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Anna Lisa Franzke: The Girl With The Heart-Shaped Glasses


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12 Antworten in diesem Thema

#1 Zack

Zack

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Geschrieben 25 Juni 2026 - 20:17

Hallo zusammen,

 

Yvonne hat sich mehr Romanthreads gewünscht, da schließe ich mich an und mache mal einen zu "The Girl With The Heart-Shaped Glasses" von Anna Lisa Franzke:

 

Ein ziemlich cooler Cyberpunkroman, der in Überwacherpespektive geschrieben ist, sodass man die Protagonistin über unzählige Kameras verfolgt und Informationen nur aus Recherchen der Person, sie die Überwachung leitet, erhält. Durch die Überwachung von Glasses wird man Zeuge, wie eine Widerstandsbewegung entsteht, das das extrem ungleiche und ungerechte System von SynthCity ändern will. 

 

Klappentext:

 

"Eine junge Hackerin

in einer Megacity -

im Kampf für die Rebellion.

 

Der Auftrag ist Beschattung und – im kritischen Fall – Eliminierung von ›Glasses‹, dem mysteriösen Mädchen mit der herzförmigen Brille, das eines Tages aus dem Nichts auf der untersten Ebene, dem Slum von SynthCity, auftaucht. Fortan folgt ihr jede Kamera. Es gibt kein Verstecken. Oder doch? Während sie die Überwacher zum Narren hält, zieht sich die Schlinge immer enger.

 

Cyberpunk in einer dystopischen, vollständig überwachten Zukunft."

 

Und ich habe eine ausführliche Rezension dazu verfasst: klick

 

Viele Grüße

 

- Zack


“Die Farben sind der Ort, wo unser Gehirn und das Universum sich begegnen.” (Paul Cézanne)


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#2 My.

My.

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Geschrieben 26 Juni 2026 - 06:20

[OT:] Bei solchen Titeln frage ich mich immer, was das soll. Was hätte gegen "Das Mädchen mit der herzförmigen Brille" gesprochen? Aber gut. ZDFneo kann ja auch kein Deutsch mehr ...

Laut Rezi scheint das Buch immerhin gut zu sein.[/OT]

 

My.


Bearbeitet von My., 26 Juni 2026 - 06:21.

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#3 quanat

quanat

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Geschrieben 26 Juni 2026 - 09:36

[OT:] Bei solchen Titeln frage ich mich immer, was das soll. Was hätte gegen "Das Mädchen mit der herzförmigen Brille" gesprochen? Aber gut. ZDFneo kann ja auch kein Deutsch mehr ...

Laut Rezi scheint das Buch immerhin gut zu sein.[/OT]

 

My.

 

Ist Dein Nickname oder der Deines Verlages "deutsch"?


Bearbeitet von quanat, 26 Juni 2026 - 09:36.


#4 My.

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    Wiedergänger

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Geschrieben 26 Juni 2026 - 12:50

Ist Dein Nickname oder der Deines Verlages "deutsch"?

 

Fragt der richtige. Und es gibt einen deutlichen Unterschied zwischen einem Namen - Kate Beckinsale heißt in allen Ländern dieser Welt Kate Beckinsale - und einem Buchtitel. Und der Name meines Verlages hat eine Geschichte, die u.a. etwas mit Düsseldorf zu tun hat.

 

Und ansonsten sollte es nun um das Buch gehen. Ich habe das nicht umsonst als "Off topic" markiert.

 

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#5 quanat

quanat

    Giganaut

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Geschrieben 26 Juni 2026 - 13:53

Fragt der richtige. Und es gibt einen deutlichen Unterschied zwischen einem Namen - Kate Beckinsale heißt in allen Ländern dieser Welt Kate Beckinsale - und einem Buchtitel. Und der Name meines Verlages hat eine Geschichte, die u.a. etwas mit Düsseldorf zu tun hat.

 

Und ansonsten sollte es nun um das Buch gehen. Ich habe das nicht umsonst als "Off topic" markiert.

 

My.

 

Wer ist denn der "Richtige"? Wenn Du ausschließlich am Buch interessiert wärst, wäre Dein (persönlicher) Hinweis auf Deine Sprachbefindlichkeiten und Medien ja überflüssig gewesen. Mit oder ohne "off-topic".

 

Der von der Autorin gewählte Titel klingt doch zwingender mit dem Hinweis auf den Namen der Protagonistin als die blümerante "Eindeutschung".

 

Die Rezension liest sich überaus mouthwatering, besonders von dieser jungen und fleißigen Autorin/Verlegerin.


Bearbeitet von quanat, 26 Juni 2026 - 15:09.


#6 Mammut

Mammut

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Geschrieben 21 Oktober 2026 - 15:39

Man solle nicht vergessen, der Roman ist ein Cyberpunk. Da ist die Sprache oft verfremdet, Japanisch oder in dem Fall Englisch von seinen Begriffen. Und die ganze Computertechnik mit ihren Entwicklungen sowieso. Außerdem muss man dann auch zwingend das Titelbild kritisieren: Da steht Wanted und Warning.

Ansonsten wäre es schön, sich über Bücher zu unterhalten und nicht solch überflüssigen Diskussionen zu führen. Wenn man der Meinung ist, Titel müssen immer deutsch sein oder Lieder immer auf deutsch gesungen werden, kann man ja einen extra Thread bei Off-Topic aufmachen.

 

Am Ende wird eine Buchvorstellung mit fünf Beiträgen, die sich auf alles konzentriert, aber nicht auf den Roman selbst. Aber von dem Herrn ist man ja nichts anderes gewöhnt. Bei den Content Notes hätte der Verlag vielleicht schreiben sollen: Anglizismen.

 

TGWTHSG heißt es auch auf Seite 7, der wird auch in Roman verwendet. Der Roman ist in vier Teile gegliedert: Recherche, Observation, Manipulation, Isolation. Dazu kommen Vorher und Nachher.

 

Ich habe angefangen. Eine riesige Stadt in verschiedenen Ebenen. Ebene 3 und dort sitzt die Ich-Erzählerin, die mit ihrem Team TGWTHSG  beobachten soll: Recherche, Observation, Eliminierung.

 

Entsprechend wird im Teil Recherche, den ich gerade lese, aus verschiedenen Kamera das Auftreten und Wirken von THWTHSG überwacht. Und die Recherche deutet an, dass die Beziehungen der Dame bis in die oberste Ebenen reicht.

 

Das liest sich bisher doch alles sehr interessant.


Bearbeitet von Mammut, 21 Oktober 2026 - 15:41.


#7 Zack

Zack

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Geschrieben 21 Oktober 2026 - 15:44

@Mammut: Warum eine Erzählerin? Ich habe, glaube ich, nirgendwo gelesen, welches Geschlecht die Person hat, die Glasses überwacht - oder habe ich das am Anfang direkt überlesen? *mhm*

 

Und zur Titel-Diskussion mein Senf: Ich mag englische Titel durchaus und finde diesen hier super cool und passend - der Titel vom zweiten Band ist auch cool: The Girl With The Neon Scars


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#8 Mammut

Mammut

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Geschrieben 21 Oktober 2026 - 16:29

@Mammut: Warum eine Erzählerin? Ich habe, glaube ich, nirgendwo gelesen, welches Geschlecht die Person hat, die Glasses überwacht - oder habe ich das am Anfang direkt überlesen? *mhm*

 

Oh, da kannst du Recht haben. Das ist eine Schwäche von mir, einem Ich-Erzähler ein Geschlecht zuzuordnen. Da habe ich auch schon öfters daneben gelegen. 

 

Zu den Titel: Wenn der gleiche Titel für verschiedene Sprachen verwendet wird, ist das echt übel. Ich habe jetzt von einem deutschen Autoren die französische Ausgabe. :bigcry:



#9 Zack

Zack

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Geschrieben Gestern, 16:09

Zu den Titel: Wenn der gleiche Titel für verschiedene Sprachen verwendet wird, ist das echt übel. Ich habe jetzt von einem deutschen Autoren die französische Ausgabe. :bigcry:

Bitter :D ... ich habe mir im Buchhandel mal ein Artbook von Luis Royo bestellen lassen und die haben mir aus Versehen die spanische Ausgabe bestellt - habe ich dann trotzdem genommen, bei einem Artbook ist das ja weniger ein Problem. Aber inzwischen ist es verkauft, das Artbook gab es nämlich mit zwei anderen zusammen als cooles Hardcover - auf Deutsch :D

 

Back to topic: Ich fand die Perspektive der Person, die Glasses überwacht, sehr spannend, das war wirklich mal etwas anderes und so entstehen viele Lücken im Text, die für Spannung sorgen. Für mich war diese Person männlich, aber ich kann mich an keine Textstelle erinnern, an der das Geschlecht preisgegeben wurde. Dadurch blieb diese Person mysteriös. 


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#10 Mammut

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Geschrieben Gestern, 19:15

Back to topic: Ich fand die Perspektive der Person, die Glasses überwacht, sehr spannend, das war wirklich mal etwas anderes und so entstehen viele Lücken im Text, die für Spannung sorgen. Für mich war diese Person männlich, aber ich kann mich an keine Textstelle erinnern, an der das Geschlecht preisgegeben wurde. Dadurch blieb diese Person mysteriös. 

 

Ja, das aus der reinen Kamerabeobachtungsperspektive zu schildern, das hat was und hält mich bei der Stange. Das gibt der Erzählung einen ganz anderen Drive. Auch wenn es zwischendrin ein wenig eintönig ist. Den Unterschied zwischen Recherche und Observation habe ich nicht erkennen können, das ist bisher (bin durch Teil 2 noch nicht durch) gleich.

Ich bin von einer Erzählerin ausgegangen, weil es eine Autorin ist. Das war unbewusst, hab aber bisher auch noch nichts gelesen, wo man konkret das Geschlecht dran festmachen könnte.



#11 Mammut

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Geschrieben Heute, 07:51

Die Autorin selbst hat dem Ich-Ezähler ein männliches Geschlecht gegeben und zwar im oben verlinkten Interview: Anna Lisa Franzke (23.04.2026)

 

Ich habe den Roman durch und er hat mir gut gefallen. Ein paar Längen zwischendurch, aber die voyeuristische Perspektive mit den vielen Lücken ist sehr gelungen.

 

Ein paar Sachen sind mir aufgefallen:

Der Erzähler wühlt in allen intimen Teils ihres Lebens rum, aber wenn die beiden sich miteinander vergnügen, schaut er weg.

Die Radikalisierung kam für mich ein wenig überraschend. Anfangs ist diese Revolution doch eher eine positive Bewegung. Als der Anführer aber einen vermeintlichen Verräter erschießt, ist die völlige Radikalisierung da. 

Der Erzähler selbst und seine Motivation ist m.E. unstetig. Warum erfüllt er seinen Auftrag nicht? Warum fasziniert ihn die TGWTHSG dermaßen, dass er sich ihr völlig verbunden fühlt, sie einerseits quält, andererseits schützt und am Ende...tja, das erschließt sich mir nicht, wieso er das scheinbar nicht nur in Kauf nimmt sondern sogar forciert, so wirkte das zumindest auf mich.

Die auffällige Brille ist nur Zubehör und hat keinen tieferen Sinn.

 

Generell ist die Sinnhaftigkeit nur bedingt gegeben, inhaltlich. Aber es hat seine wirklich interessanten Seiten und es wird ein Nachfolger angekündigt.

 

Lektüre hat sich gelohnt. Die Autorin hätte ich auf den Bildern nicht erkannt. Auf dem Bucon waren die Haare grün, nach der Lektüre ist ja klar warum. :bighlaugh:

 

Dass die Nebenfiguren auf Grund der Erzählweise eher streiflichtartig rüber kommen, hab ich nicht als Nachteil angesehen, sondern hat die Erzählweise sogar abgerundet.

 

Hier meine Besprechung: Anna Lisa Franzke: The Girl With The Heart-Shaped Glasses (Weltenruder)


Bearbeitet von Mammut, Heute, 09:36.


#12 Zack

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Geschrieben Heute, 09:55

Die Autorin selbst hat dem Ich-Ezähler ein männliches Geschlecht gegeben und zwar im oben verlinkten Interview: Anna Lisa Franzke (23.04.2026)

 

Mhm, ja, stimmt, das hatte ich gar nicht mehr so im Kopf, aber sie sagt da wirklich "er" ... Dann war mein Bild im Kopf gar nicht so falsch :D

 

Ich empfand den Beobachter auch als sehr ambivalent, aber ich denke, seine Faszination rührt vielleicht daher, dass er Glasses nicht richtig einschätzen kann, dass sie ihn überrascht und das ist er wohl so gar nicht mehr gewohnt. Die Faszination mündet in eine Obsession und in den letzten Kapiteln passiert sehr viel, wo ich auf mehr Erklärungen gehofft hatte - vielleicht kommt das im nächsten Buch? Ich will "The Girl With The Neon Scars" auf jeden Fall lesen und bin gespannt :)


“Die Farben sind der Ort, wo unser Gehirn und das Universum sich begegnen.” (Paul Cézanne)


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#13 Mammut

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Geschrieben Heute, 10:29

Ein interessanter Aspekt ist mir noch eingefallen: Als sie bemerkt, dass sie beobachtet wird und anfängt mit ihm zu kommunizieren. Das war auch irgendwie schräg.

 

Hier und da hätte man das ein oder andere ausführlicher darstellen können, das sehe ich auch so. 




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