Um jüngeren Sf Autoren etwas von dem Druck zu nehmen, 'korrekte' Prognosen für die nahe Zukunft abgeben zu müssen:
Wer bei technischen oder gesellschaftlichen Entwicklungen der nahen Zukunft falsch liegt, dem wird das eher selten verziehen...oder?
Aber Vorhersagen bilden nicht den Kern einer Science-Fiction-Geschichte.
Gelingt es , Auswirkungen auf das Individuum und die Gesellschaft überzeugend darzustellen, wird einem dies trotzdem hoch angerechnet.
Sofern Technologie eine wesentliche Rolle für die Geschichte spielt, kann man Gregory Benford zitieren (einen Physiker, der Hard-SF schreibt):
„... jede Hard-SF sollte sich an die physikalischen Gesetze halten, doch ist es notwendig, sie zu vermenschlichen.“
Mit anderen Worten: Auch hier dürfen die technologischen Auswirkungen dieser Veränderungen auf das Individuum sowie auf gesellschaftspolitische Bereiche nicht außer Acht gelassen werden. Zwar mag der Schwerpunkt eines Autors auf einem dieser beiden Aspekte liegen, doch darf er sich niemals auf nur einen davon beschränken. Das sie tatsächliche Entwicklungen richtig fortschreibt, ist sekundär.
Glaubhafte Charaktere mit nachvollziehbaren Handlungen (selbst in exotischen Umgebungen) sind Kern eines Plots.
Was meint ihr?



