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Brainstorming - Kurzgeschichtenleser


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64 Antworten in diesem Thema

#31 Fermentarius

Fermentarius

    Cybernaut

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Geschrieben 27 April 2026 - 13:32

Hast du für deine Veröffentlichungen gemerkt, dass du durch die Spektrum der Wissenschaft als Autor berühmter wurdest und sich die entsprechenden Publikationen mit dir besser verkauften?

Berühmt? Nein. Bekannt? Vielleicht. Ich habe bei Spektrum, Nova und Exodus veröffentlicht, aber ich habe keine Verkaufszahlen von irgendeiner der Ausgaben, auch keinen Vergleich. Im Selbstverlag habe ich noch nichts herausgegeben. Ich habe wohl die Zugriffszahlen meines Blogs (über Google Lookerstudio), und die liegen im Extrem zwischen 500 und 50000, meist zwischen 1000 und 3000. Für eine Ausschüttung von VG-Wort reicht es jedenfalls fast immer. Die Gesamtauflage meines Buchs über Verschwörungstheorien liegt übrigens bei über 15000.

Und ich werde mir natürlich alle Mühe geben, dass sich Zwielicht 23 richtig gut verkauft  :) .


Bearbeitet von Fermentarius, 27 April 2026 - 13:37.

  • (Buch) gerade am lesen:wechselt ständig

#32 Maxmilian Wust

Maxmilian Wust

    Cybernaut

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Geschrieben 27 April 2026 - 13:45

Ich betrachte dahingehend Reddit als einen guten Prüfstein. Die Fülle von Reddit-Kurzgeschichten ist mit gewaltig noch untertrieben. Täglich werden dort Hunderte veröffentlicht, wenn nicht sogar noch mehr, und selbst, wenn man sich nur auf ein Subgenre beschränkt und sich Ausschlusskriterien auferlegt (wie z.B., dass man nach drei Absätzen abbricht, wenn es einem nicht gefällt oder schon nach Titeln aussortiert), kann man diese schiere Masse niemals lesen. Was schade ist, denn einige sind wirklich gut.

 

Letztendlich entscheide ich fast nur noch über Opinion Leader, deren Geschmack den meinen trifft (und die anscheinend allesamt arbeitslos sind, so viele Texte wie sie täglich bewerten) oder nach Schöpfer selbst, sprich, wenn sich jemand bewährt hat. Wobei Reddit die schwere Tendenz hat, Menschen mit Erfolg verrückt zu machen und sich viele Content Creator nach erster Aufmerksamkeit in politische Diskussionen werfen, als könne ihr Wort könne die Zukunft der Welt entscheiden. Daher habe ich auch die Opinion Leader zuerst genannt.

 

Ansonsten suche ich noch nach Storys, die angeeckt haben, vielleicht eine überraschend bizarre Sicht auf die Dinge werfen oder einen persönlichen Lebensaspekt betreffen (wie z.B. Design, Kunst, Arbeitswochen ohne freie Tage, Mäuse als Haustiere oder so in der Art). Werke, die auf ein "NPC Mindset" hindeuten, wie man sagt, ignoriere ich vollständig. Nicht, weil ich etwas dagegen habe (ich habe selbst eines), sondern schlicht, weil mir die Zeit dazu fehlt.

 

Dasselbe gilt leider auch für Anthologien. Ich habe schon diverse Kurzgeschichtensammlungen gekauft, um mir ein Bild zu machen – und leider muss ich sagen, dass die allermeisten unter dem "More of the same"-Problem leiden. Im Science-Fiction bedeutet das vor allem Themen wie KIs, der ewige Konflikt zwischen Schöpfer und Schöpfung, Erstkontakte (so unendlich viele Erstkontakte) und vielleicht ein wenig Isolation. Zwischendrin gibt es ein wenig IT, die eine oder andere Strandung auf einem fremden / feindseligen Planeten und seit 2020 Identitätspolitik, die die Antikriegsnarrative der 2000er abgelöst hat. Einige wenige wie Uwe Hermann oder Thorsten Küper machen das dermaßen gut, dass sie dadurch auffielen; Michael Schmidt und Erik Hauser gingen unterhaltsam andere Wege. Alle anderen mussten entweder komplett neue Ideen liefern oder extrem provokant sein, um nicht in der Masse unterzugehen. Und den erhobenen Zeigefinger der Moral kann ich seit spätestens 2024 kaum noch ertragen.

 

Das größte Potenzial sehe ich daher in eben Themen-Anthologien, wenn es darum geht, auch die Casuals zu bedienen, wobei sie schon wirklich sehr relatable sein müssten: Die "Smartokratie" ist dafür das aktuell beste Beispiel, weil eben absolut jeder mit Smarttechnologie zu tun hat. "int:elegance" trifft sicher auch einen gewissen Nerv (oder bzw. einen in mir). Ansonsten seid ihr das sicher mehr firm als ich.

 

Hätte ich die Möglichkeit, würde ich eine Ausschreibung zu Krieg und Kriegsführung eröffnen – denn da hat die Menschheit längst die pyrotomischen Strahlenkanonen und Terminatoren überholt. Allein die Drohnen in "ARC Raiders", die ja tatsächlich von KIs gesteuert werden, finde ich spannend gruselig. Sie bewegen sich und agieren so gar nicht wie Menschen oder Tiere. Wobei ich dieses Thema jetzt aus der Sicht eines aktiven Gamers bewerte   :bighlaugh:


Bearbeitet von Maxmilian Wust, 27 April 2026 - 13:46.

"Part Five: Boobytrap the stalemate button!"


#33 Mammut

Mammut

    DerErnstFall Michael Schmidt

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Geschrieben 27 April 2026 - 13:56

Berühmt? Nein. Bekannt? Vielleicht. Ich habe bei Spektrum, Nova und Exodus veröffentlicht, aber ich habe keine Verkaufszahlen von irgendeiner der Ausgaben, auch keinen Vergleich. Im Selbstverlag habe ich noch nichts herausgegeben. Ich habe wohl die Zugriffszahlen meines Blogs (über Google Lookerstudio), und die liegen im Extrem zwischen 500 und 50000, meist zwischen 1000 und 3000. Für eine Ausschüttung von VG-Wort reicht es jedenfalls fast immer. Die Gesamtauflage meines Buchs über Verschwörungstheorien liegt übrigens bei über 15000.

Und ich werde mir natürlich alle Mühe geben, dass sich Zwielicht 23 richtig gut verkauft  :) .

 

Okay, ich erwarte mal den Ansturm auf Zwielicht 23 und was die Spektrum Leser dazu sagen :bighlaugh: .

Aber im Ernst. Ich glaube nicht, dass eine Veröffentlichung in einer der beiden Zeitungen einem als Autor eine größere Leserschaft bringt. Uwe Post war ja oft in beiden vertreten und der hat ja überhaupt kein Geheimnis draus gemacht, seine eigenen Bücher erreichen nur eine kleine Leserschaft. Und UP hat ja auch andere Bücher veröffentlicht mit größerem Kaufinteresse, die scheinen da auch keine Leser gebracht zu haben.

Ich reite nur auf dem Punkt rum, weil es immer heißt, die haben eine riesige Reichweite. Ja, haben die, aber das nützt dir und der Kurzgeschichtenszene erstmal nichts.

 

EDIT: Noch eine Zusatzbemerkung. Bei Horror und Unheimliche Phantastik gibt es deutschsprachige Kurzgeschichte fast ausschließlich im Kleinverlag/Selbstverlag (die ganz wenigen Ausnahmen bestätigen das nur). Bei Science-Fiction ist das anders. Da gibt es doch diverse mittelgroße und große Verlage, die auch mal was bringen, wie z.B. die beiden Zeitschriften oben.


Bearbeitet von Mammut, 27 April 2026 - 14:02.

Die neue Anthologie aus der Galactic Pot Healer Bar:

https://defms.blogsp...pot-healer.html


#34 ChristophGrimm

ChristophGrimm

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Geschrieben 27 April 2026 - 14:07

Das Buch gibt es übrigens hier, das E-Book kostet 0,99 Cent (Eine Trillion Euro hat mir damals gut gefallen):

https://amzn.to/4vUS4Dc

 

"Eine Trillion Euro" hat es seinerzeit immerhin in die Läden geschafft. Meine (zerfledderte) Ausgabe kommt aus dem "Bücherland Sinsheim". Aber wenn selbst die Bastei Lübbe/Eschbach Marktmacht nach einem vorausgegangenen Bestseller unterging, wundert es mich nicht, dass nichts mehr nachkam ...

 

 

Das größte Potenzial sehe ich daher in eben Themen-Anthologien, wenn es darum geht, auch die Casuals zu bedienen, wobei sie schon wirklich sehr relatable sein müssten: Die "Smartokratie" ist dafür das aktuell beste Beispiel, weil eben absolut jeder mit Smarttechnologie zu tun hat. "int:elegance" trifft sicher auch einen gewissen Nerv (oder bzw. einen in mir). Ansonsten seid ihr das sicher mehr firm als ich.

 

 

Nun, ich will wirklich nicht ständig die noch nicht erschienene Sammlung erwähnen ... aber tatsächlich hat "Smartokratie" mehr Zielgruppen-Kalkül als all meine anderen Herausgebertätigkeiten. Einerseits wollen wir, wie es Max ausdrückt, die "casuals" – eben, weil wir alle uns im privaten und beruflichen Leben mit Smarttechnologien auseinandersetzen *müssen* –, andererseits vermute ich etwa bei der c't/Spektrum-Leserschaft Folgendes: Wisenschaftsinteresse, Interesse an technologischen Spekulationen, ein gewisses Interesse, was technologische Veränderungen für uns und die Gesellschaft bedeutet.

 

Ich vergrabe hier mal eine Zeitkapsel, um in einem Jahr nach der Veröffentlichung Bericht zu erstatten, ob es funktioniert hat.

 

Berühmt? Nein. Bekannt? Vielleicht. Ich habe bei Spektrum, Nova und Exodus veröffentlicht, aber ich habe keine Verkaufszahlen von irgendeiner der Ausgaben, auch keinen Vergleich. Im Selbstverlag habe ich noch nichts herausgegeben. Ich habe wohl die Zugriffszahlen meines Blogs (über Google Lookerstudio), und die liegen im Extrem zwischen 500 und 50000, meist zwischen 1000 und 3000. Für eine Ausschüttung von VG-Wort reicht es jedenfalls fast immer. Die Gesamtauflage meines Buchs über Verschwörungstheorien liegt übrigens bei über 15000.

Und ich werde mir natürlich alle Mühe geben, dass sich Zwielicht 23 richtig gut verkauft  :) .

 

Ich könnte mir vorstellen, dass c't / Spektrum Storys eher für den einzelnen Autor einen, wenn auch kleinen, Effekt haben könnten.

Im Prinzip müsstest du schauen, ob sich in den ein, zwei Wochen der jeweiligen Veröffentlichung besonders viel auf deiner Seite getan hat.

 

Das wäre auch mal meine Frage an Jol, Arno, Christian E. und an die Uwes: Haben eure c't-Storys im Nachgang zu Käufen eurer Romane oder KG-Sammlungen geführt?

 

Das Buch gibt es übrigens hier, das E-Book kostet 0,99 Cent (Eine Trillion Euro hat mir damals gut gefallen):

https://amzn.to/4vUS4Dc

 

"Eine Trillion Euro" hat es seinerzeit immerhin in die Läden geschafft. Meine (zerfledderte) Ausgabe kommt aus dem "Bücherland Sinsheim". Aber wenn selbst die Bastei Lübbe/Eschbach Marktmacht nach einem vorausgegangenen Bestseller unterging, wundert es mich nicht, dass nichts mehr nachkam ...


SF/Fantasy-Literaturzeitschrift: https://weltenportalmagazin.de | SF hautnah: https://eridanusverlag.de | Meine Welt der Worte: https://christophgrimm.com

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#35 Maxmilian Wust

Maxmilian Wust

    Cybernaut

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Geschrieben 27 April 2026 - 14:24

Mit gerade einmal drei veröffentlichten Geschichten in der c't, kann ich da nicht mitreden, aber einen herrlich dämlichen Fakt einwerfen: Das mit Abstand meiste Geld aus der Schriftstellerszene habe ich bisher mithilfe der Weltenportal-Comix gemacht  :bighlaugh: Und ja, ich bin mir der Ironie sehr bewusst.

 

Bin aber gespannt, was die festen C'tler da sagen.


"Part Five: Boobytrap the stalemate button!"


#36 ChristophGrimm

ChristophGrimm

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Geschrieben 27 April 2026 - 14:31

Mit gerade einmal drei veröffentlichten Geschichten in der c't, kann ich da nicht mitreden, aber einen herrlich dämlichen Fakt einwerfen: Das mit Abstand meiste Geld aus der Schriftstellerszene habe ich bisher mithilfe der Weltenportal-Comix gemacht :bighlaugh: Und ja, ich bin mir der Ironie sehr bewusst.

Bin aber gespannt, was die festen C'tler da sagen.

Ich habe dich mal bei der obigen Aufzählung ausgelassen, weil etwa Christian Endres, Arno Behrend, Uwe P. / Uwe H. und Jol noch regulär erhältliche Romane / Kurzgeschichtensammlungen auf dem Markt haben. Deshalb würde es mich interessieren ob die 210.000 c‘t-Leser:innen einer Ausgabe, die eine KG theoretisch erreicht, einen messbaren Nachhall haben.
Bspw. 100, 200, 500 oder 1000 Buchttitelkäufe (ich gehe also nur von einem Promillesatz des erreichten Publikums aus).

Wenn das nicht der Fall ist, dann wäre es so, wie es Mammut oder auch Helge bereits aufgeführt haben: Die KG wird dort gelesen (oder ignoriert), wo ein Publikum ist - holt dieses Publikum aber nicht ab.

Bearbeitet von ChristophGrimm, 27 April 2026 - 14:33.

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#37 Fermentarius

Fermentarius

    Cybernaut

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Geschrieben 27 April 2026 - 14:33

 

Aber im Ernst. Ich glaube nicht, dass eine Veröffentlichung in einer der beiden Zeitungen einem als Autor eine größere Leserschaft bringt. Uwe Post war ja oft in beiden vertreten und der hat ja überhaupt kein Geheimnis draus gemacht, seine eigenen Bücher erreichen nur eine kleine Leserschaft. Und UP hat ja auch andere Bücher veröffentlicht mit größerem Kaufinteresse, die scheinen da auch keine Leser gebracht zu haben.

Ich reite nur auf dem Punkt rum, weil es immer heißt, die haben eine riesige Reichweite. Ja, haben die, aber das nützt dir und der Kurzgeschichtenszene erstmal nichts.

 

EDIT: Noch eine Zusatzbemerkung. Bei Horror und Unheimliche Phantastik gibt es deutschsprachige Kurzgeschichte fast ausschließlich im Kleinverlag/Selbstverlag (die ganz wenigen Ausnahmen bestätigen das nur). Bei Science-Fiction ist das anders. Da gibt es doch diverse mittelgroße und große Verlage, die auch mal was bringen, wie z.B. die beiden Zeitschriften oben.

Michael, ich denke wir verstehen uns schon richtig. Die Reichweite ist immer nur der Anfang, sie hilft dabei, dass die Werbung für ein bestimmtes Produkt (hier also ein Buch) besser verfängt. Aber sie ersetzt keine Werbung. Und da liegt das Problem. Um Werbung zu machen, brauche ich eine Zielgruppe. Wenn ich zu breit streue, kostet die Werbung mehr als sie bringt. Aber ohne Werbung werde ich nichts los, es sei denn, ich bringe mindestens fünf Bücher im Jahr auf den Markt, und die letzten vier sind gut angekommen.

Reichweite ist quasi eine Starthilfe, aber leider nicht mehr. Selbst Prominente gehen auf Promo-Tour, wie z.B. Frau Merkel, über deren theoretische Reichweite man ja nicht diskutieren muss. 


Bearbeitet von Fermentarius, 27 April 2026 - 14:34.

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#38 yiyippeeyippeeyay

yiyippeeyippeeyay

    Interstellargestein

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Geschrieben 27 April 2026 - 17:41

(Vorschlag im Kleinen: Man könnte mal versuchen den altehrwürdigen KG-Lesezirkel dieses Boards zu reanimieren! Allerdings hat sich im Gegensatz zu damals die aktive Mitgliedschaft eher ins AutorInnentum/VerlegerInnentum verschoben; eine Lesezirkelrunde von Nicht-AutorInnen (comme moi) wäre euch bestimmt lieber... -- Wenn so ein Zirkel hier wieder einigermaßen laufen würde, könnte man ja auch mal über Gemeinschafts-Aktionen mit anderen Foren/"Sozial"-Medien nachdenken - nach dem Motto dieselbe KG wird auf mehreren Plattformen zeitgleich gelesen/besprochen.)


Bearbeitet von yiyippeeyippeeyay, 27 April 2026 - 17:41.

/KB

Yay! KI-generiertes SF-Zitat Ende November...
"In the sprawling city forums of the galaxy, where chaos reigns and time flows differently, true power is found not in dominance, but in moderation. The wise use their influence to temper ambition with reason, and chaos with order."

(auf Bing.de generierter Monolog von der Copilot-S/W - die ich hiermit NICHT bewerbe! - nach Aufforderung nach einem "s.f. quote" mit einem bestimmten Wort darin; ich ersetzte nur das 4. Wort mit "city forums")


#39 Mammut

Mammut

    DerErnstFall Michael Schmidt

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Geschrieben 27 April 2026 - 17:52

(Vorschlag im Kleinen: Man könnte mal versuchen den altehrwürdigen KG-Lesezirkel dieses Boards zu reanimieren! Allerdings hat sich im Gegensatz zu damals die aktive Mitgliedschaft eher ins AutorInnentum/VerlegerInnentum verschoben; eine Lesezirkelrunde von Nicht-AutorInnen (comme moi) wäre euch bestimmt lieber... -- Wenn so ein Zirkel hier wieder einigermaßen laufen würde, könnte man ja auch mal über Gemeinschafts-Aktionen mit anderen Foren/"Sozial"-Medien nachdenken - nach dem Motto dieselbe KG wird auf mehreren Plattformen zeitgleich gelesen/besprochen.)

 

Gibt es ja. Hier sind die bisher besprochenen Geschichten:

Deutsche SF Kurzgeschichten Lesezirkel - Offener Lesezirkel - SF-Netzwerk

 

Wenn mir was unterkommt, schreibe ich das da rein und eröffne einen eigenen Thread für die jeweilige Kurzgeschichte. Es ist ja jeder frei, auch viel später, noch was zu der jeweiligen Geschichte zu schreiben.

Da kam aber leider nicht viel, weder von Autoren noch von Lesern. Da ist das Interesse eher gering.


Die neue Anthologie aus der Galactic Pot Healer Bar:

https://defms.blogsp...pot-healer.html


#40 Sam Francisco

Sam Francisco

    Giganaut

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Geschrieben 27 April 2026 - 19:24

Mammut, das was du beschreibst, ist m.E. kein echter Lesezirkel. Es fehlt einfach der kurzfristige Austausch der Leser. Es macht dann einfach mehr Spaß.
Future ist die Zukunft!
  • (Buch) gerade am lesen:Brandon Sanderson: Handbuch für den genügsamen Zauberer
  • (Buch) als nächstes geplant:immer noch Alan Campbell - Scar Night (Kettenwelt 1), aber meine Planungen werden häufig über den Haufen geworfen.

#41 Mammut

Mammut

    DerErnstFall Michael Schmidt

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Geschrieben 27 April 2026 - 19:34

Mammut, das was du beschreibst, ist m.E. kein echter Lesezirkel. Es fehlt einfach der kurzfristige Austausch der Leser. Es macht dann einfach mehr Spaß.

 

Das sag ich doch. Wenn keiner mitmacht, lohnt sich sowas nicht.


Die neue Anthologie aus der Galactic Pot Healer Bar:

https://defms.blogsp...pot-healer.html


#42 Frank Lauenroth

Frank Lauenroth

    ThrillerAutor

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Geschrieben 27 April 2026 - 19:46

Ich arbeite im Brotjob in einer größeren Firma mit eigenem IT-Bereich und die c't macht durch IT und Controlling die Runde (ca. 80 Personen) wie beim Leserkreis.

Die wenigsten lesen die Story darin, dementsprechend hätte ein daraus resultierender Nachkauf von Büchern der darin vertretenen Autory eine Wahrscheinlichkeit eines größeren Lotto-Gewinns.

Das ist natürlich nicht repräsentativ. 


 In memoriam Michael Szameit / Christian Weis / Alfred Kruse / Rico Gehrke                                                Meine Story LADEN! ZIELEN! FEUER! im Weltenportal N°6   ->   https://weltenportal...-Webausgabe.pdf  <- auf Seite 97 im PDF

                                                                                                                                                                      Meine Story HÖCHSTER EINSATZ AUF ROBINA 8 in  DELTER  ->  https://www.amazon.de/dp/B0F38PW9WG   <- Story komplett in der Leseprobe enthalten!


#43 Tse-Eh

Tse-Eh

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Geschrieben 28 April 2026 - 05:35

Gibt es eine deutsche Entsprechung zu Escape Pod? Denn ich bin sicher nicht der Einzige, der nicht so viel Zeit zum Lesen findet, aber als Pendler genug Zeit zum Hören hat.



#44 Uwe Hermann

Uwe Hermann

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Geschrieben 28 April 2026 - 06:03

Ich arbeite im Brotjob in einer größeren Firma mit eigenem IT-Bereich und die c't macht durch IT und Controlling die Runde (ca. 80 Personen) wie beim Leserkreis.

Die wenigsten lesen die Story darin, dementsprechend hätte ein daraus resultierender Nachkauf von Büchern der darin vertretenen Autory eine Wahrscheinlichkeit eines größeren Lotto-Gewinns.

Das ist natürlich nicht repräsentativ. 

 

Nachdem "KI - Komische Intelligenz", die Anthologie, die Uwe Post und ich herausgebracht haben, in einer Ausgabe der c't rezensiert wurde, gingen die Verkäufe spürbar nach oben. Interesse war also da. Außerdem kenne ich c't-Käufer, die sich auf die Erzählungen im Heft freuen.

 

Ist aber natürlich auch nicht repräsentativ. Fakt ist, dass sich immer weniger Leser für Kurzgeschichten interessieren. Sollen wir trotzdem noch welche schreiben oder uns lieber ein neues Hobby suchen? Letztendlich stecken wir eine Menge Zeit in jede Geschichte (vom Herzblut ganz zu schweigen) und wenn sie dann nur von einer Handvoll Menschen gelesen - und von nur einer rezensiert - werden, macht das kaum  noch Spaß.   



#45 Rezensionsnerdista

Rezensionsnerdista

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Geschrieben 28 April 2026 - 07:58

Das sag ich doch. Wenn keiner mitmacht, lohnt sich sowas nicht.

 Ich lese gerade die NOVA; aber erst drei Storys bisher (habe ich im Wartezimmer gelesen), geschrieben habe ich auch erst zu einer Story etwas. Aber ich bin dran!


Gibt es eine deutsche Entsprechung zu Escape Pod? Denn ich bin sicher nicht der Einzige, der nicht so viel Zeit zum Lesen findet, aber als Pendler genug Zeit zum Hören hat.

 

Definitiv, ich höre viel Hörbuch, aber da eher Romane. Kurzgeschichten lese ich dann normalerweise eher.


Podcast: Literatunnat

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#46 rapha

rapha

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Geschrieben 29 April 2026 - 08:25

Hätte ich die Möglichkeit, würde ich eine Ausschreibung zu Krieg und Kriegsführung eröffnen – denn da hat die Menschheit längst die pyrotomischen Strahlenkanonen und Terminatoren überholt. Allein die Drohnen in "ARC Raiders", die ja tatsächlich von KIs gesteuert werden, finde ich spannend gruselig. Sie bewegen sich und agieren so gar nicht wie Menschen oder Tiere. Wobei ich dieses Thema jetzt aus der Sicht eines aktiven Gamers bewerte   :bighlaugh:

Ich muss ja sagen, dass mir da als aktiver Gamer Horizon: Zero Dawn einiges gegeben hat. Wenn da ne Kurzgeschichte mithalten will, dann braucht sie schon nen relevanten Erzählvektor, das is, denke ich, nich so einfach. :)

 

Abgesehen davon, ich finde das Brainstorming hier sehr schön – das passt auch im Begriff, da alle bisher auf sehr vielen unterschiedlichen Ebenen unterwegs sind :D

 

Also, was ich für mich mitnehme:

  1. KGs hatten zumindest in meiner schulischen Laufbahn eine Definition mit Hilfe diese Kategorisierung erfolgt ist. Keine Ahnung, ob das immer noch so ist, aber evtl. ist das mal ein Punkt über den man reden kann. Was will ich als Autor (@Yvonne - du schreibst immer mit "y" Suffix - Inklusion?) mit einer KG bezwecken/erzählen? Was erwartet welcher Leser von einer KG? (Oder um es mal mit nem KI-Text-Beispiel zu demonstrieren: Sind wir frustrierte Schildermaler :D ).
  2. Das Forum selbst (und da ist dieses Forum nicht alleinstehend) hat seine "Hochzeit" als soziales Interaktionsmedium weit hinter sich. Das resultiert in älterem Publikum (wieviele U40er sind hier noch aktiv?). Das heißt nicht, dass es keine Mehrwerte liefern kann, aber durchaus, dass unsere gemeinsamen Betrachtungswinkel nur einen Bruchteil dessen abbilden, was es da draussen noch so alles an Herausforderungen und Gelegenheiten gibt. Das verändert aber auch die Art, wie und welchen Rahmen Initiativen hier im Forum "funktionieren" können, bzw. strukturiert sein müssten.
  3. Je älter man wird, desto schwieriger wird es neues Zeug aufzunehmen (das könnte ich biologisch auseinandernehmen, bei Bedarf lasst drüber schnacken) – zusammen mit Punkt 2 und der Tatsache, dass die meisten von uns nicht zufällig mehrere Stunden täglich frei verfügbare Zeit (neben Familie, Job, Hobby) übrig haben, desto schwieriger ist es "aktivistisch" tätig zu sein. Das betrifft sowohl das Wirken hier im Forum, als auch bzgl. Schreiben und Vermarktung der eigenen Werke, usw.
  4. Um überhaupt Leser zu generieren, muss man in das sogenannte "relevant set" oder die Aufmerksamkeit der Leser kommen. Eine diskutierte Form hier war die c't oder spektrum, social media wie Instragram oder TikTok wurde woanders auch schon genannt. Aber es gibt prinzipiell auch noch tonnenweise andere Möglichkeiten. Wie man da reinkommt, ist ne eigene berufliche Disziplin und wenn man das schafft, gilt meistens nochmal Punkt 5 oben drauf. Entscheidend hier ist, dass hier normalerweise richtig Kohle reingebuttert wird (oder das Gegenstück: Per Kaltakquise/Spam-Mail die Frequenz so hoch bringen, dass auch bei 0,0002 % noch was Profitables rausfällt). Und während die Möglichkeiten zu veröffentlichen in annähernd schwindelerregendem Maße gestiegen ist, so ist auch die Anzahl an Inhalten gestiegen (und wird noch krasser mit KI), das ist einfach sauschwierig zu beackern - gerade ohne nennenswertes Budget.
  5. Selbst wenn man es ins Relevant Set geschafft hat, bleibt immer noch die Conversion. Analog: Nur weil Leute wissen, dass es deinen Laden gibt, schauen sie noch lange nicht rein oder kaufen tatsächlich etwas. Auch hier wieder: Komplett eigene Disziplinen basierend auf der Komplexität des Produkts. Uwe H. hatte z.b. ne Teaser-Grafik zu einem Werk von ihm geteilt – die fand ich uninteressant 90er, dass bei mir dann keine Motivation da ist, da reinzuschauen. Bei meinen Coming-of-Edge-Storys wurde zurückgemeldet, dass Englisch ein Problem ist. Das alles sagt nix über das eigentliche Werk aus, aber es gibt unterschiedlichste Faktoren, die Menschen dazu aktivieren zu lesen oder eben nicht.
  6. Ich würde gar nicht ausschließen, dass es da draußen potenziell sehr viel breiteres Publikum für KGs gibt – für unsere KGs gibt. In all ihrer Vielfalt. Wie Menschen sie finden, in ihren Alltag integrieren und sie konsumieren/erleben können und im Idealfall mit uns als Autoren in den Dialog treten oder uns für unser Werk entlohnen, das ist eine komplette Journey und wie bei jeder Reise kann man an allen möglichen Punkten den Knöchel verstauchen und dann war es das erstmal. Aber es hilft halt mit ner Karte loszulaufen, wenn man wo hin will. :)

Das mal rausgehauen. Ich werde sicherlich noch irgendetwas Bloggiges oder Postiges hier im Forum machen, wo ich meine Reise mit euch teilen werde, vielleicht wollt ihr ja mitteilen. :)



#47 Mammut

Mammut

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Geschrieben 29 April 2026 - 16:06

6. Ich würde gar nicht ausschließen, dass es da draußen potenziell sehr viel breiteres Publikum für KGs gibt – für unsere KGs gibt. In all ihrer Vielfalt. Wie Menschen sie finden, in ihren Alltag integrieren und sie konsumieren/erleben können und im Idealfall mit uns als Autoren in den Dialog treten oder uns für unser Werk entlohnen, das ist eine komplette Journey und wie bei jeder Reise kann man an allen möglichen Punkten den Knöchel verstauchen und dann war es das erstmal. Aber es hilft halt mit ner Karte loszulaufen, wenn man wo hin will. :)

 

 

Daher meine Frage im Ausgangspost: Daher die Frage, habt ihr Ideen, wie man die Leute generell zum Lesen von phantastischen Kurzgeschichten bekommt? Dabei geht es nicht darum, für einzelne Publikationen mehr Leser zu bekommen sondern generell eine Szene an Kurzgeschichtenleser.

 

Wie Sam Francisco weiter oben schreibt: Alleine lesen ist da manchmal demotivierend. Wenn man weiß, dass viele das gleiche lesen, spricht sich das rum und ist wie ein Magnet.


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#48 Mammut

Mammut

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Geschrieben 29 April 2026 - 16:22

2. Das Forum selbst (und da ist dieses Forum nicht alleinstehend) hat seine "Hochzeit" als soziales Interaktionsmedium weit hinter sich. Das resultiert in älterem Publikum (wieviele U40er sind hier noch aktiv?). Das heißt nicht, dass es keine Mehrwerte liefern kann, aber durchaus, dass unsere gemeinsamen Betrachtungswinkel nur einen Bruchteil dessen abbilden, was es da draussen noch so alles an Herausforderungen und Gelegenheiten gibt. Das verändert aber auch die Art, wie und welchen Rahmen Initiativen hier im Forum "funktionieren" können, bzw. strukturiert sein müssten.

 

Den Punkt hebe ich mal hervor, das interessiert mich. Wenn ich mich über Literatur austauschen will, ist Instagram oder Facebook, geschweige denn X oder BlueSky für mich nicht das richtige. Das ist mir viel zu unübersichtlich und man kann nur bedingt so diskutieren, wie man es hier macht (z.B. in den Lesezirkeln). Auf Blue Sky meinte zwar eine, das sei sehr einfach, aber manche finden ja auch in Excel Tabellen alles über eine Suchfunktion und brauchen keine organisierten Daten :bighlaugh: )

Natürlich gibt es Goodreads (werden da deutsche Bücher diskutiert?) und Lovelybooks, aber da scheinen mir auch nur die bekannten Autoren viel diskutiert zu werden.

 

Wenn ich also eine phantastische Kurzgeschichte diskutieren will, gibt es da echt was Besseres als ein Forum und was ist das?

 

Generell sehe ich das auch, das "Publikum" ist fragmentierter geworden und man muss unzählige Plattformen bespielen und die meisten bringen nicht so viel. Wir hatten eine beim Vincent Preis dieses Jahr, die war dreimal nominiert und ich hatte ihren Namen nicht gekannt, auch nicht den Verlag (der im Frühjahr seine Pforten geschlossen hat) und auch nicht die Cold Creeps Reihe.

Im Interview meinte Mara sie sei bei Instagram und bei Podcasts:

Mara Schwarzfels (Interview)

 

Denke, es ist schwierig, sein Publikum zu finden. Aber man sollte zumindest den für die Zielgruppe vielversprechendsten Weg finden. Denn z.B. bei Instagram wirst du wie wo anders nicht wahrgenommen, wenn du da nur aufschlägst und ein Bild von deiner Anthologie postest und denkst, jetzt stürmen sie dir die Bude.

Interessant auch, wie viele den Weg hierhin (und ins Nachbarforum) finden, um für ihr Werk zu werben. Obwohl hier ja nur 2782 Mitglieder sind (von denen ein großer Teil inaktiv ist) und bei Facebook und Instagram Millionen (zumindest theoretisch, das ist wie bei der c´t).


Die neue Anthologie aus der Galactic Pot Healer Bar:

https://defms.blogsp...pot-healer.html


#49 rostig

rostig

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Geschrieben 29 April 2026 - 16:24

Ich lese z.Z. "Gefährliche Visionen" herausgegeben von Harlan Ellison vor 60 Jahren, neu aufgelegt von Carcosa. So muss für mich eine Anthologie aussehen: 

- detailierte Einführungen des Hrsg. aus seiner sehr persönlichen Sicht

- dann die eigentliche Story

- gefolgt von einem Kommentar des jeweiligen Autors (letzteres fand ich auch bei der aktuellen KG-Sammlung von Aiki Mira sehr informativ)

Reine KG-Sammlungen finde ich oft unbefriedigend, mit derartigen Hintergrundinfo wird für mich die Geschichte sozusagen erlebbar.



#50 rapha

rapha

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Geschrieben 29 April 2026 - 19:29

@Mammut:

 

Ich hatte den Thread auch genauso aufgefasst und begrüße den auch :D

 

Zu Instagram, TikTok, LinkedIn, usw. sind die Algos massiv auf Frequenz und Interaktion ausgerichtet. Generell gilt da mindestens einmal die Woche posten, gerne mehr. Je mehr Interaktion das Zeug in kurzer Zeit generiert, desto besser. Das ist ja mit ein Grund warum Empörung so gut funktioniert und immer mehr polarisiert wird. Wenn man da nicht so mitmachen will, braucht man ne gewisse Präsenz, Alleinstellungsmerkmal, Storytelling (ich meine nicht die KGs selbst), damit man "viraler" geht. Und Ausdauer - aber ich glaube die haben die meisten hier, wenn sie hier noch aktiv sind :D

 

Hat jemand mal Bock abends nen Video-Call zu machen und sich ein paar Notizen auf nem virtuellen Whiteboard zu machen (vorzugsweise Miro :D ). Dann könnte man verschiedene Teile der "Journey" mal aufmalen, Gedanken sammeln und sich evtl. paar Arbeitspakete teilen. Gibt ja weit mehr als nur Instagram, z.b. auch so etwas wie Wattpad. Wenn man das alles alleine zusammen sammeln muss und Sachen austestet, ist das sehr zeit- und energieaufwändig. Wenn man das etwas teilt und Test gegeneinander hält, entsteht hoffentlich mehr Schwarmerkenntnis :)

@rostig
Ich mag die Idee einer ganzheitlichen "Immersion" für eine Kurzgeschichte. Frage mich gerade, ob es solche Formate aktuell in den digitalen Medien so gibt, glaube eher nicht. Ich hatte auch darüber nachgedacht ne App zu bauen, die so ne Art Buchklub ist. Wenn man das sehr "bequem/convenient" und gleichzeitig hochwertig aufzieht mit dem Fokus, dass man explizit mit den Autoren in Dialog treten kann... wär schon nice. Im Grunde ne Kreuzung aus Onlyfans und Netflix. :D


Bearbeitet von rapha, 29 April 2026 - 19:29.


#51 ThK

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Geschrieben 29 April 2026 - 20:27

Ich mache seit 16 Jahren nichts anderes, als Kurzgeschichten und ihren Autoren eine Plattform zu bieten. Immersion ist mein zweiter Vorname. Das sind übrigens diese Veranstaltungshinweise, die keiner liest. Aber sehr beliebt bei Autoren. Ich halte auf dem Colonia Con am Con-Samstag einen Vortrag darüber. Große Bühne, 12.30 Uhr. Wo ich diesen Dialog seit einiger Zeit verfolge, konnte ich es mir einfach nicht verkneifen.

#52 rapha

rapha

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Geschrieben 29 April 2026 - 21:38

Ich mache seit 16 Jahren nichts anderes, als Kurzgeschichten und ihren Autoren eine Plattform zu bieten. Immersion ist mein zweiter Vorname. Das sind übrigens diese Veranstaltungshinweise, die keiner liest. Aber sehr beliebt bei Autoren. Ich halte auf dem Colonia Con am Con-Samstag einen Vortrag darüber. Große Bühne, 12.30 Uhr. Wo ich diesen Dialog seit einiger Zeit verfolge, konnte ich es mir einfach nicht verkneifen.

Schön, dass du dich einklinkst  :bighlaugh:  :lmaosmiley: 

ernsthaft jetzt :)



#53 Uwe Hermann

Uwe Hermann

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Geschrieben 30 April 2026 - 06:14

Ich lese z.Z. "Gefährliche Visionen" herausgegeben von Harlan Ellison vor 60 Jahren, neu aufgelegt von Carcosa. So muss für mich eine Anthologie aussehen: 

- detailierte Einführungen des Hrsg. aus seiner sehr persönlichen Sicht

- dann die eigentliche Story

- gefolgt von einem Kommentar des jeweiligen Autors (letzteres fand ich auch bei der aktuellen KG-Sammlung von Aiki Mira sehr informativ)

Reine KG-Sammlungen finde ich oft unbefriedigend, mit derartigen Hintergrundinfo wird für mich die Geschichte sozusagen erlebbar.

 

Nützt aber leider nichts, wenn niemand das Buch kauft und es sieht.

 

 

 

  1. Selbst wenn man es ins Relevant Set geschafft hat, bleibt immer noch die Conversion. Analog: Nur weil Leute wissen, dass es deinen Laden gibt, schauen sie noch lange nicht rein oder kaufen tatsächlich etwas. Auch hier wieder: Komplett eigene Disziplinen basierend auf der Komplexität des Produkts. Uwe H. hatte z.b. ne Teaser-Grafik zu einem Werk von ihm geteilt – die fand ich uninteressant 90er, dass bei mir dann keine Motivation da ist, da reinzuschauen. Bei meinen Coming-of-Edge-Storys wurde zurückgemeldet, dass Englisch ein Problem ist. Das alles sagt nix über das eigentliche Werk aus, aber es gibt unterschiedlichste Faktoren, die Menschen dazu aktivieren zu lesen oder eben nicht.

Interessant. Schreib mal bitte, was das für eine Teasergrafik war.

 


Mal in die Runde gefragt: Was haltet ihr von einer geschlossenen Gruppe, in der wir KG-Autoren uns detailliert über Werbung für unsere Bücher austauschen? Also gegenseitig Links teilen, Verkaufsstrategien absprechen, über Coverdesigns diskutieren, gemeinsame Lesungen planen und so weiter. Wenn jeder etwas beiträgt, müsste es doch möglich sein, die Kurzgeschichten wieder bekannter zu machen.


 



#54 Helge

Helge

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Geschrieben 30 April 2026 - 07:23

Wieso eine geschlossene Gruppe? Es gibt doch den Autorenbereich, wo man so einen Thread einfach aufmachen kann.



#55 rapha

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Geschrieben 30 April 2026 - 07:28

@ Uwe H.

Das war im "Liest niemand mehr Kurzgeschichten"-Thread - https://scifinet.org...en/#entry462685

Wenn du magst können wir uns da gerne drüber unterhalten. Solange uns beiden klar ist, dass es handwerkliche Komponenten gibt, eine Passfähigkeit für eine Zielgruppe und ne Menge subjektivem Geschmack - ich bin halt auch nur ein Datenpunkt :)

 

Ich bin prinzipiell sehr dafür in nen geordneteren Austausch zu gehen, siehe meine Punkte oben. Im demselben Thread über digitale Plattformen, Kruzgeschichtendefinition und Effizienz-Werkzeuge zu sprechen halte ich für schwierig, aber vielleicht reichen uns schon ein paar zu spezifischen Themen, die uns gerade unter den Nägeln brennen. Ich bin prinzipiell dafür, dass auch nicht einzuschränken – es sei denn wir peilen ne Weltherrschaft an oder so. ;)



#56 Uwe Hermann

Uwe Hermann

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Geschrieben 30 April 2026 - 11:09

Wieso eine geschlossene Gruppe? Es gibt doch den Autorenbereich, wo man so einen Thread einfach aufmachen kann.

Weil dort vielleicht auch Dinge besprochen werden, die nicht für unsere Leser sind.

 

 

@ Uwe H.

Das war im "Liest niemand mehr Kurzgeschichten"-Thread - https://scifinet.org...en/#entry462685

Wenn du magst können wir uns da gerne drüber unterhalten. Solange uns beiden klar ist, dass es handwerkliche Komponenten gibt, eine Passfähigkeit für eine Zielgruppe und ne Menge subjektivem Geschmack - ich bin halt auch nur ein Datenpunkt :)

 

Ich bin prinzipiell sehr dafür in nen geordneteren Austausch zu gehen, siehe meine Punkte oben. Im demselben Thread über digitale Plattformen, Kruzgeschichtendefinition und Effizienz-Werkzeuge zu sprechen halte ich für schwierig, aber vielleicht reichen uns schon ein paar zu spezifischen Themen, die uns gerade unter den Nägeln brennen. Ich bin prinzipiell dafür, dass auch nicht einzuschränken – es sei denn wir peilen ne Weltherrschaft an oder so. ;)

Mir ging es nicht um die Form der eigentlichen Kurzgeschichte, sondern wie wir sie vermarkten könnten. Die meisten von uns schreiben schon sehr lange und haben ihre eigenen Erfahrungen mit ihren Büchern gemacht. Da wäre es vielleicht interessant, diese mit anderen zu teilen. 
 



#57 Frank Lauenroth

Frank Lauenroth

    ThrillerAutor

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Geschrieben 30 April 2026 - 12:10

Vielleicht gibt es ja auch das eine oder andere PAN-Mitglied hier, das uns Erfahrungen aus dem Verein zu KG-Veröffentlichungen mitteilen könnte?  


 In memoriam Michael Szameit / Christian Weis / Alfred Kruse / Rico Gehrke                                                Meine Story LADEN! ZIELEN! FEUER! im Weltenportal N°6   ->   https://weltenportal...-Webausgabe.pdf  <- auf Seite 97 im PDF

                                                                                                                                                                      Meine Story HÖCHSTER EINSATZ AUF ROBINA 8 in  DELTER  ->  https://www.amazon.de/dp/B0F38PW9WG   <- Story komplett in der Leseprobe enthalten!


#58 Mammut

Mammut

    DerErnstFall Michael Schmidt

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Geschrieben 30 April 2026 - 15:17

Ich lese z.Z. "Gefährliche Visionen" herausgegeben von Harlan Ellison vor 60 Jahren, neu aufgelegt von Carcosa. So muss für mich eine Anthologie aussehen: 

- detailierte Einführungen des Hrsg. aus seiner sehr persönlichen Sicht

- dann die eigentliche Story

- gefolgt von einem Kommentar des jeweiligen Autors (letzteres fand ich auch bei der aktuellen KG-Sammlung von Aiki Mira sehr informativ)

Reine KG-Sammlungen finde ich oft unbefriedigend, mit derartigen Hintergrundinfo wird für mich die Geschichte sozusagen erlebbar.

 

Nova hatte in den ersten Ausgaben auch immer Einleitung des Herausgebers (ich glaube das war Roland M. Hahn) zur jeder Geschichte. Hintergrundgeschichten zu Texten sind beliebt bei vielen, manche mögen das aber auch gar nicht. Bei meiner Sammlung Galactic Pot Healer meinte die Leserin, mein Nachwort zu den Geschichten wäre zu kurz, ein anderer meinte, zum Glück war es ein Nachwort und kein Vorwort, so konnte er die eigene Fantasie besser laufen lassen. In meinem Blog haben die Hintergrundgeschichten immer relativ viele Aufrufe.

 

Bei einer Storysammlung zu schon erschienen Geschichten finde ich das als Einordnung passender. Generell gebe ich dir Recht, wenn überhaupt kein guter editoraler Text in einer Sammlung ist, fehlt was. Ich habe zu meinen ersten Sammlungen aber auch kein Begleittext (Vorwort, etc.) geschrieben.


Die neue Anthologie aus der Galactic Pot Healer Bar:

https://defms.blogsp...pot-healer.html


#59 Rezensionsnerdista

Rezensionsnerdista

    Yvonne

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Geschrieben 30 April 2026 - 20:24

Wenn ihr ganz abseits diskutieren wollt, finde ich dafür eine Möglichkeit. Dieses forum gibt dad technisch gut her

Podcast: Literatunnat

  • (Buch) gerade am lesen:meistens viele
  • • (Film) gerade gesehen: Der Simpsons Movie, Lola rennt

#60 Fermentarius

Fermentarius

    Cybernaut

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Geschrieben 30 April 2026 - 20:28

Wenn ihr ganz abseits diskutieren wollt, finde ich dafür eine Möglichkeit. Dieses forum gibt dad technisch gut her

Das wäre vielleicht nicht schlecht. Ich hätte wohl einige Ideen für die bessere Sichtbarkeit und Vermarktung von Kurzgeschichten. Die möchte ich aber nicht öffentlich vorstellen oder diskutieren.


  • (Buch) gerade am lesen:wechselt ständig


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