Steampunk ist ein Subgenre der Phantastik und hat eine ganz eigene Ausdrucksform. Steampunk kommt oft traditionell vor, aber oft auch anders.
Daher die Frage, ist Steampunk fortschrittlich oder eher "früher war alles besser"?
Geschrieben 21 September 2026 - 11:57
Steampunk ist ein Subgenre der Phantastik und hat eine ganz eigene Ausdrucksform. Steampunk kommt oft traditionell vor, aber oft auch anders.
Daher die Frage, ist Steampunk fortschrittlich oder eher "früher war alles besser"?
Das müssest du vor allem die Frauen im Forum fragen.
Geschrieben 21 September 2026 - 13:36
Das müssest du vor allem die Frauen im Forum fragen.
Ist das jetzt einfach ein Vorurteil oder hast Du da Erfahrungen anzubieten?
Mir ist da jedenfalls keine besondere genderspezifische Vorliebe aufgefallen.
Überlicht und Beamen wird von Elfen verhindert.
Moderator im Unterforum Fantasyguide
Fantasyguide
Saramee
Montbron-Blog
Geschrieben 21 September 2026 - 14:10
Ist das jetzt einfach ein Vorurteil oder hast Du da Erfahrungen anzubieten?
Mir ist da jedenfalls keine besondere genderspezifische Vorliebe aufgefallen.
Mein "Vorurteil" ist, dass die Frauen hier vielleicht besonders viel Interessantes zu sagen hätten.
Geschrieben 21 September 2026 - 14:10
Also ich mag Steampunk als Literatur , Kunstform oder Klemmbaustein und es ist weder retro noch fururistisch (dass sind eigenständige Subgenres) sondern eher der Alternativweltliteratur zuzuordnen (wenn man gewisse Fantasyelemente wie Aether akzeptiert).
Geschrieben 21 September 2026 - 14:17
Also ich mag Steampunk als Literatur , Kunstform oder Klemmbaustein
Steampunk als Klemmbaustein-Motiv finde ich sehr cool! Als Kind hatte ich sogar ne echte Dampfmaschine.
So eine wie von denen: https://www.wilesco....-dampfmaschinen
Theoretisch hätte ich da mit Fischertechnik was drumherum bauen können, mit Lego damals eher weniger. Aber heute, wer weiß. Ist aber halt wohl nichts für Kinder. ![]()
Bearbeitet von Tiff, 21 September 2026 - 14:20.
Geschrieben 21 September 2026 - 14:25
Also ich mag Steampunk als Literatur , Kunstform oder Klemmbaustein und es ist weder retro noch fururistisch (dass sind eigenständige Subgenres) sondern eher der Alternativweltliteratur zuzuordnen (wenn man gewisse Fantasyelemente wie Aether akzeptiert).
Der Äther (altgriechisch αἰθήρ aithḗr, deutsch ‚der (blaue) Himmel‘) ist eine hypothetische Substanz, die im ausgehenden 17. Jahrhundert als Medium für die Ausbreitung von Licht postuliert wurde. Später wurde das Konzept aus der Optik auch auf Elektrodynamik und Gravitation übertragen, vor allem um auf Fernwirkung basierende Annahmen zu vermeiden. Allgemein wurde der Äther als der Träger aller physikalischen Vorgänge angesehen.
Also eher in der Vergangenheit verhaftet. ![]()
Geschrieben 21 September 2026 - 14:44
Also eher in der Vergangenheit verhaftet.
Nicht nur. Es gibt schon ein paar Leute, die sich um eine Renaissance des Ätherbegriffs bemühen, z.B. https://www.universe...s-introduction/
"All theories that invoke the aether as a physical phenomenon centre around the fact that vacuum space has a number of properties that are hard to explain without the existence of a medium."
Physik ist wahnsinnig erfolgreich, kein Tag ohne Aufsehen erregende Meldungen, aber dabei wird oft vergessen, dass viele Grundbegriffe wie z.B. Masse, Raum, Zeit, Vakuum, Energie usw. gar nicht sooo superklar definiert sind. Da ist noch viel zu tun. Den klassischen Äther, den scheint es aber wohl so, wie damals gedacht, nicht zu geben.
Geschrieben 21 September 2026 - 15:15
Nicht nur. Es gibt schon ein paar Leute, die sich um eine Renaissance des Ätherbegriffs bemühen, z.B. https://www.universe...s-introduction/
"All theories that invoke the aether as a physical phenomenon centre around the fact that vacuum space has a number of properties that are hard to explain without the existence of a medium."
Physik ist wahnsinnig erfolgreich, kein Tag ohne Aufsehen erregende Meldungen, aber dabei wird oft vergessen, dass viele Grundbegriffe wie z.B. Masse, Raum, Zeit, Vakuum, Energie usw. gar nicht sooo superklar definiert sind. Da ist noch viel zu tun. Den klassischen Äther, den scheint es aber wohl so, wie damals gedacht, nicht zu geben.
Ja, klar. Das Universum funktioniert grundsätzlich und in vielen Bereichen so, wie es erklärt wird. Aber 95% fehlt, vielleicht gibt es ja doch den Aether und der ist geformt von dunkler Materie und gefüllt mit dunkler Energie. ![]()
Bearbeitet von Mammut, 21 September 2026 - 16:24.
Geschrieben 21 September 2026 - 15:46
Im Steampunk dient Aether (mit dieser Schreibweise) oft als Antrieb oder Energiequelle, denn nur mit Dampf kommt man ja nicht weit.
Geschrieben 21 September 2026 - 17:01
Das mit dem Aether ist aber eine Spezialität von Anja Bagus und dem Amt für Aetherangelegenheiten; standardmäßig gehört das nicht zum Steampunk.
Steampunk ist ein Subgenre der Phantastik und hat eine ganz eigene Ausdrucksform. Steampunk kommt oft traditionell vor, aber oft auch anders.
Daher die Frage, ist Steampunk fortschrittlich oder eher "früher war alles besser"?
Steampunk ist weder fortschrittlich noch rückwärtsgewandt, sondern ein "früher hätte alles besser sein können" oder auch ein "heute könnte alles anders sein".
Geschrieben 21 September 2026 - 18:14
Steampunk ist weder fortschrittlich noch rückwärtsgewandt, sondern ein "früher hätte alles besser sein können" oder auch ein "heute könnte alles anders sein".
Das trifft es sehr gut, finde ich. Hängt auch stark vom erzählerischen Inhalt ab. Denn zu einem großen Teil manifestiert sich der Steampunk ja im visuellen Stil, der oft auch gar nicht so leicht in Textform darstellbar ist, aber das ist ja nicht alles. Man kann ja nicht dauernd sagen, dass die Figur, die gerade spricht, einen Zylinder mit Rauchschutzbrille drüber trägt, sondern muss auch eine Geschichte erzählen, und meiner Erinnerung nach sind es oft sogar recht moderne Themen wie Emanzipation, die in der Alternativweltdarstellung nochmal anders rüberkommen.
Bearbeitet von Uwe Post, 21 September 2026 - 18:17.
Herausgeber Future Fiction Magazine (deutsche Ausgabe) ||| Die Fortsetzung: KI² - KOMISCHE INTELLIGENZ (mit Uwe Hermann) ||| edition-übermorgen.de ||| uwepost.de ||| deutsche-science-fiction.de
Geschrieben 21 September 2026 - 19:39
Steampunk ist in allererster Linie ein Fest fürs Auge. Glänzendes Messing, Gaslicht, Dampfmaschinen jeder Größe, Zeppeline und die imperiale Architektur des 19. Jahrhunderts. Offen sichtbare Mechanik beherrscht die Technik, auch die Physik ist in der Mechanik stehengeblieben. Elektrizität gibt es hauptsächlich für Telegraphen. Und die Gesellschaft gleicht der des 19. Jahrhunderts, wohlgeordnet in verschiedene Stände. Irgendwie scheint das die Menschen zu faszinieren. Der Erfolg von Serien wie "Downton Abbey" zeigt, wie dieser starre Gesellschaftsrahmen die heutigen Menschen fasziniert.
Bei Steampunk fällt auf, dass die Mechanik unmögliche Leistungen vollbringt, in sofern sehe ich den Schachtürken als eines der wenigen realen Werke des Steampunk. Und natürlich gehört auch Magie zum Steampunk.
Für mich ist Steampunk in erster Linie Eskapismus, eine Welt mit faszinierender aber letztlich verständlicher Mechanik, mit einer geordneten Gesellschaft und natürlich mit einem Protagonisten oder einer Protagonistin mit besonderen Fähigkeiten. Es wäre also nicht "früher war alles besser", sondern eine wohlgeordnete Traumwelt, eine Themenwelt wie bei Disneyworld, die unserer gerade ähnlich genug ist, dass man sich blind zurechtfindet.
Wie ist es also mit "fortschrittlich?" In den siebziger und achtziger Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts gab es noch einen weitgehenden Konsens, was "fortschrittlich" bedeutet. Wenn ich heute Zeitung lese, Essays, Sachbücher, dann muss ich sagen, der Konsens hat sich aufgelöst. Ist KI fortschrittlich? Sollen wir zurück zur Natur (natürlich nur mit perfekter medizinischer Versorgung)? Sollen wir den Menschen mehr Wohnraum ermöglichen, oder sollen sie zusammenrücken, um die Natur nicht zu beeinträchtigen?
Ich sehe also bei der "High Fantasy" und beim Steampunk kein Modell für gesellschaftlichen Fortschritt oder auch nur einen Anspruch darauf.
Website: https://www.thomasgrueter.de
Blog: https://scilogs.spek...ankenwerkstatt/
Aktueller Blogpost: Die Sonne kommt auf die Erde
Geschrieben 21 September 2026 - 20:46
Bei Steampunk fällt auf, dass die Mechanik unmögliche Leistungen vollbringt, in sofern sehe ich den Schachtürken als eines der wenigen realen Werke des Steampunk. Und natürlich gehört auch Magie zum Steampunk.
Für mich ist Steampunk in erster Linie Eskapismus, ...
Gilt das nicht für die gesamte SF? Ich meine, wer so etwas wie einen Warp-Antrieb hat, also die Raumzeit beliebig manipulieren kann, der wird wohl mit uns heutigen Menschen wenig gemein haben.
Geschrieben 21 September 2026 - 21:05
Gilt das nicht für die gesamte SF? Ich meine, wer so etwas wie einen Warp-Antrieb hat, also die Raumzeit beliebig manipulieren kann, der wird wohl mit uns heutigen Menschen wenig gemein haben.
Star Trek und Star Wars sind vom Science-Anspruch der Science Fiction weit entfernt. Aber die Near-Future-Romane und -Geschichten greifen eher aktuelle Entwicklungen auf und zeigen ihre Möglichkeiten und Gefahren. Auch die Hard-SF-Geschichten haben den Anspruch, die Physik nicht über Gebühr zu strapazieren. Berühmtes Beispiel wäre z.B. 2001 oder "Der Marsianer". Science Fiction ist eben ein weites Feld ...
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Geschrieben 22 September 2026 - 06:20
Daher die Frage, ist Steampunk fortschrittlich oder eher "früher war alles besser"?
Bearbeitet von Dreamer, 22 September 2026 - 06:36.
Geschrieben 22 September 2026 - 13:28
Ist das jetzt einfach ein Vorurteil oder hast Du da Erfahrungen anzubieten?
Mir ist da jedenfalls keine besondere genderspezifische Vorliebe aufgefallen.
Es waren doch die Frauen hier, die mit "Der Tod kommt auf Zahnrädern" eine der besten Anthologien, die ich bisher lesen konnte, herausgebracht haben. Aber ich glaube nicht, dass dieses Genre generell bei Frauen beliebter ist. Wenn, dann wäre das eher High-Fantasy.
Im Bereich der Retro-Science-fiction bevorzuge ich persönlich Dieselpunk. Ich mag einfach die Power-Fantasy von großen Maschinen mit Verbrennermotoren, diesem Freiheitsgeist der nun ungezügelten Luftfahrt und diesem 1930er Flair, wo laute Partys auf laute Industrie treffen. Bonuspunkte gibt's, wenn dem Freiheitsgedanken noch ein gefährlich expandierender, vielleicht sogar industriell überlegener Faschismus entgegensteht. Alles funktioniert erst richtig, wenn es einen Feind hat.
Was aber nicht heißt, dass ich Steampunk nicht durchaus zu schätzen weiß: Steampunk hat so etwas Erhabenes, ist ein Rittertum in Post-Industrialisierung. Die Kleidung ist maßgeschneidert, Höflichkeit wird selbst in den untersten Schichten geschätzt. Alles hat so eine gewisse Ordnung, eine Contenance, die man auch als Wunschdenken in die reale Welt transferieren kann, während die gesellschaftliche Diskrepanz zwischen Arm und Reich viel Potenzial für Spannung bietet. Medien wie "Arcane" oder "Dishonored" fügen dem Ganzen noch eine Brise Okkultismus und Magie hinzu, und machen ihre Welten damit noch farbenfroher. Was mich aber vor allem am Dampfstrolch fasziniert (ich hoffe, hier ist jemand drüber gestolpert), ist die einfache Begreiflichkeit der Maschinen. Katsuhiro Otomo fragte sich lediglich, was wäre, wenn die Menschheit ein Material entwickeln würde, das fast unbegrenzt Druck ertragen kann und spielte sich mit Druckbatterien, dampfbetriebenen Raketenrucksäcken und druckbasierten Waffen. Ian Watson überlegte, wie weit man moderne Computer durch bloß Zahnräder imitieren könnte (sind sie doch auch nur logische Schaltungen) und erfand, was bis heute im SF als der Cogigator bekannt ist, der Zahnradcomputer.
Während ich persönlich gerade so verstanden habe, wie ein modernes LLM in seiner Basis funktioniert (und wirklich nur gerade so), ist ein Zahnrad-betriebener Rechner leicht zu erklären: Wie eine Uhr, nur millionenfach so kompliziert. Oder meinetwegen wie eine Redstone-Schaltung, für die Jüngeren unter uns. Und klar, das Ding wäre eigentlich laufend defekt, aber da kann man als moderner Autor einfach sagen, dass die Zahnräder mit purem Stabilium beschichtet sind und deshalb schier ewig halten. Aber das Material ist so selten, lässt sich nur in Meteoritenkratern finden, so dass man es nicht für andere Zwecke einsetzen kann. Dasselbe gilt dann auch für das Memorium, aus dem man die Matrizen schleift ![]()
Ich finde auch, dass Steampunk ein sehr schönes "Was wäre wenn" erlaubt, also diesen Spaß an Limitationen fördert, und diese ur-menschliche Neugier an ihrem Platz belässt. Der verrückte Daniel Düsentrieb, der in seinem Elfenbeinturm einen Maschinengolem entwirft; der Wissenschaftler-Deuteragonist, der sich mit seinen selbstgebauten Tesla-Handschuhen zu wehren weiß und der Entdecker, der in die Tiefen eines unerforschten Kontinents vordringt und dann in ein Tal voller Dinosaurier stolpert, sind schöne Tropen aus eben jenem Setting.
Um die initiale Frage zu beantworten, ob Steampunk ein "früher war alles besser" ist: Nein. Steampunk ist eher ein "Früher war vieles anders als eben heute". Ein Eskapismus, der dich nicht in die Fertigessen-und-Kunststoff-Kammer des Science-fiction oder ins schmutzige Mittelalter mit Zauberei schickt. Auf gewisse Art ist er auch eine Form von Rebellion: Wenn alles wirr, laut und obszön sein will, dann rebelliert Steampunk mit Höflichkeit, Ordnungssinn und Zurückhaltung. Und das könnten wir vielleicht sogar heute ein wenig brauchen.
Geschrieben 23 September 2026 - 08:08
Das mit dem Aether ist aber eine Spezialität von Anja Bagus und dem Amt für Aetherangelegenheiten; standardmäßig gehört das nicht zum Steampunk.
Ich denke nicht:
Bearbeitet von Mammut, 23 September 2026 - 08:10.
Geschrieben 23 September 2026 - 10:03
Ich denke nicht:
Da stimme ich dir zu. Ich habe schon einige Steampunk-Stories gelesen, in denen Aether DIE treibende Kraft ist.
Bei den Geschichten des Genres, die ich gelesen habe, musste ich immer wieder fesrstellen, dass Steampunk am besten in einem britisch-viktorianschen Setting funktioniert. Ich habe zwar auch schon Steampunk im wilhelminischen Deutshcland gelesen, aber irgendwie passt das Amiente meist nicht wirklich. Oder wie sehr ihr das?
Bearbeitet von FrankW, 23 September 2026 - 10:03.
Geschrieben 23 September 2026 - 12:39
Ich habe insgesamt drei Steampunk-Geschichten geschrieben, die alle deutschsprachige Protagonisten in sehr unterschiedlichen Epochen haben, und für mich hat sich das passend angefühlt. Die Lesenden fanden es wohl auch ganz okay.Da stimme ich dir zu. Ich habe schon einige Steampunk-Stories gelesen, in denen Aether DIE treibende Kraft ist.
Bei den Geschichten des Genres, die ich gelesen habe, musste ich immer wieder fesrstellen, dass Steampunk am besten in einem britisch-viktorianschen Setting funktioniert. Ich habe zwar auch schon Steampunk im wilhelminischen Deutshcland gelesen, aber irgendwie passt das Amiente meist nicht wirklich. Oder wie sehr ihr das?
Geschrieben 23 September 2026 - 17:04
Ich denke nicht:
Space: 1889 – Wikipedia
Geschrieben 26 September 2026 - 14:29
Geschrieben 27 September 2026 - 09:19
Bei den Geschichten des Genres, die ich gelesen habe, musste ich immer wieder fesrstellen, dass Steampunk am besten in einem britisch-viktorianschen Setting funktioniert. Ich habe zwar auch schon Steampunk im wilhelminischen Deutshcland gelesen, aber irgendwie passt das Amiente meist nicht wirklich. Oder wie sehr ihr das?
Ich denke, entscheidend ist die historische Einordnung in die Ära der Industrialisierung. Die phantastischen Elemente und der Dampf fügen sich zusammen in einer Zeit gewaltiger sozialer und technischer Umbrüche. Der Begriff "Steam" stellt den fast zwingenden Zusammenhang zur Dampfmaschine her, die im 18. Jahrhundert erfunden wurde, im 19. das erste Industriezeitalter ausgelöst hat und erst nach den Weltkriegen nach und nach durch elektrische und kraftstoffbetriebene Maschinen verdrängt wurde. Da galt Dampf auch schon längst nicht mehr als "modern", so dass die meisten Steampunk-Geschichten eher vor den Weltkriegen spielen. Aus diesen Überlegungen ergibt sich automatisch das "wo" - denn die Fortschritte wurden ja nicht überall auf der Welt gleichzeitig so bedeutend. Ich habe aber auch schonmal eine Alternativwelt-Geschichte gelesen, in der die alten Römer die Dampfmaschine erfunden hatten - das könnte man ja auch als Steampunk bezeichnen.
Bearbeitet von Uwe Post, 27 September 2026 - 10:12.
Herausgeber Future Fiction Magazine (deutsche Ausgabe) ||| Die Fortsetzung: KI² - KOMISCHE INTELLIGENZ (mit Uwe Hermann) ||| edition-übermorgen.de ||| uwepost.de ||| deutsche-science-fiction.de
Geschrieben 27 September 2026 - 10:18
Wie bei vielen Genres ist auch hier eine eindeutige Definition bzw. Abgrenzung wohl kaum möglich. Mir sind auch schon wiederholt Steampunk-Stories begegnet, in denen auch Fantasy-Elemente vorkamen. Dass Steampunk sehr oft auch Krimi-Elemente enthält, muss man wohl kaum erwähnen.
Geschrieben 28 September 2026 - 00:50
Ich habe aber auch schonmal eine Alternativwelt-Geschichte gelesen, in der die alten Römer die Dampfmaschine erfunden hatten - das könnte man ja auch als Steampunk bezeichnen.
Geschrieben 28 September 2026 - 08:44
Nun, Gegenbeispiele gibt es genug, aber ich neige zur Zustimmung. Ich schätze, das liegt an einem (eigentlich relativ überschaubaren) Kanon an Autoren und Werken, der - nicht zuletzt durch unzählige Film/TV-Adaptionen - bis heute bei einem großen Publikum sehr präsent geblieben ist: „Der seltsame Fall des Dr Jekyll und des Mr Hyde“, „Die Schatzinsel“, „Dracula“, „Carmilla“, „Die Zeitmaschine“, „Die verlorene Welt“, die Sherlock-Holmes-Geschichten, die Romane von Rudyard Kipling und Charles Dickens. Dazu „zeitgleich“ ein bisweilen auch recht ‚britischer’ Blick von Jules Verne aus Frankreich - man erinnere sich an Phileas Fogg.Da stimme ich dir zu. Ich habe schon einige Steampunk-Stories gelesen, in denen Aether DIE treibende Kraft ist.
Bei den Geschichten des Genres, die ich gelesen habe, musste ich immer wieder fesrstellen, dass Steampunk am besten in einem britisch-viktorianschen Setting funktioniert. Ich habe zwar auch schon Steampunk im wilhelminischen Deutschland gelesen, aber irgendwie passt das Amiente meist nicht wirklich. Oder wie sehr ihr das?
Bearbeitet von ChristophGrimm, 28 September 2026 - 09:33.
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