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Brainstorming - Kurzgeschichtenleser


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6 Antworten in diesem Thema

#1 Mammut

Mammut

    DerErnstFall Michael Schmidt

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Geschrieben Gestern, 18:43

Andreas Flögel hat in einem Artikel die Kurzgeschichteszene im englischsprachigen und deutschsprachigen Raum verglichen (unter gewissen Gesichtspunkten). Da schreibt er, dass die Szene dort größer ist: Mehr Leser, mehr Ausschreibungen, mehr Veröffentlichungsmöglichkeiten, mehr Absagen.

 

Da fragt man sich natürlich, wie bekommt man ein größeres Lesepublikum zur Kurzgeschichte. Daher die Frage, habt ihr Ideen, wie man die Leute generell zum Lesen von phantastischen Kurzgeschichten bekommt?

Dabei geht es nicht darum, für einzelne Publikationen mehr Leser zu bekommen sondern generell eine Szene an Kurzgeschichtenleser.

 

Was findet ihr an der deutschsprachigen Kurzgeschichtenszene (also Leser oder Autor) jetzt schon gut und bemerkenswert?



#2 Rezensionsnerdista

Rezensionsnerdista

    Yvonne

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Geschrieben Heute, 04:45

Toll, wo ist der Artikel erschienen?

Der würde mich sehr interessieren!

Podcast: Literatunnat

  • (Buch) gerade am lesen:meistens viele
  • • (Film) gerade gesehen: Der Simpsons Movie, Lola rennt

#3 Mammut

Mammut

    DerErnstFall Michael Schmidt

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Geschrieben Heute, 07:53

Toll, wo ist der Artikel erschienen?

Der würde mich sehr interessieren!

 

Der erscheint noch, in Zwielicht Classic 20.



#4 Frank Lauenroth

Frank Lauenroth

    ThrillerAutor

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Geschrieben vor 52 Minuten

Was findet ihr an der deutschsprachigen Kurzgeschichtenszene (also Leser oder Autor) jetzt schon gut und bemerkenswert?

 

Wir haben eine Kurzgeschichtenszene?  :devil:

 

Tatsächlich bin ich auf den Artikel auch gespannt.

 

Ich nehme die Szene nur so wahr, dass es stete und/oder wiederkehrende Ausschreibungen der üblichen Verdächtigen gibt und die AutorInnen dort mehr oder minder fleißig einreichen.

My bringt KG-Sammlungen heraus (gibt's noch woanders welche?)

Darüber hinaus gibt es Bemühungen wie die Online-Lesungen, die Thorsten organisiert.

 

Wie ich letztens ausgearbeitet hatte, ging zumindest hier im Forum (der harte Kern?) die Beteiligung bei den NOVA-Nummern zurück.

s. https://scifinet.org...-hier-im-forum/

Das Feedback zu Exodus, Queerwelten, FFM war m.E. auch verhalten.   

 

Uwe Hermann fragte seinerzeit (und zum Erscheinen eines seiner fabulösen KG-Bände), ob noch jemand KG lesen würde ... gab aber weiter hinten im Thread zu, dass er vor lauter Schreiben keine Zeit zum Lesen hätte.

s. Liest niemand mehr Kurzgeschichten? - Kurzgeschichten, Anthologien & Magazine - SF-Netzwerk

Das ist auch ein Punkt, den ich bereits von Ivonne gelesen hatte: wenn wir soviele LeserInnen wie SchreiberInnen hätte, wäre bereits viel gewonnen.

 

Dieser Feststellung schließe ich mich an.


 In memoriam Michael Szameit / Christian Weis / Alfred Kruse / Rico Gehrke                                                Meine Story LADEN! ZIELEN! FEUER! im Weltenportal N°6   ->   https://weltenportal...-Webausgabe.pdf  <- auf Seite 97 im PDF

                                                                                                                                                                      Meine Story HÖCHSTER EINSATZ AUF ROBINA 8 in  DELTER  ->  https://www.amazon.de/dp/B0F38PW9WG   <- Story komplett in der Leseprobe enthalten!


#5 Uwe Hermann

Uwe Hermann

    Temponaut

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Geschrieben vor 48 Minuten

Andreas Flögel hat in einem Artikel die Kurzgeschichteszene im englischsprachigen und deutschsprachigen Raum verglichen (unter gewissen Gesichtspunkten). Da schreibt er, dass die Szene dort größer ist: Mehr Leser, mehr Ausschreibungen, mehr Veröffentlichungsmöglichkeiten, mehr Absagen.

 

Da fragt man sich natürlich, wie bekommt man ein größeres Lesepublikum zur Kurzgeschichte. Daher die Frage, habt ihr Ideen, wie man die Leute generell zum Lesen von phantastischen Kurzgeschichten bekommt?

Dabei geht es nicht darum, für einzelne Publikationen mehr Leser zu bekommen sondern generell eine Szene an Kurzgeschichtenleser.

 

Was findet ihr an der deutschsprachigen Kurzgeschichtenszene (also Leser oder Autor) jetzt schon gut und bemerkenswert?

Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass meine Kurzgeschichtensammlungen von immer weniger Lesern gekauft werden. Das mag an meinem Schreibstil liegen oder schlicht daran, dass die breite Masse inzwischen lieber zu Romanen greift. Außerdem werden kaum noch Rezensionen geschrieben, was die Sichtbarkeit der Bücher zusätzlich erschwert. In einem anderen Thread wurde mir geantwortet, dass viele Leser Sammlungen verschiedener Autoren bevorzugen, anstatt Bände von nur einer Person. Ich habe schon mit dem Gedanken gespielt, meine Geschichten ins englische übersetzen zu lassen und auf Amazon.com zu veröffentlichen, aber ob sich dieser finanzielle und zeitliche Aufwand wirklich lohnt, glaube ich nicht.

Außerdem haben wir Autoren kaum noch Möglichkeiten Kurzgeschichten zu veröffentlichen. EXODUS wird eingestellt. Wie es mit der c´t weitergeht ist fraglich. Kleine Verlage, die Anthologien herausbringen, gibt es kaum noch. Und so weiter. Ihr wisst das selbst.
 



#6 Mammut

Mammut

    DerErnstFall Michael Schmidt

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Geschrieben vor 15 Minuten

Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass meine Kurzgeschichtensammlungen von immer weniger Lesern gekauft werden. Das mag an meinem Schreibstil liegen oder schlicht daran, dass die breite Masse inzwischen lieber zu Romanen greift. Außerdem werden kaum noch Rezensionen geschrieben, was die Sichtbarkeit der Bücher zusätzlich erschwert. In einem anderen Thread wurde mir geantwortet, dass viele Leser Sammlungen verschiedener Autoren bevorzugen, anstatt Bände von nur einer Person. Ich habe schon mit dem Gedanken gespielt, meine Geschichten ins englische übersetzen zu lassen und auf Amazon.com zu veröffentlichen, aber ob sich dieser finanzielle und zeitliche Aufwand wirklich lohnt, glaube ich nicht.

Außerdem haben wir Autoren kaum noch Möglichkeiten Kurzgeschichten zu veröffentlichen. EXODUS wird eingestellt. Wie es mit der c´t weitergeht ist fraglich. Kleine Verlage, die Anthologien herausbringen, gibt es kaum noch. Und so weiter. Ihr wisst das selbst.
 

 

An deinem Schreibstil kann das meiner Meinung nach nicht liegen. Du schreibst doch sehr unterhaltsam und packend. Eher so, wie die Leute auch Romane lieben und hast meist eine interessante Prämisse. Deine Stories sind keine literarischen Experimente, eigentlich genau das, was die Masse der Leser liebt. Wenn dann deine Sammlungen sich nicht verkaufen, liegt das nicht am Angebot (deine Geschichten), sondern an der Wahrnehmung. Du, und als jemand der regelmäßig auf den Nominierungslisten erscheint und Preise gewinnt, auch die Kurzgeschichtenszene, ist nicht sichtbar genug. Das wäre meine Einschätzung.

 

Es gibt bei Amazon die Möglichkeit der automatischen Übersetzung in die englische Sprache: 

Teutonic bei Kindle Translation

 

Ich weiß nicht ob die was taugen. Aber unabhängig davon, Andreas schrieb in seinem Artikel, 100 Absagen im Jahr sind das mindeste, so ein geflügeltes Wort dort. Der Markt ist riesig und wenn man in D-A-CH schon ein Sichtbarkeitsproblem hat, warum sollte das im englischsprachigen Raum besser sein.

 

Das es kaum Veröffentlichungsmöglichkeiten gibt, halte ich für ein Gerücht. Ender hat mal aufgelistet was es alles gibt und da ist auch jenseits von pmachinery noch viel:

Deutschsprachige SF 2025 - Die Seite für Science Fiction-Literatur

 

Hier auch für Horror und Unheimliche Phantastik:

vpkgl2025.cgi

 

Im englischsprachigen Raum ist da natürlich mehr: Mehr Publikationsmöglichkeiten, aber auch mehr Autoren. Was mir bei uns auffällt, Online Veröffentlichungen sind gefühlt null angesagt.

 

Also das immer die gleichen ausschreiben und die gleichen veröffentlichen, Frank, scheint mir eine subjektive Wahrnehmung zu sein. Selbst bei den Kurzgeschichtennominierungen. In den letzten 5 Jahren sind 48 verschiedene Personen für den DSFP oder KLP nominiert worden.



#7 Mammut

Mammut

    DerErnstFall Michael Schmidt

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Geschrieben vor 8 Minuten

Wie ich letztens ausgearbeitet hatte, ging zumindest hier im Forum (der harte Kern?) die Beteiligung bei den NOVA-Nummern zurück.

s. https://scifinet.org...-hier-im-forum/

Das Feedback zu Exodus, Queerwelten, FFM war m.E. auch verhalten.   

 

 

Feedback zu erhalten, das muss man sich leider erarbeiten. Man hat das gerade gesehen als Yvonne auftauchte (und beispielhaft bei der Anthologie "Der Tod kommt auf Zahnrädern), aber auch damals bei Helmuth W. Mommers: Sich hinzusetzten und auf den Prinz im weißen Pferd zu warten, da kann man alt und schimmelig werden. Um Feedback muss aktiv geworben werden und auch da gilt der Spruch von Yvonne: Es gibt mehr zu Besprechende als Rezensenten.




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    ChristophGrimm