Geschrieben 03 August 2014 - 13:07
Also ich persönlich fand ja "Es ist die Schwerkraft, die uns umbringt" von Ulrike Schmitzer klasse. Das Buch selbst ist nicht als SF klassifiziert. Meiner Ansicht nach hat es aber alles, was ein SF-Roman braucht: Eben die Mischung von Fiktion und Wissenschaft, angesiedelt in der Zukunft. Beschrieben wird wie eine junge Frau aus Wien, die auf dem Weg ist, sich für eine Marsmission zu qualifizieren, ihren Weg geht. Aufgelockert wird das noch durch absurde Anekdoten aus der Geschichte der Raumfahrt. Echt tolles Buch, clever, spannend, literarisch hochwertig, vielleicht feministisch - und dann auch noch ein Hardcover mit Fadenheftung. Echt jetzt, ich wusste gar nicht, dass es so was heutzutage noch gibt!
Ich habe die Autorin auch darauf angesprochen, wie sie zur SF steht. (Sie hat eine Lesung gegeben.) Sie meinte, sie selbst hätte sich nicht getraut, den Roman als SF zu klassifizieren, weil er doch von der klassischen SF abweicht, aber sie ist überrascht gewesen, wie positiv der bei den SF-Fans aufgenommen wurde. Und sie freut sich sehr darüber.
Sie wird übrigens für die ESFS-Awards für Österreich als SF-Autorin antreten. (Leider hat man es dort noch nicht geschafft, veröffentlichungswürdiges Material zusammenzustellen. Der Award nimmt Nominierungen im Bereich der SF für alle europäischen Länder entgegen.)
Aber ich würde vorschlagen, dass man sich für den DSFP das Buch mal ansieht.