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Englischsprachige Magazine: Von der Clarkesworld bis zur Locus


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32 Antworten in diesem Thema

#1 Rezensionsnerdista

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    Yvonne

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Geschrieben 14 Februar 2024 - 16:16

So, mal sehen, ob dieser Threadtitel schon zu lang ist :-)

 

Wer liest noch gern internationale Magazine?

 

Ich versuche mal, einen kleinen Überblick über unser Schwarmwissen zu gewinnen in diesem Thread.

 

Beispielsweise kam heute erstmalig die Foundation: The International Review of Science Fiction ins Haus, die es leider zurzeit nicht als Ebook gibt, die muss ich aber erst lesen.

 

 

Also zu denen, mit denen ich mich besser auskenne:

 

Locus

Ein us-amerikanisches Magazin mit Con-Berichten, Interviews, Kleinkram (Berichte zu Preisen, aus der Verlagswelt usw.) und Rezensionen. Ich lese es vor allem wegen der Rezensionen. Der Rezensent Ian Mond scheint einen sehr ähnlichen Geschmack zu haben und meine neuen Lieblingsbücher sind Terrace Story und The Deluge, beides empfohlen von ihm.

However, das lese ich inzwischen jeden Monat, kaufe mir drei bis fünf der Bücher und habe dann einen Monat Zeit, die zu lesen, was vielleicht erklärt, warum ich zurzeit so wenig deutschsprachige Prosa lese. (Ich habe ja auch noch die Magazine, die ich gern lese.)

 

Clarkesworld

Auch wenn ich ab und zu mal woanders richtig gute Geschichten finde, ist das mein Lieblings-SF-Kurzprosa-Magazin. Sozusagen mein persönlich Olymp der SF-Kurzprosa.

 

Flash Fiction Online

Habe ich auch inzwischen abonniert, sehr kurze Storys, sehr wenige, ist schnell gelesen. Nicht jeder Schuss ein Treffer (nicht mal jede Ausgabe Phantastisch, denke ich, aber die meisten), zwischendurch richtig gute Prosa wie Grandma's Sex Robot, eine Story, die ich gar nicht laut und oft genug empfehlen kann.

 

Uncanny

Lese ich auch sehr oft, auch wenn neben SF auch Fantasy (meist Urban Fantasy) drin ist. Die Nummer 50 war echt krass gut. Aber ja, lese ich nicht jeden Monat, aber recht häufig.

 

Asimov's & Analog

Seit mir klar geworden ist, dass man die Magazine nur digital bekommt, so lange sie "aktuell" sind, habe ich diese und die Analog abonniert. Rückwirkend gibt es die bestenfalls für teures Porto als Print. In beiden Magazinen gibt es neben Kurzgeschichten auf Novellen und Novelettas, was einigermaßen schräg ist, wenn man so eine 100-Seiten-Storys in einem Magazin liest. Es gibt aber oft echt gute. Eigentlich lese ich so lange Prosa ja nur nach einer Rezension, die mich schon angefixt hat.

Es gibt in beiden Magazinen auch Rezensionen und Artikel, manchmal Interviews.

 

Ich habe auch die khoreo abonniert, traue mir da aber noch kein Urteil zu. Das Magazine of Fantasy and Science Fiction hat auch manchmal echt gute Sachen.

 

Zukünftig werde ich hier posten, wenn ich auf etwas Interessantes in einer dieser Magazine stoße und vielleicht mal etwas tiefgreifender auf diese eingehen.

 

 

Was lest ihr? Egal welches Land. Ich kann zwar außer Deutsch nur Englisch, bin aber neugierig.

 

 


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#2 Nina

Nina

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Geschrieben 15 Februar 2024 - 20:47

Wobei die Frage ist: Was macht ein Magazin international? - Gut, Clarkesworld hat immer wieder Autoren verschiedener Nationalitäten. - Aber der Rest? Ist da die nicht mitunter einfach die Landessprache Englisch? Oder suchen und vor allem übersetzen sie bei Uncanny aktiv? - Falls nicht, ist es so wenig international wie unsere deutschsprachigen Zines, die durchaus bereit wären, eine Übersetzung zu drucken - vorausgesetzt, der Autor organisiert die Übersetzung selbst. 



#3 Maxmilian Wust

Maxmilian Wust

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Geschrieben 16 Februar 2024 - 19:47

Die Clarkesworld wird meines Wissens fast überall gelesen. Von den anderen weiß ich nichts.

 

Wenn du bei ihr einsenden willst, musst du die Geschichten selbst übersetzen und dich auf eine relativ garantierte Absage einlassen: Sie erhalten wohl im Jahr mehrere Tausend Zusendungen (während dem Corona-Lockdown soll es richtig übel gewesen sein). Der Konkurrenzdruck ist also immens und die native speaker halt doch immer einen notch voraus. Sie zahlen dafür aber sogar noch besser als die c't. Vielleicht trau ich mich in vierzig Jahren, eine Geschichte einzusenden ;-)

 

Yvonne, hast du Lust ein paar Kurzgeschichtenempfehlungen auszutauschen? Die allermeisten sind ja direkt auf der Website der Clarkesworld zu finden, also komplett öffentlich.


"Part Five: Boobytrap the stalemate button!"


#4 Nina

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Geschrieben 16 Februar 2024 - 20:22

Ich habe meine Absage von Clarkesworld bereits. Mit Übersetzung.

 

Aber insgesamt, finde ich "international" überzogen, wenn ein Magazin EINSPRACHIG daherkommt und Autoren in genau der Sprache einreichen müssen. Dann ist das nicht international. 



#5 Maxmilian Wust

Maxmilian Wust

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Geschrieben 16 Februar 2024 - 20:27

Wie schade.

 

Darf ich die Geschichte lesen?


"Part Five: Boobytrap the stalemate button!"


#6 Nina

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Geschrieben 16 Februar 2024 - 21:12

Wie schade.

 

Darf ich die Geschichte lesen?

Die Erstveröffentlichung war hier:

 http://www.septime-v...ivenwechsel-no2

Das Buch wird übrigens sogar von der österreichischen Frauenministerin empfohlen, also ran an den Speck ... ähm, Frauen, tja, die wollen bestimmt vegane Sonstwas-Dinger. (Tja, ich nicht.) 

 

Es kam dann noch mal in meiner Storysammlung Die Duftorgel , aber die dürfte ausverkauft sein. 

 

Aber ich fühle mich geehrt, dass Du das lesen willst. Ich kann es Dir auch per Mail schicken, wenn Du mir Deine Mailadresse per PM schickst. 



#7 Maxmilian Wust

Maxmilian Wust

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Geschrieben 16 Februar 2024 - 21:30

Ich will von jedem Autor, Autorin, Autoryx, Autormat, mit dem ich eventuell noch zu tun habe, mindestens drei Geschichten lesen.

 

Nicht nur aus Neugier und um mich an den Werken Besserer zu orientieren, sondern weil ich den infernalen Plan hege, mich heimlich, höflich (aber auch, weil ich das notwendige Niveau liefere) in private Anthologien zu schleichen, in die man nur per Einladung kommt. Gleichzeitig halte ich hie und da ein paar Lesungen, auf der BuCon zum Beispiel, oder diesem Tabula-Irgendwas-Dingens, redigiere Geschichten anderer Autoranten und helfe wiederum ihnen, wo ich kann. Designe Cover für sie, setze Texte, so in der Art. Und dann, ohne, dass ihr es bemerkt habt, werde ich Teil eurer Community geworden sein! So dass ihr meine Romane lest (falls ich mal welche veröffentliche) und sie mit 3 von 5 Gnadensternen bewertet, weil ihr mich als Person ganz okay findet. Muahaha!

 

Außerdem ist der Kaffee auf der BuCon recht gut. Er ist auch Teil des Plans.

 

Und du hast deine Katze neulich sehr gelobt. Wer eine Katze besitzt, muss auch künstlerisches Feingefühl besitzen. Wobei vermutlich noch nie ein Mensch eine Katze besessen hat, das war immer eher andersherum.

 

 

... meine E-Mail-Adresse hast du gleich per PM. So gerne ich die Anthologie lesen würde, ich würde es nicht mehr in diesem Jahr schaffen (mein SuB ist inzwischen 80 Bücher, 100 Mangas und 70 Comics lang)  :blush:


Bearbeitet von Maxmilian Wust, 16 Februar 2024 - 21:43.

"Part Five: Boobytrap the stalemate button!"


#8 Nina

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Geschrieben 16 Februar 2024 - 22:10

 

Ich will von jedem Autor, Autorin, Autoryx, Autormat, mit dem ich eventuell noch zu tun habe, mindestens drei Geschichten lesen.

 

Wow, das ist sehr engagiert. Ich stoße an meine Grenzen, weil ich österreichische SF-Neuerscheinungen lesen will´. Aber es ist letztendlich auch eine schöne Sache, sich so eine Aufgabe zu stellen. 

 

 

Außerdem ist der Kaffee auf der BuCon recht gut. Er ist auch Teil des Plans.

 

Leider war ich da seit mehreren Jahren nicht mehr. Als ich da letztes Mal einen Kaffee getrunken habe, war es - tja, Kaffee halt. Also Lichtjahre von der Wiener Kaffeehauskultur entfernt, aber okay. Aber da hatte man diesen Caterer, der auch gesagt hat, dass er mindestens 20 Minuten für Würstchen braucht. Für vorgebrühte Würste, wo ich mir wirklich *WTF* gedacht habe, weil vorgebrühte Würstchen werden selbst in Studentenküche mit Neustudent eine Woche weg von Mama schneller warm. (Na ja, der wollte das in so einem reinen Warmhalteriesentopf kochen - leider müssen Veranstalter solche Leute mitbuchen, wenn die einen Fixplatz in der Location haben, aber einen unfähigeren Gastronomen habe ich selten erlebt!) Also ich bin Old School, aber ich habe das Speisen- und Getränkeangebot am BuCon nicht so geschätzt, aber das mag gewechselt haben. 

 

 

 

Und du hast deine Katze neulich sehr gelobt. Wer eine Katze besitzt, muss auch künstlerisches Feingefühl besitzen. Wobei vermutlich noch nie ein Mensch eine Katze besessen hat, das war immer eher andersherum.

Falls Du Star Trek magst, so hat Deanna Data erzählt, dass Spot wohl ihn dressiert hat - obwohl er es umgekehrt vorführen wollte. Ich habe mir die dritte Staffel von "Picard" angesehen und ich hab dann na ja, schon ein bisschen geweint, als Data dann seine wertvollste Erinnerung präsentiert hat und die war die an sein Kätzchen Spot. Natürlich orange, orangefarbene Kätzchen sind die besten!  (Außer na ja, ich mag auch die schwarzen, die dreifärbigen, die mit den weißen Pfötchen... hm, eigentlich mag ich alle Katzen, die ich grad sehe.) 

 

Meine süße May besitzt auch künstlerisches Feingefühl und ist aktive Botschafterin der (österreichischen) SF: https://file770.com/...-sf-h-w-franke/

 

Ich schreib Dir später noch ein Mail.



#9 Maxmilian Wust

Maxmilian Wust

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Geschrieben 17 Februar 2024 - 10:44

Wow, das ist sehr engagiert. Ich stoße an meine Grenzen, weil ich österreichische SF-Neuerscheinungen lesen will´. Aber es ist letztendlich auch eine schöne Sache, sich so eine Aufgabe zu stellen. 

 

Es geht. Ich meinte damit auch eher Autoren, die mir positiv auffallen und mit denen ich gerne aufgrund Persönlichkeit, Talent, Intelligenz oder schlicht Chuzpe gerne mehr zu tun hätte. Bisher waren das 17 ... aus allen drei Phantastik-Blasen. Bei vielen mehreren musste ich nicht nachfragen, weil wir ständig in denselben Anthologien veröffentlicht wurden. Andere, wie Dieter Rieken, bleiben eher im Verborgenen. Und bei Yvonne Tunnat ist es fast nicht möglich, nichts von ihr zu lesen, wenn man sich im Sci-Fi aufhält.

 

 

Leider war ich da seit mehreren Jahren nicht mehr. Als ich da letztes Mal einen Kaffee getrunken habe, war es - tja, Kaffee halt. Also Lichtjahre von der Wiener Kaffeehauskultur entfernt, aber okay. Aber da hatte man diesen Caterer, der auch gesagt hat, dass er mindestens 20 Minuten für Würstchen braucht. Für vorgebrühte Würste, wo ich mir wirklich *WTF* gedacht habe, weil vorgebrühte Würstchen werden selbst in Studentenküche mit Neustudent eine Woche weg von Mama schneller warm. (Na ja, der wollte das in so einem reinen Warmhalteriesentopf kochen - leider müssen Veranstalter solche Leute mitbuchen, wenn die einen Fixplatz in der Location haben, aber einen unfähigeren Gastronomen habe ich selten erlebt!) Also ich bin Old School, aber ich habe das Speisen- und Getränkeangebot am BuCon nicht so geschätzt, aber das mag gewechselt haben. 

Das war ein Scherz ;-) Zudem, niemand, nicht einmal die Götter würden sich anmaßen, Wiener Kaffee mit dem Zeug zu vergleichen, das in Deutschland aus den Bohnen gezwungen wurde. Wiener Kaffee ist eh der einzige weltweit, der mit italienischem mithalten kann (und durchaus hie und da schlägt. Bei einem guten Kapuziner oder einem guten Cappuccino wüsste ich nicht, was mir lieber wäre). Der auf der BuCon war aber akzeptabel. Und das ist ein Urteil, das ich nur selten vergebe – als schwer kaffeesüchtiger Mensch.

 

Aber warum warst du nicht mehr auf der BuCon?

 

 

"Falls Du Star Trek magst, so hat Deanna Data erzählt, dass Spot wohl ihn dressiert hat - obwohl er es umgekehrt vorführen wollte. Ich habe mir die dritte Staffel von "Picard" angesehen und ich hab dann na ja, schon ein bisschen geweint, als Data dann seine wertvollste Erinnerung präsentiert hat und die war die an sein Kätzchen Spot. Natürlich orange, orangefarbene Kätzchen sind die besten!  (Außer na ja, ich mag auch die schwarzen, die dreifärbigen, die mit den weißen Pfötchen... hm, eigentlich mag ich alle Katzen, die ich grad sehe.) 

 

Meine süße May besitzt auch künstlerisches Feingefühl und ist aktive Botschafterin der (österreichischen) SF: https://file770.com/...-sf-h-w-franke/

 

Ich schreib Dir später noch ein Mail."

 

Wie sagte Mark Twain doch: "When a man loves cats, I am his friend and comrade without further introduction." Er hatte vermutlich noch kein so tiefgehendes Konzept von genderneutraler Sprache, aber die Grundaussage finde ich gut.

 

Orangefarbene Katzen sind toll. Leider ist der Orange-Kater in meiner Siedlung vor Kurzem verstorben und jetzt empfängt mich sein ehemaliger Nachbar, ein schwarzer Zwerg mit weißer Stirn, jeden Abend, wenn ich aus dem Büro komme – als wären wir immer beste Freunde gewesen. Hat also nicht nur sein Revier, sondern gleich auch noch seine Menschen mit übernommen.

 

Deine jedenfalls ist ja echt hübsch. Woher kommt dieses Fell? Sie wirkt wie ein bisschen Angora.


Bearbeitet von Maxmilian Wust, 17 Februar 2024 - 10:46.

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#10 fiksleer

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Geschrieben 17 Februar 2024 - 11:12

 
Was lest ihr? Egal welches Land. Ich kann zwar außer Deutsch nur Englisch, bin aber neugierig.

Mein Tipp: Omenana, SF aus Afrika.
https://omenana.com/

#11 Maxmilian Wust

Maxmilian Wust

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Geschrieben 17 Februar 2024 - 11:17

Oha, das muss ich dringend lesen. Gerade als Fan der afrikanischen Mythologien.

 

Die Stories sind ebenfalls öffentlich zugänglich.

 

Hast du ein paar Empfehlungen?


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#12 Christian Hornstein

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Geschrieben 17 Februar 2024 - 12:05

Das Magazinlesen muss sich bei mir Zeit teilen mit vielen anderen Lektüren, vor allem berufliche Texte, Romane und Information über Wissenschaft, Politik und anderem. Deshalb lese ich recht selektiv, bin nur Gelegenheitsbesucher und kein Abonnent oder so etwas und kann daher nicht viel zu den Magazinen sagen.

@Yvonne
Vielen Dank für Deine Eindrücke. Danke auch für den Hinweis zu Grandma's Sex Robot. Der Titel ist bereits stark und die Geschichte reizt vor allem durch ihre Erzählweise zu einem gängigen, wenn auch wichtigen Thema. Da Du offenbar die Landschaft einschlägiger englischsprachiger Magazine gut im Blick hast: Hättest Du Lust einen Thread mit laufenden Empfehlungen dieser Art zu erstellen? Das fände ich sehr reizvoll.



#13 fiksleer

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    Nanonaut

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Geschrieben 17 Februar 2024 - 12:47

Oha, das muss ich dringend lesen. Gerade als Fan der afrikanischen Mythologien.
 
Die Stories sind ebenfalls öffentlich zugänglich.
 
Hast du ein paar Empfehlungen?


Meine Favoriten sind Tendai Huchu und Wole Talabi. Aber es gibt so viele andere.

#14 Nina

Nina

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Geschrieben 18 Februar 2024 - 00:23

Na ja, international finde ich teils die Anthos von Francesco Verso, einem Mann aus Italien. Uwe Post hat viel mit ihm zum tun mit dem gemeinsamen Magazin. Allgemein macht Francesco viele Anthos, bei denen die Geschichten aus verschiedenen Sprachen kommen. Er kümmert sich um die Übersetzung. Das ist für mich international. nicht, bloß weil wer in einem englischsprachigen Land hockt und englischsprachige Geschichten - die die Autoren selbst daherbringen müssen - möglicherweise für eine Publilkation in Betracht zieht. 

 

 

 

 

Aber warum warst du nicht mehr auf der BuCon?

Ich hatte eine unendlich schwere Lebenskrise, eine Kombination aus psychischen Problemen, Corona-Einschränkungen. Einsamkeit allgemein, Problemen allgemein. Nichts hat übrigens im entferntesten damit zu tun, was je ein Organisator des BuCons getan oder unterlassen hat. Allerdeings ist BuCon auch nicht grad um die Ecke, kein "Ich schau mal rüber", das ist weit weg und im Ausland. 

 

 

 

... jedenfalls ist ja echt hübsch. Woher kommt dieses Fell? Sie wirkt wie ein bisschen Angora.  

 

Danke für das Kompliment! Ja, sie ist die weltschönste Katze der Welt. Natürlich. Wie könnte denn mein liebstes Lieblingskätzchen nicht allerweltliebst und allerweltschönst sein! (Na ja, ein bisserl dumm ist sie halt, aber das ist doch auch egal - ich schmuse lieber mit ihr als Rechenaufgaben gemeinsam zu lösen!) 

Also meine May ist mein absoluter Schatz. Sie tippt mich mit der Pfote ins Gesicht, wenn ich weine und liegt schnurrend auf meiner Brust, wenn ich krank bin.

Über ihre Vergangenheit weiß ich nichts. Ich habe als bereits erwachsene Katze vor über acht Jahren aus dem Tierheim mitgenommen. Seitdem ist sie meine beste Freundin und ich bin jeden Tag dankbar, den ich mich bisher mit ihr verbringen durfte. Da pfeif ich drauf, ob sie ein Achtel Birma oder Halb Maine Coon ist. Hauptsache, MEIN Schatzi!



#15 Maxmilian Wust

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Geschrieben 18 Februar 2024 - 02:23

Ich hatte eine unendlich schwere Lebenskrise, eine Kombination aus psychischen Problemen, Corona-Einschränkungen. Einsamkeit allgemein, Problemen allgemein. Nichts hat übrigens im entferntesten damit zu tun, was je ein Organisator des BuCons getan oder unterlassen hat. Allerdeings ist BuCon auch nicht grad um die Ecke, kein "Ich schau mal rüber", das ist weit weg und im Ausland. 

Ich glaube, ich weiß ziemlich gut von welcher Art Krise du sprichst bzw. wie sie sich anfühlte. Davon hatte ich auch schon meinen Anteil.

 

Ich weiß, es ist ein irgendwie alberner Trost, aber der neuseeländische Autor Nicholas Sheppard (hier wahrscheinlich eher als Echo Chamberlain bekannt; ein so oder so unglaublich gebildeter Mensch) meinte in einer seiner endlosen Analysen der Szene, dass aus solchen Erfahrungen die besten Autoren gemacht werden und man damit z.B. die Malaise als glaubwürdiges Risiko für die eigenen Protagonisten beschreiben könnte. Das rede ich mir jedenfalls ein, wenn ich an die schattigen Zeiten denke ;-)

 

Joa, die BuCon ist von Wien aus ein Stück entfernt. Auch wenn München nicht ganz soweit weg liegt, hätte ich die Reise auch nicht auf mich genommen, wäre ich nicht zum Lesen eingeladen worden. Kann dich also gut verstehen.

 

 

Danke für das Kompliment! Ja, sie ist die weltschönste Katze der Welt. Natürlich. Wie könnte denn mein liebstes Lieblingskätzchen nicht allerweltliebst und allerweltschönst sein! (Na ja, ein bisserl dumm ist sie halt, aber das ist doch auch egal - ich schmuse lieber mit ihr als Rechenaufgaben gemeinsam zu lösen!) 

Also meine May ist mein absoluter Schatz. Sie tippt mich mit der Pfote ins Gesicht, wenn ich weine und liegt schnurrend auf meiner Brust, wenn ich krank bin.

Über ihre Vergangenheit weiß ich nichts. Ich habe als bereits erwachsene Katze vor über acht Jahren aus dem Tierheim mitgenommen. Seitdem ist sie meine beste Freundin und ich bin jeden Tag dankbar, den ich mich bisher mit ihr verbringen durfte. Da pfeif ich drauf, ob sie ein Achtel Birma oder Halb Maine Coon ist. Hauptsache, MEIN Schatzi!

Exakt so sollte man über seine eigene Katze sprechen  :bighlaugh:  Was für eine unglaublich liebe Geschichte.


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#16 Rezensionsnerdista

Rezensionsnerdista

    Yvonne

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Geschrieben 19 Februar 2024 - 13:14

Das Magazinlesen muss sich bei mir Zeit teilen mit vielen anderen Lektüren, vor allem berufliche Texte, Romane und Information über Wissenschaft, Politik und anderem. Deshalb lese ich recht selektiv, bin nur Gelegenheitsbesucher und kein Abonnent oder so etwas und kann daher nicht viel zu den Magazinen sagen.

@Yvonne
Vielen Dank für Deine Eindrücke. Danke auch für den Hinweis zu Grandma's Sex Robot. Der Titel ist bereits stark und die Geschichte reizt vor allem durch ihre Erzählweise zu einem gängigen, wenn auch wichtigen Thema. Da Du offenbar die Landschaft einschlägiger englischsprachiger Magazine gut im Blick hast: Hättest Du Lust einen Thread mit laufenden Empfehlungen dieser Art zu erstellen? Das fände ich sehr reizvoll.

 

Moin,

 

wenn's nicht puristisch SF sein muss, irgendwo zwischen Smart Houses und Phantastik ist die Story über ein trauerndes Haus, die ich sehr geil finde:

Do Houses Dream of Scraping the Sky? im Uncanny Magazine. 

 

Ansonsten habe ich in letzter Zeit gefunden:

 

Ganz konkret würde ich dir folgendes Storys ans Herz legen, weil die richtig klasse sind:

Kelsea Yu: In Memories we drown (hier verfügbar)

Tia Tashiro: To carry you insided you (hier verfügbar)

Jana Bianchi: ... your little light (hier verfügbar) -> diese Story ist extrem traurig!

Angela Liu: Pinocchio Photography (hier verfügbar)

 

Nina, wenn ich im Titel statt "international" "englischsprachig" schreibe, passt es? Dann passt auch Norberts Empfehlung vom afrikanischen Kontinent noch rein, weil die ja auch auf Englisch die Storys drucken. Und ggf. internationale (die selbst übersetzen) würden auch passen, das Future Fiction Magazine hat ja hier eh eigene Threads.


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#17 Christian Hornstein

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Geschrieben 19 Februar 2024 - 19:29

Lieben Dank, Yvonne!

Do houses ... ist klar Phantastik und die Personifizierung nicht neu, aber es ist eine schöne Idee, das Thema Trauer und Neuanfang zu behandeln. Was mir auch gut gefällt ist die Erzählerstimme.

Demnächst werde ich mir noch die anderen anschauen ... :)



#18 Rezensionsnerdista

Rezensionsnerdista

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Geschrieben 21 Februar 2024 - 15:51

Ich lese ja gerade (zum ersten Mal übrigens) das britische Foundation:

 

Die Ausgabe heißt When it changed - women in SF

(die gleichnamige Kurzgeschichte hatte ich übrigens vor ca. zwei Jahren mal gelesen)

 

Im ersten Artikel nach dem Vorwort geht es gleich um Jo Waltons Thessaly-Trilogy. Ich sehe schon, das kenne ich noch nicht. Smells like Fantasy. Da mache ich dann mal einen Bogen drum - hat das jemand gelesen? Ich bin ja großer Fan der Small Change Trilogy, ihr wisst schon, dass mit den Nazis und dem schwulen Polizisten. 

 

Interessant, dass bei den Quellen auch Samuel Delany dabei ist. Und Joanna Russ. Manchmal ist die Welt eben klein. Da ich aber die Trilogie nicht kenne und gerade meinen SuB nicht so stark befüllen will (habe heute schon zwei andere, dringlichere Bücher gekauft), würde ich hier mal Abstand halten. 

 

Der Artikel danach dreht sich um Queerness, das scheint schon eher zu passen, zumal es da um Werke geht, die ich auch tatsächlich gelesen habe (u. a. When it changed).


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#19 Rezensionsnerdista

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Geschrieben 25 Februar 2024 - 07:50

Dank Empfehlung habe ich ein sehr gute schottisches Magazin entdeckt: Shoreline Infinity. Bisher habe ich zwei Ausgaben gelesen und habe einen guten Prozentsatz guter Storys gefunden. Die sind auch alle immer nur höchstens eine Viertelstunde lang. 

 

Es sind auch Autor:innen vertreten, die sonst in bekannteren Magazinen publizieren oder auch für Hugos nominiert waren, aber auch No Names, auch nicht zwingend aus Schottland oder GB, ich habe auch eine Autorin entdeckt, die in Deutschland wohnt (aber offenbar nur auf Englisch schreibt, hatte nie von ihr gehört). 


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#20 Mammut

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    DerErnstFall Michael Schmidt

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Geschrieben 04 Mrz 2024 - 13:02

Wenn es nicht nur ums Lesen, sondern auch um Veröffentlichungsmöglichkeiten, einfach mal auf der Seite von Andreas schauen, der veröffentlicht immer mal wieder was in englischsprachigen Magazinen:

https://drdings.wordpress.com/

 

Beispielsweise

Sci Phi Journal:

https://www.sciphijournal.org/



#21 Nina

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Geschrieben 07 Mrz 2024 - 21:24

 

 

Nina, wenn ich im Titel statt "international" "englischsprachig" schreibe, passt es?

Natürlich und falls ich etwas patzig war, entschuldige ich mich. Es ärgert mich nur, wenn englischsprachige Menschen sich als der Nabel der Welt sehen. Natürlich ist Englisch praktisch, eine sehr einfache Sprache und den 2. Weltkrieg haben die auch gewonnen, das hängt noch nach ... Ich habe auch neulich mit einem Autor darüber geredet, also vernünftig Englisch sprechen und vielleicht mal einen Connachbericht für eine Internetpublikation zu schreiben, das geht, aber einen Prosatext - das können die meisten Menschen schon nicht in ihrer Muttersprache. 

 

Und dieses "Schreib in MEINER Muttersprache oder bring deinen eigenen Übersetzer, damit MEIN Magazin international sein kann", finde ich arrogant. Dass erwarten allerdings auch nur englischsprachige Herausgeber. Im deutschsprachigen Bereich sagt man dann halt, dass man keine Übersetzer hat, falls wer einreicht. 



#22 Rezensionsnerdista

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Geschrieben 08 Mrz 2024 - 06:49

Natürlich und falls ich etwas patzig war, entschuldige ich mich. Es ärgert mich nur, wenn englischsprachige Menschen sich als der Nabel der Welt sehen. Natürlich ist Englisch praktisch, eine sehr einfache Sprache und den 2. Weltkrieg haben die auch gewonnen, das hängt noch nach ... Ich habe auch neulich mit einem Autor darüber geredet, also vernünftig Englisch sprechen und vielleicht mal einen Connachbericht für eine Internetpublikation zu schreiben, das geht, aber einen Prosatext - das können die meisten Menschen schon nicht in ihrer Muttersprache. 

 

Und dieses "Schreib in MEINER Muttersprache oder bring deinen eigenen Übersetzer, damit MEIN Magazin international sein kann", finde ich arrogant. Dass erwarten allerdings auch nur englischsprachige Herausgeber. Im deutschsprachigen Bereich sagt man dann halt, dass man keine Übersetzer hat, falls wer einreicht. 

 

Okay, erledigt. So ist es dann ja auch genauer.

 

Mir geht's wie dem Autor, mit dem du gesprochen hast. Ich kann ganz gut Englisch für alle möglichen Anwendungsfälle, aber Prosa, das ist nochmal was anderes, aus vielen Gründen.

 

 

Clarkesworld bezahlt die Übersetzung wohl auch nachträglich, sofern sie annehmen, lesen aber die Beiträge auf Englisch. Falls sie es also nicht annehmen, zahlen sie natürlich auch die Übersetzung nicht.

 

 

 

Ich glaube, wenn jemand dem Future Fiction Magazin einen Beitrag auf französisch oder so geben würde und glaubhaft versichern kann, dass der Text gut und richtig ist, würde man dort schon eine Lösung finden. Bei der NOVA haben sie ja einen Übersetzer, wenn der auch meines Wissens nur von Englisch aus ins Deutsche übersetzt.

Das Weltenportal wäre auch nicht abgeneigt, mal eine Übersetzung zu bezahlen, das käme aber neu dazu.

 

Nur die Exodus hat (zumindest zurzeit) den Scope klar auf deutschsprachiger Prosa, da wird wohl nichts gehen. Wobei ... war da nicht auch mal was? 

 

Der Verlag Torsten Low übersetzt erstaunlich viel Kurzprosa.

 

Jetzt bin ich aber wirklich von meinem eigenen Thema abgekommen. Ich lese zurzeit übrigens Fiyah, da habe ich auch schon tolle Storys gefunden.


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#23 Maxmilian Wust

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Geschrieben 08 Mrz 2024 - 08:41

Allein von seiner Art her könnte ich mir das Weltenportal tatsächlich ganz gut im französischem Raum vorstellen. Manche Geschichten (wie die von Bendrin) treffen ziemlich exakt den Nerv von dem, was dort seit gefühlt einhundert Jahren angesagt ist.

 

Französische Magazine haben allerdings immer ein bis zwei Seiten mit Cartoons (wenig verwunderlich). Aber gut, wenn ich darf, soll das für die nächsten Jahrzehnte keine Hürde darstellen  :bighlaugh:  


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#24 Rezensionsnerdista

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Geschrieben 08 Mrz 2024 - 09:24

Kennst du französische Magazine? Jetzt passt das nicht so mehr recht zum Titel, aber falls du welche kennst, berichte gern!


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#25 Maxmilian Wust

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Geschrieben 08 Mrz 2024 - 11:27

Ehrlich gesagt nur das "Solaris", das vermutlich viele hier im Forum kennen.

 

Die Illus und Comics darin waren oft absolute Spitzenklasse (also, sogar für französische Verhältnisse – teilweise auf dem Level von Buchet, Andreas oder Moebius), die Geschichten fand ich oft SEHR französisch. Sie gehen gerne mal in den Weird-Bereich oder können auch ihre Prämisse sehr künstlerisch applizieren, also dass z.B. jemand einen Hirnschaden erleidet und dann (for some reason) nur noch per Gedichte mit seiner Umwelt kommuniziert. Oder Traumsequenzen einfach mal vier Normseiten in Beschlag nehmen und dann am Ende eigentlich gar nichts mit der Handlung zu tun haben. Oder dass der Protagonist unbedingt seine Frau zum Weinen bringen will, was ebenfalls nichts mit der Geschichte (ein Erstkontakt-Szenario) zu tun hat und den Charakter eher wie einen verzweifelten Sadisten als einen Menschen mit Fehler darstellt. Das kann durchaus interessant sein, hinterließ mich aber etwas zu oft mit einem "Hä?" (und ich bin sogar noch jemand, der Weird-fiction zu schätzen weiß). Ein Bekannter beschrieb es mal am besten als "Die verschwurbelteren Geschichten aus der Heavy Metal, nur in Kurzgeschichtenform".

 

Aber verlass dich hier nicht allein auf mein Urteil. Für die "Solaris" haben ein paar der wichtigsten Sci-Fi- und Fantasy-Autoren und -innen Frankreichs geschrieben, also wird sie ihren Erfolg durchaus verdient haben.

 

Die längst eingestellte "Fiction" soll zudem besser bzw. bodenständiger gewesen sein, aber von der habe ich bis heute keine einzige Ausgabe gelesen.

 

 

/Nachtrag: Ja, mir ist bewusst, dass die Frau, die er zum Weinen bringen will, symbolisch für seine verlorene Jugend steht und er mehr Schmerz über diesen Verlust empfinden will, als er tut, aber es hat sich trotzdem seltsam und irgendwie ungut angefühlt. Außerdem fand ich die Idee von Außerirdischen, die nie Augen entwickelt und sozusagen kein Konzept für Sehen besitzen, eigentlich schon Thema genug.


Bearbeitet von Maxmilian Wust, 08 Mrz 2024 - 11:37.

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#26 Rezensionsnerdista

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Geschrieben 08 Mrz 2024 - 12:23

Ich vermute schwer, dass mein Französisch nicht ausreicht, um viel zu verstehen. Hatte mal vor zehn Jahren oder so Twilight auf französisch gelesen, das ging schon nicht besonders gut, die Asterix-Comics haben wohl deswegen gut geklappt, weil ich sie auf Deutsch mitsprechen kann.

 

Interessant, was du berichtest!


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#27 Maxmilian Wust

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Geschrieben 08 Mrz 2024 - 19:18

@Yvonne:

So wie ich dich kenne, bedeutet das, dass du eine 1er Schülerin in Französisch warst, die Sprache tatsächlich unglaublich gut beherrscht, aber mal an einem Wort wie trouvant genagt hast, weil es seit gefühlt 300 Jahren nicht mehr verwendet wurde ;-)

 

Was die Solaris angeht, "cherrypicke" ich hier aber auch. Viele Geschichten sind auch gute Sci-Fi-Standardkost.

 

Ich habe gerade gegoogelt (weil ich dir ein paar Stories empfehlen wollte) und glaube, einem Mandela-Effekt auf dem Leim gegangen zu sein, denn ich war mir bis eben noch absolut sicher, dass Ausgaben von Solaris ins Englische übersetzt wurden. Zumindest weiß ich, dass ich meine Ausgaben damals in der Flughafen-Bücherei gekauft, als ich dort noch gearbeitet habe. Und ich glaube wirklich, dass die alle in englischer Sprache waren ...

 

Seltsam.


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#28 Maxmilian Wust

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Geschrieben 08 Mrz 2024 - 19:23

Aber wo wir gerade bei Empfehlungen sind:

 

The Things (in der Clarkesworld)

von Peter Watts

 

<LINK>

 

Intelligente Geschichte, die die Handlung von "The Thing" (dem Body-Horror-Film aus den 1980ern) aus Sicht des "Monsters" erzählt.


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#29 Christian Hornstein

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Geschrieben 09 Mrz 2024 - 15:43

Ist jetzt etwas themenfremd: Solaris ist zwar francophon, aber kanadisch. Französische Magazine, die in etwa in Hinsicht Inhalt und Form zu dem hier Gemeinten passen, wären wohl Galaxies (https://galaxiessf.com/) und Bifrost (https://www.belial.f...-belial-bifrost).


Bearbeitet von Christian Hornstein, 09 Mrz 2024 - 15:45.


#30 Maxmilian Wust

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Geschrieben 09 Mrz 2024 - 20:30

Das erklärt Einiges  :bighlaugh:

 

Ich mag Cunningham's Law. Ernsthaft: Ich habe mehr dadurch gelernt, als durch gestellte Fragen.


Bearbeitet von Maxmilian Wust, 09 Mrz 2024 - 20:58.

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