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Cornel Damir - Himmelsstürmer


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#1 rostig

rostig

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Geschrieben Heute, 21:14

Himmelsstürmer – Das Erbe des Uhrmachers: Ein Steampunk-Abenteuer zwischen Zahnrädern, Blitzen und dem Ruf der Ferne.

(Die Himmelsstürmer-Saga 1) 
von Cornel Damir (Autor)
Herausgeber ‏ : ‎ Independently published
Erscheinungstermin ‏ : ‎ 16. Oktober 2025
Sprache ‏ : ‎ Deutsch
Seitenzahl der Print-Ausgabe ‏ : ‎ 486 Seiten
ISBN-13 ‏ : ‎ 979-8270069612 
Buch 1 von 3: Die Himmelsstürmer-Saga

Klappentext
Im Herzen des Uhrwerks tickt die Rebellion.
Potsdam, 1783. In einer Welt, die von der unbestechlichen Logik der Zahnräder und preußischer Disziplin beherrscht wird, träumt Elias Thorne einen gefährlichen Traum. Als Sohn eines genialen Uhrmachers ist ihm Präzision in die Wiege gelegt, doch sein Herz schlägt nicht im Takt der Mechanik, sondern im wilden Rhythmus der Elektrizität – dem Feuer des Himmels.
Verspottet als „Funken-Elias“ und von der etablierten Wissenschaft verkannt, flieht er nach London, das rauchende Herz der neuen Zeit. Hier beginnt er im Verborgenen mit dem Bau der Aetheria – einem Luftschiff, das durch die revolutionäre Theorie des Aether-Flügels angetrieben wird.
Nur eine Person erkennt sein Genie: Lady Amelia Sterling, eine brillante Aristokratin auf der verzweifelten Suche nach ihrem verschollenen Bruder, der im mythischen „Auge der Stille“ verloren ging. Gemeinsam schmieden sie einen Pakt aus Messing und Mut.
Doch ihre Schöpfung weckt die Gier der mächtigsten Organisation der Welt: der East India Company. Als die Sabotage eskaliert und Agenten ihre geheime Werkstatt stürmen, bleibt ihnen nur die Flucht nach vorn – direkt in die Wolken. Doch über den Dächern Londons wartet nicht die Freiheit, sondern ein tödlicher Wettlauf gegen die stählerne Macht des Empires und ihrer experimentellen Kriegs-Luftschiffe.
"Himmelsstürmer: Das Erbe des Uhrmachers" ist der fesselnde Auftakt eines epischen Steampunk-Abenteuers über den Preis des Fortschritts und den unbezwingbaren Willen, die Grenzen der bekannten Welt zu sprengen. Für Fans von atmosphärischer historischer Fantasy, genialen Erfindungen und waghalsigen Expeditionen.

Kommentar
"Cornel Damir" - da hat der Autor Marco Lindner kräftig die Buchstabensuppe gerührt. Aber es ist ein passendes Pseudonym für eine Steampunkerzählung.
Das erste Drittel des Buches beschreibt einfühlsam eine Welt Mitte des 19. Jahrhunderts: Eroberung des Himmels durch die Brüder Montgolfier, Herrschaft der Dampfmaschinen, Erforschung der Elektrizität. Die Erzählweise ist ein leiser aber bildgewaltiger Plauderton mit sehr viel Redundanz und der passt hervorragend zur detailverliebten Schilderung des Uhrmacherhandwerks; man erlebt das von Dreck, Lärm und Rauch der Dampfmaschinen verrusste London beinahe hautnah; die Aetheria wächst vor den Augen des Lesers und erwacht zum Leben. Bis hierhin erleben wir einen quasi realistischen Einstieg in eine glaubhafte Steampunkwelt. Insbesondere die Verknüpfung der Aetherkraft mit der Elektrizität trägt zum Realismus und physikalischer Stimmigkeit bei.
Der zweite Teil schildert die kriegerischen Auseinandersetzungen mit dampfgetriebenen Luftschiffkolossen. Einerseits leidet hier die Glaubwürdigkeit wenn kanonenbestückte Stahlschiffe am Himmel kreuzen zum Anderen passt der detailverliebte und redundante Erzählstil überhaupt nicht zur gewollt hektisch-dramatischen Handlung. Spannung will leider überhaupt nicht aufkommen.
Im dritten Teil wird es arg esoterisch mit magischen, leuchtenden Kristallen aus einem Meteoriten die in einem quasi göttlichen Ton singen. Hier hat mich die Erzählung leider vollens verloren. Also werde ich die Folgebände wohl kaum lesen.

Der Protagonist Elias wird sehr emotional geschildert und seine Entwicklung von frühster Jugend bis zum Ingenieur ist plausibel dargestellt. Die anderen Figuren wirken dagegen recht eindimensional, nur Amalia Sterling wird eine gewisse Reifung zugestanden.

Fazit
Wunderschöner Einstieg in ein Steampunkeuropa endet in einer fantasy-lastigen Magiewelt. Schade!




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