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Ins fahle Herz des Sommers von Andreas Eschbach


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38 Antworten in diesem Thema

#1 Rezensionsnerdista

Rezensionsnerdista

    Yvonne

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Geschrieben 13 August 2026 - 07:07

Hallo zusammen,

 

hat das jemand von euch gelesen? Ich bin gestern damit durch  (Hörbuch) und etwas underwhelmed. Ja, der Roman ist nicht langweilig und tendenziell eher spannend, aber die neuen Ideen halten sich etwas in Grenzen und ich habe einfach Probleme damit, den Plot an sich zu akzeptieren.

 

Es geht darum, dass die Klimakrise wirklich schlimm zugeschlagen hat (dazu gibt es ein paar sehr nette Details). Der Roman spielt in Südfrankreich. In einem Ort sind quasi nur drei Menschen und eine (sehr eindimensional Billbillie-mäßig dargestellte Bauernfamilie) übrig: Der Geistliche, eine alte Dame und der Protagonist, Fausto, der eher im jüngeren mittleren Alter zu sein scheint.

Fausto wird auch halbwegs okay charakterisiert, auch wenn da sicher noch mehr gegangen wäre.

 

Dann zieht neben Fausto eine Frau ein, die natürlich total hübsch ist und ihm gut gefällt und sie landen nach einer gemeinsamen Tasse Wasser auch quasi sofort im Bett. Viel tiefgründiger wird ihre Beziehung auch nicht, womit ich ein Problem habe. Ja, sicher, sie ist geheimnisvoll und es gibt auch eine Geschichte um sie (die spoilern würde), aber trotzdem.

Ich meine, es gibt sowas wie postkoitale Unterhaltungen, bei denen man sich eigentlich immer sehr gut kennenlernt (so jedenfalls meine Einschätzung der meisten Beziehungen), das fehlt hier total. Sicher, sie hat ihr Gedächtnis so ziemlich verloren, aber wenn man sich so wenig kennt, kann ich auch die große Liebe nicht so richtig abkaufen. 
Für mich wirkt es eher so, als wäre sie nicht sehr viel mehr als eine Affäre. Und klar, er ist einsam. Got it.

 

Aber da wäre irgendwie mehr drin gewesen, in dem Plot, wenn ich da irgendwie sowas wie Liebe gespürt hätte.

 

PS: Ich bin aber überrascht, wie explizit eine der Sexszenen geschildert wurde, das kenne ich von Eschbach gar nicht. 


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#2 Dermatophyt

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Geschrieben 13 August 2026 - 10:33

Mir ging es ganz ähnlich. Die Beschreibungen der Klimakrise fand ich sehr gut, man kann Hitze und Trockenheit fast spüren. Auch die Rückblenden waren interessant . 

Die " Beziehung" von Fausto und der geheimnisvollen Frau passt für mich nicht, sie bleibt unglaublich blass und passiv. Außerdem hat  mich die Szene der Fehlgeburt sehr abgeschreckt genauso wie das Blutbad am Ende. 



#3 ShockWaveRider

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    verwarnter Querulant

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Geschrieben 15 August 2026 - 06:54

Das Buch kenne ich nicht.

Als ich den Titel las, dachte ich: "Jetzt ist er auch bei den Buchtiteln auf Konsalik-Niveau angekommen."

(Oder gleich nach Courts-Mahler durchgereicht?)

 

 

Gruß

Ralf


Bearbeitet von ShockWaveRider, 15 August 2026 - 07:05.

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#4 Fermentarius

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Geschrieben 15 August 2026 - 10:31

Ich habe das Buch gelesen, genauer gesagt, ab etwa der Mitte nur noch überflogen. Gut, es ist heiß, aber die Hitze wird extrem klischeehaft beschrieben. Bei Camus habe ich das besser gelesen. Dann fehlt eigentlich die Motivation, warum Menschen hier leben sollten. Außerdem sind zu viele Zufälle dabei. Und die dystopische Welt könnte besser konstruiert sein. Ist jetzt die Zivilisation zusammengebrochen, hat sie sich zurückgezogen, oder sind die Dorfbewohner vor ihr geflohen?

Der Plot bietet leider auch wenig Überraschungen. Die junge Frau mag keine Kälte, nicht einmal kaltes Wasser. Damit wird schnell klar, worauf die Geschichte hinausläuft. Und die Hillbillies sind eben - Hillbillies, ohne Bruch, ohne Lernkurve.

Wenn Eschbach die genetischen Konsequenzen des Klimawandels etwas mehr ausgearbeitet hätte, statt einen dystopischen Western zu schreiben, hätte die Geschichte sicher gewonnen. Denn schreiben kann er ja.  


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#5 Uwe Post

Uwe Post

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Geschrieben 15 August 2026 - 12:22

 

 

postkoitale Unterhaltungen, bei denen man sich eigentlich immer sehr gut kennenlernt 

 

Ups, und ich dachte immer, es wäre eine gute Idee, sich erst kennenzulernen und dann im Bett zu landen. Sorry, mein Fehler  :devil:

 

Ansonsten dachte ich eigentlich, Klima-Dystopien will keiner mehr lesen, weil wir uns eh schon mittendrin befinden. Aber ich bin ja auch kein Bestseller-Autor, dessen Zeugs allein wegen des aufgedruckten Namens gekauft wird *schulterzuck*


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#6 Christian Hornstein

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Geschrieben 15 August 2026 - 13:43

Ups, und ich dachte immer, es wäre eine gute Idee, sich erst kennenzulernen und dann im Bett zu landen. Sorry, mein Fehler  :devil:

 

:rofl1:

 

Ansonsten dachte ich eigentlich, Klima-Dystopien will keiner mehr lesen, weil wir uns eh schon mittendrin befinden. Aber ich bin ja auch kein Bestseller-Autor, dessen Zeugs allein wegen des aufgedruckten Namens gekauft wird *schulterzuck*

 

Nein, auch wenn positive Szenarien sicher auch mal schön wären, so sind Dystopien nach wie vor recht gefragt. Ist mein Eindruck.
 


Etwas schade, was Ihr da berichtet. Ich habe den Roman noch nicht gelesen. Ich mag diesen Autor ja, auch als Mensch, nicht nur seine Ideen und Schreibweise, und der Stil in der Leseprobe zu diesem Roman hat mir gut gefallen. Euren Kommentaren entnehme ich jedoch, dass die Szenerie nicht ganz durchdacht sein könnte. Das wäre ungünstig. So etwas reißt einen aus dem Wachtraum.

Spannend finde ich, dass Andreas wohl expliziter wird. Wenn es gut gemacht ist und passt, begrüße ich solche Gesten. Da er schön schreiben kann, stelle ich mir das attraktiv vor. So etwas ist auch immer mutig, aber er kann es sich ja leisten.

Oberflächlichkeit in den emotionalen Beziehungen und Figurencharakterisierungen wäre natürlich problematisch in einem Roman, der den Raum hat, in die Tiefe zu gehen und es auch tun sollte, da wir viele Stunden mit den Figuren verbringen. SF-Autori neigen dazu, diesen Aspekt zu vernachlässigen, weil die ungewöhnlichen Szenarien wie ein Gravitationstrichter ihre Aufmerksamkeit zu sehr zu binden scheinen. Selbst Wolfgang Jeschke, der auch einen wunderschönen Schreibstil hatte und unglaublich erfahren in dem Genre war, scheint diesen Aspekt unterschätzt zu haben. Er meinte mal, er sehe keinen Sinn darin, in einem Text die Beziehungskiste von rechts nach links und wieder zurück zu schieben, oder so ähnlich. Dabei ist es gerade das Spannende, die authentische menschliche Ebene, mit dem, was für sie existentiell ist, im SF-Gedankenexperiment wieder zu finden.

Ihr sprecht von Hinterwäldlern und scheint auch die Hauptfigur zu meinen. Könnte es sein, dass in diesem Fall die Figur menschlich so angelegt ist, dass nur eine einfache Persönlichkeits- und Beziehungsstruktur zu erwarten sind? Das würde z.B. die unergiebigen postkoitalen Phasen erklären. ;) In dem Fall müsste natürlich die emotionale Teilhabe der Leseri auf andere Weise gewährleistet werden, wie z.B. bei den Blumen für Algernon von Daniel Keyes.

Die Beschreibung der Frau deutet auf eine Kernidee des Romans hin, die anscheinend aber nicht befriedigend entfaltet wird. Die Entdeckung einer natürlichen oder künstlichen Anpassung wäre für sich allein natürlich zu wenig für eine befriedigende Dramaturgie. Eine Fehlgeburt und ein Blutbad zum Schluss werden erwähnt. Das lässt mich an Komplikationen für das Paar denken, die mit biologischen, vielleicht auch sozialen Gegebenheiten zu tun haben könnten. Es gibt ja so einige SF-Romane, die durchgespielt haben, wie "normale" Menschen reagieren könnten, wenn "Weiterentwickelte" sich manifestieren (siehe z.B. Bettler in Spanien von Nancy Kress). In jedem Fall, wenn es denn dieses Thema wäre, hätte dieser Roman, auch wenn es ein Drama wäre, eine hoffnungsvolle Note: Der Klimawandel ist nicht das Ende, sondern nur der Beginn einer neuen Phase der Menschheit, die sich ohnehin ständig weiterentwickelt.

Der Titel ist tatsächlich höchst ungewöhnlich für Andreas Romane. Bis auf eine Ausnahme (Ausgebrannt) sind es alle Motivtitel und selbst die Ausnahme macht da nur insofern eine Ausnahme, als es sich um ein Partizip und kein Substantiv handelt. Zugestanden, Eines Menschen Flügel hatte bereits einen Fuß im Lyrischen. Ins fahle Herz des Sommers hingegen verwendet eine Metapher (über die man kontrovers diskutieren könnte :happy: ) und als Präpositionalphrase gibt der Titel eine Handlungsrichtung an. Ein Novum bei Andreas Titel. Sollten wir aber vielleicht auch nicht überbewerten. :closedeyes:


Bearbeitet von Christian Hornstein, 15 August 2026 - 13:48.


#7 Uwe Post

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    FutureFictionMagazin'o'naut

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Geschrieben 15 August 2026 - 14:34

Ja, richtig.

Ich unterscheide da vorsichtig zwischen inhaltlicher Bewertung (kann ich nicht abgeben) und den Verkaufsaspekten, da wir über so Themen wie "Zielgruppen" ja auch anderswo reden. Daher sei die Frage in den Raum gestellt, wie viele Kunden den Roman kaufen würden, wenn als Name Dieter Nobody draufstehen würde (nur mal kurz angenommen, er würde dann überhaupt in Buchhandlungen ausliegen...).

 

Vielleicht sollte ich den einen Satz nochmal anders ausdrücken: Klimadystopien zählen streng genommen schon nicht mehr zur SF, sie sind Gegenwartsliteratur. Dass die Dinge etwas übersteigert werden, ist ja banal, das geschieht in den meisten Thrillern oder Historienschinken ja auch. Wie wohlig das dystopische Gruselgefühl noch ausfällt, wenn vorm eigenen Städtchen der Wald brennt, will ich ehrlich gesagt gar nicht wissen. Aber das führt jetzt etwas vom Thema fort. Man kann freilich auch die These aufstellen, dass jeder Roman, der geringfügig in der Zukunft spielt, eine Klimadystopie sein MUSS, um nicht unrealistisch zu wirken ...


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#8 Rezensionsnerdista

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Geschrieben 15 August 2026 - 16:35

Nein, die Hauptfigur ist kein Hill Billie, aber eine antagonistische Familie.

Oh Mensch, Uwe, na ja, vor dem Sex sprechen die beiden jedenfalls nicht sehr ausführlich

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#9 Fermentarius

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Geschrieben 15 August 2026 - 19:24

Nein, die Hauptfigur ist kein Hill Billie, aber eine antagonistische Familie.

Oh Mensch, Uwe, na ja, vor dem Sex sprechen die beiden jedenfalls nicht sehr ausführlich

In der dystopischen Umgebung, wie Eschbach sie beschreibt, kommt mir diese Art der Beziehungsanbahnung nicht einmal besonders unpassend vor. Wenn ich die Konzeption der Geschichte richtig verstehe, ist die Vereinzelung der Menschen angesichts des Zerfalls der Zivilisation ein wichtiger Aspekt. Und da passt es durchaus, dass die beiden Sex haben, ohne vorher eine längere Kennenlernphase zu durchlaufen.


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#10 Christian Hornstein

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Geschrieben 15 August 2026 - 21:37

Man kann freilich auch die These aufstellen, dass jeder Roman, der geringfügig in der Zukunft spielt, eine Klimadystopie sein MUSS, um nicht unrealistisch zu wirken ...

 

Das ist tatsächlich das, was ich auch hier im Forum mal geschrieben hatte. Es ist doch klar, dass jede Near Future SF-Geschichte, die von einem zukünftigen Leben auf der Erde erzählt und keine Alternate History ist, die Klimakrise nicht umgehen kann, in der wir aktuell bis zu den Knien stecken.

 

 

In der dystopischen Umgebung, wie Eschbach sie beschreibt, kommt mir diese Art der Beziehungsanbahnung nicht einmal besonders unpassend vor. Wenn ich die Konzeption der Geschichte richtig verstehe, ist die Vereinzelung der Menschen angesichts des Zerfalls der Zivilisation ein wichtiger Aspekt. Und da passt es durchaus, dass die beiden Sex haben, ohne vorher eine längere Kennenlernphase zu durchlaufen.

 
So etwas habe ich mir schon gedacht.

 

Nein, die Hauptfigur ist kein Hill Billie, aber eine antagonistische Familie.

 

Was wahrscheinlich die Beziehung des Paares verkompliziert, richtig?
 

 



#11 Rezensionsnerdista

Rezensionsnerdista

    Yvonne

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Geschrieben 16 August 2026 - 06:40

Dass sie vor dem sex nicht viel sprechen, hat mich ja auch nicht gestört (das hat nur Uwe angesprochen, der den Roman aber ja nicht gelesen hat).

Aber was ist mit den mindestens fünf Monaten danach?
Nicht nur der Körper war ja einsam, auch das Hirn und das Herz. Da hätte ich einfach mehr Vertrautheit erwartet.
Auch wenn sie vieles vergessen hat, zumindest Faust kann sich erzählen und es kann mehr Austausch geben.
So wirkt für mich die Beziehung nicht plausibel. Ist sie nur eine Art Spielzeug für ihn?


Und ja, die Familie verkompliziert die Situation, ist aber bei weitem nicht das größte Problem.

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#12 ShockWaveRider

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Geschrieben 16 August 2026 - 08:25

Ich kenne das Buch immer noch nicht.

 

Aber ich erinnere mich, was Eschbach noch vor einigen Jahren sinngemäß(!) zum Thema "Sexszenen in Romanen" sagte:

"Über Sex schreibt man nicht. Man macht ihn."

 

Was hat sich da bloß geändert? :kopfkratz:

 

fragt

Ralf


Bearbeitet von ShockWaveRider, 16 August 2026 - 08:26.

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#13 Uwe Post

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Geschrieben 16 August 2026 - 12:00

Andreas hat aber auch mal gesagt, dass er gerne was Ungewöhnliches ausprobiert, wenn es ihm passend erscheint (und dass er vom Verlag eh einen Freifahrtsschein hat). So gesehen passt es wieder  :happy:


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#14 Frank Lauenroth

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Geschrieben 18 August 2026 - 14:49

Ansonsten dachte ich eigentlich, Klima-Dystopien will keiner mehr lesen, weil wir uns eh schon mittendrin befinden. Aber ich bin ja auch kein Bestseller-Autor, dessen Zeugs allein wegen des aufgedruckten Namens gekauft wird *schulterzuck*

 

Da ich den Newsletter von Andreas beziehe, wurde ich darin unlängst darauf hingewiesen, dass er sich gleich nochmal an dem Thema abarbeiten durfte: NOVEMBERSOMMER erscheint allerdings schon im September. 


In memoriam Michael Szameit / Christian Weis / Alfred Kruse / Rico Gehrke                                     


#15 Andreas Eschbach

Andreas Eschbach

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Geschrieben 19 August 2026 - 14:44

Ich möchte zu dieser Diskussion eines Buches, das fast niemand gelesen hat, ergänzend anmerken, dass ich damit keinen "Freifahrschein" ausgenutzt habe, vielmehr habe ich diesen Roman dem Verlag abseits meiner bestehenden Verträge fix und fertig vorgelegt und einfach gefragt, wollt ihr ihn haben? Und die Antwort lautete ja.

 

Angefangen, ihn zu schreiben, habe ich so ums Jahr 2014, unter dem Eindruck einer ausgiebigeren Beschäftigung mit den Romanen von Georges Simenon (den Nicht-Maigrets, um genau zu sein) – insofern, ja, war es ein Experiment –, dann lag er eine Weile unfertig und halb vergessen herum, bis ich ihn um die Corona-Zeit herum wiederentdeckt habe. Dann habe ich ihn zu Ende geschrieben und überarbeitet usw. und mir gesagt, also, besser, ich schau mal, ob ich ihn veröffentlicht kriege, ehe er sich gar nicht mehr wie Zukunft liest.



#16 Christian Hornstein

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Geschrieben 21 August 2026 - 18:25

... und mir gesagt, also, besser, ich schau mal, ob ich ihn veröffentlicht kriege, ehe er sich gar nicht mehr wie Zukunft liest.

 
Das ergibt Sinn. Hast Du wirklich mal gesagt "Über Sex schreibt man nicht. Man macht ihn"?



#17 ShockWaveRider

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Geschrieben 21 August 2026 - 19:01

 
Das ergibt Sinn. Hast Du wirklich mal gesagt "Über Sex schreibt man nicht. Man macht ihn"?

 

Nicht direkt. Ich habe mich da nicht mehr korrekt erinnert, sorry an Andreas!

Was ich meinte, was das hier.

 

Gruß

Ralf


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#18 Andreas Eschbach

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Geschrieben 23 August 2026 - 01:08

Danke für die Klarstellung!



#19 ShockWaveRider

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Geschrieben 23 August 2026 - 07:00

Bin gerade selbst entsetzt, was mein Gedächtnis in 13 Jahren aus deinem Post gemacht hat.

 

Nochmals sorry für das falsche Zitat!

 

Gruß

Ralf


Bearbeitet von ShockWaveRider, 23 August 2026 - 07:56.

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#20 Christian Hornstein

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Geschrieben 23 August 2026 - 09:45

Wow, in der Tat, Ralf. Ich bin mal Deinem Link gefolgt und habe das Originalzitat gelesen. Da hast Du die Shockwave aber richtig wild geritten. Ich möchte nicht wissen, was Du mit einem anderen Zitat aus dem Thread angestellt hättest, nämlich:

 

Schreiben lernen ist wie Glasblasen lernen.

 

:P


Bearbeitet von Christian Hornstein, 23 August 2026 - 09:45.


#21 ShockWaveRider

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Geschrieben 23 August 2026 - 10:57

Das überlasse ich ganz deiner schriftstellerischen Fantasie.

 

Gruß

Ralf


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#22 Tiff

Tiff

    Laionaut

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Geschrieben 23 August 2026 - 12:59

Angefangen, ihn zu schreiben, habe ich so ums Jahr 2014, unter dem Eindruck einer ausgiebigeren Beschäftigung mit den Romanen von Georges Simenon (den Nicht-Maigrets, um genau zu sein) – insofern, ja, war es ein Experiment –, dann lag er eine Weile unfertig und halb vergessen herum, bis ich ihn um die Corona-Zeit herum wiederentdeckt habe. Dann habe ich ihn zu Ende geschrieben und überarbeitet usw. und mir gesagt, also, besser, ich schau mal, ob ich ihn veröffentlicht kriege, ehe er sich gar nicht mehr wie Zukunft liest.

Für mich muss er sich nicht wie Zukunft lesen. Ich habe mir den Roman mal vorgemerkt, und ich bin sicher, dass er mich nicht enttäuschen wird. 



#23 Rezensionsnerdista

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Geschrieben 24 August 2026 - 05:17

Das muss man dem Roman wirklich lassen, er ist im richtigen Sommer erschienen. Das fühlte sich etwas prophetisch an. Ich sitze ja in SH, da ist es oft zehn Grad kälter als im Süden Deutschlands (und auch oft 17 Grad, Regen im Juli und August), aber selbst wir hatten zwei Hitze-Perioden.


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#24 Andreas Eschbach

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Geschrieben 25 August 2026 - 10:50

Im Vorfeld gab es allerdings Stimmen mit dem Tenor, "Klima ist als Thema durch, das interessiert niemanden mehr, Klimakleber sind weg, Fridays for future haben auch aufgehört – das Buch kommt zu spät".



#25 Tiff

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Geschrieben 25 August 2026 - 11:42

Im Vorfeld gab es allerdings Stimmen mit dem Tenor, "Klima ist als Thema durch, das interessiert niemanden mehr

Es mag sein, dass viele Leute das Thema satt haben, aber die Realität wird irgendwann auch zu diesen Leuten durchdringen. Bisher wurde ja eigentlich eher nur vor dem Klimawandel gewarnt. Aber irgendwann ist es einfach Realität. Dann lässt es sich nicht mehr ignorieren. 



#26 ShockWaveRider

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Geschrieben 25 August 2026 - 12:34

Klimawandel? Ohne mich!

Den lehne ich ab. Rundweg. Kommt mir gar nicht erst ins Haus.

 

Das sagt

Ralf,

mit Nachdruck


Bearbeitet von ShockWaveRider, 25 August 2026 - 12:47.

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#27 Tiff

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Geschrieben 25 August 2026 - 13:26

Klimawandel? Ohne mich!

Den lehne ich ab. Rundweg. Kommt mir gar nicht erst ins Haus.

Angeber!  :scooter: 



#28 Christian Hornstein

Christian Hornstein

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Geschrieben 26 August 2026 - 12:48

Im Vorfeld gab es allerdings Stimmen mit dem Tenor, "Klima ist als Thema durch, das interessiert niemanden mehr, Klimakleber sind weg, Fridays for future haben auch aufgehört – das Buch kommt zu spät".

  

Ich bin sicher, dass Klima als Thema nicht durch ist, sondern gerade immer aktueller wird, ganz gleich ob als SF oder in anderen Genres. Wie auch sonst kommt es allerdings darauf an, wie dieses Thema behandelt wird. Eine Herausforderung sehe ich aktuell darin, etwas hoffnungsvolles und zugleich realistisches dazu zu schreiben, weil die globalen Emissionen zunehmen und zugleich die Kipppunkte fast erreicht zu sein scheinen.



#29 Andreas Eschbach

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Geschrieben 26 August 2026 - 13:35

Wenn mir was (realistisch) Hoffnungsvolles einfiele, wäre ich sofort an den Tasten …



#30 Tiff

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    Laionaut

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Geschrieben 26 August 2026 - 17:42

Wenn mir was (realistisch) Hoffnungsvolles einfiele, wäre ich sofort an den Tasten …

Nichts leichter als das: Die Zeit nach dem Klimawandel, 99 Prozent der Menschheit sind weg, der Rest lebt ganz gut auf der eisfreien Antarktis.  :qjoking:    :qwiseguy:  :qrolleyes: 




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