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Poor Things (18. Januar 2024)


10 Antworten in diesem Thema

#1 Trace

Trace

    Cyberpunk-o-Naut

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Geschrieben 25 Dezember 2023 - 13:20

 Inhalt lauf filmstarts.de:

 

Eine junge Frau namens Bella Baxter (Emma Stone) wird von dem unkonventionellen Wissenschaftler Dr. Godwin Baxter (Willem Dafoe) zurück ins Leben gebracht. Unter Führung des brillanten Wissenschaftlers begibt sich Bella auf eine Reise zu sich selbst, immer auf der Suche nach der Lebenserfahrung, die ihr bisher fehlt. Sie trifft dabei unter anderem auf Duncan Wedderburn (Mark Ruffalo), einen Anwalt, der ihr die Welt jenseits der Wissenschaft zeigt und mit ihr ein wildes Abenteuer über mehrere Kontinente hinweg erlebt. Aber auch Baxters Student Max McCandless (Ramy Youssef) Leben ändern sich plötzlich, als er auf Bella trifft und von ihr regelrecht mit- und aus seinem behüteten Leben herausgerissen wird. Bella entdeckt Stück für Stück ihre Leidenschaft für soziale Gerechtigkeit und Befreiung und kann sich so auch ihrer eigenen Zwänge entledigen, Vorurteile hinter sich lassen und sich immer und immer mehr ausleben.

 
Quelle: Link zum Film bei filmstarts.de

 Trailer:
 
 
 Trailer 2:
 



#2 Dyrnberg

Dyrnberg

    Giganaut

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Geschrieben 20 Januar 2024 - 09:30

Noch niemand gesehen? Quasi eine feministische Frankenstein Version. Steampunk im modernen Look mit einem Hauch Wes Anderson. Für mich kein 5/5, aber sehenswert. So etwas sieht man selten.

#3 augenfisch

augenfisch

    Infonaut

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Geschrieben 04 Februar 2024 - 07:51

Ich war gestern Abend in dem Film und finde ihn großartig. Emma Stone und Mark Ruffalo haben ihre Oscar Nominierungen zu recht erhalten, ebenso wie Kostüme, Ausstattung und Kamera (und all die anderen, insgesamt sind es 11 Oscar Nominierungen) Ich drück dem Film die Daumen - obwohl er das gar nicht nötig hat, denn er überzeugt mit einer grandiosen Spielleistung, Bildgewalt, Farbigkeit.

Die Entwicklung Bellas, von der koordinationsgestörten jungen Frau mit dem Hirn eines Kleinkindes bis hin zur Medizinstudentin mit philosophischem Hintergrund ist ein langer, unkonventioneller Weg, währenddessen sie nicht nur die Welt sondern auch ihren Körper entdeckt und sich beides zu eigen macht. Die Männer in ihrem Leben sind Trittsteine im Rahmen dieser Entwicklung, sie beugt sich ihnen aber nicht, sie setzt ihren Willen und ihren Kopf durch. Grandios.

In diesem Sinne: unbedingt ansehen!


Mit freundlichen Grüßen

Gabriele Behrend

 

neu erschienen:

 

Die vom Glück Verdorbenen

(SF Roman  - Vertical Farming vs Guerilla Gardeners)

 

erhältlich bei mir oder im brandneuen Buchladen von p.machinery - schaust Du hier:

 

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(Inner Space Roman - Trip durch verschiedene Bewusstseinsebenen)

 

 

 

Der Zusammenbruch einer Illusion ist immer auch ein Tor, das sich zu einem Wunder hin öffnet.
Pascal Bruckner - Verdammt zum Glück


#4 My.

My.

    Temponaut

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Geschrieben 04 Februar 2024 - 16:45

Ich war gestern Abend in dem Film und finde ihn großartig. Emma Stone und Mark Ruffalo haben ihre Oscar Nominierungen zu recht erhalten, ebenso wie Kostüme, Ausstattung und Kamera (und all die anderen, insgesamt sind es 11 Oscar Nominierungen) Ich drück dem Film die Daumen - obwohl er das gar nicht nötig hat, denn er überzeugt mit einer grandiosen Spielleistung, Bildgewalt, Farbigkeit.

Die Entwicklung Bellas, von der koordinationsgestörten jungen Frau mit dem Hirn eines Kleinkindes bis hin zur Medizinstudentin mit philosophischem Hintergrund ist ein langer, unkonventioneller Weg, währenddessen sie nicht nur die Welt sondern auch ihren Körper entdeckt und sich beides zu eigen macht. Die Männer in ihrem Leben sind Trittsteine im Rahmen dieser Entwicklung, sie beugt sich ihnen aber nicht, sie setzt ihren Willen und ihren Kopf durch. Grandios.

In diesem Sinne: unbedingt ansehen!

 

Und wie ich deine Romane kenne, ist das genau dein Thema. (Ist nicht das Drehbuch in Wirklichkeit von dir? Gib's zu, du hast ein Pseudonym benutzt, du Schlingel.)

 

My.



#5 Frank Lauenroth

Frank Lauenroth

    Quadruplenominaut

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Geschrieben 12 Februar 2024 - 07:55

POOR THINGS, der langweiligste Film des Jahres, fürchterliches Overacting Marc Ruffalo, keine Figur, die mich emotional erreichen konnte, elend lang gezogen und einer Entwicklung im vermeintlichen Happy End, die (vielleicht zwangsläufig war, aber) mich innerlich aufjaulen ließ. Bestes Beispiel: Wofür war der Hund im Film? Einmal Suppe verschütten? GRAU-EN-HAFT. Tut mir leid.


 In memoriam Michael Szameit / Christian Weis / Alfred Kruse / Rico Gehrke                                                          : Aktuelle Projekte und neue Veröffentlichungen :                                                'Gleich' ist der Tod des kleinen Mannes.


#6 lapismont

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Geschrieben 12 Februar 2024 - 12:56

Die Szene mit dem Hund diente dazu, den Sadismus des alten Ehemannes darzustellen.

 

Uns gefiel der Film sehr gut. Bühnenbild, Kostüme, Sound und Emma Stone sind für mich Oscar-Kandidat·innen.


Überlicht und Beamen wird von Elfen verhindert.
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#7 Frank Lauenroth

Frank Lauenroth

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Geschrieben 12 Februar 2024 - 13:13

Die Szene mit dem Hund diente dazu, den Sadismus des alten Ehemannes darzustellen.

Das ist mir natürlich bewusst, aber auch den Hund führt man ein und schmeißt ihn nicht für diesen Moment in die Geschichte.

 

Ich weiß, dass ich mit meiner Ablehnung ziemlich allein dastehe, aber ich fand vieles an der Geschichte lieblos runtergenudelt. 

 

Nachtrag: der Film spielt im 19. Jahrhundert, aber Bella hat sich die Achseln rasiert (oder rasieren lassen)? 


Bearbeitet von Frank Lauenroth, 12 Februar 2024 - 19:31.

 In memoriam Michael Szameit / Christian Weis / Alfred Kruse / Rico Gehrke                                                          : Aktuelle Projekte und neue Veröffentlichungen :                                                'Gleich' ist der Tod des kleinen Mannes.


#8 lapismont

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Geschrieben 13 Februar 2024 - 06:44

Lieblos wäre jetzt kein Wort, das mir bei »Poor Things« einfiele. Allein die Bühnenbilder, die Kostüme und die inszenatorischen Ideen sprechen für mich eine ganz andere Sprache.

 

Der Film spielt in einer Art Parallelwelt, insofern hatte sich der Regisseur da viele Freiheiten genommen.

 

Achselhaare? Wen interessieren Achselhaare von Schauspieler·innen?

 

Das mit dem Hund versteh ich auch nicht. Was interessiert Dich an ihm so? Das war ein Detail im Finale, mehr nicht. Er hatte eine simple Funktion, wie ein Kleid. Zu dm erfährst Du auch fast nie Hintergründe.

 

Ruffalo mag man oder nicht. Er war vielleicht nicht die beste Wahl, aber er lieferte den jämmerlichen Ex-Lover überzeugend ab.

 

Ich wäre froh, wenn das Kinojahr auf dem filmischen Niveau bliebe und mal aus Deutschland wieder ein Film von diesem Kaliber käme.


Bearbeitet von lapismont, 13 Februar 2024 - 06:49.

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#9 Frank Lauenroth

Frank Lauenroth

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Geschrieben 13 Februar 2024 - 07:28

Du hast natürlich Recht. Wenn einem der Film gefällt, ist man auch fein mit Kleinigkeiten. 

Wenn nicht, dann nicht.


 In memoriam Michael Szameit / Christian Weis / Alfred Kruse / Rico Gehrke                                                          : Aktuelle Projekte und neue Veröffentlichungen :                                                'Gleich' ist der Tod des kleinen Mannes.


#10 yiyippeeyippeeyay

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Geschrieben 14 Februar 2024 - 13:28

Ich fand den Film gut bis erstaunlich, also sehenswert.

 

Nachdem ich v.a. Stone bewundernd lobte, und u.a. als "erwachsene Pippi Langstrumpf" vom Auftritts-Stil her beschrieb, hier noch ein Auszug aus meiner Besprechung anderswo im WWW:

 

Ich hab erst durch diesen Film verstanden, warum sich einige demonstrierende Frauen in der #MeToo-Phase vor einigen Jahren auch als "slut" gerierten, und stolz auf diese emanzipative Wende schienen. Gerade die Verbindung dieser beiden Linien in genau dieser Bewegung verwirrten mich immer wieder.

Aber hier wird m.E. in erstaunlich märchenhaftem Dreß gezeigt, wie diese befreiende Reaktion des "ich bin weiblich und ich darf auch alles, lasse mich aber nicht schlecht behandeln" philosophisch zustande kommt. gebannt.gif Und die patriarchal-unterdrückenden Momente sind natürlich auch vertreten, v.a. im letzten Filmviertel mit seiner erstaunlichen Wende nach der reaktionären Behauptung "der Körper bestimmt die Identität", was gerade diese ganze Story bis dahin ja widerlegte.

Sehr gut gefallen hat mir die weise Bordell-Chefin, mit ihren eigenen teils irren Vorlieben, die aber der Heldin, Bella, verrät wie die Frauen auf Dauer das Steuer übernehmen können. Wobei dann allerdings das Ende m.E. ein wenig zu sehr wieder in den alten Rahmen zurück fällt, evtl. fallen muss, denn es ist immerhin eine Epoche wo weltweit die urbane weibliche Emanzipation gerade erst beginnt.

 

Ruffalo fand ich großartig - das war wohl seine anspruchvollste Rolle bisher: Der immer mieser/melodramatischer agierende Schwindler mit Blitzmomenten von Charme & Herz. Seine Tanzszene mit Stone als Bella fand ich genial! :wub:

 

Die Kulissen waren so unglaublich schräg und bunt, dass ich mich frage ob das meiste davon CGI war?! Und dann evtl. sogar noch mit Hilfe von, Gott verhüte, K.I.?!! :P

 

Der Twist mit dem 

Spoiler
am Ende war dann auch noch gekonnt - praktisch der Test ob Bella, nun wieder im Rahmen der alternativ-viktorianischen Gesellschaft, auch im (teils schlimmen) Alltag ihre in der Welt da draußen gefundene Kraft effektiv einsetzt. Ich denke Shelley-im-Himmel würde nicken...

 

Ich vergebe 8 von 9 Board-Sternchen! :qidea:

 

P.S.: Ich fand den Erzählstil nicht lieblos, sondern absurd-kindlich bei fast völliger erotischer Freiheit; was natürlich ein rarer ist! Und Stone spielte das gezielt so, war mein Eindruck, und setzte sich damit m.E. selbst einen filmischen Meilenstein.


Bearbeitet von yiyippeeyippeeyay, 14 Februar 2024 - 14:44.

/KB

Yay! Fantasy-Dialog Ende Januar...
Prof.: Dies sind die Bedingungen meiner Vormundschaft. (schiebt 2 Seiten über den Tisch) [..]

Junge: (schockiert, aber er nickt)

Prof.: Sehr gut... Noch eine Sache. Es fällt auf, dass du noch keinen Namen hast. Du benötigst einen.

Junge: Ich habe einen! -...

Prof.: Nein, das genügt nicht. Kein Engländer kann das aussprechen. Hatte Fräulein Slate dir einen gegeben?

Junge: ... Robin.

Prof.: Und einen Nachnamen. [..]

Junge: Einen [anderen] Nachnamen... aussuchen?

Prof.: Englische Leute erfinden sich namentlich ständig neu.

(Studierter Brite in besten Jahren, vs. dem Jungen, den er vor kurzem vorm Verenden in einem chinesischen Slum rettete, grob übersetzt aus Babel, im Harper-Voyager-Verlag, S. 11, by Kuang)


#11 Frank Lauenroth

Frank Lauenroth

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Geschrieben 21 Februar 2024 - 13:10

Making of: https://www.youtube....h?v=kYacgH4W1wY


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