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EXODUS Nr. 50.1 und Nr. 50.2 (06/2026)


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15 Antworten in diesem Thema

#1 ShockWaveRider

ShockWaveRider

    verwarnter Querulant

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Geschrieben 27 Juni 2026 - 16:05

Hurra!

Die doppelte Jubiläums- und Abschiedsausgabe ist da.

Gestern bei uns im Briefkasten!

 

Schade, dass der Aufkleber mit der numerierten Sonder-Gold-Edition auf der äußeren Plastikfolie angebracht war.

Ich würde mir den gern auf einem der EXODUS-Hefte selber anbringen.

Mal schauen, wie gut er sich lösen lässt.

 

Natürlich überwiegt die Freude über gleich zwei auf den ersten Blick gelungene Magazine. EXODUS ist einen langen Weg gegangen, bis es hier angekommen ist.

Auf der anderen Seite ist natürlich auch Wehmut, weil das die letzte Ausgabe eines etablierten SF-Magazins sein wird.

René Moreau und seinen Mitstreitern sei der Ruhestand gegönnt; sie haben ihn sich redlich verdient.

Aber a weng schad is' scho!

 

Bittersüße Grüße

Ralf

 


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#2 Fermentarius

Fermentarius

    Cybernaut

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Geschrieben 27 Juni 2026 - 17:34

Ist bei uns auch gestern angekommen. Die Graphiken sehen super aus, die Geschichten muss ich noch lesen. Wirklich schade, dass René und seine Mitstreiter die EXODUS-Hefte nicht mehr weiterführen. 


  • (Buch) gerade am lesen:wechselt ständig

#3 Christian Hornstein

Christian Hornstein

    Illuminaut

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Geschrieben 27 Juni 2026 - 18:02

Melde auch hier den Empfang des Duos. Und was für ein Duo! Ich bin sehr gespannt auf die Texte. Als mir wie immer die (diesmal besonders) vielen Graphiken entgegen lächelten, habe ich nochmal innerlich ganz tief geseufzt. Ein solches Magazin müsste ewig leben. Aber ich weiß ja: So ist das Leben. Trotzdem schwer.



#4 ShockWaveRider

ShockWaveRider

    verwarnter Querulant

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Geschrieben 27 Juni 2026 - 19:24

Ach, Mist! Jetzt ist mir die falsche Jahreszahl durchgerutscht, und ich kann den Threadtitel nicht mehr korrigieren.

Kann bitte ein gnädiger Moderator aus der 2025 eine 2026 machen? Danke!

 

Gruß

Ralf


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#5 My.

My.

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Geschrieben 28 Juni 2026 - 06:00

Aus Platzmangelgründen habe ich "nur" PDF. Macht nix. Ist auch geil. Und vor allem sehen die Grafiken an einem hintergrundbeleuchteten Monitor noch drei Mal besser aus. Behaupte ich. Kann ich ja mangels Papier nicht wirklich beurteilen.

Und ich wünschte mir, ich könnte beizeiten auch so fulminant in Rente gehen. Woran schon gearbeitet wird.

(Gnichel. Und ich hätte EXODUS 50.2 als EXITUS auf den Markt gebracht <g>.)

 

My.


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#6 Uwe Hermann

Uwe Hermann

    Temponaut

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Geschrieben 28 Juni 2026 - 06:11

Ich warte noch auf die Exemplare. :-(

 

Bei uns kommt die Post immer später. Ich wohne halt am Ende der Welt.



#7 Rezensionsnerdista

Rezensionsnerdista

    Yvonne

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Geschrieben 28 Juni 2026 - 06:46

Auch hier sind die Exemplare angekommen, ich habe bisher nur Vorworte und Abschieds Worte gelesen -)

Ach, Mist! Jetzt ist mir die falsche Jahreszahl durchgerutscht, und ich kann den Threadtitel nicht mehr korrigieren.
Kann bitte ein gnädiger Moderator aus der 2025 eine 2026 machen? Danke!

Gruß
Ralf


Done
Yvonne, die gnädige

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#8 Sam Francisco

Sam Francisco

    Giganaut

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Geschrieben 28 Juni 2026 - 12:35

Meine sind auch angekommen. Leider kann ich bei dieser Hitze nicht lesen, der Schweiß tropft und ich bleibe als am Papier kleben. Ich habe Angst, sie kaputt zu machen.


Future ist die Zukunft!
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#9 ShockWaveRider

ShockWaveRider

    verwarnter Querulant

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Geschrieben 28 Juni 2026 - 13:40

Done
Yvonne, die gnädige

 

DANKE!!!!!  :D  :D  :D

 

bedankt sich

Ralf


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#10 Rezensionsnerdista

Rezensionsnerdista

    Yvonne

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Geschrieben 29 Juni 2026 - 06:19

So, ich kopiere mal die Inhaltsverzeichnisse (leider andere Reihenfolge als in den Heften):

 

EXODUS 50.1 – Neue Storys von 
David Daubitz: Malware
Helmut Ehls: Die Bären entdecken den Mond
Christian Endres: Tod zwischen den Sternen
Andreas Eschbach: Bigger Than Life
Erik Harlandt: Mittelmaß mit Methode – Der Mizzki-Weg
Uwe Hermann: Mein alter Herr  → (LESEPROBE)
Dieter Korger: Willkommen auf Random!
Michael Marrak: Die Maschine, die alle Probleme löste und unsere Sprache sprach (Teil 1) → (LESEPROBE)
Maria Orlovskaya: Godspeed You! Night Empress
Peter Schattschneider: Keine Fragen, alles gut
Angela und Karlheinz Steinmüller: Die Welt wird vloral  
 
EXODUS 50.2 – Neue Storys von 
Victor Boden: Letzte Worte (Micro-Story)
Volker Dornemann: Being smart
Andreas Eschbach: Wichtige Anmerkungen für Benutzer der Wirklichkeit
Uwe Hermann: Die Wirklichkeit der anderen
Karsten Kruschel: Schrödinger ist halbtot, flüsterte die Katze
Claire Larsen: California
Karsten Lorenz: Wenn Kinder spielen
Michael Marrak: Die Maschine, die alle Probleme löste und unsere Sprache sprach (Teil 2)
Michael Marrak: Die Ausgesetzten II
Jacqueline Montemurri: Der letzte Vertrag → (LESEPROBE)
Maria Orlovskaya: 1 Match gefunden
Maria Orlovskaya: Die Hochzeit der Suri Klammast → (LESEPROBE)
Ralph Würschinger: Ride ´n´ Mount
 
 
 
Die erste Story habe ich gestern Abend gelesen
 
Christian Endres: Tod zwischen den Sternen
 
Ein Ich-Erzähler (der aber nicht wesentlich mehr Eigenschaften hat, als dass er die berühmte Detektivin Lennox verehrt), begegnet auf einem Raumschiff ebenjener Lennox und kommt so zufällig mit, als diese einen Tod aufklären soll. 
Ein, zwei Details sind gestern Abend wohl unbemerkt an mir vorbei gespült (wie der Fleck auf seinem Hemd), daher muss ich noch mal nachlesen.
Spaß macht die Story definitiv. Lennox erhält viel Gesicht (die Erzählperspektive erinnert an Watson/Holmes, da geht es ja eigentlich auch um Holmes und wir schauen nur aus Watsons Augen, so ungefähr kam mir das hier auch vor), denn Lennox erhält eine ganze Menge Gesicht und Charakter (die Illustration passt auch gut dazu). 
Sehr schön die Szene, in der Lennox Schlussfolgerungen partout nicht ernst genommen werden und umso schöner die Selbstsicherheit der Figur und die absolute Souveränität, die in der Kürze der Zeit auch nie alt wird. 
Die Auflösung ist absolute SF, da wird dann keiner jammern, dass das auch irgendwo ohne SF funktioniert hätte.
 
Auf dem Niveau von Smarte Tränen ist es nicht, will es aber wohl auch nicht sein. Es ist Unterhaltung für mein Hirn und ein wenigi auch für mein Herz, auch als Frau, denn die Figur von Lennox ist absolut empowernd für mich als weibliche Leserin. Das gleich dann auch etwas aus, wie wenige weibliche Namen mal wieder vorhanden sind in der letzten Doppel-Ausgabe. 
 
 
Late edit:Satzanfang mit "Alldieweil"! Kommt total gut und passend und mega ungewöhnlich in der geschriebenen Sprache für mich.
Ich dachte, das sei umgangssprachlich, lerne aber gerade, dass es nur veraltet ist. Ich dachte immer, das sei grammatikalisch eher berlinerisch. Wieder was gelernt!

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#11 Christian Hornstein

Christian Hornstein

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Geschrieben 29 Juni 2026 - 08:54

Da ich schon lange nichts mehr von Michael Marrak gelesen habe, war der Griff zur Maschine, die alle Probleme löste, für mich naheliegend. Zuletzt war ich in die lovecraftschen Untiefen von Imagon versunken. Da kommt mir das Backstory-Prequel aus dem KANON-Universum gerade recht, ein Märchen aus dem Reich der marrakschen Mechanoquantik. Und am Anfang war … der Irrtum, folgenschwer, geboren aus des Menschen Einfalt, mal wieder. Und auch diesmal schuf er die Maschinen nach seinem Ebenbild, auch wenn es auf den ersten Blick nicht ersichtlich ist. Trans-Cosma und selbst ihr Wahr-Vater sind menschlicher als so manche heutige KI. Das Beste an Michaels Geschichte ist für mich der Sprachwitz und das gekonnte Spiel mit (meist humorvollen) Implikationen, gut gewürzt mit einem Schuss ungezügelter Begriffsneuschöpfungen. Herrlich.

Ich fand auch die Graphiken in der Galerie von Pierangelo Boog recht ansprechend, wobei der Pulpeinschlag so manche dazu reizen könnte, die Darstellung von Weiblichkeit nochmal zu thematisieren. Wer genau hinsieht, wird jedoch die Ironie bemerken, die auch den Juroren des Kurd-Laßwitz-Preises aufgefallen ist.

Letzte Worte von Victor Boden, drastisch, hoffnungslos, leider bedenkenswert.



#12 Fermentarius

Fermentarius

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Geschrieben 29 Juni 2026 - 16:55

 

 
Christian Endres: Tod zwischen den Sternen
 
Ein Ich-Erzähler (der aber nicht wesentlich mehr Eigenschaften hat, als dass er die berühmte Detektivin Lennox verehrt), begegnet auf einem Raumschiff ebenjener Lennox und kommt so zufällig mit, als diese einen Tod aufklären soll. 
Ein, zwei Details sind gestern Abend wohl unbemerkt an mir vorbei gespült (wie der Fleck auf seinem Hemd), daher muss ich noch mal nachlesen.
Spaß macht die Story definitiv. Lennox erhält viel Gesicht (die Erzählperspektive erinnert an Watson/Holmes, da geht es ja eigentlich auch um Holmes und wir schauen nur aus Watsons Augen, so ungefähr kam mir das hier auch vor), denn Lennox erhält eine ganze Menge Gesicht und Charakter (die Illustration passt auch gut dazu). 
Sehr schön die Szene, in der Lennox Schlussfolgerungen partout nicht ernst genommen werden und umso schöner die Selbstsicherheit der Figur und die absolute Souveränität, die in der Kürze der Zeit auch nie alt wird. 
Die Auflösung ist absolute SF, da wird dann keiner jammern, dass das auch irgendwo ohne SF funktioniert hätte.
 
Auf dem Niveau von Smarte Tränen ist es nicht, will es aber wohl auch nicht sein. Es ist Unterhaltung für mein Hirn und ein wenigi auch für mein Herz, auch als Frau, denn die Figur von Lennox ist absolut empowernd für mich als weibliche Leserin. Das gleich dann auch etwas aus, wie wenige weibliche Namen mal wieder vorhanden sind in der letzten Doppel-Ausgabe. 
 
 
Late edit:Satzanfang mit "Alldieweil"! Kommt total gut und passend und mega ungewöhnlich in der geschriebenen Sprache für mich.
Ich dachte, das sei umgangssprachlich, lerne aber gerade, dass es nur veraltet ist. Ich dachte immer, das sei grammatikalisch eher berlinerisch. Wieder was gelernt!

 

Habe ich jetzt auch gelesen, bin aber nicht so richtig damit warm geworden. Bei Kriminalgeschichten von Sherlock-Holmes-Typ habe ich es eigentlich lieber, wenn alle Indizien, Tatwaffen und Motive vorher ausgebreitet werden, und der Leser (vergeblich) mitraten darf. Hier war das leider nicht der Fall. Die Tatwaffe (wenn man das so sagen darf) kam wie ein Deus ex machina aus einer vorher nie eingeführten Richtung. Die Panikreaktion der verdächtigen Person scheint ebenfalls nicht besonders logisch, weil sie als überlegt und nervenstark eingeführt wurde. Die Auflösung der Bedrohung des Erzählers kommt mir auch etwas gezwungen vor. 

Die Ausstattung des Raumschiffs könnte besser durchdacht sein, auf mich wirkt sie wie eine Kreuzung aus Titanic und Raumkreuzer. Ansonsten ist die Geschichte flüssig geschrieben und mit einem guten Schuss Ironie gewürzt. Leicht verdaulich für zwischendurch.


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#13 Christian Hornstein

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Geschrieben Gestern, 10:57

Der Tod zwischen den Sternen ist flott geschrieben, eine kaum verhohlene Tec-Kritik und strukturell ein typischer Whodunit mit klassischem Denouement, das leider nur eine Preisgabe von vorenthaltener Information ist und keine kunstvolle Kombination von Hinweisen und Fakten, die wir im Prinzip auch hätten selbst schlussfolgern können. Er lässt einige Fragen offen und stellenweise den Deus Ex grüßen. Einen Gag fand ich richtig lustig, nämlich die Sache mit dem Fleck am Hemd. Das wäre eine super Gelegenheit gewesen im Nachgang ein originelles Licht auf die Figur der Ash Lennox zu werfen. Leider wird auch dieses Element nicht aufgelöst. Sollte es als bloßen Scherz der Dame gedeutet werden sollen, fände ich es schade. Da wäre mehr Potential drin gewesen. All das ist vielleicht der Kürze des Texts geschuldet, der möglicherweise mehr Raum gebraucht hätte, um sein Genre-Versprechen zu erfüllen.

@Thomas
Da haben wir wohl einen sehr ähnlichen Eindruck.

@Yvonne
Der Duktus des Thierry Sonko weist mehrere solcher veralteten Sprechakte auf, z.B. auch "versetzte". Das ist offenbar Absicht. Die Figur Ash Lennox prägen stereotypisch ein paar wenige Merkmale von Meisterdetektiven der Literatur wie souverän, vornehm, wehrhaft. Da wäre mehr drin gewesen, vielleicht auch etwas originelles.


Bearbeitet von Christian Hornstein, Gestern, 10:58.


#14 Uwe Hermann

Uwe Hermann

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Geschrieben Gestern, 14:30

Meine Ausgabe der neuen EXODUS ist leider eben erst eingetroffen. Ich hatte noch keine Zeit einen Blick hineinzuwerfen, aber der erste Eindruck ist schon mal umwerfend. Schade, dass ... aber das wisst ihr ja.  :bigcry:



#15 Rezensionsnerdista

Rezensionsnerdista

    Yvonne

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Geschrieben Heute, 06:37

Christian, dann habe ich die Erklärung zum Fleck auf dem Hemd gar nicht überlesen, sie war gar nicht drin? Ich habe es auf meine Unaufmerksamkeit geschoben, da ich zurzeit abends lese. 

 

Andreas Eschbach: Bigger than life

Brauchte etwas, um reinzukommen. Erst fand ich das Rätsel interessant, dann zog es sich etwas (wohl, weil die beiden Figuren nicht so plastisch sind). Der Schluss war aber sehr sehr gut (und hier denke ich, man hatte eine bessere Chance, mitzuraten als beim Endres, dafür hatte die Endres-Story für mich keine Längen) und die Nebenfigur, die den Schluss gestaltet, wird auch viel lebendiger als die anderen. Hat sich wegen des Schlusses gelohnt, auch wenn das Thema nicht neu ist, fand's hier aber überraschend und sehr angenehm, guter Pay Off am Ende. (Eschbach kann ja eigentlich auch Enden, ich würde ihn fast als Meister der Enden bezeichnen, sehr oft sind seine Roman-Enden auch einfach noch mal richtig geil und katapultieren den Roman dann noch mal einen ganzen Stern höher.)

 

Angela und Karlheinz Steinmüller: Die Welt wird vloral  

Dazu finde ich keinen Zugang.

 

Ich stecke gerade in Helmut Ehls: Die Bären entdecken den Mond, bin damit aber noch nicht fertig. Überrascht bin ich, weil mir Ehls gar nichts sagt. Der hat quasi vor meiner Zeit veröffentlicht (also bevor ich 2020 die Exodus abonniert habe), vielleicht hatte er eine Schaffenspause. Bisher kann ich sagen, dass mir der Ton der Erzählstimme außerordentlich gut gefällt.


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#16 Fermentarius

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Geschrieben Heute, 08:00

Andreas Eschbach: Bigger than life

 

Der Philosoph Ernst-Edgar Jünger-Richter ist verschwunden, nachdem er ein Gaming-Startup besucht hat. Zwei Polizisten nehmen sich die Firma vor. Sie finden den Philosophen auch, aber ganz anders als erwartet.

Der Text kommt mir eher wie eine Fingerübung vor. Sauber aufgebaut, die Exposition vielleicht etwas breit. Flüssig geschrieben, gute Dialoge, Hinweise auf die Wendung am Schluss werden sorgfältig gestreut. Aber: Die Plausibilität der Geschichte lässt doch etwas zu wünschen übrig, zum Beispiel:

Die Polizisten lassen sich in der Firma den fortgeschrittenen VR-Helm vorführen, der die Benutzer vollständig in die Illusion des Games zieht. Sie setzen den Helm gleichzeitig auf. Damit wären beide vollkommen hilflos, und das in einer unbekannten, potenziell gefährlichen Umgebung. Das ist nicht realistisch.

 

Spoiler

Ich traue Andreas Eschbach zu, dass er diese inhaltlichen Inkonsistenzen selbst gefunden hätte, wenn er die Geschichte nach einigen Wochen noch ein zweites oder drittes Mal durchliest. Deshalb kommt mir die Geschichte wie eine Fingerübung vor: Formal gut, stilistisch sehr gut, inhaltlich ausbaufähig. 

Am Schluss wäre wohl noch Platz gewesen für eine weitere kurze Wende. 

Der Name des Philosophen ist übrigens ein kleiner Scherz des Autors: Pate gestanden haben offenbar der Schriftsteller Ernst Jünger und der Wissenschaftsphilosoph Edgar Richter. 


Bearbeitet von Fermentarius, Heute, 08:01.

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