Das liegt aber auch an den Filmen, die dort laufen.
Hmm...
Meine Ausbeute aus den letzten Wochen (es waren sogar fünf Filme):
Amrum: ein Fatih-Akin-Film basierend darauf, wie der Filmemacher Hark Bohm als Kind das Ende des 2. Weltkriegs auf der durchaus nazikritischen Nordseeinsel erlebt hat (9/10)
Dann passiert das Leben: hochintensive Studie über ein älteres Ehepaar, das sich das Leben gegenseitig zur Hölle macht, bis ein Unfall alles ändert (großartige Hauptdarsteller: Anke Engelke und Ulrich Tukur) (9/10)
Stiller: unterm Strich gelungene Literaturverfilmung von Max Frischs bahnbrechenden, wenngleich etwas überschätzten Roman über die Unentrinnbarkeit der eigenen Vergangenheit - aber auch deren Interpretierbarkeit (8/10)
Die My Love: zeitweise kaum erträgliches Psychodrama über eine Frau, die an den Anforderungen von Familie, Landleben und einem berufstätigen Mann auf Dienstreisen zerbricht (getragen von einer überragenden Jennifer Lawrence) (8/10)
Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße: Ein Berliner Videothekenbesitzer hat sich gegen Ende der DDR-Zeit als U-Bahn-Weichensteller einen Fehler erlaubt, den ein Reporter zum 30. Jahrestag des Mauerfalls zu einer heldenhaften Massenfluchthilfe uminterpretiert. Insgesamt gelungene Komödie über die Funktionsweise von Boulevard-Illustrierten, die am Ende aber auf gewohnt deutsche Weise viel zu glatt und zu umfangreich aufgelöst wird (7/10)
Kein Sequel, kein Prequel, kein Reboot, kein Disney. Kein richtiger Aussetzer, viele interessante und intensive Filme abseits des Mainstreams. Man muss sich halt vorher informieren und gezielt auswählen.
Gruß
Ralf
Bearbeitet von ShockWaveRider, 21 Dezember 2025 - 16:26.