Halloooooo?! Sagt Euch Der Staubplanet von Bruce Sterling etwas? 
Ist als Vergleich nicht ganz zutreffend, da das "Meer" in obigem Roman aus ultrafeinem Staub besteht.
Fangfahrten in "Luftozeanen" wie in obigem Teaser finden sich z.b in
Ismaels fliegende Wale
oder
Bob Buckley
Schimären (Chimera) -erweitert zu dem Roman World in the Clouds (nicht auf Deutsch)-
"Es war ein langer Fall bis zur Oberfläche des Planeten, die höllisch brannte und von einem ungeheuren atmosphärischen Gewicht zusammengepreßt wurde. Die Himmelsstationen und die kompliziert und kunstvoll erschaffene Flora und Fauna, die die Winde mit einer Vielzahl grüner Ballons, gestaltet von einem drogenumnebelten Bildhauer des Fleisches, erfüllten, blieben an den oberen Grenzen der Atmosphäre, wo der Druck und die Temperatur erdnormal waren. Tod lauerte über und unter ihnen; es gab nur die Wahl zwischen Eis und Feuer.
Aber die Venus war weit angenehmer als früher. Die obere Atmosphäre enthielt heute Sauerstoff, obwohl die Säurewolken und der hohe Anteil des Gases Menschen davon abhielt, sie ungefiltert zu benutzen. Kunststoffkombinationen und Atemgeräte gehörten zur üblichen Ausstattung. Erstaunlich daran blieb vor allem, daß all dies in nur zweihundert Jahren vollbracht worden war.(S.162)
...
Der Luftwal kam in Sicht.
Er war ungefähr halb so groß wie die Kühnstürzende Geliebte und durchscheinend, seine Haut ein trübes, mit scharlachroten Flecken übersätes Grün. Sein Schweif lag zusammengefaltet zwischen zwei Walschwanzflossen; die hatten ihm den Namen gegeben. Er besaß keine anderen Auswüchse, und je näher man ihm kam, desto weniger ähnlich sah er einem Wal. Das Maul war ein Netz transparenter Membranen, zusammengehalten von knorpeligen Gräten. Er hatte keine Augen, nur zahllose lichtempfindliche Sichtpusteln, die den Fleischwulst, der das netzähnliche Maul schraff umgrenzte, mit Pünktchen übersprenkelten.
Neely band die Leinen fest, bückte sich und griff nach der Hakenlanze. Er stellte sich zu Poulton. Die gefleckte Hülle des Wals war jetzt so nah, daß sie die kleinen parasitären Räuberpflanzen sehen konnten, die mit schwänzelnden Bewegungen über seine Seite huschten, um dem näher kommenden Schiffchen aus dem Weg zu gehen; ihre einziehbaren Wurzeln zappelten wie Strähnen schlohweißen Haares auf ihren grünlichen Rücken.
Poultons Streupistole entlud sich mit einem lauten Knall. Ein Hagel gezackter Glasscherben blitzte aus ihrer Trichtermündung und fraß sich durch den Wal. Sofort war ein schrilles Zischen zu hören, und der Wal fiel, absinkend, in sich zusammen. Aber Neely hatte zum gleichen Zeitpunkt, als die Pistole abgefeuert wurde, mit der Lanze in ihn hineingestochen, und die Enterhaken waren ebenfalls schon angebracht. Er zog, und mit Poultons Hilfe lag der schlappe Wal bald sicher festgetäut längsseits."(S.163 -164)
aus
H. J. Alpers / Ernst Fuchs
Neue Science Fiction Geschichten
Tosa Verlag 1982
Bearbeitet von Jorge, 25 März 2015 - 19:51.