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Zielgruppe


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34 Antworten in diesem Thema

#1 Mammut

Mammut

    Pot Healer

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Geschrieben 10 August 2026 - 12:27

Die werberelevante Zielgruppe der Menschen zwischen 14-49 Jahren ist seit den 90ern der Standard.

Das Durchschnittsalter der Deutschen steigt aber.

 Den höchsten Anteil an der Gesamtbevölkerung hatten junge Menschen in der ersten Hälfte der 1980er Jahre. Damals waren die geburtenstarken Jahrgänge der sogenannten Babyboomer jung. 1983 war jede sechste Person (16,7 Prozent) 15 bis 24 Jahre alt.

Anteil junger Menschen in Deutschland bleibt historisch niedrig | tagesschau.de

 

Somit sind die älteren Personen eine nicht zu vernachlässigende Größe:

Wie wichtig das Konsumverhalten der Boomer für die Wirtschaft ist | tagesschau.de

 

Jetzt werden Menschen natürlich in ihrem Geschmack früh und 1983 vielleicht von Star Wars und Star Trek geprägt. Aber eine Zielgruppe nur bis 49 Jahre zu begrenzen, wirft die Frage auf, verschenkt man da nicht das größte Potenzial.

Man könnte also als Phantastik-Schaffender fragen, wie aktiviere ich dieses großes Potenzial und erreiche bestmöglich die entsprechenden Altersklassen.

 

Oder denkt ihr, es ist trotz allem besser die Zielgruppe 14-49 zu erreichen und was wäre überhaupt der Unterschied?



#2 Uwe Post

Uwe Post

    FutureFictionMagazin'o'naut

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Geschrieben 10 August 2026 - 14:33

Meinst Du Zielgruppe für SF-Romane (und wenn ja: Weltraumromane oder andere?), Bücher allgemein oder SF-Serien/Filme/Games? Ich finde, das müsste man wohl etwas differenzieren, da ich die Durchschnittsalter der jeweiligen Zielgruppen aus dem Bauch heraus je nach Medium durchaus unterschiedlich einschätzen würde.

 

Weltraumromane: eher älter (und meist männlich)

Schwuler-Raumschiffkapitän-Romane: eher jünger (und meist weiblich)

SF-Serien: alle Altersstufen (Weltraumserien eher männlich, Dystopien weiblich, z.B. "Silo", insgesamt sicher sehr divers)

SF-Games: männlich (je nach Subgenre aber nicht nur; viele Games bieten nicht ohne Grund wählbare weibliche Hauptfiguren), eher jünger

Solarpunk-Erzählungen: eher weiblich, eher divers, eher jünger

usw.

 

(wohlgemerkt: Schätzungen aus dem Bauch heraus, falls jemand konkrete Datenquellen hat oder widersprechen möchte, bitte gerne)


Herausgeber Future Fiction Magazine (deutsche Ausgabe) ||| Die Fortsetzung: KI² - KOMISCHE INTELLIGENZ (mit Uwe Hermann) ||| edition-übermorgen.de ||| uwepost.de ||| deutsche-science-fiction.de


#3 Mammut

Mammut

    Pot Healer

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Geschrieben 10 August 2026 - 15:04

Hm, ich habe ChatGPT mal zu den angesagtesten Themen von Science Fiction befragt und bekam diese Auflistung (Beliebtheit von oben nach unten):

  1. KI-SF
  2. Near Future / Tech-Thriller
  3. Dystopie
  4. Climate Fiction
  5. Cozy / Hopeful SF
  6. Space Opera
  7. Cyberpunk
Da scheinen mir mindestens die ersten drei Themen relativ altersunabhängig zu sein. Aber du hast ja oben geschrieben, es gibt die Space Opera für eher älter und für eher jünger. Also liegt es wohl dran, wie man das Thema umsetzt, welche Altersgruppe man anspricht.


#4 Nina

Nina

    Europas repräsentativster Fan ;-)

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Geschrieben 10 August 2026 - 19:03

Ich hatte schon früher das Problem. Ich war noch jung, aber dann beim Anmelden einer Lesung dachte man, das wäre was für noch Jüngere! 

Überhaupt hatte ich manchmal das Problem, mit Phantastik als Bespaßtante für Kinder angesehen zu werden. Wenn man dann aber sagt, dass das nichts für Kinder im Vorschulalter ist, ist man böse. Man wittert üble Pornographie und Gewaltorgien. Kommen nicht vor, aber wenn ein Kind noch nicht in Schule ist ... es ist schwierig. Es geht aber, aber nicht, wenn jemand dem Kind das ultimative Spaßerlebnis angekündigt hat. Wenn das Kind einfach nur sitzen soll, wie z.B. in der Kirche, bei der Familienfeierrede, dann geht es. Es ist bei Kindern auch eben die Erwartungshaltung. 

 

Ich war auch öfter als Gast in Lesungen, und es ist da oft ne Zumutung, wie Kinder sich da aufführen. Einmal hatte ich einen kleinen Buben vor mir, der dauernd auf dem Sitzmöbel rumgestiegen ist. Und ich dachte: "Gleich donnert mir der Sessel aufs Knie!" - Und wenn der sagen mir mal 15 kg hat und mir mit Holzsessel auf die Knie fällt, ist das auch kein Spaß. Ich die halbe Lesung über: "Soll ich jetzt was sagen? Aber dann bin ich ja die blöde Kinderhasserin! - Ach wie blöd, ich kann mich nicht umsetzen. Also entweder ..." - Und dann, so ein Glück: Die Mutter hat von selbst eingesehen, dass der Lesungsbesuch mit dem Kleinen nicht zielführend ist und hat den Raum verlassen.

 

Der Inhalt von Erwachsenenbüchern ist halt meist zu kompliziert. Schaut Euch Kinderbücher an, da stehen Sätze wie: "Der Bär zieht seine Hose an." drinnen. "Die kleine Katcherchen ist traurig, weil ..." So was halt. Du kannst da nicht mit so was Kompliziertem ankommen. Ist ja auch okay, darum gibt es ja Kinderbücher. 



#5 Uwe Post

Uwe Post

    FutureFictionMagazin'o'naut

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Geschrieben 10 August 2026 - 22:02

Eine KI hält KI-SF für das wichtigste Thema.

Damit ist wohl alles gesagt...  :blush:


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#6 clearwater

clearwater

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Geschrieben 12 August 2026 - 08:02

Vielleicht erklärt diese Zielgruppe ja, wieso ich in letzter Zeit kaum noch gute Filme/Serien finde, die mich für mehr wie eine Stunde interessieren. Auch Bücher sind mir in der Regel zu lang für die Geschichten, die erzählt werden.

 

Habe auch mal KI recherchieren lassen und habe das hier bekommen (% sind die Anteile der Altersgruppen in der Bevölkerung):

  • 12–14 Jahre — Abenteuer‑SF, Soft‑SF, Jugend‑Dystopien (≈ 3 %)

  • 14–18 Jahre — Dystopie, Near‑Future, Biotech‑SF, Romance‑SF (≈ 4 %)

  • 16–25 Jahre — Gesellschafts‑SF, politische SF, All‑Age‑Space‑Opera, Cyberpunk (≈ 8 %)

  • 25–35 Jahre — moderne Hard‑SF, Space Opera, KI‑Ethik, Tech‑Zukunft, First‑Contact (≈ 14 %)

  • 35–45 Jahre — klassische Hard‑SF, epische Space Opera, wissenschaftliche SF, Zukunftspolitik (≈ 12 %)

  • 45–55 Jahre — philosophische SF, Retro‑SF, klassische Dystopie, existenzielle SF (≈ 14 %)

  • 55–65 Jahre — ruhige Hard‑SF, klassische SF, Retro‑Futurismus, existenzielle & reflektierende SF (≈ 12 %)

  • 65+ Jahre — humanistische SF, klassische SF, Retro‑Futurismus, atmosphärische & sinnorientierte SF (≈ 22 %)

Also ich finde mich darin wieder :P Ihr auch?

 

Ja ich denke man verschwendet Potential, aber da Firmen oft auf Erfahrungen basieren, sind Anpassungen halt hart umzusetzen.


Bearbeitet von clearwater, 12 August 2026 - 08:08.


#7 Mammut

Mammut

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Geschrieben 12 August 2026 - 10:49

  • 35–45 Jahre — klassische Hard‑SF, epische Space Opera, wissenschaftliche SF, Zukunftspolitik (≈ 12 %)

  • 45–55 Jahre — philosophische SF, Retro‑SF, klassische Dystopie, existenzielle SF (≈ 14 %)

  • 55–65 Jahre — ruhige Hard‑SF, klassische SF, Retro‑Futurismus, existenzielle & reflektierende SF (≈ 12 %)

  • 65+ Jahre — humanistische SF, klassische SF, Retro‑Futurismus, atmosphärische & sinnorientierte SF (≈ 22 %)

 

 

Das ist aber ein breites Feld von klassischer SF/Retro zur atmosphärische & sinnorientierte SF. Ob man das gut verbinden kann?



#8 Helge

Helge

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Geschrieben 12 August 2026 - 13:24


  • 12–14 Jahre — Abenteuer‑SF, Soft‑SF, Jugend‑Dystopien (≈ 3 %)

  • 14–18 Jahre — Dystopie, Near‑Future, Biotech‑SF, Romance‑SF (≈ 4 %)

  • 16–25 Jahre — Gesellschafts‑SF, politische SF, All‑Age‑Space‑Opera, Cyberpunk (≈ 8 %)

  • 25–35 Jahre — moderne Hard‑SF, Space Opera, KI‑Ethik, Tech‑Zukunft, First‑Contact (≈ 14 %)

  • 35–45 Jahre — klassische Hard‑SF, epische Space Opera, wissenschaftliche SF, Zukunftspolitik (≈ 12 %)

  • 45–55 Jahre — philosophische SF, Retro‑SF, klassische Dystopie, existenzielle SF (≈ 14 %)

  • 55–65 Jahre — ruhige Hard‑SF, klassische SF, Retro‑Futurismus, existenzielle & reflektierende SF (≈ 12 %)

  • 65+ Jahre — humanistische SF, klassische SF, Retro‑Futurismus, atmosphärische & sinnorientierte SF (≈ 22 %)

Also ich finde mich darin wieder :P Ihr auch?

 

Nö, höchstens ansatzweise, und das ist auch gut so - ich bin nun mal kein Massenmensch.

Atmosphärisch und sinnorientiert - ja, okay, da bin ich dabei, wenn auch noch etwas zu jung dafür. Ansonsten Zeug, was da gar nicht aufgelistet ist (vielleicht, weil es sich oft nicht konkret der SF zuordnen lässt): Weird Fiction, Steampunk/Dieselpunk, Urban Fantasy, Bizarro Fiction.
 



#9 Ulrich

Ulrich

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Geschrieben 12 August 2026 - 19:40

Ich möchte die Diskussion erweitern um das Thema Diversität. Auf Tor Online finden sich hierzu ein paar Artikel, die jeweils einen (etwas) anderen Aspekt beleuchten.

 

Was bedeutet Sensitivity Reading? (2019)
 

Die Wünsche nach Diversität in Romanen aller Genres steigen zunehmend. Das Publikum möchte die Vielfalt der Gesellschaft repräsentiert sehen: Geschichten mit queeren Figuren, Figuren of Colour oder Figuren mit Behinderungen. Es ist toll, wenn Autor*innen diese Wünsche teilen und umsetzen wollen, nur reicht die bloße Absicht, Vielfalt abbilden zu wollen, oft nicht aus. Es erfordert viel Recherche und Fingerspitzengefühl, um keine Stereotype fortzuführen, die am Ende den Menschen mit diesen Erfahrungen vielleicht sogar schaden.

Um dem entgegenzuwirken, gibt es mittlerweile einen Begriff für diesen Abschnitt des Schreibprozesses, das Sensitivity Reading.

 

Deutschsprachige Fantasy vor zehn Jahren (2021)

„Der Diversity-Diskurs hat es über den Atlantik geschafft und hinterlässt mittlerweile seine Spuren in dem einen oder anderen Buch.“ Für ihn (Andy Hahnemann) sind dies alles hoffnungsvolle Signale: Die Autor*innen trauen sich seiner Ansicht nach mehr, und immer häufiger ziehen die Leser*innen, die größeren Verlage und sogar der Handel mit.

 

Divers schreiben: Nicht-Weiße-Fantasy-Figuren sind mehr als ihre Hautfarbe (2021)
 

Die Fantasy mit ihren verschiedenen Völkern ist per se ein Genre voller kultureller Diversität – so das Verständnis vieler Fans. Gleichzeitig versagt sie oft an diesem Anspruch, wenn es um die Einbindung von People of Color und nichteuropäischen Kulturen geht. Wie lässt sich zeitgemäße Vielfalt in der Fantasy schaffen? Eine Möglichkeit sind bewusst gesetzte kulturelle Marker. Nora Bendzko stellt das Konzept vor.

 

Diversität in der deutschsprachigen Phantastik (Patricia Eckermann, 31.05.2022)

Viele Entscheider*innen, die eigentlich für die Sache sind, lehnen ein „Zuviel“ an Diversität ab, denn sie haben noch immer ihre weiße, nicht-gebildete und leider oft auch ignorante Zielgruppe im Sinn. Das vorsichtig formulierte Feedback lautet dann gern: Die Story ist zu überfrachtet, man solle sich besser nur auf ein Thema konzentrieren, das Figurenensemble wirke zu konstruiert (was nichts anderes heißt als zu wenige weiße Figuren) oder auch ganz direkt: „Das können unsere Vertriebler nicht verkaufen.“
Es gibt eine stetig wachsende Zielgruppe von nicht-weißen, nicht-privilegierten Menschen, für die Diversität sehr stark im Fokus liegt. Diese Zielgruppe muss weder antirassistisch gebildet werden, noch muss sie vor einem Übermaß an Diversität beschützt werden. Im Gegenteil: Diese Zielgruppe wünscht sich Diversität, progressive Erzählwelten und progressive Erzählformen.

 

Patricia Eckermann hat zum Beispiel einen Beitrag zur Anthologie "Andynomaden" (Memoranda Verlag) beigetragen.

 

Laut dem Statistischen Bundesamt hatten 29 % der Schülerinnen und Schüler an allgemeinbildenden Schulen im Jahr 2024 eine Einwanderungsgeschichte. Hier verändert sich also auch die Zielgruppe.



#10 Helge

Helge

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Geschrieben 13 August 2026 - 07:57

Ich will mal so freundlich sein, zu diesem letzten Beitrag einfach nichts zu schreiben. Nur eine ganz praktische Frage habe ich: Gibt es irgendeine KI für dieses Sensitivity Reading, von der man eigene Stories oder Romane selbst checken lassen kann? 



#11 J. A. Hagen

J. A. Hagen

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Geschrieben 13 August 2026 - 08:54

@Helge:

Ich benutze dafür ChatGPT und habe mir ein kostenfreies Konto angelegt. Du musst aber lernen, die richtigen Fragen zu stellen. "Mach mir ein Sensitivity Reading" bedeutet, dass ChatGPT alles prüft und dafür sehr lange braucht.

Ich habe eine Geschichte mit einer Schwarzen Frau geschrieben und ChatGPT gesagt: "Der Charakter X ist eine Schwarze Frau, und ich möchte sicher sein, dass ich sie respektvoll abbilde. Kannst Du die Geschichte darauf prüfen?"

Bei ChatGPT muss man lernen, die richtigen Fragen und Nachfragen zu stellen.

Spezifische Anweisungen sind besser, zum Beispiel: "Bitte prüfe den Text darauf, ob ich Vorurteile bzw. Klischee bezüglich Schwarzer Menschen verwende."

Wahrscheinlich geht das auch mit Perplexity oder Claude.


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#12 Rezensionsnerdista

Rezensionsnerdista

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Geschrieben 13 August 2026 - 09:57

Für Prosa noch nicht verwendet, aber gemini mal gefragt, ob eine berufliche Kordulenz-Mail angemessen war.
Klappt.

Ich fand Ulrich Beitrag durchaus zielführend und bin dem letzten Link auch gefolgt (die anderen kannte ich größtenteils schon).

Ehemals rezensionsnerdista.de findet sich nun bei https://yvonnetunnat...free.com/blog/ 

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#13 Helge

Helge

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Geschrieben 13 August 2026 - 10:04

@Helge:

Ich benutze dafür ChatGPT und habe mir ein kostenfreies Konto angelegt. Du musst aber lernen, die richtigen Fragen zu stellen. "Mach mir ein Sensitivity Reading" bedeutet, dass ChatGPT alles prüft und dafür sehr lange braucht.

Ich habe eine Geschichte mit einer Schwarzen Frau geschrieben und ChatGPT gesagt: "Der Charakter X ist eine Schwarze Frau, und ich möchte sicher sein, dass ich sie respektvoll abbilde. Kannst Du die Geschichte darauf prüfen?"

Bei ChatGPT muss man lernen, die richtigen Fragen und Nachfragen zu stellen.

Spezifische Anweisungen sind besser, zum Beispiel: "Bitte prüfe den Text darauf, ob ich Vorurteile bzw. Klischee bezüglich Schwarzer Menschen verwende."

Wahrscheinlich geht das auch mit Perplexity oder Claude.

Nein, ich wollte eben gerade nicht wissen, was vernünftig wäre (das kriege ich auch ohne KI hin), sondern was ein typischer Sensitivity-Reader beanstanden oder eben nicht beanstanden würde. Also, so einer, der für völlig normale Inhalte eine Warnhinweisliste schreibt, in der grundsätzlich immer "toxische Männlichkeit" vorkommt ("toxische Weiblichkeit" dagegen ebenso grundsätzlich nie).



#14 deval

deval

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Geschrieben 13 August 2026 - 10:05

Himmel, wie konnten die Leute früher als es noch keine KI oder chatgpt gab bloß erfolgreich SF schreiben?


"Dein Wort ist meines Fusses Leuchte und ein Licht auf meinem Weg."
Psalm 119, 105

 

www.fantasybuch.de


#15 Uwe Post

Uwe Post

    FutureFictionMagazin'o'naut

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Geschrieben 13 August 2026 - 10:10

Man bemängelt KI-generierte Texte, nutzt sie aber kritiklos für jegliche Recherche oder Abschätzung, um die ursprüngliche Frage zu beantworten, weil man offenbar ohne nennenswerten Aufwand nicht zu verlässlichen Daten kommt.

 

Na ja.


Herausgeber Future Fiction Magazine (deutsche Ausgabe) ||| Die Fortsetzung: KI² - KOMISCHE INTELLIGENZ (mit Uwe Hermann) ||| edition-übermorgen.de ||| uwepost.de ||| deutsche-science-fiction.de


#16 Rezensionsnerdista

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Geschrieben 13 August 2026 - 10:16

Nein, ich wollte eben gerade nicht wissen, was vernünftig wäre (das kriege ich auch ohne KI hin), sondern was ein typischer Sensitivity-Reader beanstanden oder eben nicht beanstanden würde. Also, so einer, der für völlig normale Inhalte eine Warnhinweisliste schreibt, in der grundsätzlich immer "toxische Männlichkeit" vorkommt ("toxische Weiblichkeit" dagegen ebenso grundsätzlich nie).


Dünnes Eis, weist du hoffentlich selbst

Ehemals rezensionsnerdista.de findet sich nun bei https://yvonnetunnat...free.com/blog/ 

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#17 ChristophGrimm

ChristophGrimm

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Geschrieben 13 August 2026 - 10:18

Nein, ich wollte eben gerade nicht wissen, was vernünftig wäre (das kriege ich auch ohne KI hin), sondern was ein typischer Sensitivity-Reader beanstanden oder eben nicht beanstanden würde. Also, so einer, der für völlig normale Inhalte eine Warnhinweisliste schreibt, in der grundsätzlich immer "toxische Männlichkeit" vorkommt ("toxische Weiblichkeit" dagegen ebenso grundsätzlich nie).

 

Es ist hilfreich, wenn man nicht mit dieser Einstellung herangeht, sondern einfach darüber nachdenkt, ob vereinzelt Anmerkungen berechtigt sind bzw. einzelne Vorschläge der Verbesserung des Werkes dienlich sind.  


SF/Fantasy-Literaturzeitschrift: https://weltenportalmagazin.de | SF hautnah: https://eridanusverlag.de | Meine Welt der Worte: https://christophgrimm.com
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#18 J. A. Hagen

J. A. Hagen

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Geschrieben 13 August 2026 - 10:25

@deval:
 

Himmel, wie konnten die Leute früher als es noch keine KI oder chatgpt gab bloß erfolgreich SF schreiben?

 

Möchtest Du noch auf einer Schreibmaschine tippen und Manuskripte in Papierform einsenden? Wir haben mit KI das, was früher Science Fiction gewesen ist. Isaac Asimov würde uns beneiden. Die Frage ist, wie KI einsetzen. Falls wir KI nur nutzen, um es uns einfach zu machen oder die Verantwortung für unser Leben abzugeben, dann brauchen wir uns nicht über die Ergebnisse zu beschweren.

 

Man kann ohne und mit KI Mist bauen.
Wo aber kann uns KI helfen, besser zu werden und Dinge besser zu tun als früher?

Was kann jemand, der das Schreiben gelernt hat, mit KI noch rausholen?

Wo kann KI den (kreativen) Menschen entlasten, damit er sich auf seine Stärken konzentrieren kann?

 

Man muss sich mit KI auseinandersetzen, damit man ihre Stärken und Schwächen lernt, denn KI-Assistenz wird in immer mehr Bereichen Einzug halten. Wer sich nicht anpassen kann, stirbt aus.

 

 

@Helge:
Falls Du davon ausgehst, dass Sensitivity Reading bedeutet, dass jemand für "völlig normale Inhalte" Warnhinweise schreibt, dann hast Du für mich den Sinn und Zweck des Ganzen nicht verstanden.

Ich bin 1970 geboren und von einer anderen Zeit und unter anderem vom Kalten Krieg geprägt. Ich stelle mir heute die Frage, welche dieser Prägungen noch dienlich sind und welche nicht. Dazu muss ich aber bereit sein, sie zu hinterfragen – und auch einräumen, dass ich Vorurteile habe und sie reproduziert habe. Ich habe auch das N-Wort verwendet und Schwulenwitze gerissen, aber das mache ich nicht mehr, weil sich meine Einstellung dazu verändert hat. Genauso lebe ich damit, dass einige Vorstellungen von mir ab und an auf den Prüfstand kommen.

 

Während Du offensichtlich so von Dir überzeugt bist, dass Du schon weißt, wie Du schreiben musst, gehe ich davon aus, dass ich Fehler machen kann. Wenn ich Menschen anpisse, dann will ich das absichtlich tun, aber nicht aus Versehen.


Bearbeitet von J. A. Hagen, 13 August 2026 - 14:36.

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#19 Dreamer

Dreamer

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Geschrieben 13 August 2026 - 11:15

Diskussion um das Thema Diversität

 

 



#20 Helge

Helge

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Geschrieben 13 August 2026 - 19:17

 

Während Du offensichtlich so von Dir überzeugt bist, dass Du schon weißt, wie Du schreiben musst, gehe ich davon aus, dass ich Fehler machen kann. Wenn ich Menschen anpisse, dann will ich das absichtlich tun, aber nicht aus Versehen.

Wenn Du nach oben scrollst, wirst Du entdecken, dass ich nach so einem KI-Sensitivity-Reader gefragt habe. Was Deinen zweiten Satz angeht, bin ich nämlich ganz Deiner Meinung.
 



#21 clearwater

clearwater

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Geschrieben 13 August 2026 - 20:05

Ich habe mir aus Interesse auch schon ein Science Fiction Buch generieren lassen, und habe ein Dutzend unterschiedliche Agenten definiert und drauf losgelassen und zig Iterationen später hatte ich tatsächlich ein lesbares Buch von ca 240 Seiten. Vollständig generiert, aber mit Anforderungen an die KI aus der Sicht eines Lesers. 

 

Man hat noch gemerkt, daß es KI war, aber es war besser zu lesen, wie so manches Buch von den großen Science Fiction Autoren.

 

Meiner Meinung nach kann KI schon helfen Ideen mal eben auszuprobieren, oder sich die Geschichte generieren zu lassen, die man immer schon mal lesen wollte. Oder auch nur um die oben angesprochenen inhaltlichen Fehlern in eigenene Texten schnell zu finden (das geht mit Claude, GitHub Copilot, JetBrains Junie, etc sehr gut - man muss nur das geeignete Modell nehmen oder einen passenden Prompt).

 

Ich finde die Autoren und Verlage witzig KI so zu verteufeln, ich bin Software Entwickler und ohne mehrere KI Agenten gleichzeitig einzusetzen, geht bei uns seit Dezember gar nichts mehr. Da lass ich schonmal einen derer mir die SF Neuerscheinungen durchsuchen und mir die Bücher heraussuchen, die meinen Vorgaben entsprechen. Ist quasi schon Berufskrankheit, und ich komme oft schneller zum Ziel.



#22 lapismont

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Geschrieben 14 August 2026 - 08:29

 

Ich habe mir aus Interesse auch schon ein Science Fiction Buch generieren lassen, und habe ein Dutzend unterschiedliche Agenten definiert und drauf losgelassen und zig Iterationen später hatte ich tatsächlich ein lesbares Buch von ca 240 Seiten. Vollständig generiert, aber mit Anforderungen an die KI aus der Sicht eines Lesers. 

 

Man hat noch gemerkt, daß es KI war, aber es war besser zu lesen, wie so manches Buch von den großen Science Fiction Autoren.

 

Meiner Meinung nach kann KI schon helfen Ideen mal eben auszuprobieren, oder sich die Geschichte generieren zu lassen, die man immer schon mal lesen wollte. Oder auch nur um die oben angesprochenen inhaltlichen Fehlern in eigenene Texten schnell zu finden (das geht mit Claude, GitHub Copilot, JetBrains Junie, etc sehr gut - man muss nur das geeignete Modell nehmen oder einen passenden Prompt).

 

Ich finde die Autoren und Verlage witzig KI so zu verteufeln, ich bin Software Entwickler und ohne mehrere KI Agenten gleichzeitig einzusetzen, geht bei uns seit Dezember gar nichts mehr. Da lass ich schonmal einen derer mir die SF Neuerscheinungen durchsuchen und mir die Bücher heraussuchen, die meinen Vorgaben entsprechen. Ist quasi schon Berufskrankheit, und ich komme oft schneller zum Ziel.

 

Letztlich produzierst Du Lektüre für Dich, denn Du hast ja konkrete Vorstellungen davon, was Du lesen willst. Vermutlich wirst Du so nie auf etwas Neues stoßen. So läuft das auch in der IT. Die KI wendet nur bekannte Lösungen an. Die einfachen Coder·innen wird es vielleicht nicht mehr geben, aber dafür mehr kreative Köpfe.

Und was man sich auch fragen sollte, ob der Umweltpreis für jede KI-Nutzung gerechtfertigt ist.


Überlicht und Beamen wird von Elfen verhindert.

Moderator im Unterforum Fantasyguide
Fantasyguide
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Montbron-Blog

  • (Buch) gerade am lesen:Ian Watson – Mythen, Monster und Manien

#23 Uwe Post

Uwe Post

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Geschrieben 15 August 2026 - 14:43

Den Umweltpreis zahlt ja nicht der Nutzer, Lapismont, sondern die Menschheit. Und die ist dem Einzelnen ja schon lange egal - Individualismus über alles. Da muss man sich auch nicht mehr mit Ideen anderer auseinandersetzen. In Kürze erzeugt man dann noch die TV-Serie zur eigenen Idee selbst und muss die eigene Bubble nichtmal mehr zum Netflix-Bingewatchen verlassen. Ist doch toll!


Bearbeitet von Uwe Post, 15 August 2026 - 14:48.

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#24 Tiff

Tiff

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Geschrieben 15 August 2026 - 14:54

Ich finde die Autoren und Verlage witzig KI so zu verteufeln, ich bin Software Entwickler und ohne mehrere KI Agenten gleichzeitig einzusetzen, geht bei uns seit Dezember gar nichts mehr. Da lass ich schonmal einen derer mir die SF Neuerscheinungen durchsuchen und mir die Bücher heraussuchen, die meinen Vorgaben entsprechen. Ist quasi schon Berufskrankheit, und ich komme oft schneller zum Ziel.

 

 

Natürlich hilft KI, und KI beschleunigt vieles. Ich sehe auch den Tag kommen, wo man sich alles mögliche generieren lassen kann: Texte, Bilder, Musik, Videos, und damit dann vielleicht auch zufrieden sein kann. Langfristig wird sich vieles, vieles ändern. Ich befürchte nur, diese ganze Entwicklung wird an kein gutes natürliches Ende kommen, wo KI (inklusive Robotern) die ganze Arbeit macht, und der Mensch nur noch den Kreativdirektor gibt. Am Ende wird KI (inklusive Robotern) sehr gut ganz ohne eine Menschheit auskommen. Die Frage ist, wie lange diese Entwicklung dauern wird. 


Bearbeitet von Tiff, 15 August 2026 - 14:54.


#25 Tiff

Tiff

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Geschrieben 15 August 2026 - 15:14

Man könnte also als Phantastik-Schaffender fragen, wie aktiviere ich dieses großes Potenzial und erreiche bestmöglich die entsprechenden Altersklassen.

 

Oder denkt ihr, es ist trotz allem besser die Zielgruppe 14-49 zu erreichen und was wäre überhaupt der Unterschied?

Ich denke, dass es sträflich ist, die Altersgruppe 50+ zu vernachlässigen. In dieser Altersgruppe gibt es viele Wohlhabende. Man müsste halt wissen, was die wollen. Vielleicht würden die sich z.B. eine hochwertigere Version von irgendetwas ins Wohnzimmer stellen, Mediabooks, Sammlereditionen mit allerlei Schnickschnack. Oder dass die halt ihr Geld für teure Reisen ausgeben, wo ihnen was geboten wird, Futureworld-mäßig.  Science-Fiction zieht auch bei älteren Leuten, besonders auch klassische SF, Space Opera usw. Da geht was. Da geht viel. Mit entsprechender Werbung. 



#26 Uwe Post

Uwe Post

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Geschrieben 16 August 2026 - 13:02

 

 

Man könnte also als Phantastik-Schaffender fragen, wie aktiviere ich dieses großes Potenzial und erreiche bestmöglich die entsprechenden Altersklassen.

Ganz einfach: Werbung in Medien, die in der jeweiligen Altersklasse konsumiert werden :happy:

 

 

 

Ich denke, dass es sträflich ist, die Altersgruppe 50+ zu vernachlässigen

Sehe ich auch so, und sie ist leichter erreichbar, sei es hier im Forum oder für Selfpublisher über Amazon-Werbung/Toplisten. Bloß stirbt diese Zielgruppe leider in ca. 20-30 Jahren aus  :unsure: und hat üblicherweise schon jezt Regale voller noch zu lesender Bücher, für die die verbleibende Lebenszeit gar nicht ausreicht. Außerdem scheinen viele Autorx hier (die nicht ganz zufällig altersmäßig selbst in genau diese Altersgruppe fallen) das originelle Anliegen zu haben, auch Jüngere zu erreichen, obwohl selbige Bücher für historische Relikte früherer Jahrhunderte zu halten scheinen. So eine Art Sendungsbewusstsein, schätze ich. Ich würde es ja als niedlich oder mitleidserregend bezeichnen, wenn ich es nicht selbst auch hätte  :bighlaugh:  

 

Auffällig ist ein Mangel an jüngeren SF-Autoren, die für ein gleich altes Publikum schreiben. Oder diese Autoren agieren außerhalb meines Wahrnehmungsradius, weil sie keine Werbung in der Zielgruppe 50+ machen  :bigcry:


Bearbeitet von Uwe Post, 16 August 2026 - 13:07.

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#27 Helge

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Geschrieben 16 August 2026 - 15:56

Ich finde das mit den Alterszielgruppen gerade sehr merkwürdig. Ich habe noch niemals versucht, für eine spezielle Altersgruppe zu schreiben; meine handelnden Charaktere sind meistens so zwischen 20 und 40 Jahre alt, aber das hat ja nichts mit dem Inhalt der Geschichte zu tun. Und altersspezifisch irgendwo Werbung platzieren, gerade bei allen Altersgruppen oberhalb der Bravo-Leser - wie soll das gehen, wo denn? Diejenigen, die irgendwelche Zeitschriften a la Das Goldene Blatt oder so lesen (gibts das überhaupt noch?), die lesen garantiert keine Science-Fiction-Bücher.



#28 Uwe Post

Uwe Post

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Geschrieben 16 August 2026 - 16:19

 

 

meine handelnden Charaktere sind meistens so zwischen 20 und 40 Jahre alt, aber das hat ja nichts mit dem Inhalt der Geschichte zu tun

Wirklich? Das Verhalten von Figuren ist doch üblicherweise eher altersabhängig als altersunabhängig, und auch die Situationen, in die eine Figur gerät, kann von ihrem Alter abhängig sein. Aber das nur nebenbei.

 

 

 

Und altersspezifisch irgendwo Werbung platzieren, gerade bei allen Altersgruppen oberhalb der Bravo-Leser - wie soll das gehen, wo denn?

Du kannst bei Amazon oder Google Werbung buchen und bevorzugte Zielgruppen angeben, auch nach Alter (und Interessen). Hängt natürlich davon ab, was die Überlegung dahinter ist. Vielleicht neue Zielgruppen erschließen, weil die Verkaufszahlen stagnieren? Wie groß die Chancen sind, dass das klappt, ist natürlich eine ganz andere Frage...

Und wenn Du eher "einfach nur zum Spaß" schreibst, kann Dir natürlich egal sein, wer die Leser sind. Wenn man aber (aus welchen Gründen auch immer, sei es Umsatzsteigerung oder eine Art gezieltes Selbstverbreitungsbedürfnis) eine ganz bestimmte Zielgruppe erreichen möchte, ist es natürlich sinnvoll, sich Gedanken zu machen, wie oder wo man die am besten erreicht.


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#29 RolandsFarblood

RolandsFarblood

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Geschrieben 21 August 2026 - 09:16

Ich würde die Zielgruppe gar nicht zuerst über 14 - 49, 50+ usw. definieren.

Gerade bei Science Fiction scheint mir wichtiger zu sein, was jemand eigentlich an SF sucht. Ein ruhiger First-Contact-Roman, eine militärische Space Opera und eine schnelle Near-Future-Dystopie können formal alle dasselbe Genre-Etikett tragen und trotzdem völlig unterschiedliche Leser ansprechen.

Dazu kommt der Weg, über den man etwas entdeckt. Jemand, der über Amazon nach neuen Büchern sucht, ist wahrscheinlich anders erreichbar als jemand, der Empfehlungen aus einem Forum, von YouTube oder aus einem Newsletter bekommt.

Das Alter kann am Ende ein interessantes Merkmal der tatsächlichen Leserschaft sein. Als Ausgangspunkt wäre mir die Frage „Warum sollte genau dieser Mensch diese Geschichte lesen wollen?“ aber wichtiger als „Ist er unter oder über 50?“

 



#30 Jannis

Jannis

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Geschrieben 21 August 2026 - 11:10

Ich denke, dass es sträflich ist, die Altersgruppe 50+ zu vernachlässigen. In dieser Altersgruppe gibt es viele Wohlhabende. Man müsste halt wissen, was die wollen. Vielleicht würden die sich z.B. eine hochwertigere Version von irgendetwas ins Wohnzimmer stellen, Mediabooks, Sammlereditionen mit allerlei Schnickschnack. Oder dass die halt ihr Geld für teure Reisen ausgeben, wo ihnen was geboten wird, Futureworld-mäßig.  Science-Fiction zieht auch bei älteren Leuten, besonders auch klassische SF, Space Opera usw. Da geht was. Da geht viel. Mit entsprechender Werbung. 

 

Provokante Frage: Macht das nicht genau Perry Rhodan?  :confused:


Meistens gut gelaunt, offen für sehr viel und immer für eine angeregte Diskussion zu haben!

  • (Buch) gerade am lesen:Kafkarabesken oder Die Ermittlungen : Friedrich, Peter


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