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Was wird aus der Sammlung?


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23 Antworten in diesem Thema

#1 Ulrich

Ulrich

    Temponaut

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Geschrieben 30 Mai 2026 - 13:55

Jetzt überlege ich schon seit längerer Zeit, was aus meiner Science-Fiction-Sammlung werden soll. Gewiss, ideell haben die Bücher einen höheren Wert als der kleine Marktpreis. Und Möglichkeiten gibt es viele:

  • online verkaufen,
  • an das örtliche Second-Hand-Kaufhaus geben,
  • Aktion Bücherrettung (SFCD),
  • an eine der SF/Phantastik-Bibliotheken in Wetzlar oder Wien geben.

Wobei ich schon hunderte Bücher verschenkt habe, auch an die Phantastische Bibliothek Wetzlar, die andererseits gut ausgestattet ist.

 

Letztlich läuft es aus verschiedenen Gründen daraufhinaus, dass ich jetzt einen großen Teil wegschmeiße. Es kommt auf den Müll. Schon seltsam, was alles passieren kann.

 

Habt ihr euch schon mal Gedanken gemacht?

 

 

 

 

 

 

 



#2 Mammut

Mammut

    DerErnstFall Michael Schmidt

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Geschrieben 30 Mai 2026 - 14:21

Um dem vorzubeugen, verkaufe ich regelmäßig über ebay und booklooker. Und manches landet im Bücherschrank.
Bücher wegwerfen werde ich nicht. Rein aus Prinzip.

Bearbeitet von Mammut, 30 Mai 2026 - 15:01.


#3 Stephan

Stephan

    Infonaut

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Geschrieben 30 Mai 2026 - 14:36

Und so Antiquariate die das eventuell kostenfrei abholen würden, gibts in der Nähe keine?

 

Also klar, so ein Antiquariat ist kein gemeinnütziger Verein und die wollen schon ihren Taler damit machen, aber so würden die Bücher vielleicht wenigstens weiter zirkulieren?

 

Ich kaufe sehr gern in Antiquariaten ein und stöbere dort auch gerne mal auf gut Glück. Aber ich weiß auch, das viele davon nicht zu jeder Zeit neue Bücher annehmen. Von Ankaufen gar nicht erst zu reden.


Bearbeitet von Stephan, 30 Mai 2026 - 14:38.

Mein Blog über Science Fiction: www.ostinspace.blog  :)

  • (Buch) gerade am lesen:"Mythen, Monster und Manien" von Ian Watson
  • (Buch) als nächstes geplant:"ZOI" von Jane Mondrup
  • • (Buch) Neuerwerbung: "Athos 2643" von Nils Westerboer

#4 Dreamer

Dreamer

    Infonaut

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Geschrieben 30 Mai 2026 - 15:14

Jetzt überlege ich schon seit längerer Zeit, was aus meiner Science-Fiction-Sammlung werden soll.
Möglichkeiten gibt es viele:


Yep.

http://www.youtube.c...h?v=UoUgF4oB4qk

#5 My.

My.

    Wiedergänger

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Geschrieben 30 Mai 2026 - 15:18

Um dem vorzubeugen, verkaufe ich regelmäßig über ebay und booklooker. Und manches landet im Bücherschrank.
Bücher wegwerfen werde ich nicht. Rein aus Prinzip.

 

Sic!

 

My.


| Michael Haitel

| p.machinery Michael Haitel

| Norderweg 31 · DE-25887 Winnert

| Fon +49 4845 3539956

| Fax +49 4845 3539958

| michael@haitel.de

| www.pmachinery.de

| VAT ID DE189832110

| Steuer 17/056/02051

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| Achtung! Sie erreichen uns telefonisch nur, wenn Sie Ihre Rufnummer

| übertragen!

 


#6 Stahlelefant

Stahlelefant

    Infonaut

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Geschrieben 30 Mai 2026 - 15:54

An Momox (Medimops) verkaufen wäre vielleicht auch eine Option. Hab ich selbst aber noch nie ausprobiert. Bringt wahrscheinlich nicht viel ein, aber du kannst dann viele Bücher auf einmal einschicken. Gut, wenn du Zeit sparen willst.* Und immer noch besser, als die Bücher in die Altpapiertonne zu kloppen.

*(Einzeln einstellen bei Ebay, Booklooker u. ä. ist (natürlich) wesentlich zeitaufwändiger.)


Nautron respoc lorni virch.

  • (Buch) gerade am lesen:Ray Bradbury: The Martian Chronicles

#7 Naut

Naut

    Semantomorph

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Geschrieben 30 Mai 2026 - 17:36

Momox und Rebuy war bis vor ca. 5 Jahren eine gute Option, jetzt kaum noch. Bücher, die älter als 2 Jahre sind, werden so gut wie nicht mehr angekauft (Ausnahme: Bilderbücher und bestimmte Ausgaben).
Liest gerade: Zafón - Der dunkle Wächter

#8 Stahlelefant

Stahlelefant

    Infonaut

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Geschrieben 30 Mai 2026 - 17:51

OK, dann ist das wohl keine Option. Aber wie wär’s hiermit? https://scifinet.org...enken-tauschen/

Lohnt sich höchstwahrscheinlich nicht für „Standardkram“, aber vielleicht ganz gut für etwas speziellere Sachen? Z. B. signierte Ausgaben?


Nautron respoc lorni virch.

  • (Buch) gerade am lesen:Ray Bradbury: The Martian Chronicles

#9 deepsea_uj

deepsea_uj

    Limonaut

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Geschrieben 31 Mai 2026 - 11:38

Ein interessantes Thema, das ich aus japanischer Perspektive ergänzen kann.

In Japan gibt es ein Format namens „Bunkobon" (文庫本) — das entspricht ungefähr dem deutschen Taschenbuch, aber noch kleiner und günstiger. Die meisten Romane, auch ältere Klassiker, erscheinen irgendwann in dieser Form. Das klingt nach einer praktischen Lösung für das Platzproblem — ist es aber nicht wirklich, weil viele Leser einfach noch mehr kaufen, sobald die Bücher billiger werden. Ich kenne Menschen, deren Wohnungen buchstäblich von Bücherstapeln dominiert werden, die langsam in Richtung Decke wachsen. Das japanische Wort dafür ist „Tsundoku" (積ん読) — Bücher kaufen und stapeln, ohne sie zu lesen. Es gibt sogar einen gewissen kulturellen Stolz darauf.

Was die Entsorgung betrifft: Das Problem kennen wir hier genauso. Antiquariate nehmen immer weniger an, und auch Bibliotheken sowie Universitätsbibliotheken räumen ihre Bestände zunehmend aus. Bekannt wurde in Japan der Fall der Funabashi-Stadtbibliothek, wo Anfang der 2000er Jahre Hunderte von Büchern heimlich entsorgt wurden — darunter Werke bestimmter Autoren, was später zu einem Gerichtsverfahren führte. Seitdem ist das Thema Bibliotheksaussonderung politisch sensibel, passiert aber trotzdem weiter, oft leise und ohne Aufsehen.

Universitätsbibliotheken stehen zusätzlich unter dem Druck der Digitalisierung. Viele lagern ältere Printbestände aus oder geben sie ab, um Platz für elektronische Ressourcen zu schaffen. Was nicht digitalisiert wurde, verschwindet manchmal einfach.

Das Ergebnis ist paradox: Ein Land, das Bücher kulturell sehr ernst nimmt, produziert trotzdem dieselben Entsorgungsprobleme wie überall sonst.



#10 deval

deval

    Skeptiker

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Geschrieben 31 Mai 2026 - 12:46

Ich weiß gar nicht, wann ich mir das letzte Buch gekauft hätte. Ich sammel schon seit einigen Jahren nicht mehr sondern stoße immer mehr Bücher ab.

Und ja, es stimmt, verkaufen wird immer schwieriger und wenn dann doch, dann muss man im Preis dem Käufer schon arg entgegenkommen.

Besonders schlimm ist es bei Perry Rhodan Bücher und Heften, die sind so gut wie unverkäuftlich geworden, weil da reihenweise Sammlungen verschenkt werden.

Am Besten läuft es noch über booklooker und den kleinanzeigen. In Bücherschränke stelle ich auch immer wieder etwas ein, aber auch die quellen teilweise bei uns über.

Und dann wandern sie halt in die Tonne, da habe ich überhaupt kein Problem mehr damit.


"Dein Wort ist meines Fusses Leuchte und ein Licht auf meinem Weg."
Psalm 119, 105

 

www.fantasybuch.de


#11 Mammut

Mammut

    DerErnstFall Michael Schmidt

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Geschrieben 31 Mai 2026 - 12:58

Perry Rhodan gibt es ja viele und das in mehr als ausreichender Auflage. Auch die Auflagen von 60er bis 80er TB sind hoch. Frag mich aber ob die Bücher der Jetztzeit in dreißig Jahren noch in ausreichender Menge verfügbar sind. Als gedrucktes Buch wird das für einige Ausgaben bestimmt schwierig.

Wir hatten das erst letztens in einem anderen Forum. Hallucigenia von Laird Barron (Golkonda Verlag) war ja relativ lange erhältlich. Das Buch jetzt zu erhaschen ist eine schwierige Angelegenheit.

Bei Horror und unheimliche Phantastik gibt es übrigens sehr viele Bücher in kleinen Auflagen, die später sehr gesucht sind. Gibt es das eigentlich bei SF auch?


Bearbeitet von Mammut, 31 Mai 2026 - 12:58.


#12 Naut

Naut

    Semantomorph

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Geschrieben 31 Mai 2026 - 13:11

Ja, natürlich. Z.B. bei Zyklen, deren erste Bände in hohen Auflagen erschienen, spätere aber nicht mehr, z.B. "Uplift" von David Brin.
Liest gerade: Zafón - Der dunkle Wächter

#13 Stahlelefant

Stahlelefant

    Infonaut

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Geschrieben 03 Juli 2026 - 13:48

Wenn jemand, z. B. @Ulrich, seltene Sachen von Jules Verne hat: Ich wäre interessiert, wobei es mir in vielen Fällen auch reichen würde, wenn ich bibliographische Angaben bekomme … hatte ich bei Verkaufen, Verschenken, Tauschen schon gepostet (siehe hier Suche: Einige Jules-Verne-Ausgaben  ), aber vielleicht schauen da nur wenige rein?


Nautron respoc lorni virch.

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#14 Dyrnberg

Dyrnberg

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Geschrieben 04 Juli 2026 - 09:28

Meine subjektive These, ein paar Minuten nach dem ich von einem Flohmarkt heimgekommen bin: Es stirbt gerade die erste und zweite Generation an Menschen, als Bücher zu einem Massenmarkt wurden, oder? Ab der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurden Bücher zu einer Massenware, und das sieht man nun: Millionen von Konsalik-Ausgaben und Co. liegen in deutschsprachigen Haushalten. Die Erben wissen nicht, wohin mit all dem Zeug. Und Antiquariate, die vor ein paar Jahrzehnten noch "dankbar" waren, schütteln nun den Kopf. Das wird sich wieder mal ändern, wenn die E-book-Generation stirbt.



#15 Stephan

Stephan

    Infonaut

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Geschrieben 04 Juli 2026 - 09:56

Ich hab eher den Eindruck, dass das schon wieder abebbt. 30 Jahre lang lagen Romane aus Haushaltsauflösungen stapelweise am Straßenrand und gefühlt überwiegen heute eher die Restehäufchen von so altgewordenen Leuten, die für den nächsten Umzug ihre alten Abiturlernhilfen, Känguruh-Manifest-Geschenkebücher und ihre Dan Brown-Sakrileg-Klopper "zum Verschenken" rausstellen.

Die Konsalik-Schwemme ist meinem Eindruck mach vorbei. Nur wenn mal wieder ein Antiquariat aufgibt plumpsen die Dinger noch raus.

Aber wie gesagt alles subjektiv bei meiner Beobachtung.

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#16 Zack

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    Illuminaut

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Geschrieben 07 Juli 2026 - 20:40

Da ich leider wenig Platz habe, muss ich regelmäßig aussortieren und die allermeisten Bücher landen im öffentlichen Bücherschrank, ich hoffe, andere haben Freude damit ^^ ... für manche habe ich auch im Bekanntenkreis Abnehmer gefunden oder auch mal komplette Trilogien auf ebay verkauft, aber meistens will sie dort auch keiner ... 


“Die Farben sind der Ort, wo unser Gehirn und das Universum sich begegnen.” (Paul Cézanne)


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#17 Nina

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Geschrieben 07 Juli 2026 - 21:35

Ich glaube, jeder, der einen Nachlass hatte oder das nur am Rande mitbekommen hat, weiß von dem Problem. Da sind nicht nur Bücher, so viele Dinge, die ehemals was gekostet haben. Bei meinem Opa, den ich nie rauchen gesehen habe, lagen päckchenweise originalverpackte Zigaretten. Ein ganzer Kasten voll mit ... Seife! Ernsthaft, große Seifen, kleine Seifen. Gute Marken und Hotelseife aus China, alles, alles, alles. Ich könnte ein Seifenmuseum eröffnen. Und es ist auch schräg, wenn man einen Besucher fragt: Brauchst du Seife? 

 

Reseller sind halt so, dass sie was wollen, was im Trend ist. Der Bestseller von gestern ist am schlechtesten zu verkaufen. Bei Momox scannt man die ISBN ein und bekommt ein Preisangebot. Meist wird ein älteres Buch gar nicht angenommen oder es bringt 15 Cent. Um portofrei hinschicken zu können, muss man für 10 Euro Ware generieren. Außerdem werden Bücher nachträglich noch aussortiert, wenn sie beschädigt sind, dann müsste man fürs Zurückschicken zahlen oder man gibt sie halt auf. Dann gibt es noch Bookbot, da fotografiert man die Bücher und sie sagen einem, an welchen sie grundsätzlich interessiert sind. Das schickt man dann mit Versandetikett kostenfrei ein. Aber: Bücher, die zu billig verkauft werden, bringen nichts. Bücher, die länger nicht verkauft werden, werden aus dem Angebot entfernt. Es ist mir allerdings gelungen, mir was auszahlen zu lassen. Bevor man wegschmeißt, wohl eine Option. 

 

Ich würde da trennen: Was wegkann, sollte auch weg. Freunde würde ich nicht drauf zählen, ich hab mal versucht, da zu verschenken, da kommt dann so: "Ach nö, ich geh nachher noch da und da hin, da nehm ich keine schweren Bücher mit. Heb mir das doch auf!" - Und dann ist es schwer, hart zu bleiben. Ich habe ohnehin ein Ordnungsproblem, wenn ich mich mal aufraffe, was auszumisten, dann muss es auch zeitnah weg. Ich hab das dann auch erklärt, es muss weg, damit ich Platz hab und ein wenig Ordnung einkehrt. Mit Büchern wochenlang zur Seite gelegt - da wärs besser, ich hätte die im Regal gelassen. Ich hab dann gesagt: "Nein, nimm, was du willst, ich geh mit dem Rest dann zum offenen Bücherschrank. Du siehst ja, was ich für ein Messiezimmer ich hier hab, es muss was raus!" 

 

Lass dich auch nicht darauf ein, dass Leute stöbern kommen. Sich da was auszumachen und am Ende kauft wer ein Buch um drei Euro und hat dich den halben Abend beschäftigt, das lohnt sich nicht. Eventuell könnte sich der Verkauf von Themenpaketen über eine lokale Facebookgruppe lohnen. Also 20x Space Opera, Selbstabholung.

 

Bei Versand bin ich schon draufgekommen: Da ist wer Feuer und Flamme. Ein Beispiel: Jemand wollte von einem lokalen Filmfest ein Plakat, ich sollte das kaufen. Ich habe dort gefragt, wie viel das kostet, bekam es dann geschenkt. Ich wollte dann das Porto haben und dann wollte der nicht mehr. Es war reales Porto von Österreich nach Deutschland, ich kann es auch nicht billiger machen. Ich bin nicht Gott, wenn es das kostet, dann kostet das nun mal das. Aber hätte man nicht damit rechnen können? - Ich sag Dir, die Leute sind durch die Online-Shops mit kostenlosem Versand und Rückversand so bescheuert geworden, dass sie glauben, Privatleute können das auch. Als Privatperson bekommst du das nicht und auch Luftpolsterumschläge, selbst im Großhandel kommt man bei "Kleinmengen" von 100 Stück trotzdem noch auf fast 40 Cent pro nennenswert großem Umschlag, wo ein Buch reinpasst.



#18 Zeitreisender

Zeitreisender

    Ehemann von Dr. Heller

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Geschrieben 09 Juli 2026 - 14:53

SF ist sehr schwer loszukriegen. Auch SF-Filme kriegt man nicht verkauft und ich spreche aus Erfahrung. Es interessiert niemanden.

 

Das...

  • an eine der SF/Phantastik-Bibliotheken in Wetzlar oder Wien geben

... oder in die Papiertonne. Probiere mal Kleinanzeigen als Sammlung.



#19 ShockWaveRider

ShockWaveRider

    verwarnter Querulant

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Geschrieben 09 Juli 2026 - 15:03

Wenn man eine mindestens dreistellige Zahl an Büchern loswerden will, gibt es eine gute Alternative: Spendet es einem Con-Veranstalter, der die Con-Taschen mit je einem Buch als Überraschungsgeschenk anfüttern kann!

So bin ich bei einem MucCon ein Bücherregal losgeworden.

 

Gruß

Ralf,

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Denn er tut sich verbitten
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#20 Helge

Helge

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Geschrieben 09 Juli 2026 - 15:42

Ich glaube, jeder, der einen Nachlass hatte oder das nur am Rande mitbekommen hat, weiß von dem Problem. Da sind nicht nur Bücher, so viele Dinge, die ehemals was gekostet haben. Bei meinem Opa, den ich nie rauchen gesehen habe, lagen päckchenweise originalverpackte Zigaretten. Ein ganzer Kasten voll mit ... Seife! Ernsthaft, große Seifen, kleine Seifen. Gute Marken und Hotelseife aus China, alles, alles, alles. Ich könnte ein Seifenmuseum eröffnen. 

Das mit dem Seifen-Nachlass habe ich auch erlebt. :biggrin2:  Und Handtücher in völlig abenteuerlichen Mengen. Von letzteren habe ich jede Menge verschenkt oder auch als Verpackungsmaterial für andere Dinge praktisch mitgeschenkt - und trotzdem noch einen lebenslangen Handtücher-Vorrat übrig. Aber die Seife kann man ja aufbrauchen, die ist bei mir schon alle geworden.



#21 ChristophGrimm

ChristophGrimm

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Geschrieben 09 Juli 2026 - 16:57

Ich sehe es differenziert.

Abgegriffene, speckige Schwarten, in deren vergilbte Seiten der Dachbodenstaub eingezogen ist? - Papiertonne.(*)
Bücher, die keiner mehr will (Windows-98-Ratgeber, „Sakrileg“)? - Papiertonne(*)
Mäßiges, Mittelprächtiges, Standard-Lesestoff (Krimi, Thriller, Rezi-Exemplare nach getaner Arbeit) in gutem Zustand? - Bücherschrank
Bücher, die ich gut fand, aber in diesem Leben kein zweites Mal lesen werde? - Bücherschrank
Halbwegs sinnvolle Konvolute? (Komplette Mehrteiler, Reihen etc.) - Ebay / Tauschgruppen

(*) manche haben ja echt ein Problem damit, Bücher als das zu betrachten, was sie nun mal sind: Karton und Papier. Wenn ich ein Buch wegwerfe, schmeiße ich keine Kunst, sondern eine (Massen)Kopie weg.
SF/Fantasy-Literaturzeitschrift: https://weltenportalmagazin.de | SF hautnah: https://eridanusverlag.de | Meine Welt der Worte: https://christophgrimm.com
  • (Buch) gerade am lesen:DSFP-Nominierungen KG, "Int:Elegance", "Das Schloss im Laacher See" (M. O. Bendrin)
  • (Buch) als nächstes geplant:Irgendwas vom SuB im RuB
  • • (Buch) Neuerwerbung: "Grenzland der Liebe" (Finnische Phantastik Anthologie)

#22 Nina

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Geschrieben Gestern, 17:03

Ich finde, dass Christoph das gut zusammengefasst hat. Bei manchen Bücherschränken frag ich mich auch: Wer will denn einen Geburtenratgeber aus 1972? Ein altes Telefonbuch? Ein Vorlesungsverzeichnung von 1997? - Gewisse Dinge sind in der Altstoffverwertung besser aufgehoben. - Andererseits haben mein Freund und ich uns scheckig gelacht über einen alten Benimmratgeber aus dem Bücherschrank. Und nach einer Weile: "Moment mal, ist das nicht strafbares Stalking?" - Ja, da wurde tatsächlich vorgeschlagen, dass man als Mann einer Frau, die einem gefällt, nachgeht, um so ihre Wohnadresse ausfindig zu machen. Nachsehen im Telefonbuch, bei ihrem Vater vorstellig werden - scheinbar alles normal. Wow. Die Zeiten haben sich echt geändert. Zum Glück. 

 

Ich habe jedenfalls festgestellt: Auch das Verschenken kann schwer sein. Gerade bei Büchern. Ich habe jetzt noch eine Option, den sg. "Kost-Nix-Laden". Der nimmt alles, was noch halbwegs ein bisschen Niveau hat, auch Bücher. Das Zeug darf jeder mitnehmen, unabhängig vom sozialen Background. Ich hab mir letztes Mal ein paar Werbekugelschreiber mitgenommen. Ich mach mir viele Notizen und mein letzter Kugelschreiber - am ESFS-Meeting verborgt, der kam nicht mehr wieder. 



#23 Uwe Hermann

Uwe Hermann

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Geschrieben Heute, 05:03

Ich habe über vierzig Jahre lang TB und Romane gesammelt. Entsprechend viele Regale stehen bei uns im Haus und unzählige weitere Kisten auf dem Dachboden. Von den Büchern sind viele signiert, von Autoren, die längst nicht mehr leben. Ich hänge an jedes einzelne TB und jeden einzelnen Roman. Aber auch ich bin längst in dem Alter, in dem ich darüber nachdenke, was später mit ihnen passiert. Meine Kinder konnte ich nie dafür begeistern. Wegwerfen? Niemals! Trotz der Menge würde es mir in der Seele wehtun, sie zu entsorgen. Ich werde sie behalten und mich an ihnen erfreuen. Hin und wieder verschenke ich welche an Menschen, von denen ich weiß, dass sie sich darüber freuen. Eine andere Möglichkeit sehe ich leider auch nicht.
Glaubt ihr, dass eine Zeit kommen könnte (nach uns) in der Menschen genau diese Bücher suchen werden?


#24 Nina

Nina

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Geschrieben Heute, 21:34

Manchmal suchen die Menschen nach den seltsamsten Dingen. Nach einer Waschmittelwerbung auf Blech oder so. Aber die meisten Unterschriften sind es nicht. Ich selbst sehe Bücher, die signiert sind, als persönliche Erinnerung. Wertanlage? - Ja, dachte ich mal. Ich dachte mal, all wir, also meine Mitautoren aus ner Anthologie und ich werden bestimmt so berühmt, dass sich 20 Jahre alle die Finger nach unseren Unterschriften ablecken. - He, Leute, ich weiß, was ihr denkt: Ich war aber auch mal Anfang 20, heillos naiv und hab keine Verwandten im Literaturbetrieb. Also woher hätte ich es besser wissen sollen? - Einmal hatte ich so Uralt-Bücher am Stand der Autorengruppe ausgelegt, die momentane Standbetreuung kommt an: "Du, da sind Unterschriften in deinem Ansichtsexemplar von - huch, das ist lange her! - drin, nicht dass das einer wegkauft!" - Und ich: "Ist mir wurscht, das ist doch auch nach Jahren eh nix wert." - Dafür bekomme ich Schnappatmung, wenn wieder mal wer die Cellophanverpackung von einem mehr als zehn Jahre alten Buch wegmacht. Eh Leute, ich fahr eine höher dreistellige Zahl an Kilometern mit Öffis! Ich krieg das kaum heil heim und dann soll ich es noch weiter einlagern! - Ich frag mich echt, wie hoch der Bedarf an Reislesen in eine von unseren depperten Kleinverlagsanthologien ist. Also die Leute machen das auch vorsorglich auf, falls wer reinlesen möchte. Dann hast Du vier Restbücher von vor 12 Jahren und drei sind nachher ausgepackt. Wobei es ja um den Wert ging, uns zu präsentieren, unsere Autorengruppe ist so toll, wir haben wir so viel und zeigen das! 

 

Was viele, die sich Signaturen holen, auch nicht bedenken: Eine persönliche Widmung ist im Normalfall wertmindernd. Es mag sein, dass ich die Unterschrift eines Autors gerne hätte, der wohlgemerkt, um wertsteigernd zu sein, nicht bei bester Gesundheit Autogramme wie geschnitten Brot verteilen sollte . Aber niemand mag so gerne einen fremden Namen in seinem Eigentum stehen haben.




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