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Achievement Awards: Best written work of Fiction


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Umfrage: Best written work of fiction (3 Mitglieder haben bereits abgestimmt)

Bester Roman oder Kurzgeschichte

  1. Nils Westerboer - Lyneham (1 Stimmen [33.33%])

    Prozentsatz der Stimmen: 33.33%

  2. Sven Haupt - Der Himmel wird zur See (1 Stimmen [33.33%])

    Prozentsatz der Stimmen: 33.33%

  3. Christian Endres - Wolfszone (1 Stimmen [33.33%])

    Prozentsatz der Stimmen: 33.33%

  4. Tessa Maelle - KG "Steam Garden" (0 Stimmen [0.00%])

    Prozentsatz der Stimmen: 0.00%

  5. Uwe Post - KG "Blumen für Lisa-9" (0 Stimmen [0.00%])

    Prozentsatz der Stimmen: 0.00%

  6. Michael Pfrommer - KG "Die Amazone" (0 Stimmen [0.00%])

    Prozentsatz der Stimmen: 0.00%

  7. Scipio Rodenbücher - KG "Wann treffen wir wieder zusamm'?" (0 Stimmen [0.00%])

    Prozentsatz der Stimmen: 0.00%

  8. Keine Nominierung (0 Stimmen [0.00%])

    Prozentsatz der Stimmen: 0.00%

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#1 ClaudiaSFCD

ClaudiaSFCD

    ESFS Award Moderatorin

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  • Wohnort:Wien

Geschrieben Heute, 20:10

Romane oder Kurzgeschichten. Vorschläge und Begründungen:

 

Nils Westerboer: Lyneham - Wunderbares Setting, spannende Geschichte. gut gezeichnete Protagonisten.

 

Sven Haupt: Der Himmel wird zur See

- Hinter den Zeilen seines fantasievoll gestalteten Werks, wartet Sven Haupt mit Gesellschaftskritik und düsteren Spekulationen, aber auch mit humanistischen Ideen und philosophischen Gedankengängen auf.

- Sven Haupt reichert ein sehr bekanntes Grundgerüst eines SF-Plots auf allen Ebenen an und verfremdet es gekonnt. Trotz aller Gefahren und Bedrohungen schwingt immer ein Hauch von Humor mit, meist in den Dialogen der Protagonist*innen. Zugleich werden grundlegende Dinge thematisiert, wie die Rolle von Bewusstsein und Humanismus angesichts verschwimmender Grenzen zwischen biologischem, mechanischem und digitalem Leben. Der Roman ist ein Beitrag zur progressiven Science Fiction durch divers aufgestellte Figuren und die klare und deutliche Verteidigung von unkonventionellen Lebensentwürfen, wobei die Hauptfigur Hannah die Rolle der konservativen Seite übernimmt, die nur langsam von ihren festgefahrenen und sehr eingeschränkten Wertevorstellungen loskommt.

 

Christian Endres: Wolfszone - Für einen Noir-Cyber-Thriller, der den Atem raubt und fiebernd an die Seiten fesselt. Eingebettet in ein Near-Future-Szenario, in dem der Autor glaubhaft und greifbar pressierende Themen wie die Veränderung unserer Lebensbedingungen in Zeiten des Klimawandels, KI und gesellschaftliche Unruhen gekonnt unaufdringlich behandelt, schickt er uns mit seinen ausgefeilten und charismatischen Charakteren ins Abenteuer, die den Lesenden ganz individuell ans Herz wachsen und deren Wege und Schicksale tief berühren. Und all das gegossen in einen genialen und unverwechselbaren Erzählsound, der immer wieder sofort ins Geschehen zieht und die temporeiche und extrem spannende Handlung vorantreibt. Ein gewichtiger und relevanter Beitrag zur aktuellen Diskussion über unsere Zukunft und wie wir mit unseren Mitmenschen und der Welt umgehen.

 

»SteamGarden« von Tessa Maelle, in Tessa Maelle, Mario Franke, Uli Bendick (Hrsg.) SCIENCE-FICTION GOES PUNK: Eine Steampunkgeschichte, die erfrischenderweise einmal an einem deutschen Adelshof spielt.

 

"Blumen für Lisa-9" von Uwe Post (in EXODUS 49)

- Thema Kindesmisshandlung, sehr subtil und zwingend verfasst. Absolut starke KG um ein brisantes Thema! (zweimal so vorgeschlagen)

- Brisantes Thema, absolut top präsentiert.

 

"Die Amazone" von Michael Pfrommer (aus dem Buch "Vom Filme schmieden. Und anderen Träumen")  

- "Die Amazone" ist eine dystopische Kurzgeschichte, die einen in den Bann zieht und dabei erschreckend die aktuellen Entwicklungen in unserer Gesellschaft extrapoliert. Das Ganze ist obendrein so spannend geschrieben, dass man die Geschichte unbedingt zu Ende lesen muss.

- In der Kurzgeschichte ist eine spannende Handlung enthalten und es wird auch eine interessante Zukunftswelt entworfen. Und das eben auf wenigen Seiten.

 

"Wann treffen wir wieder zusamm'" von Scipio Rodenbücher (in Exodus 48): Entfaltet eine dichte, halluzinatorische Zukunftsvision, in der sich technologische Allmacht, Verlust, Trauer und Sinnsuche unauflöslich ineinander verschränken. In einer sprachlich virtuosen Prosa, die zwischen innerem Monolog, philosophischer Reflexion und surrealer Bildgewalt oszilliert, wird die fragile Grenze zwischen menschlicher Wahrnehmung und KI-vermittelter Wirklichkeit konsequent unterlaufen. Besonders eindrücklich ist die emotionale Leerstelle nach Elsas Tod: Sie wird nicht psychologisch erklärt, sondern strukturell erfahrbar gemacht als Zerfall von Bedeutung, Erinnerung und Authentizität. Der Text knüpft dabei an Traditionen von Kafka, Lem und Philip K. Dick an, ohne epigonal zu wirken, sondern übersetzt existentielle Fragen überzeugend ins KI-Zeitalter. Insgesamt ist die Erzählung eine ebenso verstörende wie präzise literarische Meditation über Freiheit, Verantwortung und den schmerzhaften Kern dessen, was Wirklichkeit sein könnte.

 




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