Zitat:
Ich habe schon tolle Science-Fiction-Filme gesehen, die eine Utopie greifbar machen, spannend und begeisternd. Wir verschwenden unsere Fantasie aber oft auf Dystopien: Wir stellen uns vor, wie die Welt untergeht, welche Krankheiten grassieren oder welche Katastrophen passieren. Viel sinnvoller wäre es doch, unsere Fantasie für das Schaffen von Utopien zu nutzen!
https://www.n-tv.de/politik/PR-Experte-Jannis-Johannmeier-im-Interview-Mit-Fakten-kann-man-die-Demokratie-nicht-retten-id30356210.html
Propaganda für das Gute
#1
Geschrieben Heute, 10:02
#2
Geschrieben Heute, 10:55
Utopien haben es in der Tat aktuell schwer:
- Sybille Berg hat nach zwei Dystopien (GRM und RCE) eine Utopie (PNR) nach geschoben, die m.W. kommerziell nicht sehr erfolgreich war. Sie wurde auch in unserem Forum ignoriert.
- "All An!" ist im Kern eine Utopie, die in SF-Kreisen eine gewisse Beachtung fand, aber darüber hinaus ...
- Pantopia ist das einzige Beispiel, das mir einfällt, für eine anscheinend (laut Amazon-Ranking) erfolgreiche utopische Publikation.
Die Liste dystopischer Erzählungen dürfte ungleich länger ausfallen.
#3
Geschrieben Heute, 11:01
Friede, Freude, Eierkuchen ist wohl für die meisten so interessant wie ein Fußballspiel, bei dem die Teams nur auf die eigenen Tore schießen - ohne Torwart. Und die Punkte werden nicht gezählt, um keinen zu frustrieren. ![]()
#4
Geschrieben Heute, 11:14
Friede, Freude, Eierkuchen ist wohl für die meisten so interessant wie ein Fußballspiel, bei dem die Teams nur auf die eigenen Tore schießen - ohne Torwart. Und die Punkte werden nicht gezählt, um keinen zu frustrieren.
In dem oben verlinkten Artikel ging es auch nicht um Friede, Freude, Eierkuchen. Es geht darum, eine positive Erzählung in den Mittelpunkt zu rücken. Und da würde ich auch rostig nicht zustimmen.
Wenn man den Kern dessen betrachtet, was im engeren Sinne als Utopie zählt, kann man das so sehen. Allerdings ist es meines Erachtens nicht so, das alles andere Dystopien sind. Im Gegenteil, die meisten Geschichten sind doch insgesamt positiv. Am Ende siegt doch oft das Gute.
#5
Geschrieben Heute, 11:44
Ich verstehe, was Du meinst und finde es ebenfalls unsäglich, dass in der heutigen SF (zumindest im Film) so gut wie keine Zukunft mehr vorkommt, die nicht nur noch aus Kriegs- oder Endzeitszenarien besteht. In dem, was ich selbst schreibe, versuche ich da durchaus einigermaßen dagegenzuhalten. Mit dem Begriff Propaganda habe ich allerdings so meine Probleme, denn der ist ganz und gar nicht besonders positiv belegt, siehe z.B. hier:
https://www.dwds.de/wb/Propaganda
Wie sollte er auch, schließlich wird damit die geistige Fremdbeeinflussung und Manipulation von Menschen bezeichnet, üblicherweise gegen ihre eigenen Interessen, denn die würden sie von Natur aus ja schon von selbst vertreten. Und in der heutigen Zeit fallen einem dazu sofort Begriffe wie Nudging und Framing ein, mit denen wir auch schon in den allerdüstersten Abgründen ankommen.
Also nenn es bitte irgendwie anders, denn Propaganda für das Gute ist ein Widerspruch in sich.
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