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Wird das Kino überleben?


20 Antworten in diesem Thema

#1 Mammut

Mammut

    DerErnstFall Michael Schmidt

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Geschrieben 20 Dezember 2025 - 09:22

Die Sorge um das Kino ist keine neue: Als in den 1950er-Jahren das Fernsehen auf dem Vormarsch war, wurde bereits befürchtet, dass die Kinosäle leer blieben. In den 1970er- und 1980er-Jahren wurden prestigeträchtige Studiomarken von internationalen Konzernen aufgekauft. Doch durch die digitale Revolution zur Jahrtausendwende und zuletzt mächtiger werdende Internetkonzerne hat sich der Markt nachhaltig verändert. 

 

Wie Streamingplattformen die Filmindustrie verändern | tagesschau.de



#2 ChristophGrimm

ChristophGrimm

    Illuminaut

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Geschrieben 20 Dezember 2025 - 10:05

Die Sorge um das Kino ist wahrlich keine neue, aber ich vermute, die Besucherzahlen werden trotzdem sinken. 

Neben der immer wieder bewiesenen These, dass Menschen den Weg des geringsten Widerstandes gehen (Buchhandlungen vs. Amazon), sehe ich hauptsächlich zwei Ursachen:

 

  • Die Filmstudios haben sich mit ihren Streamingdiensten erfolgreich den Kinoast abgesägt. Wenn es ein paar Wochen später kostenlos auf dem zufällig abonnierten Streamingdienst (bei mir: Netflix und Disney+) oder für einen Videotheken-Preis digital zu leihen ist, fällt das Zeit-Argument vollkommen weg. 
  • Kinobesuche sind, kostentechnisch betrachtet, für meine Frau und mich bzw. nun auch mit unserer Kleinen mittlerweile Teil des Ausflug-Budgets. Zwar gehören wir zu den Besuchern, die nur gelegentlich - und dann auch nur eine - Knabberei holen. Aber wenn nicht gerade der Kinotag ist, sind wir mit 45 € zu dritt bzw. 30 € zu zweit mit dabei. Das ist isoliert betrachtet ein Betrag, über den man als Paar/Familie nachdenkt, und im Verhältnis zu den monatlichen Kosten von Streamingdiensten unattraktiv.

Natürlich gehen wir weiterhin gerne ins Kino. Aber aus 6-8 Besuchen übers Jahr sind es eben 2-3 geworden, bspw. kürzlich "Wicked" mit meiner Frau (Date-Abend) oder ein unsäglicher Paw-Patrol-Film, weil die Kleine es sich gewünscht hat. 

 

Zitat: "Auch eine weitere Entwicklung könnte dem Kino in die Karten spielen: Die Wachstumsphase im Streaming stagniert. Durch das überbordende Angebot und Werbepausen ist Streaming zum teuren Bezahlfernsehen geworden. Vielleicht ist man dann doch bereit, wieder mal ein Kinoticket zu kaufen."

 

Das ist Wunschdenken. Eher sorgen inhaltliche Fragmentierungen, höhere Abo-Preise oder Werbepausen für mehr Piraterie.


Bearbeitet von ChristophGrimm, 20 Dezember 2025 - 10:07.

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#3 Rezensionsnerdista

Rezensionsnerdista

    Yvonne

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Geschrieben 20 Dezember 2025 - 11:26

Wenn ich mit meinem Mann ins Kino will, muss ich inklusive Babysitterin locker 100€ hinlegen.

Insofern gehe ich nur manchmal mit dem älteren Kind hin.

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#4 Jannis

Jannis

    Der Fantastische Buchladen Moderator

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Geschrieben 20 Dezember 2025 - 11:51

Ich habe tatsächlich, seit dem ich 18 Jahre bin, jede Kinokarte digitalisiert ... als Studi war ich teilweise 2-3 / Woche im Kino, jetzt eher 1-2 / Jahr :(

 

Gründe:

- Bequemlichkeit: Ich bekomme den Film mit Verzögerung in den Streamingdienst meiner Wahl nach Hause, habe dort eine 2,4m Leinwand, kann jederzeit Pause drücken oder einfach den Film ohne schlechtes Gewissen abbrechen

- Kosten: Wenn ich mit Sandra zu Zweit ins Kino gehe, ist es mit Kinokarten, 1x Popcorn, 1x Nachos, 2x alkoholfreien Bieren so unglaublich teuer. Für das gleiche Geld kann ich in die gehobene Gastronomie gehen und verbringe dort einen längeren Abend mit besserem Essen.

 

Sorry, aber für mich ist Kino nichts mehr besonderes. Aber man kann das auch in Relation setzen: Zauberflöte im Theater Basel: billigste Kategorie 30,- CHF, teuerste 150,- CHF. Da sind wir als Familienbesuch > 300 CHF für 2 Stunden ohne Essen los?  :blink:


Meistens gut gelaunt, offen für sehr viel und immer für eine angeregte Diskussion zu haben!


#5 deval

deval

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Geschrieben 20 Dezember 2025 - 12:18

Ich war mit meiner Tochter vor zwei Wochen im Kino und musste doch wirklich 13 Euro für den Film hinblättern.

War jetzt nicht 3D oder mit Überlänge, sondern ganz normal durchschnittlich.

 

Musste ich doch tief durchatmen und dachte bei mir: "Meine Tochter und ich habe jetzt 26 Euro Eintritt für einen Film bezahlt, den wir in 3 Monaten vermutlich für 9,99 Euro auf Blu-Ray bei amazon kaufen können."

Aber, wenn die Tochter unbedingt mit ihrem Vater ins Kino will, was soll man da machen?  :biggrin2: 


"Dein Wort ist meines Fusses Leuchte und ein Licht auf meinem Weg."
Psalm 119, 105

 

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#6 Pogopuschel

Pogopuschel

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Geschrieben 20 Dezember 2025 - 13:19

Mein Hauptgrund, nicht mehr ins Kino zu gehen,  ist vor allem, dass ich Filme nicht mehr synchronisiert sehen möchte, sondern mit den Originalstimmen der Schauspieler*innen. Als ich noch in Berlin gewohnt habe, war das kein Problem, da gibt es Kinos die OV zeigen. Aber hier in der Provinz ...



#7 ChristophGrimm

ChristophGrimm

    Illuminaut

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Geschrieben 20 Dezember 2025 - 13:55

Sorry, aber für mich ist Kino nichts mehr besonderes. Aber man kann das auch in Relation setzen: Zauberflöte im Theater Basel: billigste Kategorie 30,- CHF, teuerste 150,- CHF. Da sind wir als Familienbesuch > 300 CHF für 2 Stunden ohne Essen los?  :blink:


Na ja, mit der Argumentation könnte ich mich beschweren, dass ich unlängst für 65 € bei Subway to Sally und Schandmaul (+ Vorbands) 5 Stunden neben schwitzenden Menschen habe stehen müssen :D.

Es ist so: Mancher Luxus (Konzerte, Theater, Kino, Ausstellungen oder auch Bücher), den man sich früher häufiger gegönnt hat, hat eine stärkere Preissteigerung als anderer Luxus erfahren. Ich habe sicher nicht mehr alle Preise im Kopf, aber als „Star Trek: TNG“ vor rund einem Vierteljahrhundert erstmals auf DVD erschien, wanderten 110 € für eine Staffel (!) über die Ladentische. Saftige 770 € musste man löhnen, wenn man die Serie komplett haben wollte. Mir fällt nun keine Serienkomplettbox auf Blu Ray, auch nicht von aktuellen Hits, ein, die Heute über 100 € kostet.

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#8 Rezensionsnerdista

Rezensionsnerdista

    Yvonne

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Geschrieben 21 Dezember 2025 - 10:13

Ja, stimmt

Wobei ich immer noch gern im Kino bin. Vor allem mit dem Mann, der nicht ständig aufs Klo muss

Als mit mit Kind 1 plus ihrem Freund in Räuber Hotzenplotz war, gab es drei pinkelpausen (ohne dass sie den Film für uns angehalten hätten)

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#9 Stephan

Stephan

    Yoginaut

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Geschrieben 21 Dezember 2025 - 10:27

Neben den ungeheuren Preisen, glaube ich noch ein anderes (vielleicht weniger wichtiges) Element für diese Entwicklung zu sehen.

 

 

Wir haben oft das Problem, das wir mal ins Kino gehen wollen aber leider nix finden, was für beide attraktiv genug erscheint.

 

Action- und Thrillerfilme sind gefühlt alle nach dem selben Muster und die ganzen Computergenerierten Filme sind auch eher eine Schwemme und nichts besonderes mehr. 

 

Gibt es daher vielleicht auch eine gewisse Kino-Fatique?

 

Dune I & II, Indiana Jones, Civil War, Top Gun habe ich noch geguckt, aber sonst? ... Ich werde zunehmend wählerischer (was früher glaube ich nicht so war, da man damals eher bereit war alles mögliche zu gucken).

 

Tatsächlich freue ich mich viel mehr über den Theatertipp der hier letztens im Forum kam, in Erwartung, dass es etwas reizreduzierter und fokussierter im Dialog zur Sache geht.


Bearbeitet von Stephan, 21 Dezember 2025 - 10:27.

Mein Blog über Science Fiction: www.ostinspace.blog  :)


#10 ShockWaveRider

ShockWaveRider

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Geschrieben 21 Dezember 2025 - 10:39

Als mit mit Kind 1 plus ihrem Freund in Räuber Hotzenplotz war, gab es drei pinkelpausen (ohne dass sie den Film für uns angehalten hätten)

In dem Alter waren meine Schließmuskeln schon derart trainiert, dass ich locker dreistündige Bankette auf Familienfeiern durchhalten konnte. Wie verweichlicht ist denn die Jugend heute?
(Frag mich aber nicht nach der aktuellen Größe meiner Prostata...)

Ich gehe davon aus, dass das Kino eine ähnliche Entwicklung nehmen wird wie die Jazz-Musik ab den 50er Jahren. Von einem marktbeherrschenden Genre hin zu einer Nische für Spezialisten und Connaisseure. Es werden nur wenige Kinos überleben, und die werden sich mehr und mehr spezialisieren entweder auf Events (HdR-Nächte mit Speisen aus Mittelerde, die von Hobbits serviert werden, Star-Wars-Trilogien am Stück mit Überfall durch die imperialen Sturmtruppen in den Pausen, etc.) oder auf intellektuelle Filme ("Klassiker", rare Filme, die man kaum auf Scheibe oder per Stream erhalten kann, Fassbinder/Spielberg/Woody-Allen-Wochen bzw. -Festivals etc.).
 
Seit Oktober war ich doch wieder viermal im Kino, und ich habe die Erlebnisse genossen. Tatsächlich wurde es aber auch für mich als Einzelperson recht teuer (wegen Restaurantessen und Rückfahrt per Taxi - ab einer gewissen Uhrzeit, Entfernung und/oder Zahl der Umsteigevorgänge mache ich das einfach). Ich genieße den Zwang, mich total auf den Film einzulassen und zu konzentrieren. Das schaffe ich daheim am Monitor nicht mehr - da schalte ich alle 5 Minuten auf den "second screen" um und lenke mich dort irgendwie ab. (5 Minuten, Dude? Wann hast du das letzte mal zu Hause so lange ausgehalten, wenn du nicht gerade geschlafen hast?)
 
Das Kino in der Form, wie wir es noch von vor fünfzig oder dreißig Jahren kennen, wird sterben. Seine Relevanz wird abnehmen, seine Funktion wird sich wandeln. Vielleicht wird es auch mit meiner Generation oder maximal der danach aussterben. Mittlerweile senke ich mit meinen Ü60 das Durchschnittsalter des Publikums in vielen Vorstellungen signifikant. Die heutige Jugend braucht nicht mehr die Dunkelheit im Kinosaal, um zu fummeln.
 
Soweit meine "random ideas".
 
Pessimistischer Gruß
Ralf


Bearbeitet von ShockWaveRider, 21 Dezember 2025 - 10:54.

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#11 Sam Francisco

Sam Francisco

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Geschrieben 21 Dezember 2025 - 11:06

Gibt es daher vielleicht auch eine gewisse Kino-Fatique?

Die stelle ich bei mir zunehmend fest. Das liegt aber auch an den Filmen, die dort laufen. Alles völlig generisch, lieblos herunter gekurbelt. Und nur noch Sequels, Prequels, Reboots. Einfach kaum noch was neues. Dabei gäbe es soviel Geschichten zu erzählen.

Aber seit alles Disney gehört, ist es nur noch langweilig.
Future ist die Zukunft!
  • (Buch) gerade am lesen:Brandon Sanderson: Handbuch für den genügsamen Zauberer
  • (Buch) als nächstes geplant:immer noch Alan Campbell - Scar Night (Kettenwelt 1), aber meine Planungen werden häufig über den Haufen geworfen.

#12 ShockWaveRider

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Geschrieben 21 Dezember 2025 - 11:24

Das liegt aber auch an den Filmen, die dort laufen.


Hmm...

Meine Ausbeute aus den letzten Wochen (es waren sogar fünf Filme):

 

Amrum: ein Fatih-Akin-Film basierend darauf, wie der Filmemacher Hark Bohm als Kind das Ende des 2. Weltkriegs auf der durchaus nazikritischen Nordseeinsel erlebt hat (9/10)

Dann passiert das Leben: hochintensive Studie über ein älteres Ehepaar, das sich das Leben gegenseitig zur Hölle macht, bis ein Unfall alles ändert (großartige Hauptdarsteller: Anke Engelke und Ulrich Tukur) (9/10)

Stiller: unterm Strich gelungene Literaturverfilmung von Max Frischs bahnbrechenden, wenngleich etwas überschätzten Roman über die Unentrinnbarkeit der eigenen Vergangenheit - aber auch deren Interpretierbarkeit (8/10)

Die My Love: zeitweise kaum erträgliches Psychodrama über eine Frau, die an den Anforderungen von Familie, Landleben und einem berufstätigen Mann auf Dienstreisen zerbricht (getragen von einer überragenden Jennifer Lawrence) (8/10)

Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße: Ein Berliner Videothekenbesitzer hat sich gegen Ende der DDR-Zeit als U-Bahn-Weichensteller einen Fehler erlaubt, den ein Reporter zum 30. Jahrestag des Mauerfalls zu einer heldenhaften Massenfluchthilfe uminterpretiert. Insgesamt gelungene Komödie über die Funktionsweise von Boulevard-Illustrierten, die am Ende aber auf gewohnt deutsche Weise viel zu glatt und zu umfangreich aufgelöst wird (7/10)

 

Kein Sequel, kein Prequel, kein Reboot, kein Disney. Kein richtiger Aussetzer, viele interessante und intensive Filme abseits des Mainstreams. Man muss sich halt vorher informieren und gezielt auswählen.

 

Gruß

Ralf


Bearbeitet von ShockWaveRider, 21 Dezember 2025 - 16:26.

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#13 Zeitreisender

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Geschrieben 21 Dezember 2025 - 11:35

Kino? Was was das noch mal?  :bighlaugh:

 

Vor 2020 bin ich regelmäßig gegangen. Danach sehr sporadisch und dieses Jahr überhaupt nicht mehr. Ich werde es auch nicht vermissen. Mich sprechen aktuelle Filmtechniken (und deren Ideologie) nicht an. Viel alter Kram gilt noch zu begutachten. Das werde ich auch bis zu meinem Lebensende nicht mehr schaffen. Warum also die kostbare Zeit für den woken Müll vergeuden? Außerdem wird KI uns ermöglichen eigene Kinofilme zu produzieren. Zunächst sind es Kurzfilme- oder -Clips, aber für den Spaß zwischendurch ausreichend: https://www.youtube....rts/7xawOi5_1jM Und wer möchte das auf die große Leinwand bringen?

 

Weiterhin werden Streaming-Plattformen wie Netflix alle Produktionen kaufen, die zuerst fürs Kino angedacht waren. Passiert ja bereits. Das klassische Kino wird wie das Theater zur Nische verkommen. Von und für Liebhaber, die sich das leisten können. Die zeigen dann auch alle Filmklassiker und die würden mich dorthin locken.



#14 Rezensionsnerdista

Rezensionsnerdista

    Yvonne

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Geschrieben 21 Dezember 2025 - 16:01

Na toll, Ralf, bis auf den von dir letzt genannten Film will ich die jetzt alle sehen!

Wahrscheinlich läuft in Kiel davon nur einer...

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#15 Sierra

Sierra

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Geschrieben 01 Januar 2026 - 23:50

Um auf die Eingangsfrage zu antworten:...ich weiß nicht, ob das Kino überleben wird, aber ich hoffe doch. Hab die Tage gelesen, dass die Berlinale 2025 einen Besucherrekord hatte. Auch wenn ein Filmfestival das Kino insgesamt nicht retten kann, scheint ein gewisses Interesse an Neuem auf der Leinwand nach wie vor da zu sein.
Was ich selbst am Kino mag, ist der Tapetenwechsel und der Ereignischarakter, der zunimmt, wenn ich wo anders bin und mir einen Film mit jemand anders anschaue.  Sicher spielt auch die großformatige Leinwand eine Rolle (die Auto-Verfolgungsjagd in "One Battle After Another", meinem Kino-Highlight im vergangenen Jahr, hat mich wirklich umgehauen), der mehr oder weniger heimelige Kinosaal, das erzwungene Ausschalten des Handys etc. Ich gehe allerdings selten in einen Film ohne eine wie auch immer geartete Empfehlung, so mutig bin ich dann doch wieder nicht. 

Bearbeitet von Sierra, 01 Januar 2026 - 23:52.


#16 ShockWaveRider

ShockWaveRider

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Geschrieben 02 Januar 2026 - 02:26

Hab die Tage gelesen, dass die Berlinale 2025 einen Besucherrekord hatte. Auch wenn ein Filmfestival das Kino insgesamt nicht retten kann, scheint ein gewisses Interesse an Neuem auf der Leinwand nach wie vor da zu sein.

"The film festival thing" ist genau das, was ich mit Event-Kino bzw. Kino für Connaisseure und Experten meinte.

Filmfestivals, auch die großen, haben nie den Geschmack des Mainstream-Kinopublikums repräsentiert. Sondern immer ein eigenes Segment bedient.

Was auf den Festivals gezeigt wird, bleibt überwiegend auf den Festivals. Entsprechend kann man von dem, was auf Festivals passiert, nicht auf den Zustand des Kinos im allgemeinen rückschließen.

 

Das meint

Ralf


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#17 Mammut

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Geschrieben 02 Januar 2026 - 09:42

Jetzt ist klar, dass dieser Film der erfolgreichste deutsche des Jahres ist! Das Einspielergebnis liegt bei mehr als 38 Millionen €. Und das bei Produktionskosten von um die 15 Millionen. Außerdem ist ebenso bekannt, wann der Blockbuster im Heimkino läuft.

Mitte August startete das Spektakel und meine Voraussage, dass die elf Millionen Zuseher NICHT, sondern eher nur knapp über drei erreicht werden könnten, bestätigte sich zwar nicht auf den Punkt! Exakt sind es nun knapp über fünf Millionen. Da war mein Realismus tatsächlich zu unrealistisch.

Das Kanu des Manitu wurde am Ende der "Film des Jahres" 2025

 

 

Auch wenn sich die Zeiten geändert habe. Das Kino hat schon viele Krisen überstanden und es hing immer davon ab, welche Filme erschienen. Mag sein, dass es Nischenfilme gibt, die wirklich toll zu sehen sind. Aber ob die breite Masse ins Kino geht, hängt immer von den Blockbuster ab. Ich persönlich finde auch kaum was, das mich interessiert. Für mich sind die Filme noch gleichförmiger und austauschbarer geworden als in der Vergangenheit. 

Ich bin gespannt ob das Kino auch dieses Mal der Krise trotzen wird. Die Konkurrenz ist ja mittlerweile riesig.



#18 Michael Fallik

Michael Fallik

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Geschrieben 02 Januar 2026 - 12:16

Es wird ähnlich verlaufen wie beim Buchmarkt. Der Flair ist schon lange auf der Strecke geblieben. Kleine Programkinos, das exotische Hardcover ohne Muskeln und Titten auf dem Cover werden von marktkonformen Schablonenproduktionen abgelöst. Der Anspruch des Konsumenten regelt den Markt. Also kein Grund zur Sorge. 

Ein sehr guter Film, der liebevoll und mit vielen ewig langen Takes und genialen Dialogen eine Verbeugung vor alter Filmkunst darstellt: Jay Kelly mit George Clooney 

https://de.wikipedia.../wiki/Jay_Kelly


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#19 yiyippeeyippeeyay

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Geschrieben 02 Januar 2026 - 22:24

Der Flair ist schon lange auf der Strecke geblieben.

Außer in der Stadt des Lichtes, Berlin, in den meisten ihrer vielen Kinos. Die ja wohl zu einem guten Teil gefördert werden von Stadt oder Land, bei so wenigen ZuschauerInnen im Schnitt, die ich mitbekomme, wenn ich sie mal wieder expeditionsartig mal hier mal da aufsuche!  :wub: Mein Bauchgefühl ist dass das Kinosterben in Berlin nicht statt findet - d.h. Anzahl der Leinwände bleibt über Schließungen und Neueröffnungen stadtweit konstant.  :lmaosmiley:

 

P.S.:: Bei der Yorck-Kette werden inzwischen auch regelmäßig ältere Klassiker mit in den Mix geworfen, so zweiwöchentlich oder wöchentlich variierend; momentan läuft z.B. DER NEBEL (die neuere Vn.).


Bearbeitet von yiyippeeyippeeyay, 02 Januar 2026 - 22:31.

/KB

Yay! KI-generiertes SF-Zitat Ende November...
"In the sprawling city forums of the galaxy, where chaos reigns and time flows differently, true power is found not in dominance, but in moderation. The wise use their influence to temper ambition with reason, and chaos with order."

(auf Bing.de generierter Monolog von der Copilot-S/W - die ich hiermit NICHT bewerbe! - nach Aufforderung nach einem "s.f. quote" mit einem bestimmten Wort darin; ich ersetzte nur das 4. Wort mit "city forums")


#20 Perturbator

Perturbator

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Geschrieben 04 Januar 2026 - 01:07

Ich hab gestern 20€ für einen Logenplatz (verstellbarer Sessel mit Fussauflage) in Avatar 3 mit 3D und HFR gezahlt - war ein toller Besuch, der Film war gut, der Sessel den Aufpreis bei 3h wert und das Publikum um mich herum normal - letzteres ist heute kein Standard mehr, ich durfte schon einmal den Saal räumen weil jemand angefangen hat zu vapen - ultimativer Kopf -> Tisch Moment.

 

Der Sessel lässt mich nicht los, kein runterrutschen und kein Kampf um die Armlehnen wie bei den normalen Klappdinger, das sollte Standard werden :)



#21 Helge

Helge

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Geschrieben 04 Januar 2026 - 09:50

Die stelle ich bei mir zunehmend fest. Das liegt aber auch an den Filmen, die dort laufen. Alles völlig generisch, lieblos herunter gekurbelt. Und nur noch Sequels, Prequels, Reboots. Einfach kaum noch was neues. Dabei gäbe es soviel Geschichten zu erzählen.

Aber seit alles Disney gehört, ist es nur noch langweilig.

Das unterschreibe ich voll und ganz.





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