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Zwischen Kunst und Vermarktung


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8 Antworten in diesem Thema

#1 Mammut

Mammut

    DerErnstFall Michael Schmidt

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Geschrieben Heute, 13:00

Als Autor, so denkt man, konzentriert man sich zuallererst auf das Schreiben. Schreiben, überarbeiten, veröffentlichen. Aber damit ist es nicht getan. Man braucht Networking, Öffentlichkeitsarbeit und Erfolge, um aus dem Heer der Schriftsteller herauszustechen.

 

Wie seht ihr das mit der Diskrepanz zwischen Schreiben (allein im Kämmerchen) und dem Erarbeiten des VIP Status (It-Autor)?


Bearbeitet von Mammut, Heute, 13:24.


#2 Naut

Naut

    Semantomorph

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Geschrieben Heute, 13:22

Du meinst "Heer der Schriftsteller", das andere war der mit den Ringen. ;)

Die Frage lässt sich heute nur beantworten, wenn zunächst beantwortet wird, was man überhaupt sein will: So gelten für Selfpublisher viel höhere Anforderungen bzgl. Selbstvermarktung als für Verlagsautoren, denn PR ist ja eine der Kernaufgaben eines Verlags. Trotzdem muss man heute bereit sein, viel für Lesereisen, Lesungen, Interviews und Social-Media bereitzustehen, auch und gerade im Verlagsbereich, sonst funktioniert das einfach nicht angesichts der Konkurrenz.
Oder man kann einfach direkt zum Einsiedler-Kultstatus springen - schwierig! :)
Liest gerade: Zafón - Der dunkle Wächter

#3 Mammut

Mammut

    DerErnstFall Michael Schmidt

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Geschrieben Heute, 13:47

Danke für die Korrektur.

KI wirft folgendes Ergebnis raus:

Die Aufgaben eines Autors in der heutigen Zeit gehen weit über das reine Schreiben hinaus. Durch die Digitalisierung, die Zunahme des Selfpublishings und die veränderte Mediennutzung ist der Beruf vielseitiger und unternehmerischer geworden. Autoren agieren heute oft als "Content-Unternehmer". 
Hier sind die zentralen Aufgaben in der jetzigen Zeit:
1. Kernaufgabe: Inhaltliche Erstellung & Recherche
  • Schreiben: Verfassen von fiktionalen Romanen, Sachbüchern, Drehbüchern, Biografien, Blogs oder Beiträgen für soziale Medien.
  • Recherche: Intensive Vorab-Recherchen, um Fakten zu überprüfen und Geschichten authentisch zu gestalten.
  • Überarbeitung & Lektorat: Zusammenarbeit mit Lektoren oder eigenständige Überarbeitung, um das Manuskript zur Druckreife zu bringen. 
2. Digitale Präsenz & Selbstvermarktung (Author Branding)
  • Aufbau einer Online-Präsenz: Pflege einer eigenen Autoren-Website als zentrale Anlaufstelle.
  • Social Media Marketing: Aktive Nutzung von Plattformen wie Instagram (Bookstagram), TikTok (BookTok) oder Facebook, um Leser zu binden.
  • Community Management: Direkter Austausch mit Lesern, um eine Fangemeinde aufzubauen und zu pflegen.
  • Newsletter-Marketing: Aufbau eines Verteilers, um treue Leser direkt über neue Veröffentlichungen zu informieren. 
3. Unternehmerische Aufgaben (insb. im Selfpublishing)
  • Verlagsunabhängigkeit: Viele Autoren agieren als ihr eigener Verleger, was Aufgaben wie Buchsatz, Cover-Design, Preisgestaltung und Vertrieb beinhaltet.
  • Marketing & Werbung: Planung von Werbekampagnen (z.B. Amazon Ads, Facebook Ads), um die Sichtbarkeit zu erhöhen.
  • Finanzplanung: Kalkulation von Produktionskosten und Einnahmen. 
4. Anpassung an neue Technologien & Formate
  • Arbeiten mit KI: Nutzung von künstlicher Intelligenz als Werkzeug, z.B. für Brainstorming, Recherche oder Entwürfe, wobei die kreative Leitung beim Menschen bleibt.
  • Format-Diversifizierung: Erstellung von E-Books, Taschenbüchern, Hardcovern oder Hörbüchern. 
5. Kreative Markenpflege
  • Aufbau einer Marke: Autoren müssen heute eine konsistente "Marke" darstellen, um aus der Masse herauszustechen.
  • Trend-Bewusstsein: Erkennen von populären Genres, Themen und Tropes (besonders auf BookTok/Bookstagram), um die Leserschaft gezielt anzusprechen. 
Zusammenfassend ist der moderne Autor ein kreativer Künstler, der gleichzeitig als Vermarkter und Unternehmer tätig ist, um in einer wettbewerbsintensiven Medienlandschaft sichtbar zu bleiben. 


#4 Naut

Naut

    Semantomorph

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Geschrieben Heute, 14:30

Das scheint mir eine umfassende Analyse zu sein, die eigentlich alle Aspekte beleuchtet. Da können wir die Akte ja schließen und uns wieder unseren Social-Media-Präsenzen widmen. ;)
Liest gerade: Zafón - Der dunkle Wächter

#5 Pogopuschel

Pogopuschel

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Geschrieben Heute, 15:06

Das scheint mir eine umfassende Analyse zu sein, die eigentlich alle Aspekte beleuchtet. Da können wir die Akte ja schließen und uns wieder unseren Social-Media-Präsenzen widmen. ;)

Und das Schreiben der KI überlassen.



#6 Mammut

Mammut

    DerErnstFall Michael Schmidt

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Geschrieben Heute, 15:13

Und das Schreiben der KI überlassen.

 

Also spielt man das reine It-Girl :bighlaugh:



#7 Helge

Helge

    Typonaut

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Geschrieben Heute, 15:17

Ich habe keinen Bock, eine eigene Homepage zu betreiben, arbeite nicht mit KI und auch jage auch keinen Trend- und Modethemen nach - also werde ich wohl nie ein richtiger Autor werden.



#8 Pogopuschel

Pogopuschel

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Geschrieben Heute, 15:24

Du meinst "Heer der Schriftsteller", das andere war der mit den Ringen. ;)

So gelten für Selfpublisher viel höhere Anforderungen bzgl. Selbstvermarktung als für Verlagsautoren, denn PR ist ja eine der Kernaufgaben eines Verlags. Trotzdem muss man heute bereit sein, viel für Lesereisen, Lesungen, Interviews und Social-Media bereitzustehen, auch und gerade im Verlagsbereich, sonst funktioniert das einfach nicht angesichts der Konkurrenz.

So rosig sind die Zeiten für Verlagsautor*innen leider nicht mehr. Von denen wird inzwischen von vielen (Publikums-) Verlagen inzwischen eine Social-Media-Präsenz verlangt. Eine hohe Zahl an Followern fließt (oft) als Kriterium mit ein, ob jemand einen Vertrag erhält (was aber trotzdem keine hohen Verkäufe garantiert). Midlist-Autor*innen werden in Sachen Marketing zusehens allein gelassen. 



#9 Mammut

Mammut

    DerErnstFall Michael Schmidt

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Geschrieben Heute, 15:25

Ich habe keinen Bock, eine eigene Homepage zu betreiben, arbeite nicht mit KI und auch jage auch keinen Trend- und Modethemen nach - also werde ich wohl nie ein richtiger Autor werden.

 

Was genau auch immer ein richtiger Autor ist. Aber man kann sich natürlich fragen, ob die ganzen Marketingaktivitäten am Ende überhaupt erfolgreich sind oder ob die Wahl des Textthemas (oder der richtige Zeitpunkt) der wichtiger Part ist.




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