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PAN Stammtisch - Kritik an Werken


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14 Antworten in diesem Thema

#1 Mammut

Mammut

    DerErnstFall Michael Schmidt

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Geschrieben 15 Januar 2026 - 11:00

Gestern war ich das erste Mal auf dem Autorenstammtisch des PAN (Phantastik Autoren Netzwerk).

Die Seite des PAN findet man hier:

PAN – Wir erschaffen Welten. – Phantastik-Autor*innen-Netzwerk (PAN) e.V.

 

Ein Thema des PAN, das hatten wir auch hier im Forum oft, aber es wurde auch an anderer Stelle diskutiert, ist Feedback. Aufhänger war die Frage, was man an Lektorat bezahlt und ob es sinnvoll ist, für eine Kurzgeschichteneinsendung sich ein bezahltes Lektorat zu spendieren.

 

Im Laufe der Diskussion kam natürlich auch das Thema Testleser und Feedback auf. Es konzentrierte sich darauf am Ende, wie man Feedback gibt.

 

Sind es Korrektorats bzw. Lektoratsvorschläge? Wie vertrauenswürdig sind Lektorate und Testleser? 

 

Es kam auch das Thema auf, dass viele eine Kritik meiden, andere eine Kritik zu scharf formulieren. 

Wie seht ihr das Thema Feedback zu Geschichten? Wie ehrlich darf man sein und was sollte man beachten? Wie kann man Kritik so formulieren, dass sie zu besseren Geschichten führt?



#2 ChristophGrimm

ChristophGrimm

    Illuminaut

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Geschrieben 15 Januar 2026 - 13:08

Zum Thema Lektorat: Ich unterscheide bei Anmerkungen zwischen „Vorschlägen“ und „notwendigen Änderungen“. Generell begründe ich, wenn ich eine Anmerkung mache oder im nachvollziehbaren* Änderungsmodus eine Umformulierung vornehme. Auch wenn es die Arbeit an einem Lektorat in die Länge zieht, wird es für das Gegenüber so am besten verständlich.

Ich empfehle stets eine sachliche Formulierung, ggf. externe Links (Fakten, Duden usw.). Frotzeleien, Meinungen oder ein zu legerer Ton sollten nur einfließen, wenn zwischen Lektor und Autor ein Vertrauensverhältnis besteht. (In der Regel kenne ich viele Autor:innen nicht persönlich).

„Kritisch“ betrachte ich die oft wiederholte Äußerung in Sozialen Netzwerken, ein Lektorat bestünde nur aus Vorschlägen. Anmerkungen zu inhaltlichen Unstimmigkeiten, falsch verwendeten Ausdrücken, fehlerhaftem Satzbau, Rechtschreibung und Grammatik usw. fallen für mich unter den angesprochenen „notwendigen Änderungsbedarf“ - das sollte unmissverständlich kommuniziert werden. (Ich mache im Nachgang allerdings Vorschläge, *wie* es geändert werden *könnte*).

*Absolutes No-Go: Das Vornehmen von Änderungen am Manuskript, auch wenn sie richtig/besser sein mögen. Überarbeitungen sind alleiniges Recht, aber auch Pflicht der Autor:innen.

SF/Fantasy-Literaturzeitschrift: https://weltenportalmagazin.de | SF hautnah: https://eridanusverlag.de | Meine Welt der Worte: https://christophgrimm.com

  • (Buch) gerade am lesen:„Amatea“ (Saskia Karges), „Die Schatten von Avamoore“ (Nathan Winters)
  • (Buch) als nächstes geplant:„Poirot and me“ (David Suchet), „Kryo“ (Ryan Rockwell)
  • • (Buch) Neuerwerbung: "Flucht.Punkt" (C240042C), "Der Tote in der Church Lane" (James Goodwin)
  • • (Film) gerade gesehen: „TRON: Ares" (war okay)

#3 Tse-Eh

Tse-Eh

    Mikronaut

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Geschrieben 17 Januar 2026 - 10:29

Also, ich bin ja noch weit davon entfernt, etwas zu haben, was ich einem Lektor vorlegen könnte,  aber ich würde mir schon eine ehrliche Kritik wünschen. Wenn etwas schlecht ist, dann möchte ich es wissen. Wesentlich wäre nur, dass die Kritik konstruktiv ist. Und sich immer auf den Text bezieht, nicht auf den Autor.



#4 Mammut

Mammut

    DerErnstFall Michael Schmidt

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Geschrieben 17 Januar 2026 - 10:41

Also, ich bin ja noch weit davon entfernt, etwas zu haben, was ich einem Lektor vorlegen könnte,  aber ich würde mir schon eine ehrliche Kritik wünschen. Wenn etwas schlecht ist, dann möchte ich es wissen. Wesentlich wäre nur, dass die Kritik konstruktiv ist. Und sich immer auf den Text bezieht, nicht auf den Autor.

 

Und wie stehst du dazu als Kritiker? Besprichst du selbst und setzt dich mit anderen Werken auseinander? Gerade da kann man ja draus lernen.



#5 Tse-Eh

Tse-Eh

    Mikronaut

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Geschrieben 18 Januar 2026 - 22:07

Und wie stehst du dazu als Kritiker? Besprichst du selbst und setzt dich mit anderen Werken auseinander? Gerade da kann man ja draus lernen.

Als Kritiker fühle ich mich nicht qualifiziert genug. Ich kann allenfalls meine Eindrücke wiedergeben, aber keine qualifizierte Kritik abliefern.



#6 lapismont

lapismont

    Linksgrünversifft

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Geschrieben 19 Januar 2026 - 22:47

Als Rezensent/Kritiker habe ich mehrere Phasen hinter mir.

 

Am Anfang war ich hauptsächlich Konsument, der mit etwas Lektüre-Hintergrund Leseeindrücke beschrieb und sich über jedes Buch freute.

 

Dann kam eine exzessive Phase mit Rezi-Exemplaren, zusätzlichen Blog-Artikeln, Essays und eigenen Kurzgeschichten. Hier erreichte ich irgendwann den Punkt, an dem ich mich berufen fühlte. Dachte, meine Kritik wäre profund, wertig, bedeutsam. Der Ton wurde schärfer. Die Freude am Lesen schwand, da immer ein kritischer Blick parallel mitlief.

 

Aktuell bin ich in einer Phase der Selektion und Stille. Bücher, die mich nach einer gewissen Zeit nicht erreichen, breche ich ab und das, ohne es laut heraus zu posaunen. Ich muss niemand davon überzeugen, ein Werk sei schlecht. Was ich aber versuche ist, ein Buch zu promoten, wenn ich es gut oder beachtenswert finde. Auch, wenn ich nur noch selten große Texte dazu verfasse. Mir ist es wichtiger, Bücher zu finden, deren Lektüre ich genieße. Lass mich von Büchern überraschen, von denen ich irgendwo per Zufall im Netz las und einfach direkt bei den Schreibenden oder ihren Verlagen ordere. Oder die aus einem gut kuratierten Programm stammen wie bei Carcosa.

 

Heute denke ich, Kritik bewirkt nur sehr wenig. Die kritisierende Person muss bei der kritisierten ein gewisses Standing haben, damit Kritik angenommen wird. Besser noch ist es, auf Augenhöhe darüber miteinander zu diskutieren. Also nicht nur eine Meinung vorgesetzt zu bekommen, sondern nachfragen zu können. Oft habe ich als Rezensent Dinge nicht verstanden oder überlesen. Hier kann man an der eigenen Leseaufmerksamkeit arbeiten und auf der anderen Seite prüfen, ob man wirklich alles tat, die Intention zu erreichen oder man bestimmte Leseblickwinkel unberücksichtigt ließ.

 

Kritik ist letztlich eine eigene Literaturgattung. Kein Schreibwerkzeug.


Überlicht und Beamen wird von Elfen verhindert.

Moderator im Unterforum Fantasyguide
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#7 Rezensionsnerdista

Rezensionsnerdista

    Yvonne

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Geschrieben 20 Januar 2026 - 05:51

Lapismont schreibt mir aus der Seele (und ich habe drei sehr ähnliche Phasen hinter mir).

Zur Vorbereitung auf einen Artikel habe ich gestern wieder in den Podcast mit Ken Liu reinigehört. Er sagte, als Autor erschafft er einen Raum, den der Lesende besucht. 200 Leser führen zu 200 unterschiedlichen Lese-Erfahrungen (die alle gültig sind).
Bis auf absichtsvolle Falsch-Interpretationen natürlich.

Da gehe ich heutzutage sehr mit. Wenn mir ein Raum nicht gefällt, verlasse ich ihn rasch wieder.
Wenn er mir ausnehmend gut gefällt, spreche ich darüber. Nicht mehr so oft wie früher oder in kleinerem Kreis.

Ansonsten bin ich der Meinung, Kritik bringt nur sehr, sehr wenig. Nicht nur bei Literatur. Auch im Sport. Die Leute verändern sich selten und wenig.


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#8 Pogopuschel

Pogopuschel

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Geschrieben 20 Januar 2026 - 09:08

Ich schreibe meine Kritiken auch nicht für die Autor*innen, sondern für andere Leser*innen, in der Hoffnung, dass meine Besprechung ihnen dabei hilft, zu entscheiden, ob sie das Buch lesen möchten. Bei manchen Büchern (wie Babel z. B.) hoffe ich auch, ein wenig zum kulturellen Diskur beizutragen. Ich selbst lese auch gerne andere Kritiken nach der Lektüre, um zu sehen, wie sich die Leseeindrücke von anderen zu meinen unterscheiden.



#9 Rezensionsnerdista

Rezensionsnerdista

    Yvonne

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Geschrieben 20 Januar 2026 - 11:07

Ich schreibe meine Kritiken auch nicht für die Autor*innen, sondern für andere Leser*innen, in der Hoffnung, dass meine Besprechung ihnen dabei hilft, zu entscheiden, ob sie das Buch lesen möchten. Bei manchen Büchern (wie Babel z. B.) hoffe ich auch, ein wenig zum kulturellen Diskur beizutragen. Ich selbst lese auch gerne andere Kritiken nach der Lektüre, um zu sehen, wie sich die Leseeindrücke von anderen zu meinen unterscheiden.

 

Rezension lese ich auch sehr sehr gern, vor allem in der Locus (aber auch hier im deutschsprachigen Raum). Manchmal als Entscheidungshilfe und manchmal auch, um nach dem Lesen zu prüfen, wie andere Leser*innen sich so mit der Lektüre gefühlt haben.

 

Als (Kurzgeschichten-) Autorin lese ich Rezensionen zu meiner Kurzprosa natürlich auch. Damit habe ich auch kaum schlechte Erfahrungen, das war insgesamt immer mindestens eine interessante, oft auch eine gute Erfahrung.

Schlechter sind meine Erfahrungen mit Rezensionen, die ich verfasst habe und darauf wurde dann von Autorenseite reagiert. Ich schreibe trotzdem noch welche, je nachdem ob ich dazu Lust habe. Und über Texte von bestimmten Personen äußere ich mich natürlich nicht mehr öffentlich.


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#10 Mammut

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Geschrieben 20 Januar 2026 - 13:01

Ich schreibe meine Kritiken auch nicht für die Autor*innen, sondern für andere Leser*innen, in der Hoffnung, dass meine Besprechung ihnen dabei hilft, zu entscheiden, ob sie das Buch lesen möchten. Bei manchen Büchern (wie Babel z. B.) hoffe ich auch, ein wenig zum kulturellen Diskur beizutragen. Ich selbst lese auch gerne andere Kritiken nach der Lektüre, um zu sehen, wie sich die Leseeindrücke von anderen zu meinen unterscheiden.

 

Das ist ein guter Punkt. Unabhängig von der eigenen Intention hat Kritik immer verschieden Rollen, die sie erfüllt. 



#11 Nina

Nina

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Geschrieben 01 Februar 2026 - 01:29

Na ja, aber wenn man für eine Kurzgeschichtenveröffentlichung nicht oder nicht richtig (sogar wenn die Rechnung nachvollziehbar ist, Reinerlös durch die Autoren geteilt und mit Seitenzahl aufgeschlüsselt), da kommen im 1. Jahr vielleicht 20 Euro rum. Glücklich, wer eine 50-Euro-Pauschale nehmen kann. Da ist ein bezahltes Vorablektorat nicht drin. 

 

Allerdings gibt es allerdings auch Netzwerke, aber Vorsicht! Eine Kurzgeschichte gilt als veröffentlicht, wenn sie mal in einem Forum stand. Das war mir zu Anfang (auch über 20 Jahre her) nicht klar. Ich dachte ja immer, das ist gut, da wird man dann "entdeckt". Stattdessen hat man den Text verbrannt und kann froh sein, wenn es das hinterletzte Fanzine noch nimmt. 

 

Lesen unter befreundeten Autoren mag Sinn machen. Ich lass meine Texte aber schon lange nicht mehr gegenlesen. Mein Argument: Es muss was drinbleiben. Ein Verlag engagiert einen Lektor. Der muss liefern. Nehmen wir an, mein Text ist absolut frei von Tippfehlern, vergessenen Wörtern usw. - dann muss sich der Lektor zwingen, inhaltlich was zu finden, damit die Arbeitsleistung sichtbar ist. Man kann jemandem nicht: "Ich bin den Text durchgegangen, alles passt!" schreiben. 

 

Ich baue keine absichtlichen Fehler ein, ich überarbeite selbst wieder und wieder und immer wieder. Aber wen anderen lasse ich nicht ran. Ich war ja jetzt eine Weile in einer Lebenskrise und habe nichts geschrieben, und jetzt endlich wieder mal ... na ja, ziemliche naive Fantasy. Mehr schaff ich derzeit nicht. Die Leute leben wie in Downtown Abby und haben sprechende Glückskatzen, die ihren Wohlstand sichern. Ich glaube, mein Fernbeziehungsfreund aus der SF-Szene war ein bisschen enttäuscht, dass er den Text nicht zu sehen bekommen hat. Seine Antho habe ich aber weitgehend durchlektoriert. 



#12 Mammut

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Geschrieben 01 Februar 2026 - 10:20

Ich war ja jetzt eine Weile in einer Lebenskrise und habe nichts geschrieben, und jetzt endlich wieder mal ... na ja, ziemliche naive Fantasy. Mehr schaff ich derzeit nicht. Die Leute leben wie in Downtown Abby und haben sprechende Glückskatzen, die ihren Wohlstand sichern. 

 

Man soll sich nicht bekloppt machen sondern auch mal das schreiben, wozu es einen drängt. :thumb:



#13 Rezensionsnerdista

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Geschrieben 01 Februar 2026 - 11:34

Zustimmung!

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#14 Nina

Nina

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Geschrieben Gestern, 02:20

 

 

Man soll sich nicht bekloppt machen sondern auch mal das schreiben, wozu es einen drängt.

Ja, mir hat es seit langer Zeit nun wieder mal richtig Spaß gemacht. 



#15 yiyippeeyippeeyay

yiyippeeyippeeyay

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Geschrieben Heute, 13:03

Wie ehrlich darf man sein und was sollte man beachten? Wie kann man Kritik so formulieren, dass sie zu besseren Geschichten führt?

Ich hab diesen Thread bisher verpasst, möchte mich aber zu diesen beiden Fragen äußern - ich bin lesender Laie, also vertrete einen wesentlichen Teil der LeserInnenschaft, denke ich.

 

Zur Frage 1: Ich finde das ist wie bei der Kunstfreiheit - so ähnlich gibt es auch im Gegenzug eine implizite Kritikfreiheit. Natürlich sollte eine Kritik ehrlich sein, und ich richte eine Kritik durchaus an d. Schaffende/n des Werkes, das ich gerade "appreciate". Zu beachten ist die Fairness, eine Wertung zu begründen, möglichst nicht nur mit eigenen Gefühlen (obwohl ich das durchaus gut finde!) sondern auch mit sachlichen Hinweisen. Dabei finde ich wichtiger den eigenen Eindruck bzw. die Wirkung des Werks auf mich selbst, als Überlegung was d. AutorIn wohl gemeint hatte (obwohl ich auch das wertvoll finde, zu erkunden). Was mich aktuell nevt, ist dass Leute meinen der historische oder "p.c."-Kontext sei das Wichtigste, und ein Werk müsse komplett abgelehnt werden wenn dieses nicht in unseren akuellen Zeitgeist bzw. korrektes Verhaltensmuster passt. (Letzteres Muster halte ich für angebracht bei Menschen, aber ein Kunstwerk sollte m.E. auch alleinstehend beurteilt werden können. Aktuelles Beispiel: Die Rocky Horror Picture Show soll geächtet werden weil der Texter - der auch im Film mitspielt - sich Jahrzehnte später dümmlich über Transgender-Frauen geäußert hatte.)

 

Zur Frage 2: Eben mit der schon erwähnten Begründungspflicht. Wobei das kein Muss ist, d.h. ich darf als "appreciating" Laie meine Gefühle auf jeden Fall äußern, aber eben möglichst ohne ad-hominem-Vokabular, wenn es geht. (IMO.)

 

P.S. @Nina: Ein herzliches Prosit!  :ValsWeizen:


Bearbeitet von yiyippeeyippeeyay, Heute, 13:12.

/KB

Yay! KI-generiertes SF-Zitat Ende November...
"In the sprawling city forums of the galaxy, where chaos reigns and time flows differently, true power is found not in dominance, but in moderation. The wise use their influence to temper ambition with reason, and chaos with order."

(auf Bing.de generierter Monolog von der Copilot-S/W - die ich hiermit NICHT bewerbe! - nach Aufforderung nach einem "s.f. quote" mit einem bestimmten Wort darin; ich ersetzte nur das 4. Wort mit "city forums")



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