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China Mieville - Die Stadt der Fremden


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19 Antworten in diesem Thema

#1 Amtranik

Amtranik

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Geschrieben 01 Oktober 2012 - 12:45

Was ist nur aus dem Autor geworden der solch wunderbaren Werke wie zb, Leviathan oder die Narbe verfaßt hat? Nachdem ich bereits seinen vorletzten Roman "Die Stadt und die Stadt!" vorsichtig ausgedrückt arg Ideenlastig fand ist nun sein neuestes Werk - großmundig als origineller SF-Roman angepriesen eigentlich vor allem eines, nämlich gäähnend langweilig. Es passiert wenig, die Figuren bleiben holzschnitartig und es erscheint immer mehr so als entwickle sich Mieville zu einem Autoren der besäuselt und selbstverliebt in seine eigenen Ideen das wichtigste beim schreiben vergißt, nämlich vor allem, sein Publikum zu unterhalten. Ich bin wirklich maßlos enttäuscht von dem Roman.

#2 valgard

valgard

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Geschrieben 01 Oktober 2012 - 16:21

Was ist nur aus dem Autor geworden der solch wunderbaren Werke wie zb, Leviathan oder die Narbe verfaßt hat?

Nachdem ich bereits seinen vorletzten Roman "Die Stadt und die Stadt!" vorsichtig ausgedrückt arg Ideenlastig fand ist nun sein neuestes Werk - großmundig als origineller SF-Roman angepriesen eigentlich vor allem eines, nämlich gäähnend langweilig.

Es passiert wenig, die Figuren bleiben holzschnitartig und es erscheint immer mehr so als entwickle sich Mieville zu einem Autoren der besäuselt und selbstverliebt in seine eigenen Ideen das wichtigste beim schreiben vergißt, nämlich vor allem, sein Publikum zu unterhalten.

Ich bin wirklich maßlos enttäuscht von dem Roman.

Dann würde ich mal sagen ich kann mir den Roman sparen.

Der Krake z.B. war im Gegensatz zu "Der eiserne Rat" auch schon ein wenig abfallend.
Wobei ich aber sagen muß das sicher im seltensten Falle einem Autoren immer solche Hammerwerke gelingen.
lothar
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#3 derbenutzer

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Geschrieben 01 Oktober 2012 - 17:00

[ultraklugscheiss on] Faustregel: Der "Autor" hat in der Einzahl maximal ein "s" (Genitiv) angehängt, dickes Sorry, ich bin seit der berüchtigten Reform auch alles andere als firm in der Sache, aber dies ist so. [/ultraklugscheiss on]

Der Krake fand ich großartig, wenn frühere Romane des Autors noch besser sind: mal sehen ...

LG

Jakob

Bearbeitet von derbenutzer, 01 Oktober 2012 - 17:01.

Austriae Est Imperare Orbi Universo


#4 valgard

valgard

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Geschrieben 01 Oktober 2012 - 17:08

[ultraklugscheiss on] Faustregel: Der "Autor" hat in der Einzahl maximal ein "s" (Genitiv) angehängt, dickes Sorry, ich bin seit der berüchtigten Reform auch alles andere als firm in der Sache, aber dies ist so. [/ultraklugscheiss on]

Der Krake fand ich großartig, wenn frühere Romane des Autors noch besser sind: mal sehen ...

LG

Jakob

Beim Kraken hat es schon etwas gebraucht bis ich rein fand!
Hat aber nix zu sagen da es mir mit vielen Büchern so geht.
Aber dann wurde er zügig beendet.
Und ja, das Krakige Teil war Gut!

Aber "Der eiserne Rat" gehört halt mit zu meine Bücherfavoriten!
Schwierig die zu toppen ;-)

lothar
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#5 derbenutzer

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Geschrieben 01 Oktober 2012 - 17:32

OK, Lothar. "Der eiserne Rat" ist aufgrund Deines Hinweises in meine "Pflichtliste" aufgenommen worden ...

LG

Jakob

Bearbeitet von derbenutzer, 01 Oktober 2012 - 17:32.

Austriae Est Imperare Orbi Universo


#6 Amtranik

Amtranik

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Geschrieben 01 Oktober 2012 - 17:33

So unterschiedlich können Geschmäcker sein. Ich fand Iron Council wirklich nicht gut. Perdido Street Station und The Scar sind für mich Meilensteine der Phantastik. Aber ich bin auch eher ein Freund von Abenteuer denn politischem Manifest. ( Daher hat mich Der eiserne Rat auch meist genervt. ) Den Kraken hab ich mir schon ob des Titels und nach eher durchwachsenem Urteil von "Die Stadt und die Stadt" gespart - und dachte da er jetzt einen waschechten SF-Roman vorlegt nochmal zu einem Mivielle zu greifen, kann aber behaupten das insbesondere die Zeichnung der Charaktere ansonsten doch eine Stärke des Autors im neuesten Roman einfach schlecht ist. Das Thema ist schon arg abstrakt - dieses Sprachenkonstrukt. Wenn einem dann noch eine echte Beziehung zur Hauptperson fehlt, man schwerlich nachvollziehn kann wieso Sie agiert wie Sie es tut und ansonsten nicht viel geschieht das bei der Stange hält, dann ist das zu wenig.

#7 Susanne11

Susanne11

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Geschrieben 01 Oktober 2012 - 17:51

So unterschiedlich können Geschmäcker sein.

Ich fand Iron Council wirklich nicht gut. Perdido Street Station und The Scar sind für mich Meilensteine der Phantastik. Aber ich bin auch eher ein Freund von Abenteuer denn politischem Manifest. ( Daher hat mich Der eiserne Rat auch meist genervt. )
Den Kraken hab ich mir schon ob des Titels und nach eher durchwachsenem Urteil von "Die Stadt und die Stadt" gespart - und dachte da er jetzt einen waschechten SF-Roman vorlegt nochmal zu einem Mivielle zu greifen, kann aber behaupten das insbesondere die Zeichnung der Charaktere ansonsten doch eine Stärke des Autors im neuesten Roman einfach schlecht ist. Das Thema ist schon arg abstrakt - dieses Sprachenkonstrukt. Wenn einem dann noch eine echte Beziehung zur Hauptperson fehlt, man schwerlich nachvollziehn kann wieso Sie agiert wie Sie es tut und ansonsten nicht viel geschieht das bei der Stange hält, dann ist das zu wenig.

Jetzt gebe ich meinen Senf auch noch dazu.
Perdido Street Station und The Scar gehören zu meinen absoluten Lieblingsbüchern. Da könnte ich mich vor Lob überschlagen.
König Ratte gefiel mir auch sehr gut. Die Stadt und die Stadt ebenso. Aber sie fielen schon etwas ab.
Der eiserner Rat und Der Krake habe ich nicht zu Ende gelesen - beide nicht mein Fall.
Stadt der Fremden liegt hier rum und wartet darauf gelesen zu werden. Ich bin gespannt.

#8 valgard

valgard

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Geschrieben 01 Oktober 2012 - 18:29

Mit Perdido Street Station ist sicher auch der "Falter" und der "Weber" gemeint!? Gefiel mir Alles. Beim Kraken schimmert doch auch das politische durch. Geschmäcker und Vorlieben sind halt verschieden. lothar
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#9 T.H.

T.H.

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Geschrieben 01 Oktober 2012 - 18:37

He he, interessant, dass niemand etwas zu "Un Lon Dun" sagt.. Also, bei mir war das der erste Mieville, den ich nicht mochte, hab's nicht mal zuende gelesen und sogar aus meiner Sammlung verbannt. "Der Krake" war dann der zweite, den ich nicht zuende las. Alle anderen habe ich genossen... Aber wenn sich hier eine Tendenz abzeichnet, trau' ich mich ja gar nicht an den neuen Roman ran...

Phantastische Grüße,
Thomas

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#10 Amtranik

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Geschrieben 01 Oktober 2012 - 19:13

He he, interessant, dass niemand etwas zu "Un Lon Dun" sagt..
Also, bei mir war das der erste Mieville, den ich nicht mochte, hab's nicht mal zuende gelesen und sogar aus meiner Sammlung verbannt. "Der Krake" war dann der zweite, den ich nicht zuende las. Alle anderen habe ich genossen... Aber wenn sich hier eine Tendenz abzeichnet, trau' ich mich ja gar nicht an den neuen Roman ran...


Stimmt. Den muss ich verdrängt haben.
Aber in der Tat läßt sich für mich eine Tendenz ableiten. Die ersten 4 ( also im englischen Original waren es ja nur 2 Romane ) sind einfach grandios.
Danach, hatte ich zunehmend das Gefühl der Autor ( im Rennsport würde man sagen er bekommt seine PS nicht auf die Straße ) schafft es nicht aus seinem sicherlich vorhandenen Ideenfundus, ähnlich mitreißende Geschichten zu erzählen wie es seine frühen Werke zweifelos darstellen.

Bearbeitet von Amtranik, 01 Oktober 2012 - 19:14.


#11 molosovsky

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Geschrieben 01 Oktober 2012 - 19:45

1. Um das Gesamtwerk eines Autoren zu beurteilen und/oder Entwicklungslinien in selbigem auszudeuten, muss man erstmal alles gelesen haben.

2. ›Sein‹ Publikum kann Miéville nicht verfehlt haben, denn es gibt ja Leser, die mehr oder minder seinem Gesamtwerk (siehe 1.) folgen und darin für sich mehr Treffer als Nieten gefunden haben. — Im Großen und Ganzen aber dürfte es Miéville auch nicht anders gehen, als vielen anderen Autoren: einige Bücher erklimmen höhere Ruhmes- und Beliebtheitsgipfel als der Rest, und einzelne Werke mögen durch den Rost fallen und ernten überwiegend nur Missfallen.

3. Die drei Bas-Lag-Romane sind die Werke 2 bis 4 in der Bibliographie Miévilles.
»King Rat« war sein Debüt-Roman und ich traue mich fast wetten, dass der bei vielen Miéville-Lesern, die vor allem seine Bas-Lag-Romane schätzen, nicht so doll ankommt (oder eben ähnlich mau ankommt, wie seine jüngeren Werke).

4. Im Grunde hätte ich große Lust, mich detaillierter zu streiten … ähh, ich meine, über Leseeindrücke auszutauschen. Aber die bisher hier vorgebrachten ›Argumente‹, Eindrucksschilderungen sind mir zu pauschal bzw. zu vage formuliert. Die Kritiken an »Embassytown« von Markus Widmer oder Florian Breitsameter kann ich nachvollziehen und auch würdigen, obwohl ich die ›Meinung‹, sprich: Wertung nicht teile. Aber ich erfahre etwas über Lesehaltung, und wie Buch und Leser aufeinanderprallen, und was da genau wie schief gegangen sein könnte.

Grüße
Alex / molo

Bearbeitet von molosovsky, 01 Oktober 2012 - 19:55.

MOLOSOVSKY IST DERZEIT IN DIESEM FORUM NICHT AKTIV: STAND 13. JANUAR 2013.

Ich weiß es im Moment schlicht nicht besser.

Mehr Gesabbel von mir gibts in der molochronik

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#12 Susanne11

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Geschrieben 01 Oktober 2012 - 19:55

He he, interessant, dass niemand etwas zu "Un Lon Dun" sagt..
Also, bei mir war das der erste Mieville, den ich nicht mochte, hab's nicht mal zuende gelesen und sogar aus meiner Sammlung verbannt. "Der Krake" war dann der zweite, den ich nicht zuende las. Alle anderen habe ich genossen... Aber wenn sich hier eine Tendenz abzeichnet, trau' ich mich ja gar nicht an den neuen Roman ran...

Un Lon Dun habe ich halb gelesen. Jugendbücher sind einfach nicht mein Fall - von keinem Autor. Auch nicht von Neil Gaiman und Clive Barker, die ich mindestens genauso schätze wie Mieville.

Auch Spiegelhaut wurde nicht erwähnt. Das gefiel mir außerordentlich gut.

Kein Autor kann immer nur Glanzleistungen bringen.
Und das gilt wohl für jeden Lieblingsautor. Ich erinnere mich, dass ich damals sehnsüchtig auf den neuen Roman von Clive Barker wartete und mich voller Vorfreude ans Lesen machte. Coldheart Canyon war eine Super-Enttäuschung. So ein mieses Buch (ohne das jetzt detaillierter zu begründen) hätte ich ihm niemals zugetraut.

Bearbeitet von Susanne11, 01 Oktober 2012 - 20:13.


#13 Amtranik

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Geschrieben 01 Oktober 2012 - 20:08

4. Im Grunde hätte ich große Lust, mich detaillierter zu streiten … ähh, ich meine, über Leseeindrücke auszutauschen. Aber die bisher hier vorgebrachten ›Argumente‹, Eindrucksschilderungen sind mir zu pauschal bzw. zu vage formuliert. Die Kritiken an »Embassytown« von Markus Widmer oder Florian Breitsameter kann ich nachvollziehen und auch würdigen, obwohl ich die ›Meinung‹, sprich: Wertung nicht teile. Aber ich erfahre etwas über Lesehaltung, und wie Buch und Leser aufeinanderprallen, und was da genau wie schief gegangen sein könnte.

Grüße
Alex / molo


Das mag auch daran liegen das wenige hier des öfteren Rezensionen schreiben und diese auch noch veröffentlichen wie die von Dir verlinkten.
Ansonsten kann ich meine Leseeindrücke ebenfalls in beiden Rezensionen wiedererkennen und die beiden haben das was auch ich empfand viel besser in Sätze fassen können als ich es vermag.

Ob man jetzt an bestimmten Buchbesprechungen sofort Lesehaltungen bestimmter Schreiber festmachen kann, das wage ich doch zu bezweifeln bzw solch eine Wertung trau ich mich nicht. Allenfalls bedeutsam ist für mich persönlich, das zumindest von 2 Rezensenten gleiche Kritik geübt haben an dem was auch ich als Schwäche des Romans gesehen habe. Der zentrale Plot bleibt leider zu abstrakt, er ist in sich nicht schlüssig - ich hätte es ja als großen Unsinn bezeichnet rein aus dem Bauch heraus, aber Markus Widmer hat das ganz gut erklärt wie ich finde, die Hauptperson, im ersten Teil des Romans bis ca Seite 50 noch gut eingeführt und auch beschrieben verflacht im weiteren Handlungsverlauf und Ihre Taten sind für den Leser nicht wirklcih nachvollziehbar. Man nimmt es halt nur zur Kenntnis ohne zu begreifen....
Ich persönlich finde es zb auch nicht gut in einem SF- Roman so eine Art von Voodoo-Begriffsschusterei aufzumachen die eigentlich, nüchtern betrachtet nämlich genau das ist. Ein fauler Zauber. Mieville versucht eine Art Sense of Wonder auch dadurch aufzubauen, indem er einfach allgemein gültige begrifflichkeiten wie Weltall, Überlichtantrieb usw durch eigene Wortschöpfungen ersetzt. Bei mir aber zb, hat das nicht verfangen. Ich fand das eher den Lesefluß hemmend, ablenkend und hinderlich. Aber ok - geschenkt. Die wirklichen Schwächen sind der ( wie schon in "Die Stadt und die Stadt") äußerst dünne Plot der über bleibt wenn man die auf den ersten Blick tolle Idee als Rohrkrepierer entlarvt hat.

#14 T.H.

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Geschrieben 01 Oktober 2012 - 20:11

Ah ja, "Spiegelhaut" fand ich auch sehr gut, auch die anderen Stories von ihm. Tja, molo, ich für meinen Teil traue mich gar nicht, so sehr mein Unbehagen über "Der Krake" zu formulieren, weil Mieville - so albern das klingt - so was wie ein Schriftstellergott für mich ist. Da will ich also gar nicht drüber nachdenken, warum mich das Teil so sehr gelangweilt hat. "Un Lon Don" ist wie ein Jugendbuch aufgebaut und funktioniert auch nur wie ein Jugendbuch. Bin ich einer Meinung mit Susanne11! Das war einfach zu einfach gestrickt, geradlinig erzählt, durchschaubar und trotz der hübschen literarischen Erfindungen wenig einflallsreich. Das Buch hatte mich richtig geärgert! Die roten Anstriche in "Der Eiserne..." und "König Ratte" haben mich übrigens gar nicht gestört. Endlich mal einer, der Fabe bekennt. Liesst man auch nicht alle Tage sowas...

Phantastische Grüße,
Thomas

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#15 derbenutzer

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Geschrieben 02 Oktober 2012 - 01:27

1. Um das Gesamtwerk eines Autoren zu beurteilen und/oder Entwicklungslinien in selbigem auszudeuten, muss man erstmal alles gelesen haben.

(molosovsky)

Stimmt natürlich. Was mich indirekt zu der Frage führt: Was wäre denn ein empfehlenswerter Einstieg in das Werk des Autors? Was Un Lon Don angeht, teile ich die Meinung von Susanne11 und von Thomas. Bei Miéville bin ich bei eben dieser Frage eher unschlüssig.

LG

Jakob

Bearbeitet von derbenutzer, 02 Oktober 2012 - 07:11.

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#16 T.H.

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Geschrieben 02 Oktober 2012 - 06:30

Der beste Einstieg? Ich denke, auf alle Faelle "Perdido street station" (Falter, Weber bei uns) .... leider ist der zweite Band nur teuer zu bekommen.

Phantastische Grüße,
Thomas

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#17 molosovsky

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Geschrieben 02 Oktober 2012 - 07:48

Grob gesagt gibts drei Miévilles, und somit drei Möglichkeiten ins Werk einzusteigen:

1) Die Welt Bas-Lag — Einfach in der Reihenfolge der Publikation lesen (wobei ich vielleicht »The Scar« doch für den besten Einstieg halte, denn er ist besser konstruiert und geschrieben als »PSS«, und noch nicht so schwer-weil-›avantgardistisch‹ wie »Iron Council«).

2) Weird für die Großen — »The CIty & The City« ist erstaunlich nah am literarischen Mainstream dran und entsprechend zugänglich für alle, die sonst nicht so viel Phantastik lesen. Aber je nach Interesse, würde ich auch »King Rat« (Musik, speziell Drum’n Base) oder »Kraken« (UrbanFantasy-London-Extravaganza, a la »Wie ›Neverwhere‹, nur viel wilder«) als Einstieg empfehlen.

3) Der Jugendfreund — Seit es die Wahl zwischen zwei Romanen gibt, würde ich »Railsea« auf jeden Fall bevorzugen (auch wenn ich »Un Lun Dun« nicht schlecht fand).

Ansonsten gibt es seit einiger Zeit auch die Möglichkeit, über Comics mit Miévilles weirder Phantasie in Berührung zu kommen. Seine DC-Serie »Dial H for Hero« ist ganz amüsant, und demnächst (also … ähh … im April nächstes Jahr) gibts den ersten Sammelband.

Grüße
Alex / molo

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#18 Lucardus

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Geschrieben 02 Oktober 2012 - 09:46

Kein Autor kann immer nur Glanzleistungen bringen.
Und das gilt wohl für jeden Lieblingsautor. Ich erinnere mich, dass ich damals sehnsüchtig auf den neuen Roman von Clive Barker wartete und mich voller Vorfreude ans Lesen machte. Coldheart Canyon war eine Super-Enttäuschung. So ein mieses Buch (ohne das jetzt detaillierter zu begründen) hätte ich ihm niemals zugetraut.

Du kennst "Galileo" nicht, oder? Dagegen fand ich Coldhart Canyon relativ gut, obwohl der gegenüber Imagica und dergleich dramatisch abfällt. Allerdings hab ich seit längerem keinen neuen (?) Barker nicht mehr angepackt.
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Wer mal reinschauen will: http://www.goodreads.com/

#19 Susanne11

Susanne11

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Geschrieben 02 Oktober 2012 - 10:08

Du kennst "Galileo" nicht, oder? Dagegen fand ich Coldhart Canyon relativ gut, obwohl der gegenüber Imagica und dergleich dramatisch abfällt. Allerdings hab ich seit längerem keinen neuen (?) Barker nicht mehr angepackt.

Ich kenne "Galileo" und es gefiel mir recht gut. Ich mochte auch "Sakrament" gerne. Aber nicht so wie "Imagica", "Gyre" und die "Books of Art".
Als letztes ist der 3. Band von Abarat erschienen. Ich habe ihn gekauft und er war schweineteuer - wie die beiden ersten Bände auch. Gelesen habe ich Abarat nicht, weil ich Jugendbücher nicht mag. Ich habe ihn wegen der Bilder gekauft. Ich finde, dass Clive Barker auch ein sehr guter Maler ist. Er ist vielseitig wie kaum jemand anders.
Ich werde auch weiterhin jeden neuen (deutschen) Barker kaufen und lesen, ebenso wie jeden neuen Mieville - wenn es mir nicht gefällt, dann kommt es in die Tonne.

#20 Anubizz

Anubizz

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Geschrieben 02 Oktober 2012 - 16:33

1) Die Welt Bas-Lag — Einfach in der Reihenfolge der Publikation lesen (wobei ich vielleicht »The Scar« doch für den besten Einstieg halte, denn er ist besser konstruiert und geschrieben als »PSS«, und noch nicht so schwer-weil-›avantgardistisch‹ wie »Iron Council«).


Der Aussage in Klammern würde ich zwar nicht widersprechen, aber trotzdem eher dazu raten, die Bas-Lag-Romane in der Reihenfolge des Erscheinens zu lesen. Der Zugang dürfte leichter fallen, wenn man weiß, warum Bellis aus New Crobuzon flieht und warum sie sich so sehr danach zurücksehnt.


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