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Wie verändern sich die Anforderungen an Autoren durch KI?


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35 Antworten in diesem Thema

#1 Mammut

Mammut

    DerErnstFall Michael Schmidt

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Geschrieben 11 Februar 2026 - 12:17

Das habe ich Claude KI gefragt und dies ist die Antwort:

 

Die Anforderungen an Autoren verändern sich durch KI in mehreren wesentlichen Dimensionen:
 
**Konzeptionelle und kreative Fähigkeiten gewinnen an Bedeutung**. Während KI mittlerweile grammatikalisch korrekte und strukturierte Texte produzieren kann, bleiben originelle Perspektiven, authentische Stimmen und tiefgreifende Einsichten menschliche Stärken. Autoren müssen sich stärker auf das "Warum" und "Wie" ihrer Geschichten konzentrieren – die einzigartigen Verbindungen, die nur menschliche Erfahrung herstellen kann.
 
**Technische Kompetenz wird zunehmend erwartet**. Autoren sollten verstehen, wie sie KI-Tools produktiv einsetzen können – etwa für Recherche, erste Entwürfe oder Ideenentwicklung – ohne dabei ihre eigene Stimme zu verlieren. Das bedeutet auch, die Grenzen dieser Tools zu kennen und kritisch einzuschätzen, wann menschliches Urteilsvermögen unverzichtbar ist.
 
**Kuratieren und Editieren wird wichtiger**. Statt nur zu schreiben, entwickeln sich Autoren zu Kuratoren: Sie müssen beurteilen können, welche von KI generierten Inhalte wertvoll sind, wie sie diese verbessern und in größere narrative oder argumentative Strukturen einbetten können.
 
**Authentizität und persönliche Expertise werden zum Differenzierungsmerkmal**. In einer Welt, in der generische Texte leicht automatisiert werden können, gewinnen persönliche Erfahrungen, Nischenwissen und erkennbare Autorenstimmen an Wert. Leser suchen zunehmend nach dem, was KI nicht bieten kann: echte menschliche Perspektiven.
 
**Ethisches Bewusstsein und Transparenz werden erwartet**. Autoren müssen sich mit Fragen der Kennzeichnung, des Urheberrechts und der ethischen Nutzung von KI auseinandersetzen – sowohl in ihrer eigenen Arbeit als auch in der Branche insgesamt.
 
 
 
 
Was denkt ihr? Wie wird sich eure Arbeit als Schriftsteller ändern?


#2 Michael Fallik

Michael Fallik

    Yoginaut

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Geschrieben 11 Februar 2026 - 13:49

Zitat: " **Kuratieren und Editieren wird wichtiger**. Statt nur zu schreiben, entwickeln sich Autoren zu Kuratoren: Sie müssen beurteilen können, welche von KI generierten Inhalte wertvoll sind, wie sie diese verbessern und in größere narrative oder argumentative Strukturen einbetten können."
 
 
Dann fangen wir doch direkt mal mit dem hochgelobten Text an:

 

 

Der Regen war nicht kalt. Er war zu glatt, zu gleichmäßig, als würde er nach Vorschrift fallen. 

Der Regen ließ die Pfützen auf dem Asphalt wie Spiegel wirken,

 Ein fremdes Flüstern, das sich direkt in den Port drückte, als wäre es immer schon dort gewesen.

sondern weil etwas in ihr anklickte, als hätte jemand einen Schalter umgelegt.

wo der Regen nicht weniger fiel, aber weniger beobachtet wurde.

Du siehst aus, als hätte dich der Regen geküsst“,

"Ich brauche was, das still ist.“  -  „Still ist teuer.“ - „Dann gib mir billig und gefährlich.“

24.11. 03.12. 12.12. — als wären es Weine. Oder Sünden.

Das Glas schimmerte nicht wie Wasser, sondern wie etwas, das Licht schluckte.

Ihr Konto war leichter. Ihr Leben nicht.


www.klangbildwort.de
  • (Buch) als nächstes geplant:Tagebuch eines Killerbots?
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#3 yiyippeeyippeeyay

yiyippeeyippeeyay

    Interstellargestein

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Geschrieben 11 Februar 2026 - 15:25

(Zu diesem Ausschnitt des Erstposts...)

 

**Kuratieren und Editieren wird wichtiger**. Statt nur zu schreiben, entwickeln sich Autoren zu Kuratoren: Sie müssen beurteilen können, welche von KI generierten Inhalte wertvoll sind [..]

 
**Authentizität und persönliche Expertise werden zum Differenzierungsmerkmal**. In einer Welt, in der generische Texte leicht automatisiert werden können, gewinnen persönliche Erfahrungen, Nischenwissen und erkennbare Autorenstimmen an Wert. Leser suchen zunehmend nach dem, was KI nicht bieten kann: echte menschliche Perspektiven.

Zum 1. zitierten Punkt - die allerwenigsten! Vielleicht als Füller wenn irgendeine besondere Figur redet, oder als kurzer Infordump zwischendurch au Crichton.

 

Zum 2. Punkt - es geht noch um deutlich mehr:mad: V.a. sind mir auch Schreibstil und Idiomatik wichtig; dazu kommt gerade bei Phantastik noch ein ausführlicher selbst-erdachter Hintergrund, den die KI ja wohl kaum kennen kann. (Man müsste sie für jeden Roman entspr. spezifisch trainieren...?!) Ich lese gerade nebenbei die GoT-Romane, und was Martin da idiomatisch leistet, kann nur er als Autor hin bekommen - adjektival witzige Äußerungen der Figuren, Beschreibungen, die sich auf den GoT-Kontext beziehen. Apropos Kontext hat er offensichtlich eine riesige Hierarchie von Clans & deren VertreterInnen (über Jahrhunderte) geschaffen, und kennt sich eh sehr gut mit Bewaffnung und Wappen-Wissen aus dem Mittelalter aus - das fließt immer mal wieder hinein, und auch da würde eine KI, die diese riesige fiktive Welt nicht kennt, kläglich scheitern.

 

Ich bin jedenfalls an "kuratiertem" also effektiv unvollständigem Autorentum nicht interessiert - ich würde als Leser solche Romane ganz klar meiden!!


Bearbeitet von yiyippeeyippeeyay, 11 Februar 2026 - 15:43.

/KB

Yay! KI-generiertes SF-Zitat Ende November...
"In the sprawling city forums of the galaxy, where chaos reigns and time flows differently, true power is found not in dominance, but in moderation. The wise use their influence to temper ambition with reason, and chaos with order."

(auf Bing.de generierter Monolog von der Copilot-S/W - die ich hiermit NICHT bewerbe! - nach Aufforderung nach einem "s.f. quote" mit einem bestimmten Wort darin; ich ersetzte nur das 4. Wort mit "city forums")


#4 Mammut

Mammut

    DerErnstFall Michael Schmidt

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Geschrieben 11 Februar 2026 - 15:58

Zum 2. Punkt - es geht noch um deutlich mehr:mad: V.a. sind mir auch Schreibstil und Idiomatik wichtig; dazu kommt gerade bei Phantastik noch ein ausführlicher selbst-erdachter Hintergrund, den die KI ja wohl kaum kennen kann. (Man müsste sie für jeden Roman entspr. spezifisch trainieren...?!) Ich lese gerade nebenbei die GoT-Romane, und was Martin da idiomatisch leistet, kann nur er als Autor hin bekommen - adjektival witzige Äußerungen der Figuren, Beschreibungen, die sich auf den GoT-Kontext beziehen. Apropos Kontext hat er offensichtlich eine riesige Hierarchie von Clans & deren VertreterInnen (über Jahrhunderte) geschaffen, und kennt sich eh sehr gut mit Bewaffnung und Wappen-Wissen aus dem Mittelalter aus - das fließt immer mal wieder hinein, und auch da würde eine KI, die diese riesige fiktive Welt nicht kennt, kläglich scheitern.

 

 

Ich greife mal diesen Punkt auf. Wenn ich als Autor sowas wie GoT schreiben will, könnte ich mir doch bei der Erstellung des erdachten Hintergrunds helfen lassen. Ich könnte mir zum Beispiel das Wappen-Wissen der KI zur Hilfe nehmen und damit ein eigenes Wappensystem für meine Welt entwickeln. Durch den Dialog mit der KI und ihrer Vorschläge kommt da vielleicht mehr raus als wenn ich es alleine entwickle.



#5 yiyippeeyippeeyay

yiyippeeyippeeyay

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Geschrieben 11 Februar 2026 - 16:03

Es ging mir nicht um das Wappen-Wissen per se (das ist ja wohl das im Erstpost genannte Nischen-Wissen), sondern wie der Autor es im Rahmen seiner geschaffenen Welt einsetzt, also wie er Wappen beschreibt, welche Fachausdrücke er ins normale Gespräch oder Info-Dumping einstreut. Außerdem: Wie gut das gelieferte Nischen-Wissen ist, das die KI liefert, hängt ja bestimmt auch davon ab, wie ausführlich/präzise du den Prompt formulierst. (Mal angenommen 100% von dem, was dann als Antwort kommt, ist historisch akkurat.)

 

Kann denn eine aktuelle KI so einfach mit Zusatzwissen gefüttert werden, dass es auf dieses dann auch im Laufe der weiteren Nutzung - über Tage (!) hinweg, nehme ich an - als Wissensbasis zurückgreifen kann? Anders gefragt: Kann das Training der lernenden Maschine im Heimbetrieb eines Autors beliebig erweitert werden? Wenn ja, ist das offensichtlich bei mir eine Wissenslücke.


Bearbeitet von yiyippeeyippeeyay, 11 Februar 2026 - 16:10.

/KB

Yay! KI-generiertes SF-Zitat Ende November...
"In the sprawling city forums of the galaxy, where chaos reigns and time flows differently, true power is found not in dominance, but in moderation. The wise use their influence to temper ambition with reason, and chaos with order."

(auf Bing.de generierter Monolog von der Copilot-S/W - die ich hiermit NICHT bewerbe! - nach Aufforderung nach einem "s.f. quote" mit einem bestimmten Wort darin; ich ersetzte nur das 4. Wort mit "city forums")


#6 Mammut

Mammut

    DerErnstFall Michael Schmidt

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Geschrieben 11 Februar 2026 - 16:14

Kann denn eine aktuelle KI so einfach mit Zusatzwissen gefüttert werden, dass es auf dieses dann auch im Laufe der weiteren Nutzung - über Tage (!) hinweg, nehme ich an - als Wissensbasis zurückgreifen kann? Anders gefragt: Kann das Training der lernenden Maschine im Heimbetrieb eines Autors beliebig erweitert werden? Wenn ja, ist das offensichtlich bei mir eine Wissenslücke.

 

Du meinst ob sie deine erschaffene Welt behält und damit weiterhin im Dialog bleiben kann? 

Keine Ahnung ehrlich gesagt.

Du kannst dir aber ein eigenes GPT anlegen und da das Wissen speichern, das müsste gehen.


Bearbeitet von Mammut, 11 Februar 2026 - 16:15.


#7 Mammut

Mammut

    DerErnstFall Michael Schmidt

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Geschrieben 11 Februar 2026 - 16:36

Interessanterweise ordnen die KI Inquisitor (also die, die das grundsätzlich als Teufelszeug bezeichnen) eine Geschichte, wo der Autor KI als Hilfsmittel (z.B. Recherche) nutzt, schon als KI generiert ein. Wobei ich mich frage, woran die das am Endprodukt, also dem fertigen Text erkennen wollen.

Es ist schon ein Unterschied, wie ich die Technik nutze und welche Möglichkeiten es dadurch gibt und welche Veränderungen. Aber das war ja die eigentliche Richtung, um die es in dem Thread hier ging.



#8 Helge

Helge

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Geschrieben 11 Februar 2026 - 21:03

 

Das habe ich Claude KI gefragt und dies ist die Antwort:

 

Die Anforderungen an Autoren verändern sich durch KI in mehreren wesentlichen Dimensionen:
 
**Konzeptionelle und kreative Fähigkeiten gewinnen an Bedeutung**. Während KI mittlerweile grammatikalisch korrekte und strukturierte Texte produzieren kann, bleiben originelle Perspektiven, authentische Stimmen und tiefgreifende Einsichten menschliche Stärken. Autoren müssen sich stärker auf das "Warum" und "Wie" ihrer Geschichten konzentrieren – die einzigartigen Verbindungen, die nur menschliche Erfahrung herstellen kann.
 
**Technische Kompetenz wird zunehmend erwartet**. Autoren sollten verstehen, wie sie KI-Tools produktiv einsetzen können – etwa für Recherche, erste Entwürfe oder Ideenentwicklung – ohne dabei ihre eigene Stimme zu verlieren. Das bedeutet auch, die Grenzen dieser Tools zu kennen und kritisch einzuschätzen, wann menschliches Urteilsvermögen unverzichtbar ist.
 
**Kuratieren und Editieren wird wichtiger**. Statt nur zu schreiben, entwickeln sich Autoren zu Kuratoren: Sie müssen beurteilen können, welche von KI generierten Inhalte wertvoll sind, wie sie diese verbessern und in größere narrative oder argumentative Strukturen einbetten können.
 
**Authentizität und persönliche Expertise werden zum Differenzierungsmerkmal**. In einer Welt, in der generische Texte leicht automatisiert werden können, gewinnen persönliche Erfahrungen, Nischenwissen und erkennbare Autorenstimmen an Wert. Leser suchen zunehmend nach dem, was KI nicht bieten kann: echte menschliche Perspektiven.
 
**Ethisches Bewusstsein und Transparenz werden erwartet**. Autoren müssen sich mit Fragen der Kennzeichnung, des Urheberrechts und der ethischen Nutzung von KI auseinandersetzen – sowohl in ihrer eigenen Arbeit als auch in der Branche insgesamt.
 
 
 
 
Was denkt ihr? Wie wird sich eure Arbeit als Schriftsteller ändern?

 

Bei mir wird sich da sehr wenig ändern. Konzeptionelle und kreative Fähigkeiten, Authentizität und Persönlichkeit des Autors - ist das nicht genau das, was gute Literatur schon immer ausmacht? Ich hatte nie die Absicht, seichte Klischee-Unterhaltung en masse zu produzieren, drum ändert sich für mich da überhaupt nichts. Technische Kompetenz, um KI-Tools einzusetzen - okay, wer meint, so etwas zu brauchen, kann sich damit befassen, ich brauche es eher nicht. Damit erübrigen sich dann auch irgendwelche Ethik- und Jura-Studien, die damit einhergehen.



#9 Mammut

Mammut

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Geschrieben 12 Februar 2026 - 09:20

Bei mir wird sich da sehr wenig ändern. Konzeptionelle und kreative Fähigkeiten, Authentizität und Persönlichkeit des Autors - ist das nicht genau das, was gute Literatur schon immer ausmacht? Ich hatte nie die Absicht, seichte Klischee-Unterhaltung en masse zu produzieren, drum ändert sich für mich da überhaupt nichts. Technische Kompetenz, um KI-Tools einzusetzen - okay, wer meint, so etwas zu brauchen, kann sich damit befassen, ich brauche es eher nicht. Damit erübrigen sich dann auch irgendwelche Ethik- und Jura-Studien, die damit einhergehen.

 

Ich frage mich, ob seichte Klischee-Unterhaltung en masse überhaupt auf Dauer noch den gleichen Stellenwert haben wird, wenn durch KI Hilfe immer ähnlicher Texte entstehen. Meinst du nicht, das wird Auswirkungen auf den Markt haben?

Bei den Photoshop Bildern hatte man sich irgendwann auch sattgesehen.


Bearbeitet von Mammut, 12 Februar 2026 - 09:21.


#10 Helge

Helge

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Geschrieben 12 Februar 2026 - 09:57

Ich glaube nicht, dass das etwas ändert. Solches Zeug wurde immer konsumiert und wird auch weiter konsumiert werden; ob es von einem Menschen oder einer KI produziert wurde, macht dabei überhaupt keinen Unterschied.

Funfact: Ich erinnere mich, dass es in der Serie "Mit Schirm, Charme und Melone" eine Folge gab, die das schon damals, in den 1960ern, zum Thema hatte: Eine Maschine, die Groschenromane nach ein paar Vorgaben automatisch generierte. Das Ding sah aus wie ein Klavier ud war für die damalige Zeit völlig fantastisch - heute ist es dagegen schon fast Realität.



#11 Dreamer

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Geschrieben 12 Februar 2026 - 11:27

Das dachte

 

Fritz Leiber

 

Die programmierten Musen

 

http://www.trashfict...r_eggheads.html

 

http://www.scifinet....-115#entry93999

 

http://sf-encycloped...entry/wordmills



#12 Nina

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Geschrieben 12 Februar 2026 - 19:55

 

 

Ich erinnere mich, dass es in der Serie "Mit Schirm, Charme und Melone" eine Folge gab, die das schon damals, in den 1960ern, zum Thema hatte: Eine Maschine, die Groschenromane nach ein paar Vorgaben automatisch generierte. Das Ding sah aus wie ein Klavier ud war für die damalige Zeit völlig fantastisch - heute ist es dagegen schon fast Realität.

Ich denke mir immer, für eine neue Star Trek-Folge wäre die KI perfekt. Man hat riesige Datenbanken zu dem Universum im Internet, dann ein paar Vorgaben wie "Soll im soundsovielten Jahrhundert spielen", welche Charaktere vorkommen sollen, Grundriss der Handlung usw. Ich frage mich, ob so was bei der neuen Serie nicht schon längst zum Einsatz kommt. 

 

Meine Mama hat mir auch neulich aufgeregt erzählt, KIs würden Kinderbücher schreiben und ich meinte, gut, schreiben wir doch mal eine Geschichte mit der KI. Vorgabe war, dass eine Katze vom Himmel fällt, Papa warf ein, ein Kugelschreiber sollte vorkommen und dass der Kühlschrank kaputt ist. Am Ende kam tatsächlich ein netter Kurztext raus. Und das mit der Gratis-Version online, es gibt doch bestimmt noch was Besseres!

 

Im Moment werden die meisten Autoren die KI noch so nutzen, wie halt vorher Google. Das Meiste an Wissen der KI scheint ohnehin aus Wikipedia zu sein und sonst, so im Alltag ... was mir auffällt ist, dass es bei regionalen Dingen völlig aussetzt. Konkrete Infos zu bestimmten Örtlichkeiten werden mit Infos aus Amerika gemischt, Stadtteile werden verwechselt und sonst eben verallgemeinert. ("Bei der zuständigen Behörde" ist keine nützliche Info.) 



#13 Helge

Helge

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Geschrieben 12 Februar 2026 - 20:26

Ja, für neue Star-Trek-Serien und hundertfünfunddrölfzigste Star-Wars-Filme ist KI perfekt; das war es, was ich meinte. Ist in dem Fall zwar Film statt Literatur, aber prinzipiell kein Unterschied. Richtige Filme wie "The Truman Show", "eXistenZ" oder "Dark City" wird man damit aber ganz sicher nicht generieren können. Oder kann sich irgendwer vorstellen, dass eine KI Filme wie "Eyes Wide Shut" oder "Swiss Army Man" hinbekäme?

Kinderbücher könnten dagegen eine wirklich sinnvolle Anwendung sein, also solche für kleine Kinder. Kleine Kinder sind anspruchslos, weil für sie praktisch alles noch neu und spannend ist. Hündchen lernt Kätzchen kennen und die beiden entdecken die Welt usw. - das kriegt KI wahrscheinlich gut hin. Wobei man da natürlich auch fragen muss, wieso man dafür eine KI brauchen sollte.



#14 Tse-Eh

Tse-Eh

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Geschrieben 15 Februar 2026 - 14:13

Richtige Filme sind bei Hollywood heutzutage ohnehin Mangelware. Wenn der Schrott per KI produziert werden kann, dann haben die Autoren vielleicht besseren Anreiz, wieder mehr gute Filme zu machen, die man nicht einfach von der KI bekommt. Und wenn die Massenware billig von der KI generiert wird, ist vielleicht auch wieder mehr Geld dafür frei.



#15 Mammut

Mammut

    DerErnstFall Michael Schmidt

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Geschrieben 21 Februar 2026 - 11:05

Passend zum Thema:

Wenn KI Autoren ersetzt, liegt es auch daran, dass viele Bücher auf dem Buchmarkt ersetzbar geworden sind

#16 rostig

rostig

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Geschrieben 21 Februar 2026 - 11:24

Ein ZDF-Beitrag sprach kürzlich an, dass viele KI-generierte Reiseratgeber und Kinderbücher bei Amazon angeboten werden. Ein Serie billiger Ratgeber wurde von der Seite entfernt, aber die Kinderbücher sind wohl weiterhin verfügbar. Irgendwie bereitet mir das am meisten Bauchschmerzen. Welches Weltbild erlernen die Jüngsten aus KI-geschaffener Ware?



#17 Zeitreisender

Zeitreisender

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Geschrieben 21 Februar 2026 - 12:16

 

Wie könnte ich für etwas Geld verlangen, dass ich nicht erstellt habe, das auf Basis gestohlener Daten basiert und an dem ich nicht einmal das Urheberrecht besitze?

 

Dann hätte jeder Schriftsteller oder Filmemacher Urheberechte seit Leben lang verletzt - bewusst oder unbewusst. Inspiration kommt vom Vorangegangen und von Gelerntem. Muss sich George Lucas rechtfertigen, weil Star Wars aus Flash Gordon entstand?



#18 ChristophGrimm

ChristophGrimm

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Geschrieben 21 Februar 2026 - 13:16

Ein ZDF-Beitrag sprach kürzlich an, dass viele KI-generierte Reiseratgeber und Kinderbücher bei Amazon angeboten werden. Ein Serie billiger Ratgeber wurde von der Seite entfernt, aber die Kinderbücher sind wohl weiterhin verfügbar. Irgendwie bereitet mir das am meisten Bauchschmerzen. Welches Weltbild erlernen die Jüngsten aus KI-geschaffener Ware?

Man müsste welche lesen, um es herauszufinden.
Pragmatisch betrachtet: Wenn Chatbots nur variieren, werden Gen-KI-Kinderbücher die gleichen universalen Botschaften, aber auch die häufigsten Stereotypen enthalten.
Um Social Media und Erwachsene mache ich mir mehr Sorgen.

Bearbeitet von ChristophGrimm, 21 Februar 2026 - 17:37.

SF/Fantasy-Literaturzeitschrift: https://weltenportalmagazin.de | SF hautnah: https://eridanusverlag.de | Meine Welt der Worte: https://christophgrimm.com

  • (Buch) gerade am lesen:… Einsendungen, nebenbei „Poirot and me“ (David Suchet)
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#19 Tse-Eh

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Geschrieben 21 Februar 2026 - 17:03

Aus dem Artikel:

 

"Perfektion erwarte ich bei einer Kalkulation oder eines Excel-Tabelle zur Auswertung bestimmter Kriterien. Dafür ist KI wunderbar geeignet."

 

Zumindest wenn man unter KI generative KI versteht (und das ist beim Artikel ja ganz offensichtlich gemeint), dann ist diese Aussage grundfalsch. Wer von der KI in solchen Fällen Perfektion erwartet, hat bereits verloren.



#20 yiyippeeyippeeyay

yiyippeeyippeeyay

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Geschrieben 21 Februar 2026 - 23:04

(Unterschreibe Folgendes voll und ganz...  q:#)

Zumindest wenn man unter KI generative KI versteht (und das ist beim Artikel ja ganz offensichtlich gemeint), dann ist diese Aussage grundfalsch. Wer von der KI in solchen Fällen Perfektion erwartet, hat bereits verloren.

 


/KB

Yay! KI-generiertes SF-Zitat Ende November...
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#21 Nina

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Geschrieben 23 Februar 2026 - 21:28

... 

 

 

"Dark City" wird man damit aber ganz sicher nicht generieren können.

"Dark City" ist übrigens seit meiner Jugend mein Lieblingsfilm. 

 

 

 

"Perfektion erwarte ich bei einer Kalkulation oder eines Excel-Tabelle zur Auswertung bestimmter Kriterien. Dafür ist KI wunderbar geeignet.

Wär wohl besser. Wir hatten eine Wahl zwischen zwei politischen Kandidaten. Zweien! Und es gab einen Schnitzer bei der Exel-Auswertung. Aber Österreich hat da ja ein Talent dafür. Und ein andermal kleben die Kuverts von der Briefwahl nicht richtig. Wir dürfen also immer wieder mal in die Wiederholung gehen. 

 

 

 

Welches Weltbild erlernen die Jüngsten aus KI-geschaffener Ware?

 

Es wird immer noch wer filtern und am Ende werden immer noch Botschaften wie "die Macht der Freundschaft" und "du bist anders, aber wir lieben dich!" bleiben. Das wird sich durch die KI nicht ändern. Es gibt allerdings so Lebensentwürfe, die im Internet überpräsentiert sind, z.B. sind beispielsweise Veganer nicht gar so häufig, aber sie produzieren sehr viel Internetinhalt. Auch anderes - ich bekam z.B. aus welchem Grund auch immer plötzlich KI-genierte Videos, wo zwei Mädchen mit Gaben wie Schweinebraten bedacht wurden, die vom Himmel geregnet sind und sie dann wie in einem Computerspiel entscheiden mussten, ob sie das annehmen oder ausweichen. Natürlich mussten sie als muslimische Mädchen den meisten Gaben ausweichen. Das vorgelesene Kinderbuch, das gedruckt am Tisch liegt, hat das nicht weniger Einfluss als der schnelle Facebook-Reel? 

"Perfektion erwarte ich bei einer Kalkulation oder eines Excel-Tabelle zur Auswertung bestimmter Kriterien. Dafür ist KI wunderbar geeignet."



#22 Frank Lauenroth

Frank Lauenroth

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Geschrieben 23 Februar 2026 - 21:58

Ich schreibe meine Stiefel weiter.

Ich hatte die KI neulich gefragt, was sie über mich wüsste. Sie hat keine Ahnung.

Ich gewinne.  B-)


 In memoriam Michael Szameit / Christian Weis / Alfred Kruse / Rico Gehrke                                                Meine Story LADEN! ZIELEN! FEUER! im Weltenportal N°6 auf Seite 97  ->   https://weltenportal...-Webausgabe.pdf

                                                                                                                                                                           Meine Story HÖCHSTER EINSATZ AUF ROBINA 8 in der KG-Smmlung DELTER  ->  https://www.amazon.de/dp/B0F38PW9WG   <- Story komplett in der Leseprobe enthalten!


#23 Uwe Post

Uwe Post

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Geschrieben 24 Februar 2026 - 10:18

Weiß nicht. Was die KI weiß, ist ja nur ne Frage der Trainingsdaten, und Du warst halt nicht drin. Immer noch besser so eine Antwort als ne Halluzination: Ich war mal Astrophysik-Professor.

 

Ich glaube, dass sich gar nichts ändert. Wer originelles Zeug schreibt, wird nicht so leicht durch KI (oder andere Autorx) ersetzt - wird aber eh nur von einer Nische gelesen. Wer Mainstream schreibt, kann einen Teil der Arbeit an eine KI delegieren und die meisten Leser werden den Unterschied weder bemerken noch sich beschweren.


Bearbeitet von Uwe Post, 24 Februar 2026 - 10:24.

Herausgeber Future Fiction Magazine (deutsche Ausgabe) ||| Aktuelles Buch: KI - KOMISCHE INTELLIGENZ (mit Uwe Hermann) ||| edition-übermorgen.de ||| uwepost.de ||| deutsche-science-fiction.de


#24 ChristophGrimm

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Geschrieben 24 Februar 2026 - 10:36

Ich schreibe meine Stiefel weiter.
Ich hatte die KI neulich gefragt, was sie über mich wüsste. Sie hat keine Ahnung.
Ich gewinne.  B-)


Wie hast du denn die Frage formuliert?
ChatGPT wertet deine Webseite, deinen Wikipediaeintrag und manche buchspezifischen Plattformen (Fantasyguide, Lovelybooks), soweit ich es beurteilen kann, korrekt aus.

SF/Fantasy-Literaturzeitschrift: https://weltenportalmagazin.de | SF hautnah: https://eridanusverlag.de | Meine Welt der Worte: https://christophgrimm.com

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#25 Frank Lauenroth

Frank Lauenroth

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Geschrieben 24 Februar 2026 - 12:40

Wie hast du denn die Frage formuliert?
ChatGPT wertet deine Webseite, deinen Wikipediaeintrag und manche buchspezifischen Plattformen (Fantasyguide, Lovelybooks), soweit ich es beurteilen kann, korrekt aus.

 

s. https://scifinet.org...en/#entry469004


 In memoriam Michael Szameit / Christian Weis / Alfred Kruse / Rico Gehrke                                                Meine Story LADEN! ZIELEN! FEUER! im Weltenportal N°6 auf Seite 97  ->   https://weltenportal...-Webausgabe.pdf

                                                                                                                                                                           Meine Story HÖCHSTER EINSATZ AUF ROBINA 8 in der KG-Smmlung DELTER  ->  https://www.amazon.de/dp/B0F38PW9WG   <- Story komplett in der Leseprobe enthalten!


#26 Zeitreisender

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Geschrieben 24 Februar 2026 - 19:10

EaseMate AI

 

Taugt das (für Kurzgeschichten) was? Kostet auch nix.

https://www.easemate...story-generator

 

Stanislaw Lem-Komplexität ist nicht einstellbar!  :aliensmile: 



#27 Uwe Post

Uwe Post

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Geschrieben 24 Februar 2026 - 20:22

Wofür? Um einen Text an ein Magazin einzureichen, das üblicherweise keine KI-Texte zu veröffentlichen gedenkt? Für generische, wenig originelle Kurzgeschichten gibt es keinen Markt. (Es gibt ja nicht einmal einen nennenswerten für originelle)

 

 

Recht generische Weltraumromane kann ne KI nicht schreiben (zu lang für heute machbar Kontextgröße), aber bei Kurzgeschichten kommt es bei den meisten Magazinen oder Herausgebern, die ich kenne, auf Originalität an. Ganz davon abgesehen bist du bei einer KI-generierten Geschichte rein rechtlich nicht wirklich der Urheber und darfst für den Text kein Honorar nehmen, und wenn du den Text nicht als KI-generiert deklarierst, läufst du Gefahr, wegen Amtsanmaßung persona non grata zu werden. Mir liegt schon eine Liste von Autorennamen vor, die dergleichen versucht haben und deren Einsendungen ich gar nicht erst lese.

Kurzer Blick in die nahe Zukunft...


Bearbeitet von Uwe Post, 24 Februar 2026 - 20:24.

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#28 Tse-Eh

Tse-Eh

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Geschrieben 25 Februar 2026 - 06:20

EaseMate AI

 

Taugt das (für Kurzgeschichten) was? Kostet auch nix.

https://www.easemate...story-generator

 

Stanislaw Lem-Komplexität ist nicht einstellbar!  :aliensmile:

Wenn die Ergebnisse dieselbe Qualität haben wie die Seite, dann taugt es nichts. Da gibt es das Genre "Mysteriös", als Perspektive kann man "erste Person, zweite Person" und "dritte Person" einstellen ("dritte Person" umfasst mehr als eine Erzählperspektive!), bei der Zielgruppe ist die Benennung uneinheitlich ("Erwachsener Mann", aber "Erwachsene weiblich" - die Zielgruppe scheint außerdem immer aus einer einzigen Person zu bestehen). Und dann findet sich auf der Webseite noch dieses Juwel:

 

Mit EaseMate AI Story Generator können Sie ganz einfach rohe Ideen kostenlos in eine einzigartige Geschichte verwandeln. Keine Anmeldung, kein Login und keine Fachkenntnisse erforderlich. Passen Sie Ihre unvergesslichen Geschichten sofort an.

 

Ich habe mir jetzt nichts generieren lassen, aber angesichts der Webseite würde ich nicht viel erwarten.



#29 Nina

Nina

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Geschrieben 25 Februar 2026 - 15:51

Wofür? Um einen Text an ein Magazin einzureichen, das üblicherweise keine KI-Texte zu veröffentlichen gedenkt? Für generische, wenig originelle Kurzgeschichten gibt es keinen Markt. (Es gibt ja nicht einmal einen nennenswerten für originelle)

 

 

Recht generische Weltraumromane kann ne KI nicht schreiben (zu lang für heute machbar Kontextgröße), aber bei Kurzgeschichten kommt es bei den meisten Magazinen oder Herausgebern, die ich kenne, auf Originalität an. Ganz davon abgesehen bist du bei einer KI-generierten Geschichte rein rechtlich nicht wirklich der Urheber und darfst für den Text kein Honorar nehmen, und wenn du den Text nicht als KI-generiert deklarierst, läufst du Gefahr, wegen Amtsanmaßung persona non grata zu werden. Mir liegt schon eine Liste von Autorennamen vor, die dergleichen versucht haben und deren Einsendungen ich gar nicht erst lese.

Kurzer Blick in die nahe Zukunft...

Gerade bei so Kürzestformen könnte ich mir schon vorstellen, dass die KI was reißt. 8.000 Zeichen mit Leerzeichen für einen Prosatext ... da ist verdammt wenig Platz für Originalität. 

 

Aber Honorare ... ich meine mal, das ist doch selbst mit Nutzung von KI kein vernünftiger Stundenlohn! In deutschen Verlagen meist Reinerlös geteilt durch Autoren ... Es lohnt sich eher, einen dubiosen Online-Abschluss zu erwerben und Gutachten per KI verfassen zu lassen. Aber wer das mit der Kurzprosa nicht mag, das lohnt sich nicht. - Das machen ja die meisten Leute, weil es Spaß macht, weil sie was zu sagen haben ... mit Recherche ist es aber auch okay. Frag ich Google? Schau ich ein Youtube-Video? Les ich im guten alten Brockhaus nach? - Natürlich will man mal was wissen. Und für ein kleines Detail am Rande einfach mal die KI zu fragen, warum nicht? 

 

Aber ich bekomme jetzt bei Facebook dauernd ein Video - möglicherweise durch diesen Beitrag? - wo vorgeschlagen wird, Bücher per KI schreiben und über Amazon für 3.000 Euro Gewinn pro Monat zu veröffentlichen. - Ja, klar. Gaaaaaaaaaaaaaanz sicher! Ganz, ganz sicher wird das per KI erstellte E-Book von einem unbekannten Autor über längere Zeit Tausende von Euro abschöpfen. Ich war allerdings ehrlich gesagt zu faul, rauszufinden, was da dahinter ist, ob man ein Programm verkaufen will oder einer sich einfach einen ablachen will. 



#30 Mammut

Mammut

    DerErnstFall Michael Schmidt

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Geschrieben 25 Februar 2026 - 16:06

Kindle von Amazon bietet jetzt an, dass man sein E-Book durch ein KI Tool übersetzen lässt und dann über deren System veröffentlicht. Glaub zwar nicht dass man damit den englischsprachigen Markt rockt, aber es ist eine zusätzliche Möglichkeit.




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