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Science Fiction vs. Phantastik


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8 Antworten in diesem Thema

#1 Mammut

Mammut

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Geschrieben 04 September 2026 - 14:18

In D-A-CH scheint die Sache klar. Die Leute begeistern sich für Science Fiction oder Fantasy oder Horror.

Oder nicht? Ist die Offenheit da, nicht nur das ureigenste Genre zu lesen, sondern auch Artverwandtes?

 

Hugo Gernsback ist ja bekannt vor allem als Namensgeber für den Hugo Award und auch dort werden alle Werke der Phantastik berücksichtigt.

 

Gernsback hat ja das Magazin Amazing Stories herausgebracht, das hat Matthias Käther im Details betrachtet:

Zauberspiegel-Online - Amazing Pulps Teil 1: Das erste SF-Magazin der Welt. Hugo Gernsbacks - Amazing (1926-29)

 

Hier mal interessante Zitate aus dem Artikel:

Amazing Stories durchlief zwischen 1926 und 1965 nicht weniger als sieben z.t. radikal unterschiedliche Phasen. Das ist nichts Ungewöhnliches für ein so langlebiges SF-Periodikum.  Doch erstaunlicherweise gab es auch Kontinuitäten. Amazing war und blieb 40 Jahre lang immer ein Blatt für diejenigen, die vor allem eins in der SF suchten – Entertainment und Spannung. Abgesehen von kurzen Phasen, in denen mechanistische oder okkultistische Denkrichtungen die Überhand hatten, versuchte Amazing, sein Publikum nicht zu belehren, sondern zu unterhalten. Meist schrammte Amazing dabei am Rand des Abgrunds. Ein Umstand, der mir diese Zeitschrift nur umso sympathischer macht...

 

Auch wenn viele dieser Storys etwas formelhaft wirken, so sind doch wirklich originelle Exemplare darunter. Und Gernsback war kein bornierter Herausgeber! Seine Offenheit für Fantasy und Horror ließen ihn Geschichten akzeptieren, die heute im Umfeld des sonst oft etwas technisch-verspielten Materials fast befremdlich anmuten – befremdlich, aber auch erfrischend, denn sie bringen Abwechslung in die Zeitschriften. Gernsback veröffentlichte Geschichten von zwei radikalen Vertretern der Science-Fantasy (ein junges Genre, das SF und Fantasy vermischte), zum einen den Tarzan-Schöpfer Edgar Rice Borroughs und dann seinen nicht minder phantasievollen Eleven Otis Adalbert Kline. 

 

 

Was sind eure Vorlieben?


Bearbeitet von Mammut, 04 September 2026 - 14:19.


#2 rostig

rostig

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Geschrieben 04 September 2026 - 14:42

Ich lese grade von Ina Elbracht "Mollusca Obscura", eine Story im Lovecraft-Universum des Blitz-Verlags. Elbracht ist für mich eine der besten Fantastikautorinnen.Mit Pentimenti, Der Froschbarbar und Klunga hat sie extrem unterschiedliche Werke phantastischer Literatur veröffentlicht. Und ist sie bekannt? Wohl eher nicht. Diversität erschafft kein Fandom und ist daher wohl nicht gut für einen Autor, oder?



#3 Mammut

Mammut

    Pot Healer

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Geschrieben 04 September 2026 - 15:09

Ich lese grade von Ina Elbracht "Mollusca Obscura", eine Story im Lovecraft-Universum des Blitz-Verlags. Elbracht ist für mich eine der besten Fantastikautorinnen.Mit Pentimenti, Der Froschbarbar und Klunga hat sie extrem unterschiedliche Werke phantastischer Literatur veröffentlicht. Und ist sie bekannt? Wohl eher nicht. Diversität erschafft kein Fandom und ist daher wohl nicht gut für einen Autor, oder?

 

Klub Tropikal hast du in deiner Aufzählung vergessen, ist auch großartig:

Ina Elbracht - Klub Tropikal

 

Ina war auch in Zwielicht vertreten. Escape Room (Zwielicht 14) war typisch Horror, Monsieur Ortolan (Zwielicht 19) ein Psychokrimi ohne übersinnliche Elemente und Mein wunderschöner Supermarkt (Zwielicht 20) eine erstklassige SF-KI Geschichte. Letztere hat gefühlt außer mir keinem gefallen. :bigcry:

Aber im Ernst: Ich finde auch, das ist eine ganz außerordentliche Autorin, mit einer unfassbaren Bandbreite, ohne sich dabei selbst zu verleugnen (ist eigentlich alles Ina, das erkennt man wenn man es liest).

Ob du dann aber auf dem Markt erfolgreich bist oder erfolgreich aufgenommen wirst, ist dabei eine andere Sache. Schau mal. Karla Schmidt ist auch so ein Phänomen. Zwei Romane bei Piper, Liebesroman unter Pseudonym und DSFP Gewinnerin für eine bemerkenswerte SF Kurzgeschichte.

 

Ja, es wirkt so, als wäre es besser, sich in einer schmuddeligen Ecke bequem zu machen. Aber ob du unter dem Strich erfolgreicher bist, wenn du nur ein Genre beackerst darf zumindest bezweifelt werden.

 

Man sollte eher fragen: Was können wir als Liebhaber toller Geschichten machen, dass solch außergewöhnliche Autoren mehr beachtet werden. Ich bin da aber auch ratlos. Der Markt (also die breitere Masse) will vielleicht auch nichts Außergewöhnliches.



#4 Nina

Nina

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Geschrieben 05 September 2026 - 19:19

Also ich lese gerne aus verschiedenen phantastischen Genres. Ich hab da eher so Abstufungen innerhalb der Genres:

Es darf z.B. bei Fantasy nicht gar zu kindisch sein oder auf eine Art humorvoll sein, die in den Klamauk übergeht. Ich mag halt mehr High Fantasy. Und auch nicht so sehr Geschichten, wo man den Fantasyanteil mit der Lupe suchen muss.

Bei SF ist es ähnlich: Natürlich lese ich auch mal Near Future, aber mein Herz schlägt für exotischere Varianten des Genres. 

 

Als Jugendliche habe ich gerne die "Space View" gelesen. Wegen der SF-Themen. Nachdem da kaum noch SF drin war, auf dem Titelbild immer was von "Herr der Ringe" war und selbst blöde Filme wie "Schweinchen Babe" besprochen wurden, habe ich aufgehört, die Zeitschrift zu kaufen. 

 

Insgesamt gesehen weiß ich vermutlich selbst nicht, wie viel Phantastik und wie viel SF ich will. Ich kann nur sagen, was ich will und bei dem was nicht ... tja. Man muss manches auch hinnehmen.  



#5 Mammut

Mammut

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Geschrieben 06 September 2026 - 08:03

Insgesamt gesehen weiß ich vermutlich selbst nicht, wie viel Phantastik und wie viel SF ich will. Ich kann nur sagen, was ich will und bei dem was nicht ... tja. Man muss manches auch hinnehmen.  

 

Für mich ist die Art der Geschichte auch wichtiger. Kann sein, dass ich bei SF, Fantasy und Horror jeweils verschiedene Vorlieben habe, aber unter dem Strich hat man so seinen Geschmack. Und ich finde in jedem Genre Sachen, die ich überhaupt nicht lesen mag.



#6 Helge

Helge

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Geschrieben 07 September 2026 - 06:37

Bei mir verlaufen die Grenzen dessen, was ich mag oder nicht, völlig quer zu den einzelnen Subgenres. Was ich überhaupt nicht leiden kann, sind Klischeethematiken, also Space Operas genauso wie Sword and Sorcery oder die -zigtausendste Vampirgeschichte. Für mich ist Fantastik dann gut, wenn sie originell ist und mich packen kann - egal, welches Subgenre.



#7 Nina

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Geschrieben 13 September 2026 - 19:15

Wobei die Vampirgeschichten meist eher in die Bresche schlagen, die man früher als Frauenliteratur bezeichnet hat. Dann ist es halt ein Vampir oder so statt eines Ritters. Auch stark sexualisiert. Also ist es nicht unbedingt so was für Horrorfans. Auch andere Dinge sind schwierig für mich, z.B. Nahzukunftsthriller oder wie auch immer man das nennt. Ich tue mir da schwer, das tatsächlich SF zu nennen, obwohl es am Rande wohl dazu gehört. 



#8 ShockWaveRider

ShockWaveRider

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Geschrieben 14 September 2026 - 12:37

Der Threadtitel liest sich für mich ähnlich wie "Deutsche Briefmarken vs. Briefmarken".

 

Die Science Fiction ist Teil der Phantastik.

 

Das meint

Ralf 


Verwarnungscounter: 2 (klick!, klick!)

ShockWaveRiders Kritiken aus München
möchten viele Autor'n übertünchen.
Denn er tut sich verbitten
Aliens, UFOs und Titten -
einen Kerl wie den sollte man lynchen!

  • • (Buch) gerade am lesen:S. Haupt "Stille zwischen den Sternen"
  • • (Buch) als nächstes geplant:Ri Tokko "Das Automatenzeitalter"

#9 Nina

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Geschrieben 17 September 2026 - 18:43

Der Threadtitel liest sich für mich ähnlich wie "Deutsche Briefmarken vs. Briefmarken".

 

Die Science Fiction ist Teil der Phantastik.

 

Das meint

Ralf 

Finde ich auch. Die Frage war für mich vor einigen Jahren, wie nenne ich das, wenn ich auf Englisch darüber spreche? "Fantastic" trifft es das? - Ich habe mich letztendlich dazu entschieden, es "speculative fiction" zu nennen, wenn ich die drei phantastischen Hauptgenres Fantasy, SF und Horror mitsamt alles Subgenres (oder neuen artverwandten Genres ... es erfindet dauernd wer ein neues Genre ---) meine. 




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