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James Bond 007 - Allgemein


93 Antworten in diesem Thema

#1 Zeitreisender

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Geschrieben 27 Oktober 2015 - 12:24

Ich denke es ist angebracht einen allgemeinen Thread über 007 zustarten. Alles was mit James Bond (Filme, Bücher etc.) zutun hat, kann hier rein.

 

Im Spectre-Thread wurde kurz diskutiert ("auf eigene Faust", "Privatkrieg"), was ein klassischer Bond ausmacht und warum Bond in dieser Form nicht mehr möglich sein.

 

http://www.scifinet....e-2#entry320027

 

Damals wurde auch experimentiert und einiges über das Leben von 007 gezeigt. Auf den ersten Blick scheinen die Connery-Bondfilme nach Schema F zulaufen. Als Connery nach 1967 ausgestiegen ist, kam dann 1969 Im Geheimdienst Ihrer Majestät, der ursprünglich mit Connery gedreht werden sollte. Dieser Bondiflm fällt völlig vom Rahmen: 007 quittiert seinen Dienst, führt quasi einen Privatkrieg gegen Blofeld und heiratet das Bondgirl Theresa, die sofort gleich von Blofeld umgebracht wird.

 

Leben und sterben lassen mit Roger Moore ist auch ein wenig anders. Die Besprechung findet nicht im M's Büro statt, sondern in der Wohnung von James. Und Q fehlt auch, was in der Bond-Ära von 1962 bis 1999 auch einzigartig macht. In tödlicher Mission steht James vor dem Grab seiner toten Theresa (Vergangenheit) und Blofeld wird endgültig zur Strecke gebracht.

 

Der größte Bruch dürfte mit Timothy Dalton passiert sein. Der Hauch des Todes wirkt anders als die Moore-Bondfilme. Bonduntypisch ist die geplante geheime Ausreise von Koskov aus Bratislava. Später wird Koskov aus einem "Landhaus" des Geheimdienstes entführt. Lizenz zum Töten: Bond führt den privaten Rachefeldzug gegen einen Drogenbaron. Keine Einsatzbesprechung.

 

Mit Pierce Brosnan kehrte man wieder zurück zum gewohnten Bondfilm, auch wenn zu häufig mit der Holzhammermethode gearbeitet wurde. Ausnahme wäre da Die Welt ist nicht genug, der auch kein 08/15-Bondfilm ist. Wie einst in In tödlicher Mission kriegt das Publikum erst später mit, wer der Hauptbösewicht ist.



#2 simifilm

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Geschrieben 27 Oktober 2015 - 13:39

Ich habe für einen Filmgeschichtsband diesen Sommer einen längeren Aufsatz über die Geschichte und Entwicklung der James-Bond-Filme geschrieben (und in diesem Rahmen zumindest einen Teil der sehr umfangreichen Sekundärliteratur gewälzt); später ist dann in Hinblick auf Spectre noch ein Artikel für die Filmzeitschrift Frame draus geworden, ich bin also ziemlich ins Thema eingearbeitet (die beiden Artikel kann ich momentan allerdings nicht verlinken; der Filmgeschichtsaufsatz ist noch gar nicht erschienen, für den Frame-Artikel habe ich eine Sperrfrist).

 

Wie schon im anderen Thread geschrieben: Es gibt in meinen Augen verschiedene Dinge, die für die frühen Bonds wesentlich sind, die heute nicht mehr funktionieren. Das hängt mit gesellschaftlichen Veränderungen zusammen - wenn es z.B. um Sexismus und generell um Geschlechterrollen  geht -, aber auch mit den Entwicklungen des Kinos insgesamt. Die frühen Bond-Filme habe das moderne Actionkino zwar gewissermassen miterfunden, haben die Rolle des Schrittmachers aber längst eingebüsst. Um mich selber zu zitieren:

 

 

Mit einem Augenzwinkern servierte, übertriebene Action vor exotischem Hintergrund war bislang die Spezialität von James Bond gewesen. Nun aber wurde das Franchise links und rechts überholt. Filme wie Last Action Hero (John McTiernan, US 1993), The Rock (Michael Bay, US 1996) oder True Lies (James Cameron, US 1994) überboten Bond sowohl im Humor wie auch bei der Action, und mit Exotik ist im Zeitalter der Billigreisen ohnehin schwer zu punkten. Die «erhöhte Absurdität» wurde immer weiter getrieben. Beispielhaft hierfür steht True Lies. In James Camerons Film, der eindeutig als Bond-Parodie angelegt ist, kann die obligate Atombombe entgegen dem üblichen Muster nicht mehr rechtzeitig entschärft werden und detoniert. Wirklich tragisch ist dies aber nicht, vielmehr dient die Explosion als malerischer Hintergrund für den Kuss der beiden Protagonisten.

Diese Entwicklung hat das Actiongenre insgesamt in eine Krise gestürzt; denn wenn nichts mehr ernst genommen wird, wenn selbst die schrecklichste aller Waffen zur attraktiven Kulisse reduziert wird, haben es echte Helden schwer. Eine Figur wie James Bond wird dann zur reinen Karikatur, was sie trotz aller Ironie nie war. Zugleich kann Bond in Sachen extravaganter Action nicht mit den seit einigen Jahren überaus erfolgreichen Superhelden mithalten; bei aller Übertreibung unterliegt Bond im Gegensatz zu Superman und Konsorten doch gewissen physikalischen Beschränkungen.

 

Den Machern der Bond-Filme war das durchaus bewusst, weshalb der craigsche Bond sehr viel weniger mit absurden Gadgets und wahnwitzigen Plänen konfrontiert ist, dafür aber viel physischer ist. Zugleich hat man der Figur psychologisches Profil gegeben, was meiner Meinung nach ein grosse Fehler ist. Umberto Eco hat die Bond-Romane in einem Aufsatz Mitte der 1960er als Märchen beschrieben und das trifft es in verschiedener Hinsicht ziemlich genau. Wie im Märchen sind Gut und Böse klar verteilt und frei von Psychologie (die böse Hexe ist böse, weil sie eine Hexe ist. Ebenso der Bond-Bösewicht), und gibt es fest definierte Elemente im Handlungsablauf, deren Abfolge leicht variiert werden, deren Arsenal sich aber nicht gross ändert. Und hier liegt auch das Erfolgsgeheimnis: Bond ist gerade deshalb eine so grossartige Projektionsfläche, weil er eine apsychologische Kunstfigur ist. Er war ein vollkommen unrealistischer Übermensch, was ein vollkommen anderer Ansatz ist als der, den man in den Craig-Filmen gewählt hat.


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#3 Zeitreisender

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Geschrieben 27 Oktober 2015 - 15:29

 

umfangreichen Sekundärliteratur gewälzt

 

Kannst Du davon was weiterempfehlen? Ich kenne nur das große Buch von John Cork und Bruce Scivally.

 

 

Sexismus und generell um Geschlechterrollen geht

 

Veto! Schon in der Moore-Ära hat sich das Frauenbild "leicht" geändert. Wir denken z.B. an Triple XXX (Barbara Bach), eine ebenbürdige Agentin, Dr. Goodhead (Lois Chiles), ebenfalls Geheimagentin, oder die Bondgirls (Carey Lowell) aus der Dalton-Ära. Unter Pierce Brosnan hatten wir eine Femme Fatale (Famke Janssen) oder Jinx aus Stirb an einem anderen Tag dürfte das Best-of-Bondgirl der Geheimagentinen sein.

 

 

Zugleich kann Bond in Sachen extravaganter Action nicht mit den seit einigen Jahren überaus erfolgreichen Superhelden mithalten ...

 

Das wollen auch die Leute ja nicht sehen - auch Bondfans nicht. Stirb an einem anderen Tag ist ein gutes Beispiel, wo es einfach nur schwachsinnig ist.

 

 

Er war ein vollkommen unrealistischer Übermensch, was ein vollkommen anderer Ansatz ist als der, den man in den Craig-Filmen gewählt hat.

 

Klassischer Bond funktioniert nach Deiner Auffassung wegen der Gesellschaftsveränderung nicht mehr. Punkt.

Realistischer Bond ist auch nicht mehr auf weiteres möglich, weil andere Filme wie Mission Impossible das besser können. Punkt.

 

Also bist Du der Meinung, dass nach Craig die Reihe endgültig abgehakt werden sollte?



#4 simifilm

simifilm

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Geschrieben 27 Oktober 2015 - 15:46

Kannst Du davon was weiterempfehlen? Ich kenne nur das große Buch von John Cork und Bruce Scivally.

Kommt ein bisschen darauf an, was du suchst. Wenn es kein reines Faktenhuber-Buch sein soll, sondern eine Kulturgeschichte des Bond-Phänomens, kann ich Licence to Thrill von James Chapman sehr empfehlen. Ist meiner Meinung nach das beste Einzelbuch, das es momentan gibt (aber eben: das ist kein Hochglanz-Fanbuch, sondern eine wissenschaftliche Studie. Allerdings gut lesbar).    

Veto! Schon in der Moore-Ära hat sich das Frauenbild "leicht" geändert. Wir denken z.B. an Triple XXX (Barbara Bach), eine ebenbürdige Agentin, Dr. Goodhead (Lois Chiles), ebenfalls Geheimagentin, oder die Bondgirls (Carey Lowell) aus der Dalton-Ära. Unter Pierce Brosnan hatten wir eine Femme Fatale (Famke Janssen) oder Jinx aus Stirb an einem anderen Tag dürfte das Best-of-Bondgirl der Geheimagentinen sein.

  Sicher gibt es Änderungen; Moore ist weitaus weniger brutal zu Frauen als Connery. Dennoch steht von Anfang fest, dass er jede kriegt, die er will, dass alle auf Kommando schwach werden. Bereits die Brosnan-Filme (die ich alle mehr oder weniger verunglückt finde) kommen mit diesem Problem nicht mehr zurecht. Mir ist schon klar, warum Natalya Bond in GoldenEye zusammenstaucht und ihm sagt, Agenten seien nur "boys with toys" - weil die unterwürfigen Frauen der früheren Epoche lachhaft wären. Aber Bond ist nicht die Figur, die sich so etwas anhört.

 

Klassischer Bond funktioniert nach Deiner Auffassung wegen der Gesellschaftsveränderung nicht mehr. Punkt. Realistischer Bond ist auch nicht mehr auf weiteres möglich, weil andere Filme wie Mission Impossible das besser können. Punkt.   Also bist Du der Meinung, dass nach Craig die Reihe endgültig abgehakt werden sollte?

Ich bin der Meinung, dass man schon vorher hätte aufhören sollen (was freilich illusorisch ist. Solange man mit Bond Geld machen kann, wird es weitergehen). Der letzte gelungene Bond-Film ist in meinen Augen The Living Daylights. Da funktioniert das mit dem psychologischen Bond sogar halbwegs (ganz im Gegensatz zu License to Kill, der schrecklich ist). Das liegt unter anderem wohl daran, dass Dalton von allen Bond-Darstellern der beste Schauspieler ist. Bei Brosnan hatte ich immer das Gefühl, dass er sich sehr Mühe gibt, aber im Grunde nicht weiss, was sein Bond für ein Typ ist.

 

Von den Craig-Filmen war Casino Royale noch ganz lustig, weil man hier damit spielt, dass Bond noch nicht Bond ist (obwohl es ein unverzeilhicher Stilbruch ist, dass Bond hier statt Baccara ordinäres Poker spielt). Aber alles, was nachher kommt, finde ich mehr oder weniger überflüssig. Warum alle so von Skyfall begeistert sind, ist mir schleierhaft. Der Film ist visuell wahrscheinlich der schönste Bond - Roger Deakins sei Dank -, aber viel zu lang und das ganze Gedönse um M mit dem Strawdogs-Showdown völlig deplaziert.


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#5 Zeitreisender

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Geschrieben 27 Oktober 2015 - 16:33

 

Kommt ein bisschen darauf an, was du suchst.

 

Vom illustrierten Fanbuch bis hin zur wissenschaftliche Studie. Die Studie sollte aber in deutscher Sprache sein.

 

 

Dennoch steht von Anfang fest, dass er jede kriegt, die er will, dass alle auf Kommando schwach werden.

 

Moore ist auch der Gentleman-Bond. Wünschen sich das die Frauen heute nicht mehr? Im fünften Film mit Roger Moore werden auch die Grenzen von Bond aufgezeigt - er hält Abstand von sehr jungen Frauen bzw. minderjährigen Teenager. Sprich... Er kriegt sie doch nicht alle.

 

 

ganz im Gegensatz zu License to Kill, der schrecklich ist

 

Warum?

 

 

Warum alle so von Skyfall begeistert sind, ist mir schleierhaft. Der Film ist visuell wahrscheinlich der schönste Bond - Roger Deakins sei Dank -, aber viel zu lang und das ganze Gedönse um M mit dem Strawdogs-Showdown völlig deplaziert.

 

Meine Vermutung für den riesigen Erfolg von Skyfall liegt an den vorherigen Craig-Bonds. Casino Royale akzeptieren Fans, weil es das erste Fleming-Buch ist, aber das Massenpublikum wird wohl kaum die Bücher von Ian Fleming gelesen haben. Ein Quantum Trost ist ein Totalausfall - für beide Seiten. Die Menschen wollten unbedingt Bond wiedersehen und das haben sie mit Skyfall "einigermaßen" gekriegt.


Bearbeitet von Zeitreisender, 27 Oktober 2015 - 16:39.


#6 simifilm

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Geschrieben 27 Oktober 2015 - 16:43

Warum?

An License to Kill stimmt gar nichts; da hat man offensichtlich alle möglichen Dinge, die gerade hip waren - vom Drogenthriller über Miami Vice bis zum Ninja-Film - zusammengewurstelt, ohne sich Gedanken zu machen, wie das zusammenpassen könnte. Unabhängig davon, dass der Film für einen Bond viel zu brutal und zu wütend ist, ist er auch sonst völlig konfus. Der Film wirkt wie ein Echo auf alles, was in 1980ern erfolgreich war. Es wird ein typischer Mafiafilm-Plot aufgebaut - der Held schleicht sich ins Vertrauen des Bösewichts ein, was irgendwann zu einem Loyalitätskonflikt führt -, aber daraus wird dann gar nichts gemacht. Was der Bösewicht eigentlich treibt, ist unklar, warum am Ende alles in die Luft fliegt ebenso. Ok, Letzteres ist in vielen Bond-Filmen der Fall, es passt aber überhaupt nicht zur brutal verschwitzten Ästhetik des Films.

 

Wirklich schade, denn ich hätte gerne noch mehr Filme mit Dalton gesehen.


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#7 Zeitreisender

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Geschrieben 27 Oktober 2015 - 17:45

Was hälst von...

Bond über Bond von Sir Roger Moore

Geschüttelt, nicht gerührt: James Bond und die Physik von Metin Tolan

Agent des Zeitgeistes von Werner Greve

James Bond: Genese einer Kunstfigur von Torsten Reitz

Der Spion, den wir lieben von Eric Zerm (gab es auch auf der Buchmesse Con zu kaufen)

?

 

 

Unabhängig davon, dass der Film für einen Bond viel zu brutal und zu wütend ist, ...

 

Ja, das stimmt. Es wurde halt versucht Bond mehr Härte zu geben als es bisher bei Moore gewesen war. Moore hat aber auch in einzelnen Fällen gezeigt, wie skrupellos er sein konnte. Beispiele: Moonraker (im Labor in Venedig) und In tödlicher Mission (Bond tritt gegen das Auto von Locque).

 

Wirklich schade, denn ich hätte gerne noch mehr Filme mit Dalton gesehen.

 

Er hätte ursprünglich in Goldeneye auftreten sollen, aber nach den jahrelangen Rechtstreitigkeiten, sprang aber dann ab. Die Aussage von Judi Dench als M, Bond sei ein "frauenfeindlicher Dinosaurier", hätte zum Dalton-Bond besser gepasst.


Bearbeitet von Zeitreisender, 27 Oktober 2015 - 17:48.


#8 Valerie J. Long

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Geschrieben 27 Oktober 2015 - 17:46

Um mich selber zu zitieren: "Zugleich kann Bond in Sachen extravaganter Action nicht mit den seit einigen Jahren überaus erfolgreichen Superhelden mithalten; bei aller Übertreibung unterliegt Bond im Gegensatz zu Superman und Konsorten doch gewissen physikalischen Beschränkungen. "

 

Ich hab's anderswo auch schon geschrieben. glaube ich: Für mich ist Black Widow nach wie vor die beste Avengers-Heldin, eben weil auch sie gewissen physikalischen Beschränkungen unterliegt.

 

Grundsätzlich ist es für den Zuschauer leichter, sich mit einer "normalen" Figur zu identifizieren, sich vorzustellen, "das könnte ich sein".

Dazu ist es auch hilfreich, wenn die Figur ein wenig blank bleibt, so dass man sich selbst hineinprojizieren kann. Das ist (war) wohl Teil des Erfolgsrezepts.



#9 Zeitreisender

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Geschrieben 27 Oktober 2015 - 17:57

Ich hab's anderswo auch schon geschrieben. glaube ich: Für mich ist Black Widow nach wie vor die beste Avengers-Heldin, eben weil auch sie gewissen physikalischen Beschränkungen unterliegt.

 

Für uns Kerle ist es Hawkeye. ;)

 

Es ist kein Geheimnis das James Bond eine Identifikationsfigur darstellt. Ian Fleming hat ihn deshalb erfunden, weil er selbst wie James Bond sein wollte. Männer wollen wie James Bond sein und Frauen wollen mit James Bond zusammensein. That's It!



#10 simifilm

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Geschrieben 27 Oktober 2015 - 18:12

Für uns Kerle ist es Hawkeye. ;)

 

Es ist kein Geheimnis das James Bond eine Identifikationsfigur darstellt. Ian Fleming hat ihn deshalb erfunden, weil er selbst wie James Bond sein wollte. Männer wollen wie James Bond sein und Frauen wollen mit James Bond zusammensein. That's It!

 

Sehe ich anders. Bond ist eine Projektionsfläche; er verkörpert, was man(n) sein möchte, aber nicht sein kann. Er ist aber keine Identifikationsfigur in dem Sinne, dass ich als Zuschauer Gemeinsamkeiten zwischen meinem und seinem Leben sehe. Im Gegenteil  Bond ist all das, was ich nicht sein kann. Deshalb sehe ich das mit dem Realismus auch anders als Valerie. Bond unterliegt gewissen Grenzen, weil er zumindest äusserlich doch noch ein Mensch ist. Er hat keinen Röntgenblick und kann nicht fliegen; er ist aber zugleich eine vollkommen unrealistische Figur, die ständig unmögliche tut und Dinge überlebt, die kein Mensch aushalten würde.

 

Der Unterschied zwischen Bond und einem Superhelden ist diesbezüglich nur eine Frage der Setzung; in den Bond-Filmen wird eine Welt etabliert, die halbwegs der unsrigen entspricht, während in den meisten Superhelden-Filmen von Anfang an eigene Regeln etabliert werden (es gibt Krypton, die Bisse mutierte Spinnen führen zu Veränderungen etc.). Realistisch ist das beides nicht und was gefällt (oder beim Publikum ankommt), dürfte nur sehr begrenzt mit Identifikation zu tun haben.

 

(Es stimmt, dass mit den grenzenlosen Fähigkeiten eines Superman gewisse Probleme kommen. Zum Beispiel: Wo kommt der Konflikt her, wenn er eigentlich unbesiegbar ist? Damit haben viele Superheldenfilme zu kämpfen. Das ist aber ein narrativ-dramaturgisches Problem und nicht eine Frage der Identifikation. Oder wenn, dann nur insofern, dass man mit einer Figur, die keinen Widerstand erlebt, weniger mitgeht. Das würde ich aber nicht als Identifikation bezeichnen. Zum anderen gibt es im Film - im Gegensatz zum Comic - noch ein ästhetisches Problem: Wie stellt man Dinge, die per se unrealistisch resp. unmöglich sind, realistisch dar? Wie vereinigt man die abbildende Qualität des Films mit dem Überzeichneten des Comics?).


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#11 Zeitreisender

Zeitreisender

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Geschrieben 27 Oktober 2015 - 18:32

Ooops, habe ich etwa Identifikationsfigur hingeschrieben? Ich meinten natürlich Projektionsflächenfigur. :bighlaugh:

 

Außerdem warte ich immer noch auf Literaturvorschläge. Licence to Thrill ist notiert. ;)



#12 Valerie J. Long

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Geschrieben 27 Oktober 2015 - 18:35

Sehe ich anders. Bond ist eine Projektionsfläche; er verkörpert, was man(n) sein möchte, aber nicht sein kann. Er ist aber keine Identifikationsfigur in dem Sinne, dass ich als Zuschauer Gemeinsamkeiten zwischen meinem und seinem Leben sehe. Im Gegenteil  Bond ist all das, was ich nicht sein kann. Deshalb sehe ich das mit dem Realismus auch anders als Valerie. Bond unterliegt gewissen Grenzen, weil er zumindest äusserlich doch noch ein Mensch ist. Er hat keinen Röntgenblick und kann nicht fliegen; er ist aber zugleich eine vollkommen unrealistische Figur, die ständig unmögliche tut und Dinge überlebt, die kein Mensch aushalten würde.

 

Das liegt an der Überzeichnung in den späteren Filmen. "Unrealistisch" ja, manchmal, aber nicht "vollkommen unrealistisch", und er tut die unmöglichen Dinge auch nicht "ständig", sondern nur ab und zu (oder meinst du seinen semipermanenten Stän***?). Er kriegt Prügel, er blutet, er kann nicht ohne Gerät längere Zeit tauchen, und fährt auch höchstens so gut Ski in der Bobbahn wie Bogner B-) .

 

Darauf kann man(n) sich durchaus projizieren - wenn man den Unfug wie das Zusteigen in ein abstürzendes Flugzeug mal ausblendet.



#13 simifilm

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Geschrieben 28 Oktober 2015 - 09:01

Das liegt an der Überzeichnung in den späteren Filmen. "Unrealistisch" ja, manchmal, aber nicht "vollkommen unrealistisch", und er tut die unmöglichen Dinge auch nicht "ständig", sondern nur ab und zu (oder meinst du seinen semipermanenten Stän***?). Er kriegt Prügel, er blutet, er kann nicht ohne Gerät längere Zeit tauchen, und fährt auch höchstens so gut Ski in der Bobbahn wie Bogner B-) .

 

Die Überzeichnung ist spätestens ab Goldfinger fester Bestandteil der Filme. Im Grunde wird schon im Cold Open von Goldfinger, als Bond einen Smoking unter dem Taucheranzug trägt, klar markiert, dass wir es mit einer unrealistischen Phantasiewelt zu tun haben. Bond kann jedes Fortbewegungsmittel und jede Waffe bedienen, trifft mit jedem Schuss und muss sich nach einer Prügelei meist bloss die Krawatte zurecht rücken.

 

 

Bond über Bond von Sir Roger Moore

Geschüttelt, nicht gerührt: James Bond und die Physik von Metin Tolan

Agent des Zeitgeistes von Werner Greve

James Bond: Genese einer Kunstfigur von Torsten Reitz

Der Spion, den wir lieben von Eric Zerm (gab es auch auf der Buchmesse Con zu kaufen)

 

Von den genannten Titeln kenne ich nur Agent des Zeitgeistes; kann dazu allerdings auch nicht allzu viel sagen, da ich es nur angelesen habe.

 

Der Klassiker der Bond-Forschung ist der Aufsatz von Umberto („Die erzählerischen Strukturen in Flemings Werk“ (1965). Aus dem Italienischen übers. von Annemarie Czaschke. In: del Buono, Oreste/Eco, Umberto (Hgg.): Der Fall James Bond. 007 - ein Phänomen unserer Zeit. München 1966, 68-119.). Ist zwar in verschiedener Hinsicht problematisch und nicht mehr ganz taufrisch, aber dennoch nach wie vor der Text, auf den sich alle beziehen.

 

Ein neuerer Klassiker - allerdings ebenfalls englisch - ist: Bennett, Tony/Woollacott, Janet: Bond and Beyond. The Political Career of a Popular Hero. Basingstoke 1987.

 
Siegfried Tesche hat verschiedene Bücher zu Bond geschrieben, die allerdings mehr in Richtung fannische Faktenhuberei gehen und weniger an Analyse interessiert sind.
 
In dem Band Mythos 007. Die James-Bond-Filme im Fokus der Popkultur (Herausgegeben von Andreas Rauscher, Bernd Zywietz und Georg Mannsperger) hat es gute Artikel drin.

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#14 Valerie J. Long

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Geschrieben 28 Oktober 2015 - 11:18

Die unrealistische Fantasiewelt zeigt sich nicht nur in Bonds Person selbst, sondern auch im Umfeld. War es in "Der Morgen stirbt nie", wo die Verbrecher 007 in Hamburg aufs Korn nehmen? Große Schießerei, und die deutsche Polizei hält sich vornehm zurück, als gäbe es keine.

Man hat es aber selten so extrem übertrieben wie in "Moonraker"...



#15 simifilm

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Geschrieben 28 Oktober 2015 - 11:22

Die unrealistische Fantasiewelt zeigt sich nicht nur in Bonds Person selbst, sondern auch im Umfeld. War es in "Der Morgen stirbt nie", wo die Verbrecher 007 in Hamburg aufs Korn nehmen? Große Schießerei, und die deutsche Polizei hält sich vornehm zurück, als gäbe es keine.

Man hat es aber selten so extrem übertrieben wie in "Moonraker"...

 

Die Filme bewegen sich auf einem schmalen Grad, und was als übertrieben wahrgenommen wird, ist auch individuell unterschiedlich. Ich kann mich gut erinnern, wie das Kinopublikum seinerzeit bei GoldenEye in schallendes Gelächter ausbrach, als er das abstürzende Flugzeug im freien Fall überholte. Das war offensichtlich zu viel des Guten. Der Bungee-Sprung kurz vorher - oder vielmehr, die Art und Weise, wie Bond ihn abbremst -, wurde dagegen noch geschluckt.

 

Bei Moonraker hatte man wahrscheinlich das Gefühl, dass man irgendwie auf Star Wars reagieren musste.


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#16 Pogopuschel

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Geschrieben 28 Oktober 2015 - 11:23

 

Die Überzeichnung ist spätestens ab Goldfinger fester Bestandteil der Filme. Im Grunde wird schon im Cold Open von Goldfinger, als Bond einen Smoking unter dem Taucheranzug trägt, klar markiert, dass wir es mit einer unrealistischen Phantasiewelt zu tun haben ....

 

 

Meines Wissens nach haben die "Mythbusters" in einer Folge bewiesen, dass es möglich ist, einen trockenen Smoking unter einem Taucheranzug zu tragen.


Bearbeitet von Pogopuschel, 28 Oktober 2015 - 11:23.


#17 simifilm

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Geschrieben 28 Oktober 2015 - 11:25

Meines Wissens nach haben die "Mythbusters" in einer Folge bewiesen, dass es möglich ist, einen trockenen Smoking unter einem Taucheranzug zu tragen.

 

Mit perfekten Bügelfalten, nachdem man getaucht und über eine Mauer geklettert ist sowie diverse Leute vermöbelt hat?  B-)


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#18 Valerie J. Long

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Geschrieben 28 Oktober 2015 - 11:35

Die Filme bewegen sich auf einem schmalen Grad, und was als übertrieben wahrgenommen wird, ist auch individuell unterschiedlich. Ich kann mich gut erinnern, wie das Kinopublikum seinerzeit bei GoldenEye in schallendes Gelächter ausbrach, als er das abstürzende Flugzeug im freien Fall überholte. Das war offensichtlich zu viel des Guten. Der Bungee-Sprung kurz vorher - oder vielmehr, die Art und Weise, wie Bond ihn abbremst -, wurde dagegen noch geschluckt.

 

Bei Moonraker hatte man wahrscheinlich das Gefühl, dass man irgendwie auf Star Wars reagieren musste.

 

Auf der einen Seite steht die offensichtliche Übertreibung, die man nicht ernst nehmen kann und will. Ob das der Flugzeugsprung ist, der Magnet in der Armbanduhr, der ein Boot bewegen kann, der Hubschrauber, der seine Rotorblätter als Waffe einsetzt, oder die Druckpatrone, die ein Opfer zum Ballon aufbläst. Das nimmt man als "typisch Bond" hin. Der Bungee-Sprung ist so wie manche anderen von Qs Gimmicks von der Art "Okay, das geht noch nicht, aber könnte in zehn Jahren schon möglich sein" - oder man muss schon anfangen zu rechnen, um den Grad des Realismus herauszufinden. So was kauft man.

 

Insgesamt sind die Tricks in den Bond-Filmen auch ein Spiel mit den filmischen Mitteln und den Publikumserwartungen. Wenn ich einen neuen Bond sehe, erwarte ich irgendeinen überzeichneten Stunt. Was haben sie sich diesmal ausgedacht? Ich besuche schließlich keinen Physiklehrfilm.

Mit perfekten Bügelfalten, nachdem man getaucht und über eine Mauer geklettert ist sowie diverse Leute vermöbelt hat?  B-)

Warum nicht? Beim Material darf ein wenig getrickst werden - Bügelfalten mit feinsten Fäden aus Memory-Metall?



#19 simifilm

simifilm

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Geschrieben 28 Oktober 2015 - 11:39

Zum Thema irre Bond-Stunts hier ein netter Film. Wer sich schon immer gefragt hat, wie die Szene in Live and Let Die gedreht wurde, in der Bond über die Krokodile springt - hier sieht man es. Der Mann, der über die Tiere springt, ist übrigens der Besitzer der Krokodilfarm.

 


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#20 Zeitreisender

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Geschrieben 28 Oktober 2015 - 11:44

Vielen Dank für die Buchtipps, aber was ist eine "fannische Faktenhuberei"?

 

 

Im Grunde wird schon im Cold Open von Goldfinger, als Bond einen Smoking unter dem Taucheranzug trägt, klar markiert, dass wir es mit einer unrealistischen Phantasiewelt zu tun haben.

 

Wenn man bei jeder Aktion von 007 nachdenken würde, denke ich, wird man auf Dauer damit nicht glücklich. Ich habe gestern Im Angesicht des Todes gesehen und mir ist z.B. aufgefallen, dass Max Zorin keine Handschuhe trägt als er den Rathausdirektor mit der Waffe von 007 erschießt. Wozu also der Plan, Bond hätte ihn umgelegt? Fingerabdrücke? Ich sehe das als Filmfehler, denn seine Komplizin May Day hat Handschuhe angehabt. Wir könnten jetzt noch über das Alter von Roger Moore reden... :lol:



#21 simifilm

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Geschrieben 28 Oktober 2015 - 11:59

Vielen Dank für die Buchtipps, aber was ist eine "fannische Faktenhuberei"?

  Anhäufen aller möglicher Details zur Entstehung der Filme u.ä. ohne eine irgendwie geartete Analyse.

 

Bei Interesse kann ich dir übrigens meinen Artikel gerne schicken. Melde dich einfach per PM.  

Wenn man bei jeder Aktion von 007 nachdenken würde, denke ich, wird man auf Dauer damit nicht glücklich. Ich habe gestern Im Angesicht des Todes gesehen und mir ist z.B. aufgefallen, dass Max Zorin keine Handschuhe trägt als er den Rathausdirektor mit der Waffe von 007 erschießt. Wozu also der Plan, Bond hätte ihn umgelegt? Fingerabdrücke? Ich sehe das als Filmfehler, denn seine Komplizin May Day hat Handschuhe angehabt. Wir könnten jetzt noch über das Alter von Roger Moore reden... :lol:

Falls hier ein Missverständnis entstanden sein sollte - es geht mir keineswegs darum, auf allfälligen "Fehlern" rumzureiten. Die meisten Filme etablieren eine Welt, die in gewissen Dingen unrealistisch ist (und kleinere Logik- oder Anschlussfilme gibt es immer). Das ist auch kein Problem, so funktioniert Fiktion. Ab Goldfinger haben sich die Bond-Filme aber deutlich von dem entfernt, was landläufig als Realismus verstanden wird. Die Pläne der Bösewichte werden immer extravaganter, Bonds Gadgets verrückter, die Stunts spektakulärer etc. Eben eine Phantasiewelt. Dennoch - und darum geht es mir in dem ursprünglichen Zitat - ist Bond trotz allem noch so etwas wie ein Mensch. Er ist kein Superheld oder eine Fantasy-Figur und deshalb sind ihm gewisse Dinge  nicht möglich. Im Wettkampf um immer spektakulärere Actionfilme, der spätestens Mitte 1990er als Folge des Aufkommens von CGI einsetzt, ist das ein Problem.

 

Es ist kein Zufall, dass Superheldenfilme bei den Filmstudios nun seit Jahren so beliebt sind. Sie bieten u.a. die Möglichkeit, unter Aufbietung der neusten Tricktechnik immer wildere Dinge zu zeigen, was den praktischen Nebeneffekt hat, dass man potenzielle Konkurrenten, denen weniger Ressourcen zur Verfügung stehen, auf Distanz halten kann. Filme wie die James-Bond- oder Mission-Impossible-Reihe müssen sich überlegen, wie sie darauf reagieren, denn sie bauen ja auch auf extravagante Actionszenen. Man kann Bond aber nicht wie Spiderman oder Hulk durch Manhattan springen lassen resp. Panzer zerdeppern lassen. Das lässt die Figur einfach nicht zu. Dass die Craig-Filme, insbesondere Casino Royal, so viel physischer sind, ist eine Folge davon. Da man aus Bond keinen Mutanten machen konnte, ging man den umgekehrten Weg und hob seine - menschliche - Körperlichkeit hervor.


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#22 Zeitreisender

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Geschrieben 28 Oktober 2015 - 12:25

 

Ab Goldfinger haben sich die Bond-Filme aber deutlich von dem entfernt, was landläufig als Realismus verstanden wird.

 

Wie sieht es mit Dr. No aus? Nach Deiner Aussage zuurteilen, ist Liebesgrüße aus Moskau der realistischste Bond?

 

 

Filme wie die James-Bond- oder Mission-Impossible-Reihe müssen sich überlegen, wie sie darauf reagieren, denn sie bauen ja auch auf extravagante Actionszenen.

 

Ich sehe in der James Bond-Reihe eine Art Selbstläufer. Die Menschen gehen ins Kino, weil es Bondfilme sind. Da ist es ihnen egal wie extravagant die eine oder andere Actionszene ist. So ein Franchise muss sich das erstmal erarbeitet haben. Aus 007 einen Superhelden zu machen, halte für ich für sehr unklug. Die Broccolis könnten dann die Reihe endgültig begraben.

 

Vielleicht ist es auch bei Mission Impossible so, aber die kenne halt nicht. Ich kenne nur die beiden Serien.


Bearbeitet von Zeitreisender, 28 Oktober 2015 - 13:15.


#23 simifilm

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Geschrieben 28 Oktober 2015 - 12:56

Wie sieht es mit Dr. No aus? Nach Deiner Aussage zuurteilen, ist Liebesgrüße aus Moskau der realistischste Bond?

Selbstkorrektur: Wahrscheinlich sollte man hier ohnehin nicht von Realismus sprechen. Aber die Tonlage der ersten beiden Filme ist sicher anders als dann ab Goldfinger. From Russia With Love steht dem klassischen Agentenfilm näher als die übrigen Bonds. Es ist eigentlich auch der einzige Film der Reihe, der einen spannenden Plot hat. Man fragt sich hier tatsächlich, was die Bösen vorhaben und wie Bond seinen Kopf aus der Schlinge ziehen wird. Das ist später in dieser Form nicht mehr der Fall.    

Ich sehe in der James Bond-Reihe eine Art Selbstläufer. Die Menschen gehen ins Kino, weil es Bondfilme sind. Da ist es ihnen egal wie extravagent die eine oder andere Actionszene ist. So ein Franchise muss sich das erstmal erarbeitet haben. Aus 007 einen Superhelden zu machen, halte für ich für sehr unklug. Die Broccolis könnten dann die Reihe endgültig begraben.   Vielleicht ist es auch bei Mission Impossible so, aber die kenne halt nicht. Ich kenne nur die beiden Serien.

Ich bin nicht sicher, ob ich verstehe, auf was du hinauswillst. Extravagante Action gehört zu Bond dazu; Bond ohne Prügeleien, Verfolgungsjagden und wilde Stunts wäre kein Bond. Gewisse Dinge, die in Superheldenfilmen möglich sind, gehen aber nicht.

 

Noch ein "Literaturhinweis": Der James-Bonding-Podcast von Matt Gourley and Matt Mira ist sehr unterhaltsam.


Bearbeitet von simifilm, 28 Oktober 2015 - 12:59.

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#24 Zeitreisender

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Geschrieben 28 Oktober 2015 - 13:14

 

Es ist eigentlich auch der einzige Film der Reihe, der einen spannenden Plot hat.

 

Ob ich das verifizieren sollte... :happy:

 

 

Ich bin nicht sicher, ob ich verstehe, auf was du hinauswillst. Extravagante Action gehört zu Bond dazu; Bond ohne Prügeleien, Verfolgungsjagden und wilde Stunts wäre kein Bond. Gewisse Dinge, die in Superheldenfilmen möglich sind, gehen aber nicht.

 

Mir ging es darum, dass es den Leuten egal ist, ob die extravagante Action immer extravaganter werden. Du hast ja selbst das Beispiel mit Goldeneye genannt. Als ich damals im Kino saß, haben die Leute auch wegen dem Flugzeugsprung gelacht. Viele Stunts und Actionszenen sind auch oft Wiederholungen aus vorherigen Bondfilmen.



#25 simifilm

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Geschrieben 28 Oktober 2015 - 13:17

Ob ich das verifizieren sollte... :happy:

Sagen wir halbwegs spannend. ;) Die Dramaturgie und die Stimmung des Films ist auf jeden Fall anders als in der übrigen Reihe.  

Mir ging es darum, dass es den Leuten egal ist, ob die extravagante Action immer extravaganter werden. Du hast ja selbst das Beispiel mit Goldeneye genannt. Als ich damals im Kino saß, haben die Leute auch wegen dem Flugzeugsprung gelacht. Viele Stunts und Actionszenen sind auch oft Wiederholungen aus vorherigen Bondfilmen.

Vielleicht verstehen wir nicht das Gleiche unter extravagant. Aber du könntest heute keinen Bond mehr mit Actionszenen aus den 1970ern machen. Die Zuschauer erwarten etwas anderes, es gibt eine permanente Steigerung.

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#26 Zeitreisender

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Geschrieben 28 Oktober 2015 - 13:29

Die Dramaturgie und die Stimmung des Films ist auf jeden Fall anders als in der übrigen Reihe.

 

Es sollten auch Leute geben, die Liebesgrüße aus Moskau als zu langatmig und langweilig finden. Der Film hat auch kaum Actionszenen.

 

Aber du könntest heute keinen Bond mehr mit Actionszenen aus den 1970ern machen. Die Zuschauer erwarten etwas anderes, es gibt eine permanente Steigerung.

 

Die Steigerung hat aber Grenzen, sonst müsste 007 bald einen Cape tragen. ;)

 

Kehren wir also wieder zum Ausgangspunkt zurück, dass Bond schon lange tot ist (Der Hauch des Todes) und die Produzenten wollen weiterhin daran Geld verdienen?

 

Noch ein "Literaturhinweis": Der James-Bonding-Podcast von Matt Gourley and Matt Mira ist sehr unterhaltsam.

 

Auch nicht schlecht: http://www.bahnhofsk...no-podcast.html


Bearbeitet von Zeitreisender, 28 Oktober 2015 - 15:17.


#27 Pogopuschel

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Geschrieben 29 Oktober 2015 - 18:46

Laurie Penny hat einen sehr treffenden Artikel zur allgemeinen und aktuellen Bond-Situation geschrieben: The tragedy of James Bond.



#28 Zeitreisender

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Geschrieben 31 Oktober 2015 - 18:16

Laurie Penny hat einen sehr treffenden Artikel zur allgemeinen und aktuellen Bond-Situation geschrieben: The tragedy of James Bond.

 

Ach ja, eine Feministin. Ist schon klar.


Bearbeitet von Zeitreisender, 31 Oktober 2015 - 18:18.


#29 simifilm

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Geschrieben 31 Oktober 2015 - 18:46

Ach ja, eine Feministin. Ist schon klar.

Erklär mir doch bitte, inwieweit sie daneben liegt resp. wo sich ihre besonders radikaler Feminismus zeigt. Ich finde ihre Einschätzung sehr zutreffend. Sie stimmt auch weitgehend mit dem überein, was ich hier schon geschrieben habe. Ein Grossteil des "Charmes" der frühen Filme liegt in ihrem Sexismus (und Rassismus und Homophobie), den man heute mit einem gewissen Amusement geniessen kann*, die aber in einem aktuellen Film - zum Glück - nicht mehr funktionieren würden. Das ist auch der Grund, weshalb ein moderner Bond in meinen Augen letztlich gar nicht gehen kann - weil wesentliche Elemente schlicht nicht mehr zeitgemäss sind.

*Wobei es ist interessant ist zu sehen, dass die alten Filme für jüngere Semester teilweise nicht mehr geniessbar sind. Der Kommentar meiner neunjährigen Nichte zu Bond, nachdem sie Goldfinger gesehen hatte, war "sexist chauvinist pig" (sie lebt in den USA).


Bearbeitet von simifilm, 22 Januar 2017 - 12:02.

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#30 Zeitreisender

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Geschrieben 31 Oktober 2015 - 19:56

... die aber in einem aktuellen Film - zum Glück - nicht mehr funktionieren würden.

 

Für wen würde das nicht mehr funktionieren? Eon Productions könnte den Versuch mal starten und so einen Bondfilm produzieren. Ich glaube Bondfans weltweit und das Nicht-Fanpublikum, die Sean Connery - der "Frauenversteher" - immer als Favoriten benennen, jubeln oder zumindest keine Probleme damit haben werden. Die Gruppe, die sich für die Bondfilme nie interessiert haben, juckt es sowieso nicht. Die, die aber jaulen werden, sind Feministinnen.





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