Ich habe hier in den letzten Wochen bei einigen Themen mitdiskutiert und möchte jetzt auch einmal zeigen, woran ich selbst eigentlich arbeite.
Das Projekt heißt STARSEEK.
Die Grundidee sind sechs baugleiche Expeditionsschiffe, die die Erde verlassen und auf unterschiedlichen Routen ins Unbekannte aufbrechen.
Sie starten mit derselben Aufgabe, entwickeln sich danach aber vollständig unabhängig voneinander.
Jedes Schiff trifft auf andere Welten, andere Formen von Leben und irgendwann auch auf Situationen, bei denen die ursprüngliche Idee von „beobachten und verstehen“ nicht mehr ganz so einfach funktioniert.
Die erste dieser Geschichten ist STARSEEK 01 und folgt dem Schiff ASCENT.
Die komplette Geschichte existiert bereits als drei vollständig illustrierte Science-Fiction-Bücher.
Irgendwann kam bei mir allerdings die Frage auf, ob sich diese bereits entwickelte visuelle Welt auch tatsächlich filmisch erzählen lässt – und zwar nicht einfach dadurch, dass man die vorhandenen Buchbilder ein bisschen bewegt.
Deshalb habe ich zunächst einen knapp fünfminütigen technischen Proof of Concept produziert.
Der Film zeigt bewusst nicht den Anfang der Geschichte und ist auch nicht Transmission 01.
Er zeigt einen späteren Moment aus dem ersten Buch: die letzte Phase einer Shuttlelandung, den vollständigen Bodenkontakt, das Öffnen der Rampe und den ersten menschlichen Schritt auf einer fremden Welt.
Für mich ging es dabei weniger darum, einzelne spektakuläre Bilder oder Clips zu erzeugen.
Ich wollte herausfinden, ob unterschiedliche Kameraansichten, Figuren, Bewegung, Schnitt, Sprechertext, Musik und Sound am Ende wirklich wie eine zusammenhängende Filmszene funktionieren.
Generative Bild- und Videowerkzeuge sind Teil dieses Workflows. Dabei habe ich allerdings ziemlich schnell gemerkt, dass ein gutes Einzelbild oder ein guter Videoclip noch lange keinen Film ergibt.
Ein großer Teil der eigentlichen Arbeit steckt inzwischen in Szenenplanung, Kameraansichten, Auswahl, Kontinuität, Schnitt und Sound.
Der Test hat für mich gut genug funktioniert, dass ich nun den nächsten Schritt versuche.
Seit dem 1. September läuft deshalb eine Kickstarter-Kampagne für STARSEEK 01.
Ich versuche dabei bewusst nicht, sofort einen kompletten langen Film zu finanzieren. Die Geschichte der drei Bücher wurde stattdessen in bis zu 18 zusammenhängende filmische Kapitel aufgeteilt, die ich „Transmissions“ nenne.
4.500 Euro finanzieren die vollständige Produktion von Transmission 01.
Jede weiteren 4.500 Euro schalten die nächste Transmission der Geschichte frei.
Jede finanzierte Transmission wird vollständig produziert. Die fertigen Filme sollen anschließend nach und nach kostenlos auf YouTube veröffentlicht werden, wobei Unterstützer sie jeweils eine Woche früher sehen.
Falls jemand neugierig geworden ist: Hier findet ihr die Kampagne mit den Büchern, dem Produktionsmodell und weiteren Hintergründen:
https://www.kickstar...st-transmission
Mich würde gerade hier im Forum aber auch interessieren, wie ihr grundsätzlich auf so eine Form der Adaption schaut.
Wenn eine Geschichte bereits als illustriertes Buch existiert und dadurch schon eine ziemlich konkrete Bildwelt besitzt:
Sollte eine Filmfassung möglichst nah an dieser visuellen Vorlage bleiben?
Oder ist gerade der Wechsel des Mediums der Punkt, an dem man sich bewusst davon lösen sollte?
Ich merke bei der Arbeit jedenfalls immer wieder, dass ein Bild, das auf einer Buchseite wunderbar funktioniert, als Filmeinstellung überhaupt nicht zwingend funktioniert.
Und umgekehrt entstehen beim Film Möglichkeiten, die das Buch so gar nicht hatte.
STARSEEK – aus drei illustrierten SF-Büchern wird eine filmische Serie
Erstellt von
RolandsFarblood
, vor 48 Minuten
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#1
Geschrieben vor 48 Minuten
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rostig


