Danke für die Blumen. Allerdings ist mein Acrylbild nur der Ausgangspunkt der endgültigen Titelgrafik gewesen, die ich mit verschiedenen Grafik(KI)Werkzeugen dann zu der endgültigen Form mit der biologischen Anmutung entwickelt habe.
Als Verleger der deutschen Ausgabe freut man sich natürlich über positive Besprechungen. Besonders interessant finde ich Rezensionen, die sehr genau erfassen, was ein Buch eigentlich versucht – und zugleich benennen, wo es für den jeweiligen Leser nicht vollständig aufgeht.
Genau das macht die ausführliche 4-Sterne-Rezension von readysteadynovel auf StoryGraph.
Gleich zu Beginn heißt es:
"A bold and beautifully unnerving take on first contact."
Also etwa: "Eine kühne und auf wunderschöne Weise beunruhigende Variante des First Contact."
Besonders scharfsichtig finde ich die Beobachtung, dass ZOI einen für Hard SF eher ungewöhnlichen Zugang wählt:
“Where most hard scifi leans on engineering or physics, Mondrup carves her path through biology and it’s utterly compelling.”
„Wo sich Hard Science Fiction meist auf Ingenieurwissenschaften oder Physik stützt, bahnt Mondrup sich ihren Weg durch die Biologie – und das ist ausgesprochen fesselnd.“
Das trifft für mich einen Kern des Romans. Der First Contact findet hier nicht zwischen zwei technologischen Zivilisationen statt. Das Fremde ist biologisch – und die Begegnung damit wird schließlich selbst zu einem biologischen Prozess.
Ebenso treffend finde ich, dass die Rezensentin darin nicht nur das wissenschaftliche Gedankenexperiment sieht. Sie beschreibt ZOI als Roman über “transformation, autonomy, and the quiet horror of becoming something else. Something other.”
Also über „Transformation, Autonomie und den leisen (wachsenden) Schrecken, etwas anderes zu werden. Etwas Fremdes.“
Interessant sind auch die Einwände: eine gewisse emotionale Distanz, zu wenig Hintergrund bei den übrigen Figuren und der Wunsch, der Roman hätte seinen Body- und Existential-Horror noch stärker ausreizen können. Das kann ich nachvollziehen – auch wenn gerade die Zurückhaltung für mich zu ZOI gehört.
Am Ende bringt die Rezension ihre Einschätzung sehr schön auf den Punkt:
“Zoi is a cerebral, eerie and deeply thought provoking novel in the spirit of some of the great scifi classics.”
„ZOI ist ein intellektueller, unheimlicher und zutiefst zum Nachdenken anregender Roman im Geiste einiger großer Klassiker der Science Fiction.“
Eine ungewöhnlich genaue Besprechung des Romans – und eine, über die ich mich als deutscher Verleger sehr gefreut habe.
Quelle: readysteadynovel, Review of Zoi by Jane Mondrup, The StoryGraph, 4/5 Sterne.
Bearbeitet von van Manderprooz, 23 September 2026 - 13:02.