Ich würde hier gerne für mich (aber vielleicht stellen sich auch andere Beginners die gleichen Fragen) deinen Aufsatz verarbeiten.
[Vorbemerkung:]
Eine kleine Anregung hätte ich zuvor noch anzubringen. Ich weiß nicht ob dein Aufsatz ausschließlich für Spezialisten des Genres verfasst wurde, aber für den Normalfan birgt er einige Schwierigkeiten.
1. Die angeführten Stories werden nur mit Originaltitel angeführt. Der weniger versierte Leser hat Schwierigkeiten deutsche Ausgaben davon abzuleiten
2. Die angeführten Zitate werden ausschließlich in englisch wiedergegeben. Nicht jeder ist der englischen Sprache so mächtig, dass er die Zitate wirklich sinnvoll übersetzen kann (Die führt auch dazu, dass er vielleicht die unter 1. angegebenen Originalwerke nicht entsprechend würdigen kann und vielleicht auf deutsche Übersetzungen angewiesen ist)
Ich finde, man sollte auch diesem Leser die Chance bieten die Informationen wenigstens in deutsch zugänglich zu machen, ohne dass erheblicher Aufwand an Recherche notwendig ist.
Bitte dies nicht falsch zu verstehen, aus mir spricht nur der mittelmäßig bewanderte, nicht übermäßig fremdsprachenmächtige Fan.
1. Frage
Du schreibst:
"Ein minimales Verständnis dafür, was es bedeutet, mit den Mitteln der Science Fiction "etwas auszudrücken, was sich anders nicht ausdrücken läßt", hätte viele fruchtlose Grundsatzdebatten um die SF überflüssig gemacht."
Liegt dies nur an dem "SF-Modus"
Diese Frage habe ich schon in ähnlicher Form in einem anderen Thread gestellt. Je nachdem wo du antwortest werde ich einen Link setzen.
2. Frage
In der Diskussion über "Was ist gute SF" wurde ein vorläufiges Kriterium festgelegt:
"GUTE SCIENCE FICTION †¦ ist eine zum Zeitpunkt der Entstehung realistisch nachvollziehbare narrative (erzählende) Extrapolation der Gegenwart, unter Berücksichtigung des wissenschaftlich vertretbaren Spielraumes."
Nach deinen Ausführungen:
...Sehen wir darüber hinweg, dass Neuhaus offenbar immer noch meint, es geht in der SF um Zukunfstentwürfe und nicht eher um Modell- und Alternativdenken..."
dürfte dies also nicht, oder nicht vollständig gute SF kennzeichnen.
Hast du einige Beispiele für uns über das von dir angesprochene Modell- und Alternativdenken.
Gruß
Thomas
PS:
Als meinen Beitrag dazu versuche ich deutschsprachige Auflagen hier anzugeben:
Nine Lives - Leguin Ursula - Neun Leben in Ein Junge uns sein Hund/Moewig Science Fiction/ISBN 3-8118-6723-7
Sundance - Silverberg Robert - Sonnentanz in Science Fiction-Anthologie Band 6: Die sechziger Jahre II/Hohenheim Verlag/ ISBN 3-8147-0037-6 oder in Die Schatten dunkler Flügel/Goldmann/ISBN 3-442-23203-1
Her Smoke Rose Up Forever - Tiptree James jr. - Ihr Rauch stieg ewig auf in Ikarus 2002/Heyne/ISBN 3-453-19669-4
Fondly Fahrenheit - Bester Alfred - Geliebtes Fahrenheit in Hände weg von Zeitmaschinen/Knaur/ISBN 3-426-05705-0
Flowers of Algernon - Keyer Daniel - Blumen für Algernon in 30 Jahre Magazine of Fantasy and Science Fiction/Heyne/
The Gernsback Continuum - Gibson William - Das Gernsback-Kontinuum in Cyberspace/Heyne/ISBN 3-453-00993-2
Billion year Spree - Aldiss Brian - Der Millionen Jahre Traum Bastei Lübbe/ISBN 3-404-24002-2
... wird fortgesetzt
Bearbeitet von nekropole, 02 April 2004 - 21:27.



