Du sprichst mir aus der Seele !Alles in allem habe ich den Eindruck, daß St. Lem in erster Linie der überschätzteste SF-Autor der letzten 50 Jahre ist.

Bearbeitet von a3kHH, 22 April 2008 - 05:50.
Geschrieben 22 April 2008 - 05:50
Du sprichst mir aus der Seele !Alles in allem habe ich den Eindruck, daß St. Lem in erster Linie der überschätzteste SF-Autor der letzten 50 Jahre ist.
Bearbeitet von a3kHH, 22 April 2008 - 05:50.
Geschrieben 22 April 2008 - 16:50
Mal etwas anderes ist †šMondnacht†™, das Hör- und Fernsehspiele beinhaltet. Es ist interessant, wie eine Geschichte wirkt, wenn sie überwiegend aus Dialogen besteht.
Folgende Werke sind enthalten:
Die Mondnacht
Die Forschungsreise des Professors Tarantoga
Der seltsame Gast des Professors Tarantoga
Professor Tarantogas Sprechstunde
Gibt es sie, Mister Johns?
Der getreue Roboter
Schichttorte
Bearbeitet von Sierra29, 22 April 2008 - 18:42.
Geschrieben 16 August 2008 - 15:45
Geschrieben 30 Juli 2009 - 13:59
Die "Summa" und der "Lokaltermin" und "Stimme des Herrn" sind eben die Bücher, die ihn so solitär in der SF stehen lassen. Langweilig im Sinne des Fehlens von idiotischen Abenteuersequenzen? Belehrend im Sinne von intelektuellen Odysseen? Dann überfordern diese Bücher fraglos.In den späteren Werken wie "Summa Technologiae", "Lokaltermin" oder "Der Flop" angweilt oder belehrt er m. E. sein Publikum nur noch,
Ich habe die SF zumindest bis in die frühen 90iger aufmerksam verfolgt und wenig gefunden, was als erstklassige Literatur oder aussergewöhnlich intelligente Handlung gelten dürfte.was ihm hierzulande zwar den Ruf eingebracht hat, der einzig ernstzunehmende SF-Autor zu sein, allerdings überwiegend von Leuten, die wenig oder nichts anderes aus diesem Bereich gelesen haben.
Die muß man eben als Literatur und nicht als SF lesen... Außerdem sind die eher eine Vorstufe zur Kyberiade.Auch die "Robotermärchen", die erst vor kurzem bei Suhrkamp neu erschienen sind (im Rahmen einer bunt gemischten Phantastik-Edition), haben mich keineswegs überzeugt, denn sie schienen mir weder lustig noch geistreich zu sein.
Er ist, und dessen war er sich auch bewußt, der monoculus rex der SF.Alles in allem habe ich den Eindruck, daß St. Lem in erster Linie der überschätzteste SF-Autor der letzten 50 Jahre ist.
Bearbeitet von proxi, 19 September 2009 - 10:44.
Geschrieben 30 Juli 2009 - 14:19
Das ist wieder so eine Aussage, da kann man nicht soviel essen, wie man kotzen möchte. Mensch, zum Glück hat der Mensch in seinem Werk meist nur die Funtkion eines symbolischen Platzhalters der Menschheit. Wen der Mensch XYZ interessiert soll "normale Literatur" schreiben. Das ist doch das große Plus der SF, dass es den Menschen an sich und nicht die Person an und für sich zum Thema haben kann.- wenn man genau hinschaut, war Lem ein Technokrat; Menschen haben ihn nicht sonderlich interessiert,
hat er nie etwas geschrieben, was auch nur annähernd an die Intensität herankommt, die ein - zugegebenermaßen viel
schlampiger schreibender - Autor wie Philip K. Dick erreicht hat - was ein Grund dafür sein dürfte, warum Dicks
Bedeutung immer weiter gewachsen ist und Lem für die SF immer unwichtiger wird.
sich ganz offensichtlich mit der SF nicht auskennen, einen Autor zur Gallionsfigur erheben und darüber alles andere disqualifizieren.
Jahre ansehe, fürchte ich, daß sich zur Zeit ein völliger Verfall der Erzählkultur in der SF abspielt.
bin ich persönlich für jeden Autor dankbar, der die SF um interessante literarische Leistungen bereichert.
Bearbeitet von proxi, 18 September 2009 - 20:13.
Mitglieder: 0, Gäste: 0, unsichtbare Mitglieder: 0