Hallo zusammen,
hat das jemand von euch gelesen? Ich bin gestern damit durch (Hörbuch) und etwas underwhelmed. Ja, der Roman ist nicht langweilig und tendenziell eher spannend, aber die neuen Ideen halten sich etwas in Grenzen und ich habe einfach Probleme damit, den Plot an sich zu akzeptieren.
Es geht darum, dass die Klimakrise wirklich schlimm zugeschlagen hat (dazu gibt es ein paar sehr nette Details). Der Roman spielt in Südfrankreich. In einem Ort sind quasi nur drei Menschen und eine (sehr eindimensional Billbillie-mäßig dargestellte Bauernfamilie) übrig: Der Geistliche, eine alte Dame und der Protagonist, Fausto, der eher im jüngeren mittleren Alter zu sein scheint.
Fausto wird auch halbwegs okay charakterisiert, auch wenn da sicher noch mehr gegangen wäre.
Dann zieht neben Fausto eine Frau ein, die natürlich total hübsch ist und ihm gut gefällt und sie landen nach einer gemeinsamen Tasse Wasser auch quasi sofort im Bett. Viel tiefgründiger wird ihre Beziehung auch nicht, womit ich ein Problem habe. Ja, sicher, sie ist geheimnisvoll und es gibt auch eine Geschichte um sie (die spoilern würde), aber trotzdem.
Ich meine, es gibt sowas wie postkoitale Unterhaltungen, bei denen man sich eigentlich immer sehr gut kennenlernt (so jedenfalls meine Einschätzung der meisten Beziehungen), das fehlt hier total. Sicher, sie hat ihr Gedächtnis so ziemlich verloren, aber wenn man sich so wenig kennt, kann ich auch die große Liebe nicht so richtig abkaufen.
Für mich wirkt es eher so, als wäre sie nicht sehr viel mehr als eine Affäre. Und klar, er ist einsam. Got it.
Aber da wäre irgendwie mehr drin gewesen, in dem Plot, wenn ich da irgendwie sowas wie Liebe gespürt hätte.
PS: Ich bin aber überrascht, wie explizit eine der Sexszenen geschildert wurde, das kenne ich von Eschbach gar nicht.



