Zum Inhalt wechseln


Foto
- - - - -

Stefan Cernohuby - The Deniables: Gestohlene Vergangenheit


  • Bitte melde dich an um zu Antworten
8 Antworten in diesem Thema

#1 rostig

rostig

    Temponaut

  • Mitglieder
  • PIPPIPPIPPIPPIP
  • 1.531 Beiträge
  • Geschlecht:männlich

Geschrieben 26 Februar 2026 - 11:05

The Deniables: Gestohlene Vergangenheit
Stefan Cernohuby (Autor)
Herausgeber ‏ : ‎ Leseratten Verlag
Erscheinungstermin ‏ : ‎ 17. Oktober 2025
Sprache ‏ : ‎ Deutsch
Seitenzahl der Print-Ausgabe ‏ : ‎ 312 Seiten
ISBN-10 ‏ : ‎ 3945230853 

Klappentext
Nach seiner Kurzgeschichte "The Deniables" in der Anthologie "Blutige Welten" sah sich Stefan Cernohuby gezwungen, in Romanform eine Fortsetzung zum Team rund um Terminus zu schreiben. Denn die Jagd nach Victor sollte noch nicht vorbei sein. Ein abgedrehter Science Fiction Roman ohne jeglichen Respekt vor Logik, Zeitreisen oder sonstigen Fesseln der seriösen Literatur. Der Cyborg Terminus, bekannt für Muskeln, eindrucksvolle Posen und markige One-Liner, hat nach der Auslöschung seines Teams eine neue Mission: Er sucht seine gestohlene Vergangenheit. Doch die Deniables, egal ob tot, untot, wiedergeboren oder einfach nur gut verschüttet, kehren mit dem richtigen Soundtrack zurück. Und das ist gut so, denn Terminus steht ein weitertes Aufeinandertreffen mit seinem Erzfeind bevor. Dem Antagonisten mit dem eindrucksvollsten Schurkennamen der Literaturgeschichte. Es wird rasant, denn Helden wie Schurken fliegen immer mit Maximalgeschwindigkeit und lassen sich von Logik ebenso wenig aufhalten wie von Verkehrszeichen.

Kommentar
Pro: Die Geschichte ist witzig (wenn auch mitunter eher Brachialhumor), flott, unterhaltsam
Contra: Es gibt keine Geschichte. Die gesamte Handlung ist quasi ein einziger markiger One-Liner, der Rest ist eine Unsumme von (pop)kulturellen Zitaten, dummen Sprüchen und schrägen Charakteren. Das ist anfangs ganz lustig, verschleißt sich aber spätestens im letzten Drittel. Und die Handlung findet irgendwie dann auch kein wirkliches Ende sondern läuft ins Nichts (oder in eine Fortsetzung).
Fazit: Mir fiel bei der Lektüre die Bezeichnung "anbiedernde Arroganz" ein. Arrogant weil der Text mit unzähligen Andeutungen angibt: sieh her was ich alles weiß, gelesen und gesehen habe. Anbiedernd weil er den Leser dazu verführen will zuzustimmen: ja das kenne ich auch alles, ich bin so ein Nerd wie du, der all diese Filme gesehen, all diese Serien verfolgt, all diese Bücher gelesen hat. 
Leseempfehlung: Geeignet für alle SF-Nerds die Zitatensammlungen als Erinnerungskultur schätzen
 



#2 Michael Fallik

Michael Fallik

    Infonaut

  • Mitglieder
  • PIPPIP
  • 175 Beiträge
  • Geschlecht:männlich

Geschrieben 26 Februar 2026 - 11:13

Nicht zu vergleichen mit Player Ready One von Ernest Cline, ein Roman aus dem Jahr 2011, den ich mehrmals las, bevor Steven Spielberg ihn entdeckte und daraus einen meiner Meinung nach enttäuschenden Film drehte.

Aber wie alles Geschmackssache. 


Bearbeitet von Michael Fallik, 26 Februar 2026 - 11:14.

www.klangbildwort.de
  • (Buch) gerade am lesen:English for runaways Band 97
  • (Buch) als nächstes geplant:English for runaways Band 98
  • • (Film) gerade gesehen: Arthur Rimbaud - Sechs Monate in der Hölle
  • • (Film) als nächstes geplant: Der Geschmack von Rost und Knochen

#3 Nina

Nina

    Europas repräsentativster Fan ;-)

  • Moderator
  • PIPPIPPIPPIPPIP
  • 3.651 Beiträge
  • Geschlecht:weiblich
  • Wohnort:Leonding

Geschrieben 26 Februar 2026 - 21:14

Ich habe mir das Buch tatsächlich ausnahmsweise mal als E-Book reingehauen, auf Zugfahrten ist das ja praktisch. (So gerne mag ich es trotzdem nicht.) Vor allem als Challange, weil ich ja immer versuchen will, eine gewisse Menge österreichischer SF zu lesen. - War erstaunlich unterhaltsam, teilweise ist es so ein bisschen in den Klamauk abgeglitten. Mal was anderes. 

 

Und na ja, eine aktuelle Neuerscheinung mit einem zu vergleichen, aus dem eine Filmgröße einen Film gemacht hat, ist auch nicht ganz fair. Überhaupt finde ich Vergleiche nicht so toll. Es ist eben was anderes. Im Leben mag man das auch nicht und ist auch ein beliebtes Streitthema. "In deinem Alter hab ich schon ... !" - "Bei meiner Mama ...!" - "Meine Ex-Freundin hat das aber gerne gemacht!" 



#4 Frank Lauenroth

Frank Lauenroth

    ThrillerAutor

  • Mitglieder
  • PIPPIPPIPPIPPIP
  • 3.676 Beiträge
  • Geschlecht:männlich
  • Wohnort:Hamburg

Geschrieben 26 Februar 2026 - 21:46

 "Meine Ex-Freundin hat das aber gerne gemacht!" 

 

:rofl1:


 In memoriam Michael Szameit / Christian Weis / Alfred Kruse / Rico Gehrke                                                Meine Story LADEN! ZIELEN! FEUER! im Weltenportal N°6   ->   https://weltenportal...-Webausgabe.pdf  <- auf Seite 97 im PDF

                                                                                                                                                                      Meine Story HÖCHSTER EINSATZ AUF ROBINA 8 in  DELTER  ->  https://www.amazon.de/dp/B0F38PW9WG   <- Story komplett in der Leseprobe enthalten!


#5 Nina

Nina

    Europas repräsentativster Fan ;-)

  • Moderator
  • PIPPIPPIPPIPPIP
  • 3.651 Beiträge
  • Geschlecht:weiblich
  • Wohnort:Leonding

Geschrieben 26 Februar 2026 - 23:45

Na ja, wir wollen nicht vom Thema abschweifen ... und besser nicht die Situation beschreiben, in der ich das gehört habe. Was mich aber wundert, dass das Buch teils als "Young Adult" beschrieben wird. Also die ganzen Vorlagen da zu kennen - oder eben nicht die ganzen, aber halt ausreichend - ist das nicht eher was für ältere Semester? 



#6 rostig

rostig

    Temponaut

  • Mitglieder
  • PIPPIPPIPPIPPIP
  • 1.531 Beiträge
  • Geschlecht:männlich

Geschrieben 27 Februar 2026 - 07:45

Da das Buch von Zitaten aus dem letzten Jahrtausend lebt ist es definitiv nur für "ältere" Semester mit viel Nostalgie wirklich lustig.



#7 Michael Fallik

Michael Fallik

    Infonaut

  • Mitglieder
  • PIPPIP
  • 175 Beiträge
  • Geschlecht:männlich

Geschrieben 27 Februar 2026 - 09:28

Und na ja, eine aktuelle Neuerscheinung mit einem zu vergleichen, aus dem eine Filmgröße einen Film gemacht hat, ist auch nicht ganz fair. Überhaupt finde ich Vergleiche nicht so toll. Es ist eben was anderes. Im Leben mag man das auch nicht und ist auch ein beliebtes Streitthema. "In deinem Alter hab ich schon ... !" - "Bei meiner Mama ...!" - "Meine Ex-Freundin hat das aber gerne gemacht!" 

 

 

Verstehe. Du schreibst von manipulativen Vergleichen. Ich hasse sie. Die Werbung benutzt sie und auf Instagram werden dicke Lippen und ein bestimmter Haarstyle zur Meta. 

Für mich als Schriftsteller gehören Vergleiche zum Handwerkszeug. Im Großen vergleiche ich unsere Zeit mit dem, woraus sie sich entwickelt hat. Nicht im Sinne von "Früher war alles besser". 

Und ich vergleiche sie mit meinen Utopien. Wie es hätte sein können. Im Sinn verpasster Möglichkeiten. Wertfreie Spekulationen. 

 

Auf jeden Fall hat mich dein (witzig geschriebener) Einwurf nachdenklich gemacht. Ehrlichen Dank dafür  :)


Bearbeitet von Michael Fallik, 27 Februar 2026 - 19:22.

www.klangbildwort.de
  • (Buch) gerade am lesen:English for runaways Band 97
  • (Buch) als nächstes geplant:English for runaways Band 98
  • • (Film) gerade gesehen: Arthur Rimbaud - Sechs Monate in der Hölle
  • • (Film) als nächstes geplant: Der Geschmack von Rost und Knochen

#8 Nina

Nina

    Europas repräsentativster Fan ;-)

  • Moderator
  • PIPPIPPIPPIPPIP
  • 3.651 Beiträge
  • Geschlecht:weiblich
  • Wohnort:Leonding

Geschrieben 28 Februar 2026 - 20:21

 

 

Für mich als Schriftsteller gehören Vergleiche zum Handwerkszeug. Im Großen vergleiche ich unsere Zeit mit dem, woraus sie sich entwickelt hat. Nicht im Sinne von "Früher war alles besser". 

Es gibt ja sogar das Studium der Komparatistik. Aber da vergleicht man halt nicht im Sinne "das war besser".

 

 

 

Auf jeden Fall hat mich dein (witzig geschriebener) Einwurf nachdenklich gemacht. Ehrlichen Dank dafür

 

Selbst betroffen ist es nicht witzig. Es ist aber auch als aktuell aktiver Autor nicht witzig, wenn man immer verglichen wird und dann gleich in einer ganz anderen Liga. 



#9 Michael Fallik

Michael Fallik

    Infonaut

  • Mitglieder
  • PIPPIP
  • 175 Beiträge
  • Geschlecht:männlich

Geschrieben 28 Februar 2026 - 21:17

Selbst betroffen ist es nicht witzig. Es ist aber auch als aktuell aktiver Autor nicht witzig, wenn man immer verglichen wird und dann gleich in einer ganz anderen Liga. 

 

Wohl wahr, als aktiver Autor bleibt einem schon mal das Lachen im Hals stecken. 


www.klangbildwort.de
  • (Buch) gerade am lesen:English for runaways Band 97
  • (Buch) als nächstes geplant:English for runaways Band 98
  • • (Film) gerade gesehen: Arthur Rimbaud - Sechs Monate in der Hölle
  • • (Film) als nächstes geplant: Der Geschmack von Rost und Knochen


Besucher die dieses Thema lesen: 0

Mitglieder: 0, Gäste: 0, unsichtbare Mitglieder: 0