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Brainstorming - Kurzgeschichtenleser


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64 Antworten in diesem Thema

#1 Mammut

Mammut

    DerErnstFall Michael Schmidt

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Geschrieben 22 April 2026 - 18:43

Andreas Flögel hat in einem Artikel die Kurzgeschichteszene im englischsprachigen und deutschsprachigen Raum verglichen (unter gewissen Gesichtspunkten). Da schreibt er, dass die Szene dort größer ist: Mehr Leser, mehr Ausschreibungen, mehr Veröffentlichungsmöglichkeiten, mehr Absagen.

 

Da fragt man sich natürlich, wie bekommt man ein größeres Lesepublikum zur Kurzgeschichte. Daher die Frage, habt ihr Ideen, wie man die Leute generell zum Lesen von phantastischen Kurzgeschichten bekommt?

Dabei geht es nicht darum, für einzelne Publikationen mehr Leser zu bekommen sondern generell eine Szene an Kurzgeschichtenleser.

 

Was findet ihr an der deutschsprachigen Kurzgeschichtenszene (also Leser oder Autor) jetzt schon gut und bemerkenswert?


Die neue Anthologie aus der Galactic Pot Healer Bar:

https://defms.blogsp...pot-healer.html


#2 Rezensionsnerdista

Rezensionsnerdista

    Yvonne

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Geschrieben 23 April 2026 - 04:45

Toll, wo ist der Artikel erschienen?

Der würde mich sehr interessieren!

Podcast: Literatunnat

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  • • (Film) gerade gesehen: Der Simpsons Movie, Lola rennt

#3 Mammut

Mammut

    DerErnstFall Michael Schmidt

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Geschrieben 23 April 2026 - 07:53

Toll, wo ist der Artikel erschienen?

Der würde mich sehr interessieren!

 

Der erscheint noch, in Zwielicht Classic 20.


Die neue Anthologie aus der Galactic Pot Healer Bar:

https://defms.blogsp...pot-healer.html


#4 Frank Lauenroth

Frank Lauenroth

    ThrillerAutor

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Geschrieben 23 April 2026 - 08:22

Was findet ihr an der deutschsprachigen Kurzgeschichtenszene (also Leser oder Autor) jetzt schon gut und bemerkenswert?

 

Wir haben eine Kurzgeschichtenszene?  :devil:

 

Tatsächlich bin ich auf den Artikel auch gespannt.

 

Ich nehme die Szene nur so wahr, dass es stete und/oder wiederkehrende Ausschreibungen der üblichen Verdächtigen gibt und die AutorInnen dort mehr oder minder fleißig einreichen.

My bringt KG-Sammlungen heraus (gibt's noch woanders welche?)

Darüber hinaus gibt es Bemühungen wie die Online-Lesungen, die Thorsten organisiert.

 

Wie ich letztens ausgearbeitet hatte, ging zumindest hier im Forum (der harte Kern?) die Beteiligung bei den NOVA-Nummern zurück.

s. https://scifinet.org...-hier-im-forum/

Das Feedback zu Exodus, Queerwelten, FFM war m.E. auch verhalten.   

 

Uwe Hermann fragte seinerzeit (und zum Erscheinen eines seiner fabulösen KG-Bände), ob noch jemand KG lesen würde ... gab aber weiter hinten im Thread zu, dass er vor lauter Schreiben keine Zeit zum Lesen hätte.

s. Liest niemand mehr Kurzgeschichten? - Kurzgeschichten, Anthologien & Magazine - SF-Netzwerk

Das ist auch ein Punkt, den ich bereits von Ivonne gelesen hatte: wenn wir soviele LeserInnen wie SchreiberInnen hätte, wäre bereits viel gewonnen.

 

Dieser Feststellung schließe ich mich an.


 In memoriam Michael Szameit / Christian Weis / Alfred Kruse / Rico Gehrke                                                Meine Story LADEN! ZIELEN! FEUER! im Weltenportal N°6   ->   https://weltenportal...-Webausgabe.pdf  <- auf Seite 97 im PDF

                                                                                                                                                                      Meine Story HÖCHSTER EINSATZ AUF ROBINA 8 in  DELTER  ->  https://www.amazon.de/dp/B0F38PW9WG   <- Story komplett in der Leseprobe enthalten!


#5 Uwe Hermann

Uwe Hermann

    Temponaut

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Geschrieben 23 April 2026 - 08:26

Andreas Flögel hat in einem Artikel die Kurzgeschichteszene im englischsprachigen und deutschsprachigen Raum verglichen (unter gewissen Gesichtspunkten). Da schreibt er, dass die Szene dort größer ist: Mehr Leser, mehr Ausschreibungen, mehr Veröffentlichungsmöglichkeiten, mehr Absagen.

 

Da fragt man sich natürlich, wie bekommt man ein größeres Lesepublikum zur Kurzgeschichte. Daher die Frage, habt ihr Ideen, wie man die Leute generell zum Lesen von phantastischen Kurzgeschichten bekommt?

Dabei geht es nicht darum, für einzelne Publikationen mehr Leser zu bekommen sondern generell eine Szene an Kurzgeschichtenleser.

 

Was findet ihr an der deutschsprachigen Kurzgeschichtenszene (also Leser oder Autor) jetzt schon gut und bemerkenswert?

Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass meine Kurzgeschichtensammlungen von immer weniger Lesern gekauft werden. Das mag an meinem Schreibstil liegen oder schlicht daran, dass die breite Masse inzwischen lieber zu Romanen greift. Außerdem werden kaum noch Rezensionen geschrieben, was die Sichtbarkeit der Bücher zusätzlich erschwert. In einem anderen Thread wurde mir geantwortet, dass viele Leser Sammlungen verschiedener Autoren bevorzugen, anstatt Bände von nur einer Person. Ich habe schon mit dem Gedanken gespielt, meine Geschichten ins englische übersetzen zu lassen und auf Amazon.com zu veröffentlichen, aber ob sich dieser finanzielle und zeitliche Aufwand wirklich lohnt, glaube ich nicht.

Außerdem haben wir Autoren kaum noch Möglichkeiten Kurzgeschichten zu veröffentlichen. EXODUS wird eingestellt. Wie es mit der c´t weitergeht ist fraglich. Kleine Verlage, die Anthologien herausbringen, gibt es kaum noch. Und so weiter. Ihr wisst das selbst.
 



#6 Mammut

Mammut

    DerErnstFall Michael Schmidt

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Geschrieben 23 April 2026 - 08:59

Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass meine Kurzgeschichtensammlungen von immer weniger Lesern gekauft werden. Das mag an meinem Schreibstil liegen oder schlicht daran, dass die breite Masse inzwischen lieber zu Romanen greift. Außerdem werden kaum noch Rezensionen geschrieben, was die Sichtbarkeit der Bücher zusätzlich erschwert. In einem anderen Thread wurde mir geantwortet, dass viele Leser Sammlungen verschiedener Autoren bevorzugen, anstatt Bände von nur einer Person. Ich habe schon mit dem Gedanken gespielt, meine Geschichten ins englische übersetzen zu lassen und auf Amazon.com zu veröffentlichen, aber ob sich dieser finanzielle und zeitliche Aufwand wirklich lohnt, glaube ich nicht.

Außerdem haben wir Autoren kaum noch Möglichkeiten Kurzgeschichten zu veröffentlichen. EXODUS wird eingestellt. Wie es mit der c´t weitergeht ist fraglich. Kleine Verlage, die Anthologien herausbringen, gibt es kaum noch. Und so weiter. Ihr wisst das selbst.
 

 

An deinem Schreibstil kann das meiner Meinung nach nicht liegen. Du schreibst doch sehr unterhaltsam und packend. Eher so, wie die Leute auch Romane lieben und hast meist eine interessante Prämisse. Deine Stories sind keine literarischen Experimente, eigentlich genau das, was die Masse der Leser liebt. Wenn dann deine Sammlungen sich nicht verkaufen, liegt das nicht am Angebot (deine Geschichten), sondern an der Wahrnehmung. Du, und als jemand der regelmäßig auf den Nominierungslisten erscheint und Preise gewinnt, auch die Kurzgeschichtenszene, ist nicht sichtbar genug. Das wäre meine Einschätzung.

 

Es gibt bei Amazon die Möglichkeit der automatischen Übersetzung in die englische Sprache: 

Teutonic bei Kindle Translation

 

Ich weiß nicht ob die was taugen. Aber unabhängig davon, Andreas schrieb in seinem Artikel, 100 Absagen im Jahr sind das mindeste, so ein geflügeltes Wort dort. Der Markt ist riesig und wenn man in D-A-CH schon ein Sichtbarkeitsproblem hat, warum sollte das im englischsprachigen Raum besser sein.

 

Das es kaum Veröffentlichungsmöglichkeiten gibt, halte ich für ein Gerücht. Ender hat mal aufgelistet was es alles gibt und da ist auch jenseits von pmachinery noch viel:

Deutschsprachige SF 2025 - Die Seite für Science Fiction-Literatur

 

Hier auch für Horror und Unheimliche Phantastik:

vpkgl2025.cgi

 

Im englischsprachigen Raum ist da natürlich mehr: Mehr Publikationsmöglichkeiten, aber auch mehr Autoren. Was mir bei uns auffällt, Online Veröffentlichungen sind gefühlt null angesagt.

 

Also das immer die gleichen ausschreiben und die gleichen veröffentlichen, Frank, scheint mir eine subjektive Wahrnehmung zu sein. Selbst bei den Kurzgeschichtennominierungen. In den letzten 5 Jahren sind 48 verschiedene Personen für den DSFP oder KLP nominiert worden.


Die neue Anthologie aus der Galactic Pot Healer Bar:

https://defms.blogsp...pot-healer.html


#7 Mammut

Mammut

    DerErnstFall Michael Schmidt

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Geschrieben 23 April 2026 - 09:06

Wie ich letztens ausgearbeitet hatte, ging zumindest hier im Forum (der harte Kern?) die Beteiligung bei den NOVA-Nummern zurück.

s. https://scifinet.org...-hier-im-forum/

Das Feedback zu Exodus, Queerwelten, FFM war m.E. auch verhalten.   

 

 

Feedback zu erhalten, das muss man sich leider erarbeiten. Man hat das gerade gesehen als Yvonne auftauchte (und beispielhaft bei der Anthologie "Der Tod kommt auf Zahnrädern), aber auch damals bei Helmuth W. Mommers: Sich hinzusetzten und auf den Prinz im weißen Pferd zu warten, da kann man alt und schimmelig werden. Um Feedback muss aktiv geworben werden und auch da gilt der Spruch von Yvonne: Es gibt mehr zu Besprechende als Rezensenten.


Die neue Anthologie aus der Galactic Pot Healer Bar:

https://defms.blogsp...pot-healer.html


#8 Helge

Helge

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Geschrieben 23 April 2026 - 09:26

Kurzgeschichtenanthologien werden nur von solchen Lesern gekauft, die ohnehin schon Fans von Kurzgeschichten sind; da wird man auf keinen Fall mit mehr Anthologien mehr Leser erreichen. Klassischerweise kommen Kurzgeschichten dort gut an, wo sie einfach mit anderen Medien mitgeliefert werden, also in Zeitungen und Zeitschriften. Das gibt es in der heutigen Zeit aber kaum noch. Eine gute Idee ist dieser SF-Kalender mit Stories drin.

Übrigens habe ich den Eindruck, dass es im Bereich der Fantastik sogar noch ziemlich gut aussieht. Mir fällt tatsächlich rein gar nichts ein, wo sonstige Kurzgeschichten zu finden wären.



#9 rapha

rapha

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Geschrieben 23 April 2026 - 09:35

Mich würde der auch interessieren. hat sich erledigt, Info wurde gedroppt :D

 

Der Aufschlag selbst erinnert mich sehr an die Themen, die wir damals im Kontext der Comics/Graphic Novel-Szene für Deutschland diskutiert hatten. Da ist es ja auch so, dass die Szene (gerade deutschsprachiger Autoren) massiv der internationalen (vgl. US, frankobelgisch, asiatischer Raum) hinterherhinkt.

 

Da kommt man imo nicht um ne Betrachtung von Einzelpublikationen in Bezug zur Gesamtszene rum, weil in meiner Erfahrung, Szenen und deren Zulauf immer sehr stark vom Zug einzelner herausragender Werke abhängig sind, die über die bestehende Szene hinaus neue Konsumenten ansprechen. Das macht aber halt auch immer etwas mit der Szene an sich.

 

Die deutsche Kurzgeschichtenszene kann ich aktuell gar nicht bewerten. Abgesehen von dem was ich selbst gerade schreibe, bzw. was ich anno dunnemal in Bibliotheken mitgenommen oder per Zufall in die Finger bekommen habe, bin ich da komplett blank.


Bearbeitet von rapha, 23 April 2026 - 09:44.


#10 Uwe Hermann

Uwe Hermann

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Geschrieben 23 April 2026 - 09:38

Das ist auch ein Punkt, den ich bereits von Ivonne gelesen hatte: wenn wir soviele LeserInnen wie SchreiberInnen hätte, wäre bereits viel gewonnen.

 

Dieser Feststellung schließe ich mich an.

 

Ich mich sowieso. Und natürlich lese ich trotzdem noch. Nur weniger.



#11 Mammut

Mammut

    DerErnstFall Michael Schmidt

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Geschrieben 23 April 2026 - 09:44

Die deutsche Kurzgeschichtenszene kann ich aktuell gar nicht bewerten. Abgesehen von dem was ich selbst gerade schreibe, bzw. was ich anno dunnemal in Bibliotheken mitgenommen oder per Zufall in die Finger bekommen habe, bin ich da komplett blank.

 

Ein sehr guter Hinweis. Warum nicht? Und willst du da was dran ändern? Falls ja, wie würdest du deine Auswahl angehen?

Wahrscheinlich sind dir die letzten Jahre überhaupt keine entsprechenden Publikationen untergekommen und auch nirgends wahrgenommen. Das ist auch eins der Hauptprobleme denke ich. Meist interessieren sich die Leute aus Eigeninteresse dran (also weil sie selbst veröffentlichen). 


Die neue Anthologie aus der Galactic Pot Healer Bar:

https://defms.blogsp...pot-healer.html


#12 ChristophGrimm

ChristophGrimm

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Geschrieben 23 April 2026 - 09:46

Also, es gibt jährlich immer noch genügend Möglichkeiten, außerhalb der üblichen Verdächtigen einzureichen. Da ich mit „Literaturausschreibungen“ einen Account auf FB/Insta betreibe, der explizit auf Einsendemöglichkeiten hinweist, ein kurzer Überblick aus den Genre SF/Phantastik.

2025/2026 sind u. a.gelaufen:

„Storyolympiade: Reinkarnation“ (Verlag Torsten Low)
„Plant Punk“ (Verlag ohneohren)
„Int:elegance“ (SP, Ida Nadine Eisele)
„Black Ice Are Watching You“ (SP, Johanna Wolfmann)
„Time Dealer“ (Marianne Labisch, Detlef Klewer)
„Smartokratie“ (ich habe den entsprechenden Thread hier nur etwa zwölfmal nach vorne geschoben ;))
… hinzu kamen für Dauereinsendungen und einzelne Wettbewerbe Exodus, c‘t, Nova, Queer*Welten, Future Fiction Magazine, Verein zur Förderung der Raumfahrt

Mit SF Bezug laufen derzeit noch:

https://klimazukuenfte2050.de/ (Klimazukünfte, Hirnkost, 30.04.2026)
https://punktasten.d...s/view.php?id=1 (Menschmaschine, SP, 31.05.2026)
https://vfr.de/wettb...bewerb-sf-2026/ (Die Entdeckung, 30.06.2026)
https://vfr.de/wettb...erb-mikro-2026/ (Microstorys, 30.06.2026)
https://www.verlag-t...hreibungen.html (Hinter dem Riss, Verlag Torsten Low, 30.06.2026)
https://anthologie4....bung-wendepunkt (Wendepunkt, SP, 01.09.2026)
… und für Nova, Queer*Welten, Future Fiction Magazin, c‘t, Spektrum der Wissenschaft (?) kann meines Wissens nach immer noch eingereicht werden.

Und wem das alles zu wenig ist, kann sich gerne die „Wettbewerbe“-Seite des Schreiblust Verlag als favorisierten Link abspeichern. Querbeet und auch einige Schrott-Ausschreiber dabei, aber eben auch die umfangreichste Link-Sammlung für Einsendemöglichkeiten, die mir bekannt ist:

https://schreiblust-...ettbewerbstipps

PS: Ich halte fest, dass Personen mit Vornamen Uwe ein Magazin namens „Weltenportal“ konsequent ignorieren ;). Schon gut, man muss mir ja nichts schicken; ich kann kein Honorar zahlen und sinnbildlich ist es eher ein Club- als ein Hallengig - aber es gibt mich ;).

https://weltenportal...e/einsendungen/

Bearbeitet von ChristophGrimm, 23 April 2026 - 09:54.

SF/Fantasy-Literaturzeitschrift: https://weltenportalmagazin.de | SF hautnah: https://eridanusverlag.de | Meine Welt der Worte: https://christophgrimm.com

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#13 rapha

rapha

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Geschrieben 23 April 2026 - 09:48

Fällt mir gerade noch ein, da ich ja zumindest beruflich nicht unerheblich mit Marketing zu tun habe: Da stecken halt noch ein paar mehrere Faktoren drin, wie man in die Aufmerksamkeit zukünftiger Konsumenten kommt und ohne Kohle sich damit intensiv zu beschäftigen oder Spezis anzuwerben, ist das sehr hart, gerade neben dem Schreiben.

 

Aus der klassischen Sicht sind Autoren prinzipiell relativ ich-bezogen – so wie alle Künstler, behaupte ich. Vermarktung ist relevant kundenbezogen, da muss man ordentlich die Seiten wechseln und an vielen Stellschrauben mit langem Atem ansetzen, um graduell Fortschritte zu erzielen. Das ist natürlich relevant schwieriger, wenn etablierte Kanäle ( z.B. Instagram) von einem Tag auf den anderen die Algos umstellen.



#14 rapha

rapha

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Geschrieben 23 April 2026 - 09:53

puh, ich muss mich gerade mal wieder an die Art zu diskutieren gewöhnen...

 

Also erstmal n Like @christoph für die ganzen Links und Infos :D

 

@mammut

 

Meine Art neue Sachen zu finden funktioniert zum Einen über soziale Referenzen (quasi über peering) oder dadurch, dass ich größtmögliche Verfügbarkeit von breiten Material habe, auf die ich leichten Zugriff habe (siehe Spotify, Netflix) - sprich ein Abo, Lust zum Durchsuchen oder gute Vorschläge und wenig Zeitaufwand. Ich bin faul. Ändern werde ich daran wahrscheinlich weniger, ich hab Familie, Vollzeit-Job und gehe nicht gerne aus dem Haus ;)

 

Aber das ist halt nur _eine_ Ausprägung. Es gibt ne relativ hohe Bandbreite an Kundenbedürfnissen... und die Frage ist halt welche man wie gewichtet und versucht mit verschiedenen Strategien zu bedienen. Ich kann heute abend da nochmal mehr zu rausholen... :)


Bearbeitet von rapha, 23 April 2026 - 09:54.


#15 Rezensionsnerdista

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Geschrieben 23 April 2026 - 10:11

Der erscheint noch, in Zwielicht Classic 20.

 

Okay, dann muss ich die wohl kaufen :-)


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#16 Rezensionsnerdista

Rezensionsnerdista

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Geschrieben 23 April 2026 - 10:19


PS: Ich halte fest, dass Personen mit Vornamen Uwe ein Magazin namens „Weltenportal“ konsequent ignorieren ;). Schon gut, man muss mir ja nichts schicken; ich kann kein Honorar zahlen und sinnbildlich ist es eher ein Club- als ein Hallengig - aber es gibt mich ;).

https://weltenportal...e/einsendungen/

 

Haha, das wird jetzt sicher nicht so bleiben, Uwe H. ist doch sicher ansprechbar :-)

 

 

Mammut, ich mag, wie du schreibst "als Yvonne auftauchte". Ja, der Tod kommt auf Zahnrädern wurde WIRKLICH intensiv besprochen und rezensiert, da habe ich massiv auf die aufgebauten Kontakte in den zwei Vorjahren gebaut. Und 2022 war die Pandemie noch nicht so lange her, da wurde irgendwie hier auch noch mehr über Kurzgeschichten diskutiert, so mein Eindruck.

Ihr Körper, das Schiff wurde auch oft und intensiv besprochen, aber nicht ganz so heftig wie die Zahnräder, so mein Eindruck.

 

Ja, für Besprechungen muss man sich anstrengen. Die müssen akquiriert werden. Ich habe aber auch schon sehr oft Menschen geholfen und meine Kontakte weitergegeben, gesagt, an wen man sich wenden kann usw. und das hat nicht immer unbedingt zu mehr Rezensionen geführt. Ich habe auch schon Blogposts dazu verfasst.


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#17 ChristophGrimm

ChristophGrimm

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Geschrieben 23 April 2026 - 11:07

Kurzgeschichtenanthologien werden nur von solchen Lesern gekauft, die ohnehin schon Fans von Kurzgeschichten sind; da wird man auf keinen Fall mit mehr Anthologien mehr Leser erreichen. Klassischerweise kommen Kurzgeschichten dort gut an, wo sie einfach mit anderen Medien mitgeliefert werden, also in Zeitungen und Zeitschriften. Das gibt es in der heutigen Zeit aber kaum noch. Eine gute Idee ist dieser SF-Kalender mit Stories drin.
Übrigens habe ich den Eindruck, dass es im Bereich der Fantastik sogar noch ziemlich gut aussieht. Mir fällt tatsächlich rein gar nichts ein, wo sonstige Kurzgeschichten zu finden wären.


Stimme da in allen Beobachtungen zu. Der SF-Kalender erfüllt seinen optisch-praktischen Zweck in meinem Büro, entsprechend lese ich irgendwann im Monat auch die mitgelieferte Geschichte.
Ich glaube, dieses „Mitliefern“ ist auch das große Geheimnis hinter dem Erfolg c‘t-Story. Vermutlich ist die Rubrik beliebt und die 3-4 Seiten werden auch von den Weniglesern mitgenommen. Analog dürften die Einseiten-KGs in „auf einen Blick“, eine Fernsehzeitschrift die sich an Frauen 40+ richtet, gelesen werden.
Ich vermute allerdings, dass sich kaum jemand von der Stammleserschaft von den Zeitschriften abwenden würde, sollten die KG-Rubriken gestrichen werden. Die Geschichten sind eben nicht ausschlaggebend.

Fällt mir gerade noch ein, da ich ja zumindest beruflich nicht unerheblich mit Marketing zu tun habe: Da stecken halt noch ein paar mehrere Faktoren drin, wie man in die Aufmerksamkeit zukünftiger Konsumenten kommt und ohne Kohle sich damit intensiv zu beschäftigen oder Spezis anzuwerben, ist das sehr hart, gerade neben dem Schreiben.
 
Aus der klassischen Sicht sind Autoren prinzipiell relativ ich-bezogen – so wie alle Künstler, behaupte ich. Vermarktung ist relevant kundenbezogen, da muss man ordentlich die Seiten wechseln und an vielen Stellschrauben mit langem Atem ansetzen, um graduell Fortschritte zu erzielen. Das ist natürlich relevant schwieriger, wenn etablierte Kanäle ( z.B. Instagram) von einem Tag auf den anderen die Algos umstellen.


Nach meinen bisherigen Erfahrungen im Hobby-Herausgeber-Bereich kann ich nur festhalten, dass mir Social Media im Vergleich zu Besprechungen von Horst Ilmer (phantastisch), Armin Möhle (Andromeda Nachrichten / Fanzine Kurier), Besuchen auf dem BuCon oder Interaktionen hier im Forum nicht viel bringt. Momentan betrachte ich die SM-Kanäle mehr als erinnernde Visitenkarten.
Die Wichtigkeit von Kontakten und Kenntnis von einer Szene habe ich insbesondere bei meiner Sherlock-Holmes-Sammlung gemerkt, die nach einem guten Start wie Blei im Lager meiner Verlegerin liegt :(. Da fehlen eben die geknüpften Kontakte wie in der SF-Blase.


Haha, das wird jetzt sicher nicht so bleiben, Uwe H. ist doch sicher ansprechbar :-)


Weiß ich doch. Es war nur ein bisschen Gefrotzel.
 

Mammut, ich mag, wie du schreibst "als Yvonne auftauchte". Ja, der Tod kommt auf Zahnrädern wurde WIRKLICH intensiv besprochen und rezensiert, da habe ich massiv auf die aufgebauten Kontakte in den zwei Vorjahren gebaut. Und 2022 war die Pandemie noch nicht so lange her, da wurde irgendwie hier auch noch mehr über Kurzgeschichten diskutiert, so mein Eindruck.
Ihr Körper, das Schiff wurde auch oft und intensiv besprochen, aber nicht ganz so heftig wie die Zahnräder, so mein Eindruck.
 
Ja, für Besprechungen muss man sich anstrengen. Die müssen akquiriert werden. Ich habe aber auch schon sehr oft Menschen geholfen und meine Kontakte weitergegeben, gesagt, an wen man sich wenden kann usw. und das hat nicht immer unbedingt zu mehr Rezensionen geführt. Ich habe auch schon Blogposts dazu verfasst.


Ja, es wird mittlerweile hier etwas weniger besprochen. (Ich nehme mich da selbst nicht aus). Man muss aber auch sagen, dass insbesondere du oft ein Motor warst. (Ebenso wie Mammut, der mit seinen regelmäßigen Threaderöffnungen uns alle wieder etwas aus den Löchern holt ^^).

SF/Fantasy-Literaturzeitschrift: https://weltenportalmagazin.de | SF hautnah: https://eridanusverlag.de | Meine Welt der Worte: https://christophgrimm.com

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#18 Uwe Hermann

Uwe Hermann

    Temponaut

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Geschrieben 23 April 2026 - 11:59


PS: Ich halte fest, dass Personen mit Vornamen Uwe ein Magazin namens „Weltenportal“ konsequent ignorieren ;). Schon gut, man muss mir ja nichts schicken; ich kann kein Honorar zahlen und sinnbildlich ist es eher ein Club- als ein Hallengig - aber es gibt mich ;).

https://weltenportal...e/einsendungen/

Ja, ich hab's verstanden und gelobe Besserung! :-)

Im Moment schreibe ich aber noch an neuen Erzählungen für KI:2



#19 Mammut

Mammut

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Geschrieben 23 April 2026 - 12:36

Der SF-Kalender erfüllt seinen optisch-praktischen Zweck in meinem Büro, entsprechend lese ich irgendwann im Monat auch die mitgelieferte Geschichte.

 

Macht eigentlich nicht viel Mühe, einmal im Monat ein kurzes Feedback zu Geschichte und Illustration zu geben:

Science-Fiction-Art und Kalendergeschichten - Seite 2 - Kurzgeschichten, Anthologien & Magazine - SF-Netzwerk


Die neue Anthologie aus der Galactic Pot Healer Bar:

https://defms.blogsp...pot-healer.html


#20 Sam Francisco

Sam Francisco

    Giganaut

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Geschrieben 25 April 2026 - 07:55

Meine Meinung zu den Thema: Ich habe mit social Media wenig zu schaffen und bekomme Infos über Anthologien hauptsächlich über dieses Forum. Im stationären Buchhandel tauchen Anthologien so gut wie gar nicht auf. Tote Hose. Absolut nichts. Ich lese Kurzgeschichten daher erst, seit ich diesem Forum beigetreten bin. Die fehlende Präsenz im Buchhandel ist meines Erachtens der Hauptgrund, warum es kaum Leser gibt.

Bearbeitet von Sam Francisco, 25 April 2026 - 07:56.

Future ist die Zukunft!
  • (Buch) gerade am lesen:Brandon Sanderson: Handbuch für den genügsamen Zauberer
  • (Buch) als nächstes geplant:immer noch Alan Campbell - Scar Night (Kettenwelt 1), aber meine Planungen werden häufig über den Haufen geworfen.

#21 Naut

Naut

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Geschrieben 25 April 2026 - 09:56

Meine Meinung zu den Thema: Ich habe mit social Media wenig zu schaffen und bekomme Infos über Anthologien hauptsächlich über dieses Forum. Im stationären Buchhandel tauchen Anthologien so gut wie gar nicht auf. Tote Hose. Absolut nichts. Ich lese Kurzgeschichten daher erst, seit ich diesem Forum beigetreten bin. Die fehlende Präsenz im Buchhandel ist meines Erachtens der Hauptgrund, warum es kaum Leser gibt.

Vollig richtig. Und die fehlende Nachfrage seitens der Käufer führt zu fehlender Präsenz im Buchhandel. Ein Teufelskreis.

Ich habe meine Liebe zu Kurzgeschichten schon in den 1980ern entwickelt, als die Heyne-Anthologien noch in den Buchhandlungen und - wichtig für mich - auf den Wühltischen präsent waren.
Liest gerade: Zafón - Der dunkle Wächter

#22 ChristophGrimm

ChristophGrimm

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Geschrieben 25 April 2026 - 10:15

Meine Meinung zu den Thema: Ich habe mit social Media wenig zu schaffen und bekomme Infos über Anthologien hauptsächlich über dieses Forum. Im stationären Buchhandel tauchen Anthologien so gut wie gar nicht auf. Tote Hose. Absolut nichts. Ich lese Kurzgeschichten daher erst, seit ich diesem Forum beigetreten bin. Die fehlende Präsenz im Buchhandel ist meines Erachtens der Hauptgrund, warum es kaum Leser gibt.

Anthologien bzw. Kurzgeschichtensammlungen sind auch mir weder in Ketten (Thalia), noch inhabergeführten Geschäften aufgefallen. Es ist aber wohl der typische Teufelskreis: Verkauft sich nicht, wird nicht mehr in die Regale gestellt, verkauft sich noch weniger.
Ich wüsste aber nicht, wie man den Kreis (langfristig) durchbrechen kann.
Mit “Smartokratie“ wollen wir mal einen größeren Angriff mit Institutionen in der Rhein-Main-Region wagen, aber selbst wenn wir mit unseren Maßnahmen Erfolg haben - es wäre nur für unsere Sammlung.

Im Prinzip wäre Schützenhilfe von Großen notwendig.
Wild gesponnene Ideen: „Die besten deutschen SF Kurzgeschichten 2024/2025“, präsentiert von Andreas Eschbach und Denis Scheck, publiziert bei Heyne

Bearbeitet von ChristophGrimm, 25 April 2026 - 12:02.

SF/Fantasy-Literaturzeitschrift: https://weltenportalmagazin.de | SF hautnah: https://eridanusverlag.de | Meine Welt der Worte: https://christophgrimm.com

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#23 Uwe Hermann

Uwe Hermann

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Geschrieben 25 April 2026 - 10:37

Wild gesponnene Ideen: „Die besten deutschen SF Kurzgeschichten 2024/2025“, präsentiert von Andreas Eschbach und Denis Scheck, publiziert bei Heyne

Das wäre mal was. Schreibst du die beiden an? :-)
 



#24 Mammut

Mammut

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Geschrieben 26 April 2026 - 15:28

Okay, dann muss ich die wohl kaufen :-)

 

Da freuen wir uns definitiv über das Interesse. Ich hatte vorher schon überlegt und gestern nochmal mit Andreas auf dem Marburg Con drüber gesprochen: Kurzgeschichten werden online leider nicht gelesen. Interviews und Artikel dagegen gehen leicht in gedruckten Publikationen unter.

Daher wird Andreas seinen Artikel auf jeden Fall online auf Dr-Dings' Notizen | Beiläufige Bemerkungen in zufälliger Zusammenstellung | Random Remarks in Casual Compilation stellen. Da könnt ihr sehen, ob das inhaltlich das ist, was ihr jetzt erwartet und müsst nicht unbedingt die Sammlung kaufen (wenn doch freuen wir uns definitiv, da sind noch ein paar andere schöne Schmankerl drin).


Die neue Anthologie aus der Galactic Pot Healer Bar:

https://defms.blogsp...pot-healer.html


#25 Rezensionsnerdista

Rezensionsnerdista

    Yvonne

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Geschrieben 27 April 2026 - 08:03

Klasse! Danke!

Podcast: Literatunnat

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#26 Frank Lauenroth

Frank Lauenroth

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Geschrieben 27 April 2026 - 10:11

Ich habe meine Liebe zu Kurzgeschichten schon in den 1980ern entwickelt, als die Heyne-Anthologien noch in den Buchhandlungen und - wichtig für mich - auf den Wühltischen präsent waren.

 

Die gute alte (KG-)Zeit  :wub:


 In memoriam Michael Szameit / Christian Weis / Alfred Kruse / Rico Gehrke                                                Meine Story LADEN! ZIELEN! FEUER! im Weltenportal N°6   ->   https://weltenportal...-Webausgabe.pdf  <- auf Seite 97 im PDF

                                                                                                                                                                      Meine Story HÖCHSTER EINSATZ AUF ROBINA 8 in  DELTER  ->  https://www.amazon.de/dp/B0F38PW9WG   <- Story komplett in der Leseprobe enthalten!


#27 Fermentarius

Fermentarius

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Geschrieben 27 April 2026 - 11:01

 

Da fragt man sich natürlich, wie bekommt man ein größeres Lesepublikum zur Kurzgeschichte. Daher die Frage, habt ihr Ideen, wie man die Leute generell zum Lesen von phantastischen Kurzgeschichten bekommt?

Dabei geht es nicht darum, für einzelne Publikationen mehr Leser zu bekommen sondern generell eine Szene an Kurzgeschichtenleser.

 

Was findet ihr an der deutschsprachigen Kurzgeschichtenszene (also Leser oder Autor) jetzt schon gut und bemerkenswert?

Wenn ich mal mit der Frage anfange: In Deutschland drucken zwei Magazine regelmäßig Sci-FI Kurzgeschichten: c't und Spektrum. Beide haben hohe Auflagen. Das ist auf jeden Fall gut. Die c't hat eine verkaufte Auflage von ca. 210.000 Exemplaren und gibt eine Reichweite von mehr als 900.000 Lesern an. Spektrum verkauft 44.000 Exemplare und gibt eine Reichweite von 480.000 Lesern an. Beide zahlen für die Kurzgeschichten. Sie gehen offenbar davon aus, dass ihre Leser dieses regelmäßige Angebot zu schätzen wissen. Die Monatszeitschrift "Technology Review" hat auch eine Science-Fiction-Seite, die aber von immer dem gleichen Redakteur geschrieben wird (er macht das nicht schlecht). 

Wie könnte man das jetzt in einem Erfolg für Anthologien ummünzen?

Wenn man ein größeres Publikum erreichen will, sollte man vielleicht als erstes die Zielgruppe definieren. Die Zusammensetzung der Leserschaft von c't und Spektrum wäre sicher ein guter Anfang. Informationen dazu gibt es in den Mediadaten, also den unabhängig erhobenen Daten für potenzielle Anzeigenkunden. 

Die zweite Frage wäre natürlich, wie man an die Kunden herankommt. Bevor wir ihnen etwas verkaufen können, müssen sie zunächst einmal wissen, dass eine neue Anthologie erschienen ist. Ich habe bisher den wissenschaftlichen Hintergrund fast jeder meiner Kurzgeschichte auf meinem Blog besprochen und auf die Anthologie verlinkt, in der sie erschienen ist. Mein Blog ist bei SciLogs gehostet, die wiederum zu Spektrum gehören. Das ist schon mal ein Anfang. Vielleicht wäre das eine Anregung für andere Autoren?

Dann könnte man die Anthologien genau diesen Zeitschriften zur Besprechung anbieten. Die Erfolgschance ist vermutlich gering, aber wenn man das nicht anbietet, ist sie Null. 

Was ist mit Anzeigen in den Magazinen? Die c't ist geradezu verboten teuer, und Anzeigen bei Spektrum sind auch nicht gerade geschenkt. Da müssten schon vierstelligen Auflagen zusätzlich verkauft werden, bis sich das lohnt. 

Gibt es Autoren, die unbesehen gekauft würden? So etwa, "Oh, da ist Geschichte von xxx drin, da lohnen sich 3 Euro, 7 Euro oder 10 Euro für das E-Book auf jeden Fall."

Ich habe zwar bereits vier Stories bei Spektrum veröffentlicht, aber ich fürchte, dass die Wenigsten eine Anthologie kaufen würden, weil mein Name unter den Autoren auftaucht. Das müsste schon Andreas Eschbach sein oder ein anderer Bestsellerautor.

Was ist mit Online-Werbung? Da bin ich kein Experte. Ich weiß weder, was das kostet, noch wie man die Zielgruppen am besten eingrenzt. Vielleicht weiß da ja jemand besser bescheid? 

Ich denke, das Grundproblem ist nicht unbedingt der Verkauf, sondern zunächst die Information, also: Wie erreicht man die Zielgruppe überhaupt? Erst dann wäre es sinnvoll, zu überlegen, wie man sie hält. Irgendwelche Ideen?

A penny for your thoughts!


Bearbeitet von Fermentarius, 27 April 2026 - 11:22.

  • (Buch) gerade am lesen:wechselt ständig

#28 Mammut

Mammut

    DerErnstFall Michael Schmidt

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Geschrieben 27 April 2026 - 11:25

Wenn ich mal mit der Frage anfange: In Deutschland drucken zwei Magazine regelmäßig Sci-FI Kurzgeschichten: c't und Spektrum. Beide haben hohe Auflagen. Das ist auf jeden Fall gut. Die c't hat eine verkaufte Auflage von ca. 210.000 Exemplaren und gibt eine Reichweite von mehr als 900.000 Lesern an. Spektrum verkauft 44.000 Exemplare und gibt eine Reichweite von 480.000 Lesern an. Beide zahlen für die Kurzgeschichten. Sie gehen offenbar davon aus, dass ihre Leser dieses regelmäßige Angebot zu schätzen wissen. Die Monatszeitschrift "Technology Review" hat auch eine Science-Fiction-Seite, die aber von immer dem gleichen Redakteur geschrieben wird (er macht das nicht schlecht). 

 

Ein guter Diskussionsansatz. Konzentrieren wir uns auf die c´t, da die dortige Kurzgeschichtensparte am längsten existiert, du kannst aber auch gerne deine Erfahrung aus der Spektrum hier der Wissenschaft einbringen. 29 Geschichten der c´t wurden für eine SF Preis seit 1998 nominiert (frühere Daten habe ich nicht), bei der Spektrum waren es vier, eine von Uwe hat dann beide Preise gewonnen und die beiden Uwes haben daraus sogar einen Film gemacht.

Für Autoren ist das erstmal gut. Sie haben ein potenziell großes Publikum, die Geschichten werden für Literaturpreise berücksichtigt und es gibt Geld für die Veröffentlichung.

 

Aber die Kehrseite: Die c´t veröffentlicht mindestens seit 1998 SF Kurzgeschichten und da waren einige Szenengrößen enthalten. Bei eine Auflage von 210.000 Exemplaren und 900.000 Lesern, da ist auch immer eine Kurzvita des Autors dabei, sollte sich für die SF Anthologieszene doch ein Einfallstor für Leser/Käufer ergeben.

Nüchtern betrachtet erreicht also die SF Szene mindestens 900.000 potenzielle Leser. Und wo sind die? Wo zeigt sich das in den Leserzahlen von Magazinen und Anthologien?

 

Mir scheint das der falsche Ansatz, ein Publikum gewinnen zu wollen, das man eigentlich regelmäßig erreicht, was aber offensichtlich kein großes Interesse zeigt, sich der SF Kurzgeschichte außerhalb des Erwerbs der Zeitschrift zu interessieren. Das ist so, wie wenn ein beliebiger Perry Rhodan Autor einen unabhängigen Roman veröffentlicht. Der größte Anteil der PR Leser interessiert sich nur für die Serie und die Autoren sind eher austauschbar. Wir hatten das in einer Diskussionsrunde am letzten Samstag in Marburg, da meinte auch einer, die Anonymisierung des Autoren z.B. durch ein KI Ersatz wäre kein Erfolgsmodell. Meines Erachtens ist das nicht so. Marken wie PR oder c´t haben eine große Strahlkraft, aber für den individuellen Schreiber sind sie wirklich nur bedingt nutzbar.

 

Aber ganz will ich deine Meinung nicht abtun: Eine Anthologie oder Storysammlung herauszubringen, die das bringt, was ein Leser einer der beiden Zeitschriften schätzt (basierend auf der Auswahl in ebendiesen), scheint mir kein unvernünftiger Ansatz.

 

Hast du für deine Veröffentlichungen gemerkt, dass du durch die Spektrum der Wissenschaft als Autor berühmter wurdest und sich die entsprechenden Publikationen mit dir besser verkauften?


Die neue Anthologie aus der Galactic Pot Healer Bar:

https://defms.blogsp...pot-healer.html


#29 Naut

Naut

    Semantomorph

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Geschrieben 27 April 2026 - 11:52

Es mag dazu interessant sein, dass diese Ansätze bereits versucht wurden und nur mäßigen Erfolg hatten:
Andreas Eschbach selbst hat ja eine Anthologie internationaler SF herausgebracht, die sich im Vergleich zu seinen Romanen eher schlecht verkauft hat und keine Nachfolgeprojekte nach sich zog.
Es gab meiner Kenntnis nach mindestens einen Versuch seitens c't bzw. der dortigen Redakteure, die SF-Geschichten in Buchform zu überführen, auch das quasi ohne Erfolg.

Die Widerstände im deutschsprachigen Markt sind sehr hoch, auch wenn ich, der ich das seit über 20 Jahren verfolge, nach wie vor nicht genau kapiere, worin sie eigentlich bestehen.
Liest gerade: Zafón - Der dunkle Wächter

#30 Mammut

Mammut

    DerErnstFall Michael Schmidt

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Geschrieben 27 April 2026 - 12:37

Es mag dazu interessant sein, dass diese Ansätze bereits versucht wurden und nur mäßigen Erfolg hatten:
Andreas Eschbach selbst hat ja eine Anthologie internationaler SF herausgebracht, die sich im Vergleich zu seinen Romanen eher schlecht verkauft hat und keine Nachfolgeprojekte nach sich zog.

 

Das Buch gibt es übrigens hier, das E-Book kostet 0,99 Cent (Eine Trillion Euro hat mir damals gut gefallen):

https://amzn.to/4vUS4Dc


Die neue Anthologie aus der Galactic Pot Healer Bar:

https://defms.blogsp...pot-healer.html



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