Danke für die vielen Beiträge, ich versuche einmal zu ordnen und hoffe, ich kann alles beantworten:
Von Jol Rosenberg gibt's schon drei Romane und etliche Kurzgeschichten
Das habe ich mit großem Interesse gelesen, auch wenn ich seine Veröffentlichungen bisher noch nicht kenne. Diese Wissenslücke werde ich kurzfristig ausbessern 
Was liest du denn selbst so an sf, das klingt ja nicht so uninteressant?
Ich habe mich auch gefragt, was du denn so liest. Meine Lesevorlieben lassen sich aus meinem Blog ableiten: Ich liebe Becky Chambers und Martha Wells Murderbotreihe, aus der deutschsprachigen SF haben mich in den letzten Jahren Lena Richter, die Vögte und Kris Brynn begeistert. Ich mochte auch einiges von Sven Haupt und Maja Ilisch.
Ich bin gar nicht so der "klassische" Science-Fiction-Leser, insofern ist die Frage schwer zu beantworten. Natürlich habe ich Dune gelesen, natürlich habe ich viel aus dem Star-Wars-Kanon gelesen (bevor es Disney wurde), natürlich habe ich The Expanse, aber ich liebe auch sehr klassische Literatur wie Dürrenmatt, Lessin, Goethe oder Frisch, genauso wie bspw. Orwell. Meine "Lesegeschmack" ist wohl sehr schwer zu beschreiben - und vielleicht ein eigenes Buch wert! 
Unter dem, was du beschreibst, kann ich mir wenig vorstellen, allerdings finde ich es immer schwer, über Texte so zu schreiben, dass eine Vorstellung entsteht, besonders über die eigenen. Weil ich ja dazu neige, über das zu schreiben, was ich wollte, was aber für Lesende ganz anders ankommen kann.
Ich versuche das auch, um ehrlich zu sein, bewusst zu vermeiden, es würde eine Interpretation bedingen, die ich dem Leser nicht vorweg zu nehmen vermag. Texte, Kurzgeschichten und Romane, sie alle sind doch fast wie Wolken: Jeder sieht etwas anderes darin. Dazu rege ich auch an! Wichtig ist das Handwerk, das muss stimmen, darum habe ich mich bemüht. Ansonsten ist es jedem selbst überlassen, wie er sich gegenüber des Inhaltes platziert. Ich will nicht belehren, kein Moralapostel spielen oder Meinungsschablonen liefern - nur dazu anregen, darüber zu diskutieren und zu sprechen.
Das liest sich wie auf der Verlagswebseite. Ist das dein eigener Verlag?
Ich hoffe, es ist okay, wenn ich neugierig nachfrage: Was wird denn da digitalisiert? Und was ist schneller und unkomplizierter vergleichen mit wo? Es klingt, als hättest du bei x anderen Verlagen veröffentlicht und könntest vergleichen. Ich grübele noch darüber nach, was ich gern unkomplizierter hätte als bei den Verlagen, bei denen ich veröffentlicht habe (wenn man die KGs mitzählt, sind das doch einige) und wenn für mich etwas herausfordernd ist, dann ist es, dass die Leute meist überlastet sind und Antworten mitunter lange dauern. Aber das ist ja nichts, was sich durch Digitalisierung lösen ließe, denn ich will j akeine Mails von Bots. Ich denke bei Digitalisierung sofort an automatisierte Korrektorate (hilfreich, aber ohne den menschlichen Blick ungenügend), KI-Cover (bleib mir weg!) und vielleicht gibt es auch sowas wie KI-Buchsatz (da fehlt mir jede Erfahrung). Das alles möchte ich von einem Verlag dann doch eher nicht und einen Verlag, der die Cover mit KI erstellt, möchte ich auch nicht unterstützen.
Gerne so viel Fragen, wie Interesse besteht, ich versuche es nach bestem Wissen und Gewissen zu beantworten!
Es ist nicht mein eigener Verlag, aber ich habe durchaus auch Einblicke in die Hintergründe. Um es gleich vorwegzunehmen: Ein KI-Korrektorat funktioniert in der deutschen Sprache noch lange nicht (viel zu komplex), KI-Buchsatz ist automatisch bei InDesign mit verbaut (Silbentrennung, etc.) - die Qualität ist im Schnitt in Ordnung, aber braucht dennoch eine menschliche Korrektur - und KI-Coverdesign ist sowieso schwierig. Eventuell einzelne Elemente, okay, grade im Science-Fiction-Bereich, aber grundsätzlich - das ist aber nur meine Meinung - nehmen zu stark visualisierte Elemente dem Leser wieder die eigene Interpretationsmöglichkeit.
Nachdem ich jetzt gesagt habe, um was es nicht geht, kommen wir zu dem, um was es geht: Beispielsweise eine schnelle Kommunikation mit Autor:innen, verbesserte Manuskripteinreichungsmöglichkeiten, Entlastung der Lektorierenden, etc. Es sind also weniger künstlerische Eingriffe als viel mehr organisatorische Themen.
Wer hat denn den Klappentext gemacht, den habe ich jetzt bei amazon mal gelesen.
Der Klappentext wurde gemeinsam mit dem Lektorat erarbeitet.
Ich hoffe, ich habe die Fragen soweit alle aufgenommen
Sorry, wenn ich etwas überlesen / vergessen haben sollte!
Bearbeitet von Eryx Vail, 25 März 2025 - 12:35.