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(Netflix) Tribes of Europe


27 Antworten in diesem Thema

#1 Stefan9

Stefan9

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Geschrieben 01 Mrz 2021 - 13:18

Nachdem die Netflix Serie Tribes of Europe (deutsche Produktion + Bayerischer Filmförderfond) in einem anderen Post kurz erwähnt wurde, bin ich neugierig geworden und habe mir die Miniserie von 6 Folgen am WE gegeben.

 

Ein dreiköpfiges Geschwisterpaar wird in einer dystopischen Nahzukunft (2070?) voneinander getrennt. Mitteleuropa ist in viele Kleinstaaten und Gebieten von Volksgruppen u/o Warloards zerfallen und die Geschichte dreht sich um die glückliche Zusammenführung der Bälger. So in etwa grob das Handlungsgerüst. Natürlich ist das ein oder andere Abenteuer zu bestehen, der erste Kuss der Young Adult, die Mann.- und Erwachsen Werdung zu überstehen uswusf.

 

Unter der Prämisse einer reinen Unterhaltungsproduktion eine gelungene Produktion. Es geht straight und stramm voran, es wird nichts in die Länge gezogen, die Charaktere wirken deshalb mitunter stereotyp und konnten mich auch schauspielerisch generell nicht überzeugen.

Oliver Masucci ist sowas von fehl am Platz in seiner Figur als väterliche „dumme August Figur“ neben einem der versprengten Waldkinder. Wir kennen ihn aus seinem souveränen und guten Auftritt in Dark, dessen Produzenten auch hier verantwortlich zeichnen.

Freundlicherweise wird für den dystopischen Weltenbau nicht schon wieder der Klimakollaps bemüht und die dystopische Urkatastrophe ist auch eher belanglos (bis jetzt). Ein wenig wird hingegen mit der europäischen Idee kokettiert.

Tribes of Europe kann durch prima Kulissen, Schauplätze und Kostüme und tricky Handlungswendungen überzeugen. Da stört es auch nicht, das die Waldkinder (auf Technologie verzichtend) am Lagerfeuer zu RnB tanzen oder das ehemalige Europa Chor zu französischem Hip Hop. Das ist wohl eher dem coolen vibe in der Dartsellung geschuldet.

 

Der Erzählstrang um Kiano bei den „Crows“ ist exorbitant gut ausgearbeitet und bebildert. Und das thrilled, Freunde. Die Crows haben eine überaus brutale, primitive Kultur etabliert, die es einem nur noch grausen lässt. Im Gegensatz dazu ist Mad Max und seine Donnerkuppel oder die Warboys von der Fury Road ein kartenspielender Philantropenclub. Dieses Thema hätte eine eigene Serie verdient und trägt im Grunde den Rest. Das hat mir gut gefallen.

 


------ ......ob Herr Rossi je das Glück gefunden hat?....------

 

In motivationstheoretischer Interpretation aus Managementsicht ist Hans im Glück ein „eigennütziger Hedomat und unlustmeidender Glücksökonom“. ---Rolf Wunderer

 

Niemand hat das Recht auf ein konstantes Klima. Auch Grönländer haben ein historisches Recht auf Ackerbau. Daran sollten unsere Weltenlenker denken, wenn sie sich daran machen, die globale Temperatur mit Hilfe des CO2 neu einzustellen. 

 

"Wir können nicht alle mit einem Mac Book und einem Chai Latte in Berlin in einem Coworking Space sitzen und die zehnte Dating App erfinden". Marco Scheel 3:50 min

https://www.youtube....h?v=3mnB5Q5Hay4


#2 Amtranik

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Geschrieben 01 Mrz 2021 - 14:50

Dark ist so genial. Das versaut einem die meisten anderen Produktionen.



#3 Dadaistin

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Geschrieben 01 Mrz 2021 - 21:51

Ich finde es - entschuldigt den Ausdruck - einfach nur geil. Es ist Trash, aber richtig gut gemachter Trash. Schauspielerisch teilweise unter jeder Studentenproduktion, unser Austrobeitrag Crimson Commander Voss wäre in einem Hofer (Für Deutsche: Aldi) Werbespot unterqualifiziert, [color=rgb(40,40,40);font-family:helvetica, arial, sans-serif;]Oliver Masucci wirkt wie ein Cosplay des Truckers in Eurotrip (Berlin? Keine zehn Pferde bringen mich nach Berlin!), und die "Beischlaf mit Klinge am Hals" hätte in umgekehrten Geschlechterrollen für einen Shitstorm gesorgt. Und trotzdem ist es einfach nur unterhaltsam, wird keinen Moment lang langweilig. Splattter, Schnuckelgruft, Lack & Leder, Mad Max + Rammstein für Arme - da ist einfach alles drinnen.[/color]

Hätte nur noch gefehlt, dass sie in der Crow-Donnerkuppel Scooters "How much is the fish" aufgelegt hätten, und ich wäre stundenlang am Boden herumgerollt.



#4 Naut

Naut

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Geschrieben 02 Mrz 2021 - 07:49

Klingt grauenvoll. Hat offenbar alles, was ich an deutschen Serien hasse.
Liest gerade: Atwood - Die Zeuginnen

#5 Amtranik

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Geschrieben 02 Mrz 2021 - 09:36

Klingt grauenvoll. Hat offenbar alles, was ich an deutschen Serien hasse.

:thumb:



#6 Uwe Post

Uwe Post

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Geschrieben 02 Mrz 2021 - 11:01

Also, ist es jetzt wirklich komisch oder unfreiwillig komisch? Frage für einen Freund, der gerade eine Netflix-Pause einlegt...


Herausgeber Future Fiction Magazine (deutsche Ausgabe) ||| Aktueller Roman: ERRUNGENSCHAFT FREIGESCHALTET ||| uwepost.de ||| deutsche-science-fiction.de

#7 Stefan9

Stefan9

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Geschrieben 02 Mrz 2021 - 11:28

Also, ist es jetzt wirklich komisch oder unfreiwillig komisch? Frage für einen Freund, der gerade eine Netflix-Pause einlegt...

 

Ist Sharknado komisch?:-)

 

Natürlich ist es unfreiwillig komisch, wenn der Stamm der Origins Waldkinder durch den Westerwald stolpert und esoterische Durchhaltemantras aufsagt. 

Man muss sich darüber im klaren sein, daß es sich hier nicht um eine Hollywood Hochglanzproduktion handelt. B Movie Elemente sind überall sichtbar. Schwache Dialoge, schwache Einstellungen, der generelle Verzicht auf Perfektion, kaum CGI und kaum Action Choreo. Wenn man das allerdings zu lesen versteht und ebenso hinnimmt, das zB ein Kinderfilm auch albern sein kann, man also die Zielgruppe im Auge hat, ist das eine respektable unterhaltsame Sache. Hie soll nämlich der YA angesprochen werden, der nicht in jeder Dystopie philosophische Elemente verarbeitet sehen will. Und noch einmal. Der Crow Erzählstrang ist in Teilen mit das Beste und emotional ergreifendste, was ich bisher in Dystopien gesehen habe. Und hier gibt es nmA einen grandiosen Gesellschaftsentwurf, der spektakulär in Szene gesetzt wurde ganz im Gegensatz zu den stolpernden Waldkindern im Westerwald zu Beginn. Wenn man sich darauf einlässt. Die Serie ist aktuell auf Rang 4 in D und hat Snowpiercer überholt.

https://www.pc-magaz...nd-3201298.html


Bearbeitet von Stefan9, 02 Mrz 2021 - 11:30.

------ ......ob Herr Rossi je das Glück gefunden hat?....------

 

In motivationstheoretischer Interpretation aus Managementsicht ist Hans im Glück ein „eigennütziger Hedomat und unlustmeidender Glücksökonom“. ---Rolf Wunderer

 

Niemand hat das Recht auf ein konstantes Klima. Auch Grönländer haben ein historisches Recht auf Ackerbau. Daran sollten unsere Weltenlenker denken, wenn sie sich daran machen, die globale Temperatur mit Hilfe des CO2 neu einzustellen. 

 

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#8 Uwe Post

Uwe Post

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Geschrieben 02 Mrz 2021 - 12:09

Na ja, Snowpiercer ist nicht unbedingt ein relevanter Maßstab  :happy:  ... Hollywood übrigens auch nicht, eher schon UK.

 

Aber danke für die Erläuterung. Also sicher für mich kein Grund, wieder bei Netflix auf den Aboknopf zu drücken, damit warte ich dann noch, bis mehr neue, interessante Sachen verfügbar sind, die ich noch nicht kenne.

 

Bleibt aber immer noch die Frage, ob es wirklich keine besseren Schauspieler und Drehbuchautoren in Deutschland gibt. Teure CGI muss ja auch nicht immer sein, Action auch nicht. Aber Kamera, Schauspieler, Drehbuch - das sind doch gewissermaßen "Basics".


Herausgeber Future Fiction Magazine (deutsche Ausgabe) ||| Aktueller Roman: ERRUNGENSCHAFT FREIGESCHALTET ||| uwepost.de ||| deutsche-science-fiction.de

#9 Amtranik

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Geschrieben 02 Mrz 2021 - 12:43

Na ja, Snowpiercer ist nicht unbedingt ein relevanter Maßstab  :happy:  ... Hollywood übrigens auch nicht, eher schon UK.

 

Aber danke für die Erläuterung. Also sicher für mich kein Grund, wieder bei Netflix auf den Aboknopf zu drücken, damit warte ich dann noch, bis mehr neue, interessante Sachen verfügbar sind, die ich noch nicht kenne.

 

Bleibt aber immer noch die Frage, ob es wirklich keine besseren Schauspieler und Drehbuchautoren in Deutschland gibt. Teure CGI muss ja auch nicht immer sein, Action auch nicht. Aber Kamera, Schauspieler, Drehbuch - das sind doch gewissermaßen "Basics".

 

Ist der Geschmack in Deutschland ein relevanter Maßstab?

 

Natürlich gibt es bessere Drehbuchautoren und Schauspieler. Ich verweise nochmals auf DARK und Barran Bo Odar und Jantje Friese. Die machen gerade für Netflix eine neue Serie mit dem Titel 1899 mit internationalem Cast worauf man schon mal gespannt sein darf  



#10 Stefan9

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Geschrieben 02 Mrz 2021 - 12:45

 

Bleibt aber immer noch die Frage, ob es wirklich keine besseren Schauspieler und Drehbuchautoren in Deutschland gibt. Teure CGI muss ja auch nicht immer sein, Action auch nicht. Aber Kamera, Schauspieler, Drehbuch - das sind doch gewissermaßen "Basics".

Die Produktionsfirma ist die gleiche wie in Dark. Der Drehbuchautor Phillip Koch hat auch schon mit Oliver Masucci gearbeitet. Also irgendwie kennen die sich alle und mit Dark wurde auch eine "qualitativ" hochwertige Produktion abgeliefert und der Beweis erbracht, das es auch deutsche Produktionen schaffen können.

 

Und wenn ToE seine Zielgruppe erreicht, ist doch das Ziel auch erreicht. YA legen auch ganz andere Maßstäbe an, was nicht heissen soll, das es Filmemacher von gewisser Sorgfalt befreit.


------ ......ob Herr Rossi je das Glück gefunden hat?....------

 

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#11 Naut

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Geschrieben 02 Mrz 2021 - 14:04

Also, Snowpiercer gefällt mir eigentlich recht gut. Aber auf Netflix gibt es genug gute Produktionen, z.B. gucke ich derzeit "Alias Grace" nach der Vorlage von Margaret Atwood. Bei ToE warte ich lieber noch ab.
Liest gerade: Atwood - Die Zeuginnen

#12 Stefan9

Stefan9

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Geschrieben 02 Mrz 2021 - 17:13

Danke für den Tip Naut. Atwood konnte mich sowohl literarisch als auch in der Serie mit dem Bericht der Magd überzeugen.

------ ......ob Herr Rossi je das Glück gefunden hat?....------

 

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#13 Dadaistin

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Geschrieben 02 Mrz 2021 - 21:35

Snowpiercer ist zumindest schauspielerisch eine der besseren Serien, die gerade im Streaming laufen. Natürlich merkt man dem Drehbuch an, dass hier ein Film expandiert und gestreckt wurde, aber die Stimmung und die Charaktere sind richtig gut. Die zweite Staffel legt noch einmal ordentlich was drauf.

Nochmal - ToE ist sicher Trash oder wird als solcher wahrgenommen, aber das ändert nichts daran, dass es sehr spannend erzählt wird. Und wie @Stefan9 richtig sagt - die Crows als dystopischer Gesellschaftsentwurf einer organisierten, feudalistischen Mörderbande mit Regeln & Moralkodex (und Meth!) sind verdammt gut ausgearbeitet.



#14 Stefan9

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Geschrieben 02 Mrz 2021 - 22:48

@Dadaistin: Und ersteinmal Lord Wawaras Schühchen

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#15 Amtranik

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Geschrieben 03 Mrz 2021 - 09:23

Bei Snowpiercer bin ich irgendwann im Laufe von Staffel 1 ausgestiegen und das trotz der guten Besetzung. Also so richtig gepackt unbedingt weiterschauen zu wollen hatte es mich nicht. Vermutlich werd ich der Serie aber später noch mal ne Chance geben. Ich bin derzeit froh das nach 7 Jahren tatsächlich die 2. Staffel von Continuum in Deutsch bei Amazon aufgetaucht ist. Die gefiel mir seinerzeit so gut, wurde aber dann einfach nicht mehr weiter gesendet.



#16 Stefan9

Stefan9

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Geschrieben 03 Mrz 2021 - 11:00

Bei Snowpiercer bin ich irgendwann im Laufe von Staffel 1 ausgestiegen und das trotz der guten Besetzung. Also so richtig gepackt unbedingt weiterschauen zu wollen hatte es mich nicht. Vermutlich werd ich der Serie aber später noch mal ne Chance geben.

Same here. Bong Jon Hoo s Original ist nach meinem Geschmack eine Perle und eine Referenz, wie gute Dystopien aussehen können. Die Serie hat es natürlich auch schwer, wenn man das Konzept Snowpiercer schon kennt. Ich werde ihr keine zweite Chance geben, weil es wohl kaum etwas neues zu entdecken gibt, und wenn, dann nur marginal.


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#17 Naut

Naut

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Geschrieben 03 Mrz 2021 - 11:51

Same here. Bong Jon Hoo s Original ist nach meinem Geschmack eine Perle und eine Referenz, wie gute Dystopien aussehen können. Die Serie hat es natürlich auch schwer, wenn man das Konzept Snowpiercer schon kennt. Ich werde ihr keine zweite Chance geben, weil es wohl kaum etwas neues zu entdecken gibt, und wenn, dann nur marginal.

Sorry, off-topic (evtl. in den Snowpiercer-Thread verschieben): Ich denke, da täuschst Du Dich. Ich hatte auch erst Probleme, die ersten 3-4 Folgen fand ich teils recht öde, weil viele erzählende Monologe dabei waren und man der Serie ansah, dass sie "künstlerisch" sein wollte. Danach hat sich das aber gegeben (oder ich habe mich daran gewöhnt).

 

Inhaltlich weicht es ab dort doch sehr stark vom Film ab, auch, weil die Welt in der Serie viel größer dargestellt werden kann als im Film. Es gibt von allem einfach mehr, vor allem aber existiert eine Außenwelt, die im Film einfach nicht präsent war.

 

Das Konzept der Serie ist auch viel mehr SF als die doch recht fantasy-nahe Grundidee im Film. Ich denke, das könnte daran liegen, dass in der Serie mehr Einflüsse aus der ursprünglichen Buchreihe verarbeitet werden konnten. Es gibt eine Ingenieurskaste, den Nachtwagen, die Hausmeister, den Konflikt Schließer (Polizei) vs. Brecher (Militär) ... und dann Alice. Das ist schon alles interessant.


Liest gerade: Atwood - Die Zeuginnen

#18 Dadaistin

Dadaistin

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Geschrieben 03 Mrz 2021 - 20:28

Vermutlich werd ich der Serie aber später noch mal ne Chance geben. 

Würde ich tun. Ich hatte bei ca. der Hälfte der ersten Staffel auch einen Durchhänger, aber mit dem Finale und dann der bis jetzt exzellenten zweiten Staffel hat es sich rausgerissen.  

Das Konzept der Serie ist auch viel mehr SF als die doch recht fantasy-nahe Grundidee im Film. Ich denke, das könnte daran liegen, dass in der Serie mehr Einflüsse aus der ursprünglichen Buchreihe verarbeitet werden konnten. Es gibt eine Ingenieurskaste, den Nachtwagen, die Hausmeister, den Konflikt Schließer (Polizei) vs. Brecher (Militär) ... und dann Alice. Das ist schon alles interessant.

Ja, es trifft den Dystopienagel auf den Kopf. Wobei besagter Konflikt auch erst in der zweiten Staffel so richtig zutage tritt. Dann aber mit umso mehr Wumms. Back to topic: Ich habe ToE jetzt durch, und was soll man sagen? Natürlich ist es vorhersehbar geschrieben, teilweise zu dem Punkt wo man Dialogantworten schon vor den Charakteren gibt - und recht behält. Natürlich wurde Confurius wahrscheinlich mit der Anleitung "Besorgt uns eine Schauspielerin, die aussieht wie Katniss" gecastet. Aber sie macht ihren Job gut. Die Metamorphose des Commander Voss von White Knight zu (SPOILERZENSUR) wirkt so gekünstelt auf Biegen und Brechen durchgezogen, dass auch das mangelnde Schauspieltalent schon wurscht ist. Von der massiven Logiklücke eines (SPOILERZENSUR) direkt am Grenzposten der Crows will ich erst gar nicht anfangen. Und dass der Handlungsstrang "Kiano bei den Crows" genau SO enden würde, habe ich gewusst, als das Prinzip des Boj das erste mal erwähnt wurde. Aber es hat alles seinen Reiz, und gerade der Gegensatz zwischen der bizarren, archaischen und kriegerischen Kultur der Crow mitsamt Drogeneinsatz auf der einen, jenem der oberflächlich toleranten und aufgeklärten Crimson Armeen auf der anderen Seite, kann was.


Bearbeitet von Dadaistin, 03 Mrz 2021 - 20:38.


#19 Nina

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Geschrieben 03 Mrz 2021 - 23:48

"Tribes of Europa" (ja, offenbar wirklich Europa und nicht Europe) - zumindest mal eine interessante Idee für eine deutsche Produktion. Wobei - so wie manche reden so, dass mir das - wohlgemerkt als Österreicherin - schon wieder zu übertrieben Deutsch vorkommt. Aber gut.

 

Was man offenbar stark vermeiden zu versucht hat, sind Parallelen zu tatsächlichen europäischen Völkern. Also die sind alle vom Aussehen nicht ganz so Regenbogenfamilie wie in anderen Netflix-Serien, aber man war sehr darauf bedacht, dass man bei den Tribes keine Assoziationen mit bestimmten Volksgruppen aufbaut.

 

 

 

[color=rgb(40,40,40);font-family:helvetica, arial, sans-serif;][...]Beischlaf mit Klinge am Hals" hätte in umgekehrten Geschlechterrollen für einen Shitstorm gesorgt.[/color]

Das habe ich mir auch schon gedacht. Dabei finde ich es gar nicht unlogisch, dass eine Frau, die in einer harten Welt eine Führungsposition innenhat, auch sexuelle Gewalt ausübt. Weil Machtdenken und sexuell über wen bestimmen, das ist doch oft miteinander verzahnt. Allerdings, was ich schlimm fand: Diese Vergewaltigung wurde so sexy dargestellt, dass sie tatsächlich wohl dazu dient, wen aufzugeilen und nicht so sehr, um darzustellen, wie ekelhaft, verwerflich etc. das ist. (Und vermutlich genau das Richtige für Lockdownfrauen mit Faible für Jüngere und Beziehungsstatus Katze. Solche Menschen kenn ich natürlich nicht persönlich.  :unsure: ) Also ja, umgekehrt würde man das sicherlich anders empfinden. 



#20 Stefan9

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Geschrieben 04 Mrz 2021 - 09:38

"Tribes of Europa" (ja, offenbar wirklich Europa und nicht Europe) - zumindest mal eine interessante Idee für eine deutsche Produktion. Wobei - so wie manche reden so, dass mir das - wohlgemerkt als Österreicherin - schon wieder zu übertrieben Deutsch vorkommt. Aber gut.

 

Ein cooler move von den Marketingexperten der Produktion. Habe ich gar nicht gemerkt. Vllt kann mir Jemand verraten, ob und wie ich den Titel berichtigen kann. Moderation? Bitte im Titel Europe durch Europa ersetzen. Vielen Dank.

 

 

Was man offenbar stark vermeiden zu versucht hat, sind Parallelen zu tatsächlichen europäischen Völkern. Also die sind alle vom Aussehen nicht ganz so Regenbogenfamilie wie in anderen Netflix-Serien, aber man war sehr darauf bedacht, dass man bei den Tribes keine Assoziationen mit bestimmten Volksgruppen aufbaut.

Es ist natürlich abwegig zu denken, dass es keine ethnischen Stämme (Tribes) in einer Postapokalypse gäbe. Vllt wollte man das Publikum und die Produktion selbst nicht mit so heiklen Themen überfordern. Es läuft wohl eher auf Gesellschafts.- und Geschlechterkampf (Femen) hinaus.

 

 

 Allerdings, was ich schlimm fand: Diese Vergewaltigung wurde so sexy dargestellt, dass sie tatsächlich wohl dazu dient, wen aufzugeilen und nicht so sehr, um darzustellen, wie ekelhaft, verwerflich etc. das ist..... Also ja, umgekehrt würde man das sicherlich anders empfinden. 

Richtig. Kommt wohl auf die Perspektive an. Also ich habe schlucken müssen :-))))


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Niemand hat das Recht auf ein konstantes Klima. Auch Grönländer haben ein historisches Recht auf Ackerbau. Daran sollten unsere Weltenlenker denken, wenn sie sich daran machen, die globale Temperatur mit Hilfe des CO2 neu einzustellen. 

 

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#21 Diboo

Diboo

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Geschrieben 04 Mrz 2021 - 10:03

Ich finde es - entschuldigt den Ausdruck - einfach nur geil. Es ist Trash, aber richtig gut gemachter Trash. Schauspielerisch teilweise unter jeder Studentenproduktion, unser Austrobeitrag Crimson Commander Voss wäre in einem Hofer (Für Deutsche: Aldi) Werbespot unterqualifiziert, [color=rgb(40,40,40);font-family:helvetica, arial, sans-serif;]Oliver Masucci wirkt wie ein Cosplay des Truckers in Eurotrip (Berlin? Keine zehn Pferde bringen mich nach Berlin!), und die "Beischlaf mit Klinge am Hals" hätte in umgekehrten Geschlechterrollen für einen Shitstorm gesorgt. Und trotzdem ist es einfach nur unterhaltsam, wird keinen Moment lang langweilig. Splattter, Schnuckelgruft, Lack & Leder, Mad Max + Rammstein für Arme - da ist einfach alles drinnen.[/color]

Hätte nur noch gefehlt, dass sie in der Crow-Donnerkuppel Scooters "How much is the fish" aufgelegt hätten, und ich wäre stundenlang am Boden herumgerollt.

 

Exakt meine Meinung. Wir brauchen schönen Trash, um das Genre deutscher SF-Produktionen voran zu bringen. 


Bearbeitet von Diboo, 04 Mrz 2021 - 10:04.

"Alles, was es wert ist, getan zu werden, ist es auch wert, für Geld getan zu werden."
(13. Erwerbsregel)

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Mein Blog
 


#22 Selma die Sterbliche

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Geschrieben 04 Mrz 2021 - 15:28

Dark ist so genial. Das versaut einem die meisten anderen Produktionen.

 

Ich bin keine große Freundin von "Dark" ... Will mir zwar auch die letzte Staffel noch ansehen, doch all diese "teutonische Bemühtheit" .... und alles so abgründig, schnarch .... es reizt mich einfach nicht sehr, sorry. Die Geschmäcker sind halt verschieden! Tribes of Europe habe ich auch auf der Liste und werde sicher mal hineinschauen. Bald.


Nieder mit den Gleichmachern. Sie wollen uns durch Langeweile mürbe kriegen. Es lebe die Vielfalt, denn Gegensätze ziehen sich an!  jottfuchs.de

 

 


#23 Nina

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Geschrieben 04 Mrz 2021 - 18:15

Bei "Europa" habe ich auch ewig gebraucht, bis ich das mal gemerkt habe. Grundsätzlich ist bei technischen Angelegenheiten aller Art es am besten, ein PM an einen Moderator zu schreiben. 

 

 

 

[color=rgb(40,40,40);font-family:helvetica, arial, sans-serif;]Es ist natürlich abwegig zu denken, dass es keine ethnischen Stämme (Tribes) in einer Postapokalypse gäbe. Vllt wollte man das Publikum und die Produktion selbst nicht mit so heiklen Themen überfordern. [/color]

 

Sicherlich ist das der Grund. Aber wir haben ja nicht mal so sehr die Landeszugehörigkeit, wir haben in den verschiedenen Ländern Minderheiten, sei es, dass sich die Grenzen halt so entwickelt haben oder Zuwanderer. Ich könnte mir hierzulande vorstellen, dass bei einer Stammensentwicklung sehr wahrscheinlich beispielsweise mehr als ein reiner "Türkenstamm" in Deutschland entsteht, das würde natürlich die Diskussion maßlos anheizen und es soll ja doch SF und kein Politikum werden. 



#24 Stefan9

Stefan9

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Geschrieben 06 Mrz 2021 - 10:33

, z.B. gucke ich derzeit "Alias Grace" nach der Vorlage von Margaret Atwood.  

OT, bitte weiter gehen....:-)

 

Gesehen und ja, eine waschechte Atwoodverfilmung. Ihr erzählerisches Esprit quillt förmlich über in jeder Sendeminute. Einzig das Ende wusste mich nicht ganz zu überzeugen. Ob es nun an der literarischen Vorlagentreue lag oder an den Drehbuchautoren? Stellen die Serienmacher doch über weite Teile einen Plottwist in Aussicht oder zumindest eine vollständige Auflösung der Ereignisse. Offenbar liefert weder das historische Vorbild Grace Marks noch Atwoods Interpretation umfassende Antworten. Über weite Teile sehr gerne gesehen. Danke für den Hinweis


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#25 Naut

Naut

    Semantomorph

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Geschrieben 06 Mrz 2021 - 13:24

OT, bitte weiter gehen....:-) Gesehen und ja, eine waschechte Atwoodverfilmung. Ihr erzählerisches Esprit quillt förmlich über in jeder Sendeminute. Einzig das Ende wusste mich nicht ganz zu überzeugen. Ob es nun an der literarischen Vorlagentreue lag oder an den Drehbuchautoren? Stellen die Serienmacher doch über weite Teile einen Plottwist in Aussicht oder zumindest eine vollständige Auflösung der Ereignisse. Offenbar liefert weder das historische Vorbild Grace Marks noch Atwoods Interpretation umfassende Antworten. Über weite Teile sehr gerne gesehen. Danke für den Hinweis

Sehr gern! Mir hat das Ende gefallen, gerade weil es nicht alles auflöst, sondern mindestens zwei Interpretationen erlaubt. So geht postmodern! ;) Ich muss mal meine Frau fragen, wie das in der Vorlage war, die kennt das Buch.

Bearbeitet von Naut, 06 Mrz 2021 - 13:24.

Liest gerade: Atwood - Die Zeuginnen

#26 Selma die Sterbliche

Selma die Sterbliche

    Nautilia sempervirens

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Geschrieben 07 Mrz 2021 - 09:35

Das ist kein Atwood-Thread, insofern: Entschuldigung. Aber als beinharter Fan kann dir nur empfehlen, "Alias Grace" zu lesen. In die Netflix-Serie habe ich nur kurz hineingeschaut, war mit zu splatterig und blutig. Meiner Meinung nach wird im Buch die Sache schlüssig aufgelöst, spannend und abgründig.


Nieder mit den Gleichmachern. Sie wollen uns durch Langeweile mürbe kriegen. Es lebe die Vielfalt, denn Gegensätze ziehen sich an!  jottfuchs.de

 

 


#27 Stefan9

Stefan9

    Temponaut

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Geschrieben 07 Mrz 2021 - 13:56

Weiterhin OT:

Vllt kann ja ein Mod die paar Alias Grace Posts zu einem neuen zusammen fassen.

Generell vermute ich bei Atwood nach meiner Auffassung, dass der Weg das Ziel ist. Das geschriebene Wort, der geschilderte Augenblick, der aktuelle Sachverhalt, die eingenommene Perspektive, das fast lyrisch verpackte Gedankenkonstrukt.

Sie verwendet keine üblichen Spannungsbögen, die in einem finalisierenden Ende münden.

In der historischen Vorlage des tatsächlichen Mordfalles der Grace Marks konnte nie abschliessend der Sachverhalt aufgeklärt werden, gab es doch zu viele widersprüchliche Aussagen auch von Marks selbst. In der Serie hat man sich auch daran gehalten und überlässt dem Zuschauer seine Interpretation, ob und in wie weit sie eine Mörderin ist.

Würde mich wundern, wenn Atwood "schlüssig" und klipp und klar dazu etwas sagt, ob nun Grace eine Mörderin ist oder nicht. Was schreibt sie denn in ihrem Roman?


------ ......ob Herr Rossi je das Glück gefunden hat?....------

 

In motivationstheoretischer Interpretation aus Managementsicht ist Hans im Glück ein „eigennütziger Hedomat und unlustmeidender Glücksökonom“. ---Rolf Wunderer

 

Niemand hat das Recht auf ein konstantes Klima. Auch Grönländer haben ein historisches Recht auf Ackerbau. Daran sollten unsere Weltenlenker denken, wenn sie sich daran machen, die globale Temperatur mit Hilfe des CO2 neu einzustellen. 

 

"Wir können nicht alle mit einem Mac Book und einem Chai Latte in Berlin in einem Coworking Space sitzen und die zehnte Dating App erfinden". Marco Scheel 3:50 min

https://www.youtube....h?v=3mnB5Q5Hay4


#28 Holger Fischer

Holger Fischer

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Geschrieben 20 April 2024 - 13:36

Nachdem die Netflix Serie Tribes of Europe (deutsche Produktion + Bayerischer Filmförderfond) in einem anderen Post kurz erwähnt wurde, bin ich neugierig geworden und habe mir die Miniserie von 6 Folgen am WE gegeben.

Unter dem Gesichtspunkt der Phantastik finde ich den Titel "Tribes of Europe" sehr interessant, da kommen wir nämlich in die phantastische Antike. Der (Sub-) Kontinent Europa wurde nach der phönizischen Prinzessin Europa aus der griechischen Mythologie benannt ->

 

https://www.mytholog...ys-und-sarpedon


Bearbeitet von Holger Fischer, 20 April 2024 - 13:41.




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