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Brainstorming - Kurzgeschichtenleser


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117 Antworten in diesem Thema

#91 Uwe Hermann

Uwe Hermann

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Geschrieben 25 Mai 2026 - 04:14

Lösungsvorschlag:
Ich würde dennoch anregen, bei Ausschreibungen eine Gebühr von 10 oder 20 € je Autor einzufordern. Damit sind z.B. bei 100 Einreichungen 1.000 € in der Kasse. Die veröffentlichten Autoren erhalten ein professionelles Lektorat und darüber hinaus eine Rezension, weil man auch einen Rezensenten entlohnen könnte. Abgelehnte Bewerber würden eine Mitteilung erhalten mit 3 ausführlichen Sätzen, warum es bei Ihnen nicht gereicht hat. Da hätten wirklich alle was davon.

 

Wenn du schon länger veröffentlichst, wirst du kein Geld für eine Veröffentlichung bezahlen. Im Gegenteil! Normalerweise bekommst du ein Honorar, auch wenn es außer bei c't und Spektrum nicht viel ist. Geld zahlen würden nur neue Autoren, die bislang noch nichts veröffentlicht haben - was wahrscheinlich nicht die Qualität ist, du du möchtest. Ich verstehe den Hintergedanken, aber so würde es nicht klappen. Außerdem liegt es meiner Meinung nach nicht nur an zu wenig Werbung. Ich habe auf Amazon und Facebook schon Geld investiert, was auch nichts brachte.

 

 

Lösungsvorschlag: Nicht das Genre (Schublade) wird verkauft, sondern ein Projekt. Nicht "Wir suchen Geschichten aus dem Bereich Fantasy, Science-Fiction, Horror usw." - sondern z.B. "10 Geschichten über Leute, die an einer Bushaltestelle standen und danach nie wieder gesehen wurden. Oder „Ein Medium stellt Kontakt zum untergehenden Atlantis her. Zehn Geschichten vom letzten Tag.

 

Dem stimme ich zu. KI - komische Geschichten hat sich gut verkauft und in dem Buch ging es nur um künstliche Intelligenz.



#92 Jol Rosenberg

Jol Rosenberg

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Geschrieben 25 Mai 2026 - 15:38

Du lässt meines Erachtens einen wichtigen Punkt außer acht, Vasco. Oder zwei.

 

a) Wie kommt man zu guten Geschichten?

 

b) Wie kommen neue Autor*innen zu Veröffentlichungsmöglichkeiten?

 

Im besten Falle sind in einer Antho beides enthalten: gute Texte und neue Stimmen. Anthos sind ja nicht nur an sich wichtig, sondern auch eine Eintrittspforte für Neulinge.

 

Wenn ich für eine Veröffentlichung zahlen sollte, würde es auf mich wie ein Druckkostenzuschussverlag wirken und ich würde meine Finger davon nehmen. Es bräuchte also ein gutes Konzept, wofür ich zahle. Und wie ich das wieder rausbekomme. Denn Schreiben ist ja mein Beruf.

 

Die spannende Frage ist, wieso sich Anthos gut verkaufen und wieso andere, die ich teilweise besser fand, sich nicht verkaufen. Man könnte also auch fragen: Warum kauft ihr hier Anthologien? Wie entscheidet ihr, welche ihr kauft? Dass sich Anthos mit engen Themenvorgaben generell besser verkaufen, glaube ich nicht. Aber wer weiß, vielleicht stimmt es?


Bearbeitet von Jol Rosenberg, 26 Mai 2026 - 09:33.

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Science-Fiction-Buchblog: https://www.jol-rose.../de/rezensionen
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#93 Mammut

Mammut

    DerErnstFall Michael Schmidt

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Geschrieben 25 Mai 2026 - 17:01

Das ist natürlich auch ein Analyseansatz:
Welche Anthologien verkaufen sich denn gut?
Und dann müsste man raten warum.

Die neue Anthologie aus der Galactic Pot Healer Bar:

https://defms.blogsp...pot-healer.html


#94 Vasco

Vasco

    Bambinaut

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Geschrieben 26 Mai 2026 - 17:02

Du lässt meines Erachtens einen wichtigen Punkt außer acht, Vasco. Oder zwei.

 

a) Wie kommt man zu guten Geschichten?

 

 

 

Hallo Jol,

ich habe da kein Patentrezept, aber man kann natürlich im Ausschreibungstext schon durchblicken lassen, dass man die besten Geschichten möchte.  

 

Dazu eben ein sehr griffiges Projekt und eine strenge Auslese. 

 

Es bräuchte also ein gutes Konzept, wofür ich zahle. 

 

Ja, absolut. Das kann entwickelt werden und vielleicht eben mit neuer Betrachtungsweise alter Standpunkte. In der angedachten Form möglicherweise nicht durchsetzbar. Eventuell so, dass die Ausschreibung in 2 Schritten (Long- und Shortlist) erfolgt. Diejenigen, die es schon auf die Longlist geschafft haben, erhalten das Angebot ein Lektorat zu buchen, bevor es in die Endausscheidung geht. Ein lektorierte Geschichte hat sicher bessere Chancen. Falls sie es doch nicht schafft, hat der Teilnehmer aber immerhin eine günstig lektorierte Geschichte in der Schublade. Und der Personaleinsatz zumindest teilweise abgedeckt. 

 

Wie gesagt, nur Ideen. Es geht ja ums Brainstormen hier.



#95 Frank Lauenroth

Frank Lauenroth

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Geschrieben 26 Mai 2026 - 19:23

Das ist natürlich auch ein Analyseansatz:
Welche Anthologien verkaufen sich denn gut?
Und dann müsste man raten warum.

 

Irgendwo hatte ich schon mal drauf hingewiesen, dass lt. der Verkaufszahlen (ebooks) auf amazon (bei den Anthos, in denen ich vertreten war) von ModernPhantastik aka Peggy & Rico Gehrke die Mischung von Pulp-Cover, coolem Titel und dem Verweis auf Jahreszahl und "Collection of Science Fiction Stories" zog.

 

Die Magnetische Stadt: 2014 Collection of Science Fiction Stories - kindle unlimited oder 2,99€ - 435 Seiten - von Juli 2015 bis Mitte 2018 Verkäufe im Tagestakt, danach immerhin bis 2023 noch alle 4-7 Tage.

Im Licht von Orion: 2015 Collection of Science Fiction Stories - kindle unlimited oder 2,99€ - 570 Seiten - von August 2016 bis Mitte 2019  nahezu im Tagestakt, danach ...

Meuterei auf Titan: 2016 Collection of Science Fiction Stories - kindle unlimited oder 3,99€ - 645 Seiten - von Juli 2017 bis Mitte 2019 ähnlich ...

Flucht von Zumura: 2018 Collection of Science Fiction Stories - kindle unlimited oder 3,99€ - 386 Seiten - von April 2019 bis Mitte 2020 ... nicht so lange erfolgreich  :unsure:

Singularitätsebenen: 2021 Collection of Science Fiction Stories - kindle unlimited oder 3,99€ - 400 Seiten - von März 2021 bis Mitte 2023 

 

Na ja, die Quintessenz lautet: die Kombi aus vielen Seiten, geringem Preis, Pulp-Cover und der Jahres-Collection hat gezogen.

 

 

 


Bearbeitet von Frank Lauenroth, 26 Mai 2026 - 20:23.

In memoriam Michael Szameit / Christian Weis / Alfred Kruse / Rico Gehrke                                     Meine Story LADEN! ZIELEN! FEUER!      im Weltenportal N°6  -> https://weltenportal...-Webausgabe.pdf  <-  auf Seite 97 im PDF
                                                                                                                                                                Meine Story HÖCHSTER EINSATZ AUF ROBINA 8 in DELTER -> https://www.amazon.de/dp/B0F38PW9WG <- Story komplett in der Leseprobe enthalten!


#96 Uwe Hermann

Uwe Hermann

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Geschrieben 27 Mai 2026 - 06:30

Irgendwo hatte ich schon mal drauf hingewiesen, dass lt. der Verkaufszahlen (ebooks) auf amazon (bei den Anthos, in denen ich vertreten war) von ModernPhantastik aka Peggy & Rico Gehrke die Mischung von Pulp-Cover, coolem Titel und dem Verweis auf Jahreszahl und "Collection of Science Fiction Stories" zog.

 

Die Magnetische Stadt: 2014 Collection of Science Fiction Stories - kindle unlimited oder 2,99€ - 435 Seiten - von Juli 2015 bis Mitte 2018 Verkäufe im Tagestakt, danach immerhin bis 2023 noch alle 4-7 Tage.

Im Licht von Orion: 2015 Collection of Science Fiction Stories - kindle unlimited oder 2,99€ - 570 Seiten - von August 2016 bis Mitte 2019  nahezu im Tagestakt, danach ...

Meuterei auf Titan: 2016 Collection of Science Fiction Stories - kindle unlimited oder 3,99€ - 645 Seiten - von Juli 2017 bis Mitte 2019 ähnlich ...

Flucht von Zumura: 2018 Collection of Science Fiction Stories - kindle unlimited oder 3,99€ - 386 Seiten - von April 2019 bis Mitte 2020 ... nicht so lange erfolgreich  :unsure:

Singularitätsebenen: 2021 Collection of Science Fiction Stories - kindle unlimited oder 3,99€ - 400 Seiten - von März 2021 bis Mitte 2023 

 

Na ja, die Quintessenz lautet: die Kombi aus vielen Seiten, geringem Preis, Pulp-Cover und der Jahres-Collection hat gezogen.

 

 

 

 

Sehr interessant!

 

Hallo Jol,

ich habe da kein Patentrezept, aber man kann natürlich im Ausschreibungstext schon durchblicken lassen, dass man die besten Geschichten möchte.  

 

Dazu eben ein sehr griffiges Projekt und eine strenge Auslese. 

 

 

Lol. Jede meiner Geschichten ist meine beste Geschichte. ;-) Wer eine mittelmäßige Geschichte einschickt und glaubt, dass sie gedruckt wird, ist entweder sehr von sich überzeugt oder naiv. Wenn ich möchte, dass meine Erzählung gedruckt wird, stecke ich alles an Herzblut rein, was geht. Ich überarbeite sie dutzende Male und bin dann doch nie zufrieden.  
 

 

 

 

Ja, absolut. Das kann entwickelt werden und vielleicht eben mit neuer Betrachtungsweise alter Standpunkte. In der angedachten Form möglicherweise nicht durchsetzbar. Eventuell so, dass die Ausschreibung in 2 Schritten (Long- und Shortlist) erfolgt. Diejenigen, die es schon auf die Longlist geschafft haben, erhalten das Angebot ein Lektorat zu buchen, bevor es in die Endausscheidung geht. Ein lektorierte Geschichte hat sicher bessere Chancen. Falls sie es doch nicht schafft, hat der Teilnehmer aber immerhin eine günstig lektorierte Geschichte in der Schublade. Und der Personaleinsatz zumindest teilweise abgedeckt. 

 

Sorry, aber das klingt für mich immer mehr nach einem Druckkostenzuschussverlag. Das Lektorat übernimmt außerdem der Verlag/Herausgeber. Selbst wenn deine Erzählung ohne Rechtschreib- und sonstige Fehler wäre, müsste noch jemand anderes draufschauen. Und sei es nur zur Formatierung oder Kürzung des Textes.

Viele vergessen, dass Schreiben eine Arbeit ist – genau wie das Verlegen von Fliesen oder das Reparieren eines Autos. Nur weil wir nicht davon leben müssen, ist unsere Arbeit doch nicht weniger wert. Handwerk bleibt Handwerk, egal ob mit der Kelle oder der Tastatur! 

 



#97 Naut

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Geschrieben 27 Mai 2026 - 07:24

Ich hatte gerade die Vorstellung einer Anthologienreihe, die auf den Pokémon-Effekt setzt:
- Jede Ausgabe ein besonderes Thema.
- Knallige, unterschiedliche Farben auf dem Cover (wie die Heyne-P-K-Dick-Ausgabe).
- Gamification: Wenn man Achievements erreicht (drei in einer Reihe, drei von einer Farbe, drei von einem Autorey), gibt es Bonusstorys, die freigeschaltet werden.
- Geocaches: Wenn man an bestimmten Orten das E-Book öffnet, werden weitere Bonusstorys freigeschaltet.
Liest gerade: Zafón - Der dunkle Wächter

#98 Frank Lauenroth

Frank Lauenroth

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Geschrieben 27 Mai 2026 - 07:36

Eventuell so, dass die Ausschreibung in 2 Schritten (Long- und Shortlist) erfolgt. Diejenigen, die es schon auf die Longlist geschafft haben, erhalten das Angebot ein Lektorat zu buchen, bevor es in die Endausscheidung geht. Ein lektorierte Geschichte hat sicher bessere Chancen. Falls sie es doch nicht schafft, hat der Teilnehmer aber immerhin eine günstig lektorierte Geschichte in der Schublade. Und der Personaleinsatz zumindest teilweise abgedeckt. 

 

 

Das ist Druckkostenzuschussverlagsgebaren.  :excl:

 

Und selbst wenn man diesen Punkt aus Acht ließe, würde es die, die gerne (und gut) schreiben, aber wenig Geld besitzen, benachteiligen.

Das Veröffentlichungsrisiko für den Verlag zu minimieren, sollte nicht über die AutorInnen gehen.

Wie Uwe schrieb: Schreiben bedeutet Zeit, Schweiß, Herzblut, vielleicht Tränen und vor allen Dingen: Zeit. 

 

Lasst uns besser inhaltliche oder konzeptionelle Hebel finden.  


In memoriam Michael Szameit / Christian Weis / Alfred Kruse / Rico Gehrke                                     Meine Story LADEN! ZIELEN! FEUER!      im Weltenportal N°6  -> https://weltenportal...-Webausgabe.pdf  <-  auf Seite 97 im PDF
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#99 Frank Lauenroth

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Geschrieben 27 Mai 2026 - 07:52

Ich hatte gerade die Vorstellung einer Anthologienreihe, die auf den Pokémon-Effekt setzt:
- Jede Ausgabe ein besonderes Thema.
- Knallige, unterschiedliche Farben auf dem Cover (wie die Heyne-P-K-Dick-Ausgabe).
- Gamification: Wenn man Achievements erreicht (drei in einer Reihe, drei von einer Farbe, drei von einem Autorey), gibt es Bonusstorys, die freigeschaltet werden.
- Geocaches: Wenn man an bestimmten Orten das E-Book öffnet, werden weitere Bonusstorys freigeschaltet.

 

Dein Ansatz gefällt mit.

Zumal die Anthos zumindest bei denen, die ihre Bücher nach Farben sortieren, direkt neben Dick landen würden  :bighlaugh:

 

Im Ernst. Du schielst damit auf das Epub3-Format? 

Bräuchte es dafür nicht spezielle Tools wie Kotobee oder PubCoder?

Kann man damit auch kindle?

Und die versteckten Storys sollen sich direkt im ebook offenbaren oder als Link zu einer Website?

 

Die Freigabe erreicht man dann z.B. durch 3 Codes in 3 Büchern, die man auf einer Website eingeben muss?

 

Die Geo-Komponente würde aber eine gewisse Flächendeckung benötigen ... wer soll das programmieren und seit wann haben Ebook-Reader GPS onboard?  :devil:


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#100 Naut

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Geschrieben 27 Mai 2026 - 16:26

Dein Ansatz gefällt mit.
Zumal die Anthos zumindest bei denen, die ihre Bücher nach Farben sortieren, direkt neben Dick landen würden  :bighlaugh:
 
Im Ernst. Du schielst damit auf das Epub3-Format? 
Bräuchte es dafür nicht spezielle Tools wie Kotobee oder PubCoder?
Kann man damit auch kindle?
Und die versteckten Storys sollen sich direkt im ebook offenbaren oder als Link zu einer Website?
 
Die Freigabe erreicht man dann z.B. durch 3 Codes in 3 Büchern, die man auf einer Website eingeben muss?
 
Die Geo-Komponente würde aber eine gewisse Flächendeckung benötigen ... wer soll das programmieren und seit wann haben Ebook-Reader GPS onboard?  :devil:

Du weißt aber schon, was "Brainstorming" bedeutet, oder? ;)

Nein, die technische Komponente habe ich nicht durchdacht. Am einfachsten wäre vermutlich eine dedizierte App (oder Web-App), die Deine erworbenen Bücher trackt und auch gleich Geolocations kann. Das ist technisch nicht allzu schwierig, zumal im Zeitalter von Vibe-Coding, aber machen müsste es jemand, und der Datenschutz muss auch beachtet werden.
Liest gerade: Zafón - Der dunkle Wächter

#101 Jol Rosenberg

Jol Rosenberg

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Geschrieben 27 Mai 2026 - 17:20

Andere haben es ja schon deutlich geschrieben, Vasco: Ein Verlag, der das Risiko auf Autor*innen abwälzt und das nicht einmal von vornherein klar kommuniziert, wäre für mich eine red flag. Wer meine Arbeit so geringschätzt, hat meine Texte nicht verdient. Ich stelle mir gerade vor, wie es wäre, wenn ich der nächsten Handwerkerin sage, dass sie zwar gern meine Heizung reparieren kann, dass es sie aber leider 200 Euro kostet, weil ich dann eine Kollegin zahle, die nochmal drüberschaut. Ich bin mir sicher: Die Heizungsfirmen würden mir die Tür einrennen. /s

 

Nicht ganz so starke aber doch auch irgendwie ungute Gefühle habe ich bei den Gamifikationsideen. Es ginge dann also darum, dass die Geschichten eher die Beigabe als das eigene Produkt wäre, das zu erwerben sich lohnt. Denken wir echt so gering von unseren Fähigkeiten?


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#102 Naut

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Geschrieben 27 Mai 2026 - 20:07

Nicht ganz so starke aber doch auch irgendwie ungute Gefühle habe ich bei den Gamifikationsideen. Es ginge dann also darum, dass die Geschichten eher die Beigabe als das eigene Produkt wäre, das zu erwerben sich lohnt. Denken wir echt so gering von unseren Fähigkeiten?

Ich finde nicht, dass durch einen solchen Rahmen das eigentliche Produkt, die Geschichten, abgewertet werden. Ist eine Luxusausgabe eines Musikalbums weniger wert, weil sie in farbigem Vinyl mit aufwendigem Booklet daherkommt? Sammlerstücke und Sondereditionen sind ganz normal, zugegeben: Normal kapitalistisch, weil sie den Sammeltrieb ansprechen.
Ich mag z.B. die bunte Edition von Dick sehr gern und es schmerzt mich ein wenig, dass ich sie nie komplett haben werde.
Ich sehe so etwas als Beigabe und als Gedächtnisstütze in einem Markt, der sehr um Aufmerksamkeit konkurrieren muss.
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#103 Vasco

Vasco

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Geschrieben 27 Mai 2026 - 20:58

Andere haben es ja schon deutlich geschrieben, Vasco: Ein Verlag, der das Risiko auf Autor*innen abwälzt und das nicht einmal von vornherein klar kommuniziert, wäre für mich eine red flag. Wer meine Arbeit so geringschätzt, hat meine Texte nicht verdient.

 

Völlig klar, dass ich Gegenwind bekomme. Obwohl es mir mitnichten darum geht, dem Autor etwas wegzunehmen oder seine Arbeit gering zu schätzen. 



#104 ChristophGrimm

ChristophGrimm

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Geschrieben 28 Mai 2026 - 06:36

Um diesem Thread, gerade in Bezug auf die Finanzierungsproblematik, einen konstruktiven Vorschlag zu geben: Crowdfunding.

 

Erfolgreich haben das bspw. Grit Richter mit der Steampunk-Anthologie "Aeronautica" und meine Wenigkeit für die Fortführung von "Weltenportal" gemacht:

Anthologie "Aeronautica - Logbuch der Lüfte" | Wir suchen phantastische Abenteuer über den Wolken.

Weltenportal Literaturzeitschrift - Jahrgang 2024 | Helft uns, damit wir die Zeitschrift fortführen und online weiterhin kostenlos zur Verfügung stellen können.

 

Natürlich läuft ein Crowdfunding nicht von alleine – es empfiehlt sich, noch vor Start der Finanzierungsphase für genügend Reichweite zu sorgen und den Aufruf sinnvoll zu streuen. (Bspw. in diesem Forum, entsprechende Facebook-Gruppen, verschiedene Social-Media-Plattformen, Buchblogs etc.).

Schlussendlich ist es ist auch ein guter Indikator, ob das, was man als Literaturprojekt machen möchte, überhaupt auf ein gewisses Publikumsinteresse stößt.

 

Ich unterstütze in unregelmäßigen Abständen interessante Projekte, bspw. oben erwähnte "Aeronautica", die Neuauflage von "Lord Gamma", Studentenfilme (auch SciFi!) und habe darüber hinaus die aufstrebenden Bands "Snow White Blood" (Symphonic Metal) und "Violet" (AOR) entdeckt. 

 

Vielleicht findet ihr ja aktuell etwas Unterstützenswertes in der Kategorie "Literatur" :):

Startnext - Projekte entdecken


Bearbeitet von ChristophGrimm, 28 Mai 2026 - 10:44.

SF/Fantasy-Literaturzeitschrift: https://weltenportalmagazin.de | SF hautnah: https://eridanusverlag.de | Meine Welt der Worte: https://christophgrimm.com
  • (Buch) gerade am lesen:"Sch(w)einwerfer in der MNacht" (Hg. June Is)

#105 FranzH

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Geschrieben 28 Mai 2026 - 10:31


Ich finde die Kurzgeschichten-Diskussion, die in diesem Forum ja immer wieder aufpoppt, wieder sehr interessant.

Daher mal ein paar unsortierte Bemerkungen aus Sicht eines Konsumenten, der mehr als 200 deutschsprachige KG Erstveröffentlichungen im Jahr liest.

Ich denke, unsere SF-KG Szene ist wunderbar vielfältig und es sollte eigentlich für jeden Geschmack etwas dabei sein. Auch 2025 sind wieder mindestens 360 für den DSFP relevante SF-KGs erschienen. Es gibt einen tollen Mix von Magazinen: EXODUS (ja, ich weiß, die Ära geht zu Ende), NOVA, Queer*Welten, FFM, Weltenportal usw.; es gibt KGs in anderen Magazinen: Spektrum der Wissenschaft, c't, phantastisch!, Perry Rhodan (Stellaris). Dazu kommt jedes Jahr ein Schwung neuer Einmal-Anthologien: "Andymonaden", "Erstkontakt der anderen Art", "Vom Filme schmieden", "Trümmer am Milchstraßenrand", "Angstvoll und leicht sehnsüchtig" und auch noch mehr oder weniger regelmäßigen Anthologien: "CAPRICE", "Tales of Science" usw. Und ich habe viele weggelassen, damit die Liste nicht noch mehr ausufert.

Das Phänomen ist bekannt: Jeder SF Fan schreibt Kurzgeschichten, kaum einer liest sie.

Mich persönlich kann man mit schönen Büchern ködern: Hardcover, Lesebändchen, Grafiken (nicht zu offensichtlich KI-generiert), nicht aber mit Beilagen wie Gummibärchen und Ähnlichem. Ich bevorzuge dünnere Anthologien, vor allem, wenn sie ein bestimmtes Thema betreffen: Bei einer 500 Seiten Anthologie mit 40 dystopischen Geschichten besteht Wiederholungsgefahr und vielleicht auch die Gefahr, dass der Lesende in Frustration versinkt. Ich bevorzuge neue Ideen vor Bekanntem, möchte literarische Qualität und brauche in SF-KGs keine Action. Aber das ist höchst subjektiv. Wie gesagt: In der Fülle sollte für jeden etwas dabei sein.

Ich glaube, jemand, der in Deutschland SF-Kurzgeschichten schreibt, sollte wissen, dass dies ein Hobby ist. Da gibt es Anerkennung aus der Szene, mit der tauscht man sich aus, trifft sich und diskutiert. Das ist bei anderen Hobbys aber auch nicht anders.

Zum Geld verdienen, sollte man Krimis und Romantasy schreiben.

Die Podcast-Idee in einem anderen Thread finde ich sehr gut.

Wahrscheinlich brauchen wir einen bekannten Book-Toker, der SF-Kurzgeschichten empfiehlt.

Bearbeitet von FranzH, 28 Mai 2026 - 13:15.


#106 Frank Lauenroth

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Geschrieben 28 Mai 2026 - 13:24

Du weißt aber schon, was "Brainstorming" bedeutet, oder? ;)

 

Klar, zum Beispiel Ideen anderer zu hinterfragen  ;)

 

Deswegen auch das hier:

Also ich finde die Finanzierungsidee von Christoph sehr gut. 

 

Und alle wollen Storys bereitstellen. Für die Podcast-Idee. Im anderen Thread.

 

Und dass man für das neue Format/Konzept werben sollte (wie FranzH sagt), ist auch klar. Im Book-Tok, auf Insta, ich kenne einen Herausgeber eines lokalen Hochglanzmagazins, überall und ebenda. 

 

Nur: keiner will den Hut aufsetzen.

Weil die Ideen noch nicht überzeugen?

Weil die potentiellen Leute nicht hier mitlesen?

 

Wer käme dafür überhaupt infrage?

Also jetzt z.B. für Nauts Idee ... aber auch für den Podcast.


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#107 rostig

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Geschrieben 28 Mai 2026 - 13:58

In den 80iger und 90iger Jahren waren die Anthologien von Jeschke sehr erfolgreich, weil sein Name als Garant für die Qualität der ausgewählten Geschichten stand. Ich denke, einen ähnlichen Erfolg könnten heute Eschbach oder Schätzing als Aushängeschild für eine kontinuierliche Anthologieserie generieren.



#108 Jol Rosenberg

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Geschrieben 28 Mai 2026 - 14:07

Ich glaube das nicht. Mir wäre es, ehrlich gesagt, auch ziemlich egal, ob die herausgebende Person als Autor*in erfolgreich ist oder nicht. Ich bräuchte eine Person, von der ich weiß, dass sie Texte auswählt, die mir gefallen, unter Gesichtspunkten, die mir wichtig sind. Bei zwei alten weißen Männern (sorry für die Zuspitzung) würde ich davon ausgehen, dass ich Geschichten von alten weißen Männern bekomme. Das sind aber nicht die Blickwinkel, nach denen ich suche.

 

Je mehr ich diesen Austausch so verfolge, desto mehr habe ich auch das Gefühl, dass ich sehr andere Kurzgeschichten suche und lese als die meisten anderen hier. Es wäre also auch die Frage nach den Zielgruppen zu stellen.

 

Und: In den 1980ern und 1990ern gab es kein Streaming. Da lasen viel mehr Leute. Heute lesen bevorzugt junge Frauen, es schreiben aber sehr viele (meist nicht mehr junge) Männer für junge Männer. Vermutlich müsstet ihr euch also überlegen, wie ihr die Jungs zum Lesen animiert. Das ist tatsächlich eine Sache, zu der ich fast nichts beitragen kann, außer: meiner Beobachtung nach lesen queere Männer und genderqueere Leute tendenziell etwas mehr.


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#109 FranzH

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Geschrieben 28 Mai 2026 - 14:13

In den 80iger und 90iger Jahren waren die Anthologien von Jeschke sehr erfolgreich, weil sein Name als Garant für die Qualität der ausgewählten Geschichten stand.


Waren die Anthologien nicht schon damals ein Zuschuss Geschäft, querfinanziert z.B. über die Star-Trek Bücher?

#110 rostig

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Geschrieben 28 Mai 2026 - 14:36

Über den kommerziellen Erfolg fehlen mir die Infos, aber die Auflagezahlen waren m.M. recht ordentlich und die Bücher in allen Buchhandlungen präsent. 



#111 Frank Lauenroth

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Geschrieben 28 Mai 2026 - 16:15

Jeschke stand damals quasi für handverlesene Geschichten höchster Güte.

Damit bediente er den SF-Massengeschmack.

Ich wusste seinerzeit: wenn Jeschke draufstand, war Qualität drin, also KG, die ich (überwiegend) mochte. 

 

Ich erinnere mich noch an die Hugendubel-Buchhandlung in Wilmersdorf 1991 ... 8 Meter Science Fiction Regale! 

Die gefühlte Hälfte dominierte Heyne. 

Viele Anthologien. Öfter auch 3 Romane in einem Band (nicht immer vom selben Autor) ... Hrsg. Wolfgang Jeschke.

 

Eschbach würde das evtl. sogar machen. Ich glaube, Uwe (Hermann) hat da  'nen Draht  :smokin:


In memoriam Michael Szameit / Christian Weis / Alfred Kruse / Rico Gehrke                                     Meine Story LADEN! ZIELEN! FEUER!      im Weltenportal N°6  -> https://weltenportal...-Webausgabe.pdf  <-  auf Seite 97 im PDF
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#112 Mammut

Mammut

    DerErnstFall Michael Schmidt

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Geschrieben 28 Mai 2026 - 16:46

Je mehr ich diesen Austausch so verfolge, desto mehr habe ich auch das Gefühl, dass ich sehr andere Kurzgeschichten suche und lese als die meisten anderen hier. Es wäre also auch die Frage nach den Zielgruppen zu stellen.

 

Ein interessanter Einwand. Die Zielgruppe ist wichtig, das wurde ja auch im SF Podcast Thread thematisiert. Mich persönlich hat z.B. die Smartokratie Ausschreibung als Leser nicht angesprochen. Aber wie man alleine an den Einsendungen sieht, ist dass Interesse groß.

Ich finde, es ist immer ein Spagat, ob man die Zielgruppe zu eng anvisiert oder zu breit, beides ist nicht zielführend. Hat man eine zu enge Zielgruppe anvisiert, hat man auch nur ein relativ kleines Zielpublikum. Macht man es zu breit (jedem recht), gefällt es auch keinem. 

Wenn mich also das Thema nicht anspricht, bin ich als Leser außen vor. Wenn ich aber das Gefühl habe, das ist ein reiner Gemischtwarenladen, spricht mich das auch nicht an.

Denke, über die Zielgruppe, die man erreichen will, muss man sich unbedingt Gedanken machen. Da man es nicht allen recht machen kann, sollte man sein Ziel verfolgen und entsprechend die Publikation zusammen stellen.

 

Auffällig finde ich, dass gemischte Sammlungen (mit verschiedenen Genres der Phantastik) weniger gefragt sind. So war es als Herausgeber (Fantasyguide präsentiert), aber auch als Leser ist das nichts was ich suche. Die Geschichten müssen schon eine Klammer haben, und wenn die durch die Genres springen, muss etwas anderes verbindendes dabei sein, wie z.B. die Musik bei Rockplanet.

 

Die Idee, auf reine Unterhaltung zu setzen, behagt mir auch nicht. Da greift der Leser doch eher zu einem Roman. Es muss also auch was sein, was zur längeren Form abgrenzt und ein Mehrwert generiert.


Die neue Anthologie aus der Galactic Pot Healer Bar:

https://defms.blogsp...pot-healer.html


#113 Frank Lauenroth

Frank Lauenroth

    ThrillerAutor

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Geschrieben 29 Mai 2026 - 09:46

Zielgruppen sind wichtig.

Aber gab es eine Zielgruppe für 'Rockplanet'? Falls ja, wie groß mochte die gewesen sein? SF-Leser mit Affinität zur Rockmusik der 70er Jahre. Theoretisch einige, aber wurden die (auch ohne Werbung) erreicht?

 

Tatsächlich würde ich erwarten, dass 'Smartokratie', so die Sammlung tatsächlich erscheint, eine höhere Menge an LeserInnen auch außerhalb der reinen SF-Fans erreichen könnte.

 

Ich bleibe dabei:

Ein Best-Of eines Jahres öffnet die Tür einen Spalt breit.

Da müssen vorn auf dem Cover die Namen der beteiligten AutorInnen draufstehen. Idealerweise ein Name ganz oben (als Herausgeber oder eine Story von) von jemand, der/die auch außerhalb des Fandoms einen Namen hat.

 

Wenn man damit mehr Interessenten erreicht, lesen die (vielleicht) nach, was die Autory sonst bereits veröffentlich hatten.

 

Und dann im neuen Jahr eine neue Selektion ... denn die Leserschaft will bedient werden, denn die Leserschaft vergisst halt schnell.

 

e.g. https://www.amazon.d.../dp/0765338203/


In memoriam Michael Szameit / Christian Weis / Alfred Kruse / Rico Gehrke                                     Meine Story LADEN! ZIELEN! FEUER!      im Weltenportal N°6  -> https://weltenportal...-Webausgabe.pdf  <-  auf Seite 97 im PDF
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#114 ChristophGrimm

ChristophGrimm

    Illuminaut

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Geschrieben 29 Mai 2026 - 10:16

Zielgruppen sind wichtig.

Aber gab es eine Zielgruppe für 'Rockplanet'? Falls ja, wie groß mochte die gewesen sein? SF-Leser mit Affinität zur Rockmusik der 70er Jahre. Theoretisch einige, aber wurden die (auch ohne Werbung) erreicht?

 

Ich befürchte, nein. Ich möchte wirklich nichts gegen p. machinery sagen, aber ich habe nicht das Gefühl, dass die meisten AndroSF-Anthologien außerhalb der sehr kleinen Szene überhaupt bemerkt werden. (My darf gerne poltern, wenn er das jetzt liest ;)). Ich meine das auch gar nicht böse. Aber wurden denn Rezensenten aus der Musikszene geworben? Plattformen wie Stormbringer.at, Metal.de und Paranoyd, oder den Magazinen Classic Rock, Rock it!, Deaf Forever, Rock Hard etc? 

 

 

Tatsächlich würde ich erwarten, dass 'Smartokratie', so die Sammlung tatsächlich erscheint, eine höhere Menge an LeserInnen auch außerhalb der reinen SF-Fans erreichen könnte.

Ich bin selbst gespannt. Und abgesehen davon, dass mich das Thema im Gegenzug zu Mammut sehr interessiert hat ... ;) ... versuche ich mein Möglichstes. Ich werde berichten, ob und was funktioniert hat. Auch und gerade weil mir die SF-Kurzgeschichte am Herzen liegt.

 

 

Ich bleibe dabei:

Ein Best-Of eines Jahres öffnet die Tür einen Spalt breit.

Da müssen vorn auf dem Cover die Namen der beteiligten AutorInnen draufstehen. Idealerweise ein Name ganz oben (als Herausgeber oder eine Story von) von jemand, der/die auch außerhalb des Fandoms einen Namen hat.

 

Wenn man damit mehr Interessenten erreicht, lesen die (vielleicht) nach, was die Autory sonst bereits veröffentlich hatten.

 

Und dann im neuen Jahr eine neue Selektion ... denn die Leserschaft will bedient werden, denn die Leserschaft vergisst halt schnell.

 

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Zustimmung. Einfach ... weil es vielleicht auf Gehör stößt ;).


Bearbeitet von ChristophGrimm, 29 Mai 2026 - 10:17.

SF/Fantasy-Literaturzeitschrift: https://weltenportalmagazin.de | SF hautnah: https://eridanusverlag.de | Meine Welt der Worte: https://christophgrimm.com
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#115 Mammut

Mammut

    DerErnstFall Michael Schmidt

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Geschrieben 29 Mai 2026 - 13:28

Zielgruppen sind wichtig.
Aber gab es eine Zielgruppe für 'Rockplanet'? Falls ja, wie groß mochte die gewesen sein? SF-Leser mit Affinität zur Rockmusik der 70er Jahre. Theoretisch einige, aber wurden die (auch ohne Werbung) erreicht?
 
Tatsächlich würde ich erwarten, dass 'Smartokratie', so die Sammlung tatsächlich erscheint, eine höhere Menge an LeserInnen auch außerhalb der reinen SF-Fans erreichen könnte.
 
[/url]


Ich denke, der letzte Satz musss "...erreicht." heißen.
Bei dem erreichen könnte komnt es drauf an. Wenn ich das Thema dieses Threads sehe, haben beide Themen Potenzial auch außerhalb der SF Kurzgeschichtenszene. Smarte Technologie ist ein Trendthema. Und Rockmusik der 70er hat einen enormen Fankreis. Ob man diese Menge an Publikum aber adressiert bekommt, ist natürlich fraglich. Bei Rock Planet scheint mir das reichlich misslungen zu sein. Chris hat da ja schon eine Vermutung geäußert.

Die neue Anthologie aus der Galactic Pot Healer Bar:

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#116 Rezensionsnerdista

Rezensionsnerdista

    Yvonne

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Geschrieben 29 Mai 2026 - 13:37

Ui, Rezensierende in einschlägigen Rock-Magazinen, was für eine coole Marketing-Idee, hättest du das mal eher gesagt, Chris (bzgl. Rock Planet)


Podcast: Literatunnat

  • (Buch) gerade am lesen:meistens viele
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#117 Uwe Hermann

Uwe Hermann

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Geschrieben 30 Mai 2026 - 06:27

Auffällig finde ich, dass gemischte Sammlungen (mit verschiedenen Genres der Phantastik) weniger gefragt sind. So war es als Herausgeber (Fantasyguide präsentiert), aber auch als Leser ist das nichts was ich suche. Die Geschichten müssen schon eine Klammer haben, und wenn die durch die Genres springen, muss etwas anderes verbindendes dabei sein, wie z.B. die Musik bei Rockplanet.

 

 

 

Sehr interessant. Ich habe meine Geschichten immer nach Datum der Veröffentlichung zusammengestellt. Eine Sammlung zu einem bestimmten Thema könnte ich mal ausprobieren. 

 

 

Ich bleibe dabei:

Ein Best-Of eines Jahres öffnet die Tür einen Spalt breit.

Da müssen vorn auf dem Cover die Namen der beteiligten AutorInnen draufstehen. Idealerweise ein Name ganz oben (als Herausgeber oder eine Story von) von jemand, der/die auch außerhalb des Fandoms einen Namen hat.

 

Wenn man damit mehr Interessenten erreicht, lesen die (vielleicht) nach, was die Autory sonst bereits veröffentlich hatten.

 

Und dann im neuen Jahr eine neue Selektion ... denn die Leserschaft will bedient werden, denn die Leserschaft vergisst halt schnell.

 

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Ich glaube auch, dass so eine Sammlung zumindest dem Versuch wert wäre.



#118 Mammut

Mammut

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Geschrieben 30 Mai 2026 - 08:18

Ich bleibe dabei:

Ein Best-Of eines Jahres öffnet die Tür einen Spalt breit.

Da müssen vorn auf dem Cover die Namen der beteiligten AutorInnen draufstehen. Idealerweise ein Name ganz oben (als Herausgeber oder eine Story von) von jemand, der/die auch außerhalb des Fandoms einen Namen hat.

 

Wenn man damit mehr Interessenten erreicht, lesen die (vielleicht) nach, was die Autory sonst bereits veröffentlich hatten.

 

Und dann im neuen Jahr eine neue Selektion ... denn die Leserschaft will bedient werden, denn die Leserschaft vergisst halt schnell.

 

e.g. https://www.amazon.d.../dp/0765338203/

 

Eine Best-Of wäre bestimmt interessant. Nicht unbedingt eines Jahres, aber der Fundus an guten deutschsprachigen SF Kurzgeschichten ist über einen größeren Zeitraum groß. Man braucht dann aber ein größeres Budget und ob man das Geld wieder zurück bekommt ist fraglich.

 

Wenn man mal darauf zurück kommt, welche Anthologien extrem erfolgreich waren fallen mir spontan drei ein (ihr könnt gerne weitere Beispiele bringen)

 

 

 Die Stille nach dem Ton lag glaube ich im hohen dreistelligen Bereich:

Boldt, Ralf & Jeschke, Wolfgang (Hrsg.), Die Stille nach dem Ton … – p.machinery –

 

Bei Eine Trillion Euro habe ich was von 4000 verkauften Exemplaren gehört:

https://amzn.to/4dDRSRV

 

Der erste Visionen Band lag wenn ich mich richtig erinnere bei 600+

Visionen-Anthologien 2004-2007 herausgegeben von Helmuth Mommers - yvonnetunnats Webseite!

 

Bei Nachdruckreihen bin ich skeptisch. Laufen Bände mit Nachdrucken schon erschienenen Kurzgeschichten im deutschsprachigen Raum? Das scheint ein Feld, das kaum beackert wird.

Und da wir am Brainstormen sind: Welche Verlage kämen in Frage und welche Herausgeber?


Die neue Anthologie aus der Galactic Pot Healer Bar:

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