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Autokraten? Nicht mit uns (Herausgegeben von Marianne Labisch)


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11 Antworten in diesem Thema

#1 Mammut

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Geschrieben 22 August 2026 - 19:30

Autokraten dieser Welt, versteckt euch gut, denn hier geht es euch ans Leder.
15 Autoren haben sich überlegt, wie sie euch bändigen können. Herausgekommen sind Geschichten, die nachdenklich stimmen, aber auch welche, die zum Schmunzeln anregen.
 

Die Geschichten:

Maximilian Wust – „Die Gedanken sind nicht“
Heidrun Jänchen – „In der Bedrohungszone“
Tessa Maelle – „Extraktor 4451“
Andreas Flögel – „Geweihter Boden“
Marianne Labisch – „Der Wichtel, dein Freund und Helfer“
Michael Schmidt – „Ein ehrenwertes Haus“
Thorsten Küper – „Feinjustierung“
Uli Bendick – „Ein gefährlicher Job“
Achim Stößer – „Drohnen aller Länder“
Thomas Heidemann – „GOD“
Karin Reddemann – „Goldjungs“
Veith Kanoder-Brunnel – „Luzifers Katzen“
Alexa Rudolph – „Keine Panik“
Ansgar Sadeghi - "Auszug aus dem Paradies"
Enzo Asui - "Das Experiment"

 

 

 

Verlag Torsten Low - Autokraten? Nicht mit uns (Herausgegeben von Marianne Labisch)

 

Dieser Titel erscheint voraussichtlich am 21.09.2026. 

 

Meine enthaltene Geschichte trägt den Titel Ein ehrenwertes Haus, frei nach Udo Jürgens. Illustriert wurde sie von Maximilian Wust.

 

Cover und Umschlaggestaltung ist von Maximilian Wust.


Bearbeitet von Mammut, 23 August 2026 - 08:33.


#2 Christian Hornstein

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Geschrieben 23 August 2026 - 09:56

Oh! Diese Anthologie hatte ich ja gar nicht auf dem Schirm. Und das bei dem Thema. Muss ich mir schnell vorbestellen ...  :P


Bearbeitet von Christian Hornstein, 23 August 2026 - 09:56.


#3 Mammut

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Geschrieben 23 August 2026 - 10:15

Oh! Diese Anthologie hatte ich ja gar nicht auf dem Schirm. Und das bei dem Thema. Muss ich mir schnell vorbestellen ...  :P

 

Für alle Fälle der Hinweis: Das Hardcover ist auf maximal 66 Exemplare limitiert (evtl. auch weniger).



#4 Maxmilian Wust

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Geschrieben 24 August 2026 - 10:39

Das Cover, so als Vorgeschmack:

 

Umschlag_Nicht%20mit%20uns_Softcover-onl

 

(Der Diktator ist komplett mit Bezierkurven über Adobe Illustrator gezeichnet worden. Keine Ahnung, was mich da geritten hat.)


"Part Five: Boobytrap the stalemate button!"

#5 Christian Hornstein

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Geschrieben 26 August 2026 - 12:51

... (Der Diktator ist komplett mit Bezierkurven über Adobe Illustrator gezeichnet worden. Keine Ahnung, was mich da geritten hat.)

 

Du frickelst offenbar gerne.  ;) 
 



#6 Maxmilian Wust

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Geschrieben 26 August 2026 - 21:36

Auf jeden. Aber damit kann ich zum einen auch beweisen, dass ich keine KIs verwende (was jetzt eher persönliche Eitelkeit ist), sondern so zeichne, wie es der Gott-Imperator gewollt hat: per Wacom am Computer  :bighlaugh:  Und zum anderen probiere ich gerne neue Techniken aus, oder Kombinationen. Das hält mich künstlerisch frisch.


"Part Five: Boobytrap the stalemate button!"

#7 Christian Hornstein

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Geschrieben 29 August 2026 - 11:27

Sehr schön! Dieser Haltung kann ich mich nur anschließen, wobei ich mir nicht sicher bin, ob Du Dir nicht ein wenig Unrecht tust, wenn Du von Eitelkeit sprichst. Ich gehe eher davon aus, dass Du spürst, welche Befriedigung es Dir gibt, wenn Du Dein eigenes schöpferisches Potential entfaltest und dies andere anhand Deiner Werke bestätigen und wertschätzen. Diesem Motiv folgt jedes Kind und ich würde ein solches Kind, das mir stolz seine Zeichnung hinhält, nicht gleich als eitel bezeichnen.  :)


Bearbeitet von Christian Hornstein, 29 August 2026 - 11:28.


#8 Mammut

Mammut

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Geschrieben 01 Oktober 2026 - 15:41

Das Buch hat sich durch den tragischen Tod von Torsten Low ein wenig verzögert und wird auf dem Bucon am Stand Verlag Torsten Low erhältlich sein.

Neben diesem traurigen Umstand bedanke ich mich bei Maximilian Wust über die sehr passende Illustration zu meiner Geschichte. Die hat mir doch sehr gefallen.

Um 16:00 Uhr kann dem Verleger gedacht werden, einfach das Basement besuchen und Torsten Low hochleben lassen.



#9 Mammut

Mammut

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Geschrieben 02 Oktober 2026 - 11:11

Gerade erfahren:
Um 12 im Basement unter dem Programmpunkt "In der Kürze liegt die Würze" wird aus der Anthologie lesen. Außerdem wird der Kalender vorgestellt. Dabei sein werden Thorsten Küper, Sarah Lutter, Tessa Maelle, Veith Kanoder-Brunnel und Marianne Labisch.


Bearbeitet von Mammut, 12 Oktober 2026 - 15:55.


#10 Mammut

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Geschrieben 12 Oktober 2026 - 15:56

Hier ein Bild von der Lesung.

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#11 Mammut

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Geschrieben 18 Oktober 2026 - 10:17

So, das Buch habe ich gelesen. Die Illustrationen sind sehr unterschiedlich, mir gefallen die von Maximilian sehr gut, aber auch die von Frank G. Gerigk zu Geweihter Boden. Wusste gar nicht, dass auch Achim Stößer zeichnet, seine Illustration zur eigenen Geschichte gefiel mir ebenfalls wie die von Veith Kanoder-Brunnel.

 

Die Geschichten selbst behandeln vor allem Überwachungsstaaten, ein oft gewähltes Thema sind die Tradwifes und generell die Unterdrückung der Frau. Oft ist es eine automatisierte Überwachung und die Befreiung per Virus. Meist steht das Schicksal der ganzen Welt oder zumindest des ganzen Landes auf dem Spiel. Einzig die Geschichte von Andreas und mir ist da eher auf das Kleine als das ganze Große fokussiert.

 

Es sind unterschiedliche Geschichten enthalten. Ein Totalausfall, ein paar haben mir nicht gefallen, aber es sind doch einige interessante Stories enthalten und das Thema selbst ist gut gewählt und trotz Wiederholung werden verschiedene Aspekte begutachtet. 

 

Meine Favoriten:

Thorsten Küper – „Feinjustierung“

 

Eine gemächlich beginnende Geschichte, die aber einen schönen Twist hat und die Bücherrettung in die Gedanken der Autokraten bringt. Schon die dritte Geschichte mit einem Virus.

Uli Bendick – „Ein gefährlicher Job“

 

Was man manchmal insgeheim den Politikern wünscht, wird hier ausgebreitet und hat am Ende einen fiesen Twist. Sehr gelungen.

 

Karin Reddemann – „Goldjungs“

 

Tradwifes sind Kernpunkt dieses Überwachungsstaates und zwei Frauen, die sich ihres „Peinigers“ entledigt haben, geraten an eine fremde Werwolffrauenrasse, die mit ihnen die Unterdrückung beenden. Eine einerseits humorvoll, andererseits grotesk-ironisch erzählte Geschichte, die mitreißt, aber auch ein breites Grinsen hinterlässt. Und hinter der ersten Befreiung lauert die nächste.

Und mein absoluter Favorit:

 

Ansgar Sadeghi - "Auszug aus dem Paradies"

 

Ein faschistischer Staat, der nur rudimentär beschrieben wird. Eine virtuelle Welt, Paradisus, die als Zuflucht dient. Es sind die kleinen Geschichten über die Menschen, die sich dort versammeln. Über ihre Nöte, ihre Hoffnungen und ihr Wirken im Großen und Ganzen, die der Geschichte eine emotionale Tiefe geben, die einen einfach packt. Hier wird mit feinen Strichen das Leben in einem faschistischen Staat und dem kleineren und größeren Widerstand dagegen skizziert und zeigt, welche Rollen die verschiedenen Menschen darin einnehmen.

Ein kleines Meisterwerk


Bearbeitet von Mammut, 25 Oktober 2026 - 08:48.


#12 ChristophGrimm

ChristophGrimm

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Geschrieben Gestern, 12:38

Transparente Anmerkung: Digitales Leseexemplar, das mir von Marianne zur Verfügung gestellt wurde. Vielen Dank dafür.

 

Ich habe die Anthologie mittlerweile gelesen, hadere aber noch mit mir, wie viel ich dazu schreiben möchte.

Mir hat sie nicht sonderlich gefallen – was sicher in einigen Fällen aber weniger an der handwerklichen Güte der Texte liegt, sondern eher meinem persönlichen Geschmack geschuldet ist. Manche Geschichten waren mir zu albern, andere zu entwurfartig oder im Szenario zu simpel konstruiert. 

 

Mit Abstrichen gefallen haben mir „Extraktor 4451“ (Tessa Maelle) und "GOD" (Thomas Heidemann).

Das für mich große Highlight der Sammlung ist

 

Feinjustierung (Thorsten Küper)

 

Ein Bibliothekar sicherte illegalerweise digitale Versionen von Büchern – und wurde schließlich erwischt.

 

Geprägt von Werken wie "Fahrenheit 451", "Der Report der Magd" und "1984" – was in der Geschichte auch charmant eingewoben wird –, zeichnet "Feinjustierung" ein durchdachtes, plausibles Zukunftsszenario, in dem autoritäre Politik, technologische Überwachung und die Manipulation der Öffentlichkeit zusammenwirken. Die "Zutaten" sind also vertraut, haben mit Blick auf die Realität leider aber nichts an Aktualität eingebüßt. 

 

Im Wesentlichen handelt es sich um ein Kammerspiel, denn der Hauptteil der Handlung liegt auf dem Verhör, dass ein gewisser Dering mit dem Bibliothekar Bernhard führt. Die Dialogführung ist pointiert, lebt von einer stimmigen Charakterzeichnung – gerade von Dering, den Thorsten Küper wohl bewusst nicht als sadistisch, sondern geradezu schlicht als normalen Helfer des Systems gezeichnet hat – und nicht zuletzt von den Verweisen auf einige wirklich gute Bücher, die sich hier ganz selbstverständlich in die Unterhaltung einfügen. Die Auseinandersetzung zwischen den beiden bekommt dadurch eine zusätzliche Tiefe, ohne dass sie je belehrend oder gekünstelt wirkt.

 

Der Spannungsaufbau ist gelungen. Man ahnt, dass auf den Schlagabtausch noch etwas folgen muss, und wartet entsprechend auf den großen Knall. Die Auflösung ist dann auch erfreulich originell und hat eine bissige Note, die mich tatsächlich fies grinsen ließ.

 

Fazit: Eine rundum gelungene Kurzgeschichte, die ein plausibles Szenario zeichnet, sprachlich schöne Bilder findet und mit Spannung, pointierten Dialogen und einer gelungenen Wendung zu unterhalten weiß. Eine Empfehlung an das DSFP-Komitee und die KLP-Nominierungsberechtigten – und natürlich an diejenigen, die einfach geilen Scheiß lesen wollen.


Bearbeitet von ChristophGrimm, Gestern, 12:47.

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  • • (Buch) gerade am lesen:"Der Fluch des Kronos" (Peter Jungk)
  • • (Buch) als nächstes geplant:"Autokraten - Nicht mit uns!", "November Sommer" (Andreas Eschbach)


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