
Brittnacher, Richard/May Markus: Phantastik. Ein interdisziplinäres Handbuch.
Metzler, Stuttgart/Weimar 2013, 647 Seiten.
ISBN-13: 978-3476023414, € 64.95.—.
Kurzbeschreibung
Das erste umfassende Handbuch zur Phantastik
Aktuelles, zum Teil kontrovers diskutiertes Forschungsfeld
"Fantasy" in Literatur, Medien und Alltag, darunter Comics, Mangas, Computerspiele, Werbung, Design u. v. a.Das Phantastische in Kunst, Literatur, Film, Musik und Alltagskultur. Das interdisziplinäre Handbuch nimmt die unterschiedlichen methodischen Zugänge zur Phantastik und deren intermediale Vielfalt in den Blick. Ebenso dargestellt wird die historische Entwicklung in verschiedenen Sprachkreisen: vom Englischen, Französischen und Deutschen bis zur skandinavischen, slawischen und iberischen Tradition. Eine Reihe von Einträgen widmet sich typischen Themen, Motiven (wie z. B. Feen, Zeitreise) sowie poetischen und poetologischen Schlüsselkonzepten.
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Das Buch, schon seit geraumer Zeit angekündigt, ist nun endlich erschienen und liegt bereits auf meinem Schreibtisch. Der Verlag und die Herausgeber dürften garantieren, dass es zu einem Standardwerk wird.
Ich habe erst ein bisschen drin geblättert, habe allerdings schon ein paar Dinge gefunden, die mich stören. Das Meiste davon dürfte mit meiner persönlichen Perspektive zu tun haben, aber nichtsdestotrotz. So werden Filmtitel nicht einheitlich wiedergegeben. In einem Artikel steht einfach der deutsche Titel ohne weitere Angabe, in einem anderen der Originaltitel mit Produktionsjahr und Regisseur (wie es sich eigentlich gehört). Dass auf eine umfassende Filmographie und eine Bibliographie der Primärtexte verzichtet wird, kann ich bei so einem Werk durchaus nachvollziehen. Was ich bei einem als Nachschlagewerk angelegten Buch aber für eine schlimme Unterlassung halte, ist das Fehlen eines Titel-Indexes. Ich kann also nicht nachschlagen, wo ein bestimmter Roman oder Film aufgeführt wird. Der Sachindex wiederum scheint ziemlich dumm organisiert. Da ich gerade was zu Mystery schreibe, habe ich mal nachgeschlagen: Mystery steht rund ein Dutzend mal im Index, knapp die Hälfte davon aber als Teil eines Titels wie Tales of Mystery and Imagination oder dann sogar als Teil eines Zitats wie "… the mystery of life …". Das ist natürlich Unsinn. Der Index scheint ganz mechanisch, ohne jedes Nachdenken erstellt worden zu sein.
Naja, das sind mal erste Eindrücke. Eine ausführlichere Rezension wird sicher folgen.