Geschrieben 08 August 2009 - 13:52
So, ich habe "2500" jetzt auch gelesen. Recht ambitioniert in Angriff genommen, aber dennoch, und darüber sollte man sich nicht hinwegtäuschen, nichts weiter als ein Fanzine mit Überlänge im Taschenbuchformat. Weder Fisch noch Fleisch.Die Änsätze sind nicht schlecht, ein Ziel, sofern es eines gab, wurde jedoch nicht erreicht.Eine Zusammenfassung von 2499 Heften PR mit Informationen zur Technologie und dem (pseudo-) wissenschaftlichen Hintergrund, sowie Informationen zu Autoren und Entstehungsgeschichte der Serie, das wäre sicherlich ein interessanter Band für Neueinsteiger geworden. Doch dieses Ziel wird verfehlt. Bis auf die Zusammenfassungen der Hefte 2300 bis 2499 sind die Zyklenzusammenfassungen zu oberflächlich und uneinheitlich. Die wertenden Kommentare zu den Zyklen wären in diesem Zusammenhang fehlplatziert. Eine Meinung sollte sich der Leser dann selber bilden. Im wissenschaftlichen Hintergrund werden bunt Real- und PR-Wissenschaft gemischt, viele Beiträge zum PR-Hintergrund sind nur Wiederholungen des Serieninhalts (und das gleich mehrfach).Für eine kritische Auseinandersetzung mit der Serie sind die Kommentare wiederum viel zu kurz und oberflächlich. In den Beiträgen zum Serien-Hintergrund wiederholen sich die Informationen am laufend Band, an vielen Stellen wird regelrechter Info-Dump betrieben, in dem über dem Leser Fakten und Zusammenfassungen assiatischer Religionen und Philosophien regelrecht ausgeschüttet werden, ohne dabei konkrete Bezüge zur Serie zu knüpfen.Bei der Lektüre entsteht sehr früh der Eindruck, als wären hier diverse Artikel zur Serie, die zu verschiedenen Zeitpunkten entstanden sind und unter Zeitdruck aktualisiert wurden, ohne weiteres Lektorat zu einem Buch zusammengefaßt worden.Die humor-orientierten Beiträge, überwiegend von Hermann Ritter, sind zwar nicht unbedingt als schlecht zu bezeichnen, wirken aber wie auch die Illustrationen, die überwiegend keinen Bezug zur Serie haben, deplatziert.Insgeamt macht der Band zwar einen positiveren Eindruck als "Fast alles über Perry Rhodan", kann aber dennoch nicht so recht überzeugen.