Bearbeitet von smartsmart, 25 Oktober 2004 - 19:03.

Neue "Klassiker" gesucht
#1
Geschrieben 25 Oktober 2004 - 18:59
#2
Geschrieben 25 Oktober 2004 - 19:37
Thomas Sebesta/Neunkirchen/Austria
Blog zur Sekundärliteratur: http://sebesta-seklit.net/
Online-Bibliothek zur Sekundärliteratur: http://www.librarything.de/catalog/t.sebesta
Facebook-Gruppe: https://www.facebook...tik.ge/members/
#3
Geschrieben 25 Oktober 2004 - 19:44
Davon kann ich nach 35 Jahren Absenz ein Lied singen.lass dir sagen, du bist kein Einzelfall. ... Dein Eindruck täuscht dich nicht, es ist nicht einfacher geworden seit der goldenen SF-Zeit der wir (Manchmal) nachweinen.
NOVA - Das Deutsche Magazin für Science Fiction & Spekulation
VILLA FANTASTICA - Bibliothek für fantastische Literatur

#4
Geschrieben 25 Oktober 2004 - 20:36
#5
Geschrieben 25 Oktober 2004 - 23:01
"Dein Wort ist meines Fusses Leuchte und ein Licht auf meinem Weg."
Psalm 119, 105
#6
Geschrieben 25 Oktober 2004 - 23:08
Trügt mich eigentlich mein Eindruck, daß Romane, die in der Nahzukunft auf der Erde angesiedelt sind, heutzutage ziemlich von Neofantasy- und Halbfantasy-Autoren dominiert werden? (war wohl auch smartsmarts Beobachtung) Michael Marrak, Neil Gaiman, Sean Stewart, China Miéville...
Ein vielgelobtes Gegenbeispiel: Frank Schätzing - Der Schwarm.
Und die ganzen Eschbachs außer Quest und Haarteppichknüpfer.
Bearbeitet von Harun Raffael, 25 Oktober 2004 - 23:11.
#7
Geschrieben 26 Oktober 2004 - 07:10
#8
Geschrieben 26 Oktober 2004 - 07:36
#9
Geschrieben 26 Oktober 2004 - 08:29
(Georg Christoph Lichtenberg)
#10
Geschrieben 26 Oktober 2004 - 09:11
#11
Geschrieben 26 Oktober 2004 - 09:21
Kleinverlage gibt es eine ganze Menge sehr unterschiedlicher Qualität. Ein Liste findest Du bei www.sf-boom.de. Die aktuellen Neuerscheinungslisten, auch mit den Neuerscheinungen vieler Kleinverlage findest Du bei Epilog/Ufo-Buchhandlung. Es gibt meines Wissen vier Kleinverlage in Deutschland, die neben deutschen Autoren auch Übersetzungen bringen und ein etwas umfangreicheres Programm haben: - Argument mit der Reihe Social Fiction - Edition Phantasia mit ihren Paperbacks - Festa mit ihrer neuen SF-Reihe - Shayol mit starken Schwerpunkt auf Sekundärliteratur Gruß RonniGibt es für SF den eigentlich Kleinverlage, die nicht so recht in den Buchhandlungen vertreten sind, jedoch ganz gute Literatur vertreiben?. Gibt es ggf. einen intreressanten online-Vertrieb?
#12
Geschrieben 26 Oktober 2004 - 09:39
#13
Geschrieben 26 Oktober 2004 - 09:51
ich hab mich gerade kürzlich schelten lassen müssen, daß ichs verwechselt hatte - hier ist die Belehrung, die ich von Hardy Kettlitz bekam (mit Bezug auf was, das ich über EE.Smith geschrieben hatte):Es wird hier öfters vom "Goldenen Zeitalter" der SF gesprochen. Kann man das ein wenig eingrenzen, wann diese anzusetzen ist und wer an Autoren dazugehörte?
Das "Golden Age" ist die Zeit von 1938 bis 1946. Smiths Skylark war deutlich früher, ein Teil der Lensmen ist in dieser Zeit erschienen. Allerdings wurde das Golden Age aber gerade durch die Generation nach Smith (Heinlein, Asimov, Clarke, Sturgeon, van Vogt) und die erste "Literarisierung" im Magazin ASTOUNDING gekennzeichnet, die durch die Herausgeberschaft von John Campbell ausgelöst wurde.
Die meisten Leute würden wohl spätere Werke der genannten Protagonisten mit dazuzählen. Williamson gehört eigentlich zur Generation davor, und war zugleich mittendrin.
Bearbeitet von Harun Raffael, 26 Oktober 2004 - 09:55.
#14 Gast_Jorge_*
Geschrieben 26 Oktober 2004 - 12:28
Nur aktuell erhältliches oder auch antiquarisches? Aktuell erhältlich und empfehlenswert ist z.b. John Shirley "Stadt geht los" oder Die "Eclipse"-Trilogie vom gleichen Autor bestehend aus "Sonnenfinsternis" "Halbschatten" "Feuersturm" Den Inhalt aller Bücher findest du auf der weiter oben angegebenen Seite von argument.Ich würde jetzt mal gerne wieder neuere SF lesen, habe aber keinerlei Überblick hierzu und würde mich über ein paar gute Tipps freuen. Ich bin dabei nicht an Action-Weltraum-Abenteuern, sondern (wie halt bei Dick) an SF interessiert, die irgendwie noch was mit uns hier zu tun hat. Generell finde ich SF interessant, die versucht, in unsere nähere Zukunft zu sehen.
#15
Geschrieben 26 Oktober 2004 - 12:40
Ah, schön, diese Frage brannte mir auch immer auf den Fingern.ich hab mich gerade kürzlich schelten lassen müssen, daß ichs verwechselt hatte - hier ist die Belehrung, die ich von Hardy Kettlitz bekam (mit Bezug auf was, das ich über EE.Smith geschrieben hatte):Es wird hier öfters vom "Goldenen Zeitalter" der SF gesprochen. Kann man das ein wenig eingrenzen, wann diese anzusetzen ist und wer an Autoren dazugehörte?
Das "Golden Age" ist die Zeit von 1938 bis 1946. Smiths Skylark war deutlich früher, ein Teil der Lensmen ist in dieser Zeit erschienen. Allerdings wurde das Golden Age aber gerade durch die Generation nach Smith (Heinlein, Asimov, Clarke, Sturgeon, van Vogt) und die erste "Literarisierung" im Magazin ASTOUNDING gekennzeichnet, die durch die Herausgeberschaft von John Campbell ausgelöst wurde.
Die meisten Leute würden wohl spätere Werke der genannten Protagonisten mit dazuzählen. Williamson gehört eigentlich zur Generation davor, und war zugleich mittendrin.
Das Silver Age begann dann im Anschluss?
#16
Geschrieben 26 Oktober 2004 - 14:55
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#17
Geschrieben 26 Oktober 2004 - 15:22
#18
Geschrieben 27 Oktober 2004 - 07:28
Das ist gerade das Problem, soviele Klassiker gibt es gar nicht.

#19
Geschrieben 27 Oktober 2004 - 08:07
Ich höre mir gerade von Heinlein "The Cat who walks through walls" an. Das Buch beginnt sehr gut und es macht einfach nur Spass. Heinlein hat so eine ganz eigene Art zu schreiben. Ich glaube ich werde mich in nächster Zeit verstärkt dem Altmeister zuwenden. Er hat ja ein großes Schaffenswerk hinterlassen.Das ist gerade das Problem, soviele Klassiker gibt es gar nicht.
Falsch, Klassiker gibt es meiner Meinung nach recht viele. Die Frage ist natürlich, ob sie heute immer noch genausoviel Spaß machen wie damals. Irgendwo haben wir hier einen 80er Jahre Thread, wo du vielleicht weitere Anregungen finden kannst. Oder die Endlosliste von Jorge, dort sind ebenfalls viele interessante Titel dabei. Sullivan
#20
Geschrieben 27 Oktober 2004 - 08:46
Oooooh, ja. Das hat er wahrlich....Heinlein "The Cat who walks through walls" macht einfach nur Spass. Heinlein hat so eine ganz eigene Art zu schreiben.
Nur gut, daß es hier den "schlechteste SF"-Thread gibt. Von wegen "die richtigen vermeiden".Ich glaube ich werde mich in nächster Zeit verstärkt dem Altmeister zuwenden. Er hat ja ein großes Schaffenswerk hinterlassen.
Wenn man unter "Klassiker" nicht speziell immer noch berühmte, sondern allgemein gute Altwerke versteht, gibt es wahrlich viele Leckerbissen - die teils schon vor Jahrzehnten nicht mehr erhältlich waren und in Vergessenheit geraten sind. Wenn man sich die Listen der 100 oder 50 "besten SF-Romane" anguckt, verfaßt von richtigen Kennern, von denen ich mir in den 80ern meine Wunschliste runternotiert habe - etliches war damals schon unauffindbar. Das, was ich gefunden habe, war großenteils bleibend gut.Klassiker gibt es meiner Meinung nach recht viele. Die Frage ist natürlich, ob sie heute immer noch genausoviel Spaß machen wie damals.Das ist gerade das Problem, soviele Klassiker gibt es gar nicht.
#21
Geschrieben 27 Oktober 2004 - 09:32
Du bist wohl kein Heinlein Fan? Nun, nicht alles von ihm ist gut, aber es gibt schon geniale Sachen aus seiner Hand. Außerdem ist sein Stil eine willkommene Abwechslung. Es tut gut, mal etwas vollkommen anderes zu lesen.Nur gut, daß es hier den "schlechteste SF"-Thread gibt. Von wegen "die richtigen vermeiden". gefunden habe, war großenteils bleibend gut.Ich glaube ich werde mich in nächster Zeit verstärkt dem Altmeister zuwenden. Er hat ja ein großes Schaffenswerk hinterlassen.
#22
Geschrieben 27 Oktober 2004 - 09:48
Ich befürchte nicht. Was muß es damals in den 30er oder 40er Jahren Spaß gemacht haben, Weltraumabenteuer die auf der Venus spielen gelesen zu haben? Als dort noch tropische Temperaturen herrschten, Vulkane ausgebrochen sind und Dinosaurier den Planeten bevölkert haben. Oder was hat man sich zusammengesponnen über den Planeten Mars? Marskanäle in denen vielleicht noch das Wasser rauscht, beherrscht von den Einheimischen die sich unter die Erde zurückziehen mußten und mit neidischen Augen auf den blauen Planeten Erde schauen, nur darauf wartend eine Invasion zu beginnen. Wie heißt es doch so schön bei Jeff Waynes -War of the worlds-: "... watching the world with envious eyes." Ist doch gruselig, oder? Würde heute noch jemand ausflippen wenn die Reportage von H. G. Wells im Radio gespielt würde? Das goldene Zeitalter der SF mit dem -sense of wonder- ist vorbei. Hinfort die Zeit des staunens und wunderns. Hard SF hat Einzug gehalten und raubt dem träumenden Leser seine letzten Illusionen. As time goes by. Schade.Falsch, Klassiker gibt es meiner Meinung nach recht viele. Die Frage ist natürlich, ob sie heute immer noch genausoviel Spaß machen wie damals.
"Dein Wort ist meines Fusses Leuchte und ein Licht auf meinem Weg."
Psalm 119, 105
#23
Geschrieben 27 Oktober 2004 - 10:17
Es gibt eine extreme Qualitätsspannweite bei ihm, ist alles was ich sagen wollte. Seine absolute Führungsrolle im schlechteste-SF-Thread spricht Bände. Aber die impliziert natürlich nicht, daß er nichts Gutes geschrieben hätte - der "schlechteste"-Thread ist naturgemäß einseitig.Du bist wohl kein Heinlein Fan? Nun, nicht alles von ihm ist gut, aber es gibt schon geniale Sachen aus seiner Hand.
Ich stehe immer wieder mal dumm da, weil ich bekenne, daß ich "Stranger in a Strange Land" gut und eindrucksvoll fand.

#24
Geschrieben 27 Oktober 2004 - 10:45
Ich fand Stranger in a Strange Land auch gut. Das war seinerzeit ein Kultbuch, aber Zahn der Zeit hat daran genagt. Es war eben stark Ausdruck der Zeit damals. Ich fand es aber im großen und ganzen dennoch gut. Und das Du mit Deiner Meinung nicht alleine bist, zeigt die Tatsache, dass das Buch den Hugo Award gewann.Es gibt eine extreme Qualitätsspannweite bei ihm, ist alles was ich sagen wollte. Seine absolute Führungsrolle im schlechteste-SF-Thread spricht Bände. Aber die impliziert natürlich nicht, daß er nichts Gutes geschrieben hätte - der "schlechteste"-Thread ist naturgemäß einseitig.Du bist wohl kein Heinlein Fan? Nun, nicht alles von ihm ist gut, aber es gibt schon geniale Sachen aus seiner Hand.
Ich stehe immer wieder mal dumm da, weil ich bekenne, daß ich "Stranger in a Strange Land" gut und eindrucksvoll fand.Das scheint eine relative Außenseitermeinung zu sein. Ansonsten sind mir allerdings nur einige seiner Kurzgeschichten als richtig gut in Erinnerung geblieben.
Anders ist es mit "The Moon is a harsh mistress." Mit dem Buch konnte ich mich gar nicht anfreunden. "Sternenkadetten" fand ich jedoch gut und die Kurzgeschichtensammlung "This Mannace Earth" war einsame Klasse (und das aus meinem Mund

#25
Geschrieben 27 Oktober 2004 - 11:15
Dann gibt's hier mehrere Aussenseiter - auch ich bekenne mich dazu...Ich stehe immer wieder mal dumm da, weil ich bekenne, daß ich "Stranger in a Strange Land" gut und eindrucksvoll fand.
Das scheint eine relative Außenseitermeinung zu sein. Ansonsten sind mir allerdings nur einige seiner Kurzgeschichten als richtig gut in Erinnerung geblieben....
Heinlein mag ich mir nicht wegdenken und wird viel zu wenig beachtet
Gruß
Thomas
Thomas Sebesta/Neunkirchen/Austria
Blog zur Sekundärliteratur: http://sebesta-seklit.net/
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#26
Geschrieben 02 November 2004 - 00:09
Das sehe ich auch so. Heinlein ist für mich der Science-Fiction-Autor in Reinform, ja sogar die Verkörperung des Genres schlechthin. Gutes und Schlechtes steht oft bunt nebeneinander ... NessunoHeinlein mag ich mir nicht wegdenken und wird viel zu wenig beachtet
#27
Geschrieben 02 November 2004 - 00:47


Werner Heisenberg,Atomphysiker
- • (Buch) gerade am lesen:Der Totenerwecker von Wrath James Wright
- • (Buch) als nächstes geplant:???
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• (Film) als nächstes geplant: ???
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• (Film) Neuerwerbung: EUREKA-Season 5
#28
Geschrieben 04 November 2004 - 18:32
In seinen besten Werken wußte er seine (vermutlich) eigenen Haltungen souverän in Frage zu stellen und irritierende Uneindeutigkeiten zu setzen.Heinlein war nicht unbedingt ein sehr politisch toleranter Mensch oder gar Menschenfreund und nicht wenig militaristisch, was sich ja in seinen Werken wiederspiegelt!!
In seinen schlimmeren Werken ist "nicht unbedingt sehr politisch tolerant"
und "nicht wenig militaristisch" die Untertreibung des Jahrhunderts.
Mangels eigener Leseerfahrungen hier einige Zitate, die mir einst alles sagten, was ich wissen wollte:Was haltet ihr eigentlich von L.Ron. Hubbard
"Das verworrene Gespinst, das seine früheste pulp-Science-Fiction mit seinen Selbsthilfewerken und seiner jüngsten SF-Serie verbindet, windet sich durch Dickichte der Ignoranz des Autors und die dunklen Ecken seiner Psyche. Hubbard hat eine starke Reaktion des Lesers zu seiner höchsten Priorität gemacht. So füllte er seine Bücher mit merkwürdigen Phobien und Vorurteilen und einigen geradezu grausigen Neigungen."
"Ich weiß, was ich jetzt mit dir tun werde! Ich werde dich bestrafen! Ich werde dich bestrafen und Gott wird dich bestrafen! Ich werde dich vergewaltigen! ich werde es in dich reinstecken und dich zerreißen! … Raus aus dem Bett! Leg dich hin! Lieg still!" (Knacken von Knochen, als seine Faust sie im Gesicht trifft.)

#29
Geschrieben 05 November 2004 - 10:28
#30
Geschrieben 05 November 2004 - 15:36
Bist du dir sicher, das es normale SF Fans sind. Ich habe eher das Gefühl, das er heute nur noch von Scientology Anhängern gelesen wird. Die üblichen SF Leser nehmen ihn nur zur Hand um ihn wenigstens einmal gelesen zu haben, nenn es akademisches Interesse.Hmm, Hubbards Bücher werden trotzdem regelmäßig aufgelegt und er scheint genug Fans unter den SF Anhängern zu haben. Sullivan
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