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Wie verändern sich die Anforderungen an Autoren durch KI?


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5 Antworten in diesem Thema

#1 Mammut

Mammut

    DerErnstFall Michael Schmidt

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Geschrieben Heute, 12:17

Das habe ich Claude KI gefragt und dies ist die Antwort:

 

Die Anforderungen an Autoren verändern sich durch KI in mehreren wesentlichen Dimensionen:
 
**Konzeptionelle und kreative Fähigkeiten gewinnen an Bedeutung**. Während KI mittlerweile grammatikalisch korrekte und strukturierte Texte produzieren kann, bleiben originelle Perspektiven, authentische Stimmen und tiefgreifende Einsichten menschliche Stärken. Autoren müssen sich stärker auf das "Warum" und "Wie" ihrer Geschichten konzentrieren – die einzigartigen Verbindungen, die nur menschliche Erfahrung herstellen kann.
 
**Technische Kompetenz wird zunehmend erwartet**. Autoren sollten verstehen, wie sie KI-Tools produktiv einsetzen können – etwa für Recherche, erste Entwürfe oder Ideenentwicklung – ohne dabei ihre eigene Stimme zu verlieren. Das bedeutet auch, die Grenzen dieser Tools zu kennen und kritisch einzuschätzen, wann menschliches Urteilsvermögen unverzichtbar ist.
 
**Kuratieren und Editieren wird wichtiger**. Statt nur zu schreiben, entwickeln sich Autoren zu Kuratoren: Sie müssen beurteilen können, welche von KI generierten Inhalte wertvoll sind, wie sie diese verbessern und in größere narrative oder argumentative Strukturen einbetten können.
 
**Authentizität und persönliche Expertise werden zum Differenzierungsmerkmal**. In einer Welt, in der generische Texte leicht automatisiert werden können, gewinnen persönliche Erfahrungen, Nischenwissen und erkennbare Autorenstimmen an Wert. Leser suchen zunehmend nach dem, was KI nicht bieten kann: echte menschliche Perspektiven.
 
**Ethisches Bewusstsein und Transparenz werden erwartet**. Autoren müssen sich mit Fragen der Kennzeichnung, des Urheberrechts und der ethischen Nutzung von KI auseinandersetzen – sowohl in ihrer eigenen Arbeit als auch in der Branche insgesamt.
 
 
 
 
Was denkt ihr? Wie wird sich eure Arbeit als Schriftsteller ändern?


#2 Michael Fallik

Michael Fallik

    Yoginaut

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Geschrieben Heute, 13:49

Zitat: " **Kuratieren und Editieren wird wichtiger**. Statt nur zu schreiben, entwickeln sich Autoren zu Kuratoren: Sie müssen beurteilen können, welche von KI generierten Inhalte wertvoll sind, wie sie diese verbessern und in größere narrative oder argumentative Strukturen einbetten können."
 
 
Dann fangen wir doch direkt mal mit dem hochgelobten Text an:

 

 

Der Regen war nicht kalt. Er war zu glatt, zu gleichmäßig, als würde er nach Vorschrift fallen. 

Der Regen ließ die Pfützen auf dem Asphalt wie Spiegel wirken,

 Ein fremdes Flüstern, das sich direkt in den Port drückte, als wäre es immer schon dort gewesen.

sondern weil etwas in ihr anklickte, als hätte jemand einen Schalter umgelegt.

wo der Regen nicht weniger fiel, aber weniger beobachtet wurde.

Du siehst aus, als hätte dich der Regen geküsst“,

"Ich brauche was, das still ist.“  -  „Still ist teuer.“ - „Dann gib mir billig und gefährlich.“

24.11. 03.12. 12.12. — als wären es Weine. Oder Sünden.

Das Glas schimmerte nicht wie Wasser, sondern wie etwas, das Licht schluckte.

Ihr Konto war leichter. Ihr Leben nicht.


www.klangbildwort.de
  • (Buch) gerade am lesen:Kazuo Ishiguro - Alles, was wir geben mussten
  • (Buch) als nächstes geplant:Tagebuch eines Killerbots?
  • • (Film) gerade gesehen: RL reicht mir völlig

#3 yiyippeeyippeeyay

yiyippeeyippeeyay

    Interstellargestein

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Geschrieben vor 54 Minuten

(Zu diesem Ausschnitt des Erstposts...)

 

**Kuratieren und Editieren wird wichtiger**. Statt nur zu schreiben, entwickeln sich Autoren zu Kuratoren: Sie müssen beurteilen können, welche von KI generierten Inhalte wertvoll sind [..]

 
**Authentizität und persönliche Expertise werden zum Differenzierungsmerkmal**. In einer Welt, in der generische Texte leicht automatisiert werden können, gewinnen persönliche Erfahrungen, Nischenwissen und erkennbare Autorenstimmen an Wert. Leser suchen zunehmend nach dem, was KI nicht bieten kann: echte menschliche Perspektiven.

Zum 1. zitierten Punkt - die allerwenigsten! Vielleicht als Füller wenn irgendeine besondere Figur redet, oder als kurzer Infordump zwischendurch au Crichton.

 

Zum 2. Punkt - es geht noch um deutlich mehr:mad: V.a. sind mir auch Schreibstil und Idiomatik wichtig; dazu kommt gerade bei Phantastik noch ein ausführlicher selbst-erdachter Hintergrund, den die KI ja wohl kaum kennen kann. (Man müsste sie für jeden Roman entspr. spezifisch trainieren...?!) Ich lese gerade nebenbei die GoT-Romane, und was Martin da idiomatisch leistet, kann nur er als Autor hin bekommen - adjektival witzige Äußerungen der Figuren, Beschreibungen, die sich auf den GoT-Kontext beziehen. Apropos Kontext hat er offensichtlich eine riesige Hierarchie von Clans & deren VertreterInnen (über Jahrhunderte) geschaffen, und kennt sich eh sehr gut mit Bewaffnung und Wappen-Wissen aus dem Mittelalter aus - das fließt immer mal wieder hinein, und auch da würde eine KI, die diese riesige fiktive Welt nicht kennt, kläglich scheitern.

 

Ich bin jedenfalls an "kuratiertem" also effektiv unvollständigem Autorentum nicht interessiert - ich würde als Leser solche Romane ganz klar meiden!!


Bearbeitet von yiyippeeyippeeyay, vor 36 Minuten.

/KB

Yay! KI-generiertes SF-Zitat Ende November...
"In the sprawling city forums of the galaxy, where chaos reigns and time flows differently, true power is found not in dominance, but in moderation. The wise use their influence to temper ambition with reason, and chaos with order."

(auf Bing.de generierter Monolog von der Copilot-S/W - die ich hiermit NICHT bewerbe! - nach Aufforderung nach einem "s.f. quote" mit einem bestimmten Wort darin; ich ersetzte nur das 4. Wort mit "city forums")


#4 Mammut

Mammut

    DerErnstFall Michael Schmidt

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Geschrieben vor 21 Minuten

Zum 2. Punkt - es geht noch um deutlich mehr:mad: V.a. sind mir auch Schreibstil und Idiomatik wichtig; dazu kommt gerade bei Phantastik noch ein ausführlicher selbst-erdachter Hintergrund, den die KI ja wohl kaum kennen kann. (Man müsste sie für jeden Roman entspr. spezifisch trainieren...?!) Ich lese gerade nebenbei die GoT-Romane, und was Martin da idiomatisch leistet, kann nur er als Autor hin bekommen - adjektival witzige Äußerungen der Figuren, Beschreibungen, die sich auf den GoT-Kontext beziehen. Apropos Kontext hat er offensichtlich eine riesige Hierarchie von Clans & deren VertreterInnen (über Jahrhunderte) geschaffen, und kennt sich eh sehr gut mit Bewaffnung und Wappen-Wissen aus dem Mittelalter aus - das fließt immer mal wieder hinein, und auch da würde eine KI, die diese riesige fiktive Welt nicht kennt, kläglich scheitern.

 

 

Ich greife mal diesen Punkt auf. Wenn ich als Autor sowas wie GoT schreiben will, könnte ich mir doch bei der Erstellung des erdachten Hintergrunds helfen lassen. Ich könnte mir zum Beispiel das Wappen-Wissen der KI zur Hilfe nehmen und damit ein eigenes Wappensystem für meine Welt entwickeln. Durch den Dialog mit der KI und ihrer Vorschläge kommt da vielleicht mehr raus als wenn ich es alleine entwickle.



#5 yiyippeeyippeeyay

yiyippeeyippeeyay

    Interstellargestein

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Geschrieben vor 16 Minuten

Es ging mir nicht um das Wappen-Wissen per se (das ist ja wohl das im Erstpost genannte Nischen-Wissen), sondern wie der Autor es im Rahmen seiner geschaffenen Welt einsetzt, also wie er Wappen beschreibt, welche Fachausdrücke er ins normale Gespräch oder Info-Dumping einstreut. Außerdem: Wie gut das gelieferte Nischen-Wissen ist, das die KI liefert, hängt ja bestimmt auch davon ab, wie ausführlich/präzise du den Prompt formulierst. (Mal angenommen 100% von dem, was dann als Antwort kommt, ist historisch akkurat.)

 

Kann denn eine aktuelle KI so einfach mit Zusatzwissen gefüttert werden, dass es auf dieses dann auch im Laufe der weiteren Nutzung - über Tage (!) hinweg, nehme ich an - als Wissensbasis zurückgreifen kann? Anders gefragt: Kann das Training der lernenden Maschine im Heimbetrieb eines Autors beliebig erweitert werden? Wenn ja, ist das offensichtlich bei mir eine Wissenslücke.


Bearbeitet von yiyippeeyippeeyay, vor 9 Minuten.

/KB

Yay! KI-generiertes SF-Zitat Ende November...
"In the sprawling city forums of the galaxy, where chaos reigns and time flows differently, true power is found not in dominance, but in moderation. The wise use their influence to temper ambition with reason, and chaos with order."

(auf Bing.de generierter Monolog von der Copilot-S/W - die ich hiermit NICHT bewerbe! - nach Aufforderung nach einem "s.f. quote" mit einem bestimmten Wort darin; ich ersetzte nur das 4. Wort mit "city forums")


#6 Mammut

Mammut

    DerErnstFall Michael Schmidt

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Geschrieben vor 5 Minuten

Kann denn eine aktuelle KI so einfach mit Zusatzwissen gefüttert werden, dass es auf dieses dann auch im Laufe der weiteren Nutzung - über Tage (!) hinweg, nehme ich an - als Wissensbasis zurückgreifen kann? Anders gefragt: Kann das Training der lernenden Maschine im Heimbetrieb eines Autors beliebig erweitert werden? Wenn ja, ist das offensichtlich bei mir eine Wissenslücke.

 

Du meinst ob sie deine erschaffene Welt behält und damit weiterhin im Dialog bleiben kann? 

Keine Ahnung ehrlich gesagt.

Du kannst dir aber ein eigenes GPT anlegen und da das Wissen speichern, das müsste gehen.


Bearbeitet von Mammut, vor 4 Minuten.



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