Hallo,
vor kurzem habe ich die SF-Kurzgeschichtensammlung „Astroligie für Astronauten“ veröffentlicht.
Dabei handelt es sich um satirische, aber auch philosophische Stories aus der Perspektive eines Raumfahrers. Der Geist, in dem sie geschrieben wurden, wird vielleicht am besten durch den Anfang einer der Geschichten eingefangen:
Schon immer war in meiner Familie der Hang zu den Sternen ebenso verbreitet wie die Vorliebe zur Schriftstellerei. So gehörte zum Beispiel mein Urururgroßcousin Argesvar zu den aufstrebenden Autoren jenes Schlages, deren Produkte dem normalen Leser bei der Lektüre Kopfschmerzen zu bereiten pflegen. Die aus diesem Umstand resultierende Erfolglosigkeit ließ Argesvar in seiner Frustration eigens eine Rakete entwickeln, mit der er seine gesammelten Werke in das Weltall schoss, und das lange, bevor die Raumfahrt auf der Erde eigentlich erfunden war. Irgendjemand hatte den Flugkörper dann offenbar aufgelesen und seinen Inhalt an geeignete Stellen weitergeleitet. Doch man stelle sich nur die Gefühle vor, die Argesvar gehabt haben musste, als selbst der Kosmos ihm seine Geschichten wieder zurückschickte, samt beigefügter Absagen! So erklärte der Populäre Galaktische Buchclub, er plane bis auf Weiteres keine neuen Veröffentlichungen, die hyperintelligenten Lektoren von Astrolex bezeichneten die Geschichten als blanken Unsinn und beklagten sich über Kopfweh, und die großen Verlagshäuser auf der Wega waren angeblich nach unbekannt verzogen. Von all dem erfuhr ich, als ich auf meinem Speicher eine völlig verstaubte Truhe fand, an der ein Schild hing mit der Aufschrift: Hier ruht ein Geheimnis, das viel zu wichtig ist, um es der Menschheit zu offenbaren. Nicht öffnen! Die Truhe enthielt nicht nur die Absagen der Verleger, sondern auch die Werke meines Urahns selbst, selbige waren unglücklicherweise jedoch völlig vergilbt, sodass ich nicht zu beurteilen vermag, inwieweit die Meinung der hyperintelligenten Lektoren von Astrolex zutrifft. Argesvar starb schließlich ebenso verbittert wie vereinsamt als Menschen- und Fremdenhasser.
Doch um wie viel besser erging es ihm noch im Vergleich zu Ururgroßonkel Ergergar, der nur wenige Jahrzehnte später lebte…
Im Selbstverlag
Auf Amazon als ebook (2,99 € oder kindle unlimited 0,00 €) oder als Taschenbuch (10,69 €)
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 140 Seiten
ISBN-13: 979-8242688315



