenten alles tatsächlich genau vor sich sieht und manchmal selbst die Führung übernimmt und beschreibt, was er sieht und miterlebt. So wird das Buch zu einem melodischen, gut durchkomponierten Klangerlebnis, selbst wenn der Leser „nur“ die Druckversion vor Augen hat. Wer die Stimmen von Boliks Sohn Erik Elias und von Santiago Ziesmer aus den Brockenbande-Geschichten kennt, wird auch beim stummen Lesen bereits die Hauptdarsteller sprechen hören. Für alle, die sich Erik-Kires Abenteuer lieber vorlesen lassen möchten, gibt es die Erzählung auch als Hörbuch, gesprochen vom Autor, Luke und Pjotr.

 

Seit über 80 Jahren mit dabei

 

Wie alt wird eigentlich ein Kolkrabe? Die Angaben schwanken zwischen 21 und 30 Jahren, die gut gepflegten Raben im Londoner Tower sollen bis zu 44 Jahre erreichen. Pjotr, der die Familie seit über 80 Jahren begleitet, scheint ein Wundertier zu sein. Aber wenn Opa Birdy gut 20 Jahre jünger aussieht, als er sollte, und als „Junge, der die Zeit besiegte“ betitelt wird, dürfte auch Pjotr vom Sieg über die Zeit profitiert haben.
Das Buch wird vom Verlag als „All-Ager“ beworben. Leser unterschiedlicher Altersgruppen werden jeder für sich andere Erfahrungen damit machen. Ältere haben mit ihrem Wissen über Krieg und Flucht vielleicht einen kleinen Vorsprung, können sich aber von Kindern auch gern über die Brockenbande aufklären lassen. Vielleicht wird es ein Buch, das „mitwächst“ und das der Leser nach einigen Jahren erneut zur Hand nehmen kann, um Neues und Anderes darin zu entdecken. Etwas Konzentration und die Bereitschaft, sich in die Welten von Kire, Erik und Luke einzudenken und den Erzählern durch die Zeiten zu folgen, sollten die Leser schon mitbringen. Es ist kein Buch, das man mal eben nebenbei liest. Vorkenntnisse sind nicht unbedingt erforderlich. Für die Leser und Hörer, die schon länger dabei sind, gibt es aber ein schönes Wiedersehen mit vertrauten Figuren.

 

Fazit: Liebevoll gestalteter Roman für Kinder und Erwachsene, der die bereits bekannten Welten von Luke Wild und Zeitschiff Unicorn miteinander verbindet. Für Neueinsteiger mag dies eine kleine Hürde sein, doch lässt sich das Buch auch ohne Vorkenntnisse lesen. Durch die Verbindung von Buch und Hörspiel gibt es auch für Leseanfänger eine gute Möglichkeit des Einstiegs.

 

Martin Bolik: Der Junge, der die Zeit besiegte. Duderstadt: EPV, 2025. Hardcover, 294 Seiten. 19,95 Euro. Auch als E-Book und Hörbuch erhältlich. Das Hörbuch wird unter anderem als Stream über eine Spieluhr mit QR-Code verfügbar sein, die das Leitmotiv „La Paloma“ spielt.

 

Mehr von Martin Bolik
Krieg der Zeiten

 

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Anke Brandt: Carl, der Henker von Poel

Geschrieben von Petra , in Bücher - phantastisch 06 Juli 2025 · 646 Aufrufe
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In ihrem Roman "Carl, der Henker von Poel" lässt die Autorin Anke Brandt ihre Heldin Judith erneut eine Zeitreise zurück in die Geschichte der Insel Poel erleben. In einem intensiven Traum reist die junge Frau zurück ins 17. Jahrhundert, in eine Zeit, in der sie schon einmal Schreckliches miterleben musste: den Tod ihrer Freundin Lucie, die als vermeintliche Hexe auf dem Scheitehaufen verbrannt wurde.
Judith und ihr Mann machen wieder Urlaub auf ihrer Lieblingsinsel Poel, wo Judith im Jahr zuvor nach einem Sturz den Hexenprozess träumte beziehungsweise miterlebte. Seit der Erfahrung, die in "Lucie, die Hexe von Poel" geschildert wurde, war sie bei Ärzten und Therapeuten in Behandlung wegen ihrer heftigen Realträume. Nun hat sie die Sache (fast) überwunden. Ein unbeschwerter Urlaub könnte vor dem Paar liegen, wenn Judith nicht an der Steilküste plötzlich einen Kieferknochen entdecken würde. Ein Mord? Ein Relikt aus alter Zeit? Judiths sensible Nerven sind im Zustand höchster Erregung. Und während die Polizei ermittelt, denkt Judith wieder an ihre verbrannte Freundin Lucie - und schläft ein ...

 

Ausbildung zur Hebamme

 

Als sie erwacht, ist sie wieder Anna, die junge Frau, die Lucie während des Hexenprozesses beistand. Anna hat aufgrund ihrer Erlebnisse beschlossen, dass sie sich nicht dem Tod, sondern dem Spenden von Leben widmen will. Sie macht eine Ausbildung als Hebamme und will künftig Frauen bei der Geburt beistehen. Allerdings erhält sie keine Kundinnen. Die böse Bäuerin Katharina Steinhagen, die auch für Lucies Schicksal verantwortlich war, lässt Anna nicht hochkommen und sorgt dafür, dass sie keine Aufträge kriegt. Einzig der Henker Carl Göltzer unterstützt sie heimlich. Der Mann hat nicht vergessen, dass Anna ihm damals Geld zugesteckt hatte, damit er Lucie einen schnellen Tod gewährte. Doch ein Mann des Todes und eine Frau des Lebens - wie kann das zusammen passen? Zumal Göltzer sich ihr, schon um sie zu schützen, nicht nähern darf. Denn der Henker und seine Angehörigen sind ausgestoßen aus der Gesellschaft und führen ein einsames Leben.

 

Frei erfundene Geschichte

 

Anders als die Geschichte Lucies, die auf einer wahren Begebenheit beruht, ist die Geschichte des Henkers von Poel frei erfunden. Die Autorin Anke Brandt hat lediglich die Namen einiger Schulzen, Bauern und Handwerker aus dem Jahr 1668 übernommen, wie sie im Vorfeld klarstellt. Trotzdem, oder gerade deswegen, gelingt es ihr, ein sehr lebendiges Bild des Henkers und seiner Welt zu zeichnen. Carl muss sich mit einer Schafsseuche befassen und die Tierkadaver entsorgen, er bildet seinen Knecht und Nachfolger Johannes aus und wird schließlich Opfer eines heimtückischen Anschlags. Wer die Täter sind und wie man sie zur Rechenschaft ziehen kann? Das sind Ermittlungen, bei denen der düstere, einsame Henker ausgerechnet auf die Unterstützung der Wehemutter angewiesen ist. Doch sollte Anna, deren Geschäft endlich zu laufen beginnt, sich wirklich mit dem Henker abgeben? Soll sie sein Los als Ausgestoßene aus der Gesellschaft etwa teilen?

 

Dichter und anschaulicher Roman

 

Anke Brandt ist ein sehr dichter, anschaulicher historischer Roman gelungen, der den Leser mitnimmt in die alte Zeit der Insel Poel. Die Autorin schafft es, spannend und mitreißend zu erzählen und Sympathien für einen Menschen zu gewinnen, der im vorherigen Buch gar keine liebenswürdige Rolle spielte. Und es gibt sogar eine kleine verspätete Genugtuung für die getötete Lucie und ein bisschen Gerechtigkeit nach dem Hexenprozess.
Insgesamt ist das Buch trotz des Berufs seines Titelhelden, gar nicht so düster und grausig wie der Vorgänger-Band, es geht eher abenteuerlich und spannend zu, und die Autorin gewährt ihren Helden sogar ein Happy End. Einzig die Frage nach der Herkunft des Kieferknochens bleibt ungeklärt. Aber das ist Judith nach ihrer Rückkehr auch vollkommen egal. Schade, den einen oder anderen Leser hätte es sicher interessiert, zumal zu Beginn ein solcher Wirbel um den Fund veranstaltet wurde und er Judith so aufregte, dass sie erneut in einen Zeitreise-Schlaf fiel.
Auf jeden Fall ist es ein Buch, bei dem man spürt, dass die Autorin "etwas zu Ende bringen" wollte. Ein Bericht darüber, wie es weiterging nach der Hexenverbrennung, war ihr offenbar ein großes Bedürfnis. Nun hat sie die Schicksale Annas und Carls tatsächlich in ihre Bahn gebracht. Und das In-Ordnung-Bringen ist der Autorin auf jeden Fall gelungen.

 

Fazit: Spannende Zeitreise in die Geschichte der Insel Poel. Handlung und Personen sind fiktiv, doch ausgesprochen lebendig. Ein einprägsames Bild eines Henkers aus dem 17. Jahrhundert. Gut gemacht.

 

Anke Brandt: Carl, der Henker von Poel. Kerpen-Türnich: Romantruhe, 2024. 198 S., Euro 14,95.

 

Weiteres Buch von Anke Brandt
Lucie, die Hexe von Poel

 

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Elena Münscher: Der Zeitenweg

Geschrieben von Petra , in Bücher - phantastisch 27 April 2025 · 987 Aufrufe
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Ein Pfad durchs Moor verbindet Brunis Dorf mit der Stadt. Das Besondere: Das Dorf liegt im Jahr 1671 und die Stadt im Jahr 1971. "Der Zeitenweg" von Elena Münscher ist eine Novelle über ein Mädchen, das in zwei Zeiten lebt. Aber das Leben im 17. Jahrhundert ist für eine junge Frau, die in die Zukunft wechseln kann, lebensgefährlich ...
Ein Weg zwischen zwei Zeiten, die beide nicht "schön" sind: Brunis Großvater Damian hatte einst den Zeitenweg entdeckt. Der ehemalige Landsknecht hatte die Schrecken des Dreißigjährigen Krieges miterlebt und, was ihn noch immer in Träumen verfolgt, zum Großteil auch mitgemordet. Auch auf der anderen Seite tobte ein furchtbarer Krieg, als Großvater Damian zum ersten Mal ins 20. Jahrhundert geriet: Er erlebte die Bombardierung Magdeburgs mit, sah Flugzeuge, fallende Bomben, brennende Häuser.

 

Zur Schule ins Jahr 1971

 

In Brunis Zeiten sieht zumindest das 20. Jahrhundert wesentlich freundlicher aus: Bruni hat, dank der Fürsprache ihres Großvaters, vom Vater die Erlaubnis erhalten, auf der anderen Seite die Schule zu besuchen. Sie lernt Lesen und Schreiben. Künste, die sie in ihrem Dorf durchaus in den Ruf geraten lassen könnten, eine Hexe zu sein. Keine hypothetische Gefahr. Denn eine Großtante konnte sich nur durch die Flucht ins 20. Jahrhundert dem Hexenprozess entziehen, deren Cousine starb auf dem Scheiterhaufen, Wissen und Bildung sind lebensgefährlich, zumal im Dorf der strenggläubige und harte Vater Johannes als Seelsorger über seine Schäfchen herrscht, und der hat bereits sieben Hexen enttarnt. Ist der Schulunterricht diese Gefahr wert? Und wie kann Bruni ihre Französisch-Note retten, wenn der Geistliche sie nun auch noch zum Konfirmanden-Unterricht zwingt? Brunis Vater, dem die Schule längst ein Dorn im Auge ist, macht schließlich kurzen Prozess und ordnet die Verheiratung der Tochter an. Doch dann bricht im Dorf eine Pockenepidemie aus. Auch Brunis Geschwister sind von Blattern übersät, das Fieber lässt sie phantasieren, ein Dorfbewohner nach dem anderen wird Opfer der Seuche. Bruni geht durchs Moor, um Medizin gegen die tödliche Krankheit zu besorgen. Ein Medikament, das sie selbst in tödliche Gefahr bringt. Denn der Hexenjäger hat das Mädchen schon lange auf dem Kieker.

 

Klar strukturierte Novelle

 

"Der Zeitenweg" ist eine klar strukturierte, flüssig zu lesende Novelle in gepflegter und eingängiger Sprache. Wer langwierige, ausufernde Detailschilderungen und Charakterentwicklungen sucht, sollte eher zu einem Roman greifen. Hier entwickelt sich die Handlung klar und zielstrebig und fließt auf ihre schlimmstmögliche Entwicklung zu, als ein in unserer Zeit harmloser Beipackzettel im 17. Jahrhundert eine Katastrophe auslöst. Zwischen einem netten Schulabenteuer und einem möglichen Treffen mit einem französischen Austauschschüler auf der einen und einem Hexenprozess mit Folter und drohendem Tod auf dem Scheiterhaufen liegt nur ein dünnes Papier beziehungsweise wenige Seiten. Eine Geschichte, die von Elena Münscher liebevoll und bitter zugleich und mit einer gewissen Prise Magie erzählt.
Trotz des düsteren Hexenprozesses bleibt aber festzuhalten, dass es sich um ein sehr helles, leichtfüßiges Stück Literatur handelt. Ein faszinierendes Stück Literatur zwischen zwei Zeiten, die heute beide schon vergangen sind.
Für die ältere Leserin Jahrgang 1970 hatte es durchaus etwas Schockierendes, im Glossar zwischen Worterklärungen für "Angelusläuten", "Büttel" oder "Dirne" auch eine Erklärung für "Kassettenrecorder" zu finden: "früher Vorläufer der heutigen MP3-Player". Kinder, wie die Zeit vergeht.
Ein dickes Lob muss auch dem Cover ausgesprochen werden. Das Motiv von Pahnyscha/bruniewska/STILLFX zeigt die Heldin in bläulich-grüner Umgebung, dazu eine angedeutete Uhr und einige Sonnenkreise. Magisch und geheimnisvoll, sehr schön.

 

Fazit: Leichtfüßige, eingängige Novelle über ein Mädchen zwischen zwei Zeiten, flüssig geschrieben und angenehm zu lesen. Sehr gelungen.

 

Elena Münscher: Der Zeitenweg. Machandel Verlag, 2014. 137 S., Euro 5,90.

 

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Edith Nesbit: Mannsgroß in Marmor

Geschrieben von Petra , in Bücher - phantastisch 30 März 2025 · 644 Aufrufe
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Edith Nesbit ist vermutlich den meisten als Verfasserin von Kinderbuch-Klassikern bekannt. Doch in letzter Zeit gibt es immer mal wieder Horror-Storys von ihr (wieder) zu entdecken. "Mannsgroß in Marmor" ist so eine Schauergeschichte. Die 1887 erschienene Erzählung kam jetzt in der Reihe "Kabinett der Phantasten" im jmb-Verlag heraus, übersetzt und mit einem Nachwort versehen von Heiko Postma.
Die kleine Erzählung umfasst etwas über 20 Seiten. Es geht um ein junges Ehepaar, das ein kleines malerisches Cottage auf dem Land bezieht. Das Glück der beiden scheint vollkommen. Jack ist Maler, Laura Schriftstellerin, sie sind nicht reich, aber verliebt, glücklich und meistern ihr Leben gemeinsam. Eine ältere Hausangestellte aus der Umgebung kümmert sich ums Kochen und Geschirrspülen und weiß auch viel Spökenkram zu berichten.

 

Zwei böse Brüder im Marmorschlaf

 

Nur, als die Frau von den beiden Grabstätten rechts und links des Altars in der kleinen benachbarten Kirche berichtet, hört der Maler und Ich-Erzähler Jack dann wohl nicht aufmerksam genug zu. Die beiden dort bestatteten Ritter, zwei Brüder, seien sehr böse und grausame Menschen gewesen, erzählt sie. Und in der Nacht von Halloween richten sich die beiden Marmorgestalten, die ihre Grabplatten schmücken, aus ihrem bleichen Totenschlaf auf und wandeln durch die Nacht. Sie ziehen dann immer dorthin, wo einst ihr Herrensitz stand. Der ist zwar längst verwüstet und eingerissen, und auf seinen Trümmern wurde das Cottage des Liebespaares errichtet, doch das ficht die beiden Toten nicht an, wenn sie mannsgroß und in Marmor durch die Nacht schreiten. Nein, um keinen Preis der Welt wolle sie am 31. Oktober in diesem Haus weilen, sagt die Haushälterin. Jack nimmt das Gerede nicht weiter ernst. Aber kurz vor dem Schicksalsdatum kündigt die Frau unter einem fadenscheinigen Grund. Das Pärchen behilft sich irgendwie selbst mit dem Haushalt. Dann befällt die Schriftstellerin Laura eine düstere Vorahnung. Die schaurige Nacht ist da ...

 

Realität oder Wahnvorstellung?

 

Die Geschichte ist geradlinig und zielstrebig erzählt. Schon durch den kurzen Vorspruch des Ich-Erzählers wird klar, dass es um etwas Unheimliches, Übernatürliches gehen soll, für das sich gleichzeitig auch die rationale Erklärung anbietet, er leide an "Wahnvorstellungen". Sehr liebevoll und in hellen Tönen wird die Atmosphäre des Cottage und der Landschaft geschildert, ein wunderschönes Liebesnest und Ehe-Idyll, das das Künstlerpärchen sich hier geschaffen hat. Nur wenige kurze Andeutungen genügen Edith Nesbit dabei, das Herannahen des Grauens fühlbar zu machen, und der Leser ahnt es schon viel eher als der Ich-Erzähler, was da droht.

 

Liebevoller Ehemann, aber ...

 

Bemerkenswert ist auch der liebevolle und doch gleichzeitig ein bisschen von oben herab über sein "Frauchen" redende Tonfall Jacks. Die bange Stimmung der Schriftstellerin Laura fasst er als typisch weibliche Emotionalität auf, die düsteren Reden der scheidenden Haushälterin will der Mann seiner Frau nicht mitteilen, um sie nicht zu beunruhigen. Vielleicht hätte ein offenes Gespräch das Unausweichliche doch noch verhindert?

 

Infos zur Biografie Edith Nesbits

 

Sehr schön arbeitet Heiko Postma in seinem Nachwort diese bei aller Fürsorge doch die "typisch maskuline Überlegenheits-Haltung" Jacks gegenüber Lauras heraus, die das Unglück erst ermöglicht, zumindest den Gang des Verderbens aber nicht aufhält. Das gehaltvolle Nachwort, aus dem man mehr über Hintergründe und Entstehung der Erzählung erfährt, bietet zudem Einblicke in die Biografie Nesbits, ihre Familiengeschichte und den Weg, der sie schließlich zum Kinderbuch führte. Einige Fußnoten zum Erzähltext bieten zudem Erläuterungen zu literarischen Anspielungen Nesbits, geografischen oder historischen Bezeichnungen und heute nicht mehr bekannten Gebrauchsgegenständen wie der Zündholzmarke "Vesta".
Auch durch das handliche Format und das klassisch geschmackvolle Reihendesign in Rot und Schwarz ist das schmale Büchlein ein angenehmer Begleiter geworden, den man gern mitnimmt und unterwegs liest. Alles in allem also ein sehr schönes, inhaltlich und optisch sehr erfreuliches Buch.

 

Fazit: Klassische Gruselgeschichte, geradlinig erzählt und geschmackvoll vom Verlag in Szene gesetzt. Lesenswert.

 

Anmerkung: Eine interessante Umsetzung als Hörspiel kam 2013 bei Titania heraus. Sie erschien in der Reihe "Gruselkabinett" unter dem Titel "Die Macht der Dunkelheit". Hier wurde die Geschichte der beiden marmornen Grabbilder zur Rahmenhandlung, in die eine weitere, sehr böse Horrorstory als von Laura verfasste Geschichte eingelegt war. Sehr interessant.
Meine Notizen dazu findet ihr im Jahresrückblick 2013 im September-Abschnitt.

 

Edith Nesbit: Mannsgroß in Marmor (Man-Size in Marble). 1887. Aus dem Englischen übersetzt und mit einem Nachwort versehen von Heiko Postma. Kabinett der Phantasten 91. Hannover: jmb-Verlag, 2024. 36 S., Euro 9.

 

Weitere Besprechung zu Edith Nesbit:
Das violette Automobil

 

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Maike Stein: Das magische Fundbüro

Geschrieben von Petra , in Bücher - phantastisch 22 März 2025 · 728 Aufrufe
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"Das magische Fundbüro" von Maike Stein ist ein zauberhaft gestaltetes Abenteuerbuch für Kinder ab acht Jahren. Im Mittelpunkt steht die junge Zauberschülerin Finja, die auf der Suche nach einem magischen Tier ist, das sie in ihrer Ausbildung und beim Einsatz ihrer Kräfte unterstützen soll.
Finja weiß nicht so recht, was sie denken soll, als ihr Freund Kapitän Bruno von seinem verschwundenen Drachen erzählt. Lange habe er das Ei gehütet, und nun seien davon nur noch die Schalen in der Küche zu finden. Das klingt fatal nach Seemannsgarn, aber der alte Seebär wirkt so überzeugt von seiner Geschichte, dass Finja verspricht, nach dem Tier Ausschau zu halten. Ein Versprechen, das sie allerdings sofort wieder vergisst, als sich bei ihr zu Hause die Ereignisse überstürzen.
Ein belauschtes Gespräch und eine spontan gewirkte Teleportation - und plötzlich ergibt alles einen Sinn: Finja hat die magischen Fähigkeiten ihrer Familie geerbt. Nun wird auch klar, warum sie oft so allein war, während ihre Mutter, Nilo und Yannik für das Fundbüro unterwegs waren. Es geht dabei um magische Fundgegenstände. Und für Finja dreht sich in der nächsten Zeit alles um Unterricht im Fach Magie.

 

Harry Potter trifft Schule der magischen Tiere

 

Maike Stein erfindet das Rad nicht neu, erzählt ihre Geschichte aber solide und kindgerecht. Finjas Abenteuer wirken ein wenig wie eine Kreuzung aus "Harry Potter" und "Die Schule der magischen Tiere". Denn die Suche nach einem magischen Begleiter wird bald zum Hauptthema des Buchs.
Nach und nach finden alle Mitschüler Finjas ihren tierischen Freund, einzig sie selbst ist immer noch allein. Was besonders deshalb ärgerlich ist, weil sie ohne tierischen Freund keinen Zauber wirken darf. So bleibt sie als einzige in der hinteren Reihe der Gruppe des strengen, vielleicht sogar bösen Magystri Rogerius sitzen und darf zwar zuhören, aber nicht aktiv mitmachen, während die anderen sich bereits in der Magie versuchen.

 

Vom Höhlenlabyrinth zur magischen Uhr

 

Das Abenteuer ist leicht lesbar und vor allem für die empfohlene Altersgruppe gut geeignet. Finjas Erlebnisse am Strand und im Unterricht, die Erfahrungen als Kind eines abwesenden Vaters und einer vielbeschäftigten Mutter, können sicher viele Grundschüler nachvollziehen. Magische Orte wie das Höhlenlabyrinth oder der "Uhr"-Wald verleihen dem Buch genau den Zauber, den ein junges Publikum braucht.
Ältere Leser werden es vermutlich schade finden, dass einige Themen zwar angerissen, aber nicht weiter entfaltet werden. So wird das titelgebende "Fundbüro" zwar am Anfang kurz erwähnt, dann aber verschwindet es aus der Gedankenwelt Finjas und damit auch aus dem Buch. Was hätte es hier für Erlebnisse und Entdeckungen geben können! Auch der freundliche Geist Clewin wird nur kurz vorgestellt, und beim Horchen an der Wand erfährt Finja, dass er zur Mitternacht körperlich werden und Wein genießen kann. Da hätte man gern mehr erfahren.

 

Zauberhafte Illustrationen

 

Einen ganz besonderen Pluspunkt verdient die zauberhafte und liebevolle Gestaltung des Buchs. Coverbild und Innenillustrationen von Leonie Daub machen Finjas Abenteuer auch optisch zu einem Vergnügen, und die Kinder werden das Buch auch nach dem Durchlesen noch oft zur Hand nehmen, um Finja und ihre Freunde anzuschauen.
Und findet Finja nun ihr magisches Tier? Erfahrene Leser werden es ahnen, für den Rest sei verraten, dass das Buch, genreüblich, natürlich ein Happy End hat. Und im Prinzip hat diese Heldin durchaus auch Serienqualitäten. Schade, dass auf dem Buchdeckel nicht der Hinweis "Teil I" zu finden ist ...

 

Fazit: Liebenswürdiges Kinderbuch für Leser im Grundschulalter. Spannende Geschichte, interessante Heldin und sehr schöne Illustrationen. Hat Serienpotenzial.

 

Maike Stein: Das magische Fundbüro. Hamburg: Schneider, 2022.174 S., Euro 12.

 

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E. S. Schmidt: Das Erwachen der Hüterin

Geschrieben von Petra , in Bücher - phantastisch 26 Dezember 2024 · 1.098 Aufrufe
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Das Buch "Das Erwachen der Hüterin" ist der erste von drei Bänden einer Serie über den (ehemaligen, später befreiten) Schwertsklaven Daric und die Frau Aroanida vom Volk der Elynn, einer Art Elfenvolk. Jeder der drei Bände der Serie "Die Chroniken der Wälder" enthält drei bis vier aufeinander aufbauende Kurzromane über die beiden, sodass eine beachtliche Saga entstand.
Altfans kennen die beiden ungleichen Liebenden bereits aus der Arcanum-Reihe "Weltenwanderer". Hier war die Autorin Esther S. Schmidt mit der Novelle "Der Trollring" vertreten, die sie nun überarbeitet als Auftakterzählung im ersten Band neu präsentiert.

 

Als Mörder in der Arena

 

Daric ist ein Bauernsohn, der als vermeintlicher Mörder zum Kämpfen in der Arena verurteilt wurde. Zwar ist er unschuldig, doch im Laufe seiner Tätigkeit als Schwertsklave hat er nun bereits zahlreiche Menschen getötet, denn in der Arena überlebt nur derjenige, der seinen Gegner besiegt, das heißt: tötet. Daric ist recht erfolgreich und erfahren. Ein hölzerner Ring um seinen Hals verhindert jedoch, dass er andere Wesen als Arena-Kämpfer tötet: Denn der Ring zieht sich ansonsten bei aggressiven Handlungen seines Trägers gnadenlos zusammen und presst ihm die Luft ab.
Daric ist Teil eines Wagenzugs, der überfallen wird. Er und die Elfe Aroanida können sich retten und müssen sich nun zusammen bis zur nächsten Stadt durchschlagen. Dabei begegnen sie unter anderem gefährlichen Ghoulen. Daric kämpft, immer wieder in dem Bewusstsein, dass ihm nur wenige Sekunden bleiben, seine Gegner zu besiegen, bevor er aufgrund des Sauerstoffmangels das Bewusstsein verliert. Und er schafft es tatsächlich, sich und die Elynn in Sicherheit zu bringen.

 

Eine Liebe zwischen zwei Welten

 

Was keiner ahnen konnte: In der Zeit in den Wäldern verlieben sich die beiden ungleichen Weggefährten ineinander. Aroanidas Familie ist entsetzt. Schließlich ist die junge Elynn mit einem Angehörigen ihres Volkes so gut wie verlobt. Einen Barbaren, ein Tierwesen als Schwiegersohn möchte der Vater nicht haben. Immerhin sind die Elynn eine friedliebende, naturverbundene Zivilisation, die von Gewaltfreiheit und einer hohen Ethik geprägt ist.Keine Gesellschaft, in der ein Mensch Platz hätte. Und nun gar ein verurteilter Mörder und Arena-Kämpfer, ein Gewaltmensch, der noch weit unter den normalen, von den Elfen verachteten Menschen steht. Doch aus Daric und Aroanida wird ein Paar, das sich gegen alle Widerstände behauptet.

 

Frieden mit den Elfen

 

Im Laufe der Erzählungen kommt Daric dem Ursprung der Feindschaft zwischen Elfen und Menschen auf die Spur. Der Verurteilte schafft es nicht nur, sich selbst zu rehabilitieren und den Frieden wieder herzustellen, sondern er liefert den größten Beweis einer Liebe, den es überhaupt geben kann: Er ist bereit, Aroanida aufzugeben. Doch die beiden scheinen für einander bestimmt und finden immer wieder zusammen. Aber dann offenbart sich in einer Ausnahmesituation die wahre, furchtbare Macht der Elfen ...

 

Intensive Charakterzeichnung

 

Das Thema einer Liebe zwischen Angehörigen verfeindeter Nationen oder gar Spezies ist nicht neu. Aber welches Thema ist nach Homer und Shakespeare schon neu in der Literatur? Esther S. Schmidt hat ihre Geschichte auf jeden Fall erfrischend neu und in sehr geschliffener, eingängiger Sprache erzählt. Mit Daric und Aroanida schuf sie zwei unverwechselbare, individuell gezeichnete Charaktere, die ausgesprochen authentisch herüberkommen und schnell das Herz des Lesers gewinnen. Immer wieder gelingen der Autorin intensive Charakterschilderungen, die die Romane gleichermaßen mit innerer und äußerer Spannung versehen. Sowohl Darics psychologische Zeichnung als auch das Wesen und die Kultur der Elynn sind außerordentlich gut gelungen, und das Furchtbare, das sich am Ende offenbart ist sehr geschickt vorbereitet. Eine Welt, die einfach überzeugt und den Leser mitnimmt. Sehr gut.

 

Fazit: Ein Liebespaar zwischen zwei Kulturen übersteht Misstrauen und Hass. Spannende Abenteuer und glaubwürdige Charakterzeichnung, dazu ein sehr schöner Schreibstil. Herzlichen Glückwunsch zu diesem Buch!

 

E. S.: Schmidt: Die Chroniken der Wälder. Band 1: Das Erwachen der Hüterin. Epubli, 2021. 403 S., Euro 13,99.

 

 

Weitere Bücher von Esther S. Schmidt:
Der Trollring
Die zweite Finsternis
Die Rückkehr der Elynn

 

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Agga Kastell: Mission Merlacorna

Geschrieben von Petra , in Bücher - phantastisch 25 Dezember 2024 · 842 Aufrufe
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Um ein verschwundenes Merlacorna geht es in der neuen Herbstlande-Novelle von Agga Kastell. Die Autorin beschreibt die Suche nach einem besonderen Einhornweibchen. Denn diese Tiere, die im Meer rund um die Herbstlande leben, sind eigentlich Narwale, verwandeln sich jedoch, wenn sie an Land gehen, in ein Pferd mit dem charakteristischen Horn auf der Stirn.
Zwei Jugendliche, wie sie unterschiedlicher nicht sein können, werden auf einer Klassenfeier am Lagerfeuer in die Herbstlande versetzt. Schuld ist Marco, der seine Klassenkameradin Olivia ständig ducken und hänseln muss. Wegen eines dummen Angriffs auf Olivia geraten beide in die Herbstlande, genauer gesagt: In den September. Marco, der schöne Fußballstar und fiese Mobber, und Olivia, die von ihm in ihrer Welt ständig gepiesackt wurde, müssen sich zusammenraufen, wenn sie nach Hause zurückkehren wollen. Sie haben nur eine Chance: Ein Merlacorna verspricht ihnen, sie mithilfe seiner Magie zurückzuschicken, wenn sie bis zum Vollmond seine verschollene Gefährtin finden.

 

Ekelpaket trifft Pfadfinderin

 

Bald muss Marco einsehen, dass Olivia mit ihrer Pfadfinder-Erfahrung und ihrer Liebe zu phantastischen Welten ihm hier deutlich überlegen ist und dass sich von seinem Macho-Gehabe kein Bewohner der Herbstlande beeindrucken lässt. Nach und nach sieht der Jugendliche ein, was für ein Riesenarschloch er gewesen ist. Dazu tragen auch Wegbegleiter wie der Herbstheinzel Herbert mit seiner gefährlich spitzen Mütze und die seltsame Frau Margarete mit ihrem Mandibelgebiss bei.

 

Wiedersehen mit Dolora und dem Haselhorn

 

Die beiden Jugendlichen lernen freundliche Trollinnen kennen und müssen sich gegen Ghoule zur Wehr setzen. Sie reisen zu den Feldern der Wahrheit und zum Friedhof zwischen September und Oktober. Einige bereits bekannte Wesen wie Dolora, die Herrin des Sees der Traurigkeit, oder das ewig fluchende Haselhorn sorgen für mal mehr, mal weniger angenehme Begegnungen. Und als die beiden Schüler endlich das weibliche Merlacorna entdecken, scheint dennoch fast alles verloren ...

 

Gelungene Charaktere

 

Sehr gelungen ist Agga Kastell die Personenzeichnung. Olivia und der mobbende Mitschüler Marco kommen sehr glaubwürdig rüber, und letzterer mausert sich schließlich von einem widerwärtigen Ekelpaket zu einen ordentlichen Reisekameraden, mit dem man Pferde stehlen beziehungsweise Einhörner finden kann. Einen dicken Pluspunkt gibt es auch für den Kampfsportler im Taschenformat und die Frau mit den Mandibeln. Die schönen Illustrationen von Katrin Minert runden die Geschichte ab und machen das Merlacorna-Abenteuer auch optisch zu einem Erlebnis.

 

Fazit: Schön gestaltetes Herbstlande-Märchen über zwei Jugendliche, von denen einer ein Ekel ist und sich erst langsam zu einem vernünftigen Menschen entwickelt. Liebenswertes Abenteuer in einer zauberhaften Welt. Lesenswert.

 

Agga Kastell: Mission Merlacorna. Eine Herbstlande-Novelle. Meitingen/Eringen: Verlag Torsten Low, 2024. 102 S., Euro 11,90.

 

Weitere Bücher über die Herbstlande
Herbstlande
Herbstlande - Verklingende Farben
Geschichten aus den Herbstlanden
Anja Bagus: Das Nebelreich
Alessandra Reß: Die Sommerlande
Fabienne Siegmund: Herbstfeuer
Markus Heitkamp: Die Reisen des jungen Haselhorn
Diana Menschig: Jaspers Reise zur Erkenntnis
Bernhard Stäber: Wenn Menschen Märchen sind
Stefanie Bender: Der Pfad der Kolibris
Stephanie Kempin: Fieberträume
Fabienne Siegmund: Hinter den fallenden Blättern
Tino Falke: Ein Lied für die Sommerlande

 

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Tino Falke: Ein Lied für die Sommerlande

Geschrieben von Petra , in Bücher - phantastisch 23 Dezember 2024 · 783 Aufrufe
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Die Sommerlande sind ein Kind der Herbstlande-Geschichten, die seit einigen Jahren im Verlag Torsten Low erscheinen. Im Gegensatz zu den Ländern September, Oktober und November sind die Sommermonate und ihre Wesen noch nicht allzu gut erforscht - und auch noch lange nicht auserzählt. Mit "Ein Lied für die Sommerlande" legt Tino Falke nun den zweiten Band der Serie vor. Er ist deutlich heller und wärmer gestaltet als die manchmal recht melancholischen Herbstlande-Abenteuer und folgt den Spuren, die Allessandra Reß in ihrem Büchlein "Die Sommerlande" gelegt hat.
Heldin dieses Buches ist eine junge Nekuroi, ein Katzenwesen namens Juno. Sie lebt in der Stadt Einstadt, die durch die Sandwüste wandert und von Wesen aller drei Sommermonate bewohnt wird. Katzenwesen wie Juno sind eigentlich dafür bestimmt, in der Wüste eine Art Priesteramt auszuüben und den Sphingen zu dienen, aber da es viel mehr Nekuroi als Tempelstellen gibt, werden Junos Dienste nicht benötigt, und sie lebt nun in einer Stadt, in der Wesen und Kulturen der Sommerlande zusammenströmen.

 

Flaschenpost und Wimpernwunsch

 

Eines Tages fällt der Nekuroi eine Wimper aus, und sie lässt sie mit einem Wunsch weiterfliegen. Juno wünscht sich Freunde, konkret gesagt: Sie wünscht sich nicht mehr, Freunde zu finden, sondern die Freunde sollen sie finden. Wenig später wird sie selbst fündig: Sie entdeckt in einem Fluss, an dem ihre Stadt gerade vorbeizieht, eine Flaschenpost. Ein Seemann namens Lemuel hat beim Versuch, aus den Sommerlanden in die Herbstlande zu gelangen, Schiffbruch erlitten und ist auf der Insel Ling zwischen beiden Jahreszeiten gestrandet. Juno verlässt ihre sichere Heimat in der Wüstenstadt und versucht, ein Schiff zu finden. Unterwegs trifft sie Freunde und Weggefährten wie die Papalotl Vendel und den Quétzal Dakro, ein Musikduo, das auf der Flucht vor einem Riesenadler, einem Roch, ist und wunderschöne Lieder vorträgt. Eine Gorgone namens Maera, die in den Winterpyramiden nach Geschichten sucht, vervollständigt den Rettungstrupp. Die vier müssen sich Gefahren wie dem furchtbaren Mahlstrom aussetzen und begegnen auf der Insel Ling einer fiesen Piratenbande, erleben das Wunder des Sommerschnees und die Geburt eines neuen Liedes. Und der Riesenvogel ließ sich auch durch das Meer nicht von seiner Verfolgung der beiden Musiker abhalten ...

 

Liebenswürdiges modernes Märchen

 

Tino Falke hat ein liebenswürdiges modernes Märchen aus der noch jungen Welt der Sommerlande geschaffen. Die Geschichte ist frisch und humorvoll erzählt und lädt zum Staunen und Sich-Freuen über die Wesen der Monate Juni, Juli und August ein. Vogelwesen und Schmetterling, eine selbstbewusste Katzenfrau und eine Gogone mit dem versteinernden Blick bilden ein gelungenes Heldenquartett, dem die Herzen der Leser sofort zufliegen. Nachdenklich macht die Erwähnung der Monatskriege und der Denkmäler für die unzähligen Gefallenen aus dieser Ära der Sommer- und wohl auch der Herbstlande. Von den Geschichten, die in den alten Pyramiden zu hören sind, möchte man gern mehr erfahren. Insgesamt: Eine neue Welt voller Leben und Ideen, aus der sicher noch mehr Novellen zu erwarten sind. Alessandra Ress hatte damals ja mit ihrem ersten Band reichlich vorgelegt.
Sehr gelungen und sehenswert sind die Illustrationen, die Tenna Keßler für diese Novelle geschaffen hat. Vor allem sehenswert ist der kleine Comic, der Ereignisse aus dem ersten Kapitel noch einmal in Bildern erzählt. Vielleicht gibt es ja einmal einen kompletten Herbstlande- oder Sommerlande-Comic?

 

Fazit: Zauberhaftes, freundliches Märchen, das die Strahlen der Sommersonne einfängt, und eine Heldenreise eines ausgesprochen sympathischen Quartetts. Bitte mehr davon.

 

Tino Falke: Ein Lied für die Sommerlande. Eine Herbstlande-Novelle. Meitingen/Erlingen: Verlag Torsten Low, 2024. 109 S., Euro 11,90.

 

 

Weitere Bücher über die Herbstlande
Herbstlande
Herbstlande - Verklingende Farben
Geschichten aus den Herbstlanden
Anja Bagus: Das Nebelreich
Alessandra Reß: Die Sommerlande
Fabienne Siegmund: Herbstfeuer
Markus Heitkamp: Die Reisen des jungen Haselhorn
Diana Menschig: Jaspers Reise zur Erkenntnis
Bernhard Stäber: Wenn Menschen Märchen sind
Stefanie Bender: Der Pfad der Kolibris
Stephanie Kempin: Fieberträume
Fabienne Siegmund: Hinter den fallenden Blättern
Agga Kastell: Mission Merlacorna

 

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Fabienne Siegmund: Die Papierprinzessin

Geschrieben von Petra , in Bücher - phantastisch 22 Dezember 2024 · 900 Aufrufe
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Ein melancholisches Märchen über die Macht des Erzählens: In "Die Papierprinzessin" schildert Fabienne Siegmund, welche Verantwortung ein Geschichtenerfinder auf sich nimmt, und erzählt von einem Schwesternpaar, dessen gemeinsame Geschichte gefährliche Folgen nach sich zieht. Aber sie zeigt auch, wie wichtig Märchen und Geschichten sind und dass es besser ist, sich ihnen zu stellen.
"Die Papierprinzessin" handelt von einer nicht mehr ganz jungen Frau namens Amelia, die alle Geschichten aus ihrem Leben verbannt hat. Amelia ist eine herbe, fast verbitterte Person geworden, sie scheut vor allem zurück, was auch nur entfernt nach einer Geschichte oder Erzählung riecht. Ihr Leben ist der Realität gewidmet, dem Pragmatismus, dem Hier und Jetzt, fern von aller Phantasie. Aber dann erreicht sie ein Anruf. Ihre kleine Schwester Matilda liegt im Koma. Nach einem Selbstmordversuch. In ihren Händen fand man einen Zettel mit dem Anfang einer Geschichte, die Amelia einst geschrieben hatte. Das Märchen über die Papierprinzessin entstand in einer Zeit, als die beiden Mädchen noch fest daran glaubten, dass eine Geschichte die Welt verändern, dass ein Märchen heilen kann. Und nun ist das alte Kindermädchen Clara überzeugt, dass nur eines Matilda aus dem Koma zurückholen kann: wenn Amelia die vollständige Geschichte wiederfindet ...

 

Auf der Suche nach dem verdrängten Märchen

 

Gegen ihre eigene Überzeugung macht sich Amelia auf die Suche nach den verstreuten Teilen ihres Märchens. Und es wird eine Reise in die eigenen Abgründe zu den eigenen Fehlern und Verletzungen. Das Märchen von der Papierprinzessin hätte die Großmutter wieder gesundmachen müssen, waren die Kinder damals überzeugt. Die Großmutter, die eine berühmte Schriftstellerin war, überlebte die Krankheit aber nicht. Kein Wunder, dass Amelie für alle Zeiten dem Geschichtenerzählen abgeschworen hat. Nur widerwillig und voller bis dahin verdrängter Angst stellt sie sich in dem Haus voller Bücher dem alten Zauber der großen Kinderabenteuer erneut. Eine Spurensuche, die sehr schmerzhaft wird. Vor allem, als Amelia klar wird, dass gerade ihr Papierprinzessinnenmärchen ihre Schwester zu ihrem Selbstmordversuch getrieben hat.

 

Berührendes Märchen, beeindruckend gestaltet

 

Fabienne Siegmund hat erneut ein traurigschönes, melancholisches Märchen über Tod und Zauber und die Liebe zum Geschichtenerzählen geschrieben. "Die Papierprinzessin" gehört zu den bezauberndsten und berührendsten Büchern, die diese Autorin der jüngsten Zeit veröffentlicht hat. Und der Art Skript Phantastik Verlag hat alles getan, um die Magie dieses modernen Märchens durch die Gestaltung zu unterstreichen. Das Buch enthält Illustrationen von Jana Damaris Reich, in denen Zeichnungen und Textcollagen das Zusammenspiel von Figuren und Druckwerk widerspiegeln. In der Geschichte selbst sind Erzähltext und Märchenmanuskript sowie Briefe und Notizen unterschiedlich gestaltet und hinterlegt. Und eine kleine Kostbarkeit sind die immer wieder ins Buch eingestreuten Zitate von Autorinnen und Autoren über die Bedeutung des Erzählens. So verwandelt sich die Suche nach dem verschollenen Märchen und die abenteuerliche Märchenreise der Papierprinzessin in eine kleine Philosophie der Erzählkunst und das gesamte Büchlein in eine inhaltlich und optisch zauberhafte Liebeserklärung an das Geschichtenerfinden. Es wäre furchtbar gewesen, wenn Amelia sich nicht auf die Suche gemacht hätte und diese Papierprinzessin verschollen geblieben wäre.

 

Fazit: Zauberhaftes traurigschönes Märchen über den Wert des Geschichtenerzählens und die Verantwortung des Märchenerfinders. Hintergründig, berührend und poetisch – und mit viel Liebe zum Detail gestaltet. Unbedingt empfehlenswert.

 

 

Fabienne Siegmund: Die Papierprinzessin. Salach: Art Script Phantastik Verlag, 2024. 222 S., Euro 14.

 

Mehr von Fabienne Siegmund:
Namiria
Das Mädchen und der Leuchtturm
Der Karussellkönig
Goldstaub
Sternenasche
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Herbstlande - Verklingende Farben
Moon Bird
Das Nebelmädchen von Mirrors End
Herbstfeuer
Die Blätter des Herbstbringers
Das Mühlenreich
Hinter den fallenden Blättern

 

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Lucian Caligo: Der Fluch des Ritters Anastasius

Geschrieben von Petra , in Bücher - phantastisch 30 September 2024 · 821 Aufrufe
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Ein verfluchter Ritter, seine Erlösung und vier Abenteuer auf dem Weg dorthin - darum geht es in "Der Fluch des Ritters Anastasius". Das von Lucian Caligo herausgegebene Büchlein enthält fünf Geschichten, deren verbindendes Element das Schicksal des Titelhelden ist.
Lucian Caligo erzählt im Vorwort etwas zum Hintergrund und zur Entstehung dieser Geschichtensammlung. Er hatte vor einiger Zeit eine Kurzgeschichte über den Ritter geschrieben. Die Story, die im vorliegenden Buch als erste abgedruckt ist, schildert, wie Anastasius im Zweikampf seinen Gegner besiegt. jedoch von diesem verflucht wird. In der Folge verliert er alles: Besitz, Freunde, Familie, Geliebte und sein gutes Aussehen. Als Untoter in einem immer weiter zerfallenden Leib zieht er ruhelos durch die Lande, von Menschen gehasst und verfolgt, immer auf dem Rückzug und im Verborgenen lebend. Schließlich bietet sich ihm die Möglichkeit zur Erlösung ...
Der Autor hatte in der Geschichte angemerkt, Anastasius hätte in dieser Zeit zahlreiche Abenteuer erlebt. Zwischenzeitlich spielte Caligo mit dem Gedanken, die Handlung zu einem Roman auszubauen. Doch die Idee wurde dann doch nicht verwirklicht. Stattdessen bat er einige befreundete Autorinnen, Erzählungen über den Ritter Anastasius während seines (Un-)Lebens unter dem Fluch zu schreiben. Vier Autorinnen steuerten nun ihre Sicht auf Anastasius bei. Herausgekommen ist ein schmales, aber gehaltvolles Büchlein mit fünf sehr unterschiedlichen, doch gleichwohl ausnahmslos lesenswerten Geschichten.

 

Familienbande

 

Die erste Autorin, Tanja Kummer, nennt ihre Geschichte: "Familienbande über den Tod hinaus". Sie lässt das Abenteuer in einer Zeit spielen, die erst kurz nach Anastasius' Verwandlung und dem Blutbad auf der Hochzeitsfeier liegt. Anastasius hat noch sehr viele Angewohnheiten aus der Zeit, als er noch lebte. So trinkt er gewohnheitsmäßig frisches Wasser, das ihm jedoch durch die zerfetzte Kehle wieder entrinnt. Auch erinnert sich ein Gespenst, dem er begegnet, sehr genau an die Nachricht von dem Gemetzel, das Anastasius angerichtet hat. Die Geisterfrau bittet den Ritter um einen Gefallen: Ihr Sohn habe Haus und Hof verspielt. Auf seine Mutter höre er nicht. Ob nicht der untote und grauslich aussehende Ritter ihm einmal ins Gewissen reden könne.? Anastasius lässt sich breitschlagen und ist bereit zu helfen. Allerdings stellt er fest, dass nicht alles ganz genau so ist, wie die Geisterfrau ihm erzählt hat ... Gut getroffen und mit viel Sinn für Details erzählt.

 

Ergreifende Begegnung im eisigen Wald

 

Mit "Der Ritter und die Dame" hat Heike Schrapper dem Büchlein die ergreifendste Geschichte der Sammlung geschenkt. Die äußere Handlung ist recht schlicht: Der Ritter trifft eine einsame, hilfsbedürftige junge Frau, die allein und bei eisigen Temperaturen im dunklen Wald unterwegs ist. Natürlich bietet er ihr, als echter Ritter, seine Hilfe an. Er stellt nur die Bedingung, dass sie ihn nicht ansieht. Ein Fluch liege auf ihm, sagt er. Eine Frau, die ihn ansieht, müsse zu Stein werden. So geleitet er die junge Frau bis kurz vor die Stadt, die ihre neu Heimat werden soll. Eine banale Handlung? Nein, die Gespräche zwischen beiden sind äußerst intensiv. Und dann, am Ende ... Gänsehaut. Lest selbst.

 

Ein Bronzeschild für die Hexe

 

Eva von Kalm steuerte die Geschichte "Zwischen Feuer und Vollmond" bei, ein klassisches Fantasy-Abenteuer. Ritter Anastasius verdingt sich bei einer Hexe, die ihm etwas wahrhaft Kostbares gewähren kann: einmal wieder als gutaussehender, unentstellter Edelmann an einem Ball teilnehmen zu dürfen. Der Preis: Anastasius muss ihr die Zutaten für ein magisches Artefakt verschaffen, einen Schild, der von Vollmondlicht und Feuerschein bestrahlt werden muss, um seine Besitzerin zur mächtigsten Hexe der Welt zu machen. Die Autorin schuf ein magisches Abenteuer mit märchenhaften Zutaten und einem gelungenen Showdown. Etwas schade allerdings, dass ein gewisses Schmuckstück, das der Ritter bei sich führt, dann doch keine Funktion erhält. Nur als eine Erinnerung in den grünen Augen seiner Tanzpartnerin blinkt der Edelstein in Anastasius' Gedanken auf. Aber vermutlich war das genau so gewollt von der Autorin.

 

Ein Geschenk von einem Blinden

 

Die letzte Geschichte trägt den Titel: "Die Gnade des blinden Sehers". Sie ist der kürzeste Beitrag zu diesem Buch. Sabine M. Schmid führt Anastasius in den Süden, es könnte sich um Griechenland handeln. Der Ritter tötet beim Besuch eines verfallenen Tempels beinahe zwei Schlangen, besinnt sich dann aber anders. Als er kurz darauf einen blinden Bettler trifft, schenkt er diesem einen Beutel Gold, den er kurz zuvor gefunden hat. Der Dank des Bettlers ist überraschend und für Anastasius sehr angenehme Erfahrung. Eine interessante Wendung und sehr schön zu lesen.
Die fünf Geschichten ergeben zusammen eine sehr interessante und gut komponierte Sammlung. Jeder der Beiträge spielt das Thema Fluch und Ausgestoßen-Sein auf seine eigene Weise dar und zeigt dabei immer wieder, dass Anastasius im Grunde seines Herzen doch "Mensch" geblieben ist. Ein spannendes Experiment und ein Kosmos, aus dem man auch gern mehr Geschichten gelesen hätte.

 

Fazit: Gelungenes Gemeinschaftsprojekt um einen sympathischen, wenn auch zerbröselnden Helden. Schön komponiert und mit sehr viel Herzblut geschrieben. Lesenswert.

 

Lucian Caligo präsentiert: Der Fluch des Ritters Anastasius. Mit Geschichten von Tanja Kummer, Eva von Kalm, Heike Schrapper und Sabine M. Schmid. Selbstverlag, o.J. 99 S., Euro 8.

 

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Veronika Bicker: Flucht durch den Weltenriss

Geschrieben von Petra , in Bücher - SF, Bücher - phantastisch 15 September 2024 · 1.143 Aufrufe
Veronika Bicker, Wurdack und 1 weitere...

Veronika Bicker erzählt in ihrem Roman "Flucht durch den Weltenriss" von einer Verfolgungsjagd durch mehrere Welten und von Portalen, die diese verbinden. Weltenschiffe, die einen magischen "Weltenstein" an Bord haben und einen speziell ausgebildeten "Wanderer", der für den Übergang notwendig ist, sind die einzige Möglichkeit, die Portale zu durchqueren. Jedenfalls ist es das, was der Gardist Niano glaubt ...
Die Geschichte hat zwei Haupptfiguren. Gardist Niano - für ihn wählte die Autorin die Perspektive des personalen Erzählers - ist im Auftrag des Rates auf der Jagd nach der jungen Wanderer-Schülerin Madrey. Madrey wird beschuldigt, ihren Mentor, den Wanderer Leone, umgebracht zu haben. Doch in den aus der Ich-Perspektive geschriebenen Madrey-Kapiteln wird schnell deutlich, dass Leone nicht nur ein übergriffiges geiles Arschloch ist, sondern auch, dass er geheime, verbotene Studien betreibt und dabei selbst vor Menschenopfern nicht zurückschreckt. Tatsächlich stinkt einiges ganz gewaltig in den Welten, die durch die Weltenrisse verbunden sind. Und auch der Rat entpuppt sich im Verlauf der Geschichte als eine Institution, die alles andere als integer ist.

 

Schiffsunglücke und Drachenkampf

 

Die Niano-Handlung legt den Schwerpunkt eindeutig auf den Bereich des Abenteuers und der Action. Spektakuläre Schiffsunglücke bei den Passagen, Überlebens-Versuche im Sumpf, Detektivarbeit und versiffte Stationen am Arm der Welt gehören zum Hard-Boiled-Setting, in dem sich der Gardist herumschlagen muss. Am Ende muss er sich auch noch mit waschechten und keineswegs zahmen Drachen auseinandersetzen.
Madrey dagegen lässt den Leser teilhaben an ihrer Entdeckung der Magie, der Übergänge in andere Welten, an ihrer Beziehung zu ihrem Mentor. Dabei legt die junge Novizin eine ungeheure Naivität an den Tag. "Lauf weg, Madrey!", möchte man ihr zurufen, wann immer Leone sie schlägt oder missbraucht oder verlangt, dass sie besonders aufreizende Kleider trägt. Doch wie ein sexuell missbrauchtes Kind oder ein Opfer des Stockholm-Syndroms redet sie sich immer wieder ein, dass sie Leone liebt, dass es ihre Schuld ist, wenn er sie schlägt, und dass sie alles tun will, damit er keinen Grund hat, zornig auf sie zu sein.
Aber der ungewöhnliche Querriss, der sich in Leones Forschungszimmer aufgetan hat, ist ganz anders als die "normalen" Weltenrisse und erst recht kein hartmloses Forschungsobjekt. Dahinter lauert "Das Andere": Magie, Macht, aber auch eine tödliche Bedrohung.
Der Roman bezieht seine Spannung vor allem daraus, dass der Leser "mehr weiß" als die beiden Helden. Man weiß, dass der getötete Leone, nach dessen Mörderin der Gardist fahndet, kein Unschuldslamm ist, dass Madrey, wenn sie überhaupt schuldig ist, sehr gute Gründe gehabt hat, ihn zu erledigen, man weiß, dass ihr Mentor bösartig ist, während sich Madrey noch in Harmonieträumen wiegt und ihm alles recht machen will. Sehr interessant ist das Konzept der "Wanderer", einer Gruppe von Begabten, die offenbar größer ist, als zu Beginn angenommen.
Veronika Bicker erfindet in ihrem Roman das Rad vielleicht nicht unbedingt neu. Klassische Typen wie der raubeinige Ermittler, der sich in heruntergekommenen Stationen mit schlechtem Kaffee aufputscht, und die naive Schülerin mit der besonderen Begabung, die vollbringt, woran erfahrene und gut ausgebildete Experten scheitern, gehören zum Standard-Personal nicht nur fantastischer Literatur. Doch schafft die Autorin es, ihre Geschichte gut, flüssig und spannend zu erzählen, und hat einen überzeugenden Abenteuer-Roman vorgelegt.

 

Fazit: Spannendes, flüssig geschriebenes und leicht zu lesendes Abenteuer, Geschichte einer Reise durch mehrere Welten und Aufklärung eines Mordes. Gut geschrieben und lesenswert.

 

Veronika Bicker: Flucht durch den Weltenriss. Nittendorf: Wurdack-Verlag, 2021. 259 S., Euro 13,95.

 


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Felix Woitkowski: E/Meth

Geschrieben von Petra , in Bücher - phantastisch 26 August 2024 · 1.141 Aufrufe
Bücher - phantastisch und 3 weitere...

Umpf. Das ist keine ganz leichte Lektüre, die Felix Woitkowski dem Leser mit seinem neuen Roman "E/Meth" da zumutet. Das Buch ist einerseits wunderschön, nämlich in Aufmachung und Handwerkskunst eine kleine bibliophile Kostbarkeit, andererseits ist die erzählte Geschichte selbst nicht ganz frei von Widerlichkeit und Irrsinn, hoch-artifiziell und zugleich verstörend, wie es das Feuilleton wohl nennen würde ...
"E/Meth", nennt Felix Woitkowski seinen Roman. Das ist eine Kombination der beiden hebräischen Wörter "Emeth" (Wahrheit) und "Meth" (Tod), die unter anderem in den Sagen um das Kunstwesen Golem eine Rolle spielen. Die aus Lehm geschaffene Figur soll das Wort Wahrheit auf der Stirn tragen und kann in leblosen Ton zurückverwandelt werden, wenn man den ersten Buchstaben des Wortes auswischt, ihn also dem Tod übereignet. Zwischen Wahrheit und Tod also siedelt Woitkowski nun seine Erzählung an. Oder geht es hier, anders als beim Golem, darum, vom Tode zur Wahrheit zu gelangen?

 

Gefangen zwischen Ratten und Zahnrädern

 

Der Leser lernt Gregor, so heißt der Held des Romans, als Gefangenen in einem dunklen Kerker kennen. Ratten, aber auch das unheimliche Geräusch von Zahnrädern prägen diese Welt; Hunger, Durst und die Schmerzen von Hieben und Stichen sind Gregors Begleiter. Was genau er sich zuschulden kommen lassen hat und wer ihn dort einsperrte, wird nicht gesagt. Ebenso unerkennbar bleiben die Leute beziehungsweise Stimmen, die ihn am Ende des ersten Kapitels oder Prologs, überschrieben mit dem Titel "NullNichts", befreien. Obwohl ... Eine Befreiung kann man dieses Ereignis kaum nennen. Gregor, geblendet vom Licht, tritt heraus und landet in einer grotesken Albtraumwelt aus Gängen, Wänden und seltsamen Regeln.
Es gibt außer Gregor noch weitere Menschen in diesem System aus fensterlosen Räumen und Fluren. Doch die meisten sieht er nur während des Aufenthalts im Speisesaal. Jeden Tag erhalten sie eine andere Pampe mit zweifelhaftem Geschmack zu essen, jeden Tag hat das Zeug eine andere Farbe. Wasser trinken ist nicht ratsam, Dunkelheit gefährlich. Jeden Tag - wenn es denn Tage sind, die vergehen - findet Gregor eine Kapsel mit einer anderen Anweisung in seiner Tasche. Darunter so hilfreiche Ansagen wie: "Schenk anderen kein Vertrauen." Oder ganz konkret der Auftrag: "Füttere das Thier", den Gregor granatenmäßig vergeigt und beinahe zur Katastrophe werden lässt.

 

Treffen mit "Einbein", "Zweigesicht" und "Dreyfuß"

 

Er begegnet skurrilen Personen wie dem "Einbein" oder dem "Zweigesicht" oder der Frau "Dreyfuß", schneidet sich durch sandfarbene Wände hindurch und irrt fast 200 Seiten lang ziellos umher. In Zwischenstücken erklingt immer wieder die bedrohliche Stimme einer "Amia". Worauf es hinauslaufen soll, ob es einen Ausweg gibt und ob Gregor überhaupt diesen Ausweg finden will - und was dort auf ihn wartet, bleibt unklar. Das System und die Romanhandlung sind in sich geschlossen, ein Fenster in unsere reale Welt gibt es nicht.
Soll man den Roman mit dem leider inzwischen inflationär gewordenen Adjektiv "kafkaesk" beschreiben? Ein wenig an "Das Schloss" und die zahllosen Wege, die doch nie zu einem Ziel führen, erinnert das Werk Woitkowskis tatsächlich. Und der Vorname des Helden scheint ihn dafür zu prädestinieren, in einer düsteren Albtraumwelt aus schweren Träumen zu erwachen und sich in ein ungeheures Ungeziefer verwandelt zu finden. Mit dem Unterschied, dass - Achtung: Spoiler - Woitkowskis Gregor im Gegensatz zum Protagonisten des Kafka'schen Schlossromans am Ende sogar eine Art Ziel erreicht. Freilich eines, das er weder angestrebt noch erwartet hat und das sich fugenlos in die Absurdität des Gänge-Labyrinths einfügt.

 

Gepflegte Sprache und eklige Momente

 

Die Sprache ist durchaus gepflegt und gehoben, der Ton der Handlung angemessen und frei von Brüchen, ein wenig maniriert in der Wortwahl und Namensgebung, doch durchaus schlüssig. Woitkowski schildert gruselige und eklige Momente ebenso wie undurchschaubare Absurditäten und surreale Szenen, die von den Personen im Gängesystem mit einer gewissen Selbstverständlichkeit aufgenommen werden. Misstrauen und Verdächtigungen, Fatalismus und kauziges Eigenbrötlertum prägen die Menschen im Gängesystem, und Woitkowski gelingt es recht gut, diese seltsame Gesellschaft zu schildern.
Dabei kommt das Buch ausgesprochen edel daher. Gebunden in Crinkle-Buchleinen, mit Goldprägung auf dem Buchrücken, Lesebändchen und mit Schutzumschlag, reich und beunruhigend illustriert, nummeriert und signiert von Autor und Illustrator und in einer limitierten Ausgabe von 100 Exemplaren ist das Buch schon eine echte Besonderheit, die erneut eindrucksvoll unter Beweis stellt, dass die Edition Dunkelgestirn prachtvolle Bücher herausbringt. Wie gesagt, ein schönes Buch. Mit einem Inhalt, der schon ein besonderes Lesepublikum braucht.

 

Fazit: Kafkaesk, verstörend, eher literarisch als Genre-Literatur, auf keinen Fall ein "nettes" Buch. Man muss sich schon sehr sehr sehr weit darauf einlassen.

 

 

Felix Woitkowski: E/Meth. Illustriert von Falpico. Neustadt in Sachsen, 2024. 213 S., Euro 30. Auf 100 Exemplare limitierte und nummerierte Auflage, signiert von Autor und Illustrator.

 

Weiteres Buch von Felix Woitkowski
Kollaboratives und literarisches Schreiben im Internet

 

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Fabienne Siegmund: Hinter den fallenden Blättern

Geschrieben von Petra , in Bücher - phantastisch 27 Dezember 2023 · 1.113 Aufrufe
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Fallendes Laub, verschwundene Geschichten, Herbstmelancholie und sinkende Sterne - "Hinter den fallenden Blättern", die neue Novelle von Fabienne Siegmund, entführt die Leser erneut in die schwermütig-magische Stimmung der Herbstlande, einer Welt, deren Mitbegründerin die Autorin ist. Insgesamt vier Novellen erschienen in diesem Herbst neu, und Fabienne Siegmund hat mit ihrem Beitrag erneut einen besonderen Glanzpunkt gesetzt.
Unter allen Teilen der Herbstlande ist der "Zinnober" eine Besonderheit, ein Rätsel. Ein Ort oder eine Zeit im Herzen des Herbstes, zwischen Oktober und November gelegen, an dem Wirkliches und Unmögliches verschwimmen, nah und gleichzeitig fern, weder gestern noch heute noch morgen, ein Ort, in dem Ideen und Gedanken wohnen, heißt es.
Yva, die Heldin dieses von Damaris Rech zauberhaft und pfiffig illustrierten Büchleins, ist eine "Zinnobergeborne". Dieser Menschenschlag gilt als empfindsam, Zinnobergeborne schauen nie nur auf die Oberfläche, kennen womöglich die Grenze zur anderen Welt, so erklärt es der Wahrsager Arabas. Zinnobergeborne sind anders, besonders, und man sagt, dass sie die Sprache der fallenden Blätter verstehen. Allerdings heißt es auch, dass sie einen hohen Preis dafür zahlen müssen.

 

Das Schweigen der Blätter

 

Yva versteht tatsächlich die Sprache der fallenden Blätter und hört ihren Geschichten zu. Das macht sie zum Außenseiter. Doch plötzlich verliert sie ihre Fähigkeit. Und ihre Freundin, das Vogelscheuchenmädchen, verliert ein Knopfauge. Warum musste das kleine Kastanienmännchen ausgerechnet diesen Knopf stehlen? Und was hat es zu bedeuten, dass Yva im Wahrsagewagen des Zauberers ausgerechnet die Karte "Unsichtbar" zieht - eine Tarotkarte, die es überhaupt nicht gibt? Zusammen mit ihrem Begleiter Oliver macht sich Yva auf dem Weg durch die Herbstlande. Eine silberne Münze und Nadel und Faden sollen ihnen unterwegs nützlich sein.

 

Wiedersehen und neue Bekanntschaften

 

Die Geschichte bietet nicht nur ein Wiedersehen mit bekannten und Begegnungen mit unbekannten Herbstlande-Bewohnern, sie greift auch in die Welt des befreundeten Autors Thilo Corzilius hinüber und lässt ihre Heldin auf dessen Herrn der Laternen treffen. Der heimliche Held dieser Reise ist jedoch das kleine Kastanienmännchen, das sich zwischen den beiden "Riesen" manchmal sehr fremd vorkommt, aber das Herz auf dem rechten Fleck hat und der Geschichte ein wenig auf die Sprünge hilft.
Erneut ein zauberhafter Ausflug in eine Welt, die inzwischen schon zu einem umfangreichen Kosmos angewachsen ist. Mögen den Bewohnern und Besuchern die Geschichten des fallenden Laubes niemals ausgehen.

 

Fazit: Zauberhafte, melancholische Geschichte mit einer besonderen Heldin und ihren Begleitern. Autorin und Illustratorin nehmen den Leser mit in eine märchenhafte Welt, in der Schwermut und die Leichtigkeit zu Boden trudelnder Blätter eine traurigschöne Magie entfalten.

 

Fabienne Siegmund: Hinter den fallenden Blättern. Mit Illustrationen von Damaris Rech. Meitingen/Erlingen: Verlag Torsten Low, 2023. 94 S., Euro 10,90.

 

Weitere Bücher über die Herbstlande
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Alessandra Reß: Die Sommerlande
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Bernhard Stäber: Wenn Menschen Märchen sind
Stefanie Bender: Der Pfad der Kolibris
Stephanie Kempin: Fieberträume
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Stephanie Kempin: Fieberträume

Geschrieben von Petra , in Bücher - phantastisch 25 Dezember 2023 · 1.042 Aufrufe
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Drogenhandel in den Herbstlanden: In der Novelle "Fieberträume" erzählt Herbstlande-Mitbegründerin Stephanie Kempin über seltsame Krankheitsfälle, die die Stadt Ashendawn heimsuchen. Ist es eine Seuche? Oder doch nur eine Vergiftung? Die Fälle von "Blauem Fieber" mehren sich, und es scheint etwas mit den schweren Regenfällen der jüngsten Zeit zu tun zu haben.
Uhrmachermeister Eligius Halo - bekannt aus dem zweiten Herbstlande-Roman "Verblassende Farben" - ist zu Gast bei seiner Freundin, der Heilerin Wanda. Er und sein Gehilfe, der Homunculus Viridis, kamen eigentlich nur her, um ein paar Uhren zu reparieren, doch nun stecken die drei Helden mittendrin in einer Ermittlung wegen Drogenhandels. Die geheimnisvolle und gefährliche Substanz, die einen Bürger Ashendens nach dem anderen in das furchtbare blaue Fieber stürzt, scheint aus den Sümpfen zu stammen. Aber was genau ist es überhaupt für ein Stoff, und wer verteilt ihn?

 

Die Soldaten und die schwarze Dame

 

Eligius Halo, Viridis und Wandra kämpfen nicht nur gegen die Zeit und um das Leben ihrer Patienten. Sie haben auch das Pech, dass der Prinz zur Klärung der Fälle eine Gruppe Soldaten in die Stadt schickt, angeführt von Hadrin Sheltwood, einem hierarchisch-bürokratischen Komisskopp, dessen Misstrauen gegenüber Eligius die Nachforschungen des Uhrmachers nicht gerade erleichtert. Und was hat es mit der seltsamen schwarzgekleideten Dame auf sich, die sich immer wieder auf den Straßen der Stadt zeigt, aber nie fassen lässt? Reitet sie wirklich auf einem unsichtbaren Pferd davon?

 

Erinnerung an eine eingeäscherte Stadt

 

Stephanie Kempin schafft es, dem alten Questen-Thema eine völlig neue Seite abzugewinnen, indem sie den Uhrmacher auf einer Nachtmähre durch die Herbstlande schickt, um die Herkunft des gefährlichen Stoffs aufzuklären. Dabei steht Eligius immer das Schicksal der Stadt Haven vor Augen, die von den Drachen eingeäschert wurde, um eine Seuche einzudämmen. Dass der Uhrmacher, der als einer der wenigen Herbstlande-Bewohner von einem Monat in den anderen wechseln kann, sich dabei auch noch als Drogendealer betätigen muss, hätte er selbst wohl am wenigsten erwartet.

 

Corona oder blaues Fieber?

 

Der Autorin ist mit "Fieberträume" eine spannende und zugleich zauberhafte Reise in die Herbstlande gelungen. In fließender, eingängige Sprache schildert sie eine Seuchenzeit, die ihren Lesern aus ihrem eigenen Leben nur allzu bekannt vorkommen wird. Tatsächlich aber habe sie diese Geschichte bereits Ende 2019 begonnen, und der erste Entwurf sei im Februar 2020 fertig gewesen, betont sie im Nachwort. Das war knapp einen Monat vor der Absage der Leipziger Buchmesse. Da soll noch jemand sagen, dass Schriftsteller keine prophetische Gabe besitzen ... Wobei das Thema teilweise schon angelegt war im zweiten Herbstlande-Roman "Verklingende Farben". Kempin selbst war diese eigentümliche Koinzidenz eher unangenehm: "Dass die Geschichte jemanden an Lockdown-Zeiten erinnern könnte, gefiel mir genau so wenig", schreibt sie. "Beim Überarbeiten habe ich das Fieber deshalb nicht mehr in den Mittelpunkt gerückt, als es für die Handlung notwendig war."
Dennoch, oder gerade deshalb, wurde "Fieberträume" eine sehr spannende Erzählung, die es auf jeden Fall schafft, den Leser mitzunehmen. Ob mit oder ohne Pandemie-Erfahrung.

 

Fazit: Herbstlande-Abenteuer, märchenhaft, aber auch etwas an einen Kriminalfall erinnernd. Ein Wiedersehen mit alten Freunden und nicht so freundlichen Menschen. Lesenswert.

 

 

Stephanie Kempin: Fieberträume. Eine Herbstlande-Novelle. Mit Illustrationen von Katrin Minert. Meitingen/Erlingen: Verlag Torsten Low, 2023. 199 S., Euro 11,90.

 

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Stefanie Bender: Der Pfad der Kolibris

Geschrieben von Petra , in Bücher - phantastisch 25 Dezember 2023 · 1.059 Aufrufe
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"Der Pfad der Kolibris" von Stefanie Bender ist die kürzeste der vier im Herbst erschienenen neuen Herbstlande-Novellen - und zugleich die tragischste. Es geht um eine Mutter, die ihre Tochter sucht und dazu einen Wunsch in einem tönernen Kürbis verbrennt. Doch die Wünsche an die Kürbiskönigin sind gefährlich. Und wessen Wunsch nicht wahr ist, sondern auf einer Lüge beruht, findet niemals wieder zurück ...
Seit zwei Jahren ist Marinettes Tochter verschwunden. Josephine wurde zuletzt auf einem Jahrmarkt in der Nähe des Zeltes einer Wahrsagerin gesehen, danach verliert sich ihre Spur. Ausgerechnet eine Wahrsagerin, ausgerechnet ein Jahrmarkt. Denn das Wahrsagezelt der flammenden Lichter spielt eine große Rolle in den Geschichten, die Marinette einst ihrer Tochter erzählt hatte. Eine Familientradition, eine Welt, die einst ihr Vater geschaffen hat, erzählte Marinette ihrer Tochter. Das Zelt, in dem man einen Wunsch äußern darf. Und ein Wunsch, der wahr ist und nicht auf einer Lüge beruht, der wird erfüllt, so heißt es im Märchen der Familie.

 

Unverhoffte Einladung ins Wahrsage-Zelt

 

Josephine ist schon lange fort, als Freunde Marinette zum Gang über den Herbstlichen Jahrmarkt einladen. Marinette weiß nicht, wie ihr geschieht, als ihr plötzlich ein zerknitterter Zettel zugesteckt wird. Eine Eintrittskarte für das Zelt der flimmernden Lichter. Das Zelt, das es eigentlich gar nicht geben dürfte. Das Zelt aus den Bettkantengeschichten. Marinette fasst sich ein Herz und tritt ein. Ihr Wunsch ist klar und wahr: Sie will ihre Tochter wiederfinden.
Ihr Weg führt sie aus dem Wahrsagezelt hinaus in die Herbstlande, hinein in das Reich des September. Buntschillernde Kolibris begleiten sie auf ihrem Weg, und ein flauschiger Federfuchs steht ihr als Ratgeber zur Seite. Aber die sieben Stunden, die ihr für die Suche gewährt werden, sind kurz. Unterwegs lauern Gefahren, von denen Marinette nichts ahnte. Aber vor allem erweist sich als fatal, dass Josephine etwas sehr Wichtiges über die Familiengeschichte vom Wünsche erfüllenden Wahrsagezelt nicht wusste. Und wenn die Kerze im Zelt verlischt, wird das Unheil unabwendbar über Mutter und Tochter hereinbrechen ...

 

Zauberhaft und melancholisch

 

Stefanie Bender hat eine zauberhafte und melancholische Geschichte geschrieben, der in Tonfall und Botschaft sehr gut in den Herbstlande-Kosmos hinein passt. Es ist eine traurige, aber auch sehr anrührende Geschichte, die vor allem auf eines aufmerksam macht: Lügen, auch wenn sie gut gemeint sind, und vor allem Lebenslügen wachsen im Verborgenen fort, und eines Tages wird es sich bitter rächen, dass man einander nicht offen und ehrlich die Wahrheit gesagt hat. Aber vielleicht werden Mutter und Tochter ja doch noch glücklich. Die Kolibris und der Federfuchs mögen sie bewachen, wo immer sie auch hingehen.

 

Fazit: Zauberhafte, traurigschöne Novelle aus dem Herbstlande-Kosmos. Ein weises Märchen über Wünsche, Lügen und die Wahrheit. Berührend und unbedingt empfehlenswert.

 

Stefanie Bender: Der Pfad der Kolibris. Eine Herbstlande-Novelle. Meitingen/Erlingen: Verlag Torsten Low, 2023. 77 S., Euro 10,90.

 

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© Petra Hartmann








Das intergalaktische Bestiarium, 2025

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Was verbirgt sich hinter dem Tor des Krkt-jinn und warum verliert der Planet Light Lady seine Schwerkraft? Kann die Heimat der Regenbogenkatzen noch gerettet werden? Gibt es das sagenhafte Tier der Unordnung wirklich? Sind die irrsinnigen Prophezeiungen über das Wiedererwachen des unheiligen Urgottes Chthonio möglicherweise doch ernst zu nehmen? Und ist wirklich jeder dem Tod geweiht, der der Wurzel allen Übels begegnet?

Das Universum hat viele Wunder hervorgebracht, aber keines ist größer als das Leben. Ein paar der ungewöhnlichsten Lebewesen aller Welten sind in diesem intergalaktischen Bestiarium zu finden. Thomas Hofmann und Petra Hartmann haben sie aufgespürt.

 

Buch-Infos:

Das intergalaktische Bestiarium. Text: Petra Hartmann / Zeichnungen: Thomas Hofmann. Neustadt in Sachsen: Edition Dunkelgestirn, Mai 2025. 180 Seiten.
Reichhaltig mit Illustrationen von Thomas Hofmann versehen, zu denen die Texte von Petra Hartmann verfasst wurden. Gebunden in blaues Leinen, mit Leseband, silberner Prägung auf dem Buchrücken und Schutzumschlag. Versehen mit den Signumklischees der Autoren, nummeriert und auf 100 Exemplare limitiert. 32,90 Euro.

 

 

 

Das Herz des Donnervogels, 2023

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Ein Indianer taucht in dem verschlafenen Küstenstädtchen Kitty Hawk auf. Die Witwe Murdoch ist überzeugt, dass der Fremde ein Kundschafter ist und bald seine roten Spießgesellen zum Morden und Plündern mitbringen wird. Doch Junger Adler hat andere Pläne. Er träumt vom Fliegen und wartet auf das Eintreffen zweier verrückter Fahrradhändler.
Karl-May-Fans kennen Junger Adler bereits aus dem Roman Winnetous Erben. Die Vorgeschichte zu diesem Buch wird nun von Petra Hartmann erzählt.

 

Buch-Infos:
Petra Hartmann: Das Herz des Donnervogels

Band 18, Abenteuer-Roman
Exklusive Sammler-Ausgabe
Seiten: 282

Taschenbuch
VÖ: April 2023

2. Auflage: April 2024.
Künstler: MtP-Art (Mario Heyer)
Künstler (Innenteil): MtP-Art (Mario Heyer)
Preis: 12,95 Euro

 

Bestellen beim Blitz-Verlag

 

Das E-Book ist zum Preis von Euro 3,99 erhältlich.

Unter anderem bei Amazon

oder direkt beim Blitz-Verlag.

 

 

 

Falkenblut, 2020

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Blut und Tod, so weit die Falkenaugen reichen: So hatte sich Valkrys ihren ersten Flug als Walküre nicht vorgestellt. Ragnarök, die Endzeit-Schlacht, ist geschlagen. Die Götter tot, die Welt ein Flammenmeer, das Götterreich Asgard droht, in die Tiefe zu stürzen. Einzig Widar, den Sohn und Erben Odins, kann die Walküre retten. Doch der neue Götterkönig schweigt sich über seine Ziele aus ...

Es ist eine schaurige Welt, in der sich die junge Walküre behaupten muss. Doch Valkrys wäre keine echte Falkin, wenn sie einem Kampf aus dem Weg gehen würde. Todesmutig und mit einer gehörigen Portion schwarzem Humor stürzt sie sich in die Begegnungen mit Jöten, Thursen, Reifriesen, Seelenräuberinnen, Werwölfen, Berserkern, Hexen, Meerungeheuern und dem furchtbaren Totenschiff Naglfari.

 

 

Petra Hartmann: Falkenblut.

Sibbesse: Hottenstein, 2020.

Broschiert, 247 S., Euro 11.

ISBN 978-3935928991

 

Bestellen im Hottenstein-Verlags-Shop

 

Bestellbar unter anderem bei Amazon

Hörbuch: Drachen! Drachen! 2020

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Fatal wäre es, Drachen zu unterschätzen! Wer glaubt, genug über sie zu wissen, hat schon verloren. Diese 23 meisterlichen Geschichten aus verschiedenen literarischen Genres belegen, dass das Thema aktuell, überraschend und packend ist - und gelegentlich fies!

Die Autoren: Rainer Schorm, Achim Mehnert, Andrea Tillmanns, Malte S. Sembten, Frank G. Gerigk, Christel Scheja, Fiona Caspari, Hendrik Loy, Christiane Gref, Linda Budinger, Miriam Pharo, Carsten Steenbergen, Rebecca Hohlbein, Frank W. Haubold, Melanie Brosowski, Astrid Ann Jabusch, Thomas R. P. Mielke, Karsten Kruschel, Marc A. Herren, Petra Hartmann, Monika Niehaus, Uwe Post.

 

Herausgeber: Petra Hartmann, Frank G. Gerigk

Sprecher: Tim Schmidt

Blitz-Verlag

Ungekürzte Lesung

mp3-Download

611 Minuten, 495.91 MB

9783991093435

 

Zu bestellen unter anderem bei Thalia oder bei Amazon.

Nestis und die verbotene Welle, 2017

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Meerprinzessin Nestis und ihre Freunde sind sauer: Lehrer Seestern meint, dass laute Haifischmusik nichts für Kinder ist. Und der Kronrat stimmt ihm zu. Deshalb bekommt die Band »Ølpæst« Auftrittsverbot in der gesamten Nordsee. Doch plötzlich ist deren Musik überall zu hören: Ein Piratensender strahlt die Hits der Knorpelfischgang lautstark aus.

Als eine hochexplosive Kugelmine über dem blauen Glaspalast im Meer dümpelt und ein führungsloser Öltanker in die Nordsee einfährt, droht eine wirkliche Ölpest. Gelingt es den Meerkindern, ein Unglück zu verhindern?

 

Petra Hartmann: Nestis und die verbotene Welle. Mit Illustrationen von Olena Otto-Fradina. Hildesheim: Verlag Monika Fuchs. Voraussichtlich ab Juni 2017 erhältlich.

Buch-Infos: ca. 152 Seiten, 14,2 x 20,6 cm, Hardcover, zahlreiche s/w-Illustrationen, mit Fadenheftung, Euro 14,90, ISBN 978-3-977066-00-1

 

Leseprobe

 

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Demantin, 2016

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Demantin, der junge König von Antrium, liebt die griechische Königstochter Sirgamot. Doch ihr Vater ist strikt gegen die Hochzeit. Immerhin ist Sirgamot erst zwölf Jahre alt. So zieht Demantin in die Welt, um Ruhm zu erwerben, den Namen seiner Geliebten durch seine Taten zu verherrlichen und sich dem griechischen König als Schwiegersohn zu empfehlen. Er besteht heldenhafte Kämpfe, erwirbt sich die Freundschaft der Königin und des Königs von England und besiegt ein schauriges Meerweib. Letzteres allerdings erweist sich als verhängnisvoll. Denn die sterbende Unholdin verflucht Demantin und prophezeit, dass seine Geliebte mit dem üblen König Contriok verlobt werden soll. Kann Demantin noch rechtzeitig zurückkehren, um die Hochzeit zu verhindern?

 

Berthold von Holle / Petra Hartmann: Demantin. Ein Ritter-Epos
128 Seiten | 12 x 17 cm | Softcover | Klebebindung |
Verlag Monika Fuchs | Hildesheim 2016
ISBN 9-78-3-940078-34-6
8,95 EUR

 

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Leseprobe

 

Crane, 2016

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Gayol, der Sohn des ungarischen Königs, hat in jugendlichem Übermut den alten Hofmarschall seines Vaters zum Wettkampf herausgefordert und eine peinliche Niederlage erlitten. Aus Scham flüchtet er und gerät ins Reich des deutschen Kaisers, wo er unerkannt unter dem Namen Crane (Kranich) eine Stellung als Kämmerer annimmt und bald sehr beliebt ist. Doch als der Fremde und die Kaiserstochter einander näher kommen und Hofbeamten Unzucht und eine unstandesgemäße Liebschaft wittern, beginnt eine schwere Zeit für Königssohn und Kaiserstochter. Kann Gayol sich auf die Treue Acheloydes verlassen? Und kann die lebensbedrohliche Krankheit der Prinzessin noch geheilt werden?

 

Berthold von Holle / Petra Hartmann: Crane. Ein Ritter-Epos
84 Seiten | 12 x 17 cm | Softcover | Klebebindung |
Verlag Monika Fuchs | Hildesheim 2016
ISBN 978-3-940078-48-3
6,95 EUR

 

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Leseprobe

Hut ab, Hödeken! 2015

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Ein rasender Bischof auf dem Rennstieg.
Wegweiser, die sich wie von Geisterhand drehen.
Jäger in Todesangst.
Bierkutscher mit unheimlicher Fracht.
Ein stammelnder Mönch,
der plötzlich zum brillanten Redner wird.
Sollte da Hödeken seine Hand im Spiel haben?
Sagen um einen eigenwilligen Geist
aus dem Hildesheimer Land,
frisch und frech nacherzählt
von Petra Hartmann.

 

Petra Hartmann: Hut ab, Hödeken!

Hildesheim: Verlag Monika Fuchs.

101 S., Euro 7,95.

ISBN 978-3-940078-37-7

 

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Leseprobe

Freiheitsschwingen, 2015

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Deutschland in den 1830er-Jahren: Für Handarbeit, arrangierte Ehe und Kinderkriegen hat die junge Bürgermeistertochter wenig übrig. Stattdessen interessiert sie sich für Politik und Literatur und greift sehr zum Leidwesen ihres Vaters selbst zur Feder, um flammende Texte für die Gleichberechtigung der Frau und die Abschaffung der Monarchie zu verfassen. Angestachelt von der revolutionären Stimmung des Hambacher Festes versucht sie, aus ihrem kleinbürgerlichen Dasein auszubrechen und sich als Journalistin zu behaupten. Gemeinsam mit ihrer großen Liebe verschreibt sie sich dem Kampf für ein freies, geeintes Deutschland und schlägt den Zensurbehörden ein Schnippchen. Die Geheimpolizei ist ihnen jedoch dicht auf den Fersen, und die junge Journalistin begeht den verhängnisvollen Fehler, ihre Gegner zu unterschätzen

 

Petra Hartmann: Freiheitsschwingen

Personalisierter Roman

München: Verlag Personalnovel, 2015

ca. 198 Seiten. Ab Euro 24,95.

(Einband, Schriftart und -größe, Covergestaltung etc. nach Wahl.)

 

Bestellen unter:

www.tinyurl.com/Freiheitsschwingen

 

Timur, 2015

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Wer ist der bleiche Jüngling im Verlies unter der Klippenfestung? Prinzessin Thia will ihn retten. Doch wer Timurs Ketten bricht, ruft Tod und Verderben aus der Tiefe hervor. Als der Blutmond sich über den Horizont erhebt, fällt die Entscheidung ...

 

Beigaben:

Nachwort zur Entstehung

Original-Erzählung von Karoline von Günderrode

Autorinnenbiografien

Bibliografie

 

Petra Hartmann: Timur

Coverillustration: Miguel Worms

Bickenbach: Saphir im Stahl, 2015.

ISBN: 978-3-943948-54-7

Taschenbuch, 136 S.

Euro 9,95

 

 

Ulf, 2015

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Ein Roman-Experiment mit ungewissem Ausgang: Ulf (Magisterstudent unbekannter Fachrichtung), stammt aus einem Dorf, das mehrmals jährlich überschwemmt wird. Zusammen mit Pastor Dörmann (Geistlicher unbekannter Konfession) und Petra (Biografin ohne Auftrag) überlegt er, was man dagegen tun kann. Als ein vegetarisches Klavier die Tulpen des Gemeindedirektors frisst und das Jugendamt ein dunkeläugiges Flusskind abholen will, spitzt sich die Situation zu. Nein, Blutrache an Gartenzwergen und wütende Mistgabelattacken sind vermutlich nicht die richtigen Mittel im Kampf für einen Deich ...
Mal tiefgründig, mal sinnlos, etwas absurd, manchmal komisch, teilweise autobiografisch und oft völlig an den Haaren herbeigezogen. Ein Bildungs- und Schelmenroman aus einer Zeit, als der Euro noch DM und die Bahn noch Bundesbahn hieß und hannöversche Magister-Studenten mit dem Wort "Bologna" nur eine Spaghettisauce verbanden.

 

Petra Hartmann:

Ulf. Ein Roman-Experiment in zwölf Kapiteln.

eBook

Neobooks 2015

Euro 2,99

Erhältlich unter anderem bei Amazon

Vom Feuervogel, 2015

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Ein Tempel in der Wüste. Heilige Männer, die sich dem Dienst des Feuervogels geweiht haben. Ein Hirtenjunge, der seinem Traum folgt. Aber wird der alte und kranke Phönix wirklich zu neuem Leben wiederauferstehen, wenn der Holzstoß niedergebrannt ist? Eine Novelle von Idealen und einer Enttäuschung, die so tief ist, dass kein Sonnenstrahl je wieder Hoffnung bringen kann.

 

Petra Hartmann:

Vom Feuervogel. Novelle.

Erfurt: TES, 2015.

BunTES Abenteuer, Heft 30.

40 Seiten, Euro 2,50 (plus Porto).

Bestellen unter:

www.tes-erfurt.jimdo.com

 

eBook:

Neobooks, 2015.

Euro 1,99.

Unter anderem bei Amazon

Nestis und die Hafenpiraten, 2014

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Endlich Sommerferien! Nestis und ihre Freunde freuen sich auf sechs Wochen Freiheit und Abenteuer. Doch ausgerechnet jetzt verhängt der Kronrat ein striktes Ausgehverbot für alle Meerkinder. Denn in der Nordsee treibt plötzlich ein furchtbares “Phantom† sein Unwesen. Möwen, Lummen und Tordalke werden von einem unheimlichen Schatten unter Wasser gezerrt und verschwinden spurlos.

Nestis beschließt, den Entführer auf eigene Faust zu jagen. Als ein Dackel am Strand von Achterndiek verschwindet, scheint der Fall klar: Die gefürchteten “Hafenpiraten" müssen dahinter stecken. Zusammen mit ihrem Menschenfreund Tom wollen die Meerkinder der Bande das Handwerk legen ...

Petra Hartmann: Nestis und die Hafenpiraten
Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2014
ISBN 978-3-940078-84-1
14,90 EUR

 

 

Leseprobe unter

 

www.tinyurl.com/nestis2

Blitzeis und Gänsebraten, 2014

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Weihnachten im Potte †¦

†¦ ist so vielfältig wie die Menschen, die dort leben. Und deshalb findet sich auf diesem Bunten Teller mit 24 Hildesheimer Weihnachtsgeschichten für jeden etwas: romantische Erzählungen und freche Gedichte, Erinnerungen an die Nachkriegszeit, Geschichten von neugierigen Engeln, eifrigen Wichteln und geplagten Weihnachtsmännern. Der Huckup und die »Hildesheimer Weisen« fehlen auch nicht. Was es aber mit dem Weihnachtswunder an der B6 auf sich hat, erfahren Sie auf Seite 117. - Greifen Sie zu!

 

 

Petra Hartmann & Monika Fuchs (Hrsg.): Blitzeis und Gänsebraten. Hildesheimer Weihnachtsgeschichten.

Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2014.

144 Seiten | 12 x 17 cm | Paperback |

ISBN 978-3-9400787-57-5
8,90 EUR

 

Leseprobe

Beim Vorderhuf meines Pferdes, 2014

Eingefügtes Bild

Das Messer zuckte vor. Fauchend wich die riesige Katze zurück. Doch nur, um sofort wieder anzugreifen. Das Mädchen, das auf dem Leichnam seiner Stute kauerte, schien verloren.
Acht Jahre ist Steppenprinzessin Ziris alt, als sie bei einem Sandkatzenangriff ihr Lieblingspferd verliert. Ist es wirklich wahr, was ihr Vater sagt? "Alle Pferde kommen in den Himmel ..."
Drei Erzählungen aus der Welt der Nearith über edle Steppenrenner, struppige Waldponys und die alte graue Stute aus Kindertagen.

Petra Hartmann: Beim Vorderhuf meines Pferdes. Neue Geschichten aus Movenna. eBook, ca. 30 Seiten. Nittendorf: Wurdack-Verlag, 2014. Euro 0,99.

Erhältlich unter anderem bei Amazon.

Darthula, 2014

Eingefügtes Bild

Darthula ist die Tochter eines irischen Kleinkönigs, der über das nebelreiche Land Selama herrscht. Als schönste Prinzessin Irlands lebt sie allerdings nicht ungefährlich. Als sie den mächtigen König Cairbar abweist und ihm nicht als seine Braut folgen will, nimmt das Unheil seinen Lauf. Cairbar überzieht das kleine Selama mit Krieg und Vernichtung und rottet Darthulas Familie aus. Mit ihrem Geliebten Nathos wagt die junge Frau die Flucht über die stürmische See. Aber Wind und Wellen sind unzuverlässige Verbündete ...

Beigaben zur Neuausgabe:
Vorwort der Autorin mit Infos zur Entstehungsgeschichte
Übersetzung des "ossianischen Originals"
Autorinnenbiographie und Veröffentlichungsliste

Buch-Informationen:
Petra Hartmann: Darthula, Tochter der Nebel.
Bickenbach: Verlag Saphir im Stahl, 2014.
Taschenbuch. 126 S., Euro 9,95.
ISBN 978-3-943948-25-7

Bestellen bei Saphir im Stahl

Pressearbeit für Autoren, 2014

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Petra Hartmann, Autorin und langjährige Lokalredakteurin, gibt Tipps für die Pressearbeit vor Ort. Sie erklärt die Wichtigkeit der „Ortsmarke“ für eine Zeitung, gibt Tipps zum Schreiben von Artikeln, zum guten Pressefoto und zum Umgang mit Journalisten. Anschaulich, verständlich, praxisorientiert und für Autoren jedes Genres anwendbar.

Petra Hartmann: Pressearbeit für Autoren. So kommt euer Buch in die Lokalzeitung.
eBook. Neobooks, 2014. Ca. 30 Seiten.
Euro 1,99
Diverse Formate, für alle gängigen eBook-Reader.
Erhältlich z.B. bei Amazon, eBook.de, Thalia, Hugendubel, Weltbild u.a.

Nestis und der Weihnachtssand, 2013

Eingefügtes Bild

Als kleine Weihnachtsüberraschung gibt es für Fans des "großen" Nestis-Buchs "Nestis und die verschwundene Seepocke" jetzt ein kleines bisschen Weihnachtssand: Der Verlag Monika Fuchs hat aus der "Ur-Nestis", einem Helgoland-Märchen aus dem Jahr 2007, jetzt ein eBook gemacht. Mit einem wunderschönen Cover von Olena Otto-Fradina und mit ein paar exklusiven Einblicken in Nestis' Nordseewelt.

Klappentext:
"November 2007: Orkantief Tilo tobt über die Nordsee und reißt große Teile der Helgoländer Düne ins Meer. Wer soll nun die Robbenküste reparieren? Meerjungfrau Nestis wünscht sich einfach mal vom Weihnachtsmann 500.000 Kubikmeter Sand ..."

Bonus-Material:
Die Autorin im Interview mit Wella Wellhorn von der Meereszeitung "Die Gezeiten"
XXL-Leseprobe aus "Nestis und de verschwundene Seepocke"

Petra Hartmann: Nestis und der Weihnachtssand. Ein Helgoland-Märchen. Mit Illustrationen von Olena Otto-Fradina. Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2013. 99 Cent.

Erhältlich für den Amazon-Kindle

Nestis und die verschwundene Seepocke, 2013

Eingefügtes Bild


Eine ausführliche Leseprobe findet ihr hier:
www.tinyurl.com/nestis


Wütend stampft Meerjungfrau Nestis mit der Schwanzflosse auf. Ihre Schwester Undine ist von den Menschen gefangen worden – und weder Meerkönig noch Kronrat wagen, die Kleine zu retten. Aber Nestis fürchtet sich nicht einmal vor den furchtbarsten Monstern des Meeres. Zusammen mit ihren Freunden bricht sie auf zur Rettungsaktion, und es zeigt sich, dass tollpatschige Riesenkraken und bruchrechnende Zitteraale großartige Verbündete sind.
Petra Hartmann entführt ihre Leser in eine etwas andere Unterwasserwelt mit viel Humor und Liebe zum Detail. Trotz des phantastischen Meermädchen-Themas findet der Leser auch sehr viel naturnahe Beobachtungen aus Nord- und Ostsee, lernt die Meerbewohner und ihre Probleme kennen. Dabei werden unter anderem auch die Meeresverschmutzung, Fischerei und die wenig artgerechte Haltung von Haien in Aquarien behandelt.
Zauberhaft dazu die Zeichnungen von Olena Otto-Fradina.

Text: Petra Hartmann
Bilder: Olena Otto-Fradina
| Hardcover | 14,8 x 21 cm
Verlag Monika Fuchs | Hildesheim 2013
151 S., Euro 14,90
ISBN 978-3-940078-64-3


eBook:
Amazon-Kindle, 2154 KB
Euro 6,99
http://amzn.to/JJqB0b

Autorenträume, 2013

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Autorinnen und Autoren schicken ihre Leser in vergangene Zeiten, ferne Länder, phantastische Welten, spannende Abenteuer und bringen sie zum Träumen.
Wovon aber träumen Autoren? Vom Nobelpreis? Vom Bestseller? Vom Reich-und-berühmt-werden? Oder einfach nur davon, eines Tages vom Schreiben leben zu können? Vom Lächeln auf dem Gesicht eines Kindes, wenn das neue Märchen vorgelesen wird? Oder sind es schreckliche Albträume, die der angebliche Traumberuf mit sich bringt? Werden Schriftsteller nachts im Schlaf gar von Verlegern, Lektoren, Rezensenten oder Finanzbeamten bedroht?
Monika Fuchs und Petra Hartmann starteten eine »literarische Umfrage«, wählten aus den über 300 Antworten 57 phantasievolle Beiträge aus und stellten sie zu diesem Lesebuch zusammen. Werfen Sie einen Blick hinter die Kulissen des Autorenalltags und träumen Sie mit!
Von jedem verkauften Buch wird 1 Euro an das Hilfswerk Brot & Bücher e.V. der Autorin Tanja Kinkel gespendet, die auch das Geleitwort zum Buch schrieb.

Petra Hartmann und Monika Fuchs (Hrsg.):
Autorenträume. Ein Lesebuch.
ISBN 978-3-940078-53-7
333 S., Euro 16,90

Bestellen beim Verlag Monika Fuchs

Mit Klinge und Feder, 2013

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Phantasie statt Völkerschlachten - das war das Motto, unter dem die Phantastik Girls zur Schreibfeder griffen. Mit Humor, Gewitztheit und ungewöhnlichen Einfällen erzählen sieben Autorinnen ihre Geschichten jenseits des Mainstreams der Fantasy. Kriegerinnen und gut bewaffnete Zwerge gehören dabei genau so zum Personal wie sprechende Straßenlaternen, Betonfresser oder skurrile alte Damen, die im Bus Anspruch auf einen Behindertensitzplatz erheben. Dass es dennoch nicht ohne Blutvergießen abgeht, ist garantiert: Immerhin stecken in jeder der Storys sechs Liter Herzblut. Mindestens.

Mit Klinge und Feder. Hrsg. v. Petra Hartmann und Andrea Tillmanns.
Mit Geschichten von Linda Budinger, Charlotte Engmann, Petra Hartmann, Stefanie Pappon, Christel Scheja, Andrea Tillmanns und Petra Vennekohl.
Homburg/Saar: UlrichBurger Verlag, 2013. 978-3943378078
247 S., Euro 9.
Bestellen bei Amazon

eBook:
396 KB, Euro 5,49.
Format: Kindle
Bestellen bei Amazon

Das Serum des Doctor Nikola, 2013

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Berlin, 1927. Arbeitslos, pleite und mit der Miete im Rückstand: Bankierssohn Felix Pechstein ist nach dem "Schwarzen Freitag" der Berliner Börse ganz unten angekommen. Da erscheint das Angebot, in die Dienste eines fremden Geschäftsmannes zu treten, eigentlich als Geschenk des Himmels. Doch dieser Doctor Nikola ist ihm mehr als unheimlich. Vor allem, als Felix den Auftrag erhält, Nikola zu bestehlen ...

Petra Hartmann: Das Serum des Doctor Nikola
Historischer Abenteuerroman.
ISBN 978-3-938065-92-1
190 S., 12,95 Euro.
Bestellen beim Wurdack-Verlag

Leseprobe

Hörbuch: Der Fels der schwarzen Götter, 2012

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Bei einer Mutprobe begeht der junge Ask einen folgenschweren Fehler: Er schlägt einem der schwarzen Götter die Nase ab. Der unscheinbare Dreiecksstein wird Auslöser eines der blutigsten Kriege, die das Land jemals erlebt hat.
Bald wissen die Völker des Berglandes nicht mehr, wen sie mehr fürchten sollen: die schwarzen Götter, die weißen Dämonen oder die sonnenverbrannten Reiter aus den fernen Steppen ...

Der Fels der schwarzen Götter.
Hörbuch. 8 Stunden, 57 Minuten.
Sprecherin: Resi Heitwerth.
Musik: Florian Schober.
Action-Verlag, 2012.
CD/DVD: 16,95 Euro
mp3-Download: 11,95 Euro

Hörbuchfassung des 2010 im Wurdackverlag erschienenen Buchs "Der Fels der schwarzen Götter".

Termine

Samstag, 18. Oktober: Andrea Tillmanns und ich lesen auf dem Buchmesse-Convent. Fichtestraße 50, 63303 Dreieich. Das Thema lautet: "Merkwürdige Tiere". Ich lese natürlich etwas aus dem "Intergalaktischen Bestiarium" vor. Beginn: 14.30 Uhr.

 

 

Messen, Cons, Büchertische

 

Samstag, 18. Oktober: Buchmesse-Convent. Fichtestraße 50, 63303 Dreieich. Ich bin mit einem Infotisch vertreten und lese ab 14.30 Uhr aus "Das intergalaktische Bestiarium" vor.

 

 

Links

Meine Heimseite:

www.petrahartmann.de

 

Facebook-Autorenseite:

www.facebook.com/AutorinPetraHartmann/

 

Nestis auf Facebook:

www.facebook.com/nestis.net/

 

Die Falkin auf Facebook:

https://www.facebook.com/FalkinValkrys

 

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Biografie

Petra Hartmann, Jahrgang 1970, wurde in Hildesheim geboren und wohnt in Sillium. Sie studierte Germanistik, Philosophie und Politikwissenschaft in Hannover. Auf den Magisterabschluss folgten die Promotion mit einer Doktorarbeit über den jungdeutschen Schriftsteller Theodor Mundt und ein zweijähriges Volontariat bei der Neuen Deister-Zeitung in Springe. Anschließend war sie dort fünf Jahre Lokalredakteurin. Ferner arbeitete sie für die Leine-Zeitung in Neustadt am Rübenberge, die Nordsee-Zeitung in Bremerhaven, die Neue Presse in Hannover und die Volksstimme in Gardelegen. Derzeit ist sie bei der Goslarschen Zeitung beschäftigt.
Als Schriftstellerin liebt sie vor allem das fantastische Genre. Sie verfasst hauptsächlich Fantasy und Märchen. Bekannt wurde sie mit ihren Fantasy-Romanen aus der Welt Movenna. Mit den Abenteuern der Nordsee-Nixe Nestis legte sie ihre erste Kinderserie vor. Sie errang mit ihren Geschichten dreimal den dritten Platz bei der Storyolympiade und wurde 2008 mit dem Deutschen Phantastik-Preis ausgezeichnet.

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Leserunden zum Nachlesen

Leserunde zu "Darthula, Tochter der Nebel" auf Lovelybooks. Mit Autorin Petra Hartmann und Cover-Künstler Miguel Worms: http://www.lovelyboo...nde/1201913120/

 

Leserunde auf Lovelybooks zu "Nestis und die verschwundene Seepocke": Mit Autorin Petra Hartmann und Verlegerin Monika Fuchs:

http://www.lovelyboo...nde/1166725813/

 

Leserunde auf Lovelybooks zu "Mit Klinge und Feder": Mit den Autorinnen Linda Budinger, Petra Hartmann, Stefanie Pappon, Christel Scheja, Andrea Tillmanns und Petra Vennekohl: http://www.lovelyboo...nde/1156671163/

 

Leserunde zu "Falkenblut" auf Lovelybooks: https://www.lovelybo...263/2687604262/

Geschichten über Nestis

Bücher
"Nestis und die verschwundene Seepocke. Ein Meermädchen-Roman." Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2013.
"Nestis und die Hafenpiraten. Ein Meermädchen-Roman." Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2014.

"Nestis und die verbotene Welle. Ein Meermädchen-Roman." Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2017.

 

Mini-Buch

"Nestis und der Weihnachtssand. Ein Helgoland-Märchen." Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2017.

eBooks
"Nestis und der Weihnachtssand. Ein Helgoland-Märchen." Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2013.
"Nestis und die verschwundene Seepocke. Ein Meermädchen-Roman." Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2013.

"Nestis und die Hafenpiraten. Ein Meermädchen-Roman." Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2014.

Hörbuch
"Eine Hand voll Weihnachtssand." In: Petra Hartmann: "Weihnachten im Schneeland". Gelesen von Karin Sünder. Mit Musik von Simon Daum. Essen: Action-Verlag, 2010. (mp3-Download und CD-ROM)

Beiträge zu Anthologien
"Weihnachtssand für Helgoland." In: "Wenn die Biiken brennen. Phantastische Geschichten aus Schleswig-Holstein." Hrsg. v. Bartholomäus Figatowski. Plön: Verlag 71, 2009. S. 163-174.

Hödeken-Lesestoff

Buch

Petra Hartmann: Hut ab, Hödeken! Sagen aus dem Hildesheimer Land. Hildesheim: Verlag Monika Fuchs. 101 S., Euro 7,95. ISBN 978-3-940078-37-7. Unter anderem erhältlich bei Amazon.

 

Hörbuch

Petra Hartmann: Hut ab, Hödeken! Sagen aus dem Hildesheimer Land. 2 CD. Hildesheim: Verlag Monika Fuchs. Euro 14,95. ISBN: 978-3940078414. Unter anderen erhältlich bei Amazon.

 

eBook

Petra Hartmann: Hut ab, Hödeken! Sagen aus dem Hildesheimer Land. Hildesheim: Verlag Monika Fuchs.

 

Geschichten

Das Wagenrennen auf dem Rennstieg. In: Hildesheimliche Autoren e.V.: Hildesheimer Geschichte(n). Ein Beitrag zum 1200-jährigen Stadtjubiläum. Norderstedt: Book on Demand. 196 S., Euro 9,99. ISBN 978-3734752698. Unter anderem erhältlich bei Amazon.

Die glücklose Hasenjagd. In: MVP-M. Magazin des Marburger Vereins für Phantastik. Marburg-Con-Ausgabe. Nr. 19b. S. 36-40.

 

Lesung

Das Wagenrennen auf dem Rennstieg, Radio Tonkuhle, Sendung vom April 2015.

 

Movenna-Kompass

Übersicht über die Romane und Erzählungen aus Movenna


Bücher

Geschichten aus Movenna. Fantasy. Nittendorf: Wurdack-Verlag, 2004. 164 S.
Ein Prinz für Movenna. Nittendorf: Wurdack-Verlag, 2007. 188 S.
Der Fels der schwarzen Götter. Nittendorf: Wurdack-Verlag, 2010. 240 S.

 

eBooks

 

Geschichten aus Movenna. Fantasy. Nittendorf: Wurdack-Verlag, 2014.
Ein Prinz für Movenna. Nittendorf: Wurdack-Verlag, 2014.
Der Fels der schwarzen Götter. Nittendorf: Wurdack-Verlag, 2014.

Beim Vorderhuf meines Pferdes. Nittendorf: Wurdack-Verlag, 2014.

Hörbuch

Der Fels der schwarzen Götter. Action-Verlag, 2012.


Movennische Geschichten in Anthologien und Zeitschriften

Die Krone Eirikirs. In: Traumpfade (Anthologie zur Story-Olympiade 2000). Hrsg. v. Stefanie Pappon und Ernst Wurdack. Dresden, 2001. S. 18-25.
Flarics Hexen. In: Geschöpfe der Dunkelheit (Anthologie zur Story-Olympiade 2001). Hrsg. v. Stefanie Pappon und Ernst Wurdack. Dresden, 2002. S. 22-28.
Raubwürger. In: Kurzgeschichten, September 2004, S. 20f.
Furunkula Warzenkraish. Elfenschrift, dritter Jahrgang, Heft 2, Juni 2006. S. 10-14.
Der Leuchtturm am Rande der Welt. In: Elfenschrift, vierter Jahrgang, Heft März 2007, S. 18-21.
Gewitternacht. In: Im Bann des Nachtwaldes. Hrsg. v. Felix Woitkowski. Lerato-Verlag, 2007. S. 57-60.
Pfefferkuchen. In: Das ist unser Ernst! Hrsg. v. Martin Witzgall. München: WortKuss Verlag, 2010. S. 77-79.
Winter-Sonnenwende. In: Mit Klinge und Feder. Hrsg. v. Petra Hartmann und Andrea Tillmanns. Homburg/Saar: UlrichBurger Verlag, 2013. S. 51-59.
Der Reiter auf dem schwarzen Pferd. Ebd. S. 60-68.

Die Blaubeerbrücke. In: Met-Magie. Hrsg. v. Amandara M. Schulzke und Nadine Muriel. Hamburg: Acabus Verlag, 2022. S. 163-174.

 

 

Movennische Geschichten in Fanzines

Föj lächelt. In: Alraunenwurz. Legendensänger-Edition Band 118. November 2004. Hrsg. v. Christel Scheja. S. 23.
Raubwürger. In: Drachenelfen. Legendensänger-Edition Band 130. Januar 2006. Hrsg. v. Christel Scheja. S. 3-5.
Goldauge. In Phantastische Geschichten mit den Phantastik Girls. (Broschüre der Phantastik Girls zum MarburgCon 2007)


Aufsätze

Wie kann man nur Varelian heißen? Über das Unbehagen an der Namensgebung in der Fantasy. In: Elfenschrift, 5. Jahrgang, März 2008. S. 16f.


Movennische Texte online

Aus "Geschichten aus Movenna":
König Surbolds Grab
Das letzte Glied der Kette
Brief des Dichters Gulltong
Der Kranich
Die Rückkehr des Kranichs

Aus "Ein Prinz für Movenna":
Der Leuchtturm am Rand der Welt
Furunkula Warzenkraish
Gewitternacht

Aus "Der Fels der schwarzen Götter":
Der Waldalte
Hölzerne Pranken
Im Bann der Eisdämonen

Die Bibliothek der Falkin

Übersicht über die Romane und Novellen über die Walküre Valkrys, genannt "die Falkin"

Bücher

Die letzte Falkin. Heftroman. Dortmund: Arcanum Fantasy Verlag, 2010.
Falkenblut. Sibbesse: Hottenstein-Verlag, Sommer 2020.

eBooks

Falkenblut. Vier Fantasy-Romane. eBook-Ausgabe. Chichili und Satzweiss.com, 2012. (vergriffen)

Falkenfrühling. Novelle. eBook. Dortmund: Arcanum Fantasy Verlag, 2011. (vergriffen)

Falkenfrühling. Novelle. In: Best of electronic publishing. Anthologie zum 1. Deutschen eBook-Preis 2011. eBook. Chichili und Satzweiss.com, 2011. (unter anderem erhältlich bei Thalia und Amazon)


Aufsatz

Aegirs Flotte - ein Nachruf. In: Fandom Observer, Dezember 2011. S. 16-18. Online-Magazin und Blogversion

Drachen! Drachen! 2012

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Frank G. Gerigk & Petra Hartmann (Hrsg.)
DRACHEN! DRACHEN!
Band 01, Drachen-Anthologie
ISBN: 978-3-89840-339-9
Seiten: 384 Taschenbuch
Grafiker: Mark Freier
Innengrafiker: Mark Freier
Preis: 14,95 €
Bestellen beim Blitz-Verlag

Fatal wäre es, Drachen zu unterschätzen! Wer glaubt, genug über sie zu wissen, hat schon verloren.
Diese 23 meisterlichen Geschichten aus verschiedenen literarischen Genres belegen, dass das Thema aktuell, überraschend und packend ist - und gelegentlich fies!

Die Autoren:
Rainer Schorm, Achim Mehnert, Andrea Tillmanns, Malte S. Sembten, Frank G. Gerigk, Christel Scheja, Fiona Caspari, Hendrik Loy, Christiane Gref, Linda Budinger, Miriam Pharo, Carsten Steenbergen, Rebecca Hohlbein, Frank W. Haubold, Melanie Brosowski, Astrid Ann Jabusch, Thomas R. P. Mielke, Karsten Kruschel, Marc A. Herren, Petra Hartmann, Monika Niehaus, Uwe Post.
Originalveröffentlichung!

Die Schlagzeile, 2011/2012

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Petra Hartmann: Die Schlagzeile.
Personalisierbarer Roman.
PersonalNovel Verlag, 2011.
eBook: PersonalNovel, 2012.
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Verschlafen und idyllisch liegen sie da, die Orte Barkhenburg, Kleinweltwinkel und Reubenhausen. Doch dann stört der Diebstahl einer Heiligenfigur die Ruhe: Ein jahrhundertealter Hass bricht wieder aus und ein hitziger Streit entflammt, der aus Freunden Feinde und aus friedlichen Nachbarn sich prügelnde Gegner macht. Mittendrin: Eine Journalistin, die bereit ist, für eine Schlagzeile im Sommerloch alles zu geben. Mit viel Einsatz und einer Prise Humor versucht sie, das Geheimnis um die verschwundene Hubertus-Statue aufzuklären, und muss sich dabei mit erregten Politikern, aufgebrachten Dorfbewohnern und einem nervösen Chefredakteur herumschlagen. Aber die Journalistin lässt sich nicht unterkriegen - bis ihr ein Anruf fünf Minuten vor Redaktionsschluss die Schlagzeile zunichtemacht...

Falkenblut, 2012

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Petra Hartmann: Falkenblut.
Vier Romane in einem Band.
E-Book
Satzweiss.com - chichili agency, 2012.
3,99 Euro

 

Nicht mehr lieferbar!

Neuausgabe in Vorbereitung.


Die Abenteuer der jungen Walküre Valkrys beginnen an ihrem ersten Arbeitstag und ausgerechnet dort, wo die germanischen Götter- und Heldensagen enden: Ragnarök, die Endzeitschlacht, ist geschlagen, Götter und Riesen haben sich gegenseitig aufgerieben, die wenigen Überlebenden irren ziellos durch die Trümmer des zerbrochenen Midgard. An der Seite des neuen Götterkönigs Widar muss sich Valkrys nun behaupten. Dabei trifft sie auf Jöten, Thursen, Reifriesen, Seelenräuberinnen, Werwölfe, Berserker, Hexen, riesenhafte Meerungeheuer und das furchtbare Totenschiff Naglfari. Leseempfehlung ab 12 Jahren.

Meine Bücher 1998 - 2011

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Petra Hartmann
Falkenfrühling
eBook
Arcanum Fantasy Verlag
ISBN: 978-3-939139-59-1

Wegen Verkauf des Arcanum-Verlags ist die Ausgabe nicht mehr erhältlich, aber die Zweitveröffentlichung in der eBook-Anthologie "Best of electronic publishing" gibt es noch als epub oder Kindle-Ausgabe.

Valkrys träumt davon, eine echte Walküre zu sein. Sie springt, noch Kind, vom Dach des Langhauses.
Alle Ermahnungen ihrer Eltern sind vergeblich, sie macht sich an den Aufstieg zum Gipfel der nahen Klippe, besessen vom "Traum vom Fliegen" ...

Fünfter Platz beim Deutschen eBook-Preis 2011.

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Petra Hartmann
Die letzte Falkin
Roman.
Arcanum Fantasy Verlag
ISBN 978-3-939139-62-1
Bestellen beim Arcanum-Verlag

Blut und Tod, so weit die Falkenaugen reichen: So hatte sich Valkrys ihren ersten Flug als Walküre nicht vorgestellt. Ragnarök, die Endzeit-Schlacht, ist geschlagen. Die Götter tot, die Welt ein Flammenmeer, das Götterreich Asgard droht, in die Tiefe zu stürzen. Einzig Vidar, den Sohn und Erben Odins, kann die Walküre retten. Doch der neue Götterkönig schweigt sich über seine Ziele aus †¦


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Petra Hartmann
Der Fels der schwarzen Götter
Roman
Wurdack Verlag
ISBN 978-3-938065-64-8
Bestellen beim Wurdack-Verlag


Hochaufragende Felswände, darin eingemeißelt weit über tausend furchteinflößende Fratzen, die drohend nach Norden blicken: Einer Legende zufolge sind die schwarzen Klippen das letzte Bollwerk Movennas gegen die Eisdämonen aus dem Gletscherreich.
Doch dann begeht der junge Ask bei einer Mutprobe einen folgenschweren Fehler: Er schlägt einem der schwarzen Götter die Nase ab. Der unscheinbare Dreiecksstein wird Auslöser eines der blutigsten Kriege, die das Land jemals erlebt hat. Und die Völker des Berglandes wissen bald nicht mehr, wen sie mehr fürchten sollen: die schwarzen Götter, die weißen Dämonen oder die sonnenverbrannten Reiter aus den fernen Steppen ...


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Petra Hartmann
Darthula
Heftroman
Arcanum Fantasy Verlag
ISBN 978-3-939139-32-4
Bestellen beim Arcanum-Verlag


Darthula, die schönste Prinzessin der Nebellande, beschwört Krieg, Tod und Vernichtung über ihr heimatliches Selama herauf, als sie den Heiratsantrag des mächtigen Königs Cairbar ausschlägt. Zusammen mit ihrem Geliebten flüchtet sie in einem kleinen Segelboot übers Meer. Doch Wind und Wellen sind unzuverlässige Verbündete ...


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Petra Hartmann
Weihnachten im Schneeland
Hörbuch
Action-Verlag
Download bei Audible
CD bestellen beim Action-Verlag

WEIHNACHTEN IM SCHNEELAND von Petra Hartmann vereint vier wundervolle Kurzgeschichten für Kinder ab 6 Jahren. Schon die Titel regen die Phantasie der Kleinen an und verleiten zum Schmunzeln und Staunen:
- "Der Reserve-Weihnachtsmann"
- "Die Weihnachts-Eisenbahn"
- "Eine Handvoll Weihnachtssand"
- "Paulchen mit den blauen Augen"



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Petra Hartmann
Ein Prinz für Movenna
Paperback
Wurdack Verlag
ISBN 3-938065-24-9
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Mit dem Schild oder auf dem Schild
- als Sieger sollst du heimkehren oder tot.
So verlangt es der Ehrenkodex des heldenhaften Orh Jonoth. Doch der letzte Befehl seines sterbenden Königs bricht mit aller Kriegerehre und Tradition: "Flieh vor den Fremden, rette den Prinzen und bring ihn auf die Kiesinsel." Während das Land Movenna hinter Orh Jonoth in Schlachtenlärm und Chaos versinkt, muss er den Gefahren des Westmeers ins Auge blicken: Seestürmen, Riesenkraken, Piraten, stinkenden Babywindeln und der mörderischen Seekrankheit ....


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Petra Hartmann
Geschichten aus Movenna
Paperback
Wurdack Verlag
ISBN 3-938065-00-1
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Verwünschte Hexen!
Warum zum Henker muß König Jurtak auch ausgerechnet seinen Sinn für Traditionen entdecken?
Seit Jahrhunderten wird der Kronprinz des Landes Movenna zu einem der alten Kräuterweiber in die Lehre gegeben, und der Eroberer Jurtak legt zum Leidwesen seines Sohnes großen Wert auf die alten Sitten und Gebräuche. Für den jungen Ardua beginnt eine harte Lehrzeit, denn die eigenwillige Lournu ist in ihren Lektionen alles andere als zimperlich ...


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Wovon träumt der Mond?
Hrsg. v. Petra Hartmann & Judith Ott
Wurdack Verlag
ISBN 978-3-938065-37-2
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Der Mond - König der Nacht und gleichsam Verbündeter von Gut und Böse ... Seit jeher ranken sich Legenden voller Glauben und Aberglauben um sein Licht, das von den einen als romantisch verehrt und von den anderen als unheimlich gefürchtet wird. Seine Phasen stehen für das Werden und Vergehen allen Lebens, er wacht über die Liebenden, empfängt die Botschaften der Suchenden, Einsamen und Verzweifelten und erhellt so einiges, was lieber im Dunkeln geblieben wäre. 39 Autorinnen und Autoren im Alter von 12 bis 87 Jahren sind unserem nächtlichen Begleiter auf der Spur gewesen. In 42 erfrischend komischen, zutiefst nachdenklichen und manchmal zu Tränen rührenden Geschichten erzählen sie die Abenteuer von Göttin Luna und Onkel Mond, von erfüllten und verlorenen Träumen, lassen Perlmuttschmetterlinge fliegen und Mondkälber aufmarschieren. Und wer denkt, dass nur der Mann im Mond zuweilen die Erde besucht, irrt sich! Auch umgekehrt erhält er gelegentlich unverhofften Besuch dort oben.


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Drachenstarker Feenzauber
Herausgegeben von Petra Hartmann
Wurdack Verlag
ISBN 978-3-938065-28-0
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Öko-Feen, Büro-Feen, Todes-Feen und Bahn-Feen, geschäftstüchtige Drachen, goldzahnige Trolle, Sockenmonster, verzauberte Kühlschränke, Bierhexen, Zwirrrrrle, Familienschutzengel, Lügenschmiede, ehrliche Anwälte, verarmte Zahnärzte und andere Märchenwesen geben sich in diesem Buch ein Stelldichein.
51 Märchenerzähler im Alter von zwölf bis 76 Jahren haben die Federn gespitzt und schufen klassische und moderne Märchen, lustige, melancholische, weise und bitterböse Erzählungen, so bunt wie das Leben und so unvergesslich wie das Passwort eines verhexten Buchhalters.


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Zwischen Barrikade, Burgtheater und Beamtenpension.
Die jungdeutschen Autoren nach 1835.
ibidem-Verlag
ISBN 978-3-89821-958-7
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"Das Junge Deutschland“ - dieser Begriff ist untrennbar verbunden mit dem Bundestagsbeschluss vom 10. Dezember 1835, durch den die Werke der fünf Schriftsteller Heinrich Heine, Theodor Mundt, Karl Gutzkow, Ludolf Wienbarg und Heinrich Laube verboten wurden. Das Verbot markierte Höhe- und gleichzeitig Schlusspunkt einer literarischen Bewegung, die erst wenige Jahre davor begonnen hatte. Die Wege der Autoren trennten sich. Und doch gab es auch danach immer wieder Begegnungen und Berührungspunkte.
Petra Hartmann zeichnet die Wege der Verbotenen und ihrer Verbündeten nach und arbeitet Schnittstellen in den Werken der alt gewordenen Jungdeutschen heraus. Sie schildert insbesondere die Erfahrungen der Autoren auf der Insel Helgoland, ihre Rolle in der Revolution von 1848, aber auch die Versuche der ehemaligen Prosa-Schriftsteller, sich als Dramatiker zu etablieren. Irgendwo zwischen Anpassung und fortwährender Rebellion mussten die Autoren ihr neues Auskommen suchen, endeten als gescheiterte Existenzen im Irrenhaus oder als etablierte Literaten, die doch körperlich und seelisch den Schock von 1835 nie ganz verwunden hatten, sie leiteten angesehene Theater oder passten sich an und gerieten nach Jahren unter strenger Sonderzensur beim Publikum in Vergessenheit. Die vorliegende Untersuchung zeigt, was aus den Idealen von 1835 wurde, wie vollkommen neue Ideen - etwa die Debatte um Armut und Bildung - in den Werken der Jungdeutschen auftauchten und wie die Autoren bis zum Ende versuchten, ihr „Markenzeichen“ - ihren Stil - zu bewahren.


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Von Zukunft trunken und keiner Gegenwart voll
Theodor Mundts literarische Entwicklung vom Buch der Bewegung zum historischen Roman
Aisthesis-Verlag
ISBN: 3-89528-390-8
Bestellen beim Aisthesis-Verlag

Theodor Mundt - Schriftsteller, Zeitschriftenherausgeber, Literaturwissenschaftler und Historiker - verdankt seinen Platz in der Literaturgeschichte vor allem dem Umstand, daß seine Veröffentlichungen am 10. Dezember 1835 verboten wurden. Das vom deutschen Bundestag ausgesprochene Verbot, das sich gegen die vermeintlichen Wortführer des "Jungen Deutschland", Heine, Gutzkow, Laube, Wienbarg und eben Theodor Mundt richtete, war vermutlich die entscheidende Zäsur in den literarischen Karrieren aller Betroffenen. Daß sie mit dem schon berühmten Heinrich Heine in einem Atemzug genannt und verboten wurden, machte die noch jungen Autoren Gutzkow, Laube, Mundt und Wienbarg für ein größeres Publikum interessant. Doch während Gutzkow und auch Laube im literarischen Bewußtsein präsent blieben, brach das Interesse an Mundt und seinen Werken schon bald nach dem Verbot fast gänzlich ab. Seine weitere Entwicklung bis zu seinem Tod im Jahr 1861 wurde von der Literaturwissenschaft bislang so gut wie vollständig ignoriert. Diese Lücke wird durch die vorliegende Studie geschlossen. Nachgezeichnet wird der Weg von den frühen Zeitromanen des jungen Mundt bis hin zu den historischen Romanen seines Spätwerks.


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Faust und Don Juan. Ein Verschmelzungsprozeß,
dargestellt anhand der Autoren Wolfgang Amadeus Mozart, Johann Wolfgang von Goethe, Nikolaus Lenau, Christian Dietrich Grabbe, Gustav Kühne und Theodor Mundt
ibidem-Verlag
ISBN 3-932602-29-3
Bestellen beim Ibidem-Verlag


"Faust und Don Juan sind die Gipfel der modernen christlich-poetischen Mythologie", schrieb Franz Horn bereits 1805 und stellte erstmalig beide Figuren, speziell den Faust Goethes und den Don Giovanni Mozarts, einander gegenüber. In den Jahren darauf immer wieder als polar entgegengesetzte Gestalten aufgefaßt, treten Faust und Don Juan in den unterschiedlichsten Werken der Literaturgeschichte auf.

Bei Lenau sind sie Helden zweier parallel aufgebauter Versepen, bei Grabbe begegnen sie sich auf der Bühne und gehen gemeinsam zugrunde. Theodor Mundt stellt als Lebensmaxime auf, man solle beides, Faust und Don Juan, in einer Person sein und beide in sich versöhnen.

Anhand der Werke von Wolfgang Amadeus Mozart, Johann Wolfgang von Goethe, Nikolaus Lenau, Christian Dietrich Grabbe, Gustav Kühne und Theodor Mundt zeichnet Petra Hartmann die Biographien Fausts und Don Juans in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts nach, einer Zeit, die beide Helden stark prägte und auch für heutige Bearbeitungen beider Stoffe grundlegend ist."

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