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Umfrage Nr. 36: Evolution vs. Kreationismus


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37 Antworten in diesem Thema

Umfrage: Umfrage Nr. 26 (45 Mitglieder haben bereits abgestimmt)

Welche Position beschreibt die Entstehung der Erde?

  1. Evolution (klassisch) (28 Stimmen [62.22%])

    Prozentsatz der Stimmen: 62.22%

  2. Evolution (extraterrestisch phylogenetisch) (1 Stimmen [2.22%])

    Prozentsatz der Stimmen: 2.22%

  3. Kreationismus (klassisch oder modern) (4 Stimmen [8.89%])

    Prozentsatz der Stimmen: 8.89%

  4. Kreationsmus (Aliens, AI) (1 Stimmen [2.22%])

    Prozentsatz der Stimmen: 2.22%

  5. Mischform (5 Stimmen [11.11%])

    Prozentsatz der Stimmen: 11.11%

  6. ganz andere Antwort (6 Stimmen [13.33%])

    Prozentsatz der Stimmen: 13.33%

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#31 Beverly

Beverly

    Temponaut

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Geschrieben 30 September 2010 - 11:09

Ach herje, wohin seid ihr jetzt abgedrifftet. Glaubt ihr, dass die Christen von heute sich hinstellen und sagen sagen: Ja, so hat Gott die Erde gemacht? Vieles muss man metaphorisch verstehen und so maches fußt auf uralte Texte, die versuchten die Welt zu erklären. Für einen Christen an sich zählt sowieso primär das neue Testament.


Der Kreationismus mag zwar auf dem Monotheismus basieren und Kreationisten sind Angehörige jüdischer, islamischer oder christlicher Glaubensgemeinschaften. Es sind jedoch keine Nomaden von vor 3000 Jahren, die es einfach nicht besser wussten, sondern meines Erachtens eine moderne Ideologie mit genuium modernen, wenn auch Menschen und Welt verachtenden Zielen.

Auf Wikipedia steht u. a.:
"Der Kreationismus im engeren Sinn vertritt jedoch die Ansicht, dass wissenschaftliche Aspekte für eine wörtliche Interpretation des im Buch Genesis (bei Christen und Juden) oder im Koran (bei Muslimen) beschriebenen Schöpfungsberichts sprechen."

"Naturwissenschaftliche Erkenntnisse (als eine empirische Informationsquelle über die Naturgeschichte) stehen jedoch weitestgehend im Widerspruch zu dieser wörtlichen Interpretation der Bibel. Einige Kreationisten sind daher der Auffassung, dass die Naturwissenschaft und deren Grundannahmen unvereinbar mit dem religiösen Glauben sind und sich diesem unterordnen sollten."

Die Ideologie, hier Glaube genannt, soll bestimmen, was die Menschen denken. Wer denkt, Blödsinn sei nicht mehr steigerungsfähig, der wird hier eines Besseren belehrt:

"Moderner Geozentrismus

Als Geozentrismus bezeichnet man die Ansicht, dass Gott eine sphärische Welt schuf und sie im Zentrum des Universums platzierte. Sie wird umkreist von der Sonne, den Planeten und allem anderen. Alle wissenschaftlichen Behauptungen über das Erdalter sind Lügen; Evolution findet nicht statt. Sehr wenige Leute vertreten heutzutage einen solchen Glauben, beispielsweise tritt die Creation Science Association im Mittleren Westen der Vereinigten Staaten hierfür ein."

Quelle http://de.wikipedia....i/Kreationismus

Für mich ist das so sehr ein so übler Extremismus, dass ich ihn weder in Zusammenhang mit Glaube noch mit Wissenschaft diskutieren kann. Nicht einmal im Kontext von Ideologie, denn dazu gehört bei noch so großen Unterschieden Respekt und Respekt habe ich vor solchen Leuten nicht.

Ein Fakt hat mir jedoch immer zu denken gegeben. Die Tatsache, dass Wasser die Dichteanomalie aufweist und im flüssigen und nicht im festen Zustand die größte Dichte aufweist, bewirkt, dass Eis schwimmt und somit, dass Meere und Seen nicht zufrieren können. Das ist schon ein sehr wichtiger aspekt für die Evolution in den Meeren und ich glaube das dies bewusst so geändert wurde - von wem auch immer.


Auf einem Planet, auf dem die Temperatur stets über dem Gefrierpunkt von Wasser liegt, spielt diese Anomalie keine Rolle.

#32 fictionality

fictionality

    Illuminaut

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Geschrieben 30 September 2010 - 12:57

Ich kenne mich nicht sooo super aus mit der Evolutionstheorie, aber was sie generell meint, weiß ich schon. Als Erklärung für die Entwicklung des Lebens auf unserem Planeten halte ich sie für plausibel, als Verklärung zur allgemeingültigen Überlebensformel auf sämtlichen Welten ist sie unbrauchbar. Natürlich könnte es anderswo etwas Kreationismus-ähnliches geben, wobei ich für - sorry - "Aliens" plädiere, bzw. intelligente Lebensformen, die sich so ihre Gedanken machen, was man mit dem Universum anfangen soll.

#33 simifilm

simifilm

    Cinematonaut

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Geschrieben 30 September 2010 - 13:05

Der Kreationismus mag zwar auf dem Monotheismus basieren und Kreationisten sind Angehörige jüdischer, islamischer oder christlicher Glaubensgemeinschaften. Es sind jedoch keine Nomaden von vor 3000 Jahren, die es einfach nicht besser wussten, sondern meines Erachtens eine moderne Ideologie mit genuium modernen, wenn auch Menschen und Welt verachtenden Zielen.

Auf Wikipedia steht u. a.:
"Der Kreationismus im engeren Sinn vertritt jedoch die Ansicht, dass wissenschaftliche Aspekte für eine wörtliche Interpretation des im Buch Genesis (bei Christen und Juden) oder im Koran (bei Muslimen) beschriebenen Schöpfungsberichts sprechen."


Wobei noch anzumerken ist, dass die Form von Kreationismus, wie sie in den USA populär ist und die teilweise auch nach Europa überschwappt, eine genuin evangelikale Angelegenheit Angelegenheit ist, die eben nur bei einer auf Wörtlichkeit beharrenden Bibelexegese möglich ist. Der Katholizismus hat weitaus weniger Probleme mit der Evolutionstheorie; gemäss Vatikan gibt es diesbezüglich keinen echten Widerspruch zwischen Bibel und Naturwissenschaften. Im Judentum ist es nicht anders (auch wenn es hier kein einheitliches Dogma gibt). Sowohl die katholische Kirche als auch das Judentum haben eine lange Tradition nicht-wörtlicher Bibel-Interpretation und deshalb auch weitaus weniger Probleme mit der Evolutionstheorie. Wie das im Islam im Detail ist, weiss ich nicht. Aber es würde mich nicht wundern, wenn es auch dort Strömungen gibt, für die es hier keinen Konflikt gibt.

Signatures sagen nie die Wahrheit.

Filmkritiken und anderes gibt es auf simifilm.ch.

Gedanken rund um Utopie und Film gibt's auf utopia2016.ch.

Alles Wissenswerte zur Utopie im nichtfiktionalen Film gibt es in diesem Buch, alles zum SF-Film in diesem Buch und alles zur literarischen Phantastik in diesem.
 

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#34 Pogopuschel

Pogopuschel

    Temponaut

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Geschrieben 30 September 2010 - 13:24

Ach herje, wohin seid ihr jetzt abgedrifftet. Glaubt ihr, dass die Christen von heute sich hinstellen und sagen sagen: Ja, so hat Gott die Erde gemacht? Vieles muss man metaphorisch verstehen und so maches fußt auf uralte Texte, die versuchten die Welt zu erklären. Für einen Christen an sich zählt sowieso primär das neue Testament.

Ein Fakt hat mir jedoch immer zu denken gegeben. Die Tatsache, dass Wasser die Dichteanomalie aufweist und im flüssigen und nicht im festen Zustand die größte Dichte aufweist, bewirkt, dass Eis schwimmt und somit, dass Meere und Seen nicht zufrieren können. Das ist schon ein sehr wichtiger aspekt für die Evolution in den Meeren und ich glaube das dies bewusst so geändert wurde - von wem auch immer.


Wir sollten auch nicht vergessen, dass wir Europäer mit unserem aufgeklärten liberalen Christentum bzw. unserem Säkularismus und Atheismus (was bei mir der Fall ist) in der Welt in der Minderheit sind. Wenn wir uns nur auf Deutschland und Nachbarländer wie Frankreich, Hollland etc. konzentrieren, erhalten wir den Eindruck, dass sich die Religion bzw. die "altmodische" Religion auf dem Rückzug befindet. Weltweit sieht die Sache aber ganz anders aus. Südamerika, USA, Afrika, Asien hier dominieren immer noch die traditionellen Religionen mit teils für uns haarsträubenden Ansichten.

#35 Beverly

Beverly

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Geschrieben 30 September 2010 - 17:00

Wobei noch anzumerken ist, dass die Form von Kreationismus, wie sie in den USA populär ist und die teilweise auch nach Europa überschwappt, eine genuin evangelikale Angelegenheit Angelegenheit ist, die eben nur bei einer auf Wörtlichkeit beharrenden Bibelexegese möglich ist.


Dem von mir verlinkten Text auf Wikipedia habe ich entnommen, dass es mehrere unterschiedlichen kreationistische Theorien gibt; d. h. sich die Kreationisten in den Einzelheiten des Schöpfungsaktes nicht zwangsläufig einig sind. Mir scheint das sowohl vom religiösen wie vom wissenschaftlichen Standpunkt aus witzlos zu sein.

#36 Stormking

Stormking

    Giganaut

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Geschrieben 22 Oktober 2010 - 15:15

Der Katholizismus hat weitaus weniger Probleme mit der Evolutionstheorie; gemäss Vatikan gibt es diesbezüglich keinen echten Widerspruch zwischen Bibel und Naturwissenschaften.

Die Verlautbarungen aus dem Vatikan sind, wie so oft, reine Vernebelungstaktik. Der Papst behauptet, die Evolutionstheorie sei mit dem christlichen Glauben vereinbar, damit sich die Katholiken nicht ganz so rückständig fühlen müssen. Er verschweigt dabei, daß er mit "Evolutionstheorie" seine ganz private Variante derselben meint, die mit der wissenschaftlichen nur oberflächlich identisch ist.

So ist eine ganz wesentliche Aussage der ET, daß die Entwicklung plan- und ziellos verläuft. Der Papst hingegen sieht sie als Gottes Werkzeug, um den Menschen zu erschaffen. Diese beiden Betrachtungsweisen sind unvereinbar.

Eine reine Mogelpackung, um den Kathlizismus moderner erscheinen zu lassen als er ist.

#37 Beverly

Beverly

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Geschrieben 23 Oktober 2010 - 12:13

So ist eine ganz wesentliche Aussage der ET, daß die Entwicklung plan- und ziellos verläuft. Der Papst hingegen sieht sie als Gottes Werkzeug, um den Menschen zu erschaffen. Diese beiden Betrachtungsweisen sind unvereinbar.


Ich bezweifle, dass ein personaler Gott 2,5m lange Tausendfüßler oder Dinosaurier erschaffen hat, um sich schließlich zum Menschen vorzuarbeiten. Da ist das Meiste plan- und ziellos. Aber auf der ganz großen Skala lassen sich zumindest Trends ausmachen: Leben auf der Erde seit knapp vier Milliarden Jahren, komplexere Lebewesen (Mehrzeller) seit 1 Mrd. bis 600 Millionen Jahren, intelligentes Leben seit 3 bis 7 Millionen Jahren, "Kultur" seit einigen zehntausend Jahren, Zivilisation seit 5000 bis 6000 Jahren.

#38 Stormking

Stormking

    Giganaut

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Geschrieben 23 Oktober 2010 - 14:06

Aber auf der ganz großen Skala lassen sich zumindest Trends ausmachen: Leben auf der Erde seit knapp vier Milliarden Jahren, komplexere Lebewesen (Mehrzeller) seit 1 Mrd. bis 600 Millionen Jahren, intelligentes Leben seit 3 bis 7 Millionen Jahren, "Kultur" seit einigen zehntausend Jahren, Zivilisation seit 5000 bis 6000 Jahren.

Aus einem (!!!) Beispiel kann man keinen Trend herauslesen. Das ist so als ob Du mal zufällig 1-2-3-4-5-6 würfelst und daraus schlußfolgerst, daß die Augenzahlen beim Würfeln stets aufsteigend fallen.


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